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Montag, Juli 27, 2026

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Das Landesmuseum segelt im November unter schwarzer Flagge

v.l.: Leonie Appl, Mit-Kuratorin der Ausstellung „Aufgetaucht“, Museumsdirektorin Prof. Dr. Katja Lembke und Dr. Florian Klimscha, Kurator der archäologischen Sammlung.
v.l.: Leonie Appl, Mit-Kuratorin der Ausstellung „Aufgetaucht“, Museumsdirektorin Prof. Dr. Katja Lembke und Dr. Florian Klimscha, Kurator der archäologischen Sammlung.

HANNOVER. Eine neue Sonderausstellung im Landesmuseum Hannover wirft ihre Schatten voraus. Ende dieses Jahres dürfte wohl über dem Museum eine schwarze Piratenflagge wehen. Denn die für Ende November angekündigte archäologische Sonderausstellung wird sich den Freibeutern der Meere widmen.

Es soll eine Schau „jenseits von Hollywood, Eryl Flynn und Johnny Depp“ werden, verspricht Dr. Florian Klimscha, Kurator der archäologischen Sammlung des Museums. „Wir zeigen zum ersten Mal archäologische Funde von Originalpiratenschauplätzen die zum Teil bis in die Bronzezeit zurückgehen“, berichtet er. Unter anderem finden sich Ausgrabungsstücke von der Sibetsburg in Wilhelmshaven. Die einstige ostfriesische Häuptlingsburg diente lange Zeit den „Vitalienbrüdern“ (zu denen der Legende nach auch Klaus Störtebeker gehört haben soll) als Schlupfwinkel und war mit mehreren Wällen und Wassergräben gesichert. 1433 machte dann eine große Streitmacht der Hanse dem Piratennest ein Ende. „Hochkarätige Leihgaben, die teils erstmals in Deutschland zu sehen sind, lassen die Welt der Piraten lebendig werden“, heißt es im dazugehörigen Flyer. Neben Funde aus dem deutschen Raum geht es dabei auch in die weite Welt hinaus. 1702 sank das Piratenschiff Speaker vor Mauritius. Archäologen fanden das Wrack und daraus geborgene Funde wie Waffenreste und Münzen kommen ebenfalls nach Hannover. Ab 27. November kann die Piratenschau geentert werden.

Im Frühling taucht das Landesmuseum aber erst einmal auf. Ab 24. April 2026 wird unter dem Titel „Aufgetaucht“ der Maler Philipp Klein im Kreis der Impressionisten vorgestellt. Gemeinsam mit den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim widmet sich das Landesmuseum Hannover umfassend dem Werk des früh verstorbenen Malers Philipp Klein. Rund 100 Arbeiten – viele davon über Jahrzehnte in privaten Sammlungen verborgen – machen sein Gespür für Licht, Farbe und Bewegung neu sichtbar und verorten ihn im Umfeld von Künstlern wie Lovis Corinth, Max Liebermann und Paula Modersohn-Becker. Prof. Dr. Katja Lembke, Direktorin des Landesmuseums: „Zwei Werke des Malers werden erstmals in Hannover gezeigt.“

Das Ausstellungsjahr beginnt allerdings mit einer Fortsetzung aus 2025. Noch bis zum 1. März 2026 läuft die Ausstellung „Verwandlung der Welt – Meisterblätter von Hendrick Goltzius“. Rund 80 Arbeiten des niederländischen Kupferstechers zeigen die außergewöhnliche Bandbreite eines Künstlers, der mit stilistischer Virtuosität und thematischer Vielfalt zu den prägenden Figuren seiner Zeit zählt.

Die Vorstellung des Jahresprogramms des Landesmuseums begann mit einem Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate. Es war ein Erfolg für das neue Konzept der Museumswelten. Direktorin Lembke: „Wir haben mit exakt 180.000 Besuchern eine Punktlandung gemacht.“ So startet dann das Landesmuseum selbstbewusst ins neue Jahr 2026. Der Kurs, Kultur und Unterhaltung miteinander zu verbinden, soll dabei weiterverfolgt werden.

Allerdings musste das Museum nach zehn Jahren seine Eintrittspreise anpassen. Eine normale Tageskarte für Erwachsene kostet nun 10 Euro. Wobei nicht alles teurer wird. Für Kinder von 6 bis 17 Jahren wurde der Eintritt sogar gesenkt. Pressesprecher Dennis von Wildenradt: „Die Anpassung hat für Besucher und Besucherinnen auch Vorteile. Künftig sind alle Sonderausstellungen im Eintritt enthalten und der Eintritt für Kinder wird reduziert. Soziale Angebote bleiben bestehen, darunter der freie Eintritt freitags ab 14 Uhr in die Sammlungen – Sonderausstellungen sind davon weiterhin ausgenommen – sowie günstige Angebote für Schulklassen und familienfreundliche Tarife.“

Fotografische Vielfalt im Kunstgang der MHH

Hannovers Bürgermeisterin Monica Plate eröffnete die Fotoausstellung
Hannovers Bürgermeisterin Monica Plate eröffnete die Fotoausstellung

HANNOVER. Seit heute Vormittag (4. Jan) ist die Fotogruppe des Bahn-Sozialwerks (BSW) mit einer ganzen Reihe von sehenswerten Fotografien in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) vertreten. Hannovers ehrenamtliche Bürgermeisterin Monica Plate eröffnete zusammen mit Jobit Stolp vom Landerverband „Nordmark“ im Deutschen Verband für Fotografie e. V. (DVF) die neue Fotoausstellung im sogenannten Kunstgang der MHH. Organisiert und betreut wird die Bilderschau von den Mitgliedern des Vereins „Fotografie & Kommunikatuion e.V.“.

„Fotografische Vielfalt“ lautet das Thema der Fotoausstellung. Die Mitglieder der BSW-Fotogruppe Hannover haben entsprechend ein buntes Spektrum von Motiven zusammengetragen. Die Spanne reicht von Makro und „Table-Top“-Aufnahmen bis hin zu Landschaften und Tierbildern. Unabhängig vom Thema: Alle Fotografien zeigen eine beeindruckende Qualität und zeugen vom fotografischen Können der Fotoamateure. Trotz des Namens steht die BSW-Fotogruppe allen interessierten Amateurfotografen offen. „Man muss nicht Eisenbahner sein“, sagt Jochen Mathews, der Vorsitzende der BSW-Fotogruppe Hannover.

Bis zum 27. Februar sind die fotografischen Meisterwerke im Kunstgang (zu erreichen über den Haupteingang und dann links) noch zu sehen. Ein Besuch lohnt sich.

Hannover wurde zum Winterwunderland

Heute Morgen lag Hannover unter einer zentimeterhohen Schneedecke
Heute Morgen lag Hannover unter einer zentimeterhohen Schneedecke

HANNOVER. Gestern begann es in Hannover leicht zu schneien, doch es hielt sich alles in Grenzen. Doch als es dunkel wurde, muss Petrus die Frau Holle angewiesen haben, kräftig ihre Betten zu schütteln. Über Nacht verwandelten Schneeflocken die Landeshauptstadt doch noch in ein Winterwunderland. Zur Freude viele Kinder, die aus der zentimeterdicken Schneemasse vor ihrer Haustür Schneemänner erbauten, zum Ärger mancher Autofahrer und Menschen, die am heutigen Sonntag mit dem Bus fahren wollten. Wegen Blitzeis stellte die Üstra morgens den Busverkehr ein und nahm ihn erst langsam am Mittag bzw. frühen Nachmittag wieder auf.

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Hannover wurde zum Winterwunderland
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Wegen Blitzeis fuhren am Vormittag keine Busse
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Kinder bauten Schneemänner auf den Straßen

Fazit der Polizei: Das neue Jahr begann in Hannover vergleichsweise ruhig

Hier wurde friedlich nur mit Wunderkerzen das neue Jahr begrüßt
Hier wurde friedlich nur mit Wunderkerzen das neue Jahr begrüßt

HANNOVER. „Es wurde nicht so viel geknallt wie früher“ hieß es im hannoverschen Stadtteil Döhren. Ein Blick in den Himmel des ganz jungen Jahres 2026 bestätigte die Aussage. Relativ wenige Raketen versprühten ihre Sternschnuppen am Firmament. Lautes Krachen tat indes immer wieder den Ohren weh, zumal damit bereits am Tag zuvor ausgiebig begonnen wurde. Und schon eine Minute nach Mitternacht tönte das Martinshorn eines Rettungswagens von der Hildesheimer Straße herüber.

Nach einer ersten Bilanz der Polizei Hannover verlief die Nacht im Gebiet der Polizeidirektion Hannover aber „vergleichsweise“ ruhig. Obwohl: etwas friedvoller hätte sich so mancher den Beginn eines neuen Jahres doch gewünscht. In einer Pressemitteilung der Polizei wird dann doch von einer ganzen Reihe von Einsätzen berichtet. Leider waren dabei auch Angriffe auf Polizeibeamte und eine Reihe von Sachbeschädigungen darunter. Hier die wichtigsten Punkte aus dem Pressebericht unserer Ordnungskräfte:

„Es kam punktuell vermehrt zu Containerbränden. Vereinzelt gab es Angriffe auf Einsatzkräfte mit Pyrotechnik. Darüber hinaus ahndeten die Einsatzkräfte mehrere Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz, die Sprengstoffverordnung sowie gegen bestehende Feuerwerksverbotszonen. Durch frühzeitige Präventionsmaßnahmen und konsequentes Einschreiten konnten größere Störungen weitgehend verhindert werden. …  Obwohl die Lage aus polizeilicher Sicht insgesamt als relativ ruhig einzustufen war, kam es zu folgenden Vorfällen: Ein Einsatzschwerpunkt in der Silvesternacht waren – wie auch in den Vorjahren – Sachbeschädigungen durch brennende Abfallcontainer, insbesondere im Bereich Sahlkamp/Vahrenheide. Die ersten Brände wurden gegen 21:10 Uhr gemeldet. Im weiteren Verlauf der Nacht nahmen die Brandmeldungen, auch im Bereich des Mühlenberger Marktes, zu. Die Feuerwehr Hannover war wiederholt im Einsatz und löschte mehrere Containerbrände. In einem Fall konnte durch das schnelle Eingreifen eine mögliche Gefährdung angrenzender Wohnhäuser verhindert werden. Die Polizei leitete entsprechende Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung durch Feuer ein. Kurz nach Mitternacht, gegen 00:30 Uhr, kippten mehrere Personen im Bereich der Gronostraße in Hannover-Ricklingen ein vierrädriges Leichtkraftfahrzeug auf der Straße um. Durch mindestens eine männliche Person wurden Böller auf das Fahrzeug geworfen. Der Mann schoss auch mit einer Maschinenpistole in die Luft, welche sich später als eine Spielzeugwaffe herausstellte. Bei der Ingewahrsamnahme leistete der Mann Widerstand gegen die Polizeibeamten. In vier Fällen wurden Einsatzkräfte der Polizei mit Pyrotechnik angegriffen. Gegen 21:40 Uhr wurden Polizeikräfte auf der Georgstraße durch eine unbekannte Person mit einem Böller beworfen. Es wurde kein Beamter verletzt. Bei einem Beschuss von Polizisten mit einer Rakete wurden um ca. 23:25 Uhr ebenfalls keine Einsatzkräfte verletzt. Ein Tatverdächtiger konnte vor Ort nicht festgestellt werden. Als die Polizei um 00:40 Uhr zu einem Containerbrand in die Schwarzwaldstraße in Hannover-Sahlkamp/Vahrenheide gerufen wurde, wurden die Einsatzkräfte vor Ort durch mehrere Personen mit Böllern beworfen. Nach Hinzuziehung weiterer Kräfte wurden drei Männer in Gewahrsam genommen. Hierbei wurden vier Polizeibeamte durch den Böllerbewurf und einer zusätzlich durch den Widerstand bei der Festnahme leicht verletzt. Bei der Durchsuchung wurde bei einem der Männer eine Schreckschusswaffe aufgefunden. Gegen 01:25 Uhr wurden Polizeibeamte in der Magdeburger Straße bei der Aufnahme eines Brandes gezielt mit einer Rakete beschossen, verletzt wurden sie nicht. Gegen Mitternacht kamen auf dem Steintorplatz ca. 1000 Menschen zusammen. Es kam zu einem kurzzeitigen Anstieg des Zündens von Feuerwerkskörpern, die in einzelnen Fällen auch in Richtung von Personen oder Fahrzeugen geworfen wurden. Die Lage beruhigte sich rasch und nach sehr kurzer Zeit war der überwiegende Teil der Menschen bereits wieder abgewandert. Um 03:45 Uhr melden Anwohnende der Polizei, dass unbekannte einen großen, offenbar selbstgebauten, Böller auf eine Tankstelle im Stadtteil Marienwerder geworfen hätten. Dieser zerstörte die Verglasung und die Fassadenfront der Tankstelle. Trotz intensiver Suchmaßnahmen, auch unter Hinzuziehung eines Polizeihubschraubers, konnten die unbekannten Täter nicht gestellt werden.“

Die Bilanz der polizeilichen Arbeit: „185 Identitätsfeststellungen, 54 Sicherstellungen/Beschlagnahmen, drei vorläufige Festnahmen, 66 Platzverweise, 28 Ingewahrsamnahmen, 81 Gefährderansprachen, 155 Personendurchsuchungen, 15 Sachdurchsuchungen. In 23 Fällen wurde einfache körperliche Gewalt angewendet und vier Mal wurden Personen gefesselt.“ Eine ganze Reihe von Ordnungswidrigkeitenverfahren und strafrechtliche Ermittlungsverfahren musste eingeleitet werden. Dennoch ist die Polizei weitgehend zufrieden.

„Polizeioberrat Maik Zilien zieht als Gesamteinsatzleiter eine überwiegend positive Bilanz“, ist in der Pressemitteilung nachzulesen.  „Die präventiven Maßnahmen und Einsatzkonzepte haben Wirkung gezeigt, die Präsenz der Polizei wurde von den Menschen akzeptiert und respektiert. In wenigen Fällen war polizeiliches Handeln erforderlich. Die Sicherheit im öffentlichen Raum war durchgehend gewährleistet.“

Feuerwehr: Hohes Einsatzaufkommen in der Silvesternacht

Einsatzkräfte fordern zu Recht Respekt - doch sie haben mehr verdient: Solidarität und Dank für ihre oft sehr gefährliche Arbeit
Einsatzkräfte fordern zu Recht Respekt - doch sie haben mehr verdient: Solidarität und Dank für ihre oft sehr gefährliche Arbeit - © Foto: Lothar Schulz 2025

Feuerwehrkräfte wurden mit Feuerwerkskörper beworfen

HANNOVER. Feuerwehr und andere Einsatzkräfte fordern zu Recht Respekt. Doch sie haben mehr verdient: Solidarität und Dank für ihre Arbeit in oft sehr gefährlichen Situationen. Doch daran mangelt es leider immer wieder. So auch in der Silvesternacht als gegen 1 Uhr ein Angriffstrupp der Feuerwehr in Oberricklingen beim Löschen eines brennenden Müllbehälters mit einem Feuerwerkskörper beworfen wurde. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt. Wie die Feuerwehr mitteilte waren die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und der Feuerwehr in der zurückliegenden Silvesternacht darüber hinaus stark gefordert. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst hatten sich durch zusätzliches Personal in der Regionsleitstelle und zusätzliche Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und des Rettungsdienstes gut auf das erhöhte Einsatzaufkommen in der Silvesternacht vorbereitet. Neben drei größeren Brandeinsätzen war die Feuerwehr überwiegend damit beschäftigt brennende Müllbehälter und Papiercontainer zu löschen, welche vermutlich durch Feuerwerkskörper entzündet worden waren. Die Brandbekämpfer konnten alle Feuer schnell löschen und dadurch größere Sachschäden verhindern. Die drei größeren Brandeinsätze erfolgten um 00.26 Uhr bei einem Kellerbrand im Sahlkamp in Vahrenheide, um 00.34 Uhr bei einem Balkonbrand in der Alemannstraße im Stadtteil Vahrenwald und um 00:53 Uhr bei einem Kellerbrand am Bethlehemplatz im Stadtteil Linden-Nord. Mit 86 Einsätzen waren es weniger Brände als im Vorjahr (2024/2025= 131), die Herausforderungen für die Feuerwehr Hannover waren jedoch auf Grund der annähernd zeitgleichenlichen größeren Einsatzstellen dennoch hoch. Mit 160 Einsätzen des Rettungsdienstes ereigneten sich in etwa gleich viele Notfälle wie im Vorjahr (2024/2025= 158). Der Rettungsdienst musste in den Notfalleinsätzen der Silvesternacht vielfach bei Alkoholvergiftungen und Verletzungen nach Stürzen oder Auseinandersetzungen von Personen qualifizierte Hilfe leisten. Die Regionsleitstelle bearbeitete in der Silvesternacht von 19:00 bis 07:00 Uhr insgesamt 709 Hilfeersuchen in der gesamten Region Hannover. Dies ist zwar etwas weniger als im Vorjahr (2024/2025= 724) aber dennoch ein hohes Einsatzaufkommen.

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Stadtreporter.de wünscht ein frohes Neues Jahr 2026

Silvester Neujahr Happy New Year 2026
Neujahrsgrüsse © Ulrich Stamm

Stadtreporter.de wünscht allen Leserinnen und Lesern ein schönes Neues Jahr 2026 voll Gesundheit, Frieden, Freude und Zufriedenheit

Fahrradsport im Deister – Eilantrag der Mountainbiker hat vor Gericht keinen Erfolg

Das Verwaltungsgericht Hannover entschied über einen Eilantrag von Mountainbikern
Das Verwaltungsgericht Hannover entschied über einen Eilantrag von Mountainbikern

HANNOVER. Im neuen Jahr 2026 ist es erst einmal Schluss mit dem Mountainbike-Sport im Deister. Die bisher ausgesprochene Erlaubnis zur Ausübung des Freizeitsports im Naturschutzgebiet des Deisters läuft Silvester ab. Der Verein Deisterfreund.de e. V. wollte mit einem Eilantrag erreichen, dass die Nutzung der drei bisherigen Downhill-Strecken im neuen Jahr geduldet wird, bis über einen neuen Antrag auf weitere Befreiung bestandskräftig entschieden ist.

Doch die Richter der 9. Kammer des Verwaltungsgerichts winkten ab. Sie stützten dabei ihre Überlegungen auf formale Gründe. Die begehrte Entscheidung würde zu einer unzulässigen Vorwegnahme der Hauptsache führen. Der antragstellende Verein habe nicht glaubhaft gemacht, dass ihm bei einem Abwarten bis zu einer Entscheidung in der Hautsache unzumutbare und nicht wieder rückgängig zu machende Nachteile drohen würden.

Der Verein Deisterfreund.de e. V. wurde 2012 zur Ausübung des Mountainbikesports gegründet. Ab dem Jahr 2013 wurden dem Verein jeweils befristete Befreiungen für die Nutzung dreier Mountainbikestrecken im Landschaftsschutzgebiet im Deister erteilt in der Hoffnung, dadurch das rechtswidrige Anlegen weiterer Trails im Landschaftsschutzgebiet verhindern oder zumindest eindämmen zu können.

Der Beschluss des Verwaltungsgerichts ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Der Antragsteller kann noch Beschwerde beim Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht einlegen (Az. 9 B 11131/25).

Die SPD Döhren-Wülfel trauert um Dirk Battke

Dirk Battke bei einem seiner letzten öffentlichen Auftritte: Im September 2025 organisierte er das SoVD-Kartoffelfest in Mittelfeld.
Dirk Battke bei einem seiner letzten öffentlichen Auftritte: Im September 2025 organisierte er das SoVD-Kartoffelfest in Mittelfeld.

HANNOVER. Wie jetzt bekannt wurde, starb der Mittelfelder Bezirksratsherr Dirk Battke am ersten Weihnachtstag. Der 1952 geborene Battke gehörte der SPD-Fraktion im Stadtbezirk Döhren-Wülfel an. Die Sozialdemokraten trauern nun um ihren verdienten Ortspolitiker. „Wir sind alle tief betroffen“, sagt Jens Schade, Vorsitzender der SPD im Stadtbezirksrat, „er wird uns fehlen. Mit seinem Schwergewicht auf sozialpolitische Themen hat er die Arbeit in der Fraktion entscheidend mit beeinflusst. Unser Mitgefühl ist bei seinen Hinterbliebenen.“ Angelo Alter, Co-Vorsitzender der SPD Döhren-Wülfel: „Dirk hatte schon länger gesundheitliche Probleme, war aber auf einen guten Weg. Dann hat zum Schluss jedoch sein Herz nicht mehr mitgemacht und er ist friedlich eingeschlafen.“

Dirk Battke war daneben langjähriger Vorsitzender im Ortsverband Hannover-Süd des Sozialverbandes Deutschland (SoVD). „Er hinterlässt bei der SPD und beim SoVD eine große Lücke,“ heißt es aus der SPD. Im Mai 2023 wurde Dirk Battke für sein sozialpolitisches Engagement beim SoVD vom Regionspräsidenten Steffen Krach mit einer Urkunde geehrt.

Wenn Väterchen Frost zum Künstler wird

Auf dem Brocken haben Frost und Eis bizarre Landschaften erschaffen
Auf dem Brocken haben Frost und Eis bizarre Landschaften erschaffen

WERNIGERODE. Am ersten Weihnachtstag bot die Natur ein prächtiges Schauspiel auf dem Gipfel des Brocken. Nachdem die kleine Schmalspur-Tenderlok in vielen Kurven es mit einer ganzen Menge Dampf und kräftigem Schnaufen auf 1141,2 m ü. NH geschafft hatte, erwartete blendender Sonnenschein und blauer Himmel die Fahrgäste. Es war jedoch bitter kalt und ein eisiger Wind pfiff über den höchsten Berg des Harzes.

Schnee gab es eigentlich nicht. Doch Väterchen Frost hatte sich künstlerisch betätigt. Bäume, Büsche und von Menschen geschaffene Gegenstände waren mit einer weißen Eisschicht überzogen und zeigten bizarre Formen. Die Natur als Kunstschaffende. Doch es sind vergängliche Eisskulpturen. Wenn das Thermometer wieder steigt, ist die ganze Pracht dahin.

Stadtreporter.de wünscht Frohe Weihnachten 2025

Weihnachtsillumination Telemoritz Hannover US 2025 12 16 378
Weihnachlichte Beleuchtung des Telemoritz - ZOB in Hannover © Ulrich Stamm

Stadtreporter.de wünscht seinen Leserinnen und Lesern ein frohes, besinnliches schönes Weihnachtsfest und angenehme Feiertage.