HANNOVER. SPD und CDU sind sich anscheinend einig. In Döhren-Wülfel wird es wohl im Bezirksrat ab November bei der bisherigen Zusammenarbeit zwischen Sozial- und Christdemokraten bleiben. Und Wilhelm Lindenberg kann weiter die Bezirksbürgermeisterkette tragen.
Offiziell ist noch nichts bekannt gegeben. Doch gibt es viele Anzeichen, dass SPD und CDU ihre bisherige Kooperation auch in der neuen Wahlperiode fortsetzen wollen. Danach dürfte Willi Lindenberg von der SPD Anfang November auf der konstituierenden Sitzung des Bezirksrates wieder zum Bezirksbürgermeister gewählt werden. Aus gut unterrichten Kreisen heißt es weiter, dass Maria Hesse (CDU) dann für das Amt der stellvertretenden Bürgermeisterin kandidiert.
Es hat den Anschein, dass die Grünen in den Verhandlungen mit der SPD wohl zu hoch gepokert haben. Die Grünen konnten bei der Wahl ihre fünf Mandate halten. Die SPD hat gegenüber 2021 ein Mandat verloren und kommt ebenfalls nur noch auf fünf Sitze. Da fühlten sich die Grünen offensichtlich als Wahlsieger und beanspruchten möglicherweise zu vehement den Posten des Bürgermeisters für sich. Dass Bündnis 90/ Die Grünen nun allerdings ganz leer ausgehen wird, dafür spricht ein Post auf Facebook.
„Also haben wir Grünen zwar die Bezirksratswahl gewonnen, Bezirksbürgermeister bleibt aber Willi Lindenberg, nur seine Vertretung übernimmt eine andere CDUlerin. Wähler*Innenwille egal, nur der Posten zählt!“ ärgert sich die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Claudia Meier, auf Facebook. „Wenn der Posten wichtiger ist als es die Inhalte sind, dann ist es egal, wer die Bezirksratswahl gewonnen hat, dann sucht man sich als Soze seine Mehrheit, Hauptsache man wird zum Bezirksbürgermeister gewählt“, teilt sie an den Spitzenkandidaten der SPD für den Bezirksrat in ihrem Post aus.
SPD und CDU kommen im neuen Bezirksrat zwar zusammen nur auf neun von insgesamt 19 Mandaten; wenn sie der FDP-Vertreter aber unterstützt, hätten sie dann gleichwohl die absolute Mehrheit.
Die SPD erhielt zwar mit 12.775 gültigen Stimmen etwas weniger Wählerzuspruch als die Grünen mit 12.821 Stimmen. Dafür sahnte Wilhelm Lindenberg mit 1.250 persönlichen Stimmen richtig ab. Claudia Meier, Spitzenkandidatin der Grünen, erhielt demgegenüber mit nur 689 persönliche Stimmen weniger als die Hälfte als Lindenberg. Maria Hesse von der CDU konnte demgegenüber immerhin noch 966 Wählervoten auf sich vereinigen.




