Freuen sich über den neuen Schaukasten (v.l.): Dirk Battke, Michael Rinker, Willi Lindenberg und Sven Berger
HANNOVER. Zwei Jahre hat es gedauert, die Bürokratie zeigte ihre schlimmsten Seiten. Doch nun ist es geschafft. Heute (14. Oktober) wurde am Fiedelerplatz im Stadtteil Döhren eine kleine Grube ausgehoben und der neue Info-Schaukasten des Sozialverbandes Deutschland – Ortsverband Hannover-Süd (SoVD) aufgestellt. „Nicht alle unsere älteren Mitglieder sind online“, sagt Ortsverbandsvorsitzender Dirk Battke, da seien Informationen auf hergebrachte Art und Weise weiterhin wichtig.
Dirk Battke bedankte sich bei Stadtbezirksmanager Sven Berger und den anwesenden Vertretern aus der Politik (Ratsherr Michael Rinke (Grüne) sowie den Mitgliedern des Bezirksrates Jens Schade und Willi Lindenberg (SPD) und Claudia Meier (Grüne) für die Unterstützung. Der Bezirksrat Döhren spendierte für den Schaukasten einen Zuschuss in Höhe von 900 Euro. Die andere Hälfte finanziert der SoVD aus Spenden. Als Dankeschön gab es einen Becher heißen Kaffee und Zuckerkuchen.
Mit heißem Kaffee und süßen Zuckerkuchen wurde der neue SoVD-Schaukasten eingeweiht.
Polarlichter über Hannover-Döhren. Foto: Nicole Schade
HANNOVER. Faszinierendes Himmelsschauspiel: Polarlichter – wissenschaftlich Aurora boreali – hüllen den Himmel über uns in außergewöhnlichen Farben. Verursacht werden diese Nordlichter durch energiereiche geladene Teilchen, die mit dem Erdmagnetfeld reagieren. Ein starker Sonnensturm hat jetzt dazu geführt, dass solche Polarlichter nicht nur im hohen Norden, sondern in der Nacht vom letzten Donnerstag auf Freitag sogar über Hannover – trotz all der Lichtverschmutzung – zu sehen waren.
Am Freitag Abend (11. Oktober 2024) verwandelte Samu Haber das Capitol in Hannover in einen stimmungsvollen Konzertsaal voller Energie und Emotionen. Der charismatische Finne, bekannt als Frontmann der Band Sunrise Avenue, zog das Publikum vom ersten Moment an in seinen Bann.
Bereits beim Betreten der Bühne begrüßte Haber das Publikum mit seiner typischen Mischung aus sympathischer Zurückhaltung und augenzwinkerndem Humor. Die Stimmung des überwiegend weiblichen Publikums war ausgelassen.
Viele textsichere Fans, von denen einige bereits seit gestern vor den Türen auf den Einlass warteten, feierten den 48jährigen Finnen. Das Capitol, eine vergleichsweise intime Location, bot die perfekte Kulisse für diesen Abend, der von der persönlichen Nähe zwischen Künstler und Publikum geprägt war.
Das Set bestand aus Songs seines Solo-Albums „Me Free My Way”. Schon beim ersten Song wurde klar: Haber hat als Solokünstler einen eigenständigen Sound entwickelt, der trotz der poppigen Ohrwürmer auch tiefere, nachdenkliche Töne anschlägt.
Was das Konzert besonders machte, waren die vielen humorvollen Anekdoten, die Haber zwischen den Songs erzählte. Diese persönlichen Einblicke, gepaart mit seiner charmanten Art, sorgten dafür, dass der Abend eine intime und fast freundschaftliche Atmosphäre hatte.
Musikalisch überzeugte Haber mit einer hervorragenden Band im Rücken, die ihn perfekt unterstützte, ohne dabei die intime Stimmung zu überlagern. Seine unverwechselbare Stimme stand stets im Vordergrund, mal rau und kraftvoll, mal weich und sanft, was besonders bei den Balladen zur Geltung kam.
Nach gut 90 Minuten endete der Abend mit einer Zugabe, die das Publikum noch einmal komplett mitriss. Der Finne zeigte eindrucksvoll, dass er auch solo eine außergewöhnliche Bühnenpräsenz hat und seine Fans auf eine ganz persönliche Reise mitnimmt. Ein Konzert, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.
HANNOVER. „Menschen im Alltag“ lautet der Titel der heute (11. Oktober) eröffneten neuen Fotoausstellung der „Galerie im Keller“ im Freizeitheim Linden. Der Fotograf Reinhart Weber zeigt eine Auswahl seiner Straßenfotografien, die zwischen Hannover, Norderney und London entstanden. Immer, wenn er besondere Situationen entdeckte, zückt der heute 73jährige seine kleine Kamera und hält alles in Schwarzweißfotos fest.
„Ich bin ein schneller Fotograf“, erzählte er bei der Ausstellungseröffnung. Denn die Bilder entstanden zumeist spontan. Rund 30 Jahre lang hatte der Künstler sich von der Fotografie abgewendet und war als Maler tätig. Ein besonderes beeindruckendes Porträtfoto zeigt dann auch seinen ehemaligen Galeristen. Doch dann führte ihn der Weg wieder zurück zur Kamera. Obwohl seine Werke manchmal durchaus komische Situationen zeigen, belässt Reinhart Weber den abgebildeten Menschen ihre Würde. Ohne Farbe wirken die Aufnahmen abstrakter. Weber: „Mir macht das Festhalten alltäglicher Situationen auf alle Fälle viel Freude, die sich hoffentlich dem Betrachter mitteilt.“
Die Bilderschau ist bis zum 8. Januar 2026 zu den üblichen Öffnungszeiten des Freizeitheimes Linden, Windheimstraße 4, zu sehen.
Polizeihauptkommissar Klaus-Dieter Theune vom Polizeikommissariat Döhren und Brigitte Lewerenz, die SoVD-Sicherheitsbeauftragte für Senioren, informierten
HANNOVER. Fröhlicher Kaffeeklatsch mit ernstem Thema. Einmal im Monat treffen sich die Mitglieder des Sozialverbandes-Hannover Süd (SoVD) zu einem Genusstermin mit Kaffee und Kuchen im Café Kastagnette des Wohnpark Kastanienhof in Mittelfeld. Anfang Oktober waren auch Polizeihauptkommissar Klaus-Dieter Teune vom Polizeikommissariat Döhren und Brigitte Lewerenz, die SoVD-Sicherheitsbeauftragte für Senioren, mit dabei.
Beide gabenunter anderem Tipps und Tricks, wie man sich vor Trickbetrügern – etwa bei Anrufen angeblicher Polizisten oder Enkel – schützen kann. „Wenn tatsächlich etwas passiert sein sollte, kommt die Polizei immer persönlich. Wir rufen nicht an“, sagt Klaus-Dieter Teune, der als Kontaktbereichsbeamter im Stadtbezirk Döhren-Wülfel tätig ist. Werde vom Anrufer die Übergabe von Wertsachen gefordert, sollte man einfach auflegen und die „richtige“ Polizei informieren.
Allgemein stellte Hauptkommissar Teune fest, dass bei älteren Menschen ein höheres Sicherheitsempfinden bestehe, das subjektive Gefahrengefühl sei oft höher, als es objektiv gerechtfertigt wäre. Gleichwohl: wer etwa Angst habe, beim Geldabheben bestohlen oder beraubt zu werden, sollte sich mit Freunden und Bekannten verabreden und gemeinsam zur Bank gehen. Und Handtaschen sollten nach Möglichkeit unter der Jacke oder dem Mantel getragen werden. Hat ein Räuber aber erst einmal die Tasche gepackt, „spielen sie nicht den Helden“, meint Teune. Eine gestohlene Handtasche wiege nicht so viel wie schwere Verletzungen etwa durch einen Sturz.
Brigitte Lewerenz verteilte zum Abschluss noch kleine Karten, die neben dem Telefon gestellt werden sollten. Damit man bei Schockanrufern oder angeblichen Enkelkindern gleich vor Auge habe, wie man sich richtig verhalten sollte.
Eine kleine Pappkarte fürs Telefon gegen Betrügeranrufe
Bei viel Regen wird der Fiedelerplatz zu einer Seefläche.
HANNOVER. Bei starken Regenfällen wird die Fläche vor der Bühne auf dem Fiedelerplatz zu einem kleinen See. Das ist besonders störend, wenn gerade wieder eine der tollen Veranstaltungen in „Döhrens guter Stube“ ansteht. Die SPD-Fraktion hatte deshalb im vergangenen Juni einen Antrag in den Bezirksrat Döhren-Wülfel eingebracht, wonach die Stadt aufgefordert wurde, „das Abflussrohr am Fiedelerplatz regelmäßiger und häufiger zu reinigen und grundsätzlich geeignete Maßnahmen zu ergreifen, damit der Fiedelerplatz nicht immer wieder unter Wasser steht.
Dieser Antrag wurde seinerzeit so auch vom Bezirksrat beschlossen, doch die jetzt den Ortspolitikern übersandte Stellungnahme aus dem Rathaus ist wenig befriedigen. „Das Problem des sich rückstauenden Wassers ist bekannt und die Sanierung steht auf einer Liste zu bearbeitendem Flächen. Der Rückstau entsteht nicht durch eine fehlende Reinigung der Abflüsse. Es muss eine Rückhaltung für das anfallende Wasser eingebaut werden, angedacht sind hier Rigolen im Untergrund, die das Wasser vorerst aufnehmen. Aufgrund fehlender personeller Kapazitäten ist es derzeit allerdings nur möglich, akute Verkehrsunsicherheiten zu bearbeiten, Pfützenbildung gehört nicht dazu. Sobald personelle Kapazitäten vorhanden sind, wird die Fläche bearbeitet“, heißt es jetzt in einem Rundschreiben an die Mitglieder des Bezirksrates.
HANNOVER. Ein Bühnenbild gibt es noch nicht, also muss improvisiert werden. Ein kleines Rollschränkchen markiert den Eingang zur Wohnung. „Tritt noch nicht ein, streck nur den Kopf vor“, kommandiert Regisseurin Gabriele Dragon, steht auf und macht es vor. Im Freizeitheim Döhren entsteht gerade eine neue Produktion des Südstädter Komöd’chens. Bei der ersten Kostümprobe zeigt sich, wo noch feiner an den Figuren des Theaterstücks gefeilt werden muss. Schließlich soll bei der Premiere Mitte März nächstens Jahres alles perfekt sein, wenn sich im Thurnithi-Saal der Vorhang hebt.
„Hausfreunde“ heißt das neue Projekt des Südstädter Komöd’chens. „Man stöbert sich durch die bunte Vielfalt an Theaterstücken und – Halleluja! – stolpert über den Autor Lewis Easterman“, erzählt Theaterleiter Peter Gärtner. Wobei Easterman nur das Pseudonym des bekannten Autos Charles Lewinsky ist, der 1946 in Zürich geboren wurde und wo er immer noch, so Gärtner, „kreativ lebt.“
Bei dieser Komödie geht es um Doris und Gretel, die seit der Schulzeit beste Freundinnen sind. Zwar gingen sie danach getrennte Wege, doch im Alter führte das Schicksal sie wieder zueinander. Und ohne, dass sie es ahnen, verbindet sie ein auch schon älter gewordener, aber nach wie vor charmevoller Artist. Und dann taucht da immer wieder auch noch eine schrullige alte Dame auf …
Wer einen vergnügten Abend erleben will, sollte sich bereits den 14. März 2025 vormerken. Dann heißt es auf der Bühne im Freizeitheim Döhren um 19:30 Uhr erstmals „Vorhang auf“ und die Amateurmimen des Südstädter Komöd’chens zeigen wieder ihre Spielfreude und ihr komödiantisches Können.
Erste Proben für die neue Komödie
Regisseurin Gabriel Dragon demonstriert, wie sie sich die Haltung der Figurenvorstellt
Showtanz der Juniorengarde der Funkenartillerie Blau-Weiß
HANNOVER. Am heutigen Sonnabendnachmittag (28. September) feierten die Döhrener auf dem Fiedelerplatz den Herbst. Die Interessengemeinschaft Döhrener Geschäftsleute – kurz IDG – genannt, hatte zu dem beliebten Kürbisfest eingeladen. Der Wettergott schien das mit dem Herbstfeiern irgendwie zu ernst genommen zu haben. Er schickte jedenfalls mal ein richtig herbstliches prasselndes Regenschauer herunter. Da wurden die Verkaufsstände in den überdachten Pavillons gleich viel interessanter und die Besucher drängeltes sich, um die angebotenen Dinge näher in Augenschein zu nehmen. Doch bald zogen die dunklen Wolken weiter und die Sonne wärmte den Platz wieder.
Wie in jedem Jahr hatten die Kinder aus den Kindergärten und -horten tolle Dinge aus den großen gelben Früchten gebastelt und die Jury hatte es schwer, die schönsten auszuzeichnen. Neben dem leiblichen Wohle – es gab unter anderem heiße Kürbissuppe aus dem „Leinerausch“, Bratwüste vom Grill bei der Funkenartillerie Blau-Weiß Hannover-Döhren und den traditionellen Sektstand der IDG – kam der Spaß nicht zu kurz. Die Schützen boten wieder Pfeilschießen mit dem Blasrohr und auch ein Bobby-Car-Parcours für die ganz Kleinen war im Angebot. Für den musikalischen Rahmen sorgte nicht nur ein DJ, sondern es gab daneben Livemusik mit der Sängerin Samantha Stanton. Die blau-weißen Karnevalisten zeigten nicht nur, dass sie im Umgang mit der Grillzange geübt waren, ihre Juniorengarde begeisterte zudem mit einem Schautanz zum Thema „Social-Media“ auf der kleinen Bühne.
Die DLRG-Jugend lockte mit Popcorn
Beim Kürbisfest durfte Kürbissuppe natürlich nicht fehlen
Auftritt der Juniorengarde
Toll gebastelte Kürbisse
Toll gebastelte Kürbisse
Auftritt der Juniorengarde
Auftritt der Juniorengarde
Auftritt der Juniorengarde
Am Stand der Familie Putz
Hobby-Imker Martin Weber verkaufte Honig
Musik vom DJ
Am IDG-Stand, rechts Gisela Steinhauer von „balance Kosmethik“
HANNOVER. Das bei Kindern beliebte Spielgerät am Spielpark in Döhren mit Holzelementen zum Klettern und Balancieren ist Geschichte. Die Spielkombination ist in die Jahre gekommen und wird abgebaut, weil die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Doch lange soll der Döhrener Nachwuchs nicht auf einen Ersatz warten müssen. „Bereits Mitte Oktober wird es ein neues attraktives großes Spielgerät an gleicher Stelle geben, das zum Klettern, Balancieren und zum Rutschen einlädt“, verspricht die Stadt Hannover.
Das Verwaltungsgericht Hannover hat über das Disziplinarverfahren gegen Harald Härke entschieden.
HANNOVER. Die Disziplinarmaßnahme ist zwar empfindlich, nach den erhobenen Vorwürfen dürfte Hannovers früherer Personaldezernent Harald Härke aber noch relativ glimpflich davongekommen sein. Wie das Verwaltungsgericht Hannover heute (16. September) mitteilte, hat die Diziplinarkammer den früheren hannoverschen Stadtrat mit der Besoldungsgruppe B 7 zurückgestuft, in dem ihm für einen Zeitraum von fünf Jahren Versorgungsbezüge aus einer um vier Stufen niedrigeren Besoldungsgruppe gezahlt werden. Die Disziplinarkammer hat damit dem Antrag der Landeshauptstadt, an dem sich das Gericht bei der Festsetzung des Disziplinarmaßes zu orientieren hat, in vollem Umfang entsprochen.
Eine derartige Herabstufung ist erheblich, doch auch mit Pensionsbezügen nach der Besoldungsstufe B 3 dürfte für den im Dezember 2019 in den Ruhestand getretenen Beamten noch ein auskömmliches Pensionärsleben mit geschätzten weit über 6000 Euro monatlich gewährleistet sein, zumal nach fünf Jahren die Versorgung wieder um vier Stufen nach oben geht. Eine hannoversche Tageszeitung spricht in ihrer Internetberichterstattung von einer „Höchststrafe“. Doch das trifft nicht ganz zu. Die härteste Disziplinarmaßnahme wäre das Aberkennen des Ruhegehaltes gewesen. Dann hätte Härke in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert werden müssen und nur noch auf Lebenszeit eine weitaus geringere Rente erhalten. Das Aberkennen des Ruhegehaltes entspricht dem endgültigen „Entfernen aus dem Dienst“ bei einem aktiven Beamten. Doch daran hatte offenbar auch die Stadt Hannover kein Interesse.
Hintergrund der Entscheidung der Disziplinarkammer sind, so die Pressemitteilung des Verwaltungsgerichtes, „die Verstrickungen des ehemaligen Personaldezernenten in die „Rathausaffäre“ der Landeshauptstadt.“ Das Landgericht Hannover hatte Härke mit Urteil vom 23. April 2021 wegen Untreue in drei Fällen in besonders schwerem Fall zu einer Freiheitsstrafe von elf Monaten zur Bewährung verurteil. „Dem lag unter anderem zugrunde, dass Herr Härke unter Missbrauch seiner Stellung als Personaldezernent die Verwaltung angewiesen hatte, dem Büroleiter des ehemaligen Oberbürgermeisters Schostok Zulagen zu gewähren, die diesem rechtlich nicht zustanden“, heißt es in der Mitteilung des Verwaltungsgerichtes weiter.
Das Gericht hat den Fall nicht öffentlich verhandelt, sondern durch einen Beschluss nach den Vorschriften des § 54 Niedersächsisches Disziplinargesetz (NDiszG) entschieden. Dies geht jedoch nur, wenn die Disziplinarklägerin und der beklagte Beamte sich mit diesem Verfahren und der ausgesprochenen Disziplinarmaßnahme vorab einverstanden erklärt haben.
Anders als im Bericht der Tageszeitung geschrieben ist gegen diese Entscheidung auch keine „Berufung“ möglich. Ein Rechtsmittel in Form einer Beschwerde nach § 62 Abs. 2 NDiszG ist zwar gegeben, aber nur sehr eingeschränkt möglich. In dieser Vorschrift heißt es; „Gegen Beschlüsse des Verwaltungsgerichts, durch die nach § 54 Abs. 1 über eine Disziplinarklage entschieden wird, kann die Beschwerde nur auf das Fehlen der Zustimmung der Beteiligten gestützt werden.