LANGENHAGEN (PM/bg). Die Gewerkschaft Ver.di hat die Beschäftigten am Hannover Airport für Montag, den 13. März 2023 zu einem Warnstreik aufgerufen. Neben Hannover sind ebenso die Flughäfen Hamburg, Bremen und Berlin betroffen.
Aufgerufen sind neben den Beschäftigten der Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH auch die Bereiche Luftsicherheitskontrolle und Abfertigung.
Aus diesem Grund wird in der Zeit von Sonntag, 12. März 2023, 21:00 Uhr bis Dienstag, 14. März 2023. 01:30 Uhr kein regulärer Flugbetrieb am Hannover Airport stattfinden.
Für Not- und Rettungsflüge ist der Flughafen Hannover auch im Streikzeitraum erreichbar.
Am Flughafen Hannover waren für diesen Zeitraum insgesamt 76 Flugbewegungen geplant (35 Abflüge und 41 An-künfte).
Der Hannover Airport bittet alle betroffenen Passagiere, Kontakt mit ihrer Fluggesellschaft oder ihrem Reiseveranstalter aufzunehmen.
Hintergrund der Warnstreikmaßnahmen sind die bislang erfolglosen Tarifverhandlungen zwischen den Arbeitgebervertretern und der Gewerkschaft ver.di.
Das Bauunternehmen Gundlach möchte ihre Mietwohnungen an der Peiner Straße (Stadtteil Seelhorst) modernisieren und dabei auch gleich die Gebäude aufstocken, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Werbewirksam trägt dieses Projekt den Titel „Klimaumbau Seelhorst“. Dazu muss ein neuer Bebauungsplan (B-Plan) von der Stadt verabschiedet werden. Der Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel gab auf seiner März-Sitzung im Freizeitheim Döhren grünes Licht für die vorgezogene Bürgerbeteiligung zu einem ersten Entwurf des B-Planes Nr. 1912.
Ein bisschen diskutiert wurde in der Bürgervertretung aber dennoch. Baufirma und Planungsamt versprachen, etwaige Verschattungen von Nachbargrundstücken durch die zusätzlichen Stockwerke zu prüfen und dies in die Planentscheidungen einzustellen. Auf Nachfrage seitens der SPD-Fraktion, ob die vorhandenen Bestandsmieter Mieterhöhungen zu befürchten haben, räumte ein Vertreter des Unternehmens ein, dass dies so sei. Es soll aber durchaus bei nur moderaten Aufschlägen bleiben. Kritisch angemerkt wurde daneben, dass die Zahl der Stellplätze verringert werden soll. „Die Infrastruktur für den täglichen Bedarf ist weit weg und ob wirklich viele Menschen mit Bus oder Fahrrad fahren, ist fraglich“, hieß es.
Gleichwohl passierte der Vorschlag der Stadtverwaltung ohne Gegenstimme den Bezirksrat. Die Ortspolitiker zeigten nicht nur hier, sondern den ganzen Abend einmütig – von den Grünen bis zur AfD. Auch alle weiteren Anträge und Beschlussvorlagen passierten einstimmig das Ortsparlament.
Etwa die Forderung der SPD an die Verwaltung, im Bezirksrat über die Eilenriede und dem Wald Seelhorst zu berichten. „Für den Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel sind die Waldflächen im Stadtbezirk von großem Interesse und deshalb soll der Bezirksrat über den Waldzustandsbericht mit den Schwerpunkten der örtlichen Waldflächen kontinuierlich informiert werden“, begründete Anja Schollmeyer den Vorschlag der Sozialdemokraten. Auch der Antrag, „die aufgemalte Geschwindigkeitsbegrenzung „30 km/h“ auf der Völgerstraße in Wülfel zu erneuern“, passierte ohne Weiteres den Bezirksrat.
Unterstützung vom Rest des Bezirksrates erhielt daneben ein gemeinsamer Dringlichkeitsantrag von CDU und SPD. Darin wird die Stadt aufgefordert, eine sichere Querungsmöglichkeit für Schulkinder über die Straße Am Schafbrinke in Höhe der Zeißstraße zu schaffen.
Die Forderung der Grünen, die Grünzeiten für Fußgänger und Radfahrer über die Hildesheimer Straße an der Kreuzung Willmerstraße zu verlängern, verabschiedete der Bezirksrat allerdings nur in der Fassung eines SPD-Änderungsantrages. Danach darf durch etwaige Maßnahmen die Stadtbahn nicht wesentlich behindert werden.
Auch die Christdemokraten hatten sich einige Straßen und Radwege näher angesehen und forderten in Anträgen Reparaturarbeiten am Siegelweg, an der Paderborner Straße und am Radweg Peiner Straße.
Die Menschen warten auf den Frühling, doch Väterchen Frost zeigte noch einmal, was er kann. In der Nacht vom 10. auf den 11. März kehrte in Hannover der Winter zurück.
Mehrere Zentimeter Schnee verwandelten die Leinemetropole in ein Winterwunderderland. Leider wirkte sich dies auch auf den Straßenverkehr aus.
Das Regiobus-Unternehmen stellte den Busverkehr ab 22 Uhr vollständig ein und rund eine halbe Stunde später gaben auch die Üstra-Busse den Kampf gegen die weißen Flocken auf. Zudem geschahen wegen der Glätte und dem Schnee viele Unfälle auf den Straßen.
Die Beschäftigten der Staatstheater Hannover beteiligen sich seit 2021 an der bundesweiten Aktion „40.000 Theatermitarbeitende treffen ihre Abgeordneten“.
In Deutschland arbeiten rund 40.000 Menschen an öffentlich getragenen Stadt- und Staatstheatern in Festanstellung. Ziel der Aktion ist es, die am Theater Beschäftigten in einen direkten Austausch mit den politischen Entscheidungsträger:innen zu bringen, um Einblicke hinter die Kulissen und die besonderen Arbeitsweisen und Rahmenbedingungen an den Theatern zu geben.
Am Montag, den 13.03.2023 werden rund 25 Mitglieder des Niedersächsischen Landtages im Opern- und Schauspielhaus erwartet. Teile der Belegschaft von Staatsoper und Schauspiel Hannover luden das zweite Mal dazu ein. Die Gespräche zwischen den Abgeordneten und den Theatermitarbeitenden finden in kleinen Gruppen statt.
Maßgeblich geplant und durchgeführt wird der Aktionstag unter breiter Beteiligung der Belegschaft aus Kunst, Verwaltung und Technik von den Schauspieler:innen Helene Krüger, Alrun Hofert, Tom Scherer und Hajo Tuschy sowie dem Opernsänger Frank Schneiders.
Die Aktion „40.000 Theatermitarbeitende treffen ihre Abgeordneten“ wurde 2016 ins Leben gerufen. Sie ist eine Initiative des Bundes der Szenografen, der Dramaturgischen Gesellschaft und des ensemble-netzwerks und wird sowohl vom Deutschen Bühnenverein als auch von der Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) sowie zahlreichen Theater-Fachverbänden unterstützt.
Seitdem haben bundesweit mehrere hundert Treffen zwischen Theaterschaffenden und Abgeordneten auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene stattgefunden. Im Februar 2021 hatten in Hannover erstmals über 60 Einzelgespräche mit Abgeordneten und Kabinettsmitgliedern stattgefunden. Eine ausführliche Dokumentation dazu findet sich unter staatstheater-hannover.de.
Ulrich Stamm — Professionelle Fotografie für Business | Presse | Privat
Die ehrenamtlichen Retter der Laatzener Ortsfeuerwehr rückten zu Beginn des Wochenendes zu drei kleineren technischen Hilfeleistungen aus.
Am Freitag gegen Mittag verschafften sie dem Rettungsdienst Zugang zu einer Wohnung im Hilgerskamp. Dort war ein 90-jähriger Bewohner gestürzt. Der Rentner konnte die Tür von innen nicht mehr öffnen.
Um 14.27 Uhr ging es dann zu einem Wasserschaden in einem Mehrfamilienhaus in der Marktstraße. Im 2. Obergeschoss drehten die Helfer schließlich einen Eck-Wasserhahn zu.
Am Sonnabend um 3.45 Uhr wurde ein umgestürzter Baum in der Straße Lange Weihe an der Ecke zum Lortzingweg gemeldet. Unter einer dicken Last von Schnee lag ein kleineres Exemplar quer über den Rad- und Fußweg nahe eines chinesischen Restaurants. Mit der Kettensäge beseitigten die Helfer Äste und Zweige.
Stadtbäume in Zeiten des Klimawandels: Vortragsabend in der VHS
„Stadtbäume, die Klimakühler – wichtiger denn je“ heißt eine Vortragsveranstaltung der Landeshauptstadt Hannover am 24. April. Hendrika von Waveren berichtet über Hitzeinseln in Großstädten und über das Modell „TreeChecker“, das sie für das Schulbiologiezentrum entwickelt hat. Das ist ein sogenanntes „bürgerwissenschaftliches“ Projekt („Citizen Science“), das Einwohner*innen einlädt, den Gesundheitszustand ihrer Stadtbäume einzuschätzen. In einem zweiten Vortrag referiert Manuel Kornmayer, Bereichsleiter Grünflächen im Fachbereich Umwelt und Stadtgrün, unter dem Titel „Hannovers Stadtbäume“ zu deren geschichtlicher Entwicklung und wie Bepflanzung und Pflege an den Klimawandel angepasst werden.
Die Veranstaltung in der Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule (VHS), Burgstr. 14, beginnt um 18 Uhr und kann sowohl vor Ort besucht als auch online verfolgt werden. Die Teilnahme ist kostenfrei. Für die Online-Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich: telefonisch unter (05 11) 1 68 – 3 62 50 oder per E-Mail unter gesundleben.vhs@hannover-stadt.de. Bei Teilnahme vor Ort in der VHS wäre eine Anmeldung für die Planung wünschenswert.
Die Veranstaltung am Vortag des „Internationalen Tag des Baumes“ findet in Kooperation des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün mit der VHS statt. Weitere Informationen bietet das Internet unter www.hannover.de/tag-des-baumes-lhh.
Stadtbibliothek Ricklingen am 11. März geschlossen
Die Stadtbibliothek Ricklingen, Anne-Stache-Allee 7, bleibt am morgigen Sonnabend, 11. März, aus organisatorischen Gründen geschlossen.
Sitzung des Ausschusses für Integration, Europa und internationale Kooperation (Internationaler Ausschuss)
Am Donnerstag (16. März) findet um 17.30 Uhr im Haus der Religionen, Böhmerstraße 8, in Präsenz die Sitzung des Ausschusses für Integration, Europa und internationale Kooperation (Internationaler Ausschuss) statt.
Belit Onay lädt zur Bürger*innen-Sprechstunde für Dienstag, 21. März, von 16 bis 18 Uhr, ein. Die Bürger*innen-Sprechstunde findet je nach Wunsch persönlich Vorort, als Videotermin oder als Telefontermin statt.
Eine telefonische Anmeldung ist erforderlich. Anmeldungen werden ausschließlich am Mittwoch,15. März, in der Zeit von 8.30 Uhr bis 16 Uhr unter der Rufnummer (05 11) 1 68 – 4 52 52, online unter https://ob-sprechstunde.hannover-stadt.de oder persönlich im Bürgerbüro, entgegengenommen.
Aufgrund der zeitlichen Vorgabe können nicht alle Gesprächswünsche berücksichtigt werden. Unabhängig von der Sprechstunde können sich Einwohner*innen jedoch mit ihren Anliegen auch direkt an das Bürgerbüro der Landeshauptstadt Hannover wenden: telefonisch unter (05 11) 1 68 – 4 52 52 oder per E-Mail an Buergerbuero@hannover-stadt.de.
Umzug des Fachbereichs Senioren der Landeshauptstadt Hannover
Der Fachbereich Senioren der Landeshauptstadt Hannover bezieht ab dem 20. März neue Büroräume in der Osterstraße 31. Mit dem voraussichtlich drei Wochen dauernden Umzug sind Einschränkungen in der Erreichbarkeit verbunden.
Insbesondere wird hierbei der Bereich „Wirtschaftliche Hilfen“ vom 30. März bis voraussichtlich 7. April nur eingeschränkt erreichbar sein. Der Fachbereich Senioren steht bei Fragen und für Informationen unter der Rufnummer 0511-168 42345 auch in der Umzugsphase zur Verfügung.
Die Veranstaltungen des Kommunalen Seniorenservice finden wie geplant statt und sind unter www.seniorenberatung-hannover.de abrufbar. Es wird um Verständnis gebeten, falls es umzugsbedingt in der Bearbeitung von Anfragen und Anträgen zu Verzögerungen kommen sollte. Die Mitarbeitenden sind grundsätzlich unter ihrer Email-Adresse und Telefonnummer erreichbar.
Die neue Adresse lautet: Fachbereich Senioren, Landeshauptstadt Hannover, Osterstraße 31, 30159 Hannover.
Ulrich Stamm — Professionelle Fotografie für Business | Presse | Privat
Sorgen bezüglich der Gesundheit des US-Finanzsektors haben die europäischen Börsen am Freitag stark belastet. Probleme der amerikanischen Silicon Valley Bank (SVB) hatten die Nervosität angefacht. Diese ist ein Finanzierer kleiner und mittlerer Tech- und Biotech-Unternehmen. Technologiefirmen leiden besonders unter den derzeit hohen Zinsen, weil sich dadurch ihre Refinanzierung erschwert. Vor diesem Hintergrund sackten Bankaktien europaweit ab.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) fiel um 1,32 Prozent auf 4229,53 Punkte. Auf Wochensicht bedeutet dies ein Minus von 1,52 Prozent.
Der Pariser Leitindex CAC 40 verlor am Freitag 1,30 Prozent auf 7220,67 Punkte. Der britische FTSE 100 litt besonders unter der Schwäche der Finanzwerte und büßte 1,67 Prozent auf 7748,35 Zähler ein.
Joachim Klement, leitender Stratege der Investmentbank Liberum Capital, sprach von wachsenden Ängsten vor einer Kreditklemme – auch wenn er nicht davon ausgeht, dass die Situation der SVB eine unmittelbare Bedrohung für das europäische Bankensystem darstellt. Notleidende Kredite dürften im laufenden Jahr zwar zunehmen, aber die Reserven der Banken in Europa und den USA seien ausreichend, um mögliche Probleme aufzufangen.
Analystin Susannah Streeter von Hargreaves Lansdown schrieb: „Die leichte Panik, die den Finanzsektor erfasst hat, lässt sich nur schwer abschütteln, obwohl der aktuelle US-Arbeitsmarktbericht auf eine Abkühlung des Lohnwachstums hindeutet.“ Die Sorge bezüglich der Zinssätze verunsichere nach wie vor die Anleger, die durch die hohen Kursverluste des kleinen US-Tech-Kreditinstituts SVB aufgeschreckt worden seien.
Unter den Einzelsektoren verzeichneten Banken- und Finanzwerte die höchsten Verluste. Am EuroStoxx-Ende knickten die Papiere von ING (ING Group) um 4,6 Prozent ein.
Noch scheine die Silicon Valley Bank ein Einzelfall zu sein, betonte Fondsmanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. „Aber wie groß die Ansteckungsgefahren unter Banken sind, das haben frühere Krisen gezeigt. Deshalb reagieren Anlegerinnen und Anleger so sensibel auf die Nachrichten aus Kalifornien.“
Die Nachrichten zur SVB kamen zum denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Die Silicon Valley Bank benötigte zur Abfederung von Verlusten aus dem Portfolio eine Milliardenkapitalerhöhung, die aber nicht zustande kam. Am Freitag wurde die Silicon Valley Bank von der kalifornischen Behörde für Finanzschutz und Innovation geschlossen, zudem wurde ein Konkursverwalter eingesetzt. Die Krise am Markt für Digitalwährungen hatte zuvor mit dem US-Finanzkonzern Silvergate Capital ein Schwergewicht der Branche in die Knie gezwungen.
Auch fast alle anderen Branchen verzeichneten Verluste. Lediglich der Versorger-Sektor schaffte ein geringfügiges Plus. Er ist nun für die Analysten der Bank Credit Suisse die bevorzugte defensive Branche. Versorgungsunternehmen böten im Sektorvergleich hervorragende Fundamentaldaten mit einem soliden freien Barmittelzufluss und einer besseren Ertragsdynamik, wobei die Versorger auch von den längerfristigen Treibern für den Übergang zu sauberer Energie profitieren dürften.
Jens Palandt, Umweltdezernent der Region Hannover (von links), Thomas Schwarz, Verbandsgeschäftsführer aha, und Steffen Krach, Regionspräsident, bei der Einführung der gelben Tonne in Hannover. Nun wird auch die Region auf die Tonnenabfuhr umgestellt. - Quelle: Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover
Restmüllsack hat ausgedient
Auslieferung ab November – aha berät bei Fragen zum Standplatz
Hannover/Region (pm). Ab dem 1. Januar 2024 vereinheitlicht die Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) das Abfuhrsystem für Restabfälle und schafft die Säcke im Umland ab. Damit wird die graue Restabfalltonne auch im Umland der Region Hannover zur Regel. Hier werden die Restabfälle bislang sowohl in Mülltonnen als auch in Säcken gesammelt, in der Stadt Hannover hingegen werden sie bereits ausschließlich über Tonnen erfasst. Für die Umstellung stellt aha rund 56.000 Behälter zur Verfügung.
„Mit der Einführung der reinen Tonnenabfuhr schließt sich das Umland der Region Hannover dem bundesweiten Trend zur Abschaffung der Säcke an“, freut sich Regionspräsident Steffen Krach, der sich bereits vor seiner Wahl für die Umstellung ausgesprochen hatte. „Die Tonne spart Plastik, schützt wertvolle Ressourcen und verbessert die Sauberkeit in den Städten und Gemeinden der Region Hannover. Auch die aha-Beschäftigten profitieren von der Sackabschaffung, entfallen doch das schwere Heben und die Verletzungsgefahr durch gefährliche Gegenstände in den Säcken.“
Tonnen sind nachhaltiger als Säcke
Bundesweit wird längst auf die generelle Verwendung von Abfallbehältern zur Sammlung von Restabfall, Bioabfall, Papier oder Verpackungen gesetzt, weil die Tonnen deutliche ökologische und ökonomische Vorteile aufweisen. „Mit der Abschaffung der Säcke setzt die Region Hannover einen klaren Impuls für nachhaltige Entwicklung und unterstützt damit die Transformation zur Klimaneutralität“, betont Jens Palandt, Umweltdezernent der Region Hannover. „Die Tonne als einheitliches Abfuhrsystem ist die beste Lösung, wenn es um die umweltschonende Sammlung von Restmüll geht und ein weiterer Schritt im Kampf gegen die Klimakrise.“
Für die Sacksammlung sind jedes Jahr aufs Neue Säcke zu produzieren, an die Verteilstellen zu liefern, von Personal auszugeben sowie Gutscheine auszudrucken und zuzusenden. Die ungenutzten Restabfallsäcke müssen nach Ablauf des Gültigkeitszeitraumes vernichtet werden, damit keine Ungleichbehandlung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern entsteht, die die Restabfalltonnen nutzen. Eine Mülltonne hat im Vergleich dazu eine Lebenserwartung von durchschnittlich zehn Jahren und kann zu 100 Prozent recycelt werden. Darüber hinaus punktet das Standard-Sammelsystem Tonne im Hinblick auf ein sauberes Wohnumfeld und eine komfortable Abfallentsorgung.
Nur bei richtiger Trennung klappt es auch mit dem Recyceln
„Die Einführung der Tonne als Standardsystem für alle Abfallfraktionen ist elementarer Bestandteil des Zukunftskonzeptes von aha und der Region Hannover mit Blick auf Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Entsorgungssicherheit“, betont aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz. „Neben der Abfallvermeidung ist das Sammel- und Sortierverhalten der Menschen für eine erfolgreiche Verwertung der Wertstoffe von entscheidender Bedeutung. Nur wenn möglichst alle mitmachen und die Tonnen nutzen, sprich Abfälle getrennt entsorgen, sind auch die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Recyclingquoten erfüllbar.“ Mit richtiger Mülltrennung kann also mit wenig Aufwand ein wichtiger Beitrag für die Umwelt und den Klimaschutz geleistet werden, weil dadurch Ressourcen im Wertstoffkreislauf verbleiben – ganz nach dem Motto von aha: „Müll ist das, was wir draus machen.“
Tonnengröße orientiert sich am bisherigen Verbrauch und an der Personenanzahl
Der Volumenanteil der Restabfallsäcke im Verhältnis zum gesamten Restabfallvolumen in der Region Hannover beträgt lediglich rund sechs Prozent. Die Zuweisung der Abfallsammelbehälter erfolgt analog der aktuellen Anzahl der Restabfallsäcke und der im Haushalt lebenden Personen. „Die Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer werden über die künftige Größe ihrer Restabfalltonne schriftlich rechtzeitig vor der Austeilung der Behälter informiert“, sagt Dunja Veenker, Leiterin der Abfall- und Wertstoffabfuhr bei aha. „Gerne können sich Kundinnen und Kunden eine sogenannte ‚Nachbarschaftstonne‘ teilen. Dies reduziert den Flächenbedarf auf dem Grundstück erheblich.“ Der aha-Service steht unter der kostenfreien Telefonnummer (0800) 999 11 99 beratend zur Seite – auch im Rahmen einer Ortsbegehung. Bis zum 2. Juni 2023 können Immobilienbesitzerinnen und -besitzer oder deren Bevollmächtigte eigene Vorschläge für die gewünschte Tonnengröße über ein Online-Portal einreichen. Die Erstaufstellung der Restabfallbehälter ist kostenfrei. Sie ist in der Zeit von November bis Dezember 2023 geplant.
Unter www.aha-region.de/abfuhrkalender können alle Abholtermine wie gehabt jederzeit auf einen Blick online eingesehen werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, über das Internet einen individuellen Jahresabfuhrkalender für jede Adresse auszudrucken.
Der europaweit erste vollelektrische Rettungswagen in der 5,5 t Klasse wurde heute durch Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay auf der Feuer- und Rettungswache 1 in den Regelbetrieb übergeben.
Die Landeshauptstadt Hannover legt großen Wert darauf, die Verkehrswende im eigenen Fuhrpark zu beschleunigen. Neben dem PKW-Segment liegt hier der Focus auch auf Nutzfahrzeugen im Einsatzdienst von Feuerwehr und Rettungsdienst. Ein wichtiger Meilenstein ist in diesem Zusammenhang die heutige Indienstnahme des europaweit ersten vollelektrischen Serienmodells eines Rettungswagens (eRTW) in der 5,5 t Klasse bei der Feuerwehr durch Oberbürgermeister Belit Onay.
Den Stellenwert dieser Indienstnahme betonte Onay folgendermaßen: „Es ist mir ein besonderes Anliegen, innerhalb der Stadtverwaltung aktiven Klimaschutz zu betreiben. Ich bin stolz, dass wir in Hannover als Vorreiter umweltfreundliche Einsatzfahrzeuge tatsächlich auf die Straße bringen“.
Erster Stadtrat und Feuerwehrdezernent Dr. Axel von der Ohe betonte, dass die Beschaffung des eRTW auch unter finanziellen Aspekten hervorzuheben ist: “Die Menschen in unserer Stadt können sich auf die Hilfe der Feuerwehr im Notfall verlassen. Die Inbetriebnahme des vollelektrischen Rettungswagens zeigt, dass schnelle Hilfe und Klimaschutz auch unter dem Gebot der Wirtschaftlichkeit und des sparsamen Umgangs mit Steuermitteln möglich ist“.
Hannovers Feuerwehrchef Christoph Bahlmann ging auf die technischen Belange der Elektromobilität bei Einsatzfahrzeugen der Notfallrettung ein. Durch die hohe Einsatzfrequenz dieser Fahrzeuge müssen möglichst alle Standzeiten zum Laden genutzt werden: „Die Patientenübergabezeiten an den Krankenhäusern und die damit verbundenen Standzeiten der Fahrzeuge bieten sich hervorragend zum schnellen Laden
der Antriebsbatterien an. Im Vorfeld der Beschaffung des eRTW wurde daher bereits mit 03.07.2006 den hannoverschen Kliniken Kontakt aufgenommen. Dankenswerter Weise steht mittlerweile an allen Standorten des Klinikums Region Hannover Ladeinfrastruktur im Bereich der Notaufnahmen für uns zur Verfügung.“
Neben dem Klimaschutz gibt es noch weitere wesentliche Vorzüge des eRTW gegenüber den bisherigen konventionell angetriebenen Modellen:
sehr gutes Beschleunigungsvermögen
sehr gute Verzögerung durch elektrische Energierückgewinnung „Rekuperation“ hierdurch wird der Bremsverschleiß deutlich verringert.
sehr gute Straßenlage – u.a. durch die im Fahrgestellrahmen verbauten Batterien
sehr geringe Fahrgeräusche im Innenraum (Fahrer- und Patientenraum)
keine Motorengeräusche und Emissionen im Standbetrieb während der Patientenversorgung am Einsatzort bzw. im Fahrzeug.
Neben den technischen Anforderungen mussten auch wesentliche arbeitsergonomische Erfordernisse umgesetzt werden. So ist es gelungen, den Innenausbau des Fahrzeugs annähernd identisch zu den bereits vorhandenen Rettungswagen mit Dieselmotoren zu gestalten. Diese einheitliche Ausstattung ist für die zielgerichtete und schnelle Behandlung von Patient*innen unter Notfallbedingungen von besonderer Bedeutung.
Ab heute steht der von der Firma Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeug GmbH unter der Bezeichnung WAS 500 produzierte eRTW auf der Feuer- und Rettungswache 1 am Weidendamm einsatzbereit zur Verfügung.
Blumen zum Abschied und zum Einstand gab es für Dirk Battke und Jan Winneknecht. Überreicht wurden die bunten Grüße von den beiden stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Dr. Gudrun Koch (r.) und Willi Lindenberg (l.).
In den Reihen der SPD-Fraktion ist es nun zu einem Wechsel gekommen. Bezirksratsherr Jan Winneknecht zieht fort und legte sein Mandat nieder. „Leider muss ich aus beruflichen Gründen Hannover verlassen und kann daher zukünftig nicht mehr Teil des Bezirksrates sein. Mir hat die Arbeit viel Spaß gemacht. Ich habe in den letzten Monaten persönlich erfahren, wie wichtig der Bezirksrat für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort ist. Ich wünsche den Mitgliedern des Bezirksrates alles Gute und weiterhin eine gute Arbeit!“, erklärte er in der März-Sitzung des Bezirksrates. Das Gremium stellte am gestrigen Donnerstagabend im Saal des Freizeitheims Döhren seinen Sitzverlust fest.
Für Winneknecht rückte Dirk Battke in die Bürgervertretung nach und füllte die Reihen der Sozialdemokraten wieder auf. Vize-Bezirksbürgermeisterin Gabi Jakob, die die erkrankte Bürgermeisterin Antje Kellner vertrat, verpflichtete das neue Bezirksratsmitglied mit einem Handschlag. Bei Dirk Battke handele es sich um ein bekanntes Gesicht, sagte sie. Es ist jahrelanger Vorsitzender des Sozialverbandes in Hannover-Wülfel.
Gute Nachrichten für die Amateurschauspieler vom Südstädter Kommöd’chen. Sie dürfen ihre Lagerräume im Gebäude des Seelhorster Friedhofs behalten. Das erfuhr der Bezirksrat auf Anfragen der SPD. Stadtbezirksmanager Sven Berger: „Eine entsprechende schriftliche Vereinbarung ist in Vorbereitung.“ Entgegen den Kündigungsschreiben sei eine Sanierung der leerstehenden Wohnung nicht geplant. Es gebe dafür keine „personellen und finanziellen Ressourcen“. Weshalb dann dem Verein überhaupt unter Hinweis auf anstehende Baumaßnahmen gekündigt worden sei, wollte SPD-Fraktionsvorsitzender Jens Schade wissen. Berger entgegnete, dass beruhe auf verwaltungsinternen Kommunikationsproblemen.
Zu Beginn stellten Mitarbeiter der Stadt im Bezirksrat die städtischen Angebote für Kinder- und Jugendliche im Stadtbezirk vor. Die städtischen Angebote erreichen im Gesamtdurchschnitt nur rund 10 Prozent der Jugendlichen in der Stadt, räumte Michael Kiklas vom Fachbereich Jugend und Familie ein. Ein besonderes Defizit bemängelten die Mitglieder des Bezirksrates hinsichtlich des Jugendzentrums Mittelfeld. Hier müssten dringend mehr Angebote für Mädchen gemacht werden. So ganz nebenbei erfuhren die Bürgervertreter an diesem Abend dabei, dass das „Lückekinderprojekt“ im Wülferoder Weg geschlossen wird. Die Häuser dort sollen vom Eigentümer grundsaniert werden, alle Bewohner und Nutzer müssen ihre Wohnungen verlassen.
Den kleinen Tunnel für Fußgänger und Radfahrer in der Döhrener Leinemasch zwischen Bezirkssportanlage und Maschsee wird es in Zukunft nicht mehr geben. Im Zuge der Sanierung des Südschnellweges müssen Spaziergänger und Radler nun den Weg entlang der Leine nehmen. Dies teilte die Verwaltung dem Bezirksrat auf eine weitere Anfrage der SPD mit.
Eine Laufstrecke in der Leineaue in Döhren wird weder ausgeschildert noch beleuchtet, lautete die abschlägige Auskunft aus dem Rathaus auf eine entsprechende Anfrage der Grünen. Bei einer Frage der CDU musste die Verwaltung passen. Die Christdemokraten erkundigten sich nach Strom-, Gas. und Wassersperren bei säumigen Gebührenzahlern. „Die Verwaltung hat dazu keine Erkenntnisse“, sagte Verwaltungssprecherin Gundula Ohlhorst. Dazu könne nur der Grundversorger Enercity etwas sagen.
„Besorgte Eltern fürchten um die Sicherheit ihrer Kinder auf dem Schulweg von der Seelhorst zur Grundschule HWO in der Olbersstraße, speziell am Fußgängerübergang auf der Höhe Am Schafbrinke / Friedhofsallee und Peiner Straße“, heißt es in einer anderen Anfrage der Sozialdemokraten. Die Stadt Hannover will an der grundsätzlichen Situation dort aber nichts ändern. Immerhin: Es soll ein zusätzliches Schild mit Hinweis auf den Zebrastreifen aufgestellt werden, „um vorzeitig auf den Fußgängerüberweg hinzuweisen.“