Führung über den Seelhroster Friedhof mit Friedhofsgärtnermeister Tim Phillip
HANNOVER. Es ist der größte Friedhof der Stadt Hannover und seinen Anlagen und Bauten sind denkmalgeschützt: Der Ortsverband Hannover-Süd des SoVD erkundete heute (13. August) den Seelhorster Friedhof. Unter der fachkundigen Führung von Gärtnermeister Tim Phillip erfuhren die Teilnehmer so einiges über dieses historische Kleinod im Stadtbezirk Döhren-Wülfel.
Die prächtige parkartige Grünanlage entstand 1920, einbezogen wurden dabei die bestehenden Friedhöfe der früheren Dörfer und nachfolgenden Stadtteile Döhren und Wülfel. Der ursprüngliche Grundriss entsprach dabei in etwa den Umrissen einer Kirche.
Weil es ein sehr heißer Sommertag war, wurde der Rundgang durch die Gartenanlagen weitgehend auf den kommenden Herbst verschoben. Dafür besichtigten die Teilnehmer die Große und die Kleine Kapelle (beides Baudenkmale) und die wesentlich kühleren Räume des Friedhofsmuseums. Zum Abschluss konnte noch offene Fragen auf dem Werkhof bei einer Runde Kaffee und selbstgebackenen, saftigen Apfelkuchen in lockerer Runde geklärt werden.
Museum mit Gruselfaktor: Das Friedhofsmuseum im Stadtbezirk Döhren-WülfelDie Miniermotte schädigt die Kastanien auf dem Seelhorster FriedhofDie „Große Kapelle“ steht unter DenkmalschutzDas FriedhofsmuseumGedenkstätte für die NS-Opfer
HANNOVER. Der Kulturtreff Hainholz will in diesem Sommer in Hainholz einen Blick hinter Mauern werfen und alte Mauern und neues Innenleben entdecken. Am Montag (12.08.) stand der Kunstbunker in Hannover-Hainholz in der Bunnenbergstraße auf dem Besichtigungsprogramm. Die Veranstalter der Besichtigung konnten sich über regen Zuspruch freuen. Nahezu 100 Menschen hatten Interesse an dem Gebäude. Der Künstler Wolfgang Steidele führte durch das Innere des imposanten Bauwerks. Der Kunstbunker, auch Kulturbunker genannt, ist einer von ehemals 57 in Hannover errichteten Luftschutz-Bunkern aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Der im Jahr 1945 in Bottrop in einem Luftschutzbunker geborene Künstler Max Dans hat den Hochbunker in der Bunnenbergstraße zu einem besonderen Kunstort umgebaut. 1,40 Meter dicke Bunkerwände wurden aufgebohrt für Fenster mit Balkonen, Übungsräume für Musikgruppen und Ateliers für KünstlerInnen. Seit den 1990er Jahren war der Kulturbunker Schauplatz für zahlreiche Veranstaltungen wie Lesungen, Konzerte und Ausstellungen.
Einen weiteren Blick hinter Hainhölzer Mauern können Interessierte am Montag 26.08. werfen. Dann steht die ehemalige Volksschule und jetziges Kulturhaus (Kulturtreff) in der Voltmerstraße 36 auf dem Besichtigungsprogramm. (Der Eintritt ist frei)
HAMBURG. Hamburg hat ein neues Wahrzeichen und besondere Touristenattraktion: den ehemaligen Flakbunker an der Feldstraße. Ein Hotel Szene-Clubs, Medienunternehmen und nun auch ein grüner Park auf dem Dach: der ehemalige Flakbunker ist Mahnmal und Ort der Kreativität zugleich und setzt nun nach Abschluss der Bauarbeiten am Projekt einen neuen Akzent im Stadtbild und zieht viele Touristen an. Seit Anfang Juli ist der Bunker in Teilen für die Öffentlichkeit zugänglich: Die Außenflächen des Medienbunkers werden innovativ genutzt. Auf dem Dach sind fünf weitere Geschosse entstanden. Neben neuem Raum für ein Hotel – im Bunker wurde am 5. Juli 2024 das REVERB by Hard Rock eröffnet –, Gastro Outlets, einer Halle für Sport- und Kulturveranstaltungen sowie Ausstellungsflächen, wurde das Dach des Bunkers begrünt und eine neue Naturlandschaft hergestellt. Das Ziel ist es, das Stadtklima nachhaltig zu verbessern und generationsübergreifende sozialökologische Projekte zu schaffen. Eine breite Treppe führt über 560 Meter rund um den Bunker herum vom Boden bis zu dessen Dach. Oben gibt es einen rund 1.400 Quadratmeter großen Garten. Bis zu 900 Menschen sollen sich dort gleichzeitig aufhalten können. Der Eintritt zu Bergpfad und Dachgarten ist frei. Öffnungszeiten im Sommer von 9 bis 21 Uhr. Während des Aufstiegs zum Dachgarten bietet sich dem Besucher ein eindrucksvolles 360 Grad-Panorama über die Hansestadt. Viele von Hamburgs Wahrzeichen und bekannten Bauwerken kann man von dort oben entdecken. Um die Historie des Gebäudes aufzuarbeiten und das Geschichtsbewusstsein zu fördern, soll durch das nun abgeschlossene Bauprojekt außerdem eine Gedenkstätte entstehen. Damit ist der Bunker zukünftig nicht nur ein Beispiel für die Umnutzung historischer Gebäude, sondern auch für den Umgang mit der Hamburger Stadtgeschichte. Der Bunker auf St. Pauli ist einer von zwei sogenannten Flaktürmen, die während der Zeit des Nationalsozialismus in Hamburg von 1942 bis 1944 von Zwangsarbeitern errichtet wurden. Zeitweise suchten bis zu 25.000 Menschen in dem Hochbunker auf St. Pauli Schutz vor Luftangriffen. Nach dem Krieg siedelten sich erste kreative Köpfe in dem Bunker auf dem Heiligengeistfeld an. So auch der Axel-Springer-Verlag, dessen erste Redaktion in einem der oberen Stockwerke Platz fand und dort ab 1946 erste Auflagen der Programmzeitschrift „Hörzu“ entwickelte. Im Dezember 1952 sendete der NDR, damals noch NWDR, die erste Tagesschau aus dem Bunker. In den 1990er-Jahren wurde das Erbpachtrecht des Bunkers schließlich für 50 Jahre an den Investor Thomas J. C. Matzen verkauft. Seitdem siedelten sich weitere Medienunternehmen im Bunker an und verschiedene andere Nutzungen ermöglicht.
Im Vorfeld des Bundeswarntages verteilt die Feuerwehr Flyer
HANNOVER. Erstmals seit rund 30 Jahren sollen im September auf hannoverschem Stadtgebiet wieder Sirenensignale zu hören sein. Derzeit lässt die Feuerwehr Hannover stadtweit die Sirenen installieren. Zum Bundeswarntag am 12. September soll ein Großteil der geplanten 112 Anlagen erstmals testweise in Betrieb genommen werden. In Flyern wird auf das Ertönen der Sirenen hingewiesen und die Bedeutung der Signale erläutert. Die ersten Flyer verteilt die Feuerwehr am kommenden Sonntag (11. August) bei der HAZ-Aktion „Sicherer Schulweg“ im Maschpark. Weitere Informationen zu dem Thema bietet die Internetseite www.feuerwehr-hannover.de.
Auf der Maschseebühne der NP/HASZ: „Me & The Jokers
HANNOVER. Hannover hat in diesem Jahr Glück mit dem Wetter. Bislang ist das Maschseefest nicht verregnet. Auch heute Nachmittag lud der Sommer zu einem Bummel um den Stadtsee von Hannover ein. Es gab viel Livemusik und überall ließ sich der Hunger und Durst stilles, etwas an der Löwenbastion mit einem typischen Gericht aus Nigeria: Gebackene Bohnen, Gemüse und Chakalaka (das ist eine afrikanische Würzsauce). Und am Irischen Dorf wurden in der mobilen Cocktail-Bar leckere Drinks gemixt. Die Fotos entstanden an der NP/HAZ-Maschseebühne mit der Band „Me & The Jokers, an der Löwenbastion mit „It’s M,E, Little Band“ und an der Irish Folk-Bühne am Südanleger mit „Bad Penny“.
Band an der LöwenbastionIt’s M,E, Little BandAn der NP/HAZ-MaschseebühneAfrikanische Spezialitäten an der Löwenbastion Irish Folk-Bühne am SüdanlegerIrish Folk-Bühne am SüdanlegerIrish Folk-Bühne am Südanleger
9000 Fans feiern zum Ende des Sommerfestivals 2024 der Autostadt James Blunt
WOLFSBURG.
Am Sonntag Abend (04.08.2024) verwandelte sich die Autostadt in Wolfsburg zum letzten Mal im Rahmen des Sommerfestivals in einen pulsierenden Treffpunkt für Musikliebhaber.
James Blunt betrat um 20.00 Uhr unter dem tosendem Applaus der 9.000 Zuschauer die Lagunenbühne. Mit „Beside You“, eine seiner neuesten Songs, eröffnete er sein Konzert und setzte den Auftakt für einen Abend voller musikalischer Highlights. Er zog sofort das Publikum in seinen Bann und sorgte für eine ausgelassene Stimmung in der beeindruckenden Kulisse der Autostadt.
Schon vor dem Einlass um 18.00 Uhr hatten sich Warteschlangen von Fans gebildet, die die heiß begehrten Front of Stage Plätze stürmten. Die Atmosphäre war von Anfang an elektrisierend und das Publikum wurde von Blunts einzigartiger Stimme und emotionaler Tiefe berührt. Der 50jährige Brite lieferte einen Abend voller musikalischer Highlights. Seine Hits „Carry You Home“, „Goodbye My Lover“ und „Postcards“ wurden von den Fans begeistert aufgenommen, die in vielen Momenten textsicher mitsangen und tanzten.
Die emotionale Intensität seiner Balladen wechselte sich mit energiegeladenen Pop-Rock-Nummern ab, was für eine abwechslungsreiche und spannende Setlist sorgte. Der Höhepunkt des Konzerts wurde jedoch durch die Zugaben erreicht. Als Blunt nach tosendem Applaus und Jubelrufen erneut die Bühne betrat, eröffnete er die Zugabe-Runde mit dem tief bewegenden „Monsters“. Der Song, der von persönlichen und herzzerreißenden Erfahrungen handelt, brachte viele Fans zum Innehalten.
Die Stimmung wurde anschließend mit „Bonfire Heart“ wieder aufgehellt. Die Hymne, die zu einem festen Bestandteil seiner Konzerte gehört, sorgte für eine kollektive Euphorie. Die Fans sangen lauthals mit und schufen eine magische Verbindung zwischen Künstler und Publikum. Zum krönenden Abschluss spielte Blunt seinen Klassiker „1973“. Der nostalgische Hit brachte die Autostadt zum Beben und ließ den Abend auf einem hohen emotionalen Höhepunkt enden. Schade, dass das Sommerfestival mit den vielen hochkarätigen Künstlern schon zu Ende ist, aber: Nach dem Festival ist vor dem Festival!
Wir freuen uns schon jetzt auf den Sommer 2025 und bis es so weit ist, hat die Autostadt in Wolfsburg viele weiter spannende und außergewöhnliche Events zu bieten!
James Blunt spielt das finale Konzert des Sommerfestival 2024 in der Autostadt Wolfsburg am 4.A...
Die Spitze des Döhrener Turms ist unter einer grünen Plane versteckt.
HANNOVER/SÜDSTADT. Passanten bleiben stehen und schauen verwundert nach oben: Das Fachwerkgeschoß und die Spitze des Döhrener Turms sind aktuell in eine grüne Plane gehüllt. Nein, dies ist keine Kunstaktion a la Christo. Vielmehr hat die Landeshauptstadt Hannover diese Maßnahme in Auftrag gegeben. Es besteht die Gefahr, dass Ziegel herunterfallen und Passanten gefährden können. Wegen der Verkehrssicherungspflicht haben nun Arbeiter die Plane aufgezogen. Solange dieses Provisorium besteht, bieten die „Freunde des Döhrener Turms“ auch keine Besichtigung des über 600 Jahre alten Landwehrturms an.
HAMBURG. In Hamburg haben am Sonnabend (03.08.) zehntausende Menschen an der Demonstration zum Christopher Street Day (CSD) teilgenommen. Der Christopher Street Day erinnert an den 28. Juni 1969, als Polizeikräfte die New Yorker Schwulen- und Lesbenbar „Stonewall Inn“ in der Christopher Street stürmten und so mehrtägige Proteste von Schwulen, Lesben und Transsexuellen auslösten. Der CSD soll auf die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender, Intersexuellen und queeren Menschen aufmerksam machen. Seit 1980 findet der CSD alljährlich auch in Hamburg statt. In diesem Jahr startete die CSD-Demonstration mit 130 Gruppen und zahlreichen Trucks am Mundsburger Damm. Das diesjährige Motto für den Hamburger CSD lautete „5 vor 12! Du & ich gegen Rechtsdruck“. Dies komme nicht von ungefähr, erklärte Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne), die mit demonstrierte. Es gebe ein Erstarken rechtspopulistischer Bewegungen, denen es ein Dorn im Auge sei, dass alle frei, gleich und selbstbestimmt lebten und die Rechte für queere Menschen wieder beschneiden und zurückdrehen wollten. Die Veranstalter des CSD appellierten an die Politik, den Schutz queerer Menschen ins Grundgesetz aufzunehmen.
Christopher Street Day-Demonsstration 2024 in Hamburg
Der Shanty Chor Graf Luckner spielte beim Hamborger Veermaster
HANNOVER. Heute startete das Maschseefest in sein erstes Wochenende. Am Nachmittag war es noch sommerlich warm und vom Regen keine Spur. So füllten sich bereits jetzt die Stände rund um Hannovers Stadtsee. Mit Blick auf die Maschseewellen genoss so mancher einen erfrischenden Cocktail oder stillte seinen Hunger mit internationalen Spezialitäten. Wer aber die traditionsreiche heimische Bratwurst bevorzugte, kam auch auf seine Kosten. Für den Musikgeschmack gab es ebenfalls eine reiche Auswahl. Beim Hamborger Veermaster spielte und sang unter anderem der Shanty Chor Graf Luckner, im irischen Dorf am Südanleger startete das Bühnenprogramm mit Shanty Chor Graf Luckner; im irischen Dorf am Südanleger startete das Bühnenprogramm mit Steve Reeves.
Steve Reeves spielte im Irischen DorfDer Shanty Chor Graf Luckner
Die dienstälteste Band der Musikgeschichte The Lords gastiert in Bad Salzuflen
BAD SALZUFLEN.
Es gibt sie schon länger als die Rolling Stones, ihre Karriere begann sogar noch vor dem Startschuss der Beatles, und sie haben gemeinsam mit internationalen Stars wie The Who, The Kinks, Moody Blues oder den Beach Boys die Bühne geteilt: The Lords sind die dienstälteste Band der Musikgeschichte.
Die ursprünglich aus Berlin stammenden Lords verkörpern wie keine andere Gruppe die Beat-Ära der Sechziger, zeigen sich aber bis in die Gegenwart hinein vital und dynamisch wie eh und je. Neben regelmäßigen Tourneen im In- und Ausland – erst kürzlich machte das auch international beliebte Quartett wieder einmal Station in London – sind The Lords auch in Radio und Fernsehen absolute Stammgäste, außerdem Preisträger unter anderem des ‚Lifetime Award 2019‘ von ‚Radio Regenbogen‘ oder des ‚Smago Award‘ vom gleichnamigen Online-Magazin. In ihren mitreißenden Shows fackelt die Kultband ein furioses Feuerwerk ab, mit den größten Hits ihrer Karriere wie ‚Poor Boy‘, ‚Shakin All Over‘, ‚Have A Drink On Me‘ oder ‚Gloryland‘ sowie neueren Stücken vom Schlage ‚Everytime I Fall‘, ‚If You Ain’t Got Love‘ oder ‚What Are We Waiting For‘.
Die Laufbahn von The Lords begann 1959, bereits zwei Jahre später wurde die Band vom Berliner Senat zum Sieger eines großen Talentwettbewerbs erklärt. 1964 gewann die Gruppe im legendären Hamburger ‚Starclub‘, der Geburtsstätte der Beatles, den Preis als offiziell „Deutschlands Beatband Nr. 1“. Noch im gleichen Jahr unterzeichneten die Musiker ihren ersten Plattenvertrag. Es folgten 60 überaus ereignisreiche und wechselvolle Jahre (allein zwischen 1965 und 1969 hatten The Lords zwölf Songs in den deutschen, österreichischen und Schweizer Charts, darunter mit ‚Gloryland‘ sogar einen Top-5-Hit) mit insgesamt mehr als sieben (!) Millionen verkaufter Tonträger, an denen Gitarrist und Sänger Jupp Bauer seit mehr als 45 Jahren beteiligt ist. Dennoch haben sich „Lord Jupp“ und seine drei Bandmitglieder nie auf ihren Lorbeeren ausgeruht oder ausschließlich der Vergangenheit gehuldigt: 2015 ist das Album ‚Now More Than Ever!‘ mit brandneuen Songs entstanden, 2022 wurde die EP ‚Novum Nexus‘ unter anderem mit einer aktuellen Version ihres unvergessenen Smash-Hits ‚Poor Boy‘ veröffentlicht.
The Lords sind anno 2024 also weitaus mehr als eine lediglich rückwärtsgerichtete Pop-Legende! The Lords sind eine seit 65 Jahren aktive Band, die mit ihrer überschäumenden Spielfreude und überzeugenden Musikalität die Fans unterschiedlicher Generationen begeistert!