Pastor Dr. Michael Wohlers von der Auferstehungskirche und Helga Witte von der St. Bernwardsgemeinde servieren warmen Punsch
HANNOVER. Während im Rheinland seit heute der Karneval tobt, wurde im beschaulicheren hannoverschen Stadtteil Döhren dem Heiligen Martin gedacht. Mit vielen bunten Laternen zogen die Kinder durch die Straßen und sangen Laternenlieder. Höhepunkt war ein Stopp beim Ansgarhaus. Hier stand ein gemeinsames Singen mit den Senioren auf dem Programm. Jung und Alt stimmten „Sankt Martin, Sankt Martin …“ an.
Begonnen hatte alles mit einer kurzen Andacht in der katholischen St. Bernwardkirche, unterstützt durch die gemeindeeigene Kindertheatergruppe „Junge Bühne St. Bernward.“ Ziel des Laufens mit den vielen kleinen Lampions war die ev.-luth. Auferstehungskirche. Hier wartete schon ein warmer Punsch für Groß und Klein sowie eine Stärkung für die Mägen auf die Laternengeher. Und damit es auf den Kirchplatz einem nicht zu kalt wurde, loderten Flammen in einer Feuerschale. . Angeführt wurde der Zug von einem modernen St. Martin auf einem Pferd.
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Singen am Ansgarhaus
Ein moderner St. Martin führten den Laternenumzug an
HANNOVER. Wer Kunstwerke sehen möchte ohne ins Museum zu gehen, ist in Hannover genau richtig. Die Leinemetropole wurde durch ihre Straßenkunstprojekte vor vielen Jahren sehr bekannt. Einige der damals aufgestellten Kunstobjekte wie die Nanas avancierten sogar zu Wahrzeichen der niedersächsischen Landeshauptstadt. Hannovers Innenstadt ist voller Plastiken und Skulpturen, die Spannweite reicht dabei von Standbildern des 19. Jahrhunderts über Werke aus der NS-Zeit bis hin zu modernen Objekten. Doch nicht nur im Bereich der City haben bildende Künstler ihre Spuren hinterlassen. Auch in den verschiedenen hannöverschen Stadtteilen finden sich sehenswerte Objekte.
So etwa gibt es im südlichen Stadtteil Döhren eine Reihe von Kunstobjekten im öffentlichen Raum, die bei einem kleinen Rundgang erkundet werden können. Gegenstand der heutigen Betrachtung sind allerdings nur freistehende Kunstobjekt und Kunst am Bau. Es gibt daneben allerdings viele sehenswerte Altbaufassaden. Lediglich exemplarisch soll als besonders eindrucksvolles Beispiel auf die Eule in der Ziegelstraße hingewiesen werden. Auch die Friedhofskunst gehört nicht in diesen Rahmen. Deshalb bleiben die schönen Grabsteine sowie das Ehrenmal für die Gefallenen des 1. Weltkriegs vom historischen alten Döhrener Friedhof an der Fiedelerstraße wie auch das Geyso-Denkmal und die anderen Grabmale an der St. Petri-Kirche unberücksichtigt.
Ins 19. Jahrhundert verweist die Statue des sogenannten Wolle-Widders an der Straße am Uhrturm. Zum 25-jährigen Jubiläum der Döhrener Wollwäscherei- und Kämmerei AG wurde der Fabrik ein mit der Widmung „Den Döhrener Collegen von den Deutschen Wollkämmern. 1893“ versehenes Standbild eines lebensgroßen Widders geschenkt. Die Figur entstand nach einem Entwurf, die der Berliner Bildhauer Wilhelm Wolff 1863 geschaffen hat.
Kunst am Bau: Nebenan blickt noch ein zweiter Widder auf die Straße herunter. Der Widderkopf ist eine Nachbildung. Das Original wurde beim Abriss des sogenannten Rundbaues der Döhrener Wolle zerstört. Die Neue Heimat ließ am Neubau eine Replik anbringen.
Kunst vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Die großen Pylone der 1909 erbauten Eisenbahnbrücke über die Hildesheimer Straße sind sehenswert. Bei dem Neubau der Eisenbahnbrücke Anfang der 1980er Jahre wurden sie gesichert und später wieder aufgestellt.
Am Gemeindehaus der Döhrener St. Petri-Kirche am Lindenhofe hängt das nachempfundene mittelalterliches Kirchensiegel von St. Petri in Döhren. Durch den Schattenwurf wirkt es bei Sonnenschein manchmal schon etwas surreal. Der Künstler ist mir nicht bekannt. Das Werk dürfte – vermute ich – in den 1950 Jahren entstanden sein.
Ursprünglich hing Bischof Bernward im Innern der St. Bernwardkirche. Nach einer Renovierung des Kirchenschiffes schmückt der Heilige nun die Außenwand des Gemeindehauses an der Hildesheimer Straße.
Etwas versteckt findet sich im Innengarten der Stadtteilbücherei Döhren ein weiteres Kunstwerk. Der „Lesender Jüngling“. Jürgen Klein schuf dieses Bildnis 1962.
Moderne Kunst: Der Briefträger kommt. Und alle – einschließlich eines Pferdes – warten schon sehnsüchtig. Beim Neubau des Döhrener Postamtes an der Abelmannstraße entstand in den 80iger Jahren des vorigen Jahrhunderts dieses Relief. Das Postamt ist längst Geschichte, das Haus dient heute anderen Zwecken. Nur das Kunstwerk blieb.
Ein Kunstwerk aus den 1980er Jahren hat viel Geld gekostet und ist inzwischen wieder verschwunden. Damals wurden auf dem Rodelberg hinter der Leine sogenannte „Windharfen“ aufgestellt.
Das Tor am Timon Carrée von Volker Bartsch (Timon-Carrée-Tor ) eignet sich auch als Kulisse für Fotoshootings. Es entstand 1993.
Der Döhrener Bildhauer Joachim Schubotz († 19. Januar 2018), von dem danebend er Brunnentreff in Mittelfeld stammt, schuf das an der Außenmauer der Kirche St. Petri, Am Lindenhofe, zum Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt.
Der in Döhren arbeitende Künstler Wilfried Behre hat im Stadtteil Döhren zwei „Wünschesteine“ hinterlassen. Der erste Stein steht neben dem Eingang am Freizeitheim Döhren. Zum Weltkindertag spendierte der Döhrener Bildhauer Wilfried Behre 2019 auch einen zweiten „Wünschestein“ für den Fiedelerplatz. Das Objekt besteht aus versteinertem Meeresboden. Bevor das Kunstobjekt am Boden verankert wurde, durften Kinder darunter ihre Wunschzettel platzieren.
Der weltbekannte Döhrener Künstler WP Eberhard Eggers († 8. August 2004) schuf den Döhrener Sphinx am Fiedelerplatz. Es war die Spende eines Fleischermeisters, der die Figur seinerzeit vor seinem Ladengeschäft aufstellen ließ.
Für die Objekte des Straßenkunstprojektes hat die Stadt Hannover schon einmal Faltblätter mit Beschreibungen herausgegeben. Schön wäre es, wenn sich ein Kunsthistoriker auch mal die Stadtteile vornehmen und alte und zeitgenössische Kunst erfassen und beschreiben würde.
Schmidt war der fünfte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland
HAMBURG. Heute, am 10. November 2025, jährt sich der Todestag von Helmut Schmidt zum zehnten Mal. Geboren wurde Helmut Heinrich Waldemar Schmidt am 23. Dezember 1918 in Hamburg-Barmbek als Sohn eines Studienrats. Nach dem Abitur 1937 an der Lichtwark-Schule in Hamburg wollte er eigentlich Städtebauer oder Architekt werden. Doch durch den Zweiten Weltkrieg wurden diese Pläne durchkreuzt. Während des Krieges kämpfte Schmidt zuerst an der Ostfront, ab 1944 an der Westfront. Das Kriegsende erlebte er in britischer Kriegsgefangenschaft, die jedoch nur kurze Zeit dauerte. Bereits im Jahr 1945 begann Schmidt in Hamburg das Studium der Staatswissenschaften und der Volkswirtschaft, das er 1949 als Diplom-Volkswirt abschloß.
Schon während des Studiums engagierte er sich politisch. 1946 wurde Schmidt SPD-Mitglied, ein Jahr danach Bundesvorsitzender des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS). Von 1953 bis 1962 war Schmidt erstmalig Mitglied des Deutschen Bundestages, wobei er von 1958 bis 1961 zugleich Mitglied des Europäischen Parlaments war. In seiner Funktion als Senator der Polizeibehörde in Hamburg ab 1961 wurde er während der Sturmflut 1962 als Krisenmanager weit über Hamburg hinaus bekannt und geschätzt. Von 1965 bis 1987 gehörte Schmidt erneut dem Deutschen Bundestag an, wobei er von 1967 bis 1969 Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, von 1969 bis 1972 Bundesminister der Verteidigung und von 1972 bis 1974 Bundesminister der Finanzen war.
Von 1974 bis 1982 war er als Regierungschef einer sozialliberalen Koalition nach dem Rücktritt Willy Brandts der fünfte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Seine Kanzlerschaft endete 1982 durch ein konstruktives Misstrauensvotum. Nach seiner Kanzlerschaft genoss Schmidt als Elder statesman parteiübergreifend Popularität und hohes Ansehen. Außerdem verfasste er zahlreiche Bücher und war von 1983 bis zu seinem Tod Mitherausgeber der Wochenzeitung Die ZEIT und bis 1990 Geschäftsführer des Zeitverlags.
Seit 1942 war Helmut Schmidt mit seiner Freundin aus Kindertagen Hannelore (genannt Loki) Glaser verheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor. Das Ehepaar Schmidt verlebte 68 gemeinsame Jahre – bis Loki Schmidt im Oktober 2010 starb. Nach ihrem Tod fand Helmut Schmidt in seiner langjährigen Mitarbeiterin Ruth Loah eine neue Partnerin. Bestattet wurden Helmut und Hannelore Schmidt auf dem Hamburger Parkfriedhof Ohlsdorf. Direkt neben deren Grab wurde auch der langjährige Chefredakteur und Herausgeber der ZEIT, Theo Sommer, bestattet. Sommer war von 1973 bis 1992 Chefredakteur und anschließend bis 2000 gemeinsam mit Marion Gräfin Dönhoff und Helmut Schmidt Herausgeber der ZEIT.
Das Steinkistengrab von Anderlingen steht heute vor dem Landesmuseum in Hannover
HANNOVER. Eine kleine Kostbarkeit für archäologisch Interessierte. Mitten in Hannover befindet sich ein Steingrab aus der älteren Bronzezeit. Zwar sind alle ursprünglichen aus der Vorzeit überlieferten Hügel- und Megalithgräber im heutigen Stadtgebiet verschwunden. Doch das Steinkistengrab ist gleichwohl ein Original, wenn unsere Vorfahren es auch ursprünglich nicht hier neben dem Landesmuseum errichtet haben.
1907 und 1908 war der Respekt vor den Hinterlassenschaften aus der Urgeschichte noch nicht allzu groß. Deshalb hatten die Menschen aus Anderlingen (Landkreis Rotenburg/Wümme) auch keine Scheu, drei uralte Grabhügel zur Sandgewinnung zu nutzen. Im Innern eines der Grabhügel stießen die Arbeiter zunächst auf einen Steinkranz, der ohne großen Skrupel zerschlagen und als Bau- und Pflastermaterial genutzt wurde. Doch innerhalb dieser Steinsetzung befand sich das zwischenzeitlich berühmt gewordene Steinkistengrab. Zum Glück gelang es den damaligen Archäologen, diese Anlage zu retten und nach Hannover zu transportieren. In der Grünanlage neben dem Landesmuseum Hannover (damals noch Provenzialmuseum genannt) bauten sie das Steingrab wieder auf.
Nach den im Grab gefundenen Beigaben – eine Fibel, ein Dolch und ein Beil aus Bronze – muss vor etwa 3.400 Jahren in Anderlingen ein bedeutender Mann bestattet worden sein. Ein Stein aber zeichnet die Grabstätte besonders aus und macht sie einmalig. Der südliche Abschlussstein zeigt drei in den Stein hineingearbeitete Figuren. In Skandinavien wurden solche Darstellungen öfters gefunden; für Deutschland ist das Kunstwerk einzigartig.
Die Steinkiste wurde neben dem Museum mit den alten Originalsteinen wiedererrichtet – bis auf den besonders wertvollen Bildstein. Dieser wird sicherheitshalber im Museum verwahrt, wo sich auch die Funde aus dem Grab befinden.
HANNOVER. Ab heute Mittag (6. November) erzählt eine schlichte, blankpolierte Messingtafel im Fußweg vor dem Haus Brandestraße 11 (Stadtteil Waldhausen) von Dunia Schwarzmann. Sie war ein Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns und wurde 1941 ins Getto Riga deportiert und dort ermordet. Mit der Verlegung dieses sogenannten „Stolpersteins“ soll jetzt an sie erinnert werden.
Die Waldhäuserin erblickte 1869 in Bessarabien Licht der Welt. Dort heiratete sie den Ingenieur Max Schwarzmann, der ebenfalls in diesem deutschen Siedlungsgebiet lebte. Beide Ehepartner waren zwar evangelischen Glaubens, galten nach der NS-Ideologie jedoch als Juden.
Nach der Übersiedlung in das Deutsche Reich konnte Max Schwarmann zum Direktor der Eisenwerke Wülfel aufsteigen und damit seiner Familie ein gutbürgerliches Leben ermöglichen. Er kaufte als neues Heim eine Villa in Waldhausen an der Brandestraße. Max Schwarzmann verstarb 1935, seine Ehefrau Dunia jedoch geriet in die Fänge der Nazis, wurde zuerst aus Waldhausen vertrieben und dann 1941 nach Riga transportiert, wo sich ihre Spur verliert.
Im Beisein vom 1. Stadtrat Dr. Axel von der Ohe und der stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin von Döhren-Wülfel, Gabriele Jakob, sprach Dr. Bala Ramani, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, einige Worte zum Gedenken, bevor am Stolperstein Blumen niedergelegt wurden. Auch einige Nachkommen von Dunia Schwarzmann waren zu der kleinen Feierstunde gekommen. Ihr Enkel sagte mit bewegter Stimme, er habe immer ein Grab seiner Großmutter vermisst. Nun aber habe er hier einen Ort der Erinnerung gefunden.
Der „Stolperstein“ für Dunia Schwarzmann war nicht der einzige Stein, der heute in Hannover verlegt wurde. Auch im Stadtbezirk Linden-Limmer und im Stadtbezirk Ahlem-Badenstedt-Davenstedt wird nun ebenfalls an weitere vom NS-Regime verfolgte Hannoveraner erinnert. Die Stolpersteine wurden vom Künstler Gunter Demnig geschaffen und seit 1996 in 31 europäischen Staaten verlegt. In Waldhausen konnte Demnig jedoch nicht persönlich dabei sein, so dass ein Assistent den Stein im Erdboden einfügte.
Zwei Vertreter von Vereinen im Stadtbezirk: Armgard Beinhorn von SchMitt e.V. und Dr. Stefan Dach von der DLRG
HANNOVER. Sondersitzung zum Thema „Demokratie“. Im Jahr 2024 feierte die Bundesrepublik Deutschland 75 Jahre Grundgesetz. Damals entstand im Bezirksrat Döhren-Wülfel die Idee, dieses Ereignis auch vor Ort im Rahmen einer besonderen Veranstaltung zu würdigen. Ein Jahr später war es nun soweit. Heute Abend (5. November) hatten zwei Schulen und mehrere Vereine die Möglichkeit, sich vorzustellen und zu berichten, wie sie durch ihre Arbeit die Demokratie stärken wollen.
Obwohl es eine Sondersitzung zu einem eng begrenzten Thema war, lockte es viele Zuhörer in den Saal des Freizeitheimes Döhren. Neben Vertretern der Grundschule Beuthener Straße und der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule kamen die „Omas gegen Rechts“, der DLRG und der Verein „SchMitt e.V. zu Wort und stellten sich den Fragen der Bezirksratsmitglieder und der Zuhörer. Der ebenfalls eingeladene Sozialverband Deutschlands hatte kurzfristig wegen Erkrankung seines Referenten abgesagt.
Eine kritische Diskussion gab es eigentlich nur bei den „Omas gegen Rechts“. Ob es nicht besser wäre, sich „Omas gegen Gewalt“ zu nennen, fragte eine junge Zuhörerin. Doch dies wurde nicht weiter kommentiert. Daneben warfen sowohl die Vize-Bezirksbürgermeisterin Gabriele Jakob (CDU) und die örtliche CDU-Vorsitzende Dr. Stefanie Matz der Initiative vor, dass sie CDU-Vertreter bei einer Veranstaltung ausgeladen hatten. Nur Lob gab es demgegenüber hinsichtlich der Arbeit der Schulen und der Tätigkeit des DLRG und des Vereins SchMitt e.V. So sagte etwa Jens Schade von der SPD-Fraktion unter Beifall: „Wir sind Stolz, dass eine Organistaion wie die DLRG ihren Sitz bei uns im Stadtbezirk hat.“
Der DGB-Chor Hannover mit Gastwirt Jens Klinkert vom Ginkgoo.
HANNOVER. Das Kulturcafé Ginkgoo in der Landwehrstraße (Stadtteil Döhren) lud mal wieder zu einem Kulturfrühstück. Zu Rühreiern, Brötchen und Kaffee wurden heute Vormittag (2. November) auf der kleinen Bühne politische Songs serviert. Der DGB-Chor Hannover stimmte „linke Lieder gegen rechte Töne“ an. Die Spannweite war breit. Von „Sag mir wo die Blumen sind“ über „Bella ciao“ bis hin zu baskischen oder chilenischen Liedern war so einiges im Repertoire. Und es fehlte natürlich auch nicht der Hinweis auf „alle Räder stehen still, wenn Dein starker Arm es will.“ Zu einigen der Lieder wurden die Texte an den Tischen verteilt. Damit alle Gäste mitsingen konnten.
Seid über 40 Jahren treffen sich sangesfreudige Gewerkschaftler, um gemeinsam zu singen. Aktuell jeweils montags im Freizeitheim Linden. „Mit Liedern wird die Welt nicht verändert, aber Lust darauf gemacht“, hieß es zu Anfang. Chorleiterin Karin Fischer widersprach dann etwas später aber doch. Auch mit Liedern könne etwas verändert werden.
Der DGB-Chor Hannover mit Chorleiterin Karin Fischer
HANNOVER. Wer den Film „Die Olsen-Bande stellt die Weichen“ gesehen hat, weiß, wie wichtig der Termin des Fahrplanwechsels ist – nicht nur für Ganoven, die ihre Beute in Sicherheit bringen wollen. Bei der Deutschen Bahn steht am 14. Dezember der nächste Fahrplanwechsel an. Ganz neu: Ab dann will die Bahn auch den frischgebackenen ICE L im fahrplanmäßigen Betrieb einsetzen. Ein Exemplar dieses Zuges war heute Abend aber bereits vorab im Hauptbahnhof Hannover zu bewundern.
Mitfahren durfte allerdings nicht jeder. Fahrgäste brauchten eine Sonderfahrkarte. Gedacht war die Fahrt für Mitarbeiter der Deutschen Bahn, die diese neuen Wagenmodelle kennenlernen sollten. Und wie es so bei der Deutschen Bahn eben ist, wer ab Hannover einsteigen und mitfahren wollte, musste Geduld mitbringen. Denn natürlich kam lief er erst mit Verspätung im Hauptbahnhof ein.
Der neue ICE L besitzt keinen Triebkopf wie die herkömmlichen ICEs. Es muss eine Lok vor die Waggons gespannt werden. Wirklich neu sind die Wagen selbst. Zwar sind sie um einiges kürzer als die bisherigen ICE-Wagen, dafür aber als Niederflurfahrzeuge ausgelegt. Entsprechend steht das „l“ im Namen für englisch „low flor“, was eben Niedrigflur bedeutet. Wer mobilitätseingeschränkt ist oder schweres Gepäck zu wuchten hat, wird sich freuen.
Mirko Schelske animierte die Besucher gekonnt zum Mitmachen
HANNOVER. Die ev.-luth. Auferstehungskirche in Döhren feierte heute (30. Oktober) am Vorabend des Reformationstages ein Reformationsfest mit Zwiebelkuchen, Getränken und – gemeinschaftlichen Singen. Denn, so Pastor Dr. Michael Wohlers, Singen habe sehr viel mit der Reformation zu tun. Und überhaupt, auch im Gottesdienst werde so Dr. Wohlers, „die überwiegende Zeit mit Singen verbracht.“
Um sich gemeinsam glücklich zu singen hatte die Gemeinde Mirko Schelske eingeladen. Der erfahrene Sänger, Chorleiter und Arrangeur schaffte es binnen kurzer Zeit, die Stimmung aufzulockern, für eine fröhliche, singfreudige Atmosphäre zu sorgen und das Kirchenschiff zu einer Wohlfühlzone zu machen.
Begonnen hatte alles mit einer kleinen Andacht und dann konnte sich für das bevorstehende gemeinsame Singen erst einmal mit Zwiebelkuchen, Bretzeln und Getränken gestärkt werden. Der Zwiebelkuchen schmeckte so lecker, dass alle Vorräte binnen kurzer Zeit ausverkauft waren.
Zur Stärkung gab es Zwiebelkuchen und Bretzeln
Mirko Schelske animierte die Besucher gekonnt zum Mitmachen
Mirko Schelske animierte die Besucher gekonnt zum Mitmachen
Singen in der Wohlfühlzone
Mirko Schelske animierte die Besucher gekonnt zum Mitmachen
HANNOVER. Am gestrigen Mittwochnachmittag (29.10.) wurde die Feuerwehr zu einem Einsatz in Hannovers City alarmiert. In einem Gebäudekomplex zwischen Georgspassage, Kleiner Packhofstraße und Heiligerstraße (in dem Komplex befinden sich u.a. die Räumlichkeiten der kardiologischen Praxis “Herz im Zentrum”) war die Sprinkleranlage angesprungen und hatte damit auch die Alarmierung der Feuerwehr ausgelöst. Ein Feuer konnte nicht festgestellt werden. Die Sprinkleranlage wurde von der Feuerwehr ausgeschaltet. Ob und in welcher Höhe ein Sachschaden entstanden ist, ist nicht bekannt. Die Feuerwehr, die mit einem Löschzug vor Ort war, konnte bereits nach kurzer Zeit wieder abrücken.