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Donnerstag, April 30, 2026

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„CRASH PIPE (2026)“ vor dem Künstlerhaus

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„CRASH PIPE (2026)“ vor dem Künstlerhaus - eine Kunstinstallation von Florentina Holzinger vor dem Künstlerhaus in der Sophienstraße - © Foto: Lothar Schulz 2026

Kunstinstallation von Florentina Holzinger in der Sophienstraße

HANNOVER. Morgen am Sonnabend den 28. März um 15.00 Uhr wird die „CRASH PIPE (2026)“ eine Kunstinstallation von Florentina Holzinger vor dem Künstlerhaus in der Sophienstraße offiziell eröffnet. Florentina Holzinger selbst wird die CRASH PIPE (2026) einweihen. Hannovers Skaterszene ist am Start und wer mag, kann selbst die Miniramp ausprobieren. Equipment ist vor Ort. Außerdem gibt es Drinks, Musik, Kaffee und Eis. Neben der Künstlerin werden auch Oberbürgermeister Belit Onay, Bildungs- und Kulturdezernentin Eva Bender, Kerstin Berghoff-Ising, Vorständin der Sparkasse Hannover und Christoph Platz-Gallus, Direktor des Kunstvereins Hannover anwesend sein. Das Projekt CRASH PIPE (2026) ist ein Projekt von Florentina Holzinger in Zusammenarbeit mit raumlaborberlin. Es wurde initiiert vom Kunstverein Hannover und möglich gemacht durch die Landeshauptstadt Hannover und die Sparkasse Hannover. Die CRASH PIPE (2026) ist eigentlich eine Halfpipe (englisch für „Halbröhre“) und wurde in einer früheren Version für Radical Playgrounds am Gropius Bau in Berlin realisiert und für Hannover neu entwickelt. Die Kunstinstallation von Choreografin Florentina Holzinger wird zwei Orte aktivieren: für einen Monat soll die Installation auf der Sophienstraße vor dem Künstlerhaus Hannover stehen und danach an den Raschplatz umziehen. Dort soll die Miniramp durch ein rund 4.000 Quadratmeter großes Bodenkunstwerk ergänzt werden. Das Kunstwerk soll von einem internationalen Team von Künstlerinnen und Künstlern unter der Federführung des hannoverschen Künstlers Jascha Müller entstehen und Beteiligungsformate einbinden. Während Kunst im öffentlichen Raum oft als statisch wahrgenommen wird, sorgt diese Projekt für Bewegung. Die Halfpipe kann von in der SkaterInnen genutzt werden. Das Skaten ist auch in Holzingers Theaterstücken immer wieder ein zentrales Element. Die neu konzipierte Miniramp aus acht Tonnen Metall wird scheinbar von ausgemusterten Crash-Autos gestützt und wird somit zu einer Art Bühnenbild in Hannovers öffentlichem Raum.

Freizeitheim Döhren: Jetzt soll es eine Machbarkeitsstudie für den Neubau geben

Das Freizeitheim Döhren ist in die Jahre gekommen. Schon seit vielen Jahren wird von einem Neubau oder einer grundlegenden Sanierung und Erweiterung gesprochen.
Das Freizeitheim Döhren ist in die Jahre gekommen. Schon seit vielen Jahren wird von einem Neubau oder einer grundlegenden Sanierung und Erweiterung gesprochen.

HANNOVER. Kommt jetzt Bewegung in das Projekt „Neubau des Freizeitheims Döhren“? Stadtbezirksmanager Sven Berger informierte den Bezirksrat Döhren-Wülfel, dass die Stadtverwaltung nun ein externes Planungsbüro mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt hat. Die in der Bürgerbeteiligung aus den Jahren 2020 – 2022 erarbeiteten Ergebnisse sollen dabei auf Aktualität, Synergieeffekte und Flächenoptimierungen hin überprüft werden.

Sven Berger: in seinem Rundschreiben „Ab Ende Mai sind Auftaktgespräche mit den verschiedenen Akteursgruppen geplant. Die Überprüfung der Umsetzbarkeit dieser Bedarfe auf dem Grundstück Peiner Straße 5/7/9 in Form eines Neubaus ist ein Teil der Machbarkeitsstudie und soll erste architektonische, kostentechnische und termintechnische Aussagen ermöglichen. Eine weitere Aufgabe ist die Entwicklung eines geeigneten Vergabekonzeptes für das Projekt.“

Es wird versprochen, dass der Bezirksrat Döhren-Wülfel informiert wird, sobald erste Ergebnisse vorliegen. „Das wird nach jetzigem Stand etwa Ende 2026 / Anfang 2027 der Fall sein“, heißt es.

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Bereits bei der Einwohnerversammlung informierte eine Schautafel über die Pläne für ein neues Freizeitheim

Wie lang ist das längste Musikstück der Welt? 639 Jahre!

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Das langsamste und längstandauernde Orgelstück der Welt von John Cage wird in der Sankt-Burchardi-Kirche in Halberstadt mit einer beabsichtigten Gesamtdauer von 639 Jahren aufgeführt - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Reihe: Kleine und große Superlative

HALBERSTADT. Seit dem Jahr 2001 wird in der Sankt-Burchardi-Kirche in Halberstadt das langsamste und längstandauernde Orgelstück der Welt mit einer beabsichtigten Gesamtdauer von 639 Jahren aufgeführt. Das Musikstück ORGAN²/ASLSP ist ein Stück für Orgel von John Cage aus dem Jahr 1987. Die Abkürzung ASLSP steht für „as slow as possible“ und ist die Anweisung, die vierseitige Partitur so langsam wie möglich zu spielen. Dieses musikalische Langzeitexperiment ist somit auch ein Versprechen in die Zukunft und somit auch ein Stück Zukunftsmusik. John Cage komponierte das Stück unter dem Titel ASLSP im Jahr 1985 ursprünglich für Klavier mit Hilfe eines Zufallsprogramms mit dem Computer. Das Werk ist in acht gleich lange Teile unterteilt. 1987 schrieb Cage es für den Organisten Gerd Zacher für Orgel um: ORGAN²/ASLSP. Das John-Cage-Orgel-Kunst-Projekt mit seiner 639-jährigen Realisation von John Cages ORGAN²/ASLSP wird von der eigens dafür gegründeten und rein ehrenamtlich arbeitenden John-Cage-Orgel-Stiftung Halberstadt getragen und finanziert. Die nicht renovierte und lediglich gesicherte Kirche ist nach Ansicht der Stiftung ein idealer Ort für das Konzert. Sie soll auch in diesem Zustand bleiben. Das Projekt in der Sankt-Burchardi-Kirche startete am 5. September 2001. Die vierseitige Partitur wurde für die Aufführung auf die angestrebte Spieldauer von 639 Jahren hochgerechnet und die Aufführung somit am 4. September im Jahr 2640 enden. Um eine Unterbrechung des Stücks bei einem Gebläseausfall zu verhindern, gibt es für die Orgel ein zuschaltbares Ersatzgebläse. Da die John-Cage-Orgel-Stiftung keine institutionelle Förderung erhält, ist sie auf Spenden angewiesen. Neben einem klassischen Förderverein wurden zahlreiche andere Möglichkeiten ersonnen die Spendenwilligkeit von Menschen anzuregen. So wurde (bis August 2021) die Möglichkeit geschaffen das Projekt mit einer sogenannten „Stiftertafel“ zu unterstützen. Diese Tafeln, eine für jedes Aufführungsjahr, wurden in der Kirche an einem umlaufenden Stahlband angebracht. Jeder Spender und jede Spendergruppe, die mindestens 1200 EUR investierten, konnten sich eine Tafel zuteilen lassen und für deren Beschriftung einen Text ihrer Wahl vorgeben. Unter den Spendertafeln ist auch eine des im Jahr 2021 verstorbenen Schlagersängers und Schauspielers Bill Ramsey und seiner Frau Petra für das Jahr 2083.

zu John Cage

Geboren wurde Cage am 5. September 1912 in Los Angeles, USA. Er war Komponist, Musiktheoretiker, Schriftsteller, Künstler und einer der Protagonisten der Nachkriegsavantgarde. Am 12. August 1992 starb er in New York.

Frühling im Hannoverland – Ein Kirschbaum am Aegi stand

Kirschblüte am Aegidientor-/Georgsplatz
Kirschblüte am Aegidientor-/Georgsplatz

HANNOVER. Kein „Ribbeck im Havelland“, dafür aber Hannoverland, wo ein Kirschbaum am Aegi stand. Pardon, genaugenommen ist es schon der Georgsplatz, wo diese Kirsche jetzt ihre Blütenpracht entfaltet. Rosarot leuchteten die Blütterblätter in der Sonne. Immer wieder blieben heute Mittag (23. März) Passanten stehen, zückten ihre Smartphones und konservierten die Blüttenpracht auf Fotos. Einige stellten sich sogar zwischen den hängenden Ästen und machten Selfies. Der Frühling ist in der Leinemetropole eben besonders schön.

Quedlinburg: Abteigarten – ältester Zuchtgarten in Deutschland

Blick über den Abteigarten, dem ältesten Zuchtgarten in Deutschland, zum Quedlinburger Schlossberg
Blick über den Abteigarten, dem ältesten Zuchtgarten in Deutschland, zum Quedlinburger Schlossberg - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Reihe: Kleine und große Superlative


QUEDLINBURG. Die Gärten des im Jahr 936 gegründeten ehemaligen Reichstifts Quedlinburg sind eingebettet in eine der ältesten Kulturlandschaften Mitteleuropas. Der Abteigarten liegt zwischen Brühl (das ist ein ca. 15 ha großes altes Waldstück) und dem Schlossberg zu Füßen desselben.

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Der Abteigarten liegt zwischen Brühl und dem Schlossberg – © Foto: Lothar Schulz 2026


Seit dem Mittelalter wird das Areal genutzt. Seine heute quadratische Form mit einem Alleenkreuz ist auf Äbtissin Anna Dorothea im Jahre 1685 zurückzuführen.

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Der Abteigarten liegt zwischen Brühl und dem Schlossberg – © Foto: Lothar Schulz 2026


Laut Beschilderung am Garten handelt es sich bei der Anlage um den ältesten, ohne Unterbrechung genutzten, Zuchtgarten
in Deutschland 1750 – 2018.

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Ältester Zuchtgarten in Deutschland – © Foto: Lothar Schulz 2026


Nach einem Plan des Jahres 1769 war der Garten im Stil des Barock gestaltet. Im Zentrum der Anlage befand sich ein großes Wasserbecken.Es gab acht zentral gelegene Grünflächen, die durch Wege voneinander abgetrennt waren. Vier der Flächen waren mit Rasen, vier mit „Buchsbaumlaubwerk“ versehen. Umrahmt wurden die acht Grünflächen von Bosketten, waldartig bepflanzten Flächen, die wiederum von Hainbuchhecken gefasst waren. Darüber hinaus wurden „goldene Buchskugeln“ und in Kegelform geschnittene „Tannenpyramiden“ beschrieben. In der Umgebung befanden sich Gemüsebeete, Obstbäume sowie Stachel- und Johannisbeersträucher.

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Blick über den Abteigarten zum Schlossberg – © Foto: Lothar Schulz 2026


Im Jahr 2006 wurde der Historische Abteigarten wieder neu gestaltet und mit einem Demeter-Garten versehen.

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Blick über den Abteigarten zum Schlossberg – © Foto: Lothar Schulz 2026

Pixel of Rock: 1.000 unveröffentlichte Scorpions-Fotos werden zu einem monumentalen Kunstwerk

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Vernissage "Pixel of Rock" von Marc Theis - 158000 Fotos der Scorpions auf einer 20 x 5 m großen Collage im Peppermint Park in Hannover am 20.03.2026 © Ulrich Stamm

Vernissage von Pixel of Rock: Marc Theis zeigt Scorpions-Fotokunst im Peppermint Park

Mit der Vernissage von „Pixel of Rock“ ist am Freitagabend, 20. März 2026, im Peppermint Park in Hannover ein außergewöhnliches Kunst- und Fotoprojekt vorgestellt worden, das weit über eine klassische Ausstellung hinausgeht. Gemeinsam mit Rudolf Schenker, Klaus Meine und Matthias Jabs wurde das Werk des Fotografen Marc Theis erstmals in diesem Rahmen präsentiert. Schon der Ort der Vorstellung war dabei bewusst gewählt: Die Peppermint Park Studios gelten seit vielen Jahren als wichtiger musikalischer Bezugspunkt für die Scorpions und sind zugleich ein Ort, an dem Musikgeschichte, Studioarbeit und kreative Produktion auf besondere Weise zusammenfinden. Die öffentliche Ausstellung wurde offiziell für den 21. März 2026 angekündigt und ist bis zum 31. Mai 2026 in Hannover zu sehen. 

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Vernissage „Pixel of Rock“ von Marc Theis – 158000 Fotos der Scorpions auf einer 20 x 5 m großen Collage im Peppermint Park in Hannover am 20.03.2026 © Ulrich Stamm

Im Mittelpunkt des Abends stand ein Werk, das in seiner Dimension ebenso beeindruckt wie in seiner inhaltlichen Dichte: „Pixel of Rock“ besteht aus 1.000 bisher unveröffentlichten Konzertfotografien der Scorpions, die Marc Theis über viele Jahre hinweg aufgenommen hat. Gemeinsam mit Tobias Schreiber wurde aus diesem umfangreichen Bildfundus eine monumentale Fotocollage entwickelt, die sich auf eine Gesamtgröße von 20 mal 5 Metern erstreckt. Nach Angaben des Projekts setzt sich das Werk aus 158.400 Bildkacheln zusammen und erreicht damit eine Fläche von rund 100 Quadratmetern. Die offizielle Projektseite bezeichnet die Arbeit als größtes Fotomosaik der Welt; auch regionale Medien haben das Projekt in dieser Größenordnung hervorgehoben. 

Gerade in einer Zeit, in der Bilder im digitalen Raum oft nur flüchtig wahrgenommen werden, setzt „Pixel of Rock“ ein gegenteiliges Zeichen. Das Projekt bündelt fotografische Erinnerung, Musikgeschichte und technische Präzision zu einem Werk, das sowohl aus der Distanz als auch aus nächster Nähe funktioniert. Aus der Entfernung entsteht ein imposantes Gesamtbild, das den Charakter der Band sichtbar macht. Beim näheren Hinsehen erschließt sich dann die eigentliche Tiefe des Werks: unzählige einzelne Konzertmomente, Auftritte, Gesten, Lichtsituationen und Bühnenaugenblicke, die zusammen das große Ganze ergeben. Genau darin liegt die besondere Wirkung dieser Arbeit. Sie ist nicht nur großformatig, sondern auch vielschichtig.

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Vernissage „Pixel of Rock“ von Marc Theis – 158000 Fotos der Scorpions auf einer 20 x 5 m großen Collage im Peppermint Park in Hannover am 20.03.2026 © Ulrich Stamm

Für Marc Theis ist „Pixel of Rock“ weit mehr als ein technisches oder dekoratives Großprojekt. Es ist eine verdichtete fotografische Erzählung über eine der bekanntesten Rockbands Deutschlands und über jahrzehntelange Nähe zwischen Fotograf und Motiv. Theis hat die Scorpions über lange Zeit begleitet. Seine Aufnahmen zeigen nicht nur die öffentliche Seite einer international erfolgreichen Band, sondern tragen auch eine fotografische Handschrift, die Nähe, Timing und ein klares Gespür für Atmosphäre erkennen lässt. Regionale Berichte zur Ausstellung beschreiben diese langjährige Verbindung ausdrücklich als Grundlage des Projekts. Gerade deshalb wirkt „Pixel of Rock“ nicht wie eine nachträgliche Kompilation, sondern wie das Ergebnis einer kontinuierlichen, gewachsenen fotografischen Arbeit. 

Dass für das Mosaik ausschließlich bisher unveröffentlichte Konzertfotos verwendet wurden, verleiht dem Werk eine zusätzliche Bedeutung. In einer Zeit, in der nahezu alles fotografiert, geteilt und in Sekundenschnelle verbreitet wird, besitzt das Unveröffentlichte eine besondere Qualität. Es geht hier nicht um bereits bekannte Pressebilder oder ikonische Standardszenen, sondern um einen fotografischen Schatz, der bislang nicht öffentlich gezeigt wurde. Genau das macht „Pixel of Rock“ auch aus journalistischer und kulturhistorischer Sicht interessant. Die Collage ist nicht nur groß, sondern eröffnet zugleich einen neuen Blick auf das visuelle Archiv einer Band, deren Geschichte eng mit Hannover und weit darüber hinaus mit der internationalen Rockmusik verbunden ist.

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Vernissage „Pixel of Rock“ von Marc Theis – 158000 Fotos der Scorpions auf einer 20 x 5 m großen Collage im Peppermint Park in Hannover am 20.03.2026 © Ulrich Stamm

Auch die Zusammenarbeit mit Tobias Schreiber ist für das Projekt zentral. Laut den vorliegenden Informationen entwickelte er die finale Struktur des Werkes und setzte das Mosaik technisch um. Dabei bewegte sich das Projekt nach Angaben der Beteiligten an den Grenzen des technisch Machbaren, sowohl wegen der enormen Datenmenge als auch wegen der nötigen Druckqualität in dieser Größe. Medienberichte sprechen zudem davon, dass die komplexe Struktur des Mosaiks mithilfe leistungsfähiger Rechentechnik berechnet wurde. Damit steht „Pixel of Rock“ beispielhaft für eine Form zeitgenössischer Fotokunst, die klassisches Bildmaterial mit digitaler Präzision und großformatiger Präsentation verbindet. 

Bemerkenswert ist zudem, dass das Werk nicht losgelöst im Raum steht, sondern in eine umfassendere Ausstellung eingebettet ist. Auf der offiziellen Projektseite und in aktuellen Berichten wird „Pixel of Rock“ als Herzstück der Ausstellung „My World of Music“ beschrieben. Ergänzt wird das Mosaik durch zahlreiche weitere Fotografien von Marc Theis, darunter Konzert- und Musikerporträts, die Künstler aus unterschiedlichen Genres und Jahrzehnten zeigen. Genannt werden unter anderem Scorpions, Snoop Dogg, Joss Stone, Norah Jones, Paul van Dyk, Ronan Keating, Fury in the Slaughterhouse und Die Toten Hosen. Die Ausstellung erhält dadurch einen größeren Rahmen: Sie ist nicht nur ein Scorpions-Projekt, sondern zugleich eine umfassendere fotografische Reise durch die Welt der Musik. 

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Vernissage „Pixel of Rock“ von Marc Theis – 158000 Fotos der Scorpions auf einer 20 x 5 m großen Collage im Peppermint Park in Hannover am 20.03.2026 © Ulrich Stamm

Gerade für Hannover besitzt diese Ausstellung eine besondere Strahlkraft. Die Stadt ist seit Jahrzehnten eng mit den Scorpions verbunden und hat in der internationalen Rockgeschichte einen festen Platz. Dass ein Projekt dieser Größe ausgerechnet im Peppermint Park gezeigt wird, ist daher mehr als nur eine praktische Standortwahl. Die offizielle Projektseite verweist ausdrücklich darauf, dass die Scorpions dort unter anderem ihre Alben „Rock Believer“ und „Unbreakable“ aufgenommen haben. Damit wird der Ausstellungsort selbst zum Teil der Erzählung. Das Werk kehrt bildlich an einen Ort zurück, der für die Bandgeschichte von Bedeutung ist. Für Besucher entsteht dadurch eine Verbindung aus Musikort, Erinnerungsspeicher und Kunstpräsentation. 

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Vernissage „Pixel of Rock“ von Marc Theis – 158000 Fotos der Scorpions auf einer 20 x 5 m großen Collage im Peppermint Park in Hannover am 20.03.2026 © Ulrich Stamm

Die Vernissage am Freitagabend war daher nicht nur eine Einführung in eine Ausstellung, sondern vor allem ein symbolischer Moment. Wenn Rudolf Schenker, Klaus Meine und Matthias Jabs gemeinsam mit Marc Theis bei der Vorstellung eines solchen Werkes anwesend sind, wird deutlich, dass es sich nicht um irgendeine Hommage von außen handelt. Vielmehr treffen hier fotografische Dokumentation, persönliche Geschichte und künstlerische Anerkennung aufeinander. Die Anwesenheit der Bandmitglieder verlieh dem Abend eine besondere Authentizität. „Pixel of Rock“ wurde nicht nur über die Scorpions geschaffen, sondern in einem Rahmen vorgestellt, der ihre Präsenz, ihre Geschichte und ihre Verbundenheit mit dem Projekt sichtbar macht.

Inhaltlich ist das Werk auch deshalb interessant, weil es zwei Ebenen miteinander verbindet: die emotionale Kraft von Live-Musik und die Struktur moderner Bildverarbeitung. Konzertfotografie lebt vom Moment. Sie reagiert auf Lichtwechsel, Bewegung, Bühnenenergie und Ausdruck. Ein Fotomosaik dagegen verlangt Ordnung, Raster, Wiederholung und exakte Berechnung. In „Pixel of Rock“ treffen diese Gegensätze aufeinander. Das Flüchtige des Konzerts wird in ein dauerhaftes, großformatiges Kunstwerk überführt. Zugleich bleibt die Energie der Live-Aufnahmen erhalten, weil jede Kachel einen echten Moment zeigt. Genau aus diesem Spannungsverhältnis entsteht die besondere Qualität des Projekts.

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Vernissage „Pixel of Rock“ von Marc Theis – 158000 Fotos der Scorpions auf einer 20 x 5 m großen Collage im Peppermint Park in Hannover am 20.03.2026 © Ulrich Stamm

Für die Fotografie ist das ein interessantes Signal. Denn „Pixel of Rock“ zeigt, dass Konzertfotografie nicht nur dokumentieren, sondern auch neu komponieren kann. Aus einzelnen Reportage- und Bühnenaufnahmen wird eine zweite Ebene der Bildaussage erzeugt. Das Werk funktioniert als Archiv, als Komposition und als Inszenierung zugleich. Es verweist damit auch auf die gewachsene Bedeutung von Fotografie im Kulturbereich. Bilder sind heute nicht nur Begleitmaterial zu Konzerten oder Presseevents, sondern selbst Träger von Erzählung, Erinnerung und künstlerischer Form. „Pixel of Rock“ macht genau das sichtbar.

Darüber hinaus besitzt das Projekt auch einen klaren Publikumsbezug. Die offizielle Projektseite weist darauf hin, dass die einzelnen Segmente des Mosaiks als Unikate im LP-Format angeboten werden und nach der Ausstellung an Käufer verschickt werden sollen. Zudem sollen 30 Prozent der Einnahmen an die Stiftung Kinderherz gehen. Damit erhält das Werk neben seiner künstlerischen und kulturellen Dimension auch eine soziale Komponente. Kunst, Fan-Nähe und Benefizgedanke werden in einem Projekt zusammengeführt, ohne dass der künstlerische Kern dadurch verloren geht. 

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Vernissage „Pixel of Rock“ von Marc Theis – 158000 Fotos der Scorpions auf einer 20 x 5 m großen Collage im Peppermint Park in Hannover am 20.03.2026 © Ulrich Stamm

Journalistisch betrachtet liegt die Stärke der Geschichte außerdem in ihrer Anschaulichkeit. 1.000 unveröffentlichte Fotos, 158.400 Bildkacheln, 20 mal 5 Meter Größe und ein Standort mit enger Scorpions-Verbindung sind Fakten, die sofort ein klares Bild erzeugen. Solche Zahlen wirken nicht abstrakt, sondern machen die Dimension des Projekts nachvollziehbar. Gleichzeitig bleibt die Geschichte menschlich, weil sie sich nicht allein um Technik dreht. Im Zentrum stehen mit Marc Theis und den Scorpions Menschen, deren gemeinsame Geschichte über Jahre gewachsen ist. Dadurch bekommt das Projekt Tiefe und Glaubwürdigkeit.

Auch aus regionaler Sicht ist die Vernissage bemerkenswert. Hannover verfügt über eine lebendige Kulturszene, doch Projekte mit einer solchen Verbindung aus internationaler Rockgeschichte, großformatiger Fotokunst und lokaler Verankerung sind selten. „Pixel of Rock“ zeigt, welches Potenzial in kulturellen Kooperationen steckt, wenn Erfahrung, Netzwerk, künstlerische Idee und geeigneter Ort zusammenkommen. Dass aus Hannover heraus ein Projekt mit weltweitem Anspruch präsentiert wird, passt gut zur Rolle der Stadt als Musik- und Kreativstandort. Medienberichte aus der Region haben diesen Anspruch bereits aufgegriffen und das Werk als außergewöhnliches Fotokunstprojekt mit internationaler Ausstrahlung beschrieben. 

Für Besucher dürfte vor allem die doppelte Wahrnehmung reizvoll sein: zunächst der Eindruck eines gigantischen Gesamtwerks und dann die Entdeckung der vielen einzelnen Bilder, aus denen es besteht. Diese Wechselwirkung zwischen Nähe und Distanz ist eines der stärksten Merkmale des Projekts. Sie spiegelt in gewisser Weise auch das Verhältnis vieler Fans zu den Scorpions wider: eine weltbekannte Band mit großer Bühne und zugleich eine Gruppe, deren Geschichte in Niedersachsen und speziell im Raum Hannover tief verwurzelt ist. „Pixel of Rock“ bringt beides zusammen.

Unterm Strich ist die Vernissage von „Pixel of Rock“ im Peppermint Park mehr als nur eine Ausstellungseröffnung gewesen. Sie war ein kulturstarker Abend mit regionaler Verwurzelung und internationalem Klang. Marc Theis zeigt mit diesem Werk, dass Konzertfotografie weit über den klassischen Bildbericht hinausreichen kann. Gemeinsam mit Tobias Schreiber ist ein Projekt entstanden, das visuell beeindruckt, technisch herausragt und inhaltlich überzeugt. Im Beisein von Rudolf Schenker, Klaus Meine und Matthias Jabs erhielt die Präsentation zusätzliche Bedeutung, weil damit auch die unmittelbare Verbindung zwischen Werk, Fotograf und Band sichtbar wurde.

„Pixel of Rock“ ist damit nicht nur ein Mosaik aus Konzertbildern, sondern ein verdichtetes Stück Musik- und Fotogeschichte. Es vereint Dokumentation und Kunst, Nähe und Monumentalität, Hannover und internationale Rockkultur. Genau darin liegt die besondere Stärke dieses Projekts. Wer sich für Fotografie, Musikgeschichte und außergewöhnliche Ausstellungen interessiert, findet hier ein Thema, das Substanz hat und zugleich starke Bilder liefert. Die öffentliche Ausstellung läuft seit dem 21. März 2026 in den Peppermint Park Studios in Hannover und ist bis zum 31. Mai 2026 zu sehen. 

Die Sozialdemokraten aus Döhren-Wülfel wählten ihre Ratskandidaten

Kulturdezernentin Eva Bender schaute im Freizeitheim Döhren vorbei
Kulturdezernentin Eva Bender schaute im Freizeitheim Döhren vorbei

HANNOVER. Die Kommunalwahl im September wirft ihre Schatten voraus. Der hannoversche SPD-Ortsverein Döhren-Wülfel nominierte gestern Abend (19. März) im Freizeitheim Döhren seine Kandidaten für die Wahl zum Rat der Landeshauptstadt Hannover.

Die bisherige Ratsfrau Anja Schollmeyer führt die Liste an, auf Platz 2 wird Carsten Sawosch stehen, gefolgt von der früheren Bezirksbürgermeisterin Christine Ranke-Heck. Auf den weiteren Plätzen folgen: (4) Hartmut Voges, (5) Dr. Gudrun Koch, (6) Martin Nolte, (7) Joséphine Grandel und auf Platz 8 Martin Köchy.

Rechtsgültig ist die Aufstellung der Ratskandidaten aber noch nicht. Nach dem Wahlgesetz muss die Ratsliste noch auf einer Stadtwahlgebietskonferenz abgesegnet werden. Deshalb standen am gestrigen Abend auch noch Delegiertenwahlen für diese Konferenz auf der Tagesordnung.

Die Sozialdemokraten hoffen nach der Schlappe vor fünf Jahren, diesmal auch wieder ein zweites Ratsmandat für den Stadtbezirk zu ergattern. Mut machte dazu ein Überraschungsgast. Eva Bender, aktuell noch hannoversche Dezernentin für Kultur und Bildung, schaute im Freizeitheim vorbei, lobte die Spitzenkandidatin Anja Schollmeyer. Kaum sei diese in den Rat eingezogen, haben sie sich bei ihr schon vehement für einen Neubau des Stadtteilzentrums Döhren eingesetzt und nicht lockergelassen. Mit Erfolg: Gelder für ein neues Freizeitheim würden jetzt in die Finanzplanung für die Zeit nach 2030 aufgenommen.

Eva Bender ist derzeit ebenfalls im Kommunalwahlkampf unterwegs. Die SPD hat sie als Kandidatin für das Amt der Regionspräsidentin nominiert.

Kulturminister blickte hinter die Aquariumskulissen: Das Museum ist (auch) ein Zoo

Kulturminister Falko Mohrs informierte sich über den Ausbildungsberuf Tierpfleger im Landesmuseum Hannover
Kulturminister Falko Mohrs informierte sich über den Ausbildungsberuf Tierpfleger im Landesmuseum Hannover

HANNOVER. Wer hätte das gedacht: Das Niedersächsische Landesmuseum ist auch ein eingetragener Zoo. Hintergrund: die beliebten Aquarien und Terrarien der Naturwelten. Weit über 2400 Fische sollen hier hinter den dicken Glasscheiben schwimmen. Heute Morgen (18. März) war in den Unterwasserwelt des Museums ein ganz besonderer Tag. Falko Mohrs (SPD), Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, besuchte das Museum an der Willy-Brandt-Allee gegenüber dem Maschpark.

Das Interesse von Minister Falko Mohrs war auf den Ausbildungsberuf „Tierpflegerin/Tierpfleger“ gerichtet, schließlich ist derzeit die »Woche der beruflichen Bildung«. Die Woche der beruflichen Bildung rückt die Bedeutung der beruflichen Ausbildung für individuelle Lebenswege und für die Fachkräftesicherung in Niedersachsen in den Fokus. Dafür besuchen Mitglieder der Landesregierung Ausbildungsorte im ganzen Land und machen die Vielfalt beruflicher Bildung sichtbar. Als Zoo bildet das Landesmuseum schon seit vielen Jahren auch jeweils einen Tierpfleger oder Tierpflegerin aus. Die aktuelle angehende Tierpflegerin erzählte dem Minister dann auch viel über ihren Ausbildungsweg, ihre praktische Arbeit und führte ihren hohen Gast natürlich auch hinter die Kulissen des Aquariums.

Die Piranhas, so war zu erfahren, sind eigentlich gar nicht so gefährlich. Beim Zitteraal hingegen sollte Vorsicht herrschen. Sein Stromschlag kann auch einen Menschen töten.

Im Bereich des Museumsaquariums steht eine große Investition bevor. Das derzeitige Piranjabecken soll vergrößert werden, damit dort im Wasser dann Rochen schwimmen können. Die neue Scheibe ist teuer. „Wir konnten 100.00 Euro dafür einwerben“, berichtet Prof. Dr. Katja Lembke, Direktorin des Landesmuseums Hannover.

Zwei Iran-Demonstrationen in Hannover

PolizeireiterInnen am Kröpcke bei Iran-Demonstrationen in Hannover - TeilnehmerInnen der beiden unterschiedlichen Kundgebungen lieferten sich hitzige Wortgefechte
PolizeireiterInnen am Kröpcke bei Iran-Demonstrationen in Hannover - TeilnehmerInnen der beiden unterschiedlichen Kundgebungen lieferten sich hitzige Wortgefechte - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Polizei mit Großaufgebot im Einsatz


HANNOVER. Am Sonntagnachmittag (15.03.) fanden zwei Demonstrationen im Zusammenhang mit den Ereignissen im Iran in Hannovers Innenstadt statt. Eine kleinere (augenscheinlich mit Anhängern des Mullah-Regimes im Iran) und eine größere mit Gegnern des Regimes. Insgesamt sollen es mehr als 1.000 DemonstrationsteilnehmerInnen gewesen sein. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz (auch mit Kräften aus Oldenburg und Lüneburg) darunter auch PolizeireiterInnen und mindestens zwei in Bereitschaft gehaltenen Wasserwerfern. Bei einer augenscheinlich eher regimenahen Demonstration unter dem Titel „Friedensmarsch für den Nahen Osten“ wurden in der Spitze 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gezählt. Zu einer Kundgebung des deutsch-iranischen Kulturvereins hatten sich laut Polizei 850 Menschen eingefunden. Der Verein wirft dem „islamischen Regime im Iran schwere Gewaltverbrechen gegen die eigene Bevölkerung“ vor. Zwischen einzelnen Teilnehmern der beiden unterschiedlichen Kundgebungen soll es zu hitzigen Wortgefechten gekommen sein. Daraufhin sollen die Kontrahenten mittels einer Polizeikette von einander getrennt worden sein.

Frühlingsfest im Nachbarschafstreff

Am Grillstand gab es Bratwürste vom SoVD
Am Grillstand gab es Bratwürste vom SoVD

HANNOVER. Das Wetter war nicht gerade frühlingshaft, vielmehr kalt und regnerisch. Aber am heutigen Sonnabendnachmittag (14. März) hieß es trotzdem „volles Haus“ im Mittelfelder Nachbarschaftstreff. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) Hannover-Süd und der Verein geMit e.V. hatten die Nachbarn aus dem Stadtteil hier zu einem Frühlingsfest eingeladen. Es gab Bratwürste vom Grill und Kaffee und Kuchen, einen Frühlingsquiz und Kinderspiele. Politische Prominenz war ebenfalls vor Ort. Der frischgewählte neue Stadtbezirksbürgermeister Willi Lindenberg schaute zusammen mit den Fraktionsvorsitzenden der SPD im Bezirksrat Jens Schade, der Ratsfrau Anja Schollmeyer und dem Bezirksratsherrn Carsten Sawosch (alle SPD) vorbei und stand zu Gesprächen bereit.