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Donnerstag, April 30, 2026

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Ängste wegen Neubau: Anwohner luden den Bezirksrat zum Ortstermin

Anwohner und Mitglieder des Bezirksrates trafen sich an der Wolfenbütteler Straße. Direkt vor dem Fenster soll zukünftig die Lieferzufahrt für den neuen Nahversorger sein.
Anwohner und Mitglieder des Bezirksrates trafen sich an der Wolfenbütteler Straße. Direkt vor dem Fenster soll zukünftig die Lieferzufahrt für den neuen Nahversorger sein.

HANNOVER. Die weitgehend leerstehende Ladenzeile an der Peiner Straße /Ecke Hildesheimer Straße soll abgerissen werden. Das Unternehmen Edeka plant hier den Neubau eines Nahversorgers. Doch die Bewohner der unmittelbar hinter den bisherigen Flachbauten liegenden Wohnungen fürchten Verschattung und Lärm durch das Projekt sowie eine Wertminderung ihrer Eigentumswohnungen. Sie luden nun den Bezirksrat Döhren-Wülfel zu einem Termin vor Ort, um ihre Sorgen näher zu schildern.

Hoch oben in den Baumspitzen zwischen der Ladenzeile und dem Wohnblock hängt ein rotes Kreuz. „Bis dort hinaus soll der Neubau reichen“, erzählt Anliegerin Katja Marhenke den Ortspolitikern. Die kleinen Gärten im Erdgeschoss und die Balkone in der ersten Etage würden auf jeden Fall verschattet und statt bisher ins Grüne zu blicken würde nun eine Hauswand vor ihnen aufragen.

Ein weiteres Problem: Die Lieferzufahrt soll über die Wolfenbütteler Straße erfolgen, direkt vor dem Wohnzimmerfenster einer Erdgeschosswohnung. Zwar plant hier der Bauherr aus Lärmschutzgründen eine wohl vier Meter hohe Mauer vor dem Fenster, was die Situation aber auch nicht nachhaltig für die Bewohner verbessern dürfte.

Weshalb die Erschließung des Edeka-Ladens nicht über die Peiner Straße erfolgt? Stadtplaner Konrad Voges sagte dazu, dass dies laut Auskunft des Fachbereichs Tiefbau nicht möglich sei. Näher begründen konnte er diese Angaben allerdings auch nicht.

Bezirksbürgermeister Wilhelm Lindenberg und seine Mitstreiter vom Stadtbezirksrat versicherten den Anwohnern zwar ihr Verständnis. Doch wenn sich das geplante Bauvorhaben innerhalb der vom geltenden Bebauungsplan gesetzten Grenzen bewegt, dürften den örtlichen Mandatsträger die Hände gebunden sein. Und Stadtplaner Voges wies die Anwohner daraufhin, dass die Stadt nach dem Gesetz eine Baugenehmigung erteilen müsse, wenn das Projekt baurechtlich zulässig sei.

Gegen einen bereits von der Stadt Hannover erlassenen positiven Bauvorbescheid haben einige Wohnungseigentümer bereits Widerspruch eingelegt. Bezirksbürgermeister Lindenberg riet aber auch dazu, dass die Anlieger zudem das Gespräch mit dem Bauherrn suchen sollten. Vielleicht könnte ja in Verhandlungen gemeinsam eine anwohnerverträgliche Bauweise erreicht werden.

Das Lutherhaus im Stadtteil Hannover-Mitte

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Das Lutherhaus in der Ebhardtstraße im Stadtteil Hannover-Mitte - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Neue Reihe: Ein Haus, das einen Namen trägt


HANNOVER. Etwa in Höhe des Kirchturmes der Aegidienkirche führt die Ebhardtstraße in nur etwa 140 Metern zum Friedrichswall. In dieser kurzen Straße befindet sich das Lutherhaus (Adresse Ebhardtstraße 3a). Das Lutherhaus wurde im Jahr 1925 nach Plänen des Architekten Paul Brandes errichtet. Das Gebäude zeigt zur Straßenseite hin eine reich gegliederte rote Klinkerfassade mit gebogenen Fensterfeldern und eine kunstvoll gestaltete Eingangstür. Außerdem ist das mehrmals erweiterte Lutherhaus an der Fassade mit mehreren plastisch ausgeformten Figuren aus Keramik geschmückt: über dem Eingang symbolisieren die Figur eines Schäfers den Glauben und die Figur einer Mutter mit zwei Kindern die Liebe. Über dem ersten Obergeschoss sind Persönlichkeiten der Diakonie abgebildet: Gerhard Uhlhorn, Adolf Stoecker, Martin Luther, Johann Hinrich Wichern und Friedrich von Bodelschwingh.Im Hof des Lutherhauses findet sich noch ein kleiner Rest der Stadtmauer als Teil von Hannovers Stadtbefestigung. Im Lutherhaus sind heute der Landesverband für Innere Mission Landesverband für Kinderpflege e.V. und das Diakonische Werk der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers e.V. untergebracht. In den Jahren 1937 bis 1966 war hier der erste Sitz des Amtes für Gemeindedienst der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Diese Einrichtung findet sich heute im Haus kirchlicher Dienste in der Archivstraße 3. Und auch der epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen war im Lutherhaus untergebracht. Der Evangelische Pressedienst (epd) ist die älteste der bestehenden deutschen Nachrichtenagenturen. Der epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen hat seine Büros heute in der Knochenhauerstraße.

INTERSCHUTZ vom 1. bis 6. Juni 2026 in Hannover

INTERSCHUTZ, die internationale Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz vom 1. bis 6. Juni 2026 auf dem Messegelände in Hannover
INTERSCHUTZ, die internationale Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz vom 1. bis 6. Juni 2026 auf dem Messegelände in Hannover - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Die Feuerwehr Hannover ist natürlich dabei

HANNOVER. Das Rettungswesen steht weltweit vor wachsenden Herausforderungen – diese sind vielschichtig, systemisch und global spürbar. Die Belastungen für Notfallrettungssysteme nehmen in vielen Regionen zu. Wie sich Einsatzorganisationen zukunftsfähig aufstellen können, zeigt die INTERSCHUTZ, die internationale Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz vom 1. bis 6. Juni 2026 auf dem Messegelände in Hannover. Von der Messe AG wurde dazu eine Pressemitteilung veröffentlicht, die nachfolgend auszugsweise wiedergegeben wird: „Steigende Einsatzzahlen, komplexere Schadenslagen, technologische Dynamik und begrenzte personelle Ressourcen stellen das Rettungswesen weltweit vor wachsende Herausforderungen. Wie sich Einsatzorganisationen zukunftsfähig aufstellen können, zeigt die INTERSCHUTZ vom 1. bis 6. Juni 2026 in Hannover. Als internationale Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz bringt sie unter dem Leitthema „Safeguarding tomorrow“ Entscheidungsträger, Anwender, Hersteller und Forschung zusammen. … Ein zentrales Thema aller Akteure im Rettungswesen ist der Umgang mit steigenden Einsatzzahlen bei begrenzten Ressourcen. Demografische Veränderungen, regionale Unterschiede und Fachkräftemangel erfordern neue organisatorische und technische Ansätze. Die INTERSCHUTZ zeigt, wie Prozesse beschleunigt, Einsatzkräfte entlastet und Systeme resilienter gestaltet werden können.

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INTERSCHUTZ 2026 – Die Feuerwehr Hannover ist dabei – © Foto: Lothar Schulz 2026

Zugleich nehmen komplexere Einsatzszenarien zu: Extremwetterereignisse, Ausfälle kritischer Infrastrukturen oder mehrere parallel verlaufende Lagen stellen hohe Anforderungen an Führung, Koordination und Technik. Moderne Lageführung, vernetzte Einsatzmittel und robuste Kommunikationssysteme stehen daher ebenso im Fokus wie die Digitalisierung des Rettungswesens. Dabei geht es nicht nur um neue Technologien, sondern auch um deren verlässliche und verantwortungsvolle Integration in den Einsatzalltag. Im Ausstellungsbereich Rettungswesen präsentieren internationale Anbieter auf der INTERSCHUTZ 2026 Lösungen entlang der gesamten Rettungskette – von Rettungs- und Sonderfahrzeugen über Medizintechnik, Tragen und Sanitätsmaterialien bis hin zu digitalen Anwendungen und Dienstleistungen. Die INTERSCHUTZ bietet damit einen umfassenden Überblick über aktuelle Entwicklungen und praxisnahe Innovationen für den Einsatzalltag. Mit dabei sind beispielsweise Unternehmen wie Stryker und Stollenwerk als Anbieter von (Fahr-) Tragen und -Stühlen im Bereich Medizin- und Rettungstechnik. Auch die Firma X-Cen-Tek, landläufig bekannt als PAX, ist als Hersteller der gleichnamigen PAX-Notfallrucksäcke Aussteller der INTERSCHUTZ im Bereich Rettungswesen. Ebenfalls vor Ort ist die BINZ Automotive GmbH, die als eines der führenden Unternehmen im Sonderfahrzeugbau, Lösungen und Services rund um Rettung und Mobilität präsentiert. …”

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INTERSCHUTZ 2026 – Die Feuerwehr Hannover ist dabei – © Foto: Lothar Schulz 2026

Wohnungsbrand im Stadtteil Mühlenberg

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Wohnungsbrand am Ossietzkyring im Stadtteil Mühlenberg am Ostersonntag - Brandwohnung vorerst unbewohnbar - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Wohnung am Ossietzkyring vorerst unbewohnbar


HANNOVER. Am Ostersonntagmittag gegen 13:00 Uhr wurde die Feuerwehr Hannover zu einem gemeldeten Wohnungsbrand
am Ossietzkyring im Stadtteil Mühlenberg alarmiert. Nachbarn hatten das Feuer entdeckt und umgehend die Rettungskräfte alarmiert. In der betreffenden Wohnung im sechsten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses war aus bislang ungeklärter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Beim Eintreffen der ersten Brandschützer waren bereits eine starke Rauchentwicklung und deutlicher Flammenschein aus der Wohnung wahrnehmbar. Umgehend leitete die Feuerwehr die Brandbekämpfung ein. Die Brandbekämfung erfolgte sowohl über eine Drehleiter von außen als auch parallel von innen über den Treppenraum. Die Einsatzstelle wurde nach Beendigung der Löschmaßnahmen abschließend mittels einer Wärmebildkamera auf Glutnester überprüft. Danach wurde sie für die weiteren Ermittlungen zur Klärung der Brandursache an die Polizei übergeben. Der Mieter der Brandwohnung hatte sich eigenständig ins Freie retten können und blieb glücklicherweise unverletzt. Seine Wohnung ist jedoch vorerst unbewohnbar. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens konnte die Feuerwehr zunächst keine Angaben machen. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit insgesamt 56 Einsatzkräften und 19 Fahrzeugen vor Ort, darunter neben den Kräften der Berufsfeuerwehr auch Kräfte der Ortsfeuerwehren (Freiwillige Feuerwehren) Ricklingen (Ausrückebezirk: Ricklingen, Oberricklingen) und Bornum (Ausrückebezirk: Bornum, Mühlenberg).



Feuerwehr: Großeinsatz bei Tiefgaragenbrand in der Nordstadt

Großeinsatz für die Feuerwehr bei Tiefgaragenbrand in der Bodestraße in der hannoverschen Nordstadt
Großeinsatz für die Feuerwehr bei Tiefgaragenbrand in der Bodestraße in der hannoverschen Nordstadt - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Drei abgestellte Kraftfahrzeuge wurden vom Feuer erfasst


HANNOVER. Es sind nur gut 400 Meter, die die Brandschützer von der Feuer- und Rettungswache1 am Weidendamm zum Brandort in der Bodestraße in der Nordstadt zurücklegen mussten. Dorthin waren sie in den frühen Morgenstunden am Sonnabend (04.04.) alarmiert worden. Gegen 02:30 Uhr war der Regionsleitstelle ein Müllcontainerbrand an einem Geschäftshaus in der Bodestraße gemeldet worden. Nach Informationen von Hinweisgebenden sollten dort mehrere Müllcontainer in Brand stehen. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte bestätigte sich das gemeldete Lagebild und der Brand hatte inzwischen neben Müllcontainern und abgestelltem Gerümpel auf die zum angrenzenden Parkhaus gehörende Tiefgarage übergegriffen. Daher wurde die Alarmstufe umgehend erhöht und weitere Kräfte nachgefordert. In der Tiefgarage erfassste das Feuer drei dort abgestellte Kraftfahrzeuge. Aufgrund der starken Rauchentwicklung und der komplexen Einsatzlage mussten mehrere Trupps unter Atemschutzgeräten und mit Löschwasser an handgeführten Rohren zur Brandbekämpfung eingesetzt werden. Durch den Brandrauch war die Sicht stark eingeschränkt, zudem herrschte in der Tiefgarage eine massive Hitzebelastung auf die vorgehenden Einsatzkräfte. Der Einsatzleiter teilte daraufhin verschiedene Einsatzabschnitte im Innen- und Außenbereich ein um die Brandbekämpfung von verschiedenen Angriffspunkten einzuleiten. Weitere Sonderfahrzeuge der Feuerwehr mussten nachgefordert werden. Um die stark verrauchten Bereiche zu entrauchen wurden insgesamt sieben Druckbelüftungsgeräte eingesetzt. Das Feuer konnte nach etwa 30 Minuten unter Kontrolle gebracht und schließlich „Feuer aus“ gemeldet werden. Die umfangreichen Belüftungsmaßnahmen dauerten jedoch weiter an, da sich der giftige Brandrauch neben der Tiefgarage auch in weiten Teilen des Parkhauses ausgebreitet hatte. Angaben zur Brandursache sowie zur Schadenshöhe konnten von der Feuerwehr zunächst nicht gemacht werden. Gegen 05:15 Uhr wurde die Einsatzstelle von der Feuerwehr an die Polizei für die Aufnahme der Ermittlungen zur Klärung der Brandursache übergeben. Verletzt wurde durch das schnelle und massive Eingreifen der Feuerwehr glücklicherweise niemand. Neben der Berufsfeuerwehr Hannover unterstützten auch die Freiwilligen Feuerwehren Limmer und Davenstedt mit ihren ehrenamtlichen Kräften die Maßnahmen in der Bodestraße. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit 23 Einsatz- und Sonderfahrzeugen und insgesamt 67 Einsatzkräften vor Ort.



Mehr als 250 katholische Gottesdienste von Gründonnerstag bis Ostermontag

Basilika St. Clemens - Katholische Kirche in der Region Hannover: Mehr als 250 Gottesdienste von Gründonnerstag bis Ostermontag
Basilika St. Clemens - Katholische Kirche in der Region Hannover: Mehr als 250 Gottesdienste von Gründonnerstag bis Ostermontag - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Katholische Kirche in der Region Hannover feiert das höchste christliche Fest

HANNOVER. Für Christinnen und Christen ist Ostern das höchste Fest. In der Katholischen Kirche in der Region Hannover werden in den 23 Pfarreien mit ihren 60 Kirchorten über 250 Gottesdienste von Gründonnerstag bis Ostermontag gefeiert. In einer Pressemitteilung teilt die Katholische Kirche in der Region Hannover u.a. Folgendes mit: „Von Gründonnerstag, 2. April, an werden in den 23 Pfarreien der Katholischen Kirche in der Region Hannover mit ihren 60 Kirchorten über 250-mal Menschen zum Gottesdienst zusammenkommen: zur Liturgie vom letzten Abendmahl, zu Beten und meditieren des Kreuzweges, zur Karfreitagsliturgie, zur Feier der Osternacht, zu den Gottesdiensten am Ostersonntag und zu Begegnungen am Ostermontag. „Wir feiern damit den längsten Gottesdienst der Welt, denn alles baut aufeinander auf“, sagt Propst Wolfgang Semmet, Regionaldechant der Katholischen Kirche in der Region Hannover: „Die für uns drei heiligen Tage umfassen das letzte Abendmahl am Gründonnerstag, die Kreuzigung Christi am Karfreitag, seine Auferstehung und die Begegnung mit ihm in der Osternacht und am Ostermorgen. Die Hl. Messe am Gründonnerstag hat ein offenes Ende, die Karliturgie einen offenen Anfang und auch ein offenes Ende und erst der Auferstehungsgottesdienst in der Osternacht endet mit dem feierlichen Schlusssegen.“ „Die Zeichen sind oft sehr zurückhaltend, wenn wir unser wichtigstes Fest feiern“, betont Propst Wolfgang Semmet: „Wir segnen Osterspeisen, wir entzünden erstmals die Osterkerze, wir kommen zu Begegnungen zusammen.“ Aber all das unterstreicht die christliche Hoffnung auf erfülltem Leben und auf Frieden für die Welt: „Gemeinsamkeit ist stärker als Spaltung, gegenseitiger Respekt und Wertschätzung, sind nicht nur Wesenselemente von Demokratie, sondern auch von unserem Glauben.“ Propst Semmet selbst wird die drei heiligen Tage in der Basilika St. Clemens feiern.

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Propst Wolfgang Semmet mit Osterkerze – © Foto: Lothar Schulz 2026

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Sozis zeigten Präsenz: Schoko-Herz als Ostergruß

Frohe Ostern wünschte die SPD Döhren-Wülfel heute am Markt in Döhren.
Frohe Ostern wünschte die SPD Döhren-Wülfel heute am Markt in Döhren.

HANNOVER. Am Rande des Wochenmarktes im Stadtteil Döhren zeigten die Sozialdemokraten heute (2. April) Präsenz. Sie verteilten Schoko-Herzchen – natürlich in roter Folie – als kleinen Ostergruß an die vorbeieilenden Passanten. Mit dabei Willi Lindenberg, der neue frischgebackene Bezirksbürgermeister von Döhren-Wülfel (3. v.r.).

Besuch bei historischen Straßenbahnen – Eva Bender kam nach Döhren

Fritz Faupel führte die Kommunalpolitiker durch die historische Fahrzeugsammlung
Fritz Faupel führte die Kommunalpolitiker durch die historische Fahrzeugsammlung

HANNOVER.


Beeindruckt schaute sich Eva Bender heute Nachmittag (1. April) in der langen Wagenhalle am Üstra-Betriebshof Thurnithistraße um. Die hannoversche Schul- und Kulturdezernentin und SPD-Kandidatin für das Amt des Regionspräsidenten war Gast beim Förderverein Straßenbahn Hannover e.V. Der 1. Vorsitzender, Fritz Faupel, führte sie zusammen mit der Ratsfrau Anja Schollmeyer und Jens Schade, Fraktionsvorsitzender der SPD im Bezirksrat Döhren-Wülfel, durch die kleine Sammlung historischer Straßenbahnen, Der Verein mit rund 100 Mitgliedern kümmert sich um die geschichtsträchtigen Üstra-Fahrzeuge und bietet immer wieder Sonderfahrten in den restaurierten Oldtimern an.

„Die alten Wagen sind ein wertvolles Kulturgut, das erhalten werden muss“, sagt Fritz Faupel. Und mitunter ist ein Einsatz der rollenden technischen Denkmale auch schon mal die Rettung in höchster Not. So hatten Mitglieder des Vereins zwei alte Arbeitswagen der Üstra vor dem Verschrotten gerettet und zu Schienen-Schneepflügen umgebaut. Als es dann Anfang dieses Jahres mächtig kalt wurde und viel Schnee auf den Stadtbahnschienen lag, konnte mit Hilfe diese Wagen die weiße Pracht von den Gleisen gefegt werden.

Neue Parkautomaten reagieren künftig auf Applaus

Applaus Automat

Testphase erfolgreich an mehreren Standorten angelaufen

In der Innenstadt könnte das Bezahlen von Parkgebühren schon bald deutlich ungewohnter ablaufen als bisher. Wie aus dem Rathaus verlautet, soll in einem zunächst befristeten Modellversuch ein neues Parksystem getestet werden, bei dem die Parkzeit nicht mehr nur mit Münzen, Karte oder Smartphone-App aktiviert wird, sondern zusätzlich auch durch akustische Signale.

Konkret geht es um Parkautomaten mit integrierter Geräuscherkennung. Nach Angaben aus Verwaltungskreisen sollen die Geräte in der Lage sein, Applaus zu registrieren und daraus eine bestimmte Parkdauer abzuleiten. Je kräftiger und länger geklatscht werde, desto mehr Minuten würden gutgeschrieben. Die Technik stamme aus einem europäischen Forschungsprojekt, das ursprünglich für interaktive Veranstaltungen und publikumsabhängige Steuerungssysteme entwickelt worden sei.

Die Stadt verspricht sich von dem Versuch nicht nur einen höheren Unterhaltungswert, sondern auch praktische Vorteile. Gerade für Bürger, die kein Kleingeld dabeihaben oder keine Park-App nutzen möchten, könne das System eine unkomplizierte Ergänzung sein. Zudem hoffe man, dass sich durch die ungewöhnliche Bedienung die Akzeptanz der Parkregelungen verbessere. Ein Sprecher erklärte, öffentliche Ordnung müsse nicht immer streng und unnahbar wirken, sondern dürfe auch „bürgerfreundlich und modern gedacht“ werden.

Geplant sei, die ersten Automaten in besonders stark frequentierten Bereichen der Innenstadt aufzustellen. Dort solle zunächst geprüft werden, wie zuverlässig die Geräte zwischen echtem Applaus, vorbeifahrenden Fahrzeugen und anderen Alltagsgeräuschen unterscheiden können. Für Missverständnisse im Straßenraum wolle die Stadt mit Hinweisschildern sorgen, auf denen die nötige Klatschdauer für 15, 30 oder 60 Minuten Parkzeit erläutert werde.

Auch an Barrierefreiheit sei gedacht worden. Wer nicht klatschen könne oder wolle, solle die gewohnte Bezahlmethode weiterhin nutzen können. Das neue System sei ausdrücklich als zusätzliche Möglichkeit gedacht. Sollte der Versuch erfolgreich verlaufen, könnten in einem zweiten Schritt weitere akustische Bezahlformen geprüft werden. In internen Papieren ist dem Vernehmen nach sogar von einem „freundlichen Pfeifmodus“ für Kurzparker die Rede.

Die Testphase soll nach Angaben der Verwaltung in den kommenden Wochen beginnen. Ob sich das Modell langfristig durchsetzen kann, dürfte allerdings nicht zuletzt davon abhängen, wie viel Begeisterung die Autofahrer vor dem Parkautomaten tatsächlich aufbringen.

Aus Zwillingen werden Drillinge

Übergabe der Drillingsosterkerzen in der Basilika St. Clemens – (v.l.) Marktkirchenpastor Marc Blessing, Propst Wolfgang Semmet und Pastorin der Neustädter Hof- und Stadtkirche, Dr. Ina Schaede
Übergabe der Drillingsosterkerzen in der Basilika St. Clemens – (v.l.) Marktkirchenpastor Marc Blessing, Propst Wolfgang Semmet und Pastorin der Neustädter Hof- und Stadtkirche, Dr. Ina Schaede - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Übergabe von Osterkerzen in der Basilika St. Clemens

HANNOVER. Seit 2009 überreicht der jeweils amtierende Propst der katholischen Basilika St. Clemens eine „Zwillingsosterkerze“ an den/die evangelische/n MarktkirchenpastorIn – als Zeichen für die besondere Verbundenheit der beiden „Hauptkirchen“ Hannovers. Aus diesen Zwillingen sind nun in diesem Jahr Drillinge geworden. Eine dritte gleich gestaltete Kerze wird nun auch an die Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis geschenkt – als Ausdruck der besonderen ökumenischen wie sozialen Zusammenarbeit, beispielsweise bei der ökumenischen Essenausgabe in den Wintermonaten. Die Übergabe der Kerzen erfolgte am heutigen Dienstag (31. März) in der Basilika St. Clemens. Der katholische Propst Wolfgang Semmet überreichte die Kerzen an die Pastorin der Neustädter Hof- und Stadtkirche, Dr. Ina Schaede und an Marktkirchenpastor Marc Blessing. Entworfen und gefertigt wurden die Kerzen in diesem Jahr wieder von der Karmeliterin Schwester Marija Marta, die im Karmel St. Josef in Hannover lebt und arbeitet. (Der Karmel St. Josef in Hannover ist eine kleine Gemeinschaft von Schwestern des Ordens der Allerseligsten Jungfrau Maria vom Berge Karmel. Das Gebet ist Mitte die ihres Lebens. Der Orden wurde von Einsiedlern Ende des 12. Jahrhunderts auf dem Berg Karmel in Israel gegründet.)