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Donnerstag, Oktober 22, 2026

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Kellerbrand in Mehrfamilienhaus in der Friesenstraße

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Kabelbrand im Keller eines Mehrfamilienhauses in der Friesenstraße in der Oststadt - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Feuer in der Oststadt konnte schnell gelöscht werden


HANNOVER. Am heutigen Dienstagmittag (22.09.) gegen 13 Uhr alarmierte die Regionsleitstelle Hannover die Feuerwehr mit dem Stichwort „b2 – Kellerbrand“ und entsandte zwei Löschzüge zur Einsatzstelle in die Friesenstraße in Hannovers Oststadt. Bereits bei Eintreffen der ersten Brandbekämpfer hatten einige Bewohner das Gebäude verlassen. Da der Treppenraum überwiegend rauchfrei war und keine Gefahr für die Bewohner bestand, konnten einige in ihren Wohnungen bleiben. Von den Ensatzkräften der Feuerwehr wurde eine Rauchentwicklung im Kellerbereich des Mehrfamilienhauses festgestellt. Wie sich herausstellte, waren mehrere brennende Stromkabel dafür ursächlich. Zur Brandbekämpfung setzte die Feuerwehr insgesamt einen Trupp unter Atemschutz ein. Das Feuer konnte jedoch erst wirksam gelöscht werden, nachdem der Strom durch den Stromversorger vollumfänglich abgestellt worden war. Das Feuer konnte dann aber schnell gelöscht und eine Ausbreitung des Brandes somit verhindert werden. Anschließend wurde der Keller belüftet. Nach Abschluss der Brandbekämpfung und der Entrauchungsmaßnahmen konnten die Bewohner nach rund einer Stunde in ihre Wohnungen zurückkehren. Das Gebäude bleibt aber zunächst stromlos. Verletzt wurde niemand. Zur Brandursache und zur Höhe des entstandenen Sachschadens konnte die Feuerwehr keine Angaben machen. Nach Beendigung der Maßnahmen der Feuerwehr wurde die Einsatzstelle zur weiteren Ermittlung der Brandursache an die Polizei übergeben. Von der Feuerwehr waren 12 Fahrzeuge mit rund 30 Einsatzkräften und der Rettungsdienst vor Ort.



„ZooLights“: Jetzt entstehen wieder die magische Lichterwelten im Zoo

Ein Elch wird in Yukon Bay funkeln
Ein Elch wird in Yukon Bay funkeln

HANNOVER. Ab dem 17. November ist es wieder soweit. Dann heißt es „Licht an!“ im Erlebniszoo Hannover. Mit dem Aufbau der Lichtinstallationen wurde schon begonnen. Nach einer Mitteilung des hannoverschen Tiergartens können sich die abendlichen Gäste wieder auf ein besonderes Erlebnis freuen.

„Tausende Lichtpunkte, kunstvolle Installationen, leuchtende Tierfiguren und beeindruckende Inszenierungen lassen den Erlebnis-Zoo bei den „ZooLights“ ab dem 17. November abends erstrahlen. Gemeinsam mit dem Lichtfestival-Spezialisten Lumagica wird der Zoo in ein funkelnd-farbenfroh-verzauberndes Winterwunderland verwandelt“, verspricht der Erlebniszoo. Über 750 illuminierte Objekte, interaktive Lichtstationen und liebevoll-inszenierte Fotopoints sowie 20.000 Meter Lichterketten bringen die Themenwelten auf dem rund zwei Kilometer langen Weg durch den Zoo zum Leuchten.

Laut der Pressemitteilung warten auf die Besucher auch besonderes Highlight.  Dr. Simone Hagenmeyer: „An zahlreichen interaktiven Stationen können die Besuchenden die Lichtinstallationen durch Berührung und Bewegung selbst zum Leben erwecken und Teil der Inszenierung werden. So wechseln das Chamäleon im Baum und die Libelle am Blatt die Farbe, Wölfe heulen und Eisbären verwandeln ihr Aussehen. Zusätzlich begeistern zwei „Sound to Light“-Shows, bei denen die Lichter in farbenfroher Choreografie zur Musik tanzen.“

Bis zum 2. Februar 2027 können Besucherinnen und Besucher wieder durch die magischen Lichterwelten im Zoo spazieren Der Vorverkauf im Online-Shop des Zoos hat begonnen.

Die Preise:

ZooLight-Ticket (termingebunden): Erwachsene ab 23,80 €, Kinder (5-17 Jahre) ab 14,80 €.

Late-Light-Ticket (Einlass ab 20:30 Uhr): Erwachsene ab 9,80 €, Kinder ab 6,80 €.

ZooLightsCard (17.11.2026-02.02.2027, ab 17:00 Uhr): Erwachsene 64,80 €, Kinder 39,80 €

Weitere Ticketarten wie das Familienticket unter: www.erlebnis-zoo.de/zoolights

Und in welcher Zeit können die Hannoveraner durch die magische Lichterwelt bummeln? Der Erlebniszoo nennt folgende Öffnungszeiten

  • 17:00 bis 22:00 Uhr (letzter Einlass: 21:00 Uhr)

ab dem 10.01.2027: freitags bis sonntags sowie während der Zeugnisferien vom 29.01.-02.02.2027

montags geschlossen (Ausnahme: Ferien- und Feiertage)

während der niedersächsischen Ferien (23.12.2026 – 09.01.2027) täglich geöffnet (Ausnahmen: am 24. und 31. Dezember 2026 geschlossen).

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Im Eingangsbereich wartet eine Dampflok auf die Besucher

Wiedereröffnung der Stadtbücherei an der Peiner Straße – „Döhren bleibt in Bewegung“

Diana Kovol spielte zur Feierstunde auf ihrer Geige
Diana Kovol spielte zur Feierstunde auf ihrer Geige

HANNOVER. Die Stadtbibliothek Döhren präsentiert sich an alter Stelle in einem neuen hellen, freundlichen Antlitz. Nach Abschluss von Renovierungsarbeiten wurde heute Vormittag (21. September) die Stadtteilbücherei feierlich wiedereröffnet.

Der Direktor der Stadtbibliothek Hannover, Dr. Tom Becker, sagte, bei ihm steht die Stadtteilbücherei unter dem Motto „Döhren in Bewegung“. Er dankte dem Bezirksrat Döhren-Wülfel für die Unterstützung und betonte: „Döhren wird in Bewegung bleiben!“.

Sylvia Bruns, derzeitige kommissarische Kulturdezernentin der Stadt Hannover, freute sich ebenfalls über die neu gestylten Räume der Bibliothek. Sie dankte dann auch allen Mitarbeiten, die während der Bauarbeiten die „Pop-Up-Lösung“ mitgetragen haben. Um eine vollständige Schließung der Bücherei während der Sommerzeit zu vermeiden, waren die Bibliotheksmitarbeiter mit einem Teil der Medien in ein ein paar Schritte entfernt liegendes leerstehen Ladenlokal gezogen. Dort war für kurze Zeit dann die sogenannte „Pop-Up-Bibliothek entstanden.

Auch Bezirksbürgermeister Willi Lindenberg zeigte sich begeistert. „Es macht einen tollen Eindruck. Es ist alles viel heller geworden.“

Doch es gab nicht nur Reden und Grußworte. Die junge Violinistin Diana Koval umrahmte die Veranstaltung mit einem kleinen Konzert auf ihrer Geige. Viel Beifall belohnte den Auftritt.

Der östlichste Punkt Deutschlands

Am östlichsten Punkt Deutschlands – Auf der anderen Seite des Grenzflusses Neiße liegt Polen
Am östlichsten Punkt Deutschlands – Auf der anderen Seite des Grenzflusses Neiße liegt Polen - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Reihe: Kleine und große Superlative


GÖRLITZ. Görlitz ist die östlichste Stadt Deutschlands. Zusammen mit den Gemeinden Selfkant (NRW-westlichste Gemeinde), Oberstdorf (Bayern-südlichste Gemeinde und List auf Sylt (Schleswig-Holstein-nördlichste Gemeinde) bildet Görlitz den Zipfelbund. Dieser Bund ist keine politische Organisation, sondern vorrangig eine innerdeutsche Partnerschaft zur Belebung des Tourismus. Görlitz ist aber nicht nur die östlichste Stadt Deutschlands, sondern weist wie die polnische Schwesterstadt Zgorzelec eine weitere geographische Besonderheit auf.
Der Meridian der geographischen Länge 15° östlich von Greenwich, an dem sich die Zeitzone der Mitteleuropäischen Zeit orientiert, durchquert die Europastadt Görlitz-Zgorzelec. Dies hat zur Folge, dass die Mitteleuropäische Zeit mit der mittleren Sonnenzeit von Görlitz übereinstimmt.Den östlichsten Punkt Deutschlands findet man aber nicht in Görllitz sondern in der etwa 12 Kilometer von Görlitz entfernten Gemeinde Neißeaue. Der östlichste Punkt Deutschlands liegt hier zwischen den Ortsteilen Deschka und Zentendorf (beide Ortsteile von Neißeaue liegen etwa 2,5 Kilometer vom östlichsten Punkt entfernt). Geprägt ist die Umgebung des östlichsten Punktes von Kuh- und Gänseweiden, Maisfeldern und ganz viel Landschaft, durchzogen von der Neiße, dem Grenzfluss zu Polen. Neben einer Schutzhütte und einer Picknickbank weist ein Findling mit Infoschild darauf hin, dass man sich hier am östlichsten Punkt Deutschlands befindet.
Wer möchte, kann sich hier in ein Zipfelbuch eintragen.

Eine Brücke erinnert nun an den Einsiedler von Döhren

Das Ensemble „Klangkörper“ begleitete die kleine Feierstunde künstlerisch
Das Ensemble „Klangkörper“ begleitete die kleine Feierstunde künstlerisch

HANNOVER. Es hat rund 16 Jahre gedauert. Doch heute Vormittag (20. September) war es endlich so weit. Bezirksbürgermeister Willi Lindenberg enthüllte das Namens- und Legendenschild für die „Einsiedlerbrücke“ an der Leineinsel in Döhren.

Schon im Jahr 2010 hatte der Bezirksrat Döhren-Wülfel beshclossen, die historische ehemalige Eisenbahnbrücke der einstigen Wolle-Bahn nach dem Döhrener „Einsiedler“ Edelbert Aselmann, Von den 1970er Jahren bis zu seinem Tod im Jahr 2000 lebte Aselmann in einem kleinen Bunker in der Südlichen Leineaue als Einsiedler. Er wurde zu einer prägnanten Figur und bieb auch nach seinem Tod (er stürzte in die Leine) im kollektiven Gedächtnis des Stadtteils.

Die feierliche Enthüllung des Namensschildes wurde von einer Performance des Ensemble „Klangkörper“ begleitet. „Eine theatrale Intervention“ nannten die Künstler ihren Auftritt mit Texten, Liedern und metallischen Klängen. Es wirkten mit Jürgen Morgenstern (Klangkunst und Musik), Hans Zimmer (Bühnenskript und Erzählung), Elisabeth Lindenberg (Gesang und Erzählung), Wolfgang Uster (Gitarre), Imme Beccars (Schauspiel) und – vom Band Martin Winkelmann.

Wer mehr über den Einsiedler von Döhren erfahren und die Gruppe „Klangkörper“ erleben möchte, hat dazu am 26. Februar 2027 in der Hinterbühne Hannover in der Südstadt Gelegenheit. Dort wird dann eine musikalisch-szenische Bühnenlesung zu Leben und Sterben des Edelbert Aselmann uraufgeführt.

Interkultureller Gottesdienst mit Gospelmusik

Der Chor der „Ghanian Presbyterian Church Hannover“ sang in der Auferstehungskirche
Der Chor der „Ghanian Presbyterian Church Hannover“ sang in der Auferstehungskirche

HANNOVER. Ungewöhnliche Lieder erklangen heute am frühen Abend (19. September) in der ev.-luth. Auferstehungskirche an der Peiner Straße. Denn das Glockengeläut lud die Döhrener zu einem „Interkulturellen Gottesdienst“. Zu Gast war Pastorin Eunice Lorenz, die in ihre in Englisch gehaltenen Predigt (mit deutscher Übersetzung) sich des Themas annahm, dass alle Menschen vor Gott gleich sind. Der Chor der „Ghanian Presbyterian Church Hannover“ umrahmte den Gottesdienst mit Gospelliedern. „Holy, most holy ist the Lord God“ sangen sie unter anderem. War das Döhrener Gotteshaus einem Abend zuvor bei der „Langen Nacht der Kirche“ noch mehr als gut besucht, hätten es an diesem Sonnabend durchaus ein paar Besucher mehr sein können. Aber das neue Format eines interkulturellen Gottesdienstes muss sich wohl erst noch mehr herumsprechen.

Juliano Rossi füllte die Auferstehungskirche bei der „Langen Nacht der Kirchen“

Juliano Rossi trat bei der „Langen Nacht“ in der Auferstehungskirche auf,
Juliano Rossi trat bei der „Langen Nacht“ in der Auferstehungskirche auf,

HANNOVER. Juliano Rossi (mit bürgerlichem Namen Oliver Perau) füllt nicht nur Säle, sondern auch ganze Kirchen. Die Auferstehungskirche war jedenfalls proppenvoll, als der Sänger heute Abend (18. September) im Rahmen der „Langen Nacht der Kirchen“ im hannoverschen Stadtteil Döhren auftrat. Alle Kirchenbänke waren gefüllt und auch die extra herbeigetragenen Stühle reichten nicht aus. Für die Letzten blieben nur noch Stehplätze.

Viel Applaus belohnte Rossi für sein kleines Konzert und nur für eine Zugabe blieb gerade noch Zeit. Denn draußen wartete bereits ein Chor. „Lights of London – eine Klang-Sin(g)fonie mit englischer Chormusik stand im Anschluss auf dem Programm. Begonnen hatte die „Lange Nacht“ aber schon um 18 Uhr mit dem Kinderchor der Auferstehungskirche. „Was geschah eigentlich in der Arche Noah?“ fragten die Nachwuchssänger.

Bis die „Lange Nacht“ in der Auferstehungskirche mit Gospelklängen zu Ende ging, tauchten Lampen den Innenraum der Kirche stimmungsvoll in verschiedene Farben. Und draußen vor dem Kirchenportal wurden die hungrigen und durstigen Besucher mit heißer Bratwurst und kalten Getränken versorgt.

Die Auferstehungskirche an der Peiner Straße war eine von vielen Gotteshäusern, die sich in Hnanover an der „Langen Nacht der Kirchen“ beteiligte. 75 Seiten umfasste das Programmheft. In diesem Jahr stand die Aktion unter dem Motte „LICHTerLEBEN“.

Nachricht aus dem Rathaus: Bis Ende des Jahres soll das Pfützenproblem auf dem Fiedelerplatz gelöst werden

Bei Regen entsteht auf dem Fiedelerplatz immer wieder ein kleiner See
Bei Regen entsteht auf dem Fiedelerplatz immer wieder ein kleiner See

HANNOVER. Das Problem ist alt bekannt. Immer wenn es regnet, entsteht auf dem Fiedelerplatz vor dem Bühnenbereich ein kleiner See. Das Wasser kann nicht richtig abfließen. Jetzt kündigt die Stadtverwaltung an, die Situation noch in diesem Jahr in Ordnung zu bringen.

Bereits im Juni 2024 forderte der Bezirksrat Döhren-Wülfel in einem Antrag, dass die Ursachen dieser großflächigen Pfützenbildung beseitigt werden sollen. Geschehen ist bislang nichts. In einem nun an den Bezirksrat übersandten „Beschlussmonotoring“ verspricht die Stadtverwaltung, dass Baumaßnahmen „bis Ende 2026 vorgesehen“ seien. Die Problematik sei bekannt. Es müsse eine Rückhaltung für das anfallende Wasser eingebaut werden. Dafür seien Rigolen im Untergrund angedacht. Eine Rigole ist ein unter der Erdoberfläche angeordneter Pufferspeicher, der eingeleitetes Regenwasser aufnehmen kann, um es zu versickern.

Begründung für die lange Bearbeitungszeit: „Aufgrund fehlender personeller Kapazitäten werden nur akute Verkehrsunsicherheiten bearbeitet, diese gehören nicht dazu“, heißt es aus dem Rathaus und weiter: „Sobald die personellen Gegebenheiten es zu lassen, wird die Fläche bearbeitet.“ Das soll noch in diesem Jahr sein.

Es gibt Nachwuchs bei den Zweifingerfaultieren im Erlebnis-Zoo Hannover

Mit etwas Glück ist ein Blick auf das Faultierbaby zu erhaschen
Mit etwas Glück ist ein Blick auf das Faultierbaby zu erhaschen

HANNOVER. Es ist quasi ein Suchspiel nach einer Stupsnase. Denn wenn Mama-Faultier über das Seil in der Außenanlage vom Zoologicum hangelt, dann kuschelt sich ihr Baby ganz dicht in ihr Fell. Doch mit ein bisschen Glück lässt sich ein Blick oder gar ein Foto vom Faultiernachwuchs erhaschen.

Zoomitarbeiter haben beim Zweifingerfaultier-Kind etwas genauer hingeguckt. „Es hat weit auseinanderstehende schwarze Knopfaugen und einen flachen Kopf mit winzigen Ohren, die irgendwie zu weit hinten sitzen. Die Stupsnase ist eine putzige Mischung aus Hundeschnauze und Kartoffel, die Arme sind extrem lang, die Haare borstig“, beschreiben sie den jüngsten Zoobewohner. Ob es sich beim Tierkind aber um ein Mädchen oder einen Jungen handelt, dass wissen allerdings auch die Tierpfleger noch nicht.

Der Nachwuchs der beiden Faultiere „Aimara“ und „Artus“ kam am 7. Septemberzur Welt. Die ersten Tage verbrachte der Winzling mit seiner Mutter in aller Ruhe im Innenbereich des „Zoologicums“. Doch jetzt hangelt sich Mama „Aimara“ bei sonnigem Wetter wieder auf der Außenanlage von Baum zu Baum.

Auf dem Bauch der Mutter liegend wächst das kleine „Faultierchen“ immer weiter heran, bis es nach etwa 50 Tagen zum ersten Mal selbst die Umgebung erforscht. Doch erst mit sechs bis zwölf Monaten wird das Jungtier langsam selbstständig.

Große Flugunfallübung am Hannover Airport

Am Dienstag, den 15. September 2026, findet am Hannover Airport eine Flugunfall-Übung der Flughafenfeuerwehr statt. Die Richtlinien der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) schreiben diese turnusmäßigen Notfallübungen im Abstand von zwei Jahren vor. Die Übung dient dazu, das Zusammenspiel zwischen den Einsatzkräften der Flughafenfeuerwehr, den kommunalen Feuerwehren, dem erweiterten Rettungsdienst der Region Hannover und anderer involvierter Behörden sowie Abteilungen der Flughafengesellschaft zu trainieren. Die Brandsimulationsanlage des Hannover Airport ist Teil des Übungsszenarios.
ICAO Übung am Hannover Airport mit 250 Einsatzkräften am 15.09.2026 © Ulrich Stamm

250 Einsatzkräfte trainieren den Ernstfall

Großangelegte Einsatzübung am Hannover Airport: Rund 250 Kräfte von Flughafenfeuerwehr, kommunalen Feuerwehren und Rettungsdiensten haben am Dienstagabend, 15. September 2026, gemeinsam den Ernstfall trainiert. Im Mittelpunkt der Flugunfallübung standen die Rettung von Menschen, die Bekämpfung eines Brandes sowie die medizinische Versorgung und der Transport von Verletzten.

Derartige Notfallübungen finden am Hannover Airport regelmäßig statt. Grundlage sind die Vorgaben der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO, die entsprechende Übungen in einem zweijährigen Turnus vorsehen. Dabei geht es insbesondere darum, die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Organisationen und Einsatzkräfte unter möglichst realistischen Bedingungen zu erproben.

Boeing 737 kollidiert mit Tankwagen – Unfall als Übungsszenario

Für die Flugunfallübung 2026 wurde ein schwerer Zwischenfall im Vorfeldbereich des Hannover Airport angenommen. Nach dem Szenario kollidierte eine Passagiermaschine vom Typ Boeing 737 mit einem Flugfeldtankwagen. Sowohl das Flugzeug als auch der Tankwagen wurden dabei schwer beschädigt. Auslaufendes Kerosin führte anschließend zu einem Brand.

Um 19.09 Uhr löste der Tower der Deutschen Flugsicherung den sogenannten „Aircraft Accident Alarm“ aus und alarmierte die Flughafenfeuerwehr des Hannover Airport.

Aufgrund der angenommenen Schadenslage forderte der Einsatzleiter zusätzlich Kräfte der kommunalen Feuerwehren sowie des Rettungsdienstes an. Für den medizinischen Einsatz galt das Stichwort „MANV 20“ – ein Massenanfall von Verletzten mit 20 betroffenen Personen.

Am Dienstag, den 15. September 2026, findet am Hannover Airport eine Flugunfall-Übung der Flughafenfeuerwehr statt. Die Richtlinien der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) schreiben diese turnusmäßigen Notfallübungen im Abstand von zwei Jahren vor. Die Übung dient dazu, das Zusammenspiel zwischen den Einsatzkräften der Flughafenfeuerwehr, den kommunalen Feuerwehren, dem erweiterten Rettungsdienst der Region Hannover und anderer involvierter Behörden sowie Abteilungen der Flughafengesellschaft zu trainieren. Die Brandsimulationsanlage des Hannover Airport ist Teil des Übungsszenarios.
ICAO Übung am Hannover Airport mit 250 Einsatzkräften am 15.09.2026 © Ulrich Stamm

Feuerwehren und Rettungsdienste aus der Region Hannover im Einsatz

An der Bewältigung des Übungsszenarios beteiligten sich neben der Flughafenfeuerwehr unter anderem die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Langenhagen sowie Kräfte der Landeshauptstadt Hannover. Dazu gehörte auch die örtliche Einsatzleitung Rettungsdienst der Feuerwehr Hannover.

Unterstützt wurden die Einsatzkräfte durch den erweiterten Rettungsdienst der Region Hannover. Rettungsmittel stellten unter anderem die Johanniter, das Deutsche Rote Kreuz und der Arbeiter-Samariter-Bund.

Eine zentrale Aufgabe der Übung bestand darin, die Abläufe der unterschiedlichen Organisationen aufeinander abzustimmen. Von der Menschenrettung aus dem Gefahrenbereich über die Brandbekämpfung bis zur Sichtung und Versorgung der angenommenen Verletzten sollten die verschiedenen Einsatzabschnitte ineinandergreifen.

Am Dienstag, den 15. September 2026, findet am Hannover Airport eine Flugunfall-Übung der Flughafenfeuerwehr statt. Die Richtlinien der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) schreiben diese turnusmäßigen Notfallübungen im Abstand von zwei Jahren vor. Die Übung dient dazu, das Zusammenspiel zwischen den Einsatzkräften der Flughafenfeuerwehr, den kommunalen Feuerwehren, dem erweiterten Rettungsdienst der Region Hannover und anderer involvierter Behörden sowie Abteilungen der Flughafengesellschaft zu trainieren. Die Brandsimulationsanlage des Hannover Airport ist Teil des Übungsszenarios.
ICAO Übung am Hannover Airport mit 250 Einsatzkräften am 15.09.2026 © Ulrich Stamm

Flughafengeschäftsführer Maik Blötz dankt Einsatzkräften

Hannover-Airport-Geschäftsführer Maik Blötz bedankte sich nach Abschluss der Übung bei allen Beteiligten.

„Für uns als Flughafen ist es von großer Bedeutung, unterschiedliche Krisenszenarien regelmäßig unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren. Die Planung und Durchführung einer Übung dieser Größenordnung bei laufendem Flugbetrieb zu planen und durchzuführen ist für alle Beteiligten eine besondere Herausforderung. Wir möchten uns für das große Engagement während der Vorbereitung und für die Teilnahme aller Beteiligten an diesem Abend ganz herzlich bedanken. In den kommenden Wochen werden detaillierte Auswertungen der verschiedenen Übungsziele vorgenommen“, erklärte Blötz.

Flughafenfeuerwehr zieht positives erstes Fazit

Auch Stefan Martens, Leiter der Flughafenfeuerwehr, bewertete den Verlauf der Flugunfallübung in einer ersten Einschätzung positiv.

„Wir sind mit dem Übungsergebnis wirklich zufrieden. Nach zwei Jahren konnten wir wieder das Zusammenspiel mit den verschiedenen Organisationen der Gefahrenabwehr auf unserem Flughafengelände trainieren. Verschiedene Übungsziele wurden in dem Szenario vereint.“

Eine detaillierte Auswertung der einzelnen Übungsziele soll in den kommenden Wochen erfolgen.

70 Statisten sorgen für realistische Bedingungen

Eine wichtige Rolle spielten rund 70 Statisten, die verletzte und unverletzte Passagiere darstellten. Um die realistische Unfalldarstellung kümmerte sich das entsprechende Team der Johanniter Akademie Niedersachsen/Bremen. Die Rollenspielenden wurden von Feuerwehren aus Isernhagen, Burgwedel, der Wedemark und der Landeshauptstadt Hannover gestellt.

Für die Verantwortlichen bedeutete das Szenario eine besondere Herausforderung: Während sich Statisten über Notrutschen aus der Flugzeugbrandsimulationsanlage in Sicherheit brachten oder von Feuerwehrkräften gerettet wurden, lief nur rund 100 Meter entfernt der reguläre Flughafenbetrieb weiter.

„Solche interdisziplinären Einsatzübungen stellen immer eine besondere Herausforderung für uns dar, gilt es doch gerade im Hinblick auf die Sicherheit der Rollenspielenden vieles zu beachten“, erklärte Lars Meier, Leiter der realistischen Unfalldarstellung.

Ein eigenes Team habe während der Übung kontinuierlich auf die Sicherheit der Beteiligten geachtet.

Meier betonte zugleich die Bedeutung menschlicher Darsteller bei derartigen Übungen: „Bei allen tollen Möglichkeiten, die Simulationspuppen, KI und virtuelle Realität bieten, ist das Training mit Rollenspielenden nicht zu ersetzen. Empathie, Kommunikation und auch echtes Sozialverhalten bringen neben Kunstblut und Schminke die nötige Realität mit in eine Übung.“

Am Dienstag, den 15. September 2026, findet am Hannover Airport eine Flugunfall-Übung der Flughafenfeuerwehr statt. Die Richtlinien der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) schreiben diese turnusmäßigen Notfallübungen im Abstand von zwei Jahren vor. Die Übung dient dazu, das Zusammenspiel zwischen den Einsatzkräften der Flughafenfeuerwehr, den kommunalen Feuerwehren, dem erweiterten Rettungsdienst der Region Hannover und anderer involvierter Behörden sowie Abteilungen der Flughafengesellschaft zu trainieren. Die Brandsimulationsanlage des Hannover Airport ist Teil des Übungsszenarios.
ICAO Übung am Hannover Airport mit 250 Einsatzkräften am 15.09.2026 © Ulrich Stamm

Flugbetrieb am Hannover Airport läuft während Übung weiter

Eine zusätzliche Herausforderung bestand darin, das umfangreiche Einsatzszenario bei laufendem Betrieb durchzuführen. Trotz der rund 250 beteiligten Einsatzkräfte und des groß angelegten Übungsgeschehens wurde der reguläre Flugbetrieb am Hannover Airport nach Angaben des Flughafens nicht beeinträchtigt.

Mit der Flugunfallübung sollten die beteiligten Organisationen insbesondere ihre Zusammenarbeit für einen möglichen realen Notfall überprüfen. Die Erkenntnisse aus der detaillierten Nachbereitung sollen nun dazu dienen, Abläufe und Schnittstellen zwischen Flughafen, Feuerwehr, Rettungsdienst und weiteren beteiligten Stellen auszuwerten.