HANNOVER. Die weitgehend leerstehende Ladenzeile an der Peiner Straße /Ecke Hildesheimer Straße soll abgerissen werden. Das Unternehmen Edeka plant hier den Neubau eines Nahversorgers. Doch die Bewohner der unmittelbar hinter den bisherigen Flachbauten liegenden Wohnungen fürchten Verschattung und Lärm durch das Projekt sowie eine Wertminderung ihrer Eigentumswohnungen. Sie luden nun den Bezirksrat Döhren-Wülfel zu einem Termin vor Ort, um ihre Sorgen näher zu schildern.
Hoch oben in den Baumspitzen zwischen der Ladenzeile und dem Wohnblock hängt ein rotes Kreuz. „Bis dort hinaus soll der Neubau reichen“, erzählt Anliegerin Katja Marhenke den Ortspolitikern. Die kleinen Gärten im Erdgeschoss und die Balkone in der ersten Etage würden auf jeden Fall verschattet und statt bisher ins Grüne zu blicken würde nun eine Hauswand vor ihnen aufragen.
Ein weiteres Problem: Die Lieferzufahrt soll über die Wolfenbütteler Straße erfolgen, direkt vor dem Wohnzimmerfenster einer Erdgeschosswohnung. Zwar plant hier der Bauherr aus Lärmschutzgründen eine wohl vier Meter hohe Mauer vor dem Fenster, was die Situation aber auch nicht nachhaltig für die Bewohner verbessern dürfte.
Weshalb die Erschließung des Edeka-Ladens nicht über die Peiner Straße erfolgt? Stadtplaner Konrad Voges sagte dazu, dass dies laut Auskunft des Fachbereichs Tiefbau nicht möglich sei. Näher begründen konnte er diese Angaben allerdings auch nicht.
Bezirksbürgermeister Wilhelm Lindenberg und seine Mitstreiter vom Stadtbezirksrat versicherten den Anwohnern zwar ihr Verständnis. Doch wenn sich das geplante Bauvorhaben innerhalb der vom geltenden Bebauungsplan gesetzten Grenzen bewegt, dürften den örtlichen Mandatsträger die Hände gebunden sein. Und Stadtplaner Voges wies die Anwohner daraufhin, dass die Stadt nach dem Gesetz eine Baugenehmigung erteilen müsse, wenn das Projekt baurechtlich zulässig sei.
Gegen einen bereits von der Stadt Hannover erlassenen positiven Bauvorbescheid haben einige Wohnungseigentümer bereits Widerspruch eingelegt. Bezirksbürgermeister Lindenberg riet aber auch dazu, dass die Anlieger zudem das Gespräch mit dem Bauherrn suchen sollten. Vielleicht könnte ja in Verhandlungen gemeinsam eine anwohnerverträgliche Bauweise erreicht werden.













