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Freitag, Oktober 23, 2026

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OB-Wahl in Hannover: Onay (Grüne) und von der Ohe (SPD) kommen in die Stichwahl

Treten bei der Stichwahl gegeneinander an: Belit Onay (Bündnis 90/Grüne) und Dr. Axel von der Ohe (SPD)
Treten bei der Stichwahl gegeneinander an: Belit Onay (Bündnis 90/Grüne) und Dr. Axel von der Ohe (SPD) - © Foto: Lothar Schulz 2026

Die Wahlbeteiligung lag bei 63,3 Prozent


HANNOVER. Die Kommunalwahlen am gestrigen Sonntag (13.09.) brachten in der Landeshauptstadt Hannover noch keine Entscheidung über die Besetzung des Oberbürgermeisteramtes. Nach dem vorläufigen Ergebnis erhielten Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) 45,6 Prozent und sein Herausforderer von der SPD, Dr. Axel von der Ohe, 21,5 Prozent der abgegebenen Stimmen. Der Kandidat der CDU, Peter Karst, erhielt 14 Prozent der abgegebenen Stimmen und spielt somit bei der Stichwahl keine Rolle und zeigte sich dem enstsprechend enttäuscht.

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Peter Karst (CDU) erhielt 14 Prozent der abgegebenen Stimmen – © Foto: Lothar Schulz 2026


An diesem Montag (14. 09.) hat der Wahlausschuss bechlossen, dass Belit Onay (Bündnis 90/Grüne) und Dr. Axel von der Ohe (SPD) in die Stichwahl am 27. September gehen.

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Dr. Axel von der Ohe (SPD) erhielt 21,5 Prozent der abgegebenen Stimmen – © Foto: Lothar Schulz 2026


Die Wahllokale sind am 27. September von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Zeitgleich mit der Oberbürgermeisterwahl findet in den hannoverschen Wahllokalen auch die Stichwahl um die Regionspräsidentschaft statt. Hier treten Eva Bender (SPD) und Oliver Junk (CDU) gegeneinander an. Für die neue Ratsversammlung in Hannover ergibt sich nach der Wahl vorläufig folgende Manddatsverteilung: Grüne 18, SPD 15, CDU 10, Die Linke 8, AfD 7 und FDP 2 Sitze. Je ein Mandat erhielten demnach BSW Niedersachsen, DIE HANNOVERANER, Die PARTEI und Volt. Die Wahlbeteiligung lag bei 63,3 Prozent (Kommunalwahl 2021: 51,3 Prozent). Die endgültigen Ergebnisse stehen nach dem Wahlausschuss am 1. Oktober fest.

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Oberbürgermeister Belit Onay (Bündnis 90/Grüne) erhielt 45,6 Prozent der abgegebenen Stimmen – © Fotos: Lothar Schulz 2026



In eigener Sache: Ein ganz großes „Danke“ an meine Wähler

Im Oktober heißt es Abschied nehmen aus dem Bezirksrat. Foto: privat
Im Oktober heißt es Abschied nehmen aus dem Bezirksrat. Foto: privat

HANNOVER. Ein ganz dickes Dankeschön an dieser Stelle geht an alle Wähler, die bei der gestrigen Kommunalwahl hinter meinem Namen ein (oder mehrere) Kreuze gemacht haben. Es ist eine beeindruckenden Zahl an persönlichen Stimmen zusammengekommen. Dennoch hat es letzten Endes nicht für den Einzug in den neuen Bezirksrat gereicht. Knapp daneben ist eben auch vorbei. Es freut mich jedoch sehr, dass doch so viele Menschen mir weiterhin Vertrauen geschenkt haben. Und wer weiß, vielleicht eröffnet sich ja noch eine Chance als Nachrücker.

Nachdem ich vom Amt des SPD-Fraktionsvorsitzenden zurückgetreten und aus der SPD ausgeschieden bin, gehöre ich damit vorerst nur noch bis zum Ende der Wahlperiode dem Bezirksrat Döhren-Wülfel als Einzelvertreter an. An dieser Stelle möchte ich mich weiterhin

bei einer Reihe von SPD-Mitgliedern bedanken, die zwar ihr Bedauern über meinen Schritt ausgesprochen, jedoch auch viel Verständnis gezeigt haben. Ein ganz besonderes Dankeschön geht an die derzeit noch amtierende CDU-Fraktion im Bezirksrat und insbesondere an unsere Vize-Bezirksbürgermeisterin Gabriele Jakob. Fast fünf Jahre haben wir im Rahmen des zwischen SPD und CDU geschlossenen Kooperationsabkommens zusammengearbeitet und uns gemeinsam für das Wohl der Einwohner im Stadtbezirk erfolgreich eingesetzt. Gabriele Jakobs Kommentar unter der HAZ-Berichterstattung über meinen Rücktritt auf Facebook war Labsal für die Seele und im politischen Alltag ganz und gar nicht selbstverständlich.

Jakuby-Fest in Zgorzelec

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Das Jakuby-Fest in Zgorzelec (Polen) ist benannt nach dem Mystiker Jakob Böhme und lockt alljährlich tausende BesucherInnen an - © Fotos: Lothar Schulz 2026


Tausende BesucherInnen beim Fest am Ufer der Neiße

ZGORZELEC. Die Europastadt Görlitz-Zgorzelec feierte am letzten Augustwochenende, an beiden Ufern der Neiße, eines der schönsten und größten Volksfeste der Region. In Görlitz feierte man das Altstadtfest und seit mehreren Jahren wird auf der anderen Seite der Altstadtbrücke in Zgorzelec (Polen) zeitgleich (immer am letzten vollen Wochenende im August) das Jakuby-Fest gefeiert (über das Altstadtfest in Görlitz hatte Stadtbilder bereits berichtet – hier nun der Bericht über das Jakuby-Fest:). Beim Jakuby-Fest verwandeln sich die Straßen des Neiße-Vorstadtviertels in einen farbenfrohen Markt, der an die alten Handelsplätze vergangener Zeiten erinnert. Mit einem reichhaltigen Programm lädt das Fest zum Spazieren oder Verweilen ein – je nachdem -: Musik erklingt von Bühnen und Gassen, Theatergruppen und Straßenkünstler entführen das Publikum in andere Welten, während Clowns, Stelzenläufer, Gaukler und Illusionisten ihre Kunst darbieten. Im einzigartigen Ambiente der historischen Altstadt und am wunderschönen Bulwar Grecki am Neißeufer wurden unterschiedlich gestaltete Programmbereiche mit mehreren Bühnen geschaffen. Es wurde ein buntes Programm geboten – diverse Bands und Theatergruppen lockten tausende BesucherInnen an. Das polnische Festgelände verläuft entlang des Neißeufers an der Ulica Wrocławska sowie der Ulica Daszyńskiego und verschmilzt auf der Altstadtbrücke mit dem Altstadtfest in der deutschen Schwesterstadt Görlitz. Das Jakuby-Fest ist benannt nach dem Mystiker, Philosophen und christlichen Theosophen Jakob Böhme (* 1575 – † 17. November 1624). Der Philosoph Hegel nannte Böhme den „ersten deutschen Philosophen“, weil er als erster philosophische Werke in deutscher Sprache verfasste.


Ein „Lost Place“ mitten in Hannover – Zum Tag des offenen Denkmals öffnete der historische Lokschuppen seine Türen

Der historische Lokschuppen an der Bultstraße war beim Tag des offenen Denkmals mit dabei.
Der historische Lokschuppen an der Bultstraße war beim Tag des offenen Denkmals mit dabei.

HANNOVER. Alte Eisenbahntechnik ist faszinierend. Das zeigte sich heute wieder beim Tag des offenen Denkmals am historischen Lokschuppen in Hannover an der Bultstraße. Obwohl schon lange keine Dampfrösser mehr über eine Drehscheibe in ihre Abstellgleise fahren, strömten die Menschenmassen trotz Nieselregens (und Kommunalwahltag) in großen Mengen zu der geschichsträchtigen Anlage. Alle wollten über 135 Jahre hannoversche Eisenbahn- und Industriegeschichte hautnah erleben.

Die angebotenen Führungen waren überlaufen. Aber man konnte in den gesicherten Bereichen auch alleine auf Erkundungstour gehen. Eine Fotoausstellung zeigte zudem, wie es einst hier zu ging, als die Deutsche Bundesbahn noch ihre Lokomotiven wartete.

Das Bahnbetriebswerk Hannover entstand ab 1876 zur Versorgung und Unterhaltung von Dampflokomotiven. Im Laufe der Zeit wurden die Anlagen mehrfach erweitert; im Zweiten Weltkrieg leider aber auch zum Teil zerstört. Der östliche Teil blieb erhalten und als bedeutendes Zeugnis der hannoverschen Eisenbahn- und Industriegeschichte unter Denkmalschutz. Die Lokschuppen mit Drehscheiben, Werkstätten geben anschauliche Auskunft über die Entwicklung des Eisenbahnwesens vom späten 19. bis in das 20. Jahrhundert. Seit 2004 jedoch herrscht Stille in dem mächtigen Bauwerk. Ungenutzt steht es nun leer.

Laut Wikipedia erwarb 2026 ein Geschäftsmann aus Laatzen die beiden Ringlokschuppen und plant, so das Weblexikon, „einen Umbau, um sie nachzunutzen. Im jüngeren Lokschuppen soll eine Oldtimerhalle zum Abstellen von Fahrzeugen eingerichtet werden. Die ältere Halle mit ihrer Backsteinfassade zur Stadtstraße könnte Gastronomie und ein Fitnessstudio beherbergen.“

Graffiti-Jam auf ehemaligem Bahnhofsgelände in Cottbus

Rund 50 SprayerInnen aus dem gesamten Bundesgebiet gestalteten bunte Bilder auf einem ehemaligem Bahnhofsgelände in Cottbus
Rund 50 SprayerInnen aus dem gesamten Bundesgebiet gestalteten bunte Bilder auf einem ehemaligem Bahnhofsgelände in Cottbus - © Fotos: Lothar Schulz 2026

SprayerInnen aus dem gesamten Bundesgebiet waren angereist


COTTBUS. Für den 4. bis 6. September 2026 hatten die openart Lausitz Biennale für zeitgenössische Kunst und die Kunsthalle Lausitz zur „Endstation Jam“ auf ein ehemaliges Bahngelände, gleich hinter dem Cottbuser Hauptbahnhof, eingeladen. Das weitläufige Gelände mit diversen Bauten bot der zur Graffiti-Jam angereisten Sprayer-Szene reichlich Platz ihre bunten Bilder zu gestalten. Rund 50 SprayerInnen aus dem gesamten Bundesgebiet (von Lörrach bis Rostock) und der Region gestalteten hier neue Kunstwerke.

50 Jahre Freizeitheim Döhren – Mit einem Konzertabend und einer Disko-Nacht klang die Jubiläumsfeier aus

Der Seemannschor Hannover
Der Seemannschor Hannover

HANNOVER. Erst fehlte die Musik, dann ein ganzer Chor. Aber so etwas passiert schon einmal, wenn ein Programm live über die Bühne geht. Und letztendlich hat dann ja auch alles noch so funktioniert wie vorgesehen. Harry Lion vom Südstädter Komöd’chen konnte die Zuschauer davon überzeugen, dass „Papageien keine harten Eier fressen“ und die Sänger und Sängerinnen des Gemischten Chores wurden, nachdem sie endlich auf der Bühne standen, ebenfalls mit viel Beifall bedacht.

„50 Jahre sind ein Grund zum Feiern“, meinte Jörg Kölling, Leiter des Freizeitheims Döhren und lud die Döhrener ein, heute Abend (12. September) musikalisch den Jubilar hochleben zu lassen. Denn im September 1976 wurde das Freizeitheim feierlich mit viel Pomp eingeweiht. Aus Anlass dieses Jahrestages gratulierten im Freizeitheim Döhren auftretende Musiker und Sängern mit ihren Melodien. Selbst die Amateurmimen des Südstädter Komöd’chens, eigentlich eine Theatertruppe, bewiesen mit dem Auftritt von Harry Lion, dass sie sich ebenfalls auf Noten verstehen. Die Jugend-Bigband „Panorama, der professionelle Gitarrist Missuel Fragaso, der Seemannschor Hannover und der Gemischte Chor Döhren zeigten daneben, wie vielfältig die Kulturarbeit im Freizeitheim auf musikalischem Gebiet ist.

Nach dem Konzert leitete Jörg Kölling dann in die Döhrener Diskonacht über. Hier konnten die Gäste – wegen des Jubiläums sogar bei freiem Eintritt – jetzt auch sich selbst zu den Klängen vom Plattenteller über die Tanzfläche bewegen.

Das Freizeitheim Döhren feierte mit einem Empfang sein 50. Jubiläum.

Feierten das 50. Jubiläum des Freizeitheims Döhren: v.l.: Heimleiter Jörg Kölling, Oberbürgermeister Belit Onay und Bezirksbürgermeister Wilhelm Lindenberg
Feierten das 50. Jubiläum des Freizeitheims Döhren: v.l.: Heimleiter Jörg Kölling, Oberbürgermeister Belit Onay und Bezirksbürgermeister Wilhelm Lindenberg

HANNOVER. Da hatte er die Lacher auf seiner Seite. Heimleiter Jörg Kölling begrüßte heute Vormittag (12. September) beim Empfang zum 50. Jubiläum des Freizeitheims Döhren die Prominenz aus der Politik und fügte hinzu: „Ich hoffe, ich habe alle in der richtigen Reihenfolge genannt. Es ist mein erstes 50-jähriges Jubiläum im Freizeitheim.“

Bei einem kleinen Empfang im großen Saal blickten die Gäste zurück auf das vergangene halbe Jahrhundert. Eine kleine projizierte Bilderschau führte sie dabei in die Anfänge, als der „Saalbau“ als Ersatz des abgerissenen Döhrener Maschparks eröffnet wurde.

Oberbürgermeister Belit Onay ließ es sich nicht nehmen, persönlich in den Stadtteil zu kommen und den Döhrenern zum Jubiläum zu gratulieren. Bezirksbürgermeister Wilhelm Lindenberg schloss sich den Grußworten an und betonte, er und der Bezirksrat würden sich weiterhin für den geplanten Neubau eines Stadtteilzentrums (nun an der Peinerstraße) einsetzen.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Jugendband des Vereins Musik und Kunst e.V. „Panorama“.

Heute Abend um 18 Uhr geht die Feier weiter. Dann können alle Freunde des Freizeitheims mit musikalischen Beiträgen von im Freizeitheim Döhren beheimateten Gruppen auf den runden Geburtstag der Einrichtung anstoßen. Etwa ab 21 Uhr geht die Feier dann in die Döhrener Diskonacht über. Dank des Jubiläums ist der Eintritt an diesen Abend frei.

Eine „Rote Bank“ für Hainholz

Eine „Rote Bank“ neben der „Hainholz-Stele“ in der Fenskestraße in Hainholz als ein Zeichen und Hilfe gegen häusliche Gewalt
Eine „Rote Bank“ neben der „Hainholz-Stele“ in der Fenskestraße in Hainholz als ein Zeichen und Hilfe gegen häusliche Gewalt - © Foto: Lothar Schulz 2026

Ein Zeichen und Hilfe gegen häusliche Gewalt

HANNOVER. Neben der Stele in der Fenskestraße, die von dem Künstler Siegfried Neuenhausen zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern aus dem Stadtteil Hainholz gestaltet wurde, steht jetzt eine „Rote Bank“. Diese wurde auf Initiative des Stadtbezirksrates Nord als Zeichen und Hilfe gegen häusliche Gewalt aufgestellt. Auf ihr angebrachte Plaketten – darunter eine mit Brailleschrift – vermitteln Informationen, wo Betroffene Unterstützung erhalten können. Zu einem Pressetermin am gestrigen Mittwoch (09.09.) waren u.a. Bürgermeister Thomas Hermann (SPD) zugleich auch Vorsitzender des Kommunalen Präventionsrates (KPR) der Landeshauptstadt Hannover und Bezirksbürgermeister Florian Beyer (Grüne) vor Ort. „Ich freue mich, dass sich der Stadtbezirksrat Nord intensiv mit dem sehr wichtigen Thema auseinandergesetzt und entschieden hat, diese Aktion des KPR zu unterstützen. Dies ist ein nachhaltiges und starkes Zeichen für Zivilcourage. Und die Informationen auf den Bänken können in Not Hilfe leisten.“ erklärte Thomas Hermann. Eine weitere „Rote Bank“ im Stadtbezirk Nord wurde am Vinnhorster Rathausplatz aufgestellt und eine dritte Bank für den Stadtbezirk soll in Kürze in der Nähe der Christuskirche (Nordstadt) installiert werden.„La Panchina Rossa”, übersetzt „Die Rote Bank“, ist ein Projekt aus Italien und startete im Jahr 2016. Die Bank soll für das Thema geschlechtsspezifische Gewalt sensibilisieren und die Plätze symbolisieren, die frei bleiben, wenn Frauen häuslicher und sexualisierter Gewalt zum Opfer fallen. „Rote Bänke für Hannover“ ist ein Projekt des Kommunalen Präventionsrates. Neben den drei neuen „Roten Bänken“ im Stadtbezirk Nord und den vier Exemplaren in der Innenstadt stehen jeweils drei in Buchholz-Kleefeld und im Stadtbezirk Ricklingen, jeweils zwei in Döhren-Wülfel und in Südstadt-Bult sowie eine in Vahrenwald-List.

Bürger-Dankeschön mit Blumen und Naschereien – Bezirksrat vertagt Beschluss zur Radrennbahn Wülfel

Ulli Bloch (l.) und Nadine Herrendörfer-Kohl (r.) bedankten sich bei Vize-Bezirksbürgermeisterin Gabriele Jakob (Mitte).
Ulli Bloch (l.) und Nadine Herrendörfer-Kohl (r.) bedankten sich bei Vize-Bezirksbürgermeisterin Gabriele Jakob (Mitte).

HANNOVER. Das war mal eine besondere Aktion in der Bürgerfragestunde des Bezirksrates Döhren-Wüfel. In der Septembersitzung des Gremiums gestern Abend im Freizeitheim Döhren bedankten sich Ulli Bloch und Nadine Herrendörfer-Kohl bei den Bezirksratsmitgliedern aus Mittelfeld für ihren Einsatz für den Stadtteil Mittelfeld. Jedes Bezirksratsmitglied bekam eine kleine Süßigkeit auf den Platz. Einen Extra-Dank in Form eine Blume gab es für Vize-Bezirksbürgermeisterin Gabi Jakob, weil sie in Vertretung der erkrankten früheren Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner „lange Zeit die Bezirksratssitzungen geleitet und sich für die Einwohner eingesetzt“ hat.

Das – vorletzte – Treffen in der nun zu Ende gehenden Wahlperiode der Bürgervertreter verlief harmonisch. Es gab keine Kampfabstimmungen. Bei allen beschossenen Anträgen konnte die Protokollführerin ein „einstimmig“ vermerken.

Bevor es jedoch um die von den Fraktionen eingebrachten Themen ging, berichteten Vertreter der Stadtverwaltung. Bei den Planungen für das Ausweichquartier der Grundschule Beuthener Straße an der Erytropelstraße liegt alles im zeitlich angepeilten Rahmen, so die städtische Mitarbeiterin Bode. Die Schulverwaltung hofft,dass zum Start des Schuljahres 2027/28 die Mittelfelder Grundschüler die neuerbaute Schule in Wülfel beziehen können. Sabine Kniep und Daniel Martin berichteten zur Veloroute 8 in der Wiehbergstraße, Sie räumten ein, dass durch die dort eingeführten Einbahnregelungen der Autoverkehr in der Bothmerstraße zugenommen habe. Als Lösung schlugen sie eine weitere Einbahnregelung in dieser Straße vor, räumten aber ein, dass als Konsequenz daraus dann die Neckarstraße noch stärker belastet würde. Der Bezirksrat war alles andere als begeistert, Vertreter der verschiedensten Parteien forderten Lösungen, die nicht zu Lasten der Anwohner von Neckar- und Abelmannstraße gehen.

Die Stadt bestätigte auf eine Anfrage des Einzelvertreters Jens Schade, dass tatsächlich das Fanprojekt Hannover „nach derzeitigem Planungsstand zusammen mit dem Jugendzentrum Döhren im neuen Stadtteilzentrum Döhren verortet werden“ soll. Stadtbezirksmanager Sven Berger versprach allerdings: „Die Unterbringung des Fanprojekts wird weder zulasten der Flächen für die Stadtteilkultur noch zulasten anderer Nutzergruppen gehen.“

„Seit 2023 liegt eine Fläche nahe der Weidenkirche brach, auf der eigentlich ein Spielplatz geplant war. Bis jetzt wurde das Bauvorhaben eines Spielplatzes incl. entsprechenden Verbindungswegen nicht umgesetzt“, bemängelten die Grünen in einer anderen Anfrage. „Die ursprünglich vorgesehene Herstellung des Spielplatzes sollte im Rahmen eines Erschließungsvertrages durch den Investor des Vitalquartiers erfolgen. Aufgrund der Insolvenz der hierfür zuständigen Projektgesellschaft mussten die dahin vereinbarte Planung für den Spielplatz gestoppt werden. Inzwischen sind die vermögensrechtlichen Fragen geklärt und die Grundstücksfläche wurde an die Landeshauptstadt übertragen“, heißt es nun aus dem Rathaus und weiter: „Eine Realisierung des Spielplatzes ist in 2027 vorgesehen, kann aber aktuell noch nicht konkreter zugesagt werden, da hierfür noch ein Zustimmungsbeschluss der Ratsgremien zu der konkreten Planung erforderlich ist. Die Entwurfsplanung wird vorsaussichtlich nach der Kommunalwahl zu Jahresbeginn 2027 eingereicht.“

Weil immer noch die Turmstube des Döhrener Turm von einer grünen Plane verdeckt wird, hakte die SPD-Fraktion nach. „Die wesentlichen Schäden betreffen die Fachwerkkonstruktion (geschädigte Hölzer,offene Verbindungen, teilweise statische Probleme), die Gefache und Fugen (Risse, Auswitterungen), das Mauerwerk (Vertikalrisse) sowie die Dacheindeckung (lose Ziegel und dadurch Absturzgefahr). Zwischenzeitlich wurde ein Sanierungsplan aufgestellt und mit dem Denkmalschutz abgestimmt. Die Ausschreibungen sollen noch in diesem Jahr erfolgen und die bauliche Umsetzung voraussichtlich vom 03/2027 (Stellung Gerüst) bis 10/2027 (Übergabe an den Nutzer) erfolgen“, so die Antwort.

Die Christdemokraten fragten nach einem 2022 begonnenen Projekt. „In der Sitzung des Stadtbezirksrates Döhren-Wülfel am 9. Juni 2022 teilte die Verwaltung mit, dass ein dreijähriges Pilotprojekt zur Dachbegrünung von fünf Fahrgastunterständen durchgeführt werde. Nach Abschluss und Auswertung des Projektes sollte entschieden werden, ob die Dachbegrünung künftig als Standardbauform umgesetzt wird, erinnerten sie und fragten nach dem Ergebnis der Versuches. Aber noch kann die Stadt nichts Konkretes sagen. Die Stellungnahme: „Zurzeit läuft noch das Monitoring für die 5 Pilotfahrgastunterstände. Dazu werden, beginnend im Frühjahr 2025, jeweils im Frühjahr und im Herbst von einer Fachfirma Begehungen durchgeführt. Die letzte Begehung fand im März 2026 statt. Dabei zeigen alle Dächer einen Vegetationsdeckungsgrad von 100%, geringen bis mittleren Zuwachs (nur die Haltestelle Tegtmeyerstraße zeigte einen hohen Zuwachs), geringen Fremdbewuchsanteil und geringen Pflegeaufwand. Das Ergebnis wird daher bisher als gut bewertet. Interessant wird die Begehung im Herbst, weil dann die Auswirkungen des sehr trockenen und heißen Sommers 2026 sichtbar sein werden. Im Frühjahr 2027 wird das Monitoring mit der 5. Begehung abgeschlossen.“

Es gibt bislang keine Fortschritte bei der Nachnutzung des ehemaligen Tankstellengeländes gegenüber dem Freizeitheim Döhren an der Wollebahn. Einzelvertreter Jens Schade erkundigte sich nach dem Stand eines Neubaues an dieser Stelle. Wegen der „zurzeit laufende Konkretisierung des Einzel- und Zentrenkonzepts (EZK) der Landeshauptstadt Hannover“ gibt es noch keine aktuellen Baupläne. Die Stadt Hannover will erst abwarten, ob das neu EZK von der Politik so beschlossen wird. „Die Drucksache hierzu soll in der nächsten regulären Bezirksratssitzung eingebracht werden“, heißt es aus dem Rathaus.

Noch kein Beschluss zur ehemaligen Radrennbahn in Wülfel. Die CDU-Fraktion und Einzelvertreter Jens Schade setzen sich für eine zügige Neugestaltung der ehemaligen Radrennbahn in Wülfel ein. In einem gemeinsamen Antrag forderten sie, dass der Bezirksrat die Landeshauptstadt Hannover bittet, „die laufenden Gespräche mit dem Verein Radrennbahn konsequent und ergebnisorientiert zu führen und zeitnah zu einem Abschluss zu kommen.“ Doch die Grünen mochten dem jedenfalls jetzt noch nicht zustimmen. Sie meldeten weiteren Beratungsbedarf an und zogen den Antrag in ihre Fraktion. Nun wird er im Oktober erneut auf der Tagesordnung stehen. Bezirksratsherr Jens Schade (parteilos): „Bereits 2021 stand eine Vereinbarung kurz vor dem Abschluss. Es darf nicht wieder zu Verzögerungen durch politische Kurswechsel oder neue Nutzungsideen kommen. Wir brauchen jetzt eine verlässliche Lösung.“ CDU und Einzelvertreter Schade sehen in der weiteren Nutzung der Fläche jedenfalls „eine große Chance für Wülfel, Döhren-Wülfel und Hannover als Sportstadt“.

Interfraktionell: Alle Parteien und Einzelvertreter beauftragten gemeinsam zum 75-jährigen Jubiläum der ECA-Siedlung in Mittelfeld (Amerikaviertel) die Verwaltung, eine Infotafel zur Historie der Siedlung erstellen. Hintergrund: Ab dem Sommer des Jahres 1951 wurden mit Hilfe des Marshallplans insgesamt 15 ECA-Entwicklungsbauten in der damaligen BRD geplant und gebaut. Ziel war es, seinerzeit neue Wege des Wohnungsbaues, insbesondere im sozialen Wohnungsbau, mit all seinen Vor- und Nachteilen aufzuzeigen. Ein Projekt wurde an die Landeshauptstadt Hannover vergeben. Der Spatenstich und Baubeginn zu der Siedlung im Amerikaviertel erfolgte im Frühjahr 1952. Die Bauzeit insgesamt dauerte von 1952-1954. Daher plant eine Interessengruppe von Bewohnern des Amerika Viertels im nächsten Jahr im Sommer ein großes Jubiläumsfest um daran zu erinnern, was so etwas einmalig in der Geschichte der Bundesrepublik war.

Auf Antrag der Grünen forderte der Bezirksrat die Verwaltung auf, eine Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung der Ampelschaltung zugunsten einer schnelleren Reaktion auf die Anforderung von Grün durch Fußgänger an der Haltestelle Wiehbergstraße zu veranlassen. Die SPD bat in einem ihrer Anträge darum, „die Beschilderung der beiden Märkte am Fiedeler-Platz zu verbessern, damit diese besser erkennbar sind.“ Bezirksratsfrau Dr. Gudrun Koch: „Aktuell findet sich kein Hinweisschild für den Bauernmarkt am Dienstag. Das Schild an der Ecke Bernwardstrasse /Fiedelerplatz ist älter und erwähnt nur den Wochenmarkt am Freitag. Es könnte ansprechender gestaltet werden. Auch am anderen Ende des Platzes Richtung Ziegelstrasse könnte ein größeres Schild sinnvoll sein. Ziel sollte es sein, beide Märkte verstärkt zu bewerben.“

Bei der Verteilung eigener Gelder des Bezirksrates wurde unter anderem die Hannoversche Funken-Garde e.V. bedacht. Sie bekommt für ein Technik- und Veranstaltungspaket insgesamt 2.250,00 Euro. 500 Euro spendierte der Bezirksrat zudem der Stadtbibliothek Döhren für ihre „Bibliothek der Dinge“. Damit soll eine Wärmebildkamera zum Ausleihen angeschafft werden.

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Noch keine konkreten Aussagen gab es zur Zukunft des ehemaligen Tankstellengeländes gegenüber dem Freizeitheims
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Verschoben: der Bezirksrat begrüßte bislang die Pläne zur Revitalisierung der Radrennbahn Wülfel nicht: Die Grünen haben weiteren Beratungsbedarf

Am Tag des offenen Denkmals: Döhrener Turm öffnet erneut seine Pforte

Am Sonntag, den 13. September kann der Döhrener Turm noch einmal besichtigt werden
Am Sonntag, den 13. September kann der Döhrener Turm noch einmal besichtigt werden

HANNOVER. Wer beim Kulturlustwandeln am vergangenen Wochenende den Döhrener Turm verpasst hat, bekommt nun eine zweite Chance. Wie Doris Brüning, die 2.Vorsitzende der „Freunde des Döhrener Turms“, auf Facebook ankündigt, kann der alte Landwehrturm an der Grenze wischen Hannovers Südstadt und der Döhrener Gemarkung auch am „Tag des offenen Denkmals“ nochmals besichtigt werden.

Am Sonntag, dem 13. September 2026 können in der Zeit von 10:00 Uhr bis 13:30 Uhr Besucher wieder die schmale, enge Wendeltreppe hinaus bis in die Turmstube erklimmen. Weil aus feuerpolizeilichen Gründen immer nur eine begrenzte Anzahl von Personen gleichzeitig im Turm sein dürfen, gibt es wieder ab 9:45 Uhr unten an der Pforte Einlasskarten für die Führungen.