15.6 C
Hannover
Dienstag, August 25, 2026

Aktuelle lokale Nachrichten und regionale News aus Kultur, Sport, Wirtschaft, Politik und Unterhaltung.

Start Blog Seite 21

Schneefall in der Stadt

Sturmtief Elli sorgt für Dauereinsatz von Winterdiensten in der Stadt
Sturmtief Elli sorgt für Dauereinsatz von Winterdiensten in der Stadt - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Sturmtief Elli schickt weiße Grüße nach Hannover


HANNOVER. Am Freitag erwischte es Hannover eiskalt. Sturmtief Elii legte das Leben in und um Hannover herum weitgehend lahm. Zwei Stadtbahnen in Hannover entgleisten nach heftigem Schneefall. Da die Personenbeförderung außerhalb von Tunneln bereits eingestellt worden war, waren glücklicherweise auch keine Fahrgäste in den verunglückten Bahnen. Der S-Bahn-, Zug-, Stadtbahn- und Busverkehr war in und um Hannover herum aufgrund der Witterungsverhältnisse stark eingeschränkt oder teilweise ganz ausgesetzt. Die Witterungsverhältnisse führten auch dazu, dass die Stadt kurzzeitig das Streusalzverbot (bis zum 23. Janauar) ausgesetzt hat. Nicht nur der Schulunterricht fiel aus, abgesagt wurde wegen der Wetter -und Verkehrsverhältnisse auch der mittlerweile schon traditionelle Neujahrsempfang der Stadt, der am Freitagabend im Neuen Rathaus stattfinden sollte. Die Entscheidung darüber, ob die Schulen auch am Montag, den 12. Januar geschlossen bleiben und der Untericht ausfällt, wollen Stadt und Region Hannover am heutigen Sonntagnachmittag treffen. Die Winterdienste waren im Dauereinsatz. Aha wollte am Wochenende in zwei Schichten rund um die Uhr mit 200 Fahrzeugen im Einsatz sein. Und auch in den Krankenhäusern hatte man gut zu tun.



Matthias Brodowy predigte in der Döhrener Auferstehungskirche

Pastor Dr. Michael Wohlers und Matthias Brodowy
Pastor Dr. Michael Wohlers und Matthias Brodowy

HANNOVER. Prominenter Gast auf der Kanzel der Auferstehungskirche. Für den Gottesdienst am heutigen Sonntagvormittag (11. Januar) konnte die Döhrener ev.-luth. Kirchengemeinde einen prominenten Redner gewinnen. Matthias Brodowy – laut seiner Homepage „Kabarettist, Musiker, Moderator, Comedian und Vertreter für gehobenen Blödsinn“ – kann auch in einer Kirche predigen. Er nahm sich dabei den Begriffen „Demut“ und Sanftmut“ an. „Demütig, sanftmütig zu sein, heißt nicht leise zu sein“, betonte Brodowy. Denn die Kirche müsse „natürlich auch politisch sein“ und aktuelle Probleme und Ungerechtigkeiten thematisieren. Schließlich stecke sowohl in „Sanftmut“ als auch in „Demut“ das Wort „Mut“.

Nach dem Gottesdienst lud Pastor Dr. Michael Wohlers im Namen der Gemeinde alle Gottesdienstbesucher zum traditionellen Neujahrsempfang „unter der Empore“. Bei einem Gläschen Sekt zum Anstoßen und Salzgebäck zum Knabbern konnten sich die Gäste zu lockeren Gesprächen um die hier aufgebauten Stehtische zusammenfinden.

Soviel Schnee wie schon lange nicht mehr: Winter in Hannover

Ein Mini-Schneepflug räumt einen Garagenhof
Ein Mini-Schneepflug räumt einen Garagenhof

HANNOVER. Es hat in Hannover endlich aufgehört zu schneien. 30 bis 35 Zentimeter Neuschnee sind im Lauf des Tages schon gefallen. Und es bleibt auch morgen erst einmal bitterkalt. Doch wohin mit den Schneemassen? Hier wird in Privatinitiative ein Garagenhof freigeräumt.

DSC 5969 Kopie
Ein Mini-Schneepflug räumt einen Garagenhof

An der Erytropelstraße in Wülfel entsteht eine provisorische Schule

Symbolbild: DieKinder der GS Beuthener Straße bekommen eine provisorische Schule in Wülfel
Symbolbild: DieKinder der GS Beuthener Straße bekommen eine provisorische Schule in Wülfel

HANNOVER. Am ersten Adventswochenende 2025 zerstörte ein verheerendes Großfeuer weite Teile der Grundschule Beuthener Straße in Mittelfeld. Seither ist das Schulgebäude nicht mehr nutzbar, die Schüler werden derzeit am Kronsberg in den Räumen der Käthe-Paulus-Schule unterrichtet. Doch da wird der Platz eng, weil diese Schule ab dem kommenden Schuljahr selbst weitere Kinder aus ihrem Einzugsbereich aufnehmen muss. Jetzt präsentierte die Stadt Hannover eine Übergangslösung. In rund 500 Meter Luftlinie von der Beuthener Straße soll auf der anderen Seite der Eisenbahnlinie an der Erytroplestraße in Wülfel ein neues Schulgebäude in Modulbauweise entstehen.

Das Grundstück steht bereits im Eigentum der Landeshauptstadt. Bislang war hier der Neubau der Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Wülfel und eine Sporthalle geplant. An dem Domizil für die Ortswehr Wülfel wird weiter festgehalten. Statt einer Sporthalle wird auf dem restlichen Grundstücksteil aber nur eine Übergangsschule entstehen.

Die Stadtverwaltung will das Projekt im Eilverfahren auf den Weg bringen. „Unser Anspruch ist klar: Wir wollen den Kindern der Grundschule Beuthener Straße so schnell wie möglich wieder einen verlässlichen, wohnortnahen Lernort bieten – und gleichzeitig Planungssicherheit für Eltern, Schulen und Lehrkräfte schaffen“, sagt Oberbürgermeister Belit Onay in einer Pressemitteilung der Stadt. Das neue Schulgebäude soll ausreichend Platz, auch für Ganztagsangebote bieten und über eine Mensa verfügen.

Eine Sporthalle wird es in Wülfel aber nicht geben. Denn die Sportstätten an der Beuthener Straße haben den Brand unbeschadet überstanden. Zum Sportunterricht müssen die Schulkinder nun wieder zurück zu ihrer alten Halle.

Die Pläne sind taufrisch. Wie hoch die Ausgaben das Stadtsäckel belasten wird, kann niemand derzeit genau sagen. Die Stadt schätzt, dass das Projekt 25 Millionen Euro zu Buche schlagen wird.  Dafür sollen auch nach der Wiederherstellung der Schule an der Beuthener Straße die Räume für mindestens 15 Jahre weiter für schulische Zwecke genutzt werden, „als Ausweichstandort auch für weitere sanierungsbedürftige Schulen“, so Stadtbaurat Thomas Vielhaber.

Der Einzug in die neue Ersatzschule ist für Sommer 2027 geplant. Weil aber die Käthe-Paulus-Schule eine „aufwachsende“ Schule ist und schon nach den Sommerferien diesen Jahres selbst weiter Kinder aufnimmt, wird der vierte Jahrgang der GS Beuthener Straße an die Grundschule Kronsberg verlagert.

An dem durch Brand zerstörten Schulgebäude in Mittelfeld haben die Abrissarbeiten bereits begonnen. Durch den Brand und das Löschwasser wurden Aula, Hauptflur und Sanitärbereiche schwer beschädigt. Die Stadt baut allerdings nicht wieder die alten Strukturen auf. Da ohnehin eine Gebäudesanierung geplant war, werden diese Pläne nun vorgezogen und das Schulgebäude von Grund auf erneuert und sogar erweitert. Diese Arbeiten, so schätzt die Stadt, werden

voraussichtlich bis mindestens 2031 andauern.

Und falls der Ersatzbau an der Erytroplestraße doch nicht bis zum Sommer 2027 fertig werden sollte? Dafür gibt es bei der Stadt einen weiteren Notfallplan. In einer solchen Situation würden dann an der Beuthener Straße übergangsweise doch wieder in die vom Feuer verschonten alten Klassenräume ziehen, erreichbar über einen provisorischen Flur und mit Toilettencontainer vor der Tür.

Hannover versinkt im Schnee  – Neujahrsempfang im Rathaus wurde abgesagt

Der Neujahrsempfang im Rathaus wurde abgesagt
Der Neujahrsempfang im Rathaus wurde abgesagt

HANNOVER. Es schneit und schneit und schneit in Hannover. Kinder dürften sich gefreut haben. Fiel doch die Schule aus und es war Zeit genug, Schlitten zu fahren oder einen Schneemann zu bauen. Doch die weiße Pracht hat nicht nur ihre schönen Seiten. Wegen der Verkehrsverhältnisse wurden nun viele geplante Veranstaltungen kurzfristig abgesagt. Prominentestes Opfer der Schneeflocken: Der Neujahrsempfang für alle im Neuen Rathaus am heutigen Nachmittag (9. Januar)

Wie es in einer aktuellen Pressemitteilung der Stadt heißt, sei „die Entscheidung, den diesjährigen Neujahrsempfang witterungsbedingt abzusagen, uns alles andere als leichtgefallen.“ Oberbürgermeister Belit Onay: „Ich weiß, wie viel Engagement, Herzblut und monatelange Vorbereitungen in dieser Veranstaltung stecken.“ Angesichts der aktuellen witterungsbedingten Behinderungen habe aber die Sicherheit der Gäste und der Mitwirkenden oberste Priorität.

Es war eine gute Entscheidung: Denn ab 17 Uhr stellte die Üstra den oberirdischen Schienenverkehr für ihre Stadtbahnen ein und hält nur noch den Verkehr im Tunnel aufrecht. Für viele Besucher des Empfanges, die außerhalb der Innenstadt wohnen, wäre das wohl eine böse Überraschung geworden.

Wegen des Winterwetters wird daneben in Döhren die für den heutigen Abend geplante Einsegnung von Alexander Schiller – dem neuen Diakon in der ev.-luth. Auferstehungsgemeinde durch Superintendentin Meike Riedel auf Samstag, den 14. Februar, 15 Uhr verschoben. „Bitte bleiben Sie wenn möglich während des Sturms zuhause und sicher“, heißt es in der Mitteilung aus der Gemeinde. Am Termin für den am Sonntag geplanten Gottesdienst mit Matthias Brodowy und anschließendem Neujahrsempfang wird derzeit aber noch festgehalten. „Meist beruhigt sich ja das Wetter nach dem ersten Schrecken, bzw. AHA bekommt die Lage in den Griff“, ist Pastor Dr. Michael Wohlers zuversichtlich.

DSC 5940
Es schneit und schneit in Hannover
DSC 5936
Der starker Schneefall wurd egenutzt, um einen Mini-Schneemann auf dem Fensterbrett zu bauen

SPD-Bezirksratsfraktion Döhren-Wülfel blickt zurück auf fast fünf Jahre erfolgreiche Arbeit

SPD Kopf

HANNOVER. Schon im September dieses Jahrs stehen wieder Kommunalwahlen an. Fast fünf Jahre Arbeit für den Stadtbezirk und seine Einwohner liegen hinter uns. Zeit, einmal zurück auf viereinhalb Jahre erfolgreichen Einsatz der SPD Fraktion im Stadtbezirk Döhren-Wülfel zu blicken. Das Resümee der Fraktion im Wortlaut:

Wichtig war uns dabei immer eine sachorientierte Arbeit zum Wohl der Einwohnerinnen und Einwohner. Denn wir verstehen uns als Vertreter unserer Nachbarinnen und Nachbarn in Döhren-Wülfel, für die wir uns im Bezirksrat einsetzen.

Schon in der vorhergehenden Wahlperiode achteten wir darauf, Politik für die Menschen vor Ort zu machen und nicht nur ideologische Positionen durchzusetzen. Deshalb konnte die SPD stärkste Fraktion im 2021 neu gewählten Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel werden und mit Antje Kellner wieder die Stadtbezirksbürgermeisterin stellen.

Im Rahmen der begrenzten Kompetenzen und Entscheidungsbefugnisse eines Bezirksrates der Landeshauptstadt Hannover können die örtlichen Mandatsträger als Stimme der Bürgerinnen und Bürger zumindest Probleme und Lösungsvorschläge öffentlich machen und dafür sorgen, dass die Stadtverwaltung die örtlichen Belange bei ihren Entscheidungen mit einstellt.

So haben wir das Ziel, unser bewährtes und beliebtes Freizeitheim Döhren zu erneuern, konsequent weiterverfolgt. Wir konnten letztlich verhindern, dass der Stadtrat die Pläne für einen Neubau zugunsten eines Neubauprojekts in einem anderen Stadtteil zurückstellt.

Leider ist es nicht gelungen, die historische Gaststätte Wichmann der Nachwelt zu erhalten. Auch ein originalgetreuer Wiederaufbau scheint aus rechtlichen Gründen gegen den Willen eines privaten Investors nicht durchsetzbar. Wir sind aber immer am Ball geblieben und haben uns vehement gegen einen massiven Neubau mit Mikroappartements an dieser Stelle eingesetzt.

Das Projekt, die denkmalgeschützte Neue Kapelle auf dem Seelhorster Friedhof nicht ungenutzt leer stehen zu lassen, sondern zu einem Kolumbarium (Urnenfriedhof) umzunutzen, geht ebenfalls auf eine Initiative der SPD-Fraktion zurück. Prinzipiell hat die Stadt Hannover dieser Idee bereits zugestimmt. Die Umsetzung ist allerdings bislang noch nicht in Angriff genommen worden.

Die Sozialdemokraten haben sich auch in dieser nun bald endenden Wahlperiode wieder für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses für die Freiwillige Feuerwehr Wülfel eingesetzt. Immerhin ist es gelungen, der Ortswehr Wülfel die Nutzung eines benachbarten brachliegenden Grundstückes der Stadtwerke zu ermöglichen.

Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner im Bezirksrat setzten wir uns in einem Antrag erfolgreich für ein Projekt zur Betreuung von den sogenannten „Lückekindern“ in Mittelfeld sowie für Bodenindikatoren für blinde und sehbeeinträchtigte Mitmenschen ein Auch die vielbeachtete Sondersitzung des Bezirksrates zum Thema „Demokratie stärken“ ging auch auf einen Antrag der SPD-Fraktion zurück. Der „Runde Tisch“ zur Verkehrsberuhigung in der Loccumer Straße – der letztlich zu den entsprechenden verkehrsberuhigenden Baumaßnahmen führte – basierte ebenfalls auf einem gemeinsamen Antrag mit unserem Kooperationspartner.

Ein von der SPD in den Bezirksrat eingebrachter Vorschlag, im Stadtteil Mittelfeld vor dem Endpunkt Messe Nord noch eine weitere Halterstelle einzurichten, wird von der dafür zuständigen Region Hannover nun geprüft.

In weiteren Anfragen und Anträgen setzten wir uns u.a. mit der Velo-Route Süd und der Möglichkeit, wieder einen Wochenmarkt in Mittelfeld zu installieren, auseinander. Auch forderte der Bezirksrat auf unseren Antrag hin die Stadt auf, den Fiedelerplatz aufzuwerten und in das neue Stadtplatzprogramm aufzunehmen.

Weitere Erfolge, die auf Vorschläge der SPD zurückgehen: Zur sicheren Querung des Rudolf-von Bennigsen-Ufers wurde in Höhe der Riepestraße eine Fußgängermittelinsel installiert, das Kunstwerk „Tor“ am Beginn der Peiner Straße bekam ein Hinweisschild auf den Künstler. Wir setzen uns für den weiteren Betrieb des Rübezahlbrunnens ein, für mehr Fahrradbügel an der Haltestelle Peiner Straße und für eine Informationstafel zur Geschichte der Döhrener Wolle an der Straße am Uhrturm.

Eine große Herausforderung im kommenden Jahr wird nach den Sommerferien die Sicherstellung von ortsnahen und familiengerechten Unterrichtsmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler der abgebrannten Grundschule Beuthener Straße sein. Auch hier werden wir uns im Sinne der Einwohnerinnen und Einwohner natürlich verstärkt engagieren. Text JS/A. Kellner

Hannover bleibt winterlich

Hannover bleibt erst einmal winterlich
Hannover bleibt erst einmal winterlich

HANNOVER. Schnee und Eis halten Hannover im Griff. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor glatten Straßen. Daneben erwarten die Meteorologen neuen Schneefall. Am Freitag droht nicht nur viel Neuschnee mit weit über 10 Zentimeter, es kann dazu auch noch stürmen. Keine guten Aussichten für alle, die draußen unterwegs sein müssen. T-Online warnt sogar: „Auf den Straßen besteht am Donnerstag und am Freitag Lebensgefahr!“ Trotz der Kälte: derzeit gibt es kein Eisvergnügen auf dem Maschsee. Die Eisdecke ist im Moment noch zu dünn. 2012 konnten die Hannoveraner letztmalig über ihren Lieblingssee spazieren.

Maschsee 015
Auch wenn es sich viele wünschen: Ein Eisvergnügen auf dem Maschsee wie 2012 ist derzeit noch nicht in Sicht.

Das Landesmuseum segelt im November unter schwarzer Flagge

v.l.: Leonie Appl, Mit-Kuratorin der Ausstellung „Aufgetaucht“, Museumsdirektorin Prof. Dr. Katja Lembke und Dr. Florian Klimscha, Kurator der archäologischen Sammlung.
v.l.: Leonie Appl, Mit-Kuratorin der Ausstellung „Aufgetaucht“, Museumsdirektorin Prof. Dr. Katja Lembke und Dr. Florian Klimscha, Kurator der archäologischen Sammlung.

HANNOVER. Eine neue Sonderausstellung im Landesmuseum Hannover wirft ihre Schatten voraus. Ende dieses Jahres dürfte wohl über dem Museum eine schwarze Piratenflagge wehen. Denn die für Ende November angekündigte archäologische Sonderausstellung wird sich den Freibeutern der Meere widmen.

Es soll eine Schau „jenseits von Hollywood, Eryl Flynn und Johnny Depp“ werden, verspricht Dr. Florian Klimscha, Kurator der archäologischen Sammlung des Museums. „Wir zeigen zum ersten Mal archäologische Funde von Originalpiratenschauplätzen die zum Teil bis in die Bronzezeit zurückgehen“, berichtet er. Unter anderem finden sich Ausgrabungsstücke von der Sibetsburg in Wilhelmshaven. Die einstige ostfriesische Häuptlingsburg diente lange Zeit den „Vitalienbrüdern“ (zu denen der Legende nach auch Klaus Störtebeker gehört haben soll) als Schlupfwinkel und war mit mehreren Wällen und Wassergräben gesichert. 1433 machte dann eine große Streitmacht der Hanse dem Piratennest ein Ende. „Hochkarätige Leihgaben, die teils erstmals in Deutschland zu sehen sind, lassen die Welt der Piraten lebendig werden“, heißt es im dazugehörigen Flyer. Neben Funde aus dem deutschen Raum geht es dabei auch in die weite Welt hinaus. 1702 sank das Piratenschiff Speaker vor Mauritius. Archäologen fanden das Wrack und daraus geborgene Funde wie Waffenreste und Münzen kommen ebenfalls nach Hannover. Ab 27. November kann die Piratenschau geentert werden.

Im Frühling taucht das Landesmuseum aber erst einmal auf. Ab 24. April 2026 wird unter dem Titel „Aufgetaucht“ der Maler Philipp Klein im Kreis der Impressionisten vorgestellt. Gemeinsam mit den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim widmet sich das Landesmuseum Hannover umfassend dem Werk des früh verstorbenen Malers Philipp Klein. Rund 100 Arbeiten – viele davon über Jahrzehnte in privaten Sammlungen verborgen – machen sein Gespür für Licht, Farbe und Bewegung neu sichtbar und verorten ihn im Umfeld von Künstlern wie Lovis Corinth, Max Liebermann und Paula Modersohn-Becker. Prof. Dr. Katja Lembke, Direktorin des Landesmuseums: „Zwei Werke des Malers werden erstmals in Hannover gezeigt.“

Das Ausstellungsjahr beginnt allerdings mit einer Fortsetzung aus 2025. Noch bis zum 1. März 2026 läuft die Ausstellung „Verwandlung der Welt – Meisterblätter von Hendrick Goltzius“. Rund 80 Arbeiten des niederländischen Kupferstechers zeigen die außergewöhnliche Bandbreite eines Künstlers, der mit stilistischer Virtuosität und thematischer Vielfalt zu den prägenden Figuren seiner Zeit zählt.

Die Vorstellung des Jahresprogramms des Landesmuseums begann mit einem Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate. Es war ein Erfolg für das neue Konzept der Museumswelten. Direktorin Lembke: „Wir haben mit exakt 180.000 Besuchern eine Punktlandung gemacht.“ So startet dann das Landesmuseum selbstbewusst ins neue Jahr 2026. Der Kurs, Kultur und Unterhaltung miteinander zu verbinden, soll dabei weiterverfolgt werden.

Allerdings musste das Museum nach zehn Jahren seine Eintrittspreise anpassen. Eine normale Tageskarte für Erwachsene kostet nun 10 Euro. Wobei nicht alles teurer wird. Für Kinder von 6 bis 17 Jahren wurde der Eintritt sogar gesenkt. Pressesprecher Dennis von Wildenradt: „Die Anpassung hat für Besucher und Besucherinnen auch Vorteile. Künftig sind alle Sonderausstellungen im Eintritt enthalten und der Eintritt für Kinder wird reduziert. Soziale Angebote bleiben bestehen, darunter der freie Eintritt freitags ab 14 Uhr in die Sammlungen – Sonderausstellungen sind davon weiterhin ausgenommen – sowie günstige Angebote für Schulklassen und familienfreundliche Tarife.“

Fotografische Vielfalt im Kunstgang der MHH

Hannovers Bürgermeisterin Monica Plate eröffnete die Fotoausstellung
Hannovers Bürgermeisterin Monica Plate eröffnete die Fotoausstellung

HANNOVER. Seit heute Vormittag (4. Jan) ist die Fotogruppe des Bahn-Sozialwerks (BSW) mit einer ganzen Reihe von sehenswerten Fotografien in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) vertreten. Hannovers ehrenamtliche Bürgermeisterin Monica Plate eröffnete zusammen mit Jobit Stolp vom Landerverband „Nordmark“ im Deutschen Verband für Fotografie e. V. (DVF) die neue Fotoausstellung im sogenannten Kunstgang der MHH. Organisiert und betreut wird die Bilderschau von den Mitgliedern des Vereins „Fotografie & Kommunikatuion e.V.“.

„Fotografische Vielfalt“ lautet das Thema der Fotoausstellung. Die Mitglieder der BSW-Fotogruppe Hannover haben entsprechend ein buntes Spektrum von Motiven zusammengetragen. Die Spanne reicht von Makro und „Table-Top“-Aufnahmen bis hin zu Landschaften und Tierbildern. Unabhängig vom Thema: Alle Fotografien zeigen eine beeindruckende Qualität und zeugen vom fotografischen Können der Fotoamateure. Trotz des Namens steht die BSW-Fotogruppe allen interessierten Amateurfotografen offen. „Man muss nicht Eisenbahner sein“, sagt Jochen Mathews, der Vorsitzende der BSW-Fotogruppe Hannover.

Bis zum 27. Februar sind die fotografischen Meisterwerke im Kunstgang (zu erreichen über den Haupteingang und dann links) noch zu sehen. Ein Besuch lohnt sich.

Hannover wurde zum Winterwunderland

Heute Morgen lag Hannover unter einer zentimeterhohen Schneedecke
Heute Morgen lag Hannover unter einer zentimeterhohen Schneedecke

HANNOVER. Gestern begann es in Hannover leicht zu schneien, doch es hielt sich alles in Grenzen. Doch als es dunkel wurde, muss Petrus die Frau Holle angewiesen haben, kräftig ihre Betten zu schütteln. Über Nacht verwandelten Schneeflocken die Landeshauptstadt doch noch in ein Winterwunderland. Zur Freude viele Kinder, die aus der zentimeterdicken Schneemasse vor ihrer Haustür Schneemänner erbauten, zum Ärger mancher Autofahrer und Menschen, die am heutigen Sonntag mit dem Bus fahren wollten. Wegen Blitzeis stellte die Üstra morgens den Busverkehr ein und nahm ihn erst langsam am Mittag bzw. frühen Nachmittag wieder auf.

IMG 3115
Hannover wurde zum Winterwunderland
IMG 3111
Wegen Blitzeis fuhren am Vormittag keine Busse
IMG 3140
Kinder bauten Schneemänner auf den Straßen