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4.Kunstausstellung im Outelier in Polle war sehr erfolgreich

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4.Kunstausstellung im Outelier in Polle war sehr erfolgreich Eröffnung des 4.Outeliers in Polle (C) Wolfgang Wagner
4.Kunstausstellung im Outelier in Polle war sehr erfolgreich

 

Erwartungen des Vorjahres übertroffen

 

Polle:   Was in den   vergangenen  Jahren  erarbeitet,  intensiv  betreut  und  dazu  konsequent  verfolgt wurde  –  konnte  sich am  13./ 14. Juni,  dem Eröffnungswochenende  in Polle,   als  4. Kunstausstellung, 

erfolgreich  präsentieren.   Das   Ambiente  einer   ehemalige Gärtnerei  am  Karweg   gelegen und über die Bergstraße  im  Ort erreichbar,  war  wieder  einmal  der  ideale Ausstellungsort  für  eine besondere  

Kunstausstellung,  die  unter  dem  vielversprechenden  Motto  „Kunst,  Kräuter & Köstliches“  mit Flyern und  von  Plakaten warb und in lokaler Presse angekündigt wurde. 

 

Auf dem  terrassierten  Gelände  sowie  in den ehemaligen Gewächshäusern präsentierten  verschiedene Künstler  Ihre  Kunstwerke und  Ausstellungsstücke.   Ein Rundweg  führte  zu den  Ausstellungsterrassen  

vorbei  an gepflegten Kräuterbeeten   zu  den  verschiedenen  Gewächshäuern, die  hier als Ausstellungort  stielvoll  und zugleich ganz  pragmatisch  genutzt wurden.   Ruheplätze luden zum Verweilen  ein und  die  moderaten  Witterungsverhältnisse   erwiesen sich an beiden Tagen als  angenehm  für  alle Teilnehmer und  Besucher.  

 


Im Ausstellungshaus im Outelier in Polle (C) Wolfgang Wagner

 

 

Ein kurzer sowie heftiger  Regengruß  am  Samstag  war dann auch nur  eine Erfrischung zum  richtigen Zeitpunkt.   Das  Spektrum der Künstler war erfreulich groß,  konzeptionell  breit angelegt 

und  der  Flyer  versprach ein  interessantes  Ausstellungsprogramm,  das  an beiden Tagen dann  auch zahlreiche Besucher  in ihren Bann zogen. 

Porzellanmalerei  erwartete den Besucher im Eingangsbereich und  großformatige sowie  abstrakte  Bildkompositionen  flankierten  farbig den Rundweg.  Die Gebrüder Michael und Bo Witzig präsentierten

hier  zusammen ihre unterschiedlichen  Kunstwerke  und Auffassung  an verschiedenen Standorten.

 

Mit  Plastiken und Aktionskunst war hier  Claus Caninenberg  vertreten und lud zum aktiven Mitgestalten ein.  Sein Maschinenmensch war einfach nicht zu übersehen.  Filigrane Schmiedearbeiten   für den Garten 

wurden von Kiki  Sting präsentiert und waren der  Hingucker.   Auch  der  Stein- und Holzbildhauer  Heinz Griese präsentierte hier seine Kunstwerke.   Der Bildhauer und  Keramiker Jan Ehlers aus Hajen,  durch 

seinen  Schwimmer im  Rasen bereits  bekannt,  war  ebenfalls  vertreten.

 

Frank Wollgien überraschte mit seiner  Stuhlinstallation.  Ein Stuhlleben  endete hier praktisch und wurde  nach  rein künstlerischen Gesichtspunkten  auf der  Terrasse ausgebreitet.  

 

Ein Highlight und ein  stark frequentierter  Anziehungspunkt,  waren die  verschiedenen  und  zum Teil  originelle  Sorten an Topfkräuter,  welche  von Bewohnern aus dem  Haus  Eckberg  sowie von mehreren   

ehrenamtlichen  Helfern   betreut  und verkauft wurden.  Patchworks arbeiten  gab  es bei  Pauline Hitz in einem kleinen Gewächshaus zu sehen.   Mit  Kleinkunst  und  Schmuck  war  Irene  Nissen  aus dem

Ort vertreten und  rundete   ihre  Ausstellung  im „Kaffeehaus“   mit einem Angebot  für Kinder ab.

 

Das  eigentliche  Ausstellungshaus bot dann schließlich ein Kaleidoskop der  verschiedenen Möglichkeiten an Kunstwerken.  Dr. Ingo Reiß und Wolfgang  Wagner zeigten mehrere  großformatige  und ausgefallene 

Naturimpressionen  auf  Fotoleinwand.   Konrad Heidrich  ließ sich von  ganz  ungewöhnlichen   Lokalitäten auf seinen verschiedenen  Reisen  inspirieren -  Schrottplätze auf den   dehnen  ein  Autoleben  schließlich endet.  

 

So  dann  auch seine  ausgefallenen fotografischen Arbeiten.    Verfremdete  Fotos   waren  von  Corinna  Weiss  zu sehen.  Großformatige und  ausdruckstarke  Malerei  von   Angela  Skorka   setzten   im 

Ausstellungsraum   starke  farbige  Akzente.   Filigrane Goldschmiedearbeiten  präsentierte   Ralf Richter in den  Vitrinen und  lies dadurch  so manches  Frauenherz  höher schlagen.   Originelle  Wildholzmöbel 

sowie  Holzkompositionen  für den  praktischen  Gebrauch  aus der  Fertigung  von  Stefan  Diekmann waren  hier  ebenfalls zu sehen.  

 

Ergänzt wurde diese von Holzskulpturen von Nicole Seifert.  Alles  war eingetaucht   in die  reizvollen  Lichtverhältnisse  und  dem  Charme  eines  alten  Gewächshauses.

Der sehr gut besuchte ökumenische Gottesdienst   brachte einen weiteren  Höhepunkt  –  die Arbeit an dem  Gedenkstein  „Caritas“   durch Christian von Dallwitz, dem ausstellenden  Künstler.  Die  Besucher

konnten  die Fertigstellung  während des  Gottesdienstes  verfolgen.  

 

Pastor Jens-Uwe  Frölich   und  Pater  Clemens-Maria  vom Deutschen Orden,   gingen  in ihren Predigten  auf  die Bedeutung  sowie die Tradition des  Wortes ein.  Beide  machten deutlich, dass  Caritas - die Nächstenliebe,  Wohltätigkeit  und Hochachtung  auch in der heutigen  Gesellschaft einen  hohen  persönlichen  Stellenwert  hat  und nach dem  christlichen Verständnis  gelebt werden muss.  Der  Posaunenchor,  unter der bewährten Leitung von Hans-Werner Grote,  sorgte für  musikalische  Einstimmung und die weitere Umrahmung des  ökumenischen  Festgottesdienstes  im  Outelier.

 

Bei  den Arbeitsabläufen und  Ausgabe an der Kaffe- und  Kuchentafel  waren  Bewohner  aus  dem  Haus Eckberg  aktiv eingebunden.  Alles war  gut abgestimmt,  auf  kurzen Wegen erreichbar und  wurde  von 

den  Betreuern  flankiert.  Auch sonst mischten  sie sich gern unter die Besucher,  nahmen an den Veranstaltungen  teil  und   hatten dann  auch ihren  angestammten Platz.

 Beate Reichmann-Melzer bat Besucher der  Ausstellung um  „Gäste-Gedanken“  für ihre Installation.

 

 

Kulinarisches  vom  Grill oder aber  Lachs aus der Feuerschale  wurde  von Dirk  Freimann  aus Polle  angeboten,  der   Besucher konnte  nach seinem  Rundgang   „Köstliches“  für den Gaumen auswählen. 

Was hier nur punktuell  beschrieben  werden konnte,  lässt  sich  durch die persönlichen  Kontakte, den Gesprächen und   verschiedenen  Rückmeldungen  wie folgt  wiedergeben:    Das  Outelier  wird als  eine 

gepflegte  Anlage  in seiner Folgenutzung  mit einer  besonderen  Lage   und  Stimmung   wahrgenommen,  an dem  Kunst und  Natur  harmonisch  aufeinander  treffen.   An beiden  Ausstellungstagen  wurden  rund  850  Besucher  registriert  - eine  stattliche  Zahl, die für sich spricht.

 

Das  Outelier  ist während der Dauerausstellung vom  Juni  bis September  an  Sonntagen  von  14 – 18 Uhr,  am Montag  und  Mittwoch  von  10 – 12 und  14 – 16 Uhr,  am  Dienstag und Donnerstag  von  10 – 12 Uhr für den  Besucher  geöffnet.  Eine Vereinbarung ist ebenfalls möglich. 

 

Interessenten  melden sich ggf.  bei  Conni  Wollgien direkt im Outelier  oder  nehmen bitte  unter   05535 –  911206 Kontakt mit Haus Eckberg auf. 

 

In seiner Konzeption  ist  das Haus eine Suchthilfe-Einrichtung   und  fungiert  hier  als  Projektträger. Das  Gebäude  liegt am Birkenberg,  Nähe zum Waldrand, war  einst  eine Jugendherberge,   ist  aber seit 

1999  als soziotherapeutisch geprägte Suchthilfe-Einrichtung  in der Trägerschaft der  Ordenswerke  des Deutschen Orden.

 

Während der Öffnungszeiten können  übrigens noch Topfkräuter, die nach Bio-Richtlinien gezogen wurden, erworben werden.  Das  Outelier  ist auf den ausgeschilderten  Wanderwegen gut  erreichbar und  ideal  als Ausgangspunkt  für  eine  kleine Rundwanderung in die Kulturlandschaft.  

 

 

Ein Fotoworkshop  ist  für  den 16. August  und  ein  Kräuterkurs für  den  12. September  vorgesehen.   

 

Pressemitteilungen werden  dazu  erscheinen.

 

Text und Fotos : Wolfgang Wagner, Holzminden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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