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Donnerstag, April 30, 2026

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Im Freizeitheim Döhren stellt sich die Frage „Wie entsorge ich meinen Alten?“

Hausmeisterin Hedwig Löddgen (Andrea Schäfer)
Hausmeisterin Hedwig Löddgen (Andrea Schäfer)

HANNOVER. Gestern Abend (13. März) hieß es „Vorhang auf!“ im Saal des Freizeitheims Döhren. Denn die neue Produktion des Südstädter Komöd‘chens feierte Premiere. Den Schauspielern und Zuschauern stellte sich die Frage: „Wie entsorge ich meinen Alten.“ So lautet der Titel der rabenschwarzen Verwechslungskomödie, die die Hobbyschauspieler des im Freizeitheim ansässigen Amateurtheaters auf die Bühne brachten. Alles lief wie am Schnürchen. Auch wenn Harry Lion als Dr. Kurt Ansgar Fleischmann seine Not hatte, hinter der Bühne für den nächsten Auftritt aus dem Bademantel wieder in seinen Anzug zu schlüpfen. Schließlich sollte die Hose immerhin so sitzen, dass sie nicht auf offener Bühne herunterrutschte. Hätte allerdings wohl einen zusätzlichen Lacher gegeben.

Aber es ging alles gut. Und auch der rote Vorhang bewegte sich auf Knopfdruck auf und zu. Bei der Generalprobe hatte die Mechanik noch gestreikt. Doch das Team vom Freizeitheim brachte es rechtzeitig wieder in Ordnung.

Theaterleiter Peter Gärtner schwärmt von dem neuen Stück. „Was für ein fantastischer Coup aus der Theaterschmiede Müller-Misiorny! Das Autorenduo gibt alles, um das Publikum zu begeistern“, sagt er.

Worum es in dem Spiel geht? In dem neu erworbenen Liebesnest des Zahnarztes Dr. Ansgar Fleischmann in der noblen Wohngegend Waldhausen in Hannover ist die Aufregung groß. Es kommt zu einigen absurden Missverständnissen, durch die der eigentlich hilfsbereite, aber nicht besonders clevere „Entsorger“ Karl Baldower, genannt „Rocky” (gespielt von Christian Freiberg) in große Schwierigkeiten gerät. Das Publikum spendierte dann auch nach vergnüglichen Stunden rauschenden Applaus für die Schauspieler. Zudem am Ende das Geheimnis gelüftet wurde, was eigentlich in dem großen Umzugskarton versteckt war, der regelmäßig im Bühnenbild auftauchte.

Noch fünfmal lassen sich die Abenteuer um Dr. Fleischmann mit seiner Geliebten (hinreißend gespielt von Carina Glesinski), Ehefrau Sakia (Marion Schöbel) und der sowohl dem Alkohol als auch dem Geld sehr zugetanen Hausmeisterin (Andrea Schäfer) unter der Regie von Gabriele Dragon erleben. Ach ja, eine gewisse Susi (Birgit Ehrlingspiel) taucht ebenfalls noch auf und bereitet Entsorger Rocky Probleme.

Die weiteren Aufführungstermine:

Sa 14. 03. 2026 – 16:00 h   

So 15. 03. 2026 – 16:00 h

Fr  20. 03. 2026 – 19:30 h

Sa 21. 03. 2026 – 16:00 h

So 22. 03. 2026 – 16:00 h

Jeweils im Freizeitheim Döhren An der Wollebahn 1.

Die Karten gibt es für 15,00 € im Vorverkauf (inklusive VVK-Gebühr) bei Suat Kaya Schreibwaren (direkt gegenüber U-Bahn Haltestelle „Peiner Straße“, Hildesheimer Straße 268

30519 Hannover, Tel.: 83 58 55) und für 17 Euro an der Abendkasse und online bei YesTicket.

Die ermäßigten Karten mit HannoverAktivPass sind zum Preis von 8,50 € ausschließlich an der Abendkasse bzw. nach Vorbestellung erhältlich.

Goldene Zeiten vor 3300 Jahren – Urgeschichtliche Goldhortfund von Gessel wird mit Förderung der DFG umfassend untersucht

Goldschatz von Gessel (c) Foto V. Minkus NLD (002)
Goldschatz von Gessel (c) Foto V. Minkus NLD (002)

HANNOVER. Es war die archäologische Überraschung des Jahres 2011. Die geplante Trasse der Nordeuropäischen Erdgasleitung wurde auf Artefakte aus vergangenen Tagen untersucht. Kurz vor dem Ende der Mission geschah am 7. April 2011 nahe Syke jedoch etwas völlig Unerwartetes. Jan Stammler suchte mit seinem Metalldetektor noch eine Fläche ab, als er plötzlich ein starkes Signal erhielt. Vorsichtig grub er etwas in die Erde und stieß in 60 Zentimeter Tiefe auf vorgeschichtliches Metall. Die Fundstelle entpuppte sich als Lagerplatz eines 3300 Jahren alten Goldschatzes.

Nun nach weit über einem Jahrzehnt wird dieser sensationelle Goldhortfund nun eingehend untersucht, wie es in einer Pressemitteilung des Niedersächsischen Landesmuseums heißt.

Damals ließen die Archäologen den Fundkomplex im Block abtransportiert und mit einem leistungsstarken Computertomographen durchleuchten. Landesarchäologie Henning Haßmann erinnert sich in der Pressemitteilung: „Das CT-Bild ließ keinen Zweifel, dass in dem Block zahlreiche Goldobjekte dicht beieinanderlagen.“ Die Goldfunde – darunter zahlreiche Spiralringe – konnten nach und nach freigelegt werden. Mit einem Gewicht von 1,7 kg gehört die aus 117 Teilen bestehende Entdeckung zu den größten jemals gefundenen Goldhorten der Bronzezeit in Europa. Heute werden die prächtigen Goldfunde im Landesmuseum Hannover und im Kreismuseum Syke präsentiert.

Die dicht liegenden und teilweise miteinander verbundenen Ringe sprachen für eine gleichzeitige Deponierung. Bereits in der Bronzezeit war Gold ein sehr wertvolles und gefragtes Material. Stoffreste an den Bronzenadeln erlaubten mit Hilfe der Radiokarbonmethode die Niederlegung in die Zeit um 1300 v. Chr. zu datieren. Zwar beschäftigten sich die Wissenschaftler gleich nach dem Auffinden mit dem sensationellen Schatz, doch erst jetzt – 15 Jahre später – werden die Forscher mit finanzieller Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft von einem interdisziplinären Team des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege (NLD), des Landesmuseums Hannover sowie der Universitäten Göttingen und Kiel umfassend den Fund und sein Umfeld näher untersuchen.

Bislang fehlt eine detaillierte Analyse der Funde, um Fragen zur Herstellungsweise, der Verwendung der Goldobjekte und ihrer Herkunft zu klären. Selbst das Gebiet um den Fundort ist noch nicht näher untersucht. Es sei, zu heißt es, kaum vorstellbar, dass eine so wertvolle Deponierung ohne Bezug zu einer prosperierenden Siedlung und Gemeinschaft in den Boden gelangte.

Ein wichtiges Anliegen des auf drei Jahre angelegten Forschungsprojektes ist es, die regionalen und überregionalen Beziehungen während der Bronzezeit sichtbar zu machen. Christina Krafczyk, Präsidentin des NLD, und Museumsdirektorin Katja Lembke sind hoch erfreut: „Wir sind sehr dankbar, dass wir mit finanzieller Hilfe der Deutschen Forschungsgemeinschaft den einmaligen Goldhortfund und sein Umfeld nun mit neuesten Methoden untersuchen und diesen herausragenden Teil des niedersächsischen Kulturerbes noch besser sichtbar machen können.“

Das neue Forschungsprojekt vereint verschiedene Perspektiven auf den Goldhort: Am Landesmuseum werden Rohmaterial und die Objekte eingehender analysiert, das NLD untersucht den Fundplatz und die archäologischen Denkmäler in seinem Umfeld. Die Universität Kiel geht mit botanischen Untersuchungsmethoden den wirtschaftlichen Grundlagen der bronzezeitlichen Bevölkerung nach und erforscht die lokale Landschaftsentwicklung, während die Universität Göttingen sich mit Lehrgrabungen nahe der Fundstelle einbringen wird. Der bronzezeitliche Handel ist ein Forschungsschwerpunkt am Göttinger Seminar für Vor- und Frühgeschichte und daher soll die Bedeutung von Gold als Handelsgut auf einer Tagung diskutiert werden.

Archäologisch Interessierte Laien dürfen sich auf das Jahr 2028 freuen. „Mit einer großen Abschlusstagung und einer Ausstellung sollen 2028 die Projektergebnisse und die „goldenen Zeiten“ vor 3300 Jahren der breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden“, verspricht die Mitteilung des Landesmuseums.

Das Foto ist der Pressemitteilung des Landesmuseums entnommen und stammt von V. Minkus (NLD).

Rainer Zitzke verstärkt die SPD-Fraktion – Anfrage zu Straftaten rund um den Fiedelerplatz

Vize-Bezirksbürgermeisterin Gabriele Jakob verpflichtete Rainer Zitzke als neues Mitglied im Bezirksrat.
Vize-Bezirksbürgermeisterin Gabriele Jakob verpflichtete Rainer Zitzke als neues Mitglied im Bezirksrat.

HANNOVER. Eine Einbruchsserie rund um den Fiedelerplatz beunruhigt die Döhrener. 14 Taten oder zumindest Einbruchsversuche soll es in jüngster Zeit gegeben haben. Die SPD-Fraktion griff nun die Sorgen der Geschäftsleute in einer Anfrage in der März-Sitzung des Bezirksrates Döhren-Wülfel gestern Abend (12. März) im Freizeitheim Döhren auf. „Wie erklärt sich die Stadt diese außerordentliche Zunahme von Einbruchsdiebstählen bzw. deren Versuch in einem relativ kurzen Zeitraum? Was können Stadt und Polizei tun, um Döhren wieder sicherer zu machen?“ fragte SPD-Bezirksratsherr Rainer Zitzke.

Die Antwort aus der Verwaltung ist beruhigend. Danach teile die Polizei mit, dass eine Auswertung der polizeilich angezeigten Einbrüche und Einbruchversuche in

Gewerbeobjekten rund um den Fiedeler Platz und die angrenzenden Straßen in

Hannover-Döhren für die vergangenen 14 Monate keine außerordentliche Steigerung

der Fallzahlen zeigen. „Durchschnittlich kommt es zu etwa zwei Einbrüchen beziehungsweise Einbruchversuchen pro Monat. Die Fallzahlen unterliegen jedoch monatlichen Schwankungen, wodurch zeitweise der Eindruck einer Zunahme entstehen kann, obwohl objektiv keine tatsächliche Steigerung vorliegt“, sagte Stadtbezirksmanager Sven Berger. Hinweise darauf, dass die Taten im Bereich des Fiedelerplatzes durch eine strukturierte oder organisierte Tätergruppierung begangen wurden, liegen danach derzeit nicht vor. „Sofern sich ein Kriminalitätsschwerpunkt abzeichnet, würden aber lageangepasst sowohl offene als auch verdeckte polizeiliche Maßnahmen durchgeführt.

Für Rainer Zitzke war die Anfrage der Einstand in die Bezirksratsarbeit. Der pensionierte Kriminalbeamte rückte für Antje Kellner in die Ortsvertretung nach, die aus gesundheitlichen Gründen ihr Mandat zurückgegeben hatte. Vize-Bezirksbürgermeisterin Gabriele Jakob begrüße das neue Bezirksratsmitglied mit einem Blumenstrauß.

Weshalb fehlen immer noch Wartehäuschen an den Bushaltestellen „Am Mittelfelde“ in Wülfel, wollte die CDU wissen. Gabi Jakob: „Der in diesem Jahr besonders kalte und witterungsreiche Winter hat erneut deutlich gemacht, wie unzureichend die Ausstattung der Haltestellen Am Mittelfelde ist. Wartende Fahrgäste waren über längere Zeit Kälte, Wind und Niederschlägen schutzlos ausgesetzt.“

Dazu gab es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute Meldung: „Der Ausbau der Haltestelle mit Fahrtrichtung Laatzen ist vorbehaltlich einer gesicherten Finanzierung aufgrund des noch ausstehenden Förderbescheids noch in diesem Jahr beginnend vorgesehen. Zum Ausbauvorhaben gehört ein Witterungsschutzdach und ergänzend der barrierefreie Ausbau des Fußgängerüberweges mit einem Zebrastreifen. Der Beginn der Bauarbeiten ist noch vorbehaltlich der erforderlichen Finanzierung für 2026 vorgesehen“, hieß es in der Antwort.

Für die Gegenrichtung musste Verwaltungssprecherin Annina Janz die Ortspolitiker allerdings vertrösten. „Der Ausbau von Bushaltestellen erfolgt mit Fördermitteln gemäß dem Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierunggesetz – Die für die

Durchführung dieses Gesetzes zuständige Zuwendungsbehörde verfügt in ihren Förderbescheiden für den geförderten Ausbau von Bushaltestellen eine Zweckmittelbindung von 20 Jahren, die erst

nach Abrechnung der jeweiligen Baumaßnahme beginnend wirksam wird. Daher sind Änderungen von bestehenden Bushaltestellen, die bereits schon einmal mit Fördermitteln ausgebaut worden sind, erst wieder nach mehr als 20 Jahren förderunschädlich möglich. Andernfalls sind bereits erhaltene Fördergeld wieder zurückzuzahlen. Für die Bushaltestelle Am Mittelfelde mit Fahrtrichtung Misburg besteht noch eine Zweckmittelbindung bis 2032. Eine förderunschädliche Veränderung dieser Haltestellenposition ist damit erst nach 2032 möglich.“

Einstimmig wurden daneben zwei gemeinsame Anträge von SPD und CDU von dem Gremium beschlossen. Danach wird die Stadt Hannover aufgefordert, „zeitnah eine personelle Übergangsregelung für die Begegnungsstätte Mittelfeld zu finden, die zumindest die Vermittlung der Räume auch an Dritte sicherstellt.“ In einem weiteren gemeinsamen Antrag geht es um die Verkehrssicherheit an der Ampelanlage vor dem Kindergarten Waldheim. Der Bezirksrat forderte die Stadtverwaltung auf, die Grünphase für Fußgängerinnen und Fußgänger zu verlängern sowie eine Haltelinie für den Radverkehr vor der Ampel aufzutragen eine mögliche Anpassung oder Verlegung der Radwegführung im Bereich der zu prüfen. Natascha Erdmann von der CDU begründete den Vorstoß: „Besonders zu Bring- und Abholzeiten kommt es dort regelmäßig zu gefährlichen Situationen. Die Grün-phase für Fußgänger ist sehr kurz, sodass insbesondere kleinere Kinder Schwierigkeiten haben, die Straße rechtzeitig zu überqueren. Gleichzeitig verläuft der Fahrradweg direkt an der Ampel, sodass Fahrräder und E-Bikes teilweise mit hoher Geschwindigkeit an wartenden oder querenden Kindern vorbeifahren. In den vergangenen Monaten kam es mehrfach zu Beinaheunfällen.“

Ebenfalls einmütig beschloss das Gremium einen Antrag der Grünen zur Wilkenburger Straße. Die Mittelinsel auf der Wilkenburger Straße in Verlängerung des Wülfeler Maschweges auf Höhe des Geländes des Verbands Hannoverscher Schützenvereine soll danach baldmöglichst grunderneuert werden, sodass ein gefahrloser Übergang für Fußgänger und Radfahrer möglich ist. Außerdem wüscht der Bezirksrat, dass auf der Straße Fahrradpiktogramme aufgetragen werden, die darauf hinweisen, dass auf diesem Abschnitt Radfahren erlaubt ist. Alternativ könnten aber auch ausreichend breite Rad- und Fußwege gebaut werden. Ob der Bezirksrat dies allerdings alles fordern kann, ist fraglich. Denn bei der Wilkenburger Straße handelt es sich um eine Kreisstraße, für die die Region Hannover zuständig ist.

Willi Lindenberg ist neuer Bezirksbürgermeister von Döhren-Wülfel

Mit Blumenstrauß und Amtskette: Willi Lindenberg mit seiner Vize, Gabriele Jakob
Mit Blumenstrauß und Amtskette: Willi Lindenberg mit seiner Vize, Gabriele Jakob

HANNOVER.„Willi wählen!“ war das Motto. Wilhelm (Willi) Lindenberg erzielte gestern Abend (12. März) im Freizeitheim Döhren ein fulminantes Wahlergebnis. Nur bei einer Enthaltung stimmte der Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel im Übrigen geschlossen für den 74jährigen SPD-Politiker als neuen Stadtbezirksbürgermeister. Vorgängerin Antje Kellner (ebenfalls SPD) hatte ihr Amt aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt.

Lindenberg freute sich sichtlich über das gute Ergebnis. „Das zeigt den guten Zusammenhalt im Bezirksrat“, sagte er. Die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Gabriele Jakob überreichte ihm nach der Wahl (einen Gegenkandidaten gab es nicht) nicht nur einen Blumenstrauß, sondern hängte ihm auch die schwere Amtskette des Bezirksbürgermeisters um. Die Kette hatte vor vielen Jahren Haus und Grund gestiftet.

Willi Lindenberg bedankte sich dann bei seiner Vorgängerin Antje Kellner für ihren Einsatz für den Stadtbezirk. Ein großes Dankeschön richtete er auch an Gabriele Jakob, die als Vize  während der krankheitsbedingten Abwesenheit von Antje Kellner lange die Aufgaben der Bezirksratsvorsitzenden übernommen hatte.

„Es können sicherlich nicht mehr alle Vorhaben in der verbleibenden Wahlperiode umgesetzt werden“, sagte Lindenberg in seiner Antrittsrede. „Dennoch ist es, so der neue Bezirksbürgermeister weiter, „für mich von größter Bedeutung, dass wir bei den wichtigsten Projekten am Ball bleiben und kontinuierlich daran arbeiten. Ein zentrales Projekt ist der längst überfällige Neubau des Freizeitheims. Das Freizeitheim ist ein wichtiger Ort der Begegnung und des gesellschaftlichen Miteinanders für Menschen aller Generationen. Ein moderner Neubau wird dazu beitragen, das Angebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu verbessern und das soziale Leben in unserem Stadtbezirk zu stärken. Nicht fehlen darf zudem der Neubau des Feuerwehrgerätehauses für die Freiwillige Feuerwehr Wülfel. Damit sichern wir den Brandschutz und die schnelle Hilfe im Notfall für alle Bürgerinnen und Bürger. Die Feuerwehr ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens, und die Unterstützung ihrer Arbeit liegt mir besonders am Herzen.“

Überraschender Gast: Aus dem Nachbarschaftsstadtbezirk Kirchrode-Bemerode-Wülferode war der dortige Bezirksbürgermeister Bernd Rödel in das Freizeitheim gekommen, um seinen neuen Amtskollegen ebenfalls zu gratulieren.

Voll unter Dampf

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Am Bahnhof Wernigerode können Eisenbahnfreunde die Dampfloks der Schmalspurbahnen GmbH (HSB) im regulären Betrieb erleben und Dampfloktechnik aus der Nähe bestaunen - © Fotos: Lothar Schulz 2026

HSB-Dampflokparadies in Wernigerode


WERNIGERODE. Am Bahnhof Wernigerode können Eisenbahnfreunde die Dampfloks der Schmalspurbahnen GmbH (HSB) im regulären Betrieb erleben und Dampfloktechnik aus der Nähe bestaunen. Die Strecken, die von der HSB bedient werden, sind hauptsächlich dampfbetrieben und gelten als eine überregionale Touristenattraktion. Das meterspurige Streckennetz erstreckt sich über eine Länge von 140,4 km mit 48 Haltestellen und ist ganzjährig in Betrieb. Das Netz besteht aus den drei Einzelstrecken Harzquer-, Selketal- und Brockenbahn. Das Unternehmen, das etwa 260 MitarbeiterInnen beschäftigt, verfügt über 31 Lokomotiven (davon 15 betriebsfähig) und 10 Triebwagen (davon 9 betriebsfähig). Von einer Aussichtsplattform auf dem Bahnsteig für die HSB-Züge im Bahnhof Wernigerode hat man eine gute Übersicht über das Bahngelände mit Bekohlungsanlage, Drehbühne, Lokschuppen und Gleisanlagen. Wer noch mehr von Dampfloks, Dampfloktechnik und die historische Bedeutung der Dampflokomotiven erfahren möchte, sollte die Dampflokwerkstatt besuchen. Der Erlebnisbereich im Inneren der Werkstatt bietet viele spannende Einblicke, die durch den im Jahr 2024 neu geschaffenen Außenbereich ergänzt werden.

Fotoausstellung mit Live-Boxen: In der GAF hieß es „Ring frei!“

"Ring frei!" in der GAF

HANNOVER. Boxen live in einer Fotoausstellung. Die Galerie für Fotografie (GAF) in der Südstädter Eisfabrik zeigt derzeit nicht nur eindrucksvolle Fotos von Petar Beres über die Sportler des BSK Hannover-Seelze. Im Rahmen eines Live-Sparring-Demonstration der jungen Athleten des Seelzer Boxsportclubs konnten die Zuschauer am heutigen Sonntagnachmittag (8. März) auch hautnah einen Ausschnitt aus dem Trainingsprogramm miterleben. Nun hieß es nicht nur auf den an den Wänden hängenden  S/W-Fotografien: „Ring frei!“

Trainer Arthur Mattheis zeigte und erklärte, worum es bei diesem Sport geht: Es geht um „Technik, Präzision, Disziplin und Respekt“. Mit dabei in der Fotogalerie war unter anderem die amtierende Meisterin Josefin Roira-Rifaterra.

Der Seelzer Boxsport-Klub ist sehr erfolgreich. Nach der aktuellen Homepage errang der 1993 gegründete Verein bislang elf Deutscher Meistertitel und stellte sieben Nordwestdeutscher Meister, 42 Niedersachsenmeister und 27 Niedersachsenvizemeister.

Gymnasium Lutherschule veranstaltete Tag der offenen Tür

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Die Eule als Symbol für Klugheit und Weisheit im Treppenraum des Hauptgebäudes – Altbau – der Lutherschule - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Präsentationen von geisterhaft bis geistreich

HANNOVER. Die Bedeutung des Adjektivs geistreich wird u.a. wie folgt beschrieben: geistreich Adj. gescheit, spritzig, niveauvoll (16. Jh.), spätmhd. geist(e)rīch (14. Jh., Mystiker) ‚vom heiligen Geist erfüllt‘ (noch bei Luther). Gescheit und niveauvoll so präsentierte sich die Lutherschule beim Tag der offenen Tür am 25.02. und bot Grundschülerinnen und Grundschülern sowie deren Eltern die Gelegenheit das Gymnasium in der Nordstadt kennenzulernen und sich umfassend über dessen Bildungsangebote zu informieren. Der Tag der offenen Tür (eigentlich war es nur ein Nachmittag) war gut besucht. Bei der Begrüßung der großen und kleinen Gäste konnte Schulleiterin Karen Schultz in eine bis auf den letzten Platz besetzte Aula blicken. Im Hauptgebäude (Altbau) – An der Lutherkirche – und im Neubau – Engelbosteler Damm – stellten alle Fachgruppen sich und ihre Arbeit vor und hatten abwechslungsreiche Aktivitäten vorbereitet. Dabei konnten die BesucherInnen auch die Klassen- und Fachräume und die Ausstattung kennenlernen. Für persönliche Gespräche standen Lehrkräfte, die Schulleitung sowie auch Schülerinnen und Schüler für Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Darüber hinaus wurde über besondere Projekte und Schwerpunkte informiert. Geisterhaftes konnten BesucherInnen am Gleis 9 ¾ (bekannt aus Harrry Potter) in einem Raum des Altbaus der Schule erleben. Von Schulsekretärinnen verzaubert war es möglich in magische Zauberwelten einzutauchen und Geistern zu begegnen. Wer danach eine Stärkung nötig hatte, konnte im Luthercafé Speisen und Getränke genießen.

Die Kulturinitiative lud zum 21. Kunsthandwerkermarkt in das Freizeitheim Döhren

Blumen als Dankeschön an Anne Güler für die Organisation des Marktes
Blumen als Dankeschön an Anne Güler für die Organisation des Marktes

HANNOVER. Toller Start in den Frühling im Stadtteil Döhren: Heute Vormittag (1. März) öffnete der Kunsthandwerkermarkt der Kulturinitiative Döhren-Wülfel (KuI) im Freizeitheim Döhren seine Pforten. Bereits zum 21. Male organisierten Mitglieder der KuI die Veranstaltung „Kunst & Handwerk“. 30 Künstler und Kunsthandwerker aus der Region kamen nach Döhren, um ihre Arbeiten und Produkte im Thurnithisaal und im Foyer des Stadtteilzentrums zu zeigen. Maria Hesse, Vorsitzende der Kulturinitiative: „Wenn man sich diese Zahl einmal bewusst macht, wird schnell klar: Das hier ist längst mehr als nur ein Markt. Es ist eine Tradition geworden, ein fester Termin im Jahr, auf den sich viele Menschen freuen – Besucherinnen und Besucher genauso wie die Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker, die ihre Arbeiten hier präsentieren.“

An den Ständen konnte in den unterschiedlichsten Dingen gestöbert und zum Teil auch mal etwas gekostet werden: Es gab Silber- und Goldschmuck, Accessoires aus Seide, Leinen und Baumwolle, Strickunikate, Naturfotografien, handgemachte Pralinen und vieles mehr. „Was diesen Markt so besonders macht, ist seine Atmosphäre. Hier geht es nicht um Massenware oder große Handelsketten. Hier stehen Menschen mit ihren Ideen, ihrer Kreativität und ihrem handwerklichen Können im Mittelpunkt. Hinter jedem Stück, das Sie heute sehen, steckt Zeit, Leidenschaft und oft auch eine ganz persönliche Geschichte“, sagte Maria Hesse dazu und weiter: „Ob Schmuck, Textilien, Papierkunst oder viele andere handgemachte Dinge – jedes Werk ist ein Unikat. Und genau das macht den Reiz eines solchen Marktes aus: Man entdeckt Dinge, die man so kein zweites Mal findet.“

Hinter den Kulissen war viel Arbeit zu verrichten, damit der Kunsthandwerkermarkt wieder eine gelungene, runde Sache wurde. Maria Hesse bedankte sich mit Blumensträußen insbesondere bei Ursula Klein und Anne Güler, die ehrenamtlich das Ereignis organisiert haben. Einen dritten Strauß bekam auch KuI-Mitarbeiter Christian Recha. Hesse: „Ohne dieses freiwillige Engagement gäbe es diesen Markt nicht – und dafür gebührt Ihnen unser großer Dank.“

Kulturinitiative: Der alte Vorstand ist auch der Neue

Der neue „alte“ Vorstand beim Kunsthandwerkermarkt im Freizeitheim Döhren. v.l. Maria Hesse, Dr. Christian Vogel und Uta Meyer-Herder
Der neue „alte“ Vorstand beim Kunsthandwerkermarkt im Freizeitheim Döhren. v.l. Maria Hesse, Dr. Christian Vogel und Uta Meyer-Herder

HANNOVER. Vorstandswahlen bei der Kulturinitiative Döhren-Wülfel-Mittelfeld Ende Februar. Turnusmäßig bestimmten die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung im Gemeindesaal der Auferstehungskirche ihren neuen Vorstand. Ergebnis: der alte ist auch der neue Vorstand. Maria Hesse wurde als Vorsitzende der Kulturinitiative wiedergewählt und sowohl Uta Meyer-Herder als auch Dr. Christian Vogel als stellvertretende Vorsitzende in ihrem Amt bestätigt.

Jetzt geht’s los – Umgestaltung des Steintorplatzes beginnt

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Der Steintorplatz und angrenznde Bereiche werden umgestaltet - wegen der frostigen Temperaturen später als ursprünglich geplant erfolgte nun aber der symbolische erste Saptenstich - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Symbolischer Spatenstich in der Schmiedestraße


HANNOVER. „Jetzt geht`s los” freute sich Oberbürgermeister Belit Onay am Mittwoch (25.02.) anläßlich des symbolischen Spatenstichs für den Beginn des Umbaus des Steintorplatzes. Wegen der frostigen Temperaturen in den vergangenen Wochen erfolgte nun endlich der Start für die Neugestaltung des Steintorplatzes und des angrenzenden Gebietes. Dazu gehört auch der Einmündungsbereich der Schmiedestraße in die Georgstraße. Hier fand auch der Spatenstich statt (und nicht etwa auf dem Steintorplatz selbst). Oberbürgermeister Belit Onay und Stadtbaurat Thomas Vielhaber hielten kurze Ansprachen und skizzierten die Planungen zur Neugestaltung des Steintorplatzes. Neben dem Oberbürgermeister und Stadtbaurat waren auch Vertreter des ausführenden Planungsbüros Grieger / Harzer / Dvorak aus Berlin und des Tiefbauamtes der Stadt vor Ort. Und auch eine Reihe von Rats- und Bezirksratsmitgliedern waren zu diesem Termin erschienen.