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Hannover Nachrichten vom 14.August 2023

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HANNOVER.

Graffiti-Festival „Urban Nature“ startet zum sechsten Mal in Hannover durch

Das „Urban Nature“ Festival für Graffitikunst vom 17. bis 20. August an verschiedenen Orten in Hannover vernetzt Akteur*innen und bringt die hannoversche Szene mit internationalen Künstler*innen und Besucher*innen zusammen. Das Programm bei der 6. Ausgabe geht von Sommerkino im Sprengel am 17. August über die Vernissage am 18. August von Künstler ISS.UE in der Galerie Brutal, die große Jam am Samstag, 19. August, mit Style-Battle und Kid’s Corner, bis hin zum KunstKiosk am 20. August im Chez Heinz, wo Werke der teilnehmenden Künstler*innen erworben werden können. Wie in jedem Jahr sind wieder Künstler*innen aus den Partnerstädten dabei, in diesem Jahr kommen Inkie aus Bristol sowie Fraen und Pat23 aus Leipzig.

Das nicht kommerzielle Festival wurde mit der Eröffnung der Ihmehall 2018 vom Graffitinetz Hannover zum ersten Mal entwickelt und veranstaltet. Seitdem findest es jährlich als Kooperationsveranstaltung mit dem Kulturbüro statt. Es ist Teil des Kulturentwicklungsplans (KEP) 2030 der Landeshauptstadt Hannover.

Programm:

17. August

Auftakt Film „Blaues Licht“ von Rocco und seinen Brüdern im Kino im Sprengel, Eintritt: 5 Euro plus Spende | Einlass: 20 Uhr

18. August:

Vernissage von ISS.UE mit dem Titel „Heimweh“ in der Galerie Brutal. Der Künstler aus Osteuropa lebt in Berlin, arbeitet in urbanen Räumen und Galerien und beschäftigt sich mit den Themen Transformation und Zufall und dem Zusammenspiel von virtueller und physischer Realität. Inspiriert von der Unvorhersehbarkeit des Lebens transformiert ISS.UE nicht greifbare digitale Bilder in analoge Formen. Mittels verschiedenster künstlerischer Methoden und einem innovativen Ansatz zu Materialien entstehen Zufallskombinationen und bewusste Verfremdung. Das visuelle Erlebnis zwischen Künstler*innen und Betrachtenden ist eine Aufforderung, sich mit einer dynamisch verändernden Welt auseinanderzusetzen.

19. August 

Zentrales Happening des Festivals ist die Graffiti-Jam an der Ihmehall. Mehr als 70 Maler*innen unterschiedlichsten Alters gestalten die gesamte Fläche neu. Die Jam dient als Plattform für mehr Austausch und Vernetzung in der Szene, es gibt sowohl einen Style-Battle als auch eine Kid’s Corner.

Nach der Jam lädt das UJZ Glocksee zu einer Afterparty mit dem Kollektiv „Tanzen mit Pflanzen“. Dort werden auf dem Hof ab 22 Uhr Impressionen des letztjährigen „Urban Nature“-Festivals gezeigt. 

20. August 

Kunstwerke, Sticker, Postkarten und vieles mehr der teilnehmenden Künstler*innen gibt es im KunstKiosk im Chez Heinz.


Pächter*innen für neue Parzellen gesucht – Kleingartenpark „Friedenauer Vielfalt“ nimmt Betrieb auf

Motivierte Menschen, die sich fürs Gärtnern interessieren, können sich ab sofort für die Pacht einer neuen Parzelle im 2021 gegründeten Verein „Friedenauer Vielfalt“ bewerben. Die neuen Kleingärten an der Straße Im Othfelde (Vahrenwald) sind Teil eines Modellprojekts mit dem Ziel eines ökologischen Gärtnerns im sozialen Miteinander. Nach dem ersten Bauabschnitt stehen nun die ersten 14 Parzellen zur Verfügung. Interessierte können sich an den Kleingärtnerverein (KGV) Friedenauer Vielfalt e.V. wenden: telefonisch unter (05 11) 69 97 18 oder per E-Mail unter info@bzvhannover.de. Alternativ ist auch der Kontakt zum Fachbereich Umwelt und Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover möglich: telefonisch unter (05 11) 1 68 – 3 50 40 oder per E-Mail unter 67.3Kleingaerten@hannover-stadt.de (Ansprechpartner: Jan Heeren).

Modellprojekt von Stadt und Bezirksverband

Die Umgestaltung des Areals zu einem insgesamt rund 11.000 Quadratmeter großen Kleingartenpark wurde bereits im Rahmen des Kleingartenkonzepts 2016 bis 2025 vereinbart und ist ein Projekt des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover und des Bezirksverbands Hannover der Kleingärtner e.V. Auch das mittlerweile abgeschlossene Verbundprojekt „Städte wagen Wildnis“ floss mit in die Maßnahme ein. Im Juni 2021 begannen die Arbeiten. Der Kleingartenpark, dessen Herrichtung insgesamt rund eine Million Euro kostet, liegt in verkehrsruhiger Lage mit Grünanbindung in der Nähe des Mittellandkanals.

„Die Ausrichtung des neu gegründeten Vereins soll als Blaupause für die Weiterentwicklung bestehender Vereine dienen. Der Bezirksverband wird die Vereine bei der Anpassung ihrer Anlagen hinsichtlich der sozialen und klimatischen Veränderungen unterstützen“, sagt Dr. Reinhard Martinsen, Präsident des Bezirksverbandes Hannover der Kleingärtner.

Hannovers Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel unterstreicht: „Der Kleingartenpark ‚Friedenauer Vielfalt‘ ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie die Ziele des Kleingartenkonzeptes umgesetzt werden können. Gemeinschaft, Artenvielfalt und Klimaschutz sollen zukünftig stärker in den Fokus gerückt werden. In guter Zusammenarbeit mit dem Bezirksverband Hannover der Kleingärtner e.V. möchte die Landeshauptstadt Hannover nach diesen Grundsätzen auch in den kommenden Jahren weitere Projekte dieser Art umsetzen.“

Große naturnah gestaltete Frei- und Gemeinschaftsflächen 

Die neu angelegten Kleingärten sind mit einer Fläche von jeweils 150 bis 250 Quadratmetern etwas kleiner als üblich. Dafür sind sie aber umgeben von großzügigen naturnah gestalteten Frei- und Gemeinschaftsflächen, die rund ein Viertel der Gesamtfläche des Kleingartenparks ausmachen und künftig durch die Vereinsmitglieder gemeinsam gepflegt werden. Dort gibt es einen Naschgarten, Blütensäume, Obstgehölze, Benjeshecken, Totholzelemente und einen versickerungsfähigen Parkplatz, der mit Ökopflaster hergerichtet wurde.

Der städtische Ausbildungsbetrieb Garten- und Landschaftsbau, hat den ersten Bauabschnitt maßgeblich verantwortet und mehr als 1.000 heimische Gehölze (zum Beispiel Hainbuche, Gewöhnlicher Schneeball, Roter Holunder oder Eingriffeliger Weißdorn) gepflanzt und Nisthabitate für Insekten geschaffen. Der neue Kleingartenpark soll zu Naherholung und Naturbeobachtungen einladen und zu einem Hotspot der urbanen Artenvielfalt werden.

Der 2021 zur Verwaltung der Flächen gegründete Kleingärtnerverein (KGV) „Friedenauer Vielfalt“ stellt ökologisches Gärtnern, soziales Miteinander und Maßnahmen zur Erhöhung der Artenvielfalt in den Vordergrund des Vereinslebens. Zusammen mit den verringerten Parzellengrößen stellt die neue Anlage auch eine Anpassung an veränderte Bedürfnisse der Stadtgesellschaft dar.

Weitere Parzellen und ein Modellgarten sind in Arbeit

Ein von der Sparkasse Hannover finanziell geförderter ökologisch gestalteter Modellgarten wird das Herzstück der Anlage bilden. Er soll künftig dazu inspirieren, wie im Kleingarten Gemüse selbst angebaut, der Garten gestaltet und Tier- und Pflanzenarten gefördert werden können. Die Grundstruktur wird im Herbst dieses Jahres hergerichtet, dazu gehören etwa die Gartenlaube und ein Freisitz. Vereinsmitglieder bepflanzen die Fläche im Rahmen von „Mitmachbaustellen“. Damit möchte der KGV Friedenauer Vielfalt ein Beispiel gelebter Gemeinschaft und Nachhaltigkeit mit überregionaler Bedeutung werden. Ebenfalls im Herbst sollen mit Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts weitere 18 Parzellen in die Verpachtung gehen.


Workshopreihe in Stadtteilkultureinrichtungen – mit Programm

Schreibwerkstätten „Hannover in Kapiteln – Geschichten aus den Stadtteilen“ von August bis November 

Menschen, die Lust am Schreiben haben, sind eingeladen, am Projekt „Hannover in Kapiteln – Geschichten aus den Stadtteilen“ teilzunehmen. In verschiedenen Schreibwerkstätten bieten hannoversche Autor*innen oder Kulturschaffende kreatives und autobiografisches Schreiben über Geschichten an, die in jedem Menschen schlummern. Die Teilnehmer*innen können in den Schreibwerkstätten vielfältige Methoden ausprobieren und Wege finden, sich selber auszudrücken. Herauskommen sollen Geschichten voller Freude, voller Erinnerungen, fantastische oder alltägliche Geschichten. Eine Fortsetzung ist für 2024 geplant.

Das Projekt „Hannover in Kapiteln“ ist eine Kooperation vom Autor:innenzentrum Hannover mit der Stadtteilkultur. Es ist Teil des Kulturentwicklungsplans 2030 der Landeshauptstadt Hannover.

Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos oder kostet zwischen fünf und zehn Euro (Ermäßigung mit Hannover-Aktiv-Pass möglich) Die Schreibwerkstätten finden in verschiedenen Stadtteilkultureinrichtungen statt.

Im Kulturbüro Misburg heißt es am 23. August „Kreatives Schreiben auf Arabisch“, im Stadtteilzentrum Stöcken wird am 3. September die Frage „Früher war alles…?“ gestellt. Weiter geht es am 9. September im Stadtteilzentrum Mühlenberg mit „Meine Geschichte in der Geschichte des Stadtteils“. „Schreib das auf!“ heißt es am 12. und 26. September sowie am 10. und 24. Oktober in der Kulturgemeinschaft Vinnhorst. „Wer bin ich und was macht mich aus?“ wird am 13. und 20. September im Kulturtreff Plantage in Davenstedt gefragt. Die „Orte meines Lebens“ sind das Thema am 21. September im Freizeitheim Döhren und „Halte meine Hand, wenn die Dunkelheit aus den Zeilen kriecht“ am 13. Oktober im Stadtteilzentrum Lister Turm. Mit „Alles ist Inspiration“ lockt am 13. und 14. Oktober die Schreibwerksatt im Freizeitheim Vahrenwald. Über „Drei Dinge meines Lebens“ schreiben die Teilnehmer*innen am 28. und 29. Oktober im Freizeitheim Linden. Wer „etwas zu sagen!?“ hat kommt am 9., 16., 234. und 30. November ins Kulturbüro Südstadt. „Stadtteilgeschichten“ lautet der Titel am 23. November im Freizeitheim Döhren.

Die Autor*innen:

MARLEN APEL, Autorin und Kulturvermittlerin, experimentiert mit Sprache, allein und mit anderen, mag spielerische Literaturformate und gibt Workshops dazu.

NGRID FRANK, Autorin, Dipl. Theol., Dipl Soz.päd., Jugend- und Familienberaterin, vermittelt in Schreibworkshops Lust am Schreiben als kreativer Prozess. Zuletzt erschien von ihr 2022 der Roman „Ligurisches Öl“.

INA KOLBECK-LANDAU, Autorin und Schreibtrainerin, gibt Workshops zu kreativem Schreiben und postet als @frau_landau lyrische Miniaturen auf Instagram.

LUCIE KOLB, Autorin und Sozialpädagogin. 2019 erschien ihr Kinderbuch „Suppenwetter oder eine Geschichte vom Stehlen, Schenken und Wegwerfen“, verschiedene Texte sind in Anthologien und Literaturmagazinen veröffentlicht worden.

HALA KOUTRACH, Journalistin und Bloggerin aus Syrien, schreibt u.a. für das elektronische Magazin upgration, den Theaterformen Festival-Blog und bietet kreative Schreibworkshops zu den Themen Ankommen, Konfrontation, Annahme und den Mechanismen von Integration und zur Nostalgie an.

SELENE MARIANI, hat am Hildesheimer Literaturinstitut veröffentlicht. Veröffentlichte den Erzählband „Miniaturen in Blau“ und den Roman „Ellis“. Leitet seit einigen Jahren Schreibwerk-stätten, außerdem ist sie Mitgründerin des Autor:innenzentrums.

MOJDEH MAVAJI, Autorin, schreibt Deutsch und Persisch. Ihre Novelle „Das Geheimnis der Dattelpalmen“ wird dieses Jahr veröffentlicht. Sie veröffentlichte ein Buch im Iran, schreibt Kurzgeschichten und für eine Zeitschriftenkolumne in Kanada.

RIKE PROTZEK, Autorin, schreibt seit 30 Jahren Gedichte und Kurzgeschichten – besonders faszinieren sie düstere Begebenheiten und Texte, die Gänsehaut verursachen.

BURKHARD WETEKAM, Autor und Journalist, schreibt unter anderem Kriminalromane, die an der Ostseeküste in Vorpommern spielen.


Freiluftkino im Schulbiologiezentrum Hannover: Solares Wanderkino Cinema del Sol zeigt „Der wunderbare Garten der Bella Brown“

Das Cinema del Sol ist am Freitag, 18. August, mit dem Film „Der wunderbare Garten der Bella Brown“ zu Gast in der Freiluftschule Burg des Schulbiologiezentrums Hannover.

Bereits ab 20 Uhr gibt es auf dem Gelände im Burgweg 2 Experimentierstationen rund um Sonnenergie und Muskelkraft, um 20.45 Uhr heißt es dann „Film ab!“. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Das Cinema del Sol ist ein Wanderkino, das die Kraft der Sonne nutzt. Jeder Fahrradanhänger trägt neben Leinwand, Projektor und Soundsystem ein komplettes Solarkraftwerk. Auch die Anreise zum Veranstaltungsort bewerkstelligt das Team per Fahrrad und ÖPNV.


Kulturbüro fördert (post-)migrantisches Literaturfestival des Postmig Writers Collective Hannover

„Collecting Dreams:Voices:Stories” findet vom 8. bis 10. September in Hannover statt

Das Literaturfestival „Collecting Dreams:Voices:Stories” vom 8. bis 10. September in Hannover gibt (post-)migrantischen literarischen und erzählerischen Perspektiven aus Hannover eine Plattform: In den drei Tagen werden in Lesungen, Poetry Slams, Biographischer Erzählkunst, Performances sowie Creative Writing Workshops den Stimmen von People of Color, Menschen aus migrantischen und postmigrantischen Kontexten und mit Migrationserbe Räume gegeben und Gehör verschafft.

Das Festival des Postmig Writers Collective Hannover findet in Trägerschaft des Vereins Prisma Queer Migrants e. V. und in Kooperation mit Unter einem Dach uG in deren Räumlichkeiten in Hannover-Hainholz statt.

Das Kulturbüro unterstützt das Festival als Kooperationspartner inhaltlich und fördert es finanziell mit Mitteln aus dem Kulturentwicklungsplan der Landeshauptstadt Hannover.

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