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Sonntag, Mai 3, 2026

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Spielort der Ruhrtriennale: die Jahrhunderthalle in Bochum

Die Jahrhunderthalle in Bochum mit der angrenzenden Turbinenhalle und dem Dampfgebläsehaus bildet das Zentrum der Ruhrtriennale und ist zum inoffiziellen Festspielhaus avanciert
Die Jahrhunderthalle in Bochum mit der angrenzenden Turbinenhalle und dem Dampfgebläsehaus bildet das Zentrum der Ruhrtriennale und ist zum inoffiziellen Festspielhaus avanciert - © Fotos: Lothar Schulz 2024


Festival der Künste im Ruhrgebiet


BOCHUM. Jedes Jahr im Sommer bespielt die Ruhrtriennale Stätten der Industriekultur mit einem vielseitigen künstlerischen Programm.
Das unkonventionelle Festival dessen künstlerische Qualität und die Kühnheit des Programms von Musiktheater über Tanz und Performance bis hin zu Schauspiel und Konzerten stechen aus dem konventionellen europäischen Festivalreigen hervor. Die Spielorte der Ruhrtriennale sind nicht bloß Spielstätten, sondern prägen die künstlerische Arbeit entscheidend mit. Stätten der Industriekultur, die zu Spielorten für die Triennale werden, sind u.a. der Landschaftspark Duisburg-Nord, das Gelände der Zeche Zollverein in Essen oder die zum inoffiziellen Festspielhaus avancierte Jahrhunderthalle Bochum mit der angrenzenden Turbinenhalle und dem Dampfgebläsehaus. Großartige Opern- und Musiktheaterinszenierungen, ziehen auch ein internationales Publikum in das Ruhrgebiet: Messiaens „Saint François d’Assise“ (2003), Zimmermanns „Die Soldaten“ (2006), Schönbergs „Moses und Aron“ (2009) oder Wagners „Tristan und Isolde“ (2011) feierten in der eigens für die jeweilige Produktion eingerichteten Jahrhunderthalle Bochum umjubelte Premieren. In diesem Jahr findet die Ruhrtriennale vom 16. August bis 15. September 2024 statt.

»Here We Go!« Ausstellung der LANDMARKer in der Galerie für Fotografie in der Eisfabrik

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Prof. Rolf Nobel - selbst Mitglied der LANDMARKer eröffnet die Fotoschau.

HANNOVER. Mit Reisefotografie hat sich wohl jeder bereits einmal beschäftigt, immerhin wird erwartet, dass man das eine oder andere Erinnerungsbildchen von seinem Urlaub den Freunden zeigt oder – ganz modern – bei Instagram, Facebook und Co postet. Reisebilder ganz anderer Art sind seit heute Abend in der Galerie für Fotografie (GAF) in der Südstädter Eisfabrik in der Seilerstraße 15d unter dem Titel „Here We Go!“ zu sehen.

Eine Gruppe professioneller und semiprofessioneller Fotografen hat sich unter den Namen „LANDMARKer“ zusammengefunden. Gemeinsam wird einmal im Jahr eine Reise zum Fotografieren geplant und die eine Auswahl von Bildern anschließend auf der Webseite veröffentlicht. Nun sind auch eine ganze Reihe von Aufnahmen großformativ an den Wänden der Fotogalerie zu sehen.

Zur Vernissage gab eine kleine Gesprächsrunde mit drei Fotografen der LANDMARKer, in dem sie von ihren Absichten und ihrer Arbeitsweise erzählten. „Die Gruppe LANDMARKer möchte mit ihren Fotoserien interessanter Orte deren Charakter visualisieren. Dazu gehören Architektur und Landschaft ebenso wie Straßenleben, Kunst, Kultur, Sport und Nachtleben“, heißt es im Einladungstext zur Ausstellungseröffnung.

Wer sich von ihrer Sicht auf fremde Länder und Städte überzeugen möchte, hat bis einschließlich 13. Oktober dazu Gelegenheit. Die GAF öffnet ihre Pforten jeweils donnerstags bis sonntags von 12 bis 18 Uhr.

Das Kulturhaus Hainholz

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Ein zentraler Ort für kulturelle Aktivitäten, bürgerschaftliches Engagement, Bildungsabschlüsse und Qualifizierungsangebote - das Kulturhaus in Hannover-Hainholz - © Fotos: Lothar Schulz 2024


Ein Blick auf und hinter Hainhölzer Mauern


HANNOVER. Der Kulturtreff Hainholz will in diesem Sommer in Hainholz einen Blick hinter Mauern werfen und alte Mauern und neues Innenleben entdecken. Am Montag (26.08.) stand das Kulturhaus Hainholz (Voltmerstraße 36) auf dem Besichtigungsprogramm. Etwa 16 Menschen hatten sich zu der Besichtigungstour eingefunden und wurden von Svenja Schlüter vom Kulturtreff vom Keller bis zum Dachboden durch das Gebäude geführt. Das Kulturhaus Hainholz ist das Kulturzentrum und der Kulturtreff im Stadtteil Hannover-Hainholz. Im Jahr 1905 als „schönste Volksschule Hannovers“ gebaut, wurde das Gebäude bis 2005 als Schule genutzt. Es diente als Volksschule, nannte sich zwischenzeitlich auch mal Bürgerschule und wurde im zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Als die benachbarte Fichteschule renoviert werden musste, standen in der Voltmerstraße 36 vorübergehend Ersatzklassenräume zur Verfügung. Als einer der Standorte der Alice-Salomon-Schule wurde das Gebäude weiterhin als Schule genutzt. Nach der Nutzung als Schule stand dann die langfristige Nutzung des Gebäudes in Frage bis Anfang 2007 beschlossen wurde, es weiterhin für den Stadtteil nutzbar zu machen. In den Jahren 2009 bis 2010 wurde der mehrstöckige Bau saniert, gefördert durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Heute wird das Kulturhaus Hainholz als Kulturtreff (UG+EG) sowie als Tages- und Abendrealschule der Volkshochschule Hannover genutzt. Nach einem intensiven Beteiligungsprozess im Stadtteil und mit der Hainhölzer Kulturgemeinschaft e.V., die seit 1985 den Kulturtreff Hainholz zusammen mit der Stadt Hannover betreibt, ist ein zentraler Ort für kulturelle Aktivitäten, bürgerschaftliches Engagement, Bildungsabschlüsse und Qualifizierungsangebote entstanden. Um die Attraktivität des Gebäudes zu erhöhen, wurde es auf der Westseite um eine Aussenterrasse ergänzt. Übrigens einige der TeilnehmerInnen der Besichtigungstour waren hier früher selbst zur Schule gegangen, so auch der Autor dieses Artikels.

Kultur von Bürgern für ihre Mitbürger – Zum 19. Male wird in Döhren „kulturgelustwandelt“

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Musik auf der Straße vor der Haustür gehört mit dazu

HANNOVER. Das Kulturlustwandel hat Kultcharakter und viele Fans weit über die Grenzen des Stadtteils Döhren hinaus. Am Wochenende des 14. und 15. September ist es wieder so weit. Dann werden zum 19. Male viele Menschen zu sehen sein, die mit dem Programmflyer durch die Straßen des hannoverschen Stadtteils ziehen, von einer Attraktion zur nächsten.

Die Kulturinitiative Döhren-Wülfel-Mittelfeld (kurz KI) hat wieder ein reichhaltiges Programm zusammengestellt. Bewohner und Gruppen aus dem Stadtteil zeigen extra für ihre Mitbürger einen Ausschnitt aus ihrem künstlerischen Schaffen.

„Wir freuen uns über die Angebote von mehr als 50 Personen und Institutionen, die das beliebte Stadtteilfest der Kunst, Kultur und des Miteinanders ermöglichen. Sie öffnen ihre Gärten, Hinterhöfe, Werkstätten, Einrichtungen und Ateliers und bieten das ganze Wochenende über Lesungen, Konzerte, Kunst und Mitmachaktionen an“, heißt es in einer Mitteilung der KI.

Das Kulturlustwandeln beginnt am Sonnabend um 13 Uhr auf dem Fiedelerplatz. Nach Alphornklängen von Petra Röpenack-Schäfer, dem Trompetenensemble der Musikschule Laatzen gibt es eine Hip-Hop Performance der „ALL Star Kids“ vom FC Schwalbe und dem Jugendzentrum. Danach können die Besucher in Döhren bis 18 Uhr die vielfältigen künstlerischen und kulturellen Angebote entdecken. Ab 11 Uhr am Sonntag geht es dann weiter. Seinen Abschluss findet das diesjährige Kulturlustwandeln dann ab 17 Uhr auf dem Fiedelerplatz. Hier lädt die KI zu einem Kulturpicknick ein. Speisen und Getränken sollten mitgebracht werden, die KI spendiert dazu Live-Musik von BLACK-X-H als krönenden Abschluss.

Ein Faltblatt mit dem vollständigen Programm soll an einigen Stellen in Döhren ausliegen. Wer möchte, kann sich aber auch die digitale Version herunterladen:

https://kulturini.de/wp-content/uploads/2024/07/KLW_2024-digital.pdf

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Viel Musik gibt es beim Kulturlustwandeln – doch nicht nur Musik. Das Programm ist vielfältig.

51. Landeskirchschicht in Bochum

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Bergleute feierten 51. Landeskirchschicht vor dem Deutschen Bergbau-Museum in Bochum - © Fotos: Lothar Schulz 2024


Bergleute feierten vor dem Deutschen Bergbau-Museum


BOCHUM. Am letzten Sonnabend (24.08.) feierte der Landesverband der Berg- und Knappenvereine von Nordrhein-Westfalen e.V. mit vielen geladenen Gästen im Rahmen eines Festaktes im Deutschen Bergbau-Museum Bochum sein 60 jähriges Bestehen. Am nächsten Tag wurde vor dem Museum die 51. Landeskirchschicht gefeiert. Landeskirchschichten haben eine lange Tradition in Nordrhein-Westfalen. Die zahlreichen Gäste der Feier konnten viele Programmpunkte an diesem bergmännischen Tag erleben: auf der Bühne begleitete das Ruhr-
Kohle-Orchester die Veranstaltung. Ferner gab es Kinderunterhaltung, Info-, Getränke- und Imbißstände
und nach dem ökumenischen Gottesdienst die Bergparade (etwa 1.3 km) durch die Straßen um das Deutsche Bergbau-Museum herum. Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum – Leibniz-Forschungsmuseum für Georessourcen (DBM) ist übrigens eines der meistbesuchten Museen Deutschlands. Die Direktorin des Museums, Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner, war Schirmherrin der Landeskirchschicht. Zu den Festrednern, -rednerinnen gehörten auch Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und die stellvertretende Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) Birgit Biermann. Den ökumenischen Gottesdienst leiteten Pastor Henri Krohn und Propst Michael Ludwig.

Der FC Schwalbe blickt auf 125 Jahre Vereinsgeschichte zurück

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Wandschmuck zum Vereinsgeburtstag. Der FC Schwalbe feierte sein 125jähriges Jubiläum

HANNOVER. Großer Bahnhof heute Vormittag (25. August) auf der Bezirkssportanlage Döhren an der Schützenallee: Der hannoversche Oberbürgermeister Belit Onay fuhr vor, Stadtbezirksbürgermeisterin Antje Kellner nahm auf der Terrasse der Vereinsgaststätte Leinerausch platz und neben vielen Vertretern aus dem Sportbereich kamen auch die Regionsabgeordnete Maria Hesse und die beiden Fraktionsvorsitzenden der Grünen und der SPD, Sarah Röttger und Jens Schade sowie die CDU-Ortsverbandsvorsitzende Dr. Stefanie Matz, um den 1. Vorsitzenden des FC Schwalbe, Rudolf Hille, die Hand zu schütteln und zu gratulieren. Der Anlass: Der Döhrener Sportverein FC Schwalbe feiert sein 125jähriges Jubiläum.

Begonnen hatte die Vereinsgeschichte des FC Schwalbe am 18. November 1899. Damals kehrten elf junge Männer (in den Rede des Oberbürgermeisters wurde von zwölf gesprochen) aus Döhren fröhlich vom Stiftungsfest des Männergesangvereins heim. Am Briefkasten an der Schule Am Lindenhof sollte es dann in dieser Runde zu einer Debatte über den gerade in Mode gekommenen Rugby-Sport kommen. Man beschloss, selbst dem ledernen Ei nachzujagen und gründeten den Fußballclub. Die Schwalben, die damals über den Trainingswiesen segelten, wurden als Namenspaten für den neuen Club auserkoren.

Die Terrasse der Vereinsgaststätte war voll mit Gratulanten besetzt. „Ich freue mich, dass so viele Menschen den Weg hierher gefunden haben“, begrüße Rudolf Hille seine Gäste zum Jubiläumsempfang und führte aus, dass in der sportlichen Breite der FC Schwalbe „spitze“ sei. Auch Oberbürgermeister Belit Onay wies in seinem Grußwort darauf hin, dass der FC Schwalbe einer der größten Sportvereine der Stadt sei. „Sie können sehr stolz sein auf viele Erfolge im Lauf der Jahrzehnte“, sagte Onay und bezeichnete FC Schwalbe als „Verein mit alten Wurzeln, der neue Wege geht.“

Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner lobte ebenfalls die Vereinsarbeit. „Hilfreich für eine solche Erfolgsgeschichte ist natürlich auch eine gewisse Kontinuität im Vereinsvorstand. Dass seit 30 Jahren mit Rudi Hille ein erfahrener Kapitän an Bord ist, war dabei sicherlich nicht hinderlich. Nichts aber geht ohne die Mitglieder. Und da ist der FC Schwalbe in der glücklichen Lage, seine Mitgliederzahlen nicht nur halten, sondern sogar steigern zu können. Was natürlich auch einer konsequenten Jugendarbeit geschuldet ist.“

Rund 1300 Mitglieder zählt inzwischen der Sportverein, ab 1. Januar 2025 wird er sich noch vergrößern. Denn dann ist der Zusammenschluss mit der bisherigen Turnvereinigung Döhren geplant. Bei „Schwalbe“ können die Mitglieder eine ganze Reihe unterschiedlicher Sportarten betreiben. Nur eine Sparte gibt es trotz des Namens – FC steht für Fußballclub – nicht: Fußball. Diesem Sport wird nur im zweiten auf der Bezirkssportanlage beheimateten Verein – Niedersachsen-Döhren – nachgegangen.

Bis in den frühen Nachmittag hinein konnten die vielen Gäste bei schönem, wenn auch mitunter windigem Sommerwetter bei einem kleinen Jubiläumsbuffett auf den 125. Geburtstag anstoßen und viele Gespräche untereinander führen. Einen Tag vorher wurde bei dem Sommerfest des Vereins bereits ebenfalls das Vereinsjubiläum gefeiert.

Die „Impromanen“ kamen zur Bernwardswiese

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"Die Impromanen" beim Sommerfest der Kulturinitiative

HANNOVER. Es könnte eine schöne Tradition werden. In diesem Jahr trafen sich die Mitglieder der Kulturinitiative Döhren-Wülfel-Mittelfeld (KI) heute Nachmittag (24. August) nun schon zum dritten Mal auf der Bernwardswiese zu ihrem jährlichen Sommerfest. Es gab wieder ein Kuchen- und ein Abendessenbüffet aus mitgebrachten Leckereien der Teilnehmer und das beliebte „Kulturwichteln“. Man dachte sich ein Gedicht aus, bastelte oder zeichnete etwas. Für musikalische Unterhaltung sorgten neben einer Drehorgel auch Enno und Frank am Schifferklavier und Gitarre. Kleine Überraschung: Die Mitglieder eines frischgegründeten Improvisionstheater spielten einige spontan überlegte Szenen. Die vier Hobby-Mimen nennen sich „Die Impromanen“. Maria Hesse, Vorsitzende der KI, freute sich über die tolle Atmosphäre auf der Bernwardswiese. Ihr Resümee: „Das war ein gelungener Nachmittag.“

Das Ansgarhaus feierte ein fröhliches Sommerfest

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Gruppenbild mit Alpakas: v.l. Vorstandsmitglied Brigitte Köhler, der neue Heimleiter Daniel Bleß und Pastor Dr. Michael Wohlers.

HANNOVER. Partystimmung im ökumenischen Altenzentrum Ansgarhaus an der Olberstraße in Döhren. Heute Nachmittag (23. August) hatte die Hausleitung Bewohner, deren Angehörige und die Nachbarn aus dem Stadtteil zu einem schönen Sommerfest im Garten des Ansgarhauses eingeladen. Es gab natürlich leckeres für den Magen (Kuchen, Würste, Steaks, Kaffee und Kaltgetränke) und ein buntes Unterhaltungsprogramm. Der Höhepunkt: der Besuch von zwei Alpaka-Hengsten aus Langenhagen. Da streckte sich so manche Hand aus, um einmal über deren weiches Fell zu streicheln. „Wir wollten ein Programm für Jung und Alt“, sagt Pastor Dr. Michael Wohlers von der Auferstehungskirche, eine der Träger der Einrichtung. So gab es auch die Möglichkeit zum Kinderschminken und man konnte die Kugel durch eine bunte Murmiland-Welt rollen lassen. Musikalisch startete das Fest mit einem Auftritt des hauseigenen Ansgar-Chores.

Augustsitzung der Ortspolitiker: Der Bezirksrat Döhren-Wülfel will den historischen alten Döhrener Friedhof bekannter machen

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Der historische "Alte Döhrener Friedhof" soll durch eine Erläuterungstafel stärker im Stadtteil bekannt werden.

HANNOVER. Zwei Anhörungen nahmen einen breiten Raum in der August-Sitzung des Bezirksrates Döhren-Wülfel im Freizeitheim ein. Zum einen stellten Vertreter des gegenüber auf der anderen Seite der Hildesheim Straßen liegenden Polizeikommissariats die aktuelle Kriminalstatistik vor. Allerdings, so wurde mit deutlicher Kritik an der Berichterstattung in einer hannoverschen Tageszeitung betont, müsse man die Zahlen richtig interpretieren können. So würden etwa von heranwachsenden Flüchtlingen (19 bis 20 Jahre) begangene Straftaten dem Wohnsort zugerechnet, auch wenn die Taten selbst ganz woanders begangen worden seien. Und auf dem Messegelände seien einst viele Jugendliche untergebracht worden.  Weiter: Änderungen in der Definition wie beispielsweise bei der Frage, was unter häuslicher Gewalt genau zu verstehen ist, stünden einem direkten Vergleich aktueller und Vorjahreszahlen entgegen.

„Betrachtet man den Bereich Straßenraub liegen die Fallzahlen im Stadtbezirk Döhren-Wülfel auf einem sehr niedrigen Niveau, so dass wenige Taten bereits einen hohen prozentualen Anstieg der Fallzahlen verursachen“, erläuterte daneben Stadtbezirksmanager Sven Berger auf eine zum Thema von Gabriele Jakob eingebrachte CDU-Anfrage. Und weiter: „In den Jahren 2022/23 kam es zu einer Serie von acht Straßenraubdelikten.“ Immerhin:  Der Täter konnte ermittelt und zu einer längeren Freiheitsstrafe verurteilt werden.“ Leider heißt es allerdings in der Verwaltungsantwort auch: „Die Zunahme der Körperverletzungsdelikte ist im Stadtbezirk überproportional zu der allgemeinen Entwicklung feststellbar.“ Eine psychisch gestörte Mitbürgerin aus Mittelfeld hatte zudem in 128 Fällen die Totenruhe gestört und Gräber auf dem Seelhorster Friedhof beschädigt. Auch dies führte in der Statistik zu einem Anstieg der Vergehen. Aussagen zu Sexualdelikten wurden im Bericht nicht getroffen.

Gut zu hören: Der Städtische Ordnungsdienst soll verstärkt und auch mehr in den einzelnen Stadtbezirken tätig werden.

Daneben wurde der Bezirksrat zum Wärmeplan der Stadt angehört. Aus der SPD kamen Fragen nach den sozialen Aspekten, insbesondere wurden mögliche Steigerungen der Mietnebenkosten befürchtet. „Hängt man erst einmal an einem Wärmenetz, dann hat der Anbieter doch ein Monopol“, stellte Fraktionssprecher Jens Schade in den Raum.

Auf Antrag der CDU vertagte der Bezirksrat erst einmal eine Empfehlung zum Wärmeplan. Das Thema steht im September daher erneut auf der Tagesordnung.

Es wurde draußen schon langsam dunkel, als Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner dann die Anträge der einzelnen Fraktionen aufrufen konnte. Anfragen wurde in der Sitzung wegen der späten Stunde nicht mehr behandelt. Die auf der Tagesordnung stehenden Fragen der Bezirksratsmitglieder soll nun die Verwaltung im Nachhinein schriftlich beantworten.

Ein historisches Gartendenkmal ist in den Fokus von CDU und SPD geraten. Einstimmig folgten die übrigen Bezirksratsmitglieder einen gemeinsamen Antrag der beiden Parteien, worin „Die Stadt Hannover gebeten [wird], am „Alten Döhrener Friedhof“ eine kleine Erläuterungstafel aufzustellen, die auf die historische Bedeutung dieses Ortes hinweist.“ Die beiden Fraktionsvorsitzenden Natascha Erdmann (CDU) und Jens Schade (SPD): „Der Alte Döhrener Friedhof an der Fiedelerstraße ist einer der letzten Reste des früheren Dorfes Döhren. Es handelt sich um eine denkmalgeschützte Grünanlage. Mit dem Ehrenmal für die Toten des 1. Weltkrieges ist er auch ein zentraler Ort des Gedenkens jeweils zum Volkstrauertag. Leider ist vielen Einwohnern die historische Bedeutung dieser Anlage nicht bekannt. Eine kleine Erläuterungstafel soll deshalb für Abhilfe sorgen.“

Im Frühsommer dieses Jahres hatte der Sozialverband Deutschland (SoVD) den Bezirksrat Döhren eingeladen, zusammen einige Punkte im Stadtbezirk im Hinblick auf eine barrierefreie Nutzung durch blinde Mitbürger zu begutachten. Das Ergebnis war eine lange Liste von Verbesserungsvorschlägen. In einem weiteren gemeinsamen Antrag von SPD und CDU wird nun die Stadt aufgefordert, an den beanstandeten Stellen etwas für die Barrierefreiheit behinderter Bürger zu tun. SPD-Bezirksratsherr Dirk Battke, zugleich Vorsitzender des SOVD-Ortsverbandes Hannover-Süd: „Es zeiget sich, dass die Stadtteile unseres Stadtbezirks für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen noch lange nicht barrierefrei sind und diese Menschen nach wie vor sich oft nicht selbstständig bewegen können ohne auf Hilfe Dritter angewiesen zu sein.“

Keine Chance: Die Grünen wollten gern auf Teilen der Wülfeler Straße nur Tempo 30 vorgeschrieben haben. Mehrheitlich wurde dieser Antrag vom Bezirksrat jedoch abgelehnt. Man wolle erst einmal den geplanten Ausbau der Kreuzung an der Hannelore-Kunze-Straße mit Ampeln abwarten.

Einstimmig angenommen: Ein weiterer Antrag der Grünen, die Gullys in der Trogstrecke an der Peiner Straße besser zu reinigen, damit bei starken Regenfällen Fuß- und Radweg in der Unterführung nicht unter Wasser stehen, passierte dann allerdings ohne Diskussion das Gremium.

Bezirksratseigene Gelder spendierten die Ortspolitiker einmal für Blumenschmuck auf dem Rübezahlplatz und zum anderen für Hundetüten.

Jan Delay & Disko No.1 auf der Gilde Parkbühne Hannover

Jan Delay und Disko No.1 im Konzert BEST OF 25 YEARS - DIE TOUR auf der Gilde Parkbühne Hannover am 21.08.2024 © Ulrich Stamm
Jan Delay und Disko No.1 im Konzert BEST OF 25 YEARS - DIE TOUR auf der Gilde Parkbühne Hannover am 21.08.2024 © Ulrich Stamm

BEST OF 25 YEARS Jan Delay Tour begeistert ausverkaufte Parkbühne in Hannover

Am Mittwoch Abend (21. August 2024) gab Jan Delay mit seiner Band Disko No.1 auf der Gilde-Parkbühne in Hannover ein besonderes Konzert im Rahmen seiner „Best of 25 Years“-Tour.

Jan Delay und Disko No.1 im Konzert BEST OF 25 YEARS - DIE TOUR auf der Gilde Parkbühne Hannover am 21.08.2024 © Ulrich Stamm
Jan Delay und Disko No.1 im Konzert BEST OF 25 YEARS – DIE TOUR auf der Gilde Parkbühne Hannover am 21.08.2024 © Ulrich Stamm

Der Hamburger Musiker feierte mit 5000 Fans vor ausverkauftem Haus 25 Jahre seiner außergewöhnlichen Karriere, die zahlreiche musikalische Stilrichtungen umfasst, von Hip-Hop über Reggae bis hin zu Funk und Rock.

Jan Delay und Disko No.1 im Konzert BEST OF 25 YEARS - DIE TOUR auf der Gilde Parkbühne Hannover am 21.08.2024 © Ulrich Stamm
Jan Delay und Disko No.1 im Konzert BEST OF 25 YEARS – DIE TOUR auf der Gilde Parkbühne Hannover am 21.08.2024 © Ulrich Stamm

Die Show begann um 20 Uhr und versprach von Anfang an, ein musikalisches Spektakel zu werden, das die Highlights seiner Karriere abdeckt. Jan Delay ist bekannt für seine energiegeladenen Auftritte und begeisterte von Anfang an mit „Klar“ und lud damit alle nach Diskohausen ein, um „alle Hemmungen fallen zu lassen“. 

Jan Delay und Disko No.1 im Konzert BEST OF 25 YEARS - DIE TOUR auf der Gilde Parkbühne Hannover am 21.08.2024 © Ulrich Stamm
Jan Delay und Disko No.1 im Konzert BEST OF 25 YEARS – DIE TOUR auf der Gilde Parkbühne Hannover am 21.08.2024 © Ulrich Stamm

Neben seinen bekannten Hits wie „Disko“ und „Oh Jonny“ präsentierte er auch Songs von Nena und Barbara Streisand und plauderte zwischendurch über Projekte aus seiner langjährigen Karriere.

Jan Delay und Disko No.1 im Konzert BEST OF 25 YEARS - DIE TOUR auf der Gilde Parkbühne Hannover am 21.08.2024 © Ulrich Stamm
JJan Delay und Disko No.1 im Konzert BEST OF 25 YEARS – DIE TOUR auf der Gilde Parkbühne Hannover am 21.08.2024 © Ulrich Stamm

Mit der phänomenalen Band Disko No.1 im Rücken bescherte Jan Delay seinem Publikum einen wunderschönen musikalischen Spätsommerabend. Nach „Eule“ und dem legendären „St. Pauli“ als Zugabe, verließ der Hamburger mit seiner markanten Stimme unter tosendem Applaus die Bühne und ein Abend voller Spaß und Leidenschaft für Musik ging zu Ende. 

Jan Delay und Disko No.1 im Konzert BEST OF 25 YEARS - DIE TOUR auf der Gilde Parkbühne Hannover am 21.08.2024 © Ulrich Stamm
Jan Delay und Disko No.1 im Konzert BEST OF 25 YEARS – DIE TOUR auf der Gilde Parkbühne Hannover am 21.08.2024 © Ulrich Stamm

Wer in diesem Jahr nochmal das wunderschöne Flair einer openair Veranstaltung erleben möchte, hat am 05.09.2024 bei dem Konzert von Ronan Keating auf der Gilde-Parkbühne die Gelegenheit dazu.