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Sonntag, Juli 26, 2026

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Maschseefest: Am Südanleger gab es wieder mitreißenden Irish Folk

Irish Folk am Südanleger
Irish Folk am Südanleger

HANNOVER. Dritter Tag des Maschseefestes. Das Wetter spielte mit. Am Irischen Dorf neben dem Südanleger genossen die Hannover den Sonnenschein bei mitreißender Folkmusik. Der Nachmittag begann mit dem Under Pressure Trio. Irish Folk & Pub Musik live auf der Bühne. Da schmeckte das Getränk – sei es alkoholfrei, sei es mit Prozenten – noch einmal so gut. Verpflegung gab es mit Flammkuchen, Pommes und Bratwürsten ebenfalls und bis zum „Streetfood am See“ waren es nur wenige Schritte. Dort an der Löwenbastion konnten die Besucher auf kulinarische Weltreise gehen. Livemusik gab es hier ab 19 Uhr natürlich ebenfalls. Bis zum bis zum 9. August 2026 gibt es jeden Tag Party rund um den beliebten See inmitten der Landeshauptstadt. Und bei der Seesause ist für jeden etwas dabei.

Tierkinder auf Meyers Hof – Vier kleine Zicklein erkunden jetzt ihr Gehege

Nachwuchs bei den Thüringer-Wald-Ziegen
Nachwuchs bei den Thüringer-Wald-Ziegen

HANNOVER. Nachwuchs in der Themenwelt Meyers Hof. Schwarzes Fell, plüschig helle Beine, elegant geschwungene weiße Partien von den Augen bis zur braunen Nasenspitze: Vier am 18. Juli bzw. am 22. Juli geborene Thüringer-Wald-Ziegen erkunden jetzt ihre Welt auf Meyers Hof im Erlebnis-Zoo Hannover. Zum Fototermin waren die Zicklein zunächst etwas schüchtern und versteckten sich unter Steinen, die zwischen den Fachwerkbauernhäusern aufgestapelt liegen. Als die Tierpflegerin jedoch mit einer Futterschüssel klapperte, wagte sich zunächst ein junges Böcklein hervor und ließ sich dann auch bereitwillig fotografieren, suchte aber immer wieder die Nähe von Mama Ida. Nach und nach schnupperten dann auch der weitere Nachwuchs die etwas kühle Morgenluft im Zoo Hannover.

Der Erlebniszoo Hannover freut sich ganz besonders über den Nachwuchs im Ziegenstall. Denn die Thüringer-Wald-Ziege steht als stark gefährdet auf der Roten Liste der gefährdeten Nutztierrassen.

Ein paar Schritte weiter im Nachbarstall gab es ebenfalls eine Geburt bei einer gefährdeten Haustierrasse: Das Rauwollige Pommersche Landschaf „Heidemarie“ kümmert sich dort bestens um ihr erstes Lamm (geboren am 19. Juli). Es ist ein sprichwörtliches schwarzes Schaf. Im Gegensatz zu den silbergrauen ausgewachsenen Tieren sind die Lämmer der Rauwolligen Pommerschen Landschafe vom Kopf bis zur Schwanzspitze schwarz.

Damit nicht genug. Drinnen im Stall kuscheln sich im Stroh zudem einige flauschige Kaninchenbabies. In Deutschland soll es weniger als 1.000 Japanerkaninchen geben, nun sind es eine Handvoll mehr. Zwei am 22. Mai geborene und fünf am 22. Juni geborene Mini-Kaninchen hoppeln zwischen den ausgewachsenen Tieren umher, wenn sie nicht gerade zusammen ein Schläfchen halten.

„Der Erlebnis-Zoo macht“, so der Tierpark in einer Pressemitteilung, „mit seinen Tieren vom Zoo-Bauernhof auf die alten, deutschen Haustierrassen aufmerksam und setzt sich aktiv für ihren Erhalt ein. Die Thüringer-Wald-Ziege lebt hier gemeinsam mit dem Harzer Höhenvieh, dem Schwarzbunten Altdeutschen Niederungsrind und dem Dülmener Pferd. Die Rauwolligen Pommerschen Landschafe teilen sich ihre Weide mit der Leine-Gans und im Nachbarstall grunzen die Bunten Bentheimer Landschweine.“

Heute vor 30 Jahren starb Tamara Danz

Heute vor 30 Jahren starb im Alter von 43 Jahren Tamara Danz Frontfrau der Gruppe Silly
Heute vor 30 Jahren starb im Alter von 43 Jahren Tamara Danz Frontfrau der Gruppe Silly - © Fotos: Lothar Schulz 2023

Frontfrau der Gruppe Silly – eine der außergewöhnlichsten deutschen Rocksängerinnen


BERLIN. Heute vor 30 Jahren, am 22. Juli 1996, starb Tamara Danz, Sängerin sowie Kopf und Herz der Band Silly. Geboren wurde sie am 14. Dezember 1952 in Winne (heute zu Breitungen/Werra, Landkreis Schmalkalden-Meiningen). In Münchehofe, einem Ortsteil von Hoppegarten, hat sie zusammen mit ihren Eltern einen Teil ihrer Kindheit und Jugend verbracht. Im Jahr 1978 stieß Tamara Danz zur Band Familie Silly, die sich 1980 in Silly umbenannte. Mit ihren Kollegen von Silly probte sie in einer ausgebauten Scheune in Müchehofe.

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Im Rahmen der Veranstaltungsreihe APRÈS CHURCH las der Musikexperte Wolfgang Martin im Jahr 2023 im KunstHof in Köpenick aus seinem Buch „Paradiesvögel fängt man nicht ein – Hommage an Tamara Danz‟ – © Foto: Lothar Schulz 2023


Die Frontfrau der Gruppe Silly avancierte zu einer der namhaftesten Rocksängerinnen der DDR und wurde international bekannt. Sie war der größte Rockstar der DDR – und eine der außergewöhnlichsten Sängerinnen der deutschsprachigen Musik. Danz wurde 1981, 1983, 1985 und 1986 von Kritikern der DDR-Musikszene zur „Besten Rocksängerin des Jahres“ gewählt. Im Jahr 1981 holte sie Ritchie Barton zu Silly, mit dem sie auch zusammenlebte. Zu dieser Zeit gab Silly 150 Konzerte im Jahr. 1986 war Danz Sängerin der Allstar-Band Gitarreros, wo sie Uwe Hassbecker kennenlernte, den sie auch zu Silly holte. Tamara, die widerspenstig-schillernde Rock.Ikone, ließ sich weder von Parteifunktionären im Osten noch von Plattenlabels im Westen vereinnahmen und verstand es auch sonst ihren Kopf durchzusetzen. Zu den bekanntesten Silly-Songs zählen wohl Mont Klamott (1983) und Bataillon d’Amour (1986). Im Jahr 1995 wurde bei Tamara Danz Brustkrebs diagnostiziert. Im März 1996 heiratete sie ihren Bandkollegen Uwe Hassbecker.

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Veranstaltung im Jahr 2023 im KunstHof in Köpenick anlässlich des Todestages von Tamara Danz – © Foto: Lothar Schulz 2023


Sie starb im Juli 1996 und wurde auf dem Friedhof in Münchehofe beerdigt. Ihr früher Tod – mit 43 Jahren – machte sie zur Legende. Sie wurde als Rock-Idol, als die ostdeutsche Antwort auf Janis Joplin, Tina Turner oder Patty Smith bezeichnet. Toni Krahl, Musiker der Band City erklärte zur Bedeutung von Danz:
„Es gab weit und breit keine andere Rocksängerin, die ihr das Wasser reichen konnte – nicht mal ansatzweise. Sie war in der DDR konkurrenzlos.“

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Büchertisch –
Im KunstHof in Köpenick las der Musikexperte Wolfgang Martin im Jahr 2023 aus seinem Buch „Paradiesvögel fängt man nicht ein – Hommage an Tamara Danz‟ – © Foto: Lothar Schulz 2023

Die Landesgartenschau in Bad Nenndorf hat Halbzeit

Die Landesgartenschau läuft noch bis Mitte Oktober
Die Landesgartenschau läuft noch bis Mitte Oktober

BAD NENNDORF. Resolut wies die ältere Dame ihre Begleiterin zu recht. „Das ist eine LandesGARTENschau, nicht eine LandesBLUMENschau“, sagte sie, es gebe also keinen Grund, sich über zu wenig Blumen zu beschweren. Allerdings war jene angesprochene Frau nicht die einzige an diesem Tag, die etwas enttäuscht eher ein Blumen- und Blütenmeer erwartet hatte. Doch auch wenn die niedersäschsische Landesgartenschau in Bad Nenndorf nicht der Insel Mainau oder dem niederländischen Keukenhof in Sachen Blumenfelder nacheifert, ein Spaziergang durch den umgestalteten und erweiterten Kurpark lohnt sich. Beeindruckend ist etwa die Süntelbuchen-Allee (auf den letzten Metern wäre eine bessere Ausschilderung wünschenswert) oder der weite Blick ins Schaumburger Land vom Panoramaweg.

Die Anzeigetafel am Eingang an der Kurpromenade verkündete heute noch „90 Tage“. Die diesjährige Landesgartenschau in Bad Nenndorf hat die Halbzeit erreicht.Noch bis zum 18. Oktober blüht das Staatsbad am Deister (mehr oder weniger) auf und auf den Bühnen wird Programm nicht nur für Gartenfreunde geboten, Selbst eine Open-Air-Kirche ein Stück weit hinter dem Schlösschen (1806 im Auftrage des Kurfürsten Wilhelm 1. von Hessen als Sommerresidenz erbaut) bietet einen Platz für die innere Einkehr.

Immer wieder ein Fotomotiv: Die „Alltagsmenschen“ der Künstlerinnen Laura und Christel Lechner. Diese überlebensgroße Betonskulpturen sind ein beliebtes Fotomotiv, um in ihrer Gesellschaft den Partner oder die Partnerin bzw. seine Freunde und Bekannte abzulichten.

Die Tageskarte kostet für Erwachsene 24 Euro. Es gibt aber verschiedene Ermäßigungen, außerdem Karten für Jugendliche und Kinder sowie Gruppentickets und Dauerkarten.

Verwaltungsgericht: Altersgrenze für das Amt eines Landrates ist rechtens

Das Verwaltungsgericht Hannover musste sich in einem Eilverfahren mit der Altersgrenze im Niedersächsischen Kommunalrecht beschäftigen.
Das Verwaltungsgericht Hannover musste sich in einem Eilverfahren mit der Altersgrenze im Niedersächsischen Kommunalrecht beschäftigen.

HANNOVER. Konrad Adenauer war 73 Jahre alt, als er am 15. September 1949 zum ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt wurde. Doch was beim Amt das Kanzlers kein Problem ist, ist es bei dem eines Landrates allemal. Das musste jetzt ein FDP-Kandidat erfahren, der bei der anstehenden niedersächsischen Kommunalwahl am 13. September als Landrat des Landkreises Hameln-Pyrmont kandidieren wollte. Die Stadt Hameln versagte ihm die Ausstellung einer Wählbarkeitsbescheinigung, weil er das 67. Lebensjahr bereits überschritten hat. So eine Wählbarkeitsbescheinigung ist Voraussetzung für die Zulassung eines Wahlvorschlags durch den Kreiswahlleiter bzw. den Wahlausschuss.

In einem Eilverfahren rief der verhinderte Kandidat dagegen das Verwaltungsgericht Hannover an, ohne Erfolg allerdings.

Sein Antrag, so die 1. Kammer des Verwaltungsgerichts in ihrem Beschluss vom 17. Juli 2026 , sei schon unzulässig. Entscheidungen und Maßnahmen, die sich unmittelbar auf das Wahlverfahren beziehen, seien stattdessen nur mit einem Wahleinspruch anzufechten. Das Gericht: „Angesichts der Vielzahl von Einzelentscheidungen der Wahlorgane und Wahlbehörden kann eine Wahl nur dann termingerecht durchgeführt werden, wenn die Rechtskontrolle begrenzt werde und einem nach der Wahl stattfindenden Wahlprüfungsverfahren vorbehalten bleibe.“

Daneben vermochten die Verwaltungsrichter aber auch keine offensichtlichen Fehler erkennen. Der Zulassung des Wahlvorschlags stehe die Altershöchstgrenze von 67 Jahren nach § 32 Abs. 5 Satz 1 Nr. 3 der Nieders. Kommunalwahlordnung i. V. m. § 80 Abs. 4 Nr. 1 Nieders. Kommunalverfassungsgesetz entgegen. Die 1. Kammer des Verwaltungsgerichts ist vielmehr der Auffassung, dass die dortige Altershöchstgrenze weder die Grundrechte des Antragstellers verletzt noch eine ungerechtfertigte Altersdiskriminierung darstellt. Die Altersgrenze sei nicht willkürlich, weil sie an die beamtenrechtlichen Regelungen angepasst sei. Der gestiegenen Lebenserwartung auch hinreichend Rechnung getragen. „Insbesondere mit Blick auf die Amtszeit von acht Jahren überwiege das Interesse an einer kontinuierlichen und effektiven Leitung der Kreisverwaltung gegenüber den Interessen des Antragstellers“, heißt es in einer Pressemitteilung des Gerichts.

Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig. Der Antragsteller hat die Möglichkeit, Beschwerde beim Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht einzulegen.

Die GAF zeigt Fotos aus dem Projekt »Wee Muckers – Youth of Belfast« von Toby Binder

Toby Binder zeigte Aufnahmen aus seinem Langzeitprojekt »Wee Muckers – Youth of Belfast«
Toby Binder zeigte Aufnahmen aus seinem Langzeitprojekt »Wee Muckers – Youth of Belfast«

HANNOVER. In der Südstädter Galerie für Fotografie (GAF) ist ab heute Abend eine Serie beeindruckender S/W-Fotografien zu bewundern. In seinem sehr kontrastreichen Bildstil zeigt der 1977 geborener Toby Binder den Alltag von Jugendlichen im immer noch zwischen Royalisten und Republikaner, Protestanten und Katholiken zerrissenen Belfast. Der Nordirlandkonflikt ist vielerorts allgegenwärtig. Dank seines sehr oft verwendeten Weitwinkelobjektes ist der Fotograf mit seinen Aufnahmen gefühlt mittendrin im Geschehen.

Die in der „Eisfabrik“ (Seilerstraße 15d) beheimatete Fotogalerie zeigt noch bis 16. August – unter dem Titel »Wee Muckers – Jugend in Belfast« den, wie es in der Ankündigung heißt, „Alltag junger Menschen zwischen Konflikt, Brexit und Hoffnung.“ Kuratiert wurde die Bilderschau von Florian Müller. Müller lehrt seit 2015 an der Hochschule Hannover im Bereich des dokumentarfotografischen Erzählens.

Mit der neuen Fotoausstellung ist wieder ein bekannter und oft ausgezeichneter Fotograf in Hannover vertreten. Internationale Anerkennung erhielt Toby Binder mit »Wee Muckers – Youth of Belfast«, einer fotografischen Langzeitstudie über das Aufwachsen junger Menschen im Spannungsfeld der nordirischen Konfliktgeschichte. Seine Arbeiten wurden unter anderem mit dem Felix Schoeller Photography Award, dem Philip Jones Griffiths Award sowie Preisen der Sony World Photography Awards ausgezeichnet.

Der Künstler war bei der Vernissage persönlich anwesend und stellte sich im Anschluss an die Laudatio noch den Fragen aus dem Publikum. Unter anderem erzählte Binder, dass rund dreiviertel der in der GAF gezeigten Aufnahmen analog entstanden sind. Vielleicht ist auch darauf zum Teil der starke Eindruck, den die Bilder machen, zurückzuführen.

Die Fotoausstellung ist Donnerstags bis Sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet.

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Florian Müller, Kurator der Ausstellung, (links) im Gespräch mit Toby Binder (rechts)

Wahllokal für Mittelfeld im Nachbarstadtteil: Verwaltung sieht keine Alternative

Symbolbild: Eine Reihe von Mittelfeldern müssen zur Kommunalwahl in den Nachbarstadtteil fahren
Symbolbild: Eine Reihe von Mittelfeldern müssen zur Kommunalwahl in den Nachbarstadtteil fahren

HANNOVER. Bei der Kommunalwahl am 13. September (und möglicherweise zur Stichwahl am 27. September) müssen rund 1.078 wahlberechtigte Mittelfelder sich auf den Weg in den benachbarten Stadtteil Wülfel machen. Ihre Wahllokale für die Wahlen zum Bezirksrat, zum Rat der Landeshauptstadt, zur Regionsversammlung und für die Wahlen für die Posten des Oberbürgermeisters und des Regionspräsidenten befinden sich diesmal in der Kardinal-Bertram-Schule an der Loccumer Straße. Eigentlich hätten sie in der Grundschule Beuthener Straße wählen sollen, durch den Brand Ende November letzten Jahres ist das Schulgebäude jedoch unbenutzbar. Eine wohnortnahe Alternative gibt es laut der Stadt Hannover jedoch nicht.

Bis zur Kardinal-Bertram Schule sei es ein sehr langer Weg, befanden Bürger in der Einwohnerfragestunde der jüngsten Bezirksratssitzung. Sie regten an, doch die Sporthalle der Schule Beuthener Straße zu nutzen. Die Halle selbst hatte den Brand unbeschadet überstanden.

Doch hier winkte jetzt die Stadtverwaltung ab. „Die Nutzung von Sporthallen als Wahlräume versuchen wir zu vermeiden. Der ausschlaggebende Grund stellt hier die Bodenbeschaffenheit einer Sporthalle dar. Wir können an dieser Stelle keine explizite Bodenprüfung vornehmen und Vorsichtsmaßnahmen sowohl in Richtung Schäden und Verschmutzung der Halle an sich oder bei sehr glattem Hallenboden auch die Gefahr von Unfällen (Stürze durch Ausrutschen) ergreifen“, heißt es jetzt in einer Mitteilung an die Mitglieder des Bezirksrates.

„Bei der Organisation einer Wahl müssen die Wahlräume immer sehr früh festgelegt werden, da viele weitere Planungen hierauf gründen. Als wir vom Brand in der GS Beuthener Straße erfahren haben, waren wir daher gezwungen, sehr schnell zu handeln und die bereits bestehende Planung zu ändern“, heißt es in dem Rundschreiben weiter. Man habe sich deshalb dafür entschieden, „den Wahlbezirk 3202 in der GS Kardinal-Bertram Schule unterzubringen, um damit ein bereits für Wahlräume genutztes und bekanntes, städtisches Gebäude zu nehmen.“ Wem der Weg dorthin zu weit sei, der könne, so die Stadt, alternativ Briefwahl beantragen.

Das Sophienhaus im Stadtteil Hannover-Mitte

Das Sophienhaus in Hannover-Mitte – Ecke Prinzenstraße/Sophienstraße
Das Sophienhaus in Hannover-Mitte – Ecke Prinzenstraße/Sophienstraße - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Reihe: Ein Haus, das einen Namen trägt

HANNOVER. Schräg gegenüber vom Nordsternhaus (Stadtreporter berichtete im April über das Nordsternhaus) steht an der Ecke Sophienstraße/Prinzenstraße das Sophienhaus. Das Sophienhaus ist ein denkmalgeschütztes Geschäftshaus in der Sophienstraße in Hannover-Mitte. Es wurde 1913/1914 für die Weinhandlung Fey durch den Architekten Alexander Kölliker im Stil der Reformarchitektur anstelle eines bereits vorhandenen Vorgängergebäudes errichtet. Das Sophienhaus verfügt über eine Klinkerfassade, die oberhalb des Natursteinsockels vom Hochparterre bis in das Zweite Obergeschoss hinein vertikal reich gegliedert ist. Sowohl von der Sophienstraße als auch in der Prinzenstraße ist das Gebäude zugänglich. Der Eckeingang mit gleich zwei Portalen führt zu der dahinter liegenden Aufgangstreppe. Die aufwändigen schmiedeeisernen Türgitter trugen früheren Sicherheitsbedürfnissen hinreichend Rechnung. Die vertikale Fassadengestaltung ist zu den oberen Geschossen (3. Obergeschoss und Dachgeschoss mit großen Klinkergauben) durch ein horizontales Natursteinband mit dem Hausnamen abgesetzt. Zeitweise wurde das Sophienhaus von der Braunschweig-Hannoverschen Hypothekenbank als Bankverwaltungsgebäude mitgenutzt. Zu den Nutzern des Geschäftshauses zählen heute neben verschiedenen Bürogemeinschaften der Philologenverband Niedersachsen mit seiner Geschäftsstelle und die Weinstube Leonardo. An diesem Standort wurde bereits im Jahr 1880 eine Weinstube geführt. Damals im Vorgängerbau, der später dem heutigen Sophienhaus wich. Die Weinhandlung Fey prägte das Bild des Hauses ebenso wie die kleine Weinstube, die schnell zu einer verlässlichen Adresse für Liebhaber eines guten Tropfens wurde. Mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts veränderte sich das Umfeld. Das Sophienhaus entstand 1913/14 und nahm die gastronomische Tradition am Standort nahtlos auf. An den ehemaligen Bauherrn erinnert die heute noch bestehende Weinstube im Basement des Gebäudes mit ihrem in Kupfer eingefassten Portal mit Weinranken und Weinreben im Stil der Zeit der Entstehung des Gebäudes. Noch lange nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Restaurant als Fey’s Weinstube geführt.Verschiedene Betreiber führten die Weinstube durch bewegte Zeiten und hielten sie dennoch kontinuierlich als Anlaufstelle für gepflegte Gastlichkeit. Im späten 20. Jahrhundert entwickelte sich das Restaurant als Weinstube Leonardo zu einem festen Bestandteil der hannoverschen Restaurantszene.

Die Gemeinwesenarbeit Mittelfeld feierte ihr 30. Jubiläum

30 Jahre Gemeinwesenarbeit Mittelfeld – jetzt wurde gefeiert
30 Jahre Gemeinwesenarbeit Mittelfeld – jetzt wurde gefeiert

HANNOVER. Seit drei Jahrzehnten gibt es die Gemeinwesenarbeit der Stadt Hannover in Mittelfeld. Seit 1996 ist es das Ziel dieser Einrichtung, so die Verwaltung, „die Lebensqualität der Menschen in den Stadtteilen zu verbessern, ihnen die gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen, die soziale Infrastruktur zu verbessern, Bewohnerzu aktivieren und zu beteiligen, Selbsthilfe zu fördern und den sozialen Zusammenhalt im Gemeinwesen zu stärken.“

Heute Nachmittag (10. Juli) feierte der Stadtteil in dem kleinen Ladenlokal an der Ahornstraße/Ecke Am Mittelfelde das Jubiläum. Viele Mittelfelder – auch aus anderen Vereinen und Verbänden kamen, vom Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel waren Dr. Gudrun Koch und Jens Schade (beide SPD) vertreten. Es gab belegte Brötchen, Kaffee und Kuchen. Bei einem kleinen Stadtteil-Bingo konnten die Gäste mit ein wenig Glück kleine Gewinne mit nach Hause nehmen. Für die Livemusik sorgte Mehmet Ösbek auf seiner Saz. Das ist eine orientalische Langhalslaute.

Flinke Zwergotter-Damen erobern den Dschungelpalast

Zwergotter-Weibchen im Erlebniszoo Hannover
Zwergotter-Weibchen im Erlebniszoo Hannover

HANNOVER. Sie sind verdammt flink. Kurz huschen sie über das Gras,schlüpfen ins Wasser und auf dem Foto sind nur noch Luftblasen auf der Wasseroberfläche zu sehen. Die neuen Bewohner im Dschungelpalast sind nicht ganz einfach zu fotografieren. Drei Asiatische Kurzkrallenotter (wissenschaftlich: Aonyx cinereus), auch Zwergotter genannt, leben seit kurzer Zeit am Teich im Dschungelpalast des Erlebnis-Zoo Hannover und, so der Erlebniszoo Hannover, „ erobern die Herzen im Sturm.“ Kein Wunder, die kleinen Tiere sind hochsozial, neugierig, verspielt – kurz: einfach liebenswert.

Bislang sind drei junge Zwergotterdamen vom Tierpark Gotha ins Hannöversche gezogen. Sie sollen aber nicht lange Junggesellinnen bleiben. Geplant ist, dass auch ein männliches Tier in den Erlebniszoo Hannover kommt und die Zwerotter hier eine neue Familie gründen können.

Der Erlebnis-Zoo Hannover will damit dazu beitragen, die wieselschnellen Otter langfristig zu erhalten und sie später, wenn möglich, in geeigneten Lebensräumen wieder anzusiedeln. Denn die Tiere sind in freier Wildbahn stark gefährdet. Neben der Zerstörung und Zerstückelung ihrer Lebensräume sind sie vor allem durch chlorhaltige Chemikalien aus Landwirtschaft und Industrie bedroht, die in Gewässer und Böden gelangen. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft den Zwergotter daher als „gefährdet“ ein.

Die neuen Zoobewohner teilen ihr Freigehege mit den Hulman-Languren. Das ist vom Zoo ganz bewusst geplant. „Tierische Wohngemeinschaften, also Vergesellschaftungen von zwei oder mehr Tierarten, bieten Raum für die natürlichen Interaktionen zwischen den Tieren und beschäftigen sie ausgiebig“, erklärt Zoo-Kurator Fabian Krause.

Zwar sind die Asiatische Kurzkrallenottern die kleinsten Otter der Welt. Dennoch wissen die drei jungen Mädels sich Respekt zu verschaffen. Es scheint, sie haben bereits zu ihren Gunsten geklärt, wer zukünftig das Sagen im Dschungelpalast hat.

„Asiatische Zwergotter sind charismatische Tiere, sehr aktiv, sie spielen viel und beschäftigen sich in ihrem Familienverband sehr stark miteinander“, beschreibt Zoo-Kurator Fabian Krause die Neulinge. Außerdem sie sind sehr neugierig: Jeder Zentimeter ihres neuen Reiches wird ausgiebig erforscht. Die Anlage in dem einstigen Maharadscha-Palast bietet den agilen Zwergottern einen großen Teich zum Schwimmen und Tauchen, eine üppige Ufervegetation zum Verstecken, Rasenflächen und Ruinen zum Rennen und Klettern. „Es macht einfach Spaß, die flinken und äußerst geschickten Tiere zu beobachten“, so Kurator Krause in einer aktuellen Pressemitteilung des hannoverschen Zoos. Wenn sie knurren und kichern, summen und pfeifen“, werden bestimmt viele Zoogäste am Rand stehen bleiben und die niedlichen Gesellen verfolgen. Und seitdem man keine teuren 36er Kleinbildfilme mehr verballern muss, können auch Tierfotografen mit viel digitalem Bilderausschuss gut leben.