18.1 C
Hannover
Montag, Juli 27, 2026

Aktuelle lokale Nachrichten und regionale News aus Kultur, Sport, Wirtschaft, Politik und Unterhaltung.

Start Blog Seite 15

Bauarbeiten am Hochbahnsteig: Fahrgäste können am Döhrener Turm stadtauswärts nicht aus- und einsteigen

Am Montag beginnen Sanierungsarbeiten an der Haltestelle Döhrener Turm
Am Montag beginnen Sanierungsarbeiten an der Haltestelle Döhrener Turm

HANNOVER. Die ÜSTRA saniert den Hochbahnsteig an der Haltestelle „Döhrener Turm“ in Fahrtrichtung stadtauswärts. Ab Montag, den 16. Februar, ist deshalb bei den Zügen der Stadtbahnlinien 1, 2 und 8 in Richtung Süden weder ein Ein – noch ein Ausstieg möglich. Der entsprechende Halt entfällt ersatzlos. Die Sanierungsarbeiten werden von der infra, der Eigentümerin der Gleisanlagen, Stationen und Haltestellen, durchgeführt und dauern voraussichtlich bis Freitag, 20. März 2026, Betriebsschluss.

Es gibt aber weiterhin die Möglichkeit, die Haltestelle auch während der Bauarbeiten barrierefrei zu erreichen. Hierfür bittet die ÜSTRA ihre Fahrgäste, bis zur benachbarten Haltestelle „Fiedelerstraße“ zu fahren und anschließend mit den Stadtbahnen in Fahrtrichtung Innenstadt eine Station bis zur Haltestelle „Döhrener Turm“ zurückzufahren. Die ÜSTRA; „Der Bahnsteig in Fahrtrichtung stadteinwärts ist während der Arbeiten in Fahrtrichtung stadtauswärts weiterhin erreichbar.“

Neuer Nahversorger an der Peiner Straße: Anwohner fürchten um ihre Wohnqualität

Wo einst die Deutsche Band und Roßmann residierten, will nun EDEKA neu bauen
Wo einst die Deutsche Band und Roßmann residierten, will nun EDEKA neu bauen

HANNOVER. In der überwiegend leerstehende Ladenzeile an der Peiner Straße / Ecke Hildesheimer Straße (früher Roßmann und Deutsche Bank) soll ein EDEKA-Markt entstehen. Dafür plant das Unternehmen einen Neubau. Während sich viele Einwohner im Osten von Döhren über einen neuen, fußläufig gut erreichbaren Nahversorgen freuen, zeichnet das Vorhaben Sorgenfalten auf die Stirn von unmittelbar daneben wohnenden Anliegern. In einem Brief an die Mitglieder des Bezirksrates Döhren-Wülfel beschreiben sie jetzt ihre Bedenken. Sie fürchten um ihre Wohnqualität und eine Wertminderung der Eigentumswohnungen.

Lediglich vier Meter Abstand liegen zwischen dem geplanten Neubau und den Gärten und Balkonen der Bewohner. „Aufgrund der Höhe von 7,54 m, bzw. 6,70 m ohne Attika (so wird in der Architektur ein niedriger Aufbau oder eine Brüstung über dem Hauptgesims eines Bauwerks bezeichnet) und zur Hildesheimer Str. 9,00 m Höhe, werden wir die Sonne nicht mehr sehen, bzw. die Verschattung wird extrem sein. Unser Balkon und der kleine angrenzende Garten von ca. 55m² befindet sich auch auf dieser Südwest-Seite. Das geplante Gebäude führt in der o. g. Höhe und dem 4,00 m Abstand, zwischen Jugendzentrum und Wolfenbütteler Str. herum. Dort wird sich dann auch die Zulieferung, für diesen Markt, befinden. ca. 10 LKW’s werden pro Tag rangieren, um die Waren zu liefern. Die Wohnqualität und die Nutzung unseres Lebensmittelpunktes werden erheblich eingeschränkt. Wir werden uns nicht nur eingeengt fühlen und verschattet sein, sondern auch, die über das normale Maß hinausgehende Lärmbelästigung ertragen müssen“, heißt es in dem Brief. Der Bezirksrat wird eingeladen, sich vor Ort ein Bild zu machen.

Die Ortspolitiker werden allerdings wohl kaum helfen können. Denn für das neue Bauvorhaben gibt der aktuelle Bebauungsplan bereits grünes Licht. „Die Planungen entsprechen dem geltenden Baurecht“, heiß es aus der Stadtverwaltung.

IMG 3322
Ladenzeile an der Peiner Straße

Alltagsmenschen und andere Figuren auf Sylt

DSC 0001
Alltagsmenschen in Wenningstedt/Sylt - Die drei Surferinnen aus dem Atelier Lechnerhof - © Fotos: Lothar Schulz 2026


Kunstwerke von Martin Wolke, Jürgen Ebert und aus dem Atelier Lechnerhof


SYLT. Auf dem Bahnhofsvorplatz in Westerland auf Sylt werden die Reisenden von einer merkwürdigen Figurengruppe begrüßt: vier große, grüne Figuren stehen dort von mehreren Gepäckstücken umgeben. Es handelt sich hier um „Reisende Riesen im Wind“, einem Kunstwerk des Bildhauers Martin Wolke. Sie sind bestimmt keine Alltagsmenschen – Alltagsmenschen und andere Figuren findet man dann andernorts weitverbreitet auf der Insel. So z.B. die „Duscher“, die sich bei jedem Wetter, auch im tiefsten Winter, am Strand unter die Dusche wagen. Die Alltagsmenschen stammen aus dem Atelier Lechnerhof in Witten. In den 1990er Jahren hat Christel Lechner die ersten Alltagsmenschen erschaffen. Immer wieder erwecken seitdem Laura Lechner gemeinsam mit ihrer Mutter in ihrem Atelier Beton zu Leben in Form von Alltagsmenschen. Die Alltagsmenschen sollen nicht schön und schlank sein, sondern Spuren ihres Lebens zeigen und sind aus einer speziellen Betonmischung gefertigt. In Kampen findet man Skupturen von Menschen, die nicht aus Beton, sondern in Bronze gefertigt sind und von dem Bildhauer Jürgen Ebert aus Bocholt stammen. Ebert bewegt sich mit seinen Arbeiten zwischen Figuration und Abstraktion. Sein Schwerpunkt liegt auf der Darstellung von Figurengruppen, die in Bronze gegossen werden.

Tag des Notrufs am 11. Februar

Feuerwehrfahrzeug der Einsatzleitung in der Feuer- und Rettungswache 1 am Weidendamm, in der auch die Regionsleitstelle untergebracht ist
Feuerwehrfahrzeug der Einsatzleitung in der Feuer- und Rettungswache 1 am Weidendamm, in der auch die Regionsleitstelle untergebracht ist - © Foto: Lothar Schulz 2026

Region und Stadt Hannover weisen auf die Bedeutung der Notrufnummer 112 hin


HANNOVER. Heute ist der 11. Februar und damit auch der Tag des Notrufs. Er soll auf die Bedeutung eines schnellen, zuverlässigen und richtig genutzten Notrufes für die Sicherheit aufmerksam machen. Die Notrufnummer 112 gilt europaweit für die Feuerwehr und den Rettungsdienst und ist rund um die Uhr erreichbar. Wie die Feuerwehr Hannover in einer Presseinformation mitteilte, gehen in den Leitstellen täglich ca. 830 Notrufe ein – von medizinischen Notfällen über Brände bis hin zu Verkehrsunfällen. Geschulte Mitarbeiter*innen nehmen die Anrufe entgegen, koordinieren die Einsätze und geben den Anrufenden bei Bedarf bereits am Telefon lebensrettende Hinweise. Christine Karasch, Dezernentin für Öffentliche Sicherheit und Gesundheit der Region Hannover, betont die Bedeutung der Notrufnummer: „Der Notruf 112 ist eine der wichtigsten Lebensadern unserer Gesellschaft. Er sorgt dafür, dass Menschen in Not schnell und professionell Hilfe bekommen. Dafür arbeiten in der Region Hannover jeden Tag engagierte Einsatzkräfte und Mitarbeitende in der Regionsleitstelle – rund um die Uhr und hochprofessionell.“ Dr. Axel von der Ohe, erster Stadtrat und Feuerwehrdezernent der Landeshauptstadt Hannover, erkärte dazu: „Alle, die einen medizinischen Notfall, einen schweren Unfall oder einen Brand erkennen, haben mit der Notrufnummer 112 rund um die Uhr einen direkten Draht zum Rettungsdienst und zur Feuerwehr. Deshalb ist es wichtig, dass bereits Kinder die 112 kennen und wissen, wann sie den Notruf wählen müssen.“ Gerade in Notsituationen, die immer Ausnahmesituatioen sind und mit entsprechendem Stress verbunden sind, ist es von entscheidender Bedeutung, dass der Notruf richtig abgesetzt wird. Wichtig sind dabei klare Angaben zum Ort des Geschehens, zur Art des Notfalls und dazu, wie viele Personen betroffen sind. Um im Ernstfall schnell Hilfe leisten zu können, arbeiten die Feuerwehr, der Rettungsdienst und die Regionsleitstelle Hannover eng zusammen und sind technisch wie organisatorisch gut aufgestellt. Der Tag des Notrufs soll das Bewusstsein für diese unverzichtbare Infrastruktur stärken.

RegionsleitstelleHannover

© Foto: Bildquelle Feuerwehr Hannover – Regionsleitstelle in der Feuer- und Rettungswache 1 am Weidendamm

Südstädter Komöd’chen: Der Vorverkauf beginnt

Der Vorverkauf beginnt: Das Südstädter Komöd'chen fragt: Wie entsorge ich meinen Alten?
Der Vorverkauf beginnt: Das Südstädter Komöd'chen fragt: Wie entsorge ich meinen Alten?

HANNOVER. Wenn das keine Glückszahl ist: Am kommenden Freitag, den 13., startet der Vorverkauf für die neue Produktion des Südstädter Komöd’chens. Und das Datum passt ja auch irgendwie zum Stück. Auf der Bühne im Freizeitheim stellt sich dann die Frage „Wie entsorge ich meinen Alten?“ Es handelt sich um eine rabenschwarze Verwechslungskomödie von Sabine Misiorny und Tom Müller und wird vom im Freizeitheim Döhren beheimateten Amateurtheater in einer freien Bearbeitung mit etwas Lokalkolorit unter der Regie von Gabriele Dragon auf die Bühne im großen Saal des Freizeitheimes gebracht.

Zum Preis von jeweils 15,00 € (inklusive VVK-Gebühr) sind die begehrten Karten im Vorverkauf bei

Suat Kaya Schreibwaren (direkt gegenüber U-Bahn Haltestelle „Peiner Straße“) Hildesheimer Straße 268 30519 Hannover, Tel.: 83 58 55, erhältlich.

Alternativ können Karten auch bei YesTicket über https://www.yesticket.org/events/de/theater-suedstaedter-komoedchen-e-v erworben werden. Preis hier wie auch an der Abendkasse: 17 Euro. Ermäß9gte Karten im Rahmen des HannoverAktivPasses zu je 8,50 € gibt es ausschließlich an der Abendkasse bzw. nach Vorbestellung.

Insgesamt sechs Mal wird sich der Vorhang im Freizeitheim Döhren (An der Wollebahn 1, 30519 Hannover) heben:

Fr  13. 03. 2026 – 19:30 h (Premiere)

Sa 14. 03. 2026 – 16:00 h   

So 15. 03. 2026 – 16:00 h

Fr  20. 03. 2026 – 19:30 h

Sa 21. 03. 2026 – 16:00 h

So 22. 03. 2026 – 16:00 h

Theaterleiter Peter Gärtner: „In dem neu erworbenen Liebesnest des Zahnarztes Dr. Ansgar Fleischmann in der noblen Wohngegend Waldhausen in Hannover ist die Aufregung groß.

Seine Ehefrau Saskia, seine Geliebte Jacqueline Dahmert, ein Typ namens Karl „Rocky“ Baldower, der ständig auf geheimer Entsorgungsmission ist, und die neugierige Hausmeisterin Hedwig Löddgen geben sich die Klinke in die Hand. Es kommt zu einigen absurden Missverständnissen, durch die der eigentlich hilfsbereite, aber nicht besonders clevere „Rocky”“in große Schwierigkeiten gerät.  Eine richtige Achterbahnfahrt der Ereignisse! Was für eine aufregende Story! Die Pointen, Verstrickungen und die Situationskomik sind einfach zum Brüllen komisch!“

Stadtbezirk Döhren-Wülfel: Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner legt Amt und Mandat nieder

Döhren-Wülfels Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück
Döhren-Wülfels Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück

HANNOVER. Die Gesundheit machte nicht mehr mit: Antje Kellner, Bezirksbürgermeisterin von Döhren-Wülfel, hat jetzt ihren Rücktritt erklärt und verzichtete gleichzeitig auch auf ihr Mandat im Stadtbezirksrat.

In einer persönlichen Erklärung legte die SPD-Politikerin die Gründe ihrer Entscheidung dar. Das Schreiben im Wortlaut:

 „Seit langem engagiere ich mich ehrenamtlich im Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel für unseren schönen und vielfältigen Stadtbezirk, seit über 10 Jahren auch als Ihre Bezirksbürgermeisterin.

In dieser Zeit durfte ich viele engagierte Bürgerinnen und Bürger aus Vereinen, Verbänden und Kirchengemeinden aber auch Privatpersonen treffen, denen ihr Stadtbezirk sehr am Herzen liegt. Ich habe diese Begegnungen stets als Bereicherung und Ansporn empfunden, auch wenn ich naturgemäß nicht mit jedem meiner Gesprächspartner einer Meinung war. Gerade auf der niedrigschwelligen Bezirksratsebene trifft Lokalpolitik ja aber tatsächlich immer noch auf reale Bürgerinnen und Bürger und lernt ihre wirklichen Bedürfnisse und Prioritäten kennen.

Diesen spannenden Dialog hätte ich gern noch weitergeführt und das mir Mögliche von Ihren Anregungen gemeinsam mit den Bezirksratsmitgliedern umgesetzt. Leider aber erlaubt mir meine sich rapide verschlechternde Gesundheit nicht, das Amt der Bezirksbürgermeisterin so fortzuführen wie ich das gern möchte.

Ich habe mich daher nach reiflicher Überlegung schweren Herzens entschieden, mit sofortiger Wirkung auf mein Bezirksratsmandat zu verzichten und damit auch vom Amt der Bezirksbürgermeisterin zurückzutreten.

Bei Ihnen allen bedanke ich mich für Ihre Anregungen, für Lob, aber auch für Tadel.

Meinen Ansprechpartnern in der Stadtverwaltung der Landeshauptstadt Hannover danke ich für die stets engagierte Zusammenarbeit und die konstruktive gemeinsame Suche nach zeitnaher Umsetzung von Anregungen.

Meinen Mit-Bezirksratsmitgliedern bin ich für die jahrelange parteienübergreifende und sachorientierte Arbeit im Bezirksrat Döhren-Wülfel dankbar, die immer wieder Kompromisse und einstimmige Beschlüsse möglich machte. Das ist leider keine Selbstverständlichkeit mehr in der heutigen Zeit.

Meinem Nachfolger oder meiner Nachfolgerin wünsche ich stets eine glückliche Hand und tatkräftige Unterstützung von Ihrer Seite.

Behalten Sie bitte unbedingt Ihr Interesse an der Lokalpolitik in Ihrem Stadtbezirk und bleiben Sie miteinander im Gespräch!

Es grüßt Sie ganz herzlich

Ihre Antje Kellner“

„Der Rücktritt kam nicht überraschend, dennoch macht er mich traurig“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Jens Schade. „Im Stadtbezirk Döhren-Wülfel und in der SPD Döhren-Wülfel geht damit eine Ära zu Ende. Antje Kellner wird uns bei der zukünftigen Arbeit fehlen. Das Amt einer Bezirksbürgermeisterin besteht ja aus mehr als nur die Sitzungen zu leiten und ab und an ein paar Grußworte auf diversen Veranstaltungen zu sprechen. Es ist viel Arbeit im Hintergrund damit verbunden, was indes kaum öffentlich in Erscheinung tritt und deshalb auch nicht immer gebührend gewürdigt wird. Es war jedenfalls der sehr engagierte Einsatz von Antje Kellnerr, der unter anderem dazu geführt hat, dass bei den letzten Kommunalwahlen vor viereinhalb Jahren die SPD im Bezirksrat nicht nur nicht – entgegen den allgemeinen Trend – verloren hat, sondern dass wir vielmehr in Döhren-Wülfel unsere Mandatszahl halten konnten und sogar stärkste Fraktion im Bezirksrat wurden.“

Für die nun anstehende Neuwahl eines Bezirksbürgermeisters wird die SPD Willi Lindenberg nominieren. Lindenberg (geb. 1952) war lange Jahre als Arbeitsdirektor im ÜSTRA-Vorstand tätig. Im Juli 2020 wurde er von Antje Kellner als neuer Bezirksratsherr verpflichtet. Er wohnt schon über 40 Jahre im Stadtbezirk Döhren-Wülfel. Der aus Wiedensahl (Geburtsort von Wilhelm Busch) stammende Sozialdemokrat ist auch außerhalb der Politik vielfältig ehrenamtlich engagiert. Er macht beim Verein „Freunde des Döhrener Turms e.V.“ mit und ist Ehrensenator bei der Funkenartillerie Blau-Weiss Döhren. Auch sonst kann er eine Reihe von Funktionen aufzählen: Mitglied des geschäftsführenden Vorstands der Landesverkehrswacht Niedersachsen, Mitglied des Vorstands des Vereins „Gegen das Vergessen ./. NS-Zwangsarbeit e.V. und Sprecher des Managerkreises der Friedrich-Ebert-Stiftung Niedersachsen/Bremen und Mitglied der Verkehrs AG auf Bundesebene.

DSC 8887
Willi Lindenberg – hier eine Archivaufnahme – in historischer Üstra-Uniform

Stadt Heide: Größter (unbebauter) Marktplatz Deutschlands

Nahezu unendliche Weiten – der größte (unbebaute) Marktplatz Deutschlands – an seinem Rand gelegen die Kirche St. Jürgen
Nahezu unendliche Weiten – der größte (unbebaute) Marktplatz Deutschlands – an seinem Rand gelegen die Kirche St. Jürgen - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Reihe: Kleine und große Superlative

HEIDE. Die Stadt Heide liegt in Schleswig-Holstein, nicht weit entfernt von der Nordsee, nach Büsum etwa sind es gut 20 Kilometer. Bekannt ist die Kreisstadt von Dithmarschen insbesondere für ihren riesigen Marktplatz. Es handelt sich um den größten (unbebauten) Marktplatz Deutschlands (als größter bebauter Marktplatz Deutschlands gilt der Marktplatz in Freudenstadt im Nordschwarzwald). Die unbebaute Fläche des Marktplatzes von Heide beträgt 47.000 Quadratmeter. Während der Zeit der unabhängigen Bauernrepublik Dithmarschen war der Platz ab 1447 Tagungsort der Landesversammlung. Bereits im 16. Jahrhundert kamen dort die Händler jeden Sonnabend zu einem Wochenmarkt zusammen. Das ist bis heute so geblieben. Außerdem findet auf dem Platz jedes Jahr ein großer Weihnachtsmarkt sowie alle zwei Jahre der „Heider Marktfrieden“ statt – das größte mittelalterliche Volksfest Dithmarschens. Wenn gerade keine Märkte oder Feste auf dem Marktplatz stattfinden wird er zu einem riesigen Parkplatz mit fast unendlich Weiten. Zu den Sehenswürdigkeiten Heides zählt die Kirche St. Jürgen, die den Marktplatz an der Südwestseite säumt. Sie wurde um 1435 als Kapelle erbaut, 1559 bei der Eroberung Heides durch die dänischen Truppen zerstört und danach aus Feldsteinen wieder aufgebaut. Später kamen ein Turm und ein Anbau dazu. Besonderheiten sind der schöne Barockaltar, einige alte Malereien, das Taufbecken und eine Sonnenuhr an einer der Kirchenwände. Die heutige Bebauung um den Marktplatz herum stammt aus dem 19. bis 21. Jahrhundert. Älter sind das alte Pastorrat (1739) und das „Dreestornhus“ (1733) in der Süderstraße.

Einwohnerversammlung für Döhren-Wülfel: Kein Erstaufnahme an der Radrennbahn – die Pläne sind vom Tisch

Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay hatte zu einer Einwohnerversammlung ins Freizeitheim Döhren eingeladen.
Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay hatte zu einer Einwohnerversammlung ins Freizeitheim Döhren eingeladen.

HANNOVER. An der Radrennbahn in Wülfel wird es keine Erstaufnahmeeinrichtung des Landes für Flüchtlinge geben. Das gab Oberbürgermeister Belit Onay auf der Einwohnerversammlung für den Stadtbezirk Döhren-Wülfel gestern Abend (9. Februar) im Freizeitheim bekannt. „Aus meiner Sicht ist das kein Standort, der in Betracht kommt“, sagte er, und. „Wir werden die Diskussion nicht weiterführen.“

Die Pläne für eine Flüchtlingsunterkunft mit bis zu 750 Personen hatten im Stadtteil für Unruhe gesorgt. Onay gab nun dem Land die Schuld am Scheitern des Vorhabens. Wie aus einem hier vorliegenden Schreiben des Niedersächsischen Innenministeriums an die Stadt Hannover hervorgeht, hat das Land deshalb einen Rückzieher gemacht, weil die Stadt die Geeignetheit des Grundstücks nicht hinreichend geklärt und auch keine Alternativstandorte benannt hat. Bei wem auch immer letztlich die Schuld für das Scheitern des Projektes liegt, die Wülfeler haben diese Nachricht mit Freude aufgenommen. Eine politische Mehrheit zeichnete sich eh nicht ab; der Bezirksrat Döhren-Wülfel hätte wahrscheinlich geschlossen dagegen gestimmt und im Rat haben SPD, CDU und FDP bereits ihr „Nein“ in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekräftigt.

Nach einer Begrüßung durch einen Vertreter des Stadtbezirksrates Döhren-Wülfel, einen kleinen Imagefilm über den Stadtbezirk und einer Rede des Oberbürgermeisters Onay bekamen die anwesenden Anwohner das Wort. Debattiert wurden unter anderem die Parkplatzsorgen im Amerikaviertel (Stadtteil Mittelfeld); aber eine alle zufriedenstellende Lösung ist nicht in Sicht.

Christine Ranke-Heck aus Wülfel brachte die gefährliche Situation durch die Fahrbahnverengung auf der Hildesheimer Straße dank der Velo-Route zur Sprache. Eine Abhilfe wurde allerdings auch hier nicht versprochen. Weniger Beifall aus dem Publikum erhielt hingegen der Vorschlag einer Rednerin, Schnee auf den Radwegen doch lieber auf Autoparkplätze oder die Gehwege zu schieben. Da grummelte es merklich in den Sitzreihen.

Ein anderer Bürger wies auf den doch in die Jahre gekommenen Stützpunkt der Freiwilligen Feuerwehr in Wülfel hin. Lena Bode vom Fachbereich Gebäudemanagement versprach, dass noch in diesem Jahr mit der Planung eines neuen Feuerwehrgerätehauses an der Erytropelstraße begonnen werden.

Erfreuliches konnten die Einwohner im Foyer an einer Schautafel zum Neubau des Freizeitheims Döhren lesen: Ebenfalls noch 2026 soll ein Architektenbüro die Pläne für einen Neubau des Freizeitheimes an der Peiner Straße 5 bis 9 prüfen. Stadtbibliothek, Bürgeramt und Jugendzentrum sollen einbezogen werden.

Eisschollen und Nebel – Spaziergang am Mittellandkanal

Kanallandschaft im Nebel
Kanallandschaft im Nebel - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Vom Nordhafen bis zum Yachthafen


HANNOVER. Das Wetter trübe, alles grau in grau, eigentlich kein Wetter für einen Spaziergang – doch gleichwohl hat ein Spaziergang im Nebel entlang des mit Eisschollen bedeckten und derzeit zumindest im hannoverschen Bereich für die Schifffahrt gesperrten Mittellandkanal seinen eigenen Reiz. Das Titelfoto für diesen Bericht und die Fotos in der unterstehenden Galerie entstanden entlang des Mittellandkanals vom Nordhafen (Hannover Vinnhorst) bis zum Yachthafen (Hannover List).

Eine neue Pastorin für Wülfel: Celine Beigel wurde heute ordiniert

Regionalbischöfin Sabine Schiermeyer führte Celine Beigel in ihr neues Amt als Pastorin der Matthäi-Kirche ein.
Regionalbischöfin Sabine Schiermeyer führte Celine Beigel in ihr neues Amt als Pastorin der Matthäi-Kirche ein.

HANNOVER. Die ev.-luth. Matthäi-Kirche in Wülfel hat endlich wieder eine neue eigene Pastorin. Heute Nachmittag (8. Februar) wurde Pastorin Celine Beigel von der Regionalbischöfin Sabine Schiermeyer ordiniert und zusammen mit Superintendentin Meike Riedel in ihr Amt eingeführt. Es ist die erste Pastorenstelle der jungen Geistlichen.

Der Glaube lag ihr schon ganz früh am Herzen. „Schon in ganz jungen Jahren hat sie in ein Freundschaftsbuch als Berufswunsch Pastorin geschrieben“, erzählte Regionalbischöfin Schiermeyer.

Den festlichen Gottesdienst umrahmten Torsten Pinkepan an der Orgel, Kordelia Spieß an der Flöte und Katrin Reisch mit Gesang. Im Anschluss lud Jutta Heine-Seela im Namen des Kirchenvorstandes alle Besucher zu einem kleinen Empfang mit Sekt und Schnittchen in den Vorraum der Matthäi-Kirche ein.

DSC 6036
Regionalbischöfin Sabine Schiermeyer

DSC 6056 DSC 6071 DSC 6059 DSC 6051

DSC 6042
Festgottesdienst zur Amtseinführung