Als „Walzerkönig“ erlangte der Wiener Weltruhm
WIEN. Gestern vor 200 Jahren, am 25. Oktober 1825, wurde in der Rofranogasse 76 in Wien der „Walzerkönig“ Johann Baptist Strauss geboren. Er war der Sohn des Kapellmeisters und Komponisten Johann Strauss. Der Beruf des Vaters ließ Johann Strauss (Sohn) schon von Kindheit an mit dem Genre der unterhaltenden Musik und der Wiener Tanzmusik vertraut werden. Bereits im August 1831, in seinem sechsten Lebensjahr, soll er erstmals einen Walzer improvisiert haben. Als „Walzerkönig“ ging er in die Geschichte ein.
Nächst dem Kursalon Hübner wurde dem Walzerkomponisten ein Denkmal im Wiener Stadtpark errichtet. Das vergoldete Bronzestandbild auf einem Marmorsockel zeigt den Wiener „Walzerkönig“ stehend – ohne den dichten Backenbart – mit einer Geige in der Hand vor einem mit Blättern und schwebenden Paaren reliefierten Laaser Marmorbogen.
Seine Bezeichnung zur Einweihung lautete Johann-Strauß-Denkmal, die Schreibweise seines Familiennamens ist jedoch inzwischen überholt (heute korrekt: Johann-Strauss-Denkmal). Das Denkmal soll eines der am meisten fotografierten Denkmäler der Stadt Wien sein.
Auch Fachgruppe ABC-Gefahrenabwehr der Berufsfeuerwehr vor Ort
HANNOVER. Es war kurz nach 13:00 Uhr am letzten Freitagmittag (24.10.) als die ersten Feuerwehrfahrzeuge vor dem Gebäude von radio ffn in der Stiftstraße in Hannover Mitte vorfuhren. Kurz darauf folgten aus allen Richtungen zahlreiche weitere Einsatzfahrzeuge darunter auch Fahrzeuge der Fachgruppe ABC-Gefahrenabwehr, LKW mit Spezialausrüstung für Dekontaminierung und vorsorglich auch ein Rettungswagen des ASB. Neben der Berufsfeuerwehr war auch die Ortsfeuerwehr (Freiwillige Feuerwehr) Davenstedt zur Stiftstraße alarmiert worden. Vor Ort war ein Grund für den Feuerwehreinsatz nicht erkennbar. Nirgendwo waren Flammen oder Rauchentwicklung zu sehen. Laut Auskunft des Geschäftsführers (CEO) von radio ffn, Harald Gehrung, habe es eine Leckage in der Klimaanlage gegeben. Da von der Feuerwehr auch ein Hochdruckbelüfter zum Gebäude von radio ffn gebracht wurde, kann wohl davon ausgegangen werden, dass schädliche Gase ausgetreten waren. Nach etwa einer Stunde rückten die meisten Feuerwehreinsatzkräfte wieder aus der Stiftstraße ab. Nähere Informationen zum Einsatz waren kurzfristig von der Feuerwehr nicht zu erhalten.
Bilder eine Weltausstellung in Hannover – mehr als nur eine Chronik der Landeshauptstadt
HANNOVER.
Mit einer feierlichen Vernissage wurde heute im Bürgersaal des Neuen Rathauses die beeindruckende Fotoausstellung „25 Jahre EXPO 2000 – Bilder einer Weltausstellung“ von Hassan Mahramzadeh eröffnet. Der renommierte hannoversche Fotograf zeigt eindrucksvolle Aufnahmen der Weltausstellung EXPO 2000, die vor einem Vierteljahrhundert Hannover zur Bühne der Welt machte.
Die Ausstellung wurde offiziell eröffnet von Ministerpräsident a.D. Stephan Weil, der als Schirmherr des Projekts die kulturelle und historische Bedeutung der EXPO 2000 für Niedersachsen und die Landeshauptstadt Hannover hervorhob. Begleitet wurde er von der Kuratorin Karin Kummer-Trull, die die künstlerische Zusammenstellung der Werke verantwortet, sowie von Eva Bender, Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Hannover, die in ihrer Laudatio die besondere fotografische Handschrift Mahramzadehs würdigte.
Prominente Gäste aus Politik, Kultur und Wirtschaft
Unter den zahlreichen Gästen befanden sich viele bekannte Persönlichkeiten, darunter Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus E. Goehrmann, der frühere Messechef und zentrale Akteur der EXPO 2000, Heinrich Prinz von Hannover, Thomas Hermann (1. Bürgermeister der Landeshauptstadt Hannover), Gwendolyn von der Osten (Polizeipräsidentin Hannover) sowie Dr. Balasubramanian Ramani (Ratsherr der Landeshauptstadt Hannover).
Sie alle würdigten die Leistung Mahramzadehs, dessen Arbeiten über Jahrzehnte hinweg das kulturelle Gedächtnis Hannovers geprägt haben.
Das fotografische Gedächtnis Hannovers
Hassan Mahramzadeh fotografiert seit 1972 in Hannover und hat mit seinen Bildbänden, Büchern und Fotokalendern ein beeindruckendes Werk geschaffen. Die BILD-Zeitung bezeichnete ihn einmal treffend als „das Auge Hannovers“ – ein Titel, der seine Rolle als Chronist der Stadtgeschichte eindrucksvoll beschreibt.
Seine fotografische Dokumentation zur EXPO 2000 umfasst über 11.000 Aufnahmen, die er dem EXPOSEEUM, dem offiziellen Museum der Weltausstellung in Hannover, kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Damit hat Mahramzadeh einen unschätzbaren Beitrag zur Bewahrung dieses einzigartigen Kapitels der Stadtgeschichte geleistet.
Als Anerkennung seiner besonderen Verdienste wurde ihm heute feierlich die Ehrenmitgliedschaft im EXPOSEEUM verliehen.
Ausstellung im Neuen Rathaus Hannover – Eintritt frei
Die Ausstellung „25 Jahre EXPO 2000 – Bilder einer Weltausstellung“ präsentiert eine eindrucksvolle Auswahl dieser historischen Fotografien – von den Anfängen der Weltausstellung über den Bau der Pavillons bis hin zu den emotionalen Momenten der Eröffnung und den Begegnungen zwischen Menschen aus aller Welt.
Die Ausstellung ist noch bis Anfang November 2025 im Bürgersaal des Neuen Rathauses Hannover, Platz der Menschenrechte, zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Ein Stück Zeitgeschichte – festgehalten in Bildern
Mit dieser Ausstellung lädt Hassan Mahramzadeh Besucherinnen und Besucher dazu ein, in die faszinierende Atmosphäre der EXPO 2000 einzutauchen und sich an ein Ereignis zu erinnern, das Hannover nachhaltig geprägt hat. Seine Fotografien sind nicht nur Kunstwerke, sondern auch ein Stück lebendige Zeitgeschichte, das die Bedeutung der EXPO für die Stadt und ihre Menschen eindrucksvoll widerspiegelt.
25 Jahre EXPO 2000 - Bilder einer Weltausstellung von Hassan Mahramzadeh unter der Schirmherrsc...
Das einstige Verwaltungsgebäude der Döhrener Wolle
HANNOVER. Auf Antrag der SPD-Fraktion regte der Bezirksrat Döhren-Wülfel im Juni an, „eine Informationstafel zur Geschichte der „Döhrener Wolle“ unter Einbeziehung des Einsatzes von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern während des 2. Weltkrieges an geeigneter Stelle aufzustellen.“ Jetzt die gute Nachricht aus dem Rathaus. Diese Tafel zu einem bedeutenden Teil der Geschichte des Ortes Döhren wird kommen.
In einer Mitteilung an die örtlichen Politiker heißt es jetzt: „Die Aufstellung einer Informationstafel zur Geschichte der 1868 gegründeten Wollwäscherei u. -kämmerei, „Döhrener Wolle“ wird aus fachlicher Sicht ausdrücklich befürwortet, um u.a. die Sichtbarkeit früherer Orte der Zwangsarbeit im Stadtgebiet weiter zu erhöhen und ihre Geschichte vor Ort besser vermitteln zu können. Zur Umsetzung des Stadtbezirksratsantrags wird das ZeitZentrum Zivilcourage eine entsprechende Informationstafel entwerfen und dabei das Angebot des „Verein gegen das Vergessen./.NS-Zwangsarbeit e.V.“ nutzen sowie den im Antrag genannten Hinweis zur Unternehmensgeschichte berücksichtigen. Die notwendigen historischen Recherchen gestalten sich erfahrungsgemäß zeitaufwendig. Über den Sachstand zur Erstellung der Informationstafel sowie die parallele Standortfindung für die Aufstellung der Informationstafel und deren anschließende Gestaltung wird dem Stadtbezirksrat zu gegebener Zeit berichtet.“
MÜHLHAUSEN. Am 19. Oktober endete die Thüringer Landesausstellung zum Gedenkjahr „2025: Jahr der Freiheit“ in Mühlhausen. Zum feierlichen Abschluss der Landesausstellung und des Gedenkjahres wurde die Altstadt von Mühlhausen am 17. und 18. Oktober in ein magisches Licht getaucht. Unter dem Titel „Freiheitsleuchten“ verwandelten atemberaubende Lichtinstallationen fünf mittelalterliche Kirchen der Stadt in eine faszinierende Kulisse. Zum „Freiheitsleuchten“ waren internationale Künstlerinnen und Künstler in Form eines Wettbewerbs dazu aufgerufen mit ihren Beiträgen die ausgewählten Orte der historischen Innenstadt Mühlhausens zu illuminieren und inszenieren. Gesucht wurden Lichtkunstwerke jeglicher Form – klassische, großflächige Projektionen mit Bewegtbildern, Lichtskulpturen, interaktive Beiträge, rein szenografische Ansätze, klassische Beleuchtungskunst auch mit Sound-Installationen. Mittels Fassadenprojektionen und Video-Mapping wurden die Kirchen und auch andere Objekte kunstvoll illuminiert oder zu Projektionsflächen. Dabei wurden eindrucksvoll die Geschichten des Bauernkrieges von 1525 sowie das übergreifende Thema „Freiheit“ thematisiert. Jede Fassade wurde durch individuell gestaltete Videoprojektionen zur lebendigen Erzählfläche, begleitet von Toneffekten, die die Szenen noch eindrucksvoller machten. Bei einem Spaziergang durch die abendliche Altstadt konnten die BesucherInnen in völlig neue audiovisuelle Erlebniswelten eintauchen. Die Projektionen ließen historische Figuren aufleben (insbesondere natürlich auch Thomas Müntzer), Fassaden erzählten von Auseinandersetzung und Hoffnung, von Gewalt und Vision. Dabei ging es nicht nur um Rückblick, sondern auch um den Dialog mit der Gegenwart. Was bedeuten Freiheit, soziale Gerechtigkeit und Widerstand heute? Wo wirken die Fragen und Ideen von 1525 in unsere Zeit hinein? Mit Akivitäten für Kinder und kulinarischen Genüssen entlang der Laufwege wurde das Programm abgerundet und bot Touristen und Einheimischen zwei unvergessliche Abende.
Informationen zu den Projekten an den Kirchen:
St. Marien
Jens Standke hinterfragt mit seinem Konzept „BilderSturm“ die Macht der Bilder – inspiriert von den Bilderstürmen während des Bauernkriegs.
Kornmarktkirche
Ein „Nebelmeer“ aus Licht und Schatten, gestaltet von Bernd Gengelbach, Wojtek Blecharz (Sound) und Chrida lädt zum Abtauchen in die Geschichte ein.
Divi-Blasii-Kirche
Der aus Thüringen stammende John Tettenbornverbindet gemeinsam mit Kourtney Lara Rossabstrkte Videosequenzen mit historischen Protestbewegungen und aktuellen gesellschaftlichen Themen
Allerheiligenkirche
Bernd Gengelbach (Lichtkunst), Sandro Schleier (Grafik) und Stefan Sell (Sound) inszennieren eine interaktive Projektion, die BesucherInnen in historische Szenen einbindet. Besonderheit: Auch im Inneren der Allerheiligenkirche ist mit „Follow the Dragon“ eine eindrucksvolle Kombination aus Lichtinstallation und Musik von Ewa-Maria Smigielska zu bewundern.
St. Jakobikirche (sie beherbergt die Stadtbibliothek)
Der französische Motion-Designer Eloi Fevrier erzählt mit handgezeichneten Illustrationen von der Flucht der Bauern 1525 und stellt Bezüge zu heutigen sozialen Ungleichheiten her.
Vize-Bezirksbürgermeisterin Gabriele Jakob vor dem Aschenplatz des VfB Wülfel (Archivbild). Nach dem Wunsch des Bezirksrates soll hier ein Kunstrasenplatz entstehen.
HANNOVER. Der VfB Wülfel hat sich erneut bei der Stadt Hannover um den Bau eines Kunstrasenplatzes beworben. In einem Brief der Vize-Bezirksbürgermeisterin Gabriele Jakob appelliert sie im Namen des ganzen Bezirksrates Döhren-Wülfel an die Stadtverwaltung, den Wunsch des Wülfeler- und Mittelfelder Sportvereins zu entsprechen.
„Mit dem entstehenden Vitalquartier und dem Zuzug zahlreicher junger Familien wächst der Bedarf an geeigneten Sport- und Bewegungsflächen im Stadtteil stetig. Der VfB Wülfel engagiert sich seit vielen Jahren mit großem Erfolg in der Kinder- und Jugendarbeit und pflegt enge Kooperationen mit Schulen, dem Fußballverein Niedersachsen Döhren sowie dem Annastift, wo Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen gefördert werden“, heißt es in dem Schreiben. Gabriele Jakob weiter: „Der Bezirksrat Döhren-Wülfel setzt sich geschlossen für den Bau eines Kunstrasenplatzes auf der Sportanlage des VfB Wülfel ein. Der derzeitige Aschenplatz („B-Platz“) ist in einem Zustand, der einen sicheren und geregelten Spielbetrieb kaum noch zulässt. Besonders bei Regen ist die Fläche nahezu unbespielbar – ein Umstand, der vor allem für die vielen Kinder und Jugendlichen des Vereins ein erhebliches Verletzungsrisiko darstellt.“
„Ein moderner Kunstrasenplatz wäre weit mehr als eine bauliche Verbesserung – er wäre ein klares Zeichen der Wertschätzung für das herausragende ehrenamtliche Engagement im Stadtteil und ein Ort gelebter Integration“, betont Gabriele Jakob, stellvertretende Bezirksbürgermeisterin. Der Bau den Bau eines Kunstrasenplatzes müsse daher, so der Bezirksrat Döhren-Wülfel, mit hoher Priorität behandelt werden. Jakob: „Eine solche Investition würde nicht nur den Verein stärken, sondern auch die Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit des gesamten Stadtteils fördern.“
HANNOVER. Auf der letzten Sitzung des Bezirksrates Döhren-Wülfel wurde es schon angekündigt, jetzt sind Taten gefolgt. In die grüne Schutzhaube des Döhrener Turm sind Öffnungen für die Fenster geschnitten worden. Zumindest kann nun die Turmstube wieder genutzt werden, der Ausblick auf die herbstliche Eilenriede ist gesichert.
Ein Foto noch ohne Plane. Hoffentlich sieht der Turm im August 2026 wieder so aus.
HANNOVER. Das Ja-Wort auf fast 15 Meter Höhe mit Blick über die Bäume der Eilenriede. Im nächsten Jahr ist es möglich. Dann kann der Bund fürs Leben auch in der Turmstube des alten Landwehrturmes in Waldhausen (genauer in der Südstadt) geschlossen werden. Wie die „Freunde des Döhrener Turms“ jetzt mitteilten, bieten das hannoversche Standesamt für Freitag, den 28. August 2026, heiratswilligen Pärchen die Möglichkeit, die Eheringe im weit über 600 Jahre alten Wartturm zu tauschen. Bleibt zu hoffen, dass die derzeitige grüne Plane bis dahin auch wieder verschwunden ist.
Bahnhofsvorplatz wurde gesperrt – Polizei-Delaborierer kam zum Einatz
HANNOVER. Hauptbahnhof Hannover: kurz nach 18:00 Uhr tönte eine Lautsprecherdurchsage (die allerdings nicht überall gut zu hören war) durch den Bahnhof. Inhalt sinngemäß: Der Besitzer eines schwarzen und eines braunen Koffers, die auf dem Ernst-August-Platz abgestellt waren, sollte sich bei seinem Gepäck einfinden. Doch niemand fand sich vor dem Haupteingang des Hauptbahnhofs bei dem Abfallbehälter in der Nähe des Ernst-August-Denkmals ein, wo diese beiden herrenlosen Koffer plaziert waren. Die Polizei, die vom Sicherheitsdienst über die beiden verdächtigen Gepäckstücke imformiert worden war, sperrte die nähere Umgebung um die Koffer herum ab und räumte später den Bahnhofsvorplatz rund um das Ernst-August-Denkmal und weitete den abgesperrten Bereich aus. Der Hauptbahnhof konnte daher nicht mehr durch den Haupteingang betreten oder verlassen werden. Die Polizei sperrte auch die Treppe von der Niki-de-Saint-Phalle-Promenade zum Bahnhofsvorplatz. Zwischenzeitlich hatten zahlreiche Polizeifahrzeuge aus allen Richtungen kommend den Ernst-August-Platz angesteuert. Um etwa 18:45 Uhr erreichte dann auch der LKW der Delaborierer der Polizei (bei der Polizei sind Delaborierer Fachkräfte, die ausschließlich für unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen -USBV- zuständig sind) den Bahnhof. Ein Delaborierer untersuchte und röngte die Koffer. Dabei stellte sich heraus, dass beide Koffer leer und völlig harmlos waren. Möglicherweise waren sie zur Entsorgung an dem Abfallbehälter gestellt worden. So gab es nach insgesamt etwa einer Stunde Entwarnung und die Polizei hob die Absperrmaßmahmen auf.
Simone Liedtke führte in die neue Ausstellung ein
HANNOVER. 60 großformatige Fotos von Frauen über 60. Das Ergebnis einer ungewöhnlichen Aktion. Ute Grahn (Jahrgang 1955) und die Psychotherapeutin Barbara Schwartz (Jahrgang 1949) haben zusammen mit dem Fotografen Bert Strebe ein „Herzensprojekt“ umgesetzt: ästhetische Aktfotografien von Frauen über 60, ehrlich und unretuschiert. Seit heute Nachmittag (12. Oktober) werden diese Aufnahmen unter dem Titel „Bildschön“ in der Galerie LortzingArt der Öffentlichkeit präsentiert.
Galeriebetreiberin Inge-Rose Lippok eröffnete die Ausstellung, Simone Liedtke führte in das Thema ein. Das Ereignis hatte viele Besucher angelockt; die Menschen drängelten sich in den Räumen, wer seine dicke Herbstjacke oder den Mantel nicht abgelegt hatte, dem wurde es schnell sehr warm. Und das lag nicht an den vielen Treppenstufen hinauf in den vierten Stock (es gab im Übrigen auch einen Fahrstuhl).
15 reifere Damen hatten sich als Modelle zur Verfügung gestellt. Natürlich waren auch die beiden Initiatorinnen Ute Grahn und Barbara Schwartz darunter. „Es wird Zeit, dass Frauen ab 60 den Mut haben, dem gängigen Schönheitsideal von schlank und faltenfrei ein anderes entgegenzusetzen“, schreibt Barbara Schwartz in dem Katalog (24 Euro) und Ute Grahn formuliert darin: „Mich nackt zu zeigen, macht mich selbstbewusst. Und ich fühle mich schön.“
Die wirklich sehenswerte Bilderschau (alle Fotos in Schwarzweiß) ist noch bis zum 2. November in der Galerie LortzingArt, Lortzingstraße 1 in Hannover-List, jeweils mittwochs und freitags von 16 bis 19 Uhr und an Sonntagen von 15 bis 17 Uhr zu sehen.
v.l: Ute Grahn, Bildmitte Simone Liedtke und rechts Inge-Rose LippokUte Grahn, eine der beiden Initiatorinnen des ProjektesDas Ausstellungsplakat vor der Haustür zeigte den zahlreichen Besuchern den Weg hinauf in die Galerie