10.4 C
Hannover
Dienstag, August 25, 2026

Aktuelle lokale Nachrichten und regionale News aus Kultur, Sport, Wirtschaft, Politik und Unterhaltung.

Start Blog Seite 11

Porträt von Stephan Weil in der Niedersächsischen Staatskanzlei enthüllt

Portraet Stephan Weil Staatskanzlei Hannover US 2026 05 04 97
Enthüllung des Porträts von Ministerpräsident a.D. Stephan Weil in der Ahnengalerie in der Niedersächsischen Staatskanzlei - gemalt von Albrecht Gehse © Ulrich Stamm

Stephan Weil jetzt Teil der Ahnengalerie

In der Niedersächsischen Staatskanzlei ist am Montag Nachmittag (04.05.2026) das Porträt des früheren Ministerpräsidenten Stephan Weil in der sogenannten Ahnengalerie enthüllt worden. Vorgestellt wurde das Gemälde am Montag durch Ministerpräsident Olaf Lies. Mit dem Werk wird die Reihe der niedersächsischen Ministerpräsidentenporträts in der Staatskanzlei um die Amtszeit von Stephan Weil ergänzt.  

Portraet Stephan Weil Staatskanzlei Hannover US 2026 05 04 2
Enthüllung des Porträts von Ministerpräsident a.D. Stephan Weil in der Ahnengalerie in der Niedersächsischen Staatskanzlei – gemalt von Albrecht Gehse © Ulrich Stamm

Das Porträt stammt von dem Maler Albrecht Gehse. Nach Angaben der Niedersächsischen Staatskanzlei komplettiert das Bild die bisherige Ahnengalerie, die zuvor die Regierungszeiten von Hinrich Wilhelm Kopf bis David McAllister abbildete. Olaf Lies würdigte bei der Vorstellung sowohl die politische Amtszeit seines Vorgängers als auch die künstlerische Umsetzung des Bildes.  

Portraet Stephan Weil Staatskanzlei Hannover US 2026 05 04 10
Enthüllung des Porträts von Ministerpräsident a.D. Stephan Weil in der Ahnengalerie in der Niedersächsischen Staatskanzlei – gemalt von Albrecht Gehse © Ulrich Stamm

Auch Stephan Weil äußerte sich bei der Präsentation anerkennend über den Künstler. Nach Darstellung der Staatskanzlei betonte er, dass Albrecht Gehse zu den bedeutenden deutschen Malern der Gegenwart zähle. Das Werk gehe über eine reine Darstellung des Gesichts hinaus und sei aus seiner Sicht sehr gelungen.  

Portraet Stephan Weil Staatskanzlei Hannover US 2026 05 04 33
Enthüllung des Porträts von Ministerpräsident a.D. Stephan Weil in der Ahnengalerie in der Niedersächsischen Staatskanzlei – gemalt von Albrecht Gehse © Ulrich Stamm

Albrecht Gehse wurde 1955 in Borsdorf bei Leipzig geboren. Nach einer Lehre als Tiefdruckretuscheur und dem Wehrdienst studierte er von 1976 bis 1981 Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Zu seinen prägenden Lehrern zählte unter anderem Bernhard Heisig. Später war Gehse freischaffend tätig, wurde Mitglied im Verband Bildender Künstler und war von 1987 bis 1990 Meisterschüler an der Akademie der Künste der DDR.  

Bundesweite Bekanntheit erlangte Gehse unter anderem durch den Auftrag zur Anfertigung eines Porträts von Altbundeskanzler Helmut Kohl für die Kanzlergalerie im Bundeskanzleramt. Seine Werke befinden sich nach vorliegenden Angaben heute in Museen, öffentlichen Sammlungen, Institutionen sowie in privaten Sammlungen im In- und Ausland.  

Begleitend zur Präsentation des neuen Porträts lädt das Sprengel Museum Hannover am Dienstag, 5. Mai 2026, um 18 Uhr zu einem Künstlergespräch ein. Dort sollen Albrecht Gehse und Stephan Weil über die Entstehung des Porträts, den künstlerischen Prozess und die Zusammenarbeit sprechen. Der Eintritt ist frei.

Welttanztag: MOVE YOUR TOWN

Nach erfolgreichem Neustart im letzten Jahr zurück: das Tanzevent MOVE YOUR TOWN am Welttanztag
Nach erfolgreichem Neustart im letzten Jahr zurück: das Tanzevent MOVE YOUR TOWN am Welttanztag - © Fotos: Lothar Schulz 2026

… damit Hannover in Bewegung bleibt


HANNOVER. Am Mittwoch (29. April) war Welttanztag und Hannover wurde mit MOVE YOUR TOWN wieder zu einer Bühne und brachte Bewegung in die Stadt. An zahlreichen Orten in der Innenstadt wurden die verschiedensten Tanzdarbietungen präsentiert. Nach dem erfolgreichen Neustart im letzten Jahr kehrt das Festival zurück. Tanz als verbindendes Element zwischen Generationen, Kulturen und sozialen Schichten – ein Event, dass die lokale Tanzszene stärkt und auch Räume für neue Ideen und Perspektiven eröffnet. Die hannoversche Tanzszene ist vielfältig, engagiert und voller Potenzial. MOVE YOUR TOWN bringt sie zusammen. Unterschiedliche Styles treffen aufeinander. KünstlerInnen vernetzen sich, inspirieren sich, arbeiten zusammen. Hier entsteht mehr als ein Event: eine wachsende, lebendige Community.

Hannover feiert Jubiläum: Vor 75 Jahre lockte im Stadtpark die 1. Bundesgartenschau

Bundespräsident Theodor Heuss und Ehefrau Elly Heuss-Knapp (Foto: Presseservice der LH Hannover)
Bundespräsident Theodor Heuss und Ehefrau Elly Heuss-Knapp (Foto: Presseservice der LH Hannover)

HANNOVER. Am 28. April 1951 herrschte große Aufregung in Hannover: Bundespräsident Theodor Heuss reiste nach Hannover. Seine Ehefrau Elly Heuss-Knapp war seinerzeit Schirmherrin der 1. Bundesdeutschen Gartenschau und die fand in Hannover statt. Der Bundespräsident und die damalige deutsche Firstlady wollten deshalb zur Eröffnung dabei sein.

Jetzt feiert die niedersächsische Landeshaupt Hannover das 75. Jubiläum dieser Gartenschau.  Auf 21 Hektar mit insgesamt 12 Hallenschauen begeisterte damals der Stadtpark auf beiden Seiten der Clausewitzstraße die Besucher: mit Freilandschauen, Mustergärten, Informationen zu Natur- und Vogelschutz, Gastronomie und den heute noch erhaltenen Partien von Stauden-, Wasser und Rosengarten.  „Mit dieser 1. Bundesgartenschau hat Hannover einen Grundstein gelegt für die Entwicklungen und die Beachtung des Wirtschaftsfaktors Gartenbau in Deutschland. Sie wurde Vorbild für nachfolgende Gartenschauen und zeigte, wie städtische Entwicklungen durch attraktive Grünflächen befördert werden“, heißt es dazu in einer Presseinformation der Stadt Hannover. Die Stadt hebt darin hervor, dass „heute, 75 Jahre später, …- der Stadtpark in seinem Kernbereich mit rund sechs Hektar Fläche ein historisches Kleinod, ein Gartendenkmal ersten Ranges und immer noch ein bedeutendes Schmuckstück Hannovers über 700-jähriger Gartenkultur (ist).“

Im Jubiläumsjahr erwartet die Besucher danach ein vielfältiges Programm aus Kultur, Musik, Mitmachaktionen, Führungen und Veranstaltungen für Jung und Alt. Der Stadtpark soll Bühne für Erinnerungen, neue Eindrücke und gemeinsame Erlebnisse im Freien werden.

Auf der Seite www.hannover.de/stadtpark-jubiläum sind alle Informationen rund um das 75-jährige Jubiläum zu finden. 

Nach dem Jubiläumsprogramm wird auch endlich das schon lange vermisste Rosencafé wieder seine Pforten öffnen. Für den 1. Mai 2026 ist dieses Ereignis der erste Programmpunkt im Jubiläumskalender.

Evakuierungsübung im Miniatur Wunderland in Hamburg

Evakuierungsübungen gehören im Hamburger Miniatur Wunderland in der Speicherstadt zum Sicherheitskonzept und werden zweimal im Jahr durchgeführt
Evakuierungsübungen gehören im Hamburger Miniatur Wunderland in der Speicherstadt zum Sicherheitskonzept und werden zweimal im Jahr durchgeführt - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Große Ansammlung von Feuerwehrfahrzeugen in der Speicherstadt


HAMBURG. Augenscheinlich wird Sicherheit im Miniatur Wunderland groß geschrieben. Das Wunderland verfügt über ein eigenes, sehr besonderes und durchdachtes Sicherheitskonzept, in welches fast das ganzes Team eingebunden ist. Dieses Team wird regelmäßig geschult. Aber keine noch so gute Schulung kann den „Ernstfall“ abbilden, daher werden zusätzlich regelmäßige Evakuierungsübungen veranstaltet.
Zweimal im Jahr wird mit einer aufwändigen Evakuierungsübung der Ernstfall geprobt um im Falle eines Falles die Sicherheit der BesucherInnen des Wunderlandes zu gewährleisten. In Zusammenarbeit mit der Hamburger Feuerwehr fand am Dienstagabend (21.04.) wieder eine solche Übung statt. Um das Übungsszenario möglichst realistisch zu gestalten, ist es wichtig mit „echten“ Besucherinnen und Besuchern zu üben, welche die Abläufe im Evakuierungsfall noch nicht kennen. Da solche Übungen den normalen Betrieb schon sehr stören können, werden diese Übungen als Sondertermine angesetzt. Vom Wunderland wurde dazu folgendes Angebot gemacht: „Wer am 21.04.2026 ab 19:00 Uhr ca. 2 bis 3 Stunden Zeit und Lust hat, uns bei einer solchen Übung (2 bis 3 Durchläufe) zu unterstützen, den laden wir recht herzlich dazu ein, sich das Wunderland „fast ungestört“, aber dafür kostenlos anzusehen. Wir freuen uns über ganz viele verschiedene Besucher:innen – es können gerne alle dabei sein, es gibt kein Ausschlusskriterium. Von Familie mit Kinderwagen bis Rollstuhlfahrer:in.“ Diese Gelegenheit zu einem kostenfreien Besuch des Wunderlandes wurde von vielen Menschen gern wahrgenommen. Außerdem waren Angehörige verschiedener Hamburger Jugenfeuerwehren als „echte“ BesucherInnen in die Übung eingebunden.

Biker-Treffen und Ausfahrt zum Saisonauftakt in Lübeck

DSC 0001
Saisonauftakt für Biker in Lübeck mit Motorradgottesdienst in St. Marien und Ausfahrt Richtung Herzogtum Lauenburg – hier: vor dem Holstentor - © Foto: Lothar Schulz 2026

Segen für MotorradfahrerInnen in St. Marien und Ausfahrt


LÜBECK. Am letzten Sonntag (19. April) trafen sich in Lübeck MotoradfahrerInnen zum Saisonauftakt der diesjährigen Motorradsaison und Motorradgottesdienst in der St. Marien-Kirche. Der Motorradgottesdienst wird seit 1988 jedes Jahr zur Saisoneröffnung in St. Marien gefeiert. Nach dem von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Motorradfahrer (ACM) und Pastor Oliver Okun (Pastor in der Lübecker Laurentius-Kirchengemeinde) organisierten Gottesdienst unter dem Motto:„Nicht auf der Strecke bleiben!“ und Erteilung des Segens für die Saison startete die Ausfahrt von mehreren hundert Bikern vom Marktplatz am Lübecker Rathaus. Vorbei am Holstentor sollte die Fahrt dann in Richtung Herzogtum Lauenburg gehen.


Louafi-Ausstellung: Ein Garten zwischen den Kulturen

Anstoß auf die Ausstellung: Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel und Kamel Louafi
Anstoß auf die Ausstellung: Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel und Kamel Louafi

HANNOVER. Der Titel klingt spannend: „Orient trifft Okzident – so nah und so fern, Faszination der Choreografie der Landschaft“ “. Unter diesem Motto lädt jetzt eine Ausstellung in den Bürgersaal des Neuen Rathauses Hannover ein, um das Lebenswerk Kamel Louafis des „Gartenkünstlers“ (Bürgermeister Thomas Hermann) zu würdigen.

Kamel Louafi ist in Hannover kein Unbekannter. Als junger Landschaftsarchitekt war er erster Sieger und durfte seinerzeit die „Gärten im Wandel“ zur Expo 2000 gestalten. Auch der heutige Tramplatz – bzw. nunmehr Platz der Menschenrechte – geht auf die Entwürfe des Deutschalgeriers zurück.

Die Wanderausstellung gibt einen umfassenden Einblick in mehr als 35 Jahre Landschaftsarchitektur in Europa, im Orient und in Algerien. Zu sehen sind realisierte Parks, Gärten und Plätze ebenso wie Wettbewerbsentwürfe und nicht umgesetzte Projekte. Zeichnungen, Skizzen und Fotografien werden ergänzt durch künstlerische Installationen, die Louafis charakteristische Verbindung von orientalischen und okzidentalen Gestaltungselementen sichtbar machen. Nach Algerien, Stuttgart und Berlin machte der Rückblick auf das Schaffen von Louafi nun in Hannover Halt, bevor die Ausstellung dann noch Richtung Paris und Granada reist.

„Wenn die Welt ein Garten wäre, gäbe es keinen Krieg“, formuliert Kamel Louafi sein Leitmotiv. Ein Gedanke, der angesichts globaler Herausforderungen aktueller kaum sein könnte – und der in Hannover nun auf eindrucksvolle Weise sichtbar wird.

„Ich freue mich sehr, dass wir diese beeindruckende Ausstellung in Hannover zeigen können. Sie verbindet auf besondere Weise Kulturen und Gestaltungstraditionen – und passt damit hervorragend zu unserer Stadt der Gärten. Die Arbeiten von Kamel Louafi zeigen, wie grüne Räume Brücken schlagen und Menschen verbinden können. Genau dafür steht Hannover“, meint Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel. Gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Hermann eröffnete sie am heutigen Sonnabendnachmittag (25. April) die neue Schau im Rathaus. Alt-Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg war ebenfalls gekommen und richtete ein besonderes persönliches Grußwort an den Gartenkünstler.

Der Besuch der Ausstellung ist vom 25. April bis 17. Mai zu den Öffnungszeiten des Bürgersaals im Neuen Rathaus möglich. Der Eintritt, auch zu den Veranstaltungen des Begleitprogramms, ist kostenlos.

Ein vielfältiges Begleitprogramm lädt dazu ein, Gartenkunst, Stadtgrün und kulturelle Perspektiven aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu erleben. Führungen, Vorträge, Diskussionen und Exkursionen greifen zentrale Themen der Ausstellung auf und schaffen Raum für Austausch und neue Perspektiven. Das Begleitprogramm:

Diskussionsabend und Ausstellung

Vielfalt der Gärten

Wie Menschen unterschiedlicher Herkunft in (Klein-)Gartenanlagen der Stadt zusammentreffen. Spannende Impulsvorträge und anschließende Podiumsdiskussion, moderiert von Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel.

Mittwoch, 29. April, 18 Uhr, Bürgersaal

Keine Anmeldung erforderlich.

Themenabend

EXPO Park e.V. + EXPOSEEUM – Bildungscampus Expo Plaza

Rund um die EXPO Plaza haben sich in den letzten Jahren sieben verschiedene Bildungseinrichtungen angesiedelt. Es findet ein Austausch dazu statt, um Synergien zu schaffen. Organisation: Stefan Schlutter, Geschäftsführer des Expo Park Vereins.

Mittwoch, 6. Mai, 18 Uhr, Bürgersaal

Anmeldung unter: info@text-buero.net

Vortrag und Ausstellung

Die Stadt der Gartenkultur

Rückblicke auf das Jubiläumsjahr „700 Jahre Gartenkultur Hannover“ mit Einladung zum Austausch und Besuch der Ausstellung, moderiert von Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel.

Donnerstag, 7. Mai, 18 Uhr, Bürgersaal

Keine Anmeldung erforderlich.

Friedhofsführung

Der letzte Garten – Räume der Stille

Freitag, 8. Mai, 15 Uhr

Stadtfriedhof Ricklingen (ab Haupteingang)

Anmeldung unter: umweltkommunikation@hannover-stadt.de

Diskussionsabend über Louafis Hannover-Projekte

Welfengarten, Operngärten, Platz der Menschenrechte

Studierende und Dozierende der Landschaftsarchitektur / Leibniz-Universität sprechen mit Kamel Louafi über dessen Hannover-Projekte und seinen landschaftsarchitektonischen Ansatz. Vorab Exkursion für Studierende. Der Diskussionsabend ist öffentlich, Gäste sind gern gesehen. Moderation: Prof. Dr.-Ing. Martin Prominski, Institut für Freiraumentwicklung, Leibniz Universität Hannover

Freitag, 8. Mai, 17.30 – 19 Uhr, Bürgersaal.

Keine Anmeldung erforderlich.

Biker-Treffen zum Saisonauftakt in Lübeck

DSC 0001
Eröffnung der diesjährigen Motorradsaison in Lübeck mit Motorradgottesdienstes in St. Marien - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Segen für MotorradfahrerInnen in St. Marien


LÜBECK. Am Sonntag, 19. April 2026, startete um 12:00 Uhr der Saisonauftakt für die diesjährige Motorradsaison in Lübeck. Bereits ab 10:00 Uhr sammelten sich die verschiedensten Motorräder auf dem Marktplatz am Lübecker Rathaus. Es mögen wohl etwa 500 bis 600 MotorradfahrerInnen gewesen sein, die hier ihre Fahrzeuge abstellten. Damit bot sich die Gelegenheit, die Motorräder zu bestaunen und mit deren Besitzerinnen und Besitzern ins Gespräch zu kommen. „Nicht auf der Strecke bleiben!“ lautete das Motto des Motorradgottesdienstes in St. Marien: „Es gibt viel Musik, schöne Lieder, ein ‚Zündschlüssel-Gebet‘ und natürlich den Segen für die Saison – verbunden mit den lila Segensbändern.“ hatte Martina Wutzke von der Arbeitsgemeinschaft christlicher Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer (ACM) im voraus verlauten lassen. Danach war eine Ausfahrt in Richtung Herzogtum Lauenburg geplant.

Döhrener Stadtbücherei schließt im Sommer und entsteht als Pop-up-Bibliothek neu

In die ehemaligen Rossmann-Räume zieht übergangsweise die Döhrener Stadtbücherei
In die ehemaligen Rossmann-Räume zieht übergangsweise die Döhrener Stadtbücherei

HANNOVER. Weil der Fußboden in der Stadtbücherei Döhren an der Peiner Straße erneuert werden muss, schließt die Bibliothek im Sommer von Juni bis Mitte September 2026 . Doch die Döhrener müssen nicht ohne Lesestoff bleiben. Wie jetzt der Bezirksrat Döhren-Wülfel informiert wurde, gibt es nur wenige Meter entfernt eine Übergangsbücherei. In den leerstehen Räumen der ehemaligen Rossmann-Filiale an der Ecke Peiner Straße / Hildesheimer Straße entsteht während der Sanierungsarbeiten eine sogenannte Pop-up-Bibliothek.

„Neben der erforderlichen Asbestsanierung werden die historischen Regalanlagen aus den 1950er Jahren aufgearbeitet; hinzu kommen weitere Modernisierungsmaßnahmen wie Malerarbeiten, anteilige Neumöblierung und zusätzliche Stromanschlüsse. Ziel ist es, den Standort baulich zu ertüchtigen und zugleich funktional und gestalterisch weiterzuentwickeln“, heißt es in der Mitteilunga n die Ortspolitier und weiter: „Für die Zeit der Schließung ist es geplant, in einem leerstehenden Ladenlokal in rund 500 Metern Entfernung einen temporären Ausweichstandort einzurichten. Die ehemalige Rossmann-Fläche wird der Stadtbibliothek Hannover dankenswerterweise von EDEKA mietfrei zur Verfügung gestellt. Geplant ist dort eine Pop-up-Bibliothek auf Zeit mit einem reduzierten, bewusst anders gedachtem Interimsangebot von ausgewählten Medien vor allem für Kinder, mit der Möglichkeit zu Ausleihe und Rückgabe sowie mit einzelnen Veranstaltungs- und Mitmachformaten. Das bisherige Konzept sieht neben Kinder- und Familienmedien, Taschenbücher, ausgewählte Hörmedien, DVDs, Tonies und Zeitungen vor sowie Formate wie Bilderbuchkino, Kamishibai, Bastelaktionen und Spielangebote.“

Die Stadt Hannover sieht das ganze auch als Experiment an. „Die Pop-up-Bibliothek überbrückt nicht nur die Schließzeit, sondern wird für Döhren, aber auch für die Stadtbibliothek Hannover als Gesamtsystem ein Erprobungsraum sein. Nicht alles wird in dieser Phase in gleicher Qualität und Verlässlichkeit wie am Stammstandort möglich sein. Einzelne Ideen werden funktionieren, andere vielleicht nicht. Genau das gehört zum Konzept: Ausprobieren, Lernen, Nachjustieren. … Unter dem Leitmotiv „Umblättern im Kopf“ verbindet dieser die bauliche und organisatorische Weiterentwicklung des Systems mit dem Anspruch, Bibliotheken zugänglicher, zeitgemäßer und stärker im Alltag der Stadtgesellschaft zu verankern: flexibel, sichtbar und offen für neue Wege.“

Nach Abschluss dieser sogenannten Pop-Up-Phase sollen die gemachten Erfahrungen ausgewertet und geprüft werden, „welche Elemente sich bewährt haben, wo Grenzen des Formats sichtbar wurden und welche Erkenntnisse für zukünftige temporäre, kooperative oder experimentelle Angebote in Hannover ggf. modifiziert genutzt werden können.“

Geplant: Feier zum 50. Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür im Döhrener Turm

Der Döhrener Turm ist im Herbst besonders schön anzuschauen. Noch allerdings stört die grüne Haube.
Der Döhrener Turm ist im Herbst besonders schön anzuschauen. Noch allerdings stört die grüne Haube.

HANNOVER. Nach wie vor ist der Döhrener Turm mit einer grünen Plane geschmückt. Wie es mit den geplanten Sanierungsarbeiten weitergeht, ist noch nicht bekannt. Pläne dazu sollen noch intern innerhalb der Stadtverwaltung in der Abstimmung sein.

Immerhin darf der Verein der Freunde des Döhrener Turms den alten Wehrturm der hannoverschen Landwehr wieder nutzen. Denn die Fenster in der Turmstube wurden von der Folie befreit und geltend damit wieder als „Fluchtweg“.

Wie zu erfahren war, planen die Freunde des Döhrener Turms zur Feier des 50. Jubiläum der Innensanierung und -restaurierung einen Tag der offenen Tür. Der Turm wurde 1975 dank einer Privatinitiative von Christel Wiedemann im Innenbereich grundlegend saniert und so vor dem Verfall gerettet. Vor nun rund 50 Jahren, am 19. Juni 1976, waren die Bauarbeiten abgeschlossen und seither konnte das historische Baudenkmal wieder genutzt werden.

Sonderausstellung im Landesmuseum: Der Maler Philipp Klein und seine Werke sind aus dem Vergessen aufgetaucht

Mit dieser Anzeige suchte der Maler Klein vor über 100 Jahren seine Modelle
Mit dieser Anzeige suchte der Maler Klein vor über 100 Jahren seine Modelle

HANNOVER. Die Anzeige versprach Diskretion. Gesucht wurde eine „schlanke, junge Dame mit eleganten Toiletten zu Kostumesitzungen“. Der Maler Philipp Klein hielt so vor über hundert Jahren Ausschau nach neuen Modellen für seine Bilder. Mit einem vergrößerten Abdruck dieser Annonce beginnt im Landesmuseum der Ausflug zu Philipp Klein im Kreis der Impressionisten. Und es musste, wie Kleins Aktdarstellungen zeigen, auch nicht unbedingt bei Kostümsitzungen bleiben.

Von seinen Zeitgenossen gefeiert, von der Nachwelt nahezu vergessen: Das Werk des 1907 im Alter von nur 36 Jahren früh verstorbenen Malers Philipp Klein wartet darauf, wiederentdeckt zu werden. Das Niedersächsische Landesmuseum: „Der Mannheimer Autodidakt begeisterte schon zu Lebzeiten mit seinem unverkennbaren Gefühl für Licht und Farbe. In seinen atmosphärischen Momentaufnahmen scheint die Welt im flirrenden Wechselspiel von Helligkeit und Bewegung aufzugehen.“

Wiederentdeckt wurde der heute nahezu unbekannte Maler vom Reiss-Engelholm-Museum in Mannheim. Ein einziges Gemälde befand sich dort in der Sammlung. Eva-Maria-Günther, Direktorin der rem gGmbH Stiftungsmuseen Mannheim: „Klein wurde 1871 in der Nähe des heutigen Museums geboren.“ Weil der Künstler aus der Stadt am Rhein und Neckar stammt, wurde das Interesse des Museums geweckt. Inzwischen konnte aus den Beständen des Niedersächsischen Landesmuseums und mit vielen Leihgaben aus dem Privatbesitz die große umfangreiche Sonderschau mit 55 Werken von Klein selbst und weiteren Bildern von Künstlern aus seinem Umfeld zusammengetragen werden. Nach Mannheim ist diese prächtige Schau nun ab Freitag, 24. April, für rund ein halbes Jahr in Hannover zu sehen. Weil Klein damit aus dem Dunkel des Vergessens gerissen wird, lautet der Titel dann auch „Aufgetaucht“. Dazu passend das Bild auf den Werbeplakatenn für die Sonderschau: 1899 malte Klein mit Öl auf der Leinwand einem Mann beim Bade, der gerade prustend aus dem Wasser auftaucht. Dargestellt ist übrigens ein berühmtet Kollege von Klein, der Maler Lovis Corinth.

Viele der ausgestellten Gemälde gehören dem Landesmuseum. „Wir haben die weltweit bedeutendste Sammlung des impressionistischen Künstlers“, berichtet Museumsdirektorin Prof. Dr. Katja Lembke. „Mit dieser Ausstellung taucht nicht nur der zu Unrecht in Vergessenheit geratene Maler Philipp Klein auf, denn das Titelbild zeigt seinen berühmten Kollegen Lovis Corinth beim Baden. Innovationsfreude prägte Kleins Werke auch bei der Darstellung von Frauen zwischen Bieder-Bürgerlich und Femme fatale. Wir freuen uns sehr über diese temporäre Bereicherung unserer Sammlung deutscher Impressionisten, die sicher viele Besucherinnen und Besucher in unser Haus ziehen wird.“

Oliver Rasper vom Vorstand der NORD/LB Kulturstiftung, die diese Sonderausstellung in Hannover fördert, fand den Begriff „Sonnenlicht-Malerei“ besonders passend für Philipp Klein. „In den Räumen ist es dunkel, in den Bildern leuchtet die Sonne.“

Kuratorin der Bilderschau ist Leonie Appl. Sie erzählt, viele Werke seit über 100 Jahren zum ersten Male nun wieder öffentlich zu sehen sind. Appl: „Das Werk Philipp Kleins steckt voller Überraschungen, die sich erst bei dem genauen Betrachten erschließen. Kleins Frauenbilder sind dabei besonders hervorzuheben: Die Frauen zeigen und entziehen sich zugleich in einem Spiel, das sie mitgestalten und dem sie doch ausgesetzt sind. In vielen von Kleins Frauenbildern offenbart sich bei näherem Hinsehen eine Spannungsebene und ein geheimnisvoller Funke.“

Der Besuch der Ausstellung, die noch bis zum 25. Oktober läuft, ist im regulären Museumseintritt inbegriffen. Der Katalog dazu ist im Nünnerich-Asmus Verlag & Media erschienen und für 25 € im Museumsshop sowie im Buchhandel erhältlich.