Log in

Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 16.Juli 2021

(0 Stimmen)
Oberbürgermeister Belit Onay und Dr. Axel von der Ohe © LHH Oberbürgermeister Belit Onay und Dr. Axel von der Ohe © LHH

HANNOVER.

 

Beschluss des Rates: Dr. Axel von der Ohe wird Erster Stadtrat

Die Ratsversammlung der Landeshauptstadt Hannover hat heute (15. Juli) Dr. Axel von der Ohe zum Ersten Stadtrat und somit zum stellvertretenden Verwaltungschef gewählt. Die für die Leitung des Wirtschafts- und Umweltdezernats vorgeschlagene Anja Ritschel erhielt nicht die erforderliche Mehrheit von 33 Stimmen. Sabine Tegtmeyer-Dette, deren Amtszeit als Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Ende Juli abläuft, wurde von Oberbürgermeister Belit Onay für ihre „herausragende Arbeit“ gewürdigt.

Ob Onay erklärte nach den Abstimmungen: „Der Rat der Landeshauptstadt Hannover hat heute Anja Ritschel nicht zur Dezernentin gewählt. Damit bleibt das Umwelt- und Wirtschaftsdezernat der Landeshauptstadt zunächst unbesetzt. Nach dem Ausscheiden von Sabine Tegtmeyer-Dette wird Personaldezernent Lars Baumann die Vertretung des Umwelt- und Wirtschaftsdezernats übernehmen.“ Der Oberbürgermeister bedauert, dass Anja Ritschel „mit Ihrer Erfahrung und Ihren Fähigkeiten die Stadtverwaltung nicht bereichern“ werde. „Gerade jetzt wäre es wichtig, das Umwelt- und Wirtschaftsdezernat zu besetzen und die regionale Wirtschaft in der hoffentlich weiter abklingenden Pandemie zu unterstützen“, so der Oberbürgermeister, der dem Stadtrat zu gegebener Zeit einen neuen Vorschlag unterbreiten werde.

Die Wahl des neuen Ersten Stadtrats begrüßte Onay hingegen: „Als Kämmerer hat sich Axel von der Ohe in Hannover in finanziell herausfordernden Zeiten Respekt erarbeitet. Ich bin froh, dass er dem Rathaus langfristig als erster Stadtrat erhalten bleibt und gratuliere ihm herzlich zur Wahl.“ Von der Ohe, der mit 38 Stimmen gewählt wurde, wird seine neue Funktion am 1. August übernehmen, seine Amtszeit läuft bis zum 31. Juli 2029.

Einen großen Dank richtete Onay an die bisherige Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin: „Sabine Tegtmeyer-Dette hat mit Herz und Verstand Hannover in den vergangenen Jahren geprägt. Als Erste Stadträtin hat sie die Stadtverwaltung in den vergangenen Jahren auf Kurs gehalten und sich große Anerkennung erarbeitet.“ Der Oberbürgermeister ist dankbar, in den vergangenen beiden Jahren gemeinsam mit ihr gearbeitet zu haben.  

Dr. Axel von der Ohe (44) ist seit dem 1. Juli 2017 Finanz- und Ordnungsdezernent der Landeshauptstadt Hannover und ist auch für den Bereich Feuerwehr verantwortlich. Der gebürtige Wolfsburger studierte in Hannover Politische Wissenschaft und Deutsche Literaturwissenschaft und promovierte 2007. Seine letzte Station vor dem Weg zur Stadtverwaltung war bei der Region Hannover als Leiter des Fachbereichs Zentrale Steuerung. „Ich freue mich sehr über das durch diese Wahl zum Ausdruck gebrachte Vertrauen und genauso auf die kommende Amtszeit in der Funktion des Ersten Stadtrates“, sagte von der Ohe und betonte. „Gerade nach der Pandemie gibt es viel zu tun. Mich im Rahmen meiner Zuständigkeiten auch weiterhin aktiv einzubringen in die Themen, die die Einwohner*innen und die Verwaltung der Landeshauptstadt bewegen, wird auch weiterhin (m)eine Motivation sein.“

Die gebürtige Nürnbergerin Anja Ritschel (55) ist studierte Diplom-Ingenieurin für Landschafts- und Freiraumplanung. Bis Oktober 2020 arbeitete sie als Umweltdezernentin der Stadt Bielefeld und leitete dort ein Ressort mit rund 2.000 Mitarbeitenden. Seit 2016 war sie zudem Vertreterin des Bielefelder Oberbürgermeisters. Ritschel kennt Hannover, die hiesige Stadtverwaltung und Politik: In der Landeshauptstadt absolvierte sie ihr Studium. Bevor sie 2008 nach Bielefeld ging, leitete sie bei der Stadt Hannover den Bereich Forsten, Landschaftsräume und Naturschutz und war stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün. Zuvor hatte sie fünf Jahre im städtischen Umweltdezernat unter Hans Mönninghoff gearbeitet. Von 1998 bis 2000 war sie Geschäftsführerin der Grünen-Ratsfraktion Hannover.

Sabine Tegtmeyer-Dette war seit August 2013 Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin der Landeshauptstadt. In den ersten zweieinhalb Monaten ihrer Amtszeit sowie rund ein halbes Jahr in 2019, jeweils in Zeiten der vakanten Stelle des Oberbürgermeisters, war sie darüber hinaus Verwaltungschefin. In ihre Amtszeit fielen unter anderem Erarbeitung und Beschluss des Kleingartenkonzeptes, das Investitionsmemorandum mit dem Ausbau der Gebäudeinfrastruktur insbesondere von Schulen und Kindertagesstätten sowie die Ehrung der Stadt mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2018. Das Management von Gewerbeimmobilien und die Wirtschaftsförderung waren zwei Schwerpunkte ihrer Arbeit. Die scheidende Erste Stadträtin blickte in ihrer Abschiedsrede vor dem Rat auf eine ereignisreiche und zum Teil aufreibende Zeit zurück. „Gerade in den vergangenen Jahren hatten wir einige herausfordernde Situationen zu meistern“, so die Dezernentin. „Ich bedanke mich dafür, dass ich mit meiner Arbeit acht intensive Jahre lang einen Beitrag zur Lebensqualität in Hannover leisten durfte – und wünsche mir, dass Hannover auch zukünftig eine saubere, grüne und lebenswerte Stadt mit attraktiven Wohnungen, Arbeitsplätzen und Freiräumen bleibt.“

 

Stadt will förderfähige Klassenräume mit mobilen Luftreinigungs- und Lüftungsanlagen ausstatten

Die Landeshauptstadt Hannover (LHH) beabsichtigt vor dem Hintergrund der in Aussicht gestellten Landesmittel für technische Lüftungsunterstützung an Schulen, die angekündigte Richtlinie zu nutzen, um Fördermittel abzurufen und alle förderfähigen Klassen- und Fachräume mit mobilen Luftreinigungs- und Lüftungsanlagen auszustatten. Voraussetzung ist, dass die Förderbedingungen erfüllbar sind und der Eigenanteil tatsächlich maximal 20 Prozent beträgt. Hierzu hat die Verwaltung am 15. Juli den Mitgliedern von Verwaltungsausschuss und Rat eine Informationsdrucksache vorgelegt, die den aktuellen Stand und das weitere Vorgehen bei der Ausstattung von Schulräumen mit mobilen Luftreinigungs- und Lüftungsanlagen beschreibt.

Seitens des Umweltbundesamtes wird in einer aktuellen Veröffentlichung dargelegt, dass mobile Luftreinigungs- und Lüftungsanlagen in eigentlich gut belüftbaren Räumen nutzungsbedingtes Abweichen von den Lüftungs- Hygiene- und „AHA-Regeln“ in einem nicht konkret zu benennenden Umfang kompensieren können. Diese Aussage ist Basis des Verwaltungshandelns.

Wie viele Räume ausgestattet werden können und wann damit begonnen werden kann, steht derzeit noch nicht fest. Bis zur Veröffentlichung der Förderrichtlinie ist noch offen, wie die Fördermittel auf die Kommunen verteilt werden sollen, welche Bedingungen zu erfüllen sind, ob alle Klassenräume grundsätzlich ausgestattet werden können oder ob einschränkende Kriterien benannt werden.

Sobald das Land die Förderrichtlinie veröffentlicht hat und genügend Geräte und Installateur*innen auf dem Markt verfügbar sind, wird die Stadt mit der Umsetzung starten. Die Verwaltung ist bereits in der Markterkundung tätig.

Eine Ausstattung der Schulen zum Schuljahresbeginn wird nicht möglich sein, weil die dafür erforderlichen Rahmenbedingungen vom Land fehlen.

 

Die aktuelle bundes- und landesweite Diskussion zur aus wissenschaftlicher Sicht unerwarteten Hinwendung zum Einsatz von mobilen Luftreinigern in gut zu belüftenden Räumen hat auch die LHH erreicht.

Bislang orientierten sich die Maßnahmen, die die Entwicklung des Infektionsgeschehens eindämmen sollten und die Gesundheit von Lehrkräften und Schüler*innen schützen sollten, sehr eng an den wissenschaftlichen Einschätzungen des Niedersächsischen Landesgesundheitsamts (NLGA) und des Umweltbundesamts (UBA).

Festzustellen ist, dass es derzeit keine grundsätzlich neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Einsatz von Luftreinigungs- und Lüftungsanlagen gibt. Die Strategie „Impfen, Lüften, Testen“ und das Einhalten der „AHA-Regeln“ gilt laut aktueller wissenschaftlicher Veröffentlichungen nach wie vor.

Die seitens des Landes und Bundes angekündigten Förderrichtlinien legen nahe, dass durch den Einsatz mobiler Luftreinigungs- und Lüftungsanlagen Schulen „pandemiesicher“ seien und der Präsenzunterricht durchgängig stattfinden kann. Belege dafür oder auch nur annähernd belastbare Aussagen stehen jedoch noch aus. Eine Anpassung des bisher rein inzidenzbasierten Stufenplans des Landes an „besser“ ausgestattete Klassenräume wurde bislang nicht vorgenommen. Somit ist auch durch die Installation mobiler Luftreiniger nicht ausgeschlossen, dass es bei steigenden Inzidenzzahlen wieder zu Schulschließungen kommen kann.

Festzuhalten ist, dass alle Klassen- und Fachräume, die sich in Trägerschaft der LHH befinden, gut und ausreichend belüftbar sind (entsprechend der Kategorie 1, die das UBA beschreibt). Da bisher keine weiteren belastbaren Kriterien dafür vorliegen, unter welchen Umständen mobile Luftreiniger zu installieren sind, wären entweder alle Klassenräume (Klassen 1-6) auszustatten (1.183) oder keine.

 

Stadtteilkultur Open Air im Vahrenwalder Park  - "Kultur im Park" bietet kurze kreative Workshops für Erwachsene und Familien mit Kindern

Das Freizeitheim Vahrenwald organisiert unter dem Motto "Kultur im Park" kurze kreative Workshops für Erwachsene und für Familien mit Kindern im Vahrenwalder Park. Die Teilnahme an den kreativen Abenteuern in den Sommerferien vom 22. Juli bis zum 31. August sind kostenfrei. Von Malen bis Tanzen und von Trommeln bis Fotografieren gibt es jede Woche einen anderen Workshop unter der Leitung von Künstler*innen und Kulturschaffenden. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Je nach Angebot kann die Teilnehmer*innenzahl begrenzt sein.

Die Termine: donnerstags von 16 bis 18 Uhr für Erwachsene und dienstags von 10 bis 12 Uhr für Familien mit Kindern ab sechs Jahren. Vorkenntnisse sind keine notwendig.

 

Organisatorische Informationen

  • Die Workshops sind kostenfrei und gemäß der gültigen Corona-Verordnung.
  • Bei Regen müssen die Workshops leider entfallen.
  • Mehr zu den Inhalten auf der Website fzh-vahrenwald.de
  • Fragen an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 168-43861, -43862

 

Termine

Workshoptermine Kultur im Park

Für Familien mit Kindern ab sechs Jahre – dienstags 10 bis 12 Uhr, kostenfrei, im Vahrenwalder Park

27. Juli: Tanz dir den Park! Tanz- und Bewegungsworkshop (Leitung: Rowena Ansell)

3. August: Landart: Ein Kunstwerk aus der Natur (Leitung: Anita Zechel)

10. August: N.N.

17. August: N.N.

24. August: Sommerrhythmen: Percussion mit unterschiedlichen Instrumenten (Leitung: Uli Meinholz, Instrumente werden gestellt)

31. August: Clownerie und Zaubertricks (Leitung: Christian Ehlers)

 

Workshoptermine Kultur im Park

Für Erwachsene – donnerstags 16-18 Uhr, kostenfrei, im Vahrenwalder Park

22. Juli: Blumen und mehr: Frottagen und Collagen aus Naturmaterialien. (Leitung: Sybille Heller, Materialien werden gestellt)

29. Juli: Fantasie-Vögel: Zeichnen mit Federkielen und Pinseln (Leitung: Sybille Heller, Materialien werden gestellt)

5. August: Tanzworkshop Open Air (Leitung: N.N.)

12. August: Recycling-Kunst: Parkfeeling für zuhause (Leitung: Angelika Konietzny, Materialien werden gestellt)

19. August: Trommeln: Rhythmus erleben (Leitung: Kaveh Madadi, Trommeln werden gestellt)

26. August: Foto-Safari im Vahrenwalder Park (Leitung: Katarzyna Dec-Merkle und Melanie Dening, mit eigenem Smartphone oder Kamera)

 

Aktuelle Infos zu allen Terminen gibt es auf der Website fzh-vahrenwald.de

 

KOMMRAUS – Das Programm fürs Open-Air-Festival steht fest

Am 23. Juli beginnt das KOMMRAUS-Festival im Ricklinger Bad. Für 45 Tage errichtet das Kollektiv Kulturbande in Kooperation mit der Landeshauptstadt Hannover (LHH)  auf einer ungenutzten Liegewiese eine große Open-Air-Bühne. Direkt am See, eingerahmt von Fluss und Wald, erschafft Hannovers Kultur einen Ort der Auszeit und setzt ein deutliches Zeichen nach fast 16 Monaten Stillstand: Alleine könnte kein Kulturzentrum so ein Projekt stemmen, doch als Kulturbande können

die Kulturzentren Faust und Pavillon, Indiego und Café Glocksee, Béi Chéz Heinz und MusikZentrum dem Publikum ein vielfältiges Programm für die komplette Ferienzeit präsentieren

Neben großen Konzerten und Comedyshows am Abend bekommen auch Themen ihren Raum, die die Gesellschaft bewegen: Die eintrittsfreie KULTURWIESE, die im vergangenen Jahr erstmalig auf der Faust-Wiese stattgefunden hat, lädt ein zu Familienprogramm, Thementagen und Veranstaltungen, die einen gesellschaftspolitischen Austausch in den Fokus rücken.

Auf dem Programm der KULTURWIESE stehen Rock- und Metalkonzerte für Kinder, ein Slamabend mit Johannes Floehr, Victoria Helene Bergemann, Rainer Holl und Florian Hacke sowie ein feministischer Graffiti-Workshop. Jeweils einen ganzen Tag lang können sich Besucher*innen mit Themen wie Klimawandel und Klimagerechtigkeit, Queerness und Feminismus oder Afrodeutschen Perspektiven auseinandersetzen.

Neben Musiker*innen wie Maeckes, Haszcara, Avery.159, Shirley Holmey, Noam Bar, Joy Bogat, Me & Ms Jacobs, Spoon and the Forkestra, AYOM, Serpentin, The Planetoids und vielen mehr sind zahlreiche Initiativen vertreten – unter anderem Fridays for Future, Emergency! Kultur gegen die Klimakrise, Welt in Hannover, Young Amnesty Hannover, FemRat Hannover, Andersraum, QueerUnity, Starke:Frauen, LaStrada und Catcalls.

Das komplette Programm finden Sie auf der Festival-Website unter kommraus-hannover.de

Alle Veranstaltungen der KULTURWIESE sind eintrittsfrei, allerdings benötigen Besucher*innen ein Null-Euro-Ticket, um an der Veranstaltung teilnehmen zu können. Die Tickets können über die Website gebucht werden www.kommraus-hannover.de/kulturwiese/

Die Veranstaltungen sind aktuell auf 250 Personen begrenzt. Wer teilnehmen möchte, muss ein negatives Testergebnis vorzeigen, das nicht älter als 24 Stunden ist.

Dieses besondere Festivalkonzept wird durch die Kulturstiftung des Bundes im Rahmen von „Neu Start Kultur“ mit 195.000 Euro gefördert. Das Kulturbüro der Stadtverwaltung beteiligt sich mit 25.000 Euro, der Fachbereich Sport, Bäder und Eventmanagement ebenso mit 25.000 Euro. Letzterer stellt zudem die Fläche im Ricklinger Bad zur Verfügung. Im Fokus des Projekts stehen Nachwuchskräfte: Insgesamt 33 Veranstaltungskaufleute und -techniker*innen, die sich noch in der Ausbildung befinden, und 17 ausgebildete Fachkräfte kümmern sich um das komplette Festival – von der ersten Konzeption über die Ausgestaltung des Programms bis hin zur reibungslosen Umsetzung.

 

Hermann-Löns-Park bietet zwei rollstuhlgerechte Angelplätze

Die Landeshauptstadt Hannover hat am Annateich im Hermann-Löns-Park (Stadtteil Kleefeld) zwei rollstuhlgerechte Angelplätze eingerichtet. Es sind die ersten beiden barrierefreien Angebote dieser Art in Hannover.

Im Rahmen der Baumaßnahmen, bei denen Materialkosten im Umfang von rund 2.000 Euro anfielen, wurden die Uferböschungen mit einem Verbau aus Baumstämmen neu befestigt. Die Uferkanten wurden erhöht, sodass rollstuhlfahrende Angler*innen an der Wasserkante einen sicheren Stand haben. Zudem wurden die angrenzenden Platzflächen mit einem leichten Gefälle bis an die neue Uferkante ausgebaut und mit einem Wegebelag aus „wassergebundenem“ Material befestigt. Als Sitzmöglichkeit für Angler*innen und Besucher*innen der Parkanlage und zur Ablage von benötigtem Material zum Angeln dient eine neue Sitzbank. Da es sich bei dem Annateich um ein Gartendenkmal handelt, wurde großer Wert auf die Verwendung von natürlichen Baumaterialien gelegt, sodass sich die neuen Angelplätze nun harmonisch in das Gesamtbild der Parkanlage einfügen.

Anlass für die Umgestaltung war ein Auftrag des Rates der Landeshauptstadt Hannover, Angelplätze für Menschen mit Behinderung an Gewässern in Hannover zu schaffen. Bei der Prüfung geeigneter Standorte hat die Stadtverwaltung den Fischereiverein Hannover e.V. einbezogen. Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl war, dass die Orte eine kurze Entfernung zu den vorhandenen Parkplätzen haben. Die nun geschaffenen Stellen haben jeweils eine Entfernung von 280 Metern: Eine Angelstelle ist vom Parkplatz des Annabades, die andere vom Parkplatz des Parkrestaurants „Alte Mühle“ aus gut zu erreichen.

Bei den Planungen wurde der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün von ortskundigen Angler*innen mit Handicap unterstützt. Den Umbau haben Mitarbeiter*innen des Fachbereichs ausgeführt.

 

Vier Hannoveranerinnen mit der Stadtplakette ausgezeichnet

Auf Beschluss des Verwaltungsausschusses der Landeshauptstadt erhalten in diesem Jahr vier Hannoveranerinnen die Plakette für Verdienste um die Landeshauptstadt Hannover. Mit der zweithöchsten Auszeichnung der Landeshauptstadt nach der Ehrenbürgerschaft werden erstmals in der Geschichte der seit 1959 vergebenen Stadtplakette ausschließlich Frauen geehrt.

Oberbürgermeister Belit Onay hat am Donnerstag (15. Juli 2021) Régine Aniambossou, Rita Girschikofsky, Ruth Gröne und Almut Maldfeld (für das Freiwilligenzentrum Hannover e. V.) mit der Auszeichnung geehrt. Zum ersten Mal wurde die Stadtplakette nicht im Neuen Rathaus, sondern pandemiebedingt im Kuppelsaal ausgehändigt.

In seiner Rede lobte Onay die Ratsentscheidung: „Der Rat hat ein wichtiges Zeichen gesetzt – und zwar für das unverzichtbare Engagement von Frauen in unserer Gesellschaft, nicht nur in Politik und Wirtschaft, sondern auch im Sozialen, in der Bildung, im Sport und in vielen weiteren Bereichen. Und das ehrenamtliche Engagement, das die vier Stadtplakettenträgerinnen zeigen und gezeigt haben, geht inhaltlich und zeitlich weit über das hinaus, was in der Öffentlichkeit bekannt ist. Alle vier Frauen setzen sich unermüdlich für ein vielfältiges, aufgeschlossenes und buntes Hannover ein.“

Von 1959 bis heute wurden insgesamt 158 Stadtplakettenträger*innen geehrt, einige davon sind Gruppen, Vereine und Initiativen gewesen. Aktuell leben 23 Stadtplakettenträgerinnen und 32 Stadtplakettenträger in Hannover. „Heute kommen vier Frauen dazu, und damit sind wir zumindest einen Schritt weiter auf einem guten Weg hin zu Parität“, stellt Hannovers Oberbürgermeister fest.

Die Begründungen für die hohe Auszeichnung der Landeshauptstadt nachfolgend:

Régine Aniambossou

Régine Aniambossou engagiert sich ehrenamtlich im Verein baobab – zusammensein e. V., einem Netzwerk für Gesundheit und Teilhabe von Afrikaner*innen für Afrikaner*innen, das 2015 gegründet wurde. Seitdem steht sie als Vorstandsmitglied der Struktur vor. In diesem Netzwerk berät, unterstützt und begleitet sie im Rahmen des Projekts Mouharaba im Stadtgebiet Hannover ehrenamtlich Frauen, die von einer extremen Form geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen sind. Das Netzwerk hat sich im Laufe seiner Existenz von einem Projekt im Bereich der Gesundheitsprävention immer stärker zu einem Netzwerk für Gesundheit und Teilhabe entwickelt. Ein weiterer Schwerpunkt Régine Aniambossous ehrenamtlicher Tätigkeit bei baobab – zusammensein e. V. ist die Stärkung afrikanischer Frauen zur Förderung und Mitgestaltung ihrer Teilhabe in der Landeshauptstadt. Aniambossou trägt maßgeblich bei, die Stimme Afrikas, insbesondere das Empowerment von zugewanderten Frauen und Mädchen, hörbar zu machen und zu fördern. Sie steht damit für eine aufrechte und authentische emanzipatorische Teilhabepolitik in Hannover.

Rita Girschikofsky

Rita Girschikofsky engagiert sich seit Jahrzehnten für den Sport in der Landeshauptstadt Hannover und in Niedersachsen. Nach Tätigkeiten im SV Eintracht Hannover folgten verschiedene Stationen beim Niedersächsischen Leichtathletik-Verband (NLV). Von 1994 bis 2018 war Rita Girschikofsky NLV-Präsidentin, richtete diesen unter anderem organisatorisch neu aus und baute einen Landestrainer*innenstab auf. Gleichzeitig hatte sie von 2004 bis 2021 das Amt der Präsidentin des Stadtsportbundes Hannover (SSB) inne. Rita Girschikofsky setzte sich nicht nur für die 356 Mitgliedsvereine mit ihren 108.581 Mitgliedern ein, sondern für alle Hannoveraner*innen, für ein vielfältiges Angebot sowohl im Leistungssport, aber auch im Breiten- und Gesundheitssport, für sportliche Kooperation zwischen Vereinen und Bildungsträger*innen, für die sportliche Integration von Geflüchteten und für die Förderung der Inklusion. Ihr mehr als 27 Jahre währender ehrenamtlicher Einsatz und ihr unermüdliches Engagement für die Leichtathletik und die gesamte Sportlandschaft in der Landeshauptstadt und in Niedersachsen sind außerordentlich und herausragend. Rita Girschikofsky hat die Sportlandschaft in Hannover in den vergangenen Jahrzehnten maßgeblich geprägt und viele Ideen und wichtige Impulse gegeben sowie umgesetzt.

Ruth Gröne

Ruth Gröne engagiert sich seit rund 40 Jahren im Bereich der Gedenkstätten- und Erinnerungsarbeit und setzt sich als Zeitzeugin und Betroffene intensiv dafür ein, die Erinnerung und das Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft und der Judenverfolgung lebendig zu halten. Ihr Lebenswerk ist das 1994 errichtete Mahnmal für das Konzentrationslager Ahlem, für dessen Errichtung sie sich über zehn Jahre als Gründungsmitglied des Arbeitskreises „Bürger gestalten ein Mahnmal“ einsetzte. Ruth Gröne engagiert sich in herausragender Weise dafür, Kinder und Jugendliche über den Nazi-Terror und seine Folgen zu informieren und aufzuklären. Als letzte noch in Hannover lebende Zeitzeugin des Holocaust bereichert Ruth Gröne die Landeshauptstadt Hannover als wertvolle Kooperationspartnerin und hat dem Archiv unzählige Fotos, dokumentarische Unterlagen und persönliche Erinnerungen zur Verfügung gestellt. Ihr Einsatz für eine lebendige Erinnerungskultur in Hannover ist beispielhaft.

Almut Maldfeld

Das Freiwilligenzentrum Hannover e. V. versteht sich als Kontakt- und Informationsstelle für das Ehrenamt. Es hat die Aufgabe, die Kultur des freiwilligen bürgerschaftlichen Engagements zu entwickeln, zu fördern und zu pflegen. Die Initiierung eigener Projekte greift gesellschaftliche Entwicklungen auf und unterstützt soziale Teilhabe. Almut Maldfeld setzt sich als Geschäftsführerin des Freiwilligenzentrums Hannover e. V. gemeinsam mit ihrem Team unermüdlich dafür ein, Bürger*innen zu einem Engagement für unsere Stadtgesellschaft zu ermutigen und dabei die vielfältigen Fähigkeiten, Erfahrungen und Interessen der Hannoveraner*innen einzubringen. Ohne das Freiwilligenzentrum Hannover e. V. und die verlässliche Arbeit von Almut Maldfeld wären viele gemeinnützige Projekte und Initiativen nicht vorstellbar. Gleichzeitig ist es Almut Maldfeld wichtig, dass sich die Stadtpolitik weiterhin für das ehrenamtliche Engagement stark macht und demokratische Teilhabe stärker gefördert und unterstützt wird. Das Freiwilligenzentrum Hannover e. V. als Zentrum ehrenamtlicher Arbeit in der Landeshauptstadt steht dafür, dass bürgerschaftliches Engagement in allen gesellschaftlichen Bereichen zur Selbstverständlichkeit werden sollte.

 

Vollsperrung der Straße Kugelfangtrift

Die Straße Kugelfangtrift wird zwischen General-Wever-Straße und Scheffelfeld für Straßenbauarbeiten von Montag (19. Juli) bis Freitag (23. Juli) voll gesperrt. Der Kfz-Verkehr wird über General-Wever-Straße, Sahlkamp und Sündernstraße sowie entsprechend in der Gegenrichtung umgeleitet. Die Umleitung des Linienbusses 135 erfolgt über General-Wever-Straße und Sahlkamp. Verkehrsteilnehmer*innen werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren.

 

 

 

Schreibe einen Kommentar