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Die Hamburger Hafenfeuerwehr

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Ein unverzichtbarer Teil der Stadt der Hansestadt – die Hafenfeuerwehr

HAMBURG.

Hamburg ist eine Stadt, die durch die Seefahrt geprägt ist. Schneller als andere Städte kam Hamburg über den Hamburger Hafen mit der großen weiten Welt in Verbindung, was Hamburg einen eigenen Charakter gibt, der einerseits sehr regional geprägt und doch weltstädtisch ist. Der Hafen beschäftigt viele Mitarbeiter und bringt auch viele Arbeitsplätze in die Stadt.  Schließlich braucht ein Hafen alle möglichen Versorgungseinrichtungen. Eine dieser Einrichtungen ist auch die Feuerwehr der Stadt und des Hamburger Hafens, die von der Brandverhinderung, über die Brandbekämpfung und die Brandwache in Hamburg bis hin zu den Aufräumarbeiten nach dem Brand alles übernimmt. Dabei ist die Hafenfeuerwehr ein besonderer Zweig, der sich mit Bränden auf dem Wasser beschäftigt.

Organisation der Hafenfeuerwehr 

Das moderne Verwaltungswesen hat auch bei der Hafenfeuerwehr Einzug gehalten. Sie untersteht einerseits der Hamburger Feuerwehr andererseits aber auch der Port of Hamburg Authority, die sich sehr modern einen englischen Namen gegeben hat. Die Löschboote werden in der Hamburger Flotte gesondert verwaltet. Diese Tochtergesellschaft der Port of Hamburg Authority verwaltet alle Boote, die von der Stadt Hamburg betrieben werden, unter anderem auch die Boote der Wasserschutzpolizei und der Feuerwehr.

Brände am Wasser 

Der Hamburger Hafen liegt natürlich am Meer und in den Lagerhallen und Containern unter offenem Himmel können sich immer wieder Brände entzünden. Die Hafenfeuerwehr versucht durch Überwachung aller Lagerstätten in Zusammenarbeit mit den Besitzern Brände schon zu verhindern bevor sie geschehen. Sollte allerdings doch mal ein Brand ausbrechen, dann ist die Hafenfeuerwehr zur Stelle. Sie kann dabei auch einen Brand auf dem Land vom Wasser aus löschen, wenn andere Zugangswege nicht vorhanden sind. 

Brände auf Schiffen 

Auf Schiffen befinden sich viele entzündliche Stoffe. Die Güter, die transportiert werden, sind oft leicht entzündlich aber auch die Elektronik und natürlich der Treibstoff im Schiff kann in Brand geraten. Manchmal bricht auch einfach ein Brand in der Kombüse aus. In all diesen Fällen ist die Hafenfeuerwehr zuständig und versucht nicht nur Schäden an den Booten zu verhindern, sie kümmert sich auch darum die Verschmutzung des Wassers möglichst niedrig zu halten. Besonders der Treibstoff kann zu großen Schäden an der Umwelt führen, wenn sich ein großer Ölteppich auf dem Wasser bildet.

Das Löschboot „Branddirektor Westphal“  

Einer der wichtigsten Bestandteile der Fahrzeugflotte der Hamburger Hafenfeuerwehr ist das Löschboot „Branddirektor Westphal“. Der Name des Bootes geht auf den ersten Branddirektor Hamburgs nach dem 2. Weltkrieg zurück. Schon kurz nach Ende des Krieges gaben die Briten wieder einem Deutschen die Entscheidungsgewalt an der Spitze der Hamburger Berufsfeuerwehr zurück. Das Löschboot wurde 2018 in Betrieb genommen und hat durch die Baukosten von 16 Millionen Euro eine sehr ausgiebige Ausstattung. Für Verletzte gibt es eine Ausstattung, die einem Krankenwagen ähnelt und zur Brandbekämpfung gibt es drei sogenannte Löschmonitore, die zur Brandbekämpfung mit Wasser und einer Reihe von anderen Zusätzen arbeiten. Das Wasser kann mit ihnen bis zu 180 m weit und 110 m hoch geworfen werden. Hinzu kommen drei kombinierte Wasser und Schaumstrahlrohre.

Besonders neuwertig und leider auch ein wenig teuer ist der Betrieb der Dieselmotoren, die mit Triebstoff betrieben werden, der aus Gas gewonnen wird. Die Abgase aus den Dieselmotoren werden mit Rußpartikelfilter und Katalysator möglichst schadstoffarm gehalten.

Die Branddirektor Westphal wird von der Hamburger Hafenfeuerwehr auch auf der Elbe und in angrenzenden Gebieten eingesetzt, wenn die Ressourcen der dort zuständigen Feuerwehr nicht ausreichend sind.

Rettung auf dem Wasser 

Mit seinen Booten kümmert sich die Hafenfeuerwehr auch um die Rettung bei Unfällen auf dem Wasser. Dazu sind die Boote, wie das oben beschriebene Löschboot „Branddirektor Westphal“, mit Kränen und Erste-Hilfe-Räumen ausgerüstet. Ein Löschboot kann ähnlich gut für die Versorgung von Verletzten sorgen, wie ein Krankenwagen. Die Rettung auf dem Wasser ist dabei nicht auf das Stadtgebiet von Hamburg begrenzt. Auch weiter flussaufwärts auf der Elbe und in der Nordsee kann die Hamburger Hafenfeuerwehr zum Einsatz kommen. 

Brandwache nach einem Feuer 

Ist der Brand gelöscht ist nicht alle Gefahr gebannt. Es ist notwendig die Reste des Brandes zu überwachen und zu verhindern, dass wieder ein Brand ausbricht. Das wird die Brandwache genannt. Die Dauer der Brandwache hängt davon ab was für ein Brand gelöscht wurde und wie wahrscheinlich es ist, dass sich aus den Resten der Glut wieder ein neues Feuer entwickelt. 

Ein unverzichtbarer Teil der Stadt 

Die Hafenfeuerwehr Hamburg hat eine lange Tradition. Dank der modernen Ausstattung und der hervorragenden Ausbildung der Feuerwehrleute ist die Hafenfeuerwehr ein Garant für die Sicherheit in der Stadt und bei allen Bewohnern sehr beliebt.

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