HANNOVER. Auf den grünen Fiedelerplatz in Döhren leuchtet nun eine rote Sitzbank hervor. Heute (20. Mai) wurde das neue Mobiliar für Döhrens gute Stube mit viel Prominenz eingeweiht. Der Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel hat auf Initiative des Kommunalen Präventionsrats Döhren-Wülfel entschieden, in seinem Stadtbezirk zwei „Rote Bänke“ aufzustellen. „Die Rote Bank“ – eine aus Italien stammende Aktion („La Panchina Rossa”) – ist ein Zeichen gegen häusliche Gewalt und bietet über dort angebrachte Plaketten Adressen für Betroffene.
Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner wies in ihrer kurzen Ansprache auf die erschreckend hohen Zahlen bei häuslicher Gewalt hin und befürchtete eine noch höhere Dunkelziffer. Gemeinsam mit Hannovers Bürgermeister Thomas Hermann und dem 1. Stadtrat Axel von der Ohe hofft sie, dass betroffene Menschen sich hier niederschwellig über den an der Bank angebrachten QR-Code über Hilfen und Unterstützung informieren können.
Zahlreiche Prominenz war zur Einweihung zum Fiedelerplatz gekommen. Neben Bezirksbürgermeisterin Kellner und Bürgermeister Hermann sowie dem Ordnungsdezernenten von der Ohe wohnten auch Döhren-Wülfels Vize-Bezirksbürgermeisterin Gabriele Jakob, die Regionsabgeordnete Maria Hesse, zahlreiche Mitglieder des Stadtbezirksrates Döhren-Wülfel, Argiro Nepienlidou vom Referat für Frauen und Gleichstellung und der Geschäftsstelle „Hannoversches Interventionsprogramm gegen häusliche Gewalt“ (HAIP), Thea Giebl und Sinem Eryurt-Celik aus der Geschäftsführung des Kommunalen Präventionsrats sowie Sven Schremmer, Leiter des Polizeikommissariats Döhren der kleinen Feierstunde bei.
Der Stadtbezirk Döhren-Wülfel bekommt im Rahmen dieses Programms zwei rote Bänke. Ein weiteres dieser außergewöhnlichen Sitzmöbel wird zukünftig am Rübezahlplatz aufgestellt.
Unabhängig von der Botschaft, die mit diesen Bänken vermittelt werden soll, hat die rote Bank am Fiedelerplatz bereits in allen Altersklassen Freunde gefunden. Zwei Jugendliche, die sich ein paar Kugeln Eiscreme gönnten, befanden, dass die rote Bank viel besser als die anderen Sitzgelegenheiten sei. Denn sie hat gegenüber ihrer Vorgängerin eine bequeme Rückenlehne.
Bürgermeister Thoams Hermann sprichtEinweihung der roten Bank am Fiedelerplatz
Konzerte in der Basilika St. Clemens und der Kirche St. Maria in Garbsen
HANNOVER. Gleich zweimal gastiert das bolivianische Ensemble Moxos in der Region Hannover: am Mittwoch, 21. Mai, um 19 Uhr in der Basilika St. Clemens (Platz an der Basilika 1, Hannover) und am Samstag, 24. Mai, ebenfalls um 19 Uhr in der Kirche St. Maria in Garbsen-Beerenbostel (Böckeriethe 43). Der Eintritt für diese Konzerte ist frei, um Spenden wird jedoch gebeten. Die jungen MusikerInnen aus San Ignacio de Moxos vereinen in ihren Konzerten europäische Barockmusik aus der Zeit der Jesuitenmissionen des 18. Jahrhunderts mit traditionellen Klängen der indigenen Bevölkerung. Näheres dazu wird in einer Pressemitteilung der Katholischen Kirche in der Region Hannover wie folgt ausgeführt: „Von 1609 bis 1767 haben Ordensleute aus dem Jesuitenorden in Südamerika Hunderttausende aus der indigenen Bevölkerung in Missionsstationen zusammengeführt – in sogenannten Reduktionen. Zwar ging es den Jesuiten durch das Gründen dieser Siedlungen auch um die Bekehrung zum Christentum. Vor allem aber sollte die indigene Bevölkerung vor der Verschleppung durch spanische und portugiesische Sklavenjäger und damit vor dem sicheren Tod geschützt werden. Die Reduktionen genossen anfangs den besonderen Schutz der spanischen Krone. Der Stand der Bildung war hoch: Viele Indigene konnten Lesen und Schreiben lernen. Eine große Rolle spielte dabei die Musik – Kirchenlieder zur religiösen Bildung. Mehr und mehr verschmolzen europäische Barockmusik und traditionelle Klänge der indigenen Bevölkerung. Diese Symbiose verbindet das 20-köpfige Ensemble Moxos. Zum Einsatz kommen historische und traditionelle Instrumente – darunter neben Violinen, Flöten, Gesang und Perkussion auch die eindrucksvollen Panflöten – die Los Bajones. Dadurch ergibt sich der charakteristische Klang der Musik aus der Provinz Moxos, die relativ zentral mitten in Bolivien liegt.Entstanden ist das Ensemble aus einer Initiative, die sich die Bewahrung und Aufwertung des geschichtlichen und kulturellen Erbes der Provinz zum Ziel gesetzt hat. Im Zuge der Restaurierung der alten jesuitischen Kirche der ehemaligen reducción San Ignacio Mitte der 1990-er Jahre wurde die besondere bolivianische Barockmusik wiederentdeckt, rekonstruiert, archiviert und wieder gespielt. Das Ensemble gehört zu einer Schule, an der um die 200 Kinder und Jugendliche unterrichtet werden und insbesondere eine musikalische Ausbildung erfahren.“
Mit Musik und Fackelschein: Eine Serenade für den Ministerpräsidenten
HANNOVER.
Es war ein bewegender Moment unter freiem Himmel, begleitet von Fackellicht und feierlichen Klängen: Am Montagabend, dem 19. Mai 2025, verabschiedete das Landeskommando Niedersachsen Ministerpräsident Stephan Weil mit einer Serenade – ein militärisches Zeremoniell, das in dieser Form nur wenigen zuteilwird. Schauplatz war der historische Vorplatz des Neuen Rathauses in Hannover, wo sich die Kulisse aus Gartensaal und Bristolweg in eine Bühne für Musik, Respekt und Dankbarkeit verwandelte.
Als Ehrengast nahm Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius an der Zeremonie teil – eine Geste der persönlichen Verbundenheit wie auch der politischen Würdigung. Auch Oberst Dirk Waldau, Kommandeur des Landeskommandos Niedersachsen, ließ es sich nicht nehmen, dem scheidenden Regierungschef mit militärischer Präzision die Ehre zu erweisen.
Die Serenade – ein gut halbstündiges Musikprogramm – ist Teil des traditionellen militärischen Protokolls der Bundeswehr. Sie wird Persönlichkeiten zuteil, die sich in besonderer Weise um das Land oder die Bundeswehr verdient gemacht haben. Voraussetzung: Mindestens zwei Legislaturperioden im Amt. Stephan Weil, seit 2013 Ministerpräsident des Landes Niedersachsen, erfüllte diese Bedingung nicht nur formal, sondern mit inhaltlicher Tiefe.
Das Musikprogramm des Abends spiegelte dabei nicht nur seine Amtszeit, sondern auch seine Persönlichkeit wider. Drei Musikstücke hatte Weil selbst ausgewählt – jedes mit symbolischer Kraft:
„Bürgerlied“, ein Volkslied, das bürgerlichen Gemeinsinn atmet,
„Die Moorsoldaten“, das in dunklen Zeiten für Mut und Widerstand steht,
und „Won’t Forget These Days“ von Fury in the Slaughterhouse, eine Hommage an das Leben, an Erinnerungen – und nicht zuletzt an Hannover.
Begleitet wurde die Serenade vom rund 50-köpfigen Heeresmusikkorps Hannover unter der Leitung von Oberstleutnant Martin Wehn. Die besondere Atmosphäre unterstrich das Wachbataillon beim Bundesministerium der Verteidigung mit etwa 20 Fackelträgern. Der warme Lichtschein, der die Szenerie in goldenes Licht tauchte, ließ für einen Moment die Grenzen zwischen staatlicher Würde und menschlicher Rührung verschwimmen.
Zuvor hatte es einen Empfang im Gartensaal des Rathauses gegeben – ein weiteres Zeichen des Dankes seitens der Staatskanzlei an politische Weggefährten und geladene Gäste.
Mit dem Niedersachsenlied und der Nationalhymne klang die Zeremonie aus – feierlich, emotional und voller Symbolik. Die Serenade für Stephan Weil war nicht nur ein Abschied, sondern auch ein Moment der Anerkennung für zwölf Jahre Regierungsverantwortung. Für viele, die an diesem Abend dabei waren, war es ein musikalisches Dankeschön – an einen Ministerpräsidenten, der sein Land mit Verstand, Haltung und einem offenen Ohr für die Menschen regiert hat.
Und auch wenn der offizielle Teil nun endet: Diese Tage wird man nicht vergessen.
BONN. In diesem Jahr feiert das Technische Hilfswerk (THW) sein 75-jähriges Bestehen. Den Auftakt zu den bundesweiten Jubiläumsaktivitäten bildete ein feierlicher Festakt am 17. Mai im Maritim Hotel Bonn. Rund 700 Gäste aus Politik, Gesellschaft und von Partnerorganisationen im Zivil- und Katastrophenschutz folgten der Einladung. Einer der Festredner war Bundesinnenminister Alexander Dobrindt. Er würdigte das langjährige ehrenamtliche Engagement im THW: „Das THW ist seit 75 Jahren ein verlässlicher Partner an der Seite der Menschen in diesem Land. Es ist zur Stelle, um bei Katastrophen, wie etwa nach Starkregen und Hochwasser, mit seiner technischen Expertise zu helfen. Das ist nur möglich durch das Engagement der 88.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die damit einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. Ich empfinde als Bundesinnenminister große Freude und einen tiefen Dank dafür, dass wir in Deutschland so viele Menschen haben, die sich freiwillig für das Wohl aller engagieren.“ Neben Bundesinnenminister Dobrindt und THW-Präsidentin Sabine Lackner sprachen außerdem der ehrenamtliche THW-Bundessprecher Wolfgang Lindmüller, Martin Gerster (MdB), Präsident der THW-Bundesvereinigung e.V., sowie Katja Dörner, die Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn, zu den rund 700 Gästen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sendete eine Videobotschaft, in der er das Engagement des Ehrenamtes lobte. Musikalisch untermalte die THW-Big Band die Feier. Der Festakt ist Teil eines vielfältigen Jubiläumsprogramms: Bereits im April erschien eine 10-Euro-Sammelmünze, im August folgt eine Sonderbriefmarke. Darüber hinaus sind zahlreiche dezentrale Veranstaltungen auf Orts- und Landesverbandsebene geplant – darunter Tage der offenen Tür und Großübungen.
HANNOVER. Zwei Ehrungen verdienter Mitbürger standen im Mittelpunkt des diesjährigen Frühjahrsempfanges des Bezirksrates Döhren-Wülfel heute Vormittag (18. Mai) im Freizeitheim Döhren. Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner würdigte ihre Vorgängerin im Amt, Christine Ranke Heck, und Rolf Bade von der Timotheus-Kirchengemeinde für ihren ehrenamtlichen Einsatz. Für die beiden so Ausgezeichneten gab es die Ehrennadel des Bezirksrates, eine Urkunde, einen Blumenstrauß und einen Restaurantgutschein, gesponsert von der Volksbank Hannover.
„Im Ehrenamt war Rolf Bade jahrelang Vorsitzender der Fachgruppe Gymnasien und stellvertretender Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Niedersachsen, Mitglied im Schulhauptpersonalrat beim Niedersächsischen Kultusministerium und Mitglied der Landessynode der ev.-luth. Landeskirche Hannovers.
Zurzeit ist er Mitglied im Kirchenkreisvorstand Hannover und dort zuständig für Finanzen. Seit über 20 Jahren engagiert er sich im Kirchenvorstand der Timotheus-Gemeinde in Waldhausen und ist Kuratoriumsvorsitzender der Timotheus Stiftung der Kirchengemeinde“ sagte Antje Kellner und führte weiter aus: „Die Stiftung wirkt in die Gemeinde und in den Stadtbezirk hinein. Ihre Veranstaltungen wenden sich an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. Diskussionsabende zu gesellschaftlich und kirchlich relevanten Themen wie z. B. „Reformation“, „Sterbehilfe“, „christlich-jüdischer Dialog“ oder dem Verhältnis von Staat und Kirche ziehen viele Interessierte an.“
Auch über die frühere Bezirksbürgermeisterin Christine Ranke Heck wusste Antje Kellner nur Gutes zu berichten. „Alles begann mit der Arbeit in einer Elterninitiative, nämlich als Gründerin des Fördervereins der GS Loccumer Straße. Da wurde sie auf die Möglichkeiten in der Kommunalpolitik aufmerksam und die Kommunalpolitik auf sie. Denn so eine Arbeit bleibt natürlich in Ehrenamtskreisen weder unbemerkt noch ungestraft, und so saß sie bald im Bezirksrat des Stadtbezirks Döhren-Wülfel. Doch bei der Arbeit als einfache Bezirksratsfrau blieb es nicht. Bald schon war sie Bezirksbürgermeisterin, besser bekannt als “ Königin von Döhren“. Später kam noch ein Ratsmandat dazu.“ Außerdem, so Kellner, war und ist Ranke-Heck bei den Freunden des Döhrener Turms mit dabei. Saubere Straßen waren Christine Ranke-Heck ebenfalls ein besonderes Anliegen. „Sie hat Döhren-Wülfel zum hundetütenspenderreichsten Stadtbezirk Hannovers gemacht und unermüdlich Paten für die Spender akquiriert. Auch nach dem Ausscheiden aus dem Amt hat sie sich hier noch weiter engagiert. Leider liegt ja aber bekannterweise das Problem am anderen Ende der Leine, so dass auch diese außerordentlichen Bemühungen nicht zum 100%tigen Erfolg führen konnten.“
Blumen und ein dickes Dankeschön gab es auch für Timo Cramm, der den Bezirksrat Döhren-Wülfel in den letzten Monaten vertretungsweise mitbetreute und für den Stadtbezirksmanager Sven Berger. Ohne sie wäre die Arbeit des Bezirksrates gar nicht möglich gewesen, sagte Antje Kellner.
In ihrer Begrüßungsrede blickte Bezirksbürgermeisterin Kellner auf das vergangene Jahr zurück, wies auf Punkte hin, die nun auf einen guten Weg zu sein scheinen, sparte aber auch nicht mit Kritik.
„Keine Korrekturen dagegen bis jetzt bei der Veloroute 8. Trotz offenkundiger, monierter Mängel bei der Verkehrsführung und einem einstimmigen Antrag des Bezirksrates Döhren-Wülfel diesen abzuhelfen, tut sich da auf Seiten der Stadt- Nichts. Nun ja, die Hoffnung stirbt zuletzt“. Meinte sie. Und auch das Problem „Wichmann“ griff sie auf: „Stillstand auch bei Wichmann. Da können wir heute übrigens fast ein Jubiläum feiern: Am 15. Mai 2015 schloss die Gastwirtschaft Wichmann ihre Tore. Der Bezirksrat Döhren-Wülfel erwirkte damals über den Rat eine Erhaltungssatzung für das Areal. Viel wurde seitdem dort geplant, von einem Hotel über eine moderne Tagungsstätte bis hin zu einer Kita. Materialisiert hat sich Nichts davon. Mittlerweile ist von den ursprünglichen historische Gebäuden Nichts mehr zu sehen. Ein potentieller Erwerber klagt gerade gegen die Stadt, da er dort in die Höhe bauen und ökonomisch sicher sehr attraktive Mikroappartements errichten möchte. 100 Kleinwohnungen sollen auf dem kleinen Areal entstehen. Bezahlbarer Wohnraum für Normalverdiener sieht sicher anders aus. Über die Attraktivität dieser Gesamtplanung sind die Meinungen daher eher geteilt. Ergebnis offen.“
Natürlich mahnte Antje Kellner auch die ausstehenden Ersatzbauten für marode städtische Einrichtungen an. „Der Neubau des Feuerwehrhauses für die Freiwillige Feuerwehr Wülfel – herzlich willkommen Herr Ortsbrandmeister Lars Wichmann- oder der im Kulturplan der Stadt immer noch als Leuchtturmprojekt bezeichnete anstehende Neubau des Döhrener Freizeitheims haben es auch noch nicht auf die vorderen Plätze der umzusetzenden Projekte geschafft.“ Auch, dass das Projekt eines Kolumbariums in der Neuen Kapelle auf dem Seelhorster Friedhof vorerst auf Eis gelegt ist, bemängelte sie. „Absolut ärgerlich auch, dass eines unserer vielversprechenden und eigentlich schon durchgewunkenen Projekte, der geplante Bau eines Kolumbariums auf dem Seelhorster Friedhof, vorerst nun nicht weiterverfolgt wird. Dabei würde das Ganze nicht nur Geld in die Stadtkasse spülen, sondern auch laufende Kosten einsparen. Denn auch die denkmalgeschützte Alte Kapelle muss ja weiter in Schuss gehalten werden. Vom steigenden Bedarf nach alternativen Bestattungsmöglichkeiten einmal ganz abgesehen.“
Aber es gab auch Positives zu vermelden. Kellner: „Wohnprojekte der Baugenossenschaft Heimkehr wie die Guthe-Höfe an der Peiner Straße mit 30% gefördertem und durchgehend barrierearmen Wohnraum und die Neubauten im Wohncarree am Schafbrinke in Waldheim nehmen nach dem Wechsel der beauftragten Projektgesellschaft wieder Fahrt auf. Die Fertigstellung an der Peiner Straße ist nun für Sommer 2026 geplant. (Ursprünglich Sommer 2024). In Waldheim sollen die Hochbaumaßnahmen für die dort geplanten sieben Gebäude mit 55 Wohnungen im Spätsommer 2025 beginnen. Auf dem Gelände der ehemaligen Druckerei Pinkvoss in Döhren entstehen über einer Tiefgarage 18 Wohnungen und Geschäftsräume.“
Musikalisch wurde der Bezirksratsempfang von der Band Wachsmuss umrahmt. Das „Kaffeefahrrad der Diakonie Himmelsthür sorgte für heiße Getränke zum kalten Buffet; leckeren selbstgebackenen Kuchen gab es daneben ebenfalls.
Die Band Wachsmuss spielte beim BezirksratsempfangGäste beim Empfang: Polizeioberrat Sven Schremmer vom Kommissariat in Döhren und Regionsabgebordneter Angelo Alter (v.l.)Musikalischer EmpfangHannovers Bürgermeister Thomas Hermann schaute ebenfalls vorbeiMusikalische Unterhaltung beim EmpfangBlumenstrauß als Dankeschön an Timo Cramm und Sven BergerEhrung von Rolf Bade (2. v.l.)Die Gruppe Wachsmussv. l. Regionsabgeordneter Agelo Alter und die frühere Bezirksbürgermeisterin Christine Ranke-Heck
HANNOVER. Die Kulturinitiative Döhren-Wülfel-Mittelfeld besuchte heute Nachmittag (17. Mai) eine Fotoausstellung der besonderen Art. Die Fotografin Julia Krahn hat sich mit ihren Fotos von Frauen in den Dialog zu den Werken alter Meister begeben, stellte ihre Aufnahmen denen der gemalten Bilder gegenüber. Das Landesmuseum präsentiert diese Kombination in einer Sonderschau mit dem Titel „Frauenbilder“ zum Tag der Frau. Der Kunsthistoriker Dr. Christian Vogel (stellv. Vorsitzender der Kulturinitiative) führte die Teilnehmer durch die Ausstellung und gab interessante Einblicke in das Werk von Julia Krahn. Die „Frauenbilder“ sind noch bis zum 17. August 2025 im Landesmuseum zu sehen (2. Obergeschoss in den Bilderwelten).
HANNOVER. Gleich zweimal musste die Feuerwehr am gestrigen Freitag (16.05.) zu verschiedenen Bränden in den Canarisweg im Stadtteil Mühlenberg ausrücken. Gegen 16:00 Uhr meldeten mehrere Anrufende der Regionsleitstelle Explosionen und eine starke Rauchentwicklung auf dem Dach eines neungeschossigen Wohngebäudes im Canarisweg. Umgehend wurden von der Leitstelle zwei Löschzüge und eine Freiwillige Feuerwehr sowie der Rettungsdienst in den Canarisweg alarmiert. Schon auf der Anfahrt war von weitem eine große, schwarze Rauchsäule zu erkennen, woraufhin die Einsatzleitung die Alarmstufe und damit die Anzahl an Fahrzeugen und Personal weiter erhöhte. Außerdem wurden mehrere Führungskräfte zur eventuellen Bewältigung eines Massenanfalls von Verletzten (MANV) angefordert. Die umgehend eingeleitete Brandbekämpfung im Dachbereich des Wohnkomplexes wurde von zwei Drehleitern sowie zwei Löschrohren mit mehreren Atemschutztrupps durchgeführt. Durch das schnelle Eingreifen konnten schnell Löscherfolge erzielt werden und eine Ausbreitung des Feuers verhindert werden. Allerdings gestalteten sich die Nachlöscharbeiten als sehr aufwändig, da die Dachhaut für die Suche nach Glutnestern aufgenommen werden musste. Neben herkömmlichen Wärmebildkameras kam auch eine Drohne zum Einsatz, die die Einsatzleitung bei der Erkundung der Lage unterstützte. Anders als zunächst befürchtet, wurden bei diesem Einsatz weder AnwohnerInnen noch Einsatzkräfte verletzt. Nachdem die Nachlöscharbeiten beendet waren, konnten die Mieter zurück in die unversehrten Wohnungen. Zur Brandursache und zur Schadenshöhe konnte die Feuerwehr keine Angaben machen. Nach Beendigung des Feuerwehreinsatzes wurde die Einsatzstelle der Polizei zur Brandursachenermittlung übergeben. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit etwa 75 Einsatzkräften und 30 Fahrzeugen vor Ort.
Gegen 20:50 Uhr am Freitagabend – nur wenige Stunden nach dem Brand auf dem Dach des Wohnkomplexes im Canarisweg führte ein Führungsdienst der Feuerwehr eine Brandnachschau durch. Auf der Anfahrt fiel den Einsatzkräften eine Rauchentwicklung auf, die aus einem ebenfalls im Canarisweg gelegenen Parkhaus drang. Die Erkundung ergab einen ausgedehnten PKW-Brand, welcher bereits drohte sich auf weitere PKW auszubreiten. Umgehend forderte der Führungsdienst einen Löschzug sowie eine Freiwillige Feuerwehr zur Brandbekämpfung an. Durch zwei Atemschutztrupps konnte das Feuer mittels eines Löschrohrs schnell unter Kontrolle gebracht und eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Zur Brandursache konnte die Feuerwehr keine Angaben machen. Die Einsatzstelle wurde nach Abschluss des Feuerwehreinsatzes an die Polizei zur Ermittlung der Brandursache übergeben. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren in diesem Fall mit etwa etwa 35 Einsatzkräften und mit neun Fahrzeugen vor Ort.
Die Fotos zu diesem Bericht entstanden ausschließlich im Zusammenhang mit dem ersten Einsatz, dem Brand auf dem Dach des Gebäudes im Canarisweg.
HANNOVER. Verkehrsunfall in der Goethestraße – Bereits am Mittwoch (14.05.) kam es auf der Goethestraße zu einem Verkehrsunfall. Dabei wurde ein PKW von einer Stadtbahn gerammt. Laut einer Sprecherin der Polizei Hannover ist der schwarze VW nicht mehr fahrbereit, der Fahrer wurde bei dem Unfall verletzt. Der Rettungsdienst war vor Ort, ebenso ein Team der Verkehrssteuerung der ÜSTRA. Durch den Unfall war der Stadtbahnverkehr stadteinwärts zeitweise unterbrochen. Der Verkehrsunfalldienst der Polizei leitete vor Ort die Untersuchungen zur Ermittlung des Unfallhergangs ein.
Vegetationsbrand in der Nordstadt – Angrenzend an das Gelände der Wache des Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Ortsverband Hannover-Stadt in derPetersstraße verlaufen die Gleise der Eisenbahn. Auf dem Bahngelände in der Nähe des Bahnhofs Nordstadt kam es am Donnerstagnachmittag (15.05.) auf einer kleinen Fläche von nur wenigen Quadratmetern zu einem Vegetationsbrand. Die Feuerwehr hatte das Feuer schnell gelöscht. Da sich die Brandstelle jedoch direkt unter der Oberleitung der Bahn befand, bestand laut Auskunft der Bundespolizei jedoch die Gefahr, dass sich bei Annäherung ein Lichtbogen bilden könnte. Ein alarmierter Notfallmanager der Deutschen Bahn begutachtete die Situation vor Ort und gab schließlich Entwarnung.
Wohnungsbrand in Badenstedt – Gestern (15.05.) Abend etwa gegen 20:30 Uhr wurden im Stadtteil Badenstedt drei Kinder und ihre Eltern bei einem Wohnungsbrand von der Feuerwehr über tragbare Leitern aus der 1. Etage gerettet. Fünfzehn Minuten nach der Alarmierung war der Brand in der Wohnung gelöscht. Ein Nachbar, die Kinder und ihre Mutter erlitten eine Rauchgasintoxikation, der Vater sogar leichte Verbrennungen. Sie alle wurden in hannoversche Kliniken zur weiteren Untersuchung und Behandlung gebracht. Die Feuerwehr Hannover war hier mit 58 Einsatzkräften und 23 Fahrzeugen im Einsatz.
Hier soll auch in diesem Jahr wieder Wassersprudeln: Rübezahlbrunnen in Mittelfeld.
HANNOVER. Der Beschluss fiel einstimmig: „Die Verwaltung wird aufgefordert, den Brunnen am Rübezahlplatz im Stadtteil Mittelfeld wieder mit Wasser zu bespielen“, forderte der Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel in seiner Mai-Sitzung am gestrigen Donnerstag auf Antrag der SPD. Fraktionsvorsitzender Jens Schade: „Der Rübezahlplatz stellt einen zentralen Aufenthalts- und Begegnungsort für die Menschen des Stadtteils dar. Insbesondere in den Sommermonaten trägt der Brunnen zum Erhalt der Aufenthaltsqualität bei und schafft zusätzlich ein angenehmes Mikroklima im öffentlichen Raum. Mittelfeld war viele Jahre Teil des Programms Soziale Stadt. Gerade in Stadtteilen mit besonderen sozialen Herausforderungen ist es wichtig, wohnortnahe Orte der Begegnung und Lebensqualität zu erhalten und zu fördern. Die erneute Inbetriebnahme des Brunnens ist daher ein sichtbares Zeichen für den Erhalt und die Wertschätzung des öffentlichen Raums im Quartier.“
Insgesamt gesehen war dieser Abend im großen Saal des Freizeitheimes am gestrigen Donnerstag (15. Mai) ein „Tag der Einstimmigkeit“. Sämtliche Beschlüsse passierten das Gremium mit der Zustimmung aller Fraktionen, Gruppen und Einzelvertreter. So wurde u.a. beschlossen:
Im Verlauf der Eupener Straße (Stadtteil Seelhorst) sollen auf der Fahrbahndecke auf die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 durch entsprechende Markierungen hinzuweisen. Die Verwaltung wurde außerdem gebeten zu prüfen, auf welchen Straßen im Vitalquartier (Stadtteil Mittelfeld) ebenfalls durch aufgemalte Hinweise bzw. durch Auftragen des Verkehrszeichen 274.1 an die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit erinnert werden kann (SPD-Antrag).
die Verwaltung zu beauftragen, auf der Straße Am Schafbrinke in Waldheim zwischen dem Kindergarten Waldheim e.V. und dem Pflegeheim Wilkening zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Tempobeschränkung auf 30 km/h einzuführen und somit die Lücke zwischen zwei Tempo 30-Abschnitten zu schließen (Grüne);
an der Ecke Lerchenfeldstraße / Wülfeler Straße ein Halteverbot einzurichten (CDU);
die Verwaltung zu bitten, für den Einbau von sogenannten taktilen Leitlinien / Bodenindikatoren für sehbehinderte oder blinde Menschen eine sog. „Roadmap“ für den Stadtbezirk Döhren-Wülfel zu erarbeiten, die dann schrittweise umgesetzt wird. SPD-Bezirksratsherr Dirk Battke: „Dem Bezirksrat ist bewusst, dass nicht sofort und an allen Punkten umgehend derartige Bodenindikatoren angebracht werden können. Deshalb gilt es eine Strategie bzw. einen Projektplan (sog. Roadmap) zu entwickeln, nach dem dann schrittweise an den erforderlichen Stellen nach und nach derartige taktile Bodenleitlinien eingebaut werden.“ (SPD-Antrag)
die Verwaltung zu beauftragen zu prüfen, ob die Straßenlaternen in der Bernwardstraße zwischen Hildesheimer Straße und Fiedelerplatz um 180 Grad gedreht werden können, sodass die Gehwege besser ausgeleuchtet werden (Grüne).
„Der bauliche Endausbau wird durch den städt. Fachbereich Tiefbau geplant, eine Terminschiene kann jedoch aktuell nicht mitgeteilt werden. Nach Fertigstellung des Endausbaus werden beidseitig Gehwege, Querungsmöglichkeiten mit einer Lichtsignalanlage am Knoten Wülfeler Str / Hannelore-Kunze-Straße sowie Barrierefreiheit errichtet. Die Straßenverkehrsbehörde prüft, ob bereits vorab Regelungen durch entsprechende Verkehrszeichen angeordnet werden können“ heißt es auf eine Anfrage der SPD-Fraktion. Die Sozialdemokraten hatten darin auf die gefährliche Verkehrssituation im sogenannten „Vitalquartier“ in Mittelfeld hingewiesen.
Die Idee, auf dem Grundstück an der Hildesheimer Str. 349 nach dem Auszug eines VW-Händlers eine weiterführende Schule und ein neues Feuerwehrgerätehaus für die Freiwillige Feuerwehr Wülfel zu bauen, hat sich zerschlagen. Der Grundeigentümer hat das Gelände nicht an die Stadt Hannover kauft, sondern anderweitig langfristig vergeben. Auf Anfrage der Gruppe Die Linke/PDF teilte Stadtbezirkskoordinator Sven Berger mit, dass ein anderes Autohaus seinen Standort auf die ehemaligen B&H-Fläche verlagern möchte.
Geld aus dem Stadtsäckel gibt es ebenfalls wieder. Neben anderen Vorhaben erhält das Familienzentrum Gleiwitzer Straße Projekt für die Flurneugestaltung 300,00 Euro undWohnenPlus bekommt für ein geplantes Nachbarschaftsfest 350,00 Euro.
Einstimmig wählten die Ortspolitiker daneben Mohammad Dastangoo und Frau Kamaleswary Sandran zu neuen Mitgliedern im Integrationsbeirat.
Ein anderes Autohaus zieht auf das ehemaligen B&H-Grundstück. Die Idee einer weiteren IGS an dieser Stelle lässt sich nicht verwirklichen
SPD-Rats- und Bezirksratspolitiker informierten sich bei Anliegern der Neckarstraße.
HANNOVER. Seit die Velo-Route 8 in der Wiehbergstraße an den Start gegangen ist, klagen Anwohner in den Seitenstraßen über eine zunehmende Belastung durch den Kraftfahrzeugverkehr. Nachdem sich bereits Bürger aus der Bothmerstraße hilfesuchend an die Ratsfrau Anja Schollmeyer (SPD) gewandt hatten, suchten nun Anlieger der Neckrastraße das Gespräch mit den Sozialdemokraten im Stadtteil. Neben Ratsfrau und SPD-Ortsvereins-Co-Vorsitzende Anja Schollmeyer waren auch Willi Lindenberg und Jens Schade aus der Bezirksratsfraktion mit dabei. Das Fazit der Zusammenkunft: Die Neckarstraße soll in die von der Stadtverwaltung für das Frühjahr geplante Verkehrszählung einbezogen werden. Schollmeyer: „Wenn die Zahlen dann vorliegen, müssen wir überlegen, welche Maßnahmen möglich sind.“