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Sonntag, Mai 3, 2026

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Die East Side Gallery

Touristenmagnet: die East Side Gallery in Berlin-Fridrichshain – Wandbild von Birgit Kinder
Touristenmagnet: die East Side Gallery in Berlin-Fridrichshain – Wandbild von Birgit Kinder - © Fotos: Lothar Schulz 2024


Eine dauerhafte Open-Air-Galerie in Berlin-Friedrichshain


BERLIN. Es ist das längste noch erhaltene Teilstück der Berliner Mauer: in Berlin-Friedrichshain zieht es sich
auf einer Länge von 1316 Metern entlang der Mühlenstraße zwischen dem Berliner Ostbahnhof und der Oberbaumbrücke parallel zur Spree. Die eigentliche Grenze bildete an dieser Stelle das Kreuzberger Ufer der Spree. Die Galerie befindet sich an der so genannten Hinterlandmauer, die das Grenzgebiet nach Ost-Berlin hin abschloss. Im Jahr 1990, kurz nach Öffnung der Berliner Mauer, wurde dieses Teilstück von 118 Künstlern und Künstlerinnen aus 21 Ländern bemalt. Die Künstler kommentierten in etwa einhundert Wandbildern auf der ehemals Ost-Berlin zugewandten Seite der Mauer mit den unterschiedlichsten künstlerischen Mitteln die politischen Veränderungen der Jahre 1989/90. Wegen städtebaulicher Maßnahmen ist die Mauer mittlerweile nicht mehr durchgehend erhalten und anstelle der Originale
der Wanbilder von damals existieren heute nur noch die im Jahr 2009 entstandenen Repliken. Einige der bekanntesten Malereien wie „Der Bruderkuss“ von Dimitrji Vrubel oder Birgit Kinders durch die Mauer brechender Trabant sind bis heute populäre Postkarten- und beliebte Fotomotive. Die Mauermalereien sind stilistisch abwechslungsreich und spiegeln noch immer die elektrisierte, elektriesierende und freigeistige Atmosphäre Berlins wieder: surreale Bilder wechseln sich mit politischen Statements und Graffiti ab.
Die East Side Gallery ist ein Touristenmagnet und steht unter Denkmalschutz. Für den Erhalt der East Side Gallery ist seit November 2018 die Stiftung Berliner Mauer zuständig.

In Waldhausen wurde 20 Jahre TimotheusStiftung gefeiert

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Die Hannover Harmonists begleiteten das Jubiläumsfest musikalisch

HANNOVER. Die Timotheus-Gemeinde am Kärntner Platz in Waldhausen blickt zurück auf das zwanzigjährige Bestehen ihrer „TimotheusStiftung“. Das Jubiläum wurde heute Vormittag (18. August) mit einem Festgottesdienst und anschließendem Empfang im Gemeindehaus gefeiert.

Für das große Ereignis bekam Pastorin Harriet Maczewski Unterstützung von ihrer Amtsschwester Annette Behnken. Pastorin Behnken stieg für eine Gastpredigt auf die Kanzel und lobte das reichhaltige Gemeindeleben. „Das ist ein großer Schatz“, sagte sie. Für den musikalischen Rahmen sowohl im Gottesdienst als auch beim Empfang sorgten die fünf Sänger der Hannover Harmonists. Während sie in der Kirche noch die „Messe von Orlando di Lasso“ und „Amazing Grace“ anstimmten, klangen die Lieder im Gemeindehaus dann schon mit Heinz Rühmanns bekanntesten Schlager „Ich brech’ die Herzen der stolzesten Frau’n“ weitaus weltlicher.

Im Gespräch mit Rolf Bade, dem Vorsitzenden der Stiftung, erinnerte sich Werner Hennies, bis 2021 Pastor der Timotheusgemeinde, an die Gründung der Stiftung im Jahr 2004 „Es sollte Geld in die Kasse kommen,“ sagte er. Denn die Eigenfinanzierung von Gemeindeprojekten wurde immer wichtiger.

Mittelfeld feierte 70 Jahre Rübezahlbrunnen

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Der Chor "Heimatmelodie" eröffgnete das Fest musikalisch.

HANNOVER. Ein mächtiger Riese wurde 70 und ein ganzer Stadtteil feierte. Heute Nachmittag (17. August) hatte der Verein Schönes Mittelfeld (SchMitt e.V.) zusammen mit weiteren Initiativen und Vereines zu einem Fest am Rübezahlplatz eingeladen. Mit leckerem Essen – unter anderem heiße Waffeln vom SoVD und einem internationalen Büffet – Getränken, vielen Kinderspielen und einem Bühnenprogramm feierten die Mittelfelder die sieben Jahrzehnte ihrer Brunnenfigur des schlesischen Berggeistes Rübezahl.

 In den Räumen von SchMitt e.V. erzählten historische Fotos und Erinnerungen alter Mittelfelder aus der Vergangenheit des Ortes, der erst 1960 von der „Kolonie Wülfel“ zum eigenständigen Stadtteil wurde. Marlies Wallbaum erblickte 1930 in der Ahornstraße das Licht und blickt zurück auf das alte Mittelfeld. Sie vermisst die früheren Einzelhandelsgeschäfte und den persönlichen Kontakt mit den Ladeninhabern.

Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner nahm sich in ihrem Grußwort ebenfalls der Geschichte des Stadtteils Mittelfeld an. Nicht ganz freiwillig seien die Menschen nach dem zweiten Weltkrieg als Heimatvertriebene- hauptsächlich aus Schlesien- nach Mittelfeld gekommen. Kellner: „Der größte Teil der Bebauung des Stadtteils Mittelfeld datiert nämlich aus der Zeit nach 1949. Damals galt es, für die vielen Ausgebombten und Flüchtlinge möglichst schnell angemessenen Wohnraum zu schaffen. Dabei standen die Planer vor einer Riesenaufgabe: 1950 gab es 3.546 Einwohner im Stadtteil, neun Jahre später waren es schon 11.857. In nur neun Jahren hatte sich also die Einwohnerzahl verdreifacht.“

Das auch heute noch in Mittelfeld ein lebendiges Vereinsleben herrscht, bewies das Fest neben der Rübezahlbrunnenfigur, an der viele Vereine und Initiativen beteiligt waren. Etwa der Chor „Heimatmelodie“ unter Leitung von Olga Welz. Der seit 15 Jahren existierende gemischte Chor läutete das Fest musikalisch ein. Armgard Beinhorn von SchMitt e.V. kündigte dann auch an, im nächsten Jahr erneut ein Fest auf dem Rübezahlplatz feiern zu wollen.

Eleonorenhof Linden feiert Rohbaufest

Bildmontage © Eleonorenhof/DA CAPO
Bildmontage © Eleonorenhof/DA CAPO

Mit dem Eleonorenhof ensteht ein neues Zuhause in Hannover-Linden

Da, wo einst die Volksbank Linden ihr Domizil hatte, entsteht gerade ein neues Zuhause – der Eleonorenhof. Das Neubauprojekt mit fünf Wohnhäusern und 62 energieeffizienten Eigentumswohnungen sowie einem Ladenlokal erstreckt sich über die Eleonorenstraße, Gartenallee und Minister-Stüve-Straße. Bereits die 150 Fahrrad- und 50 Pkw Parkplätze belegen den ökologischen Ansatz der Projektentwickler von der Conimmo Immobilien GmbH aus der Hohenzollernstraße. Das Projekt, das bis Ende 2025 komplett fertiggestellt sein soll, trägt den schönen Namen Eleonorenhof. Bauherr ist die „Zuhause in Linden GmbH“ mit Sitz in Braunschweig. 23 Wohnungen wurden bereits verkauft. Alle Wohnungen sind nach dem KfW 40-Standard konzipiert. Am Samstag, 16. August, wird der bisherige Baufortschritt mit einem Rohbau-Fest gefeiert.

Die Vermarktung begann auf einem Bauzaun

„Wir hatten großen Respekt vor diesem Projekt. Wir konzipieren für die Lindener Bewohner – nicht den Kapitalanleger“, sagt Torsten Lucas, Geschäftsführer der „Zuhause in Linden GmbH“. Lange vor der Vermarktung habe die Immobilienverwaltung das Bauprojekt im Bezirksrat Linden vorgestellt. „Wir wollten Wohnungen für Lindener Bürger schaffen – das fand der Bezirksrat gut“, berichtet der Mann aus der Stadt Heinrich des Löwen. Die Vermarktung selbst habe mit einer Plakatierung des Bauzauns begonnen. „Wir sind bewusst nicht über Plattformen wie Immobilienscout gegangen, weil wir speziell Lindener Bürger für das Projekt interessieren wollten“, erzählt Lucas weiter. Wer sich meldete, erhielt einen Preisnachlass von rund fünf Prozent für die Eigentumswohnungen. Aktuell liegt der Quadratmeterpreis je nach Ausstattung zwischen 5.400 und 6.900 Euro.
Bunter Eigentümer-Mix von der Patchworkfamilie bis zur Omi
Spannend ist immer wieder, wer zu den Notar-Terminen kommt: „Von ganz gesittet bis bunter Vogel habe ich da schon alles erlebt. Es gibt keine eindeutige Käuferschicht“, hat Katharina Beyer festgestellt. Sie ist Prokuristin und Projektleiterin bei der „Zuhause in Linden GmbH“. Der bunte Mix führe dazu, dass später einmal die Patchworkfamilie direkt neben der alleinstehenden Omi wohnen werde, was genauso gewollt sei – Stichwort Nachbarschaftshilfe. Von klein bis groß gebe es bei den Wohnungen für jede Käuferschicht ein Angebot und vielfältige Grundrisse zur Auswahl. â€žDas reicht von 40 Quadratmeter Wohnfläche bis zur 223 Quadratmeter Maisonettewohnung über zwei Etagen,“ weiß Katharina Beyer. 

Urbaner Terrassen-Dschungel mit Insektenhotels

Das Schlagwort für die Innenhofgestaltung heißt urbaner Terrassen-Dschungel. Dieser verbindet die Wohnungen über unterschiedlich große Terrassen mit viel Platz für eigene Hochbeete. Auf Empfehlung des B.U.N.D. unterstreichen Insektenhotels mit mehr Raum für Bienen und Nistplätze für Haussperlinge und Mauersegler den ökologischen Charakter der Wohnanlage. Für Beschattung in der Mitte sorgt ein Klimabaum im Herzen des Eleonorenhofs.
In den Wohnungen selbst erfreuen Ausstattungsmerkmale wie Weitzer Parkett im Landhausstil und durchgefärbte Feinsteinzeugfliesen das Auge der künftigen Besitzer. Für lichtdurchflutetes Wohnen sorgen nach Süden ausgerichtete große Balkone, Terrassen und Loggien zum Innenhof. Offene Koch-, Wohn- und Essbereiche ermöglichen einen Blick von Nord nach Süd durch alle Zimmer.

Energetischer Standard wie beim KfW 40-Effizienzhaus Wichtige Parameter für den energetischen Standard wie bei einem KfW 40-Effizienzhaus sind begrünte Dächer, eine Versorgung mit grüner Fernwärme, erstklassige Holz-Alu-Fenster mit Dreifachverglasung sowie hocheffiziente Dämmstoffe.

„Unsere Bebauung fügt sich gut in die Bebauung vor Ort ein“, erläutert Torsten Lucas. Klagen einiger Anwohner des Gilde Carré aus Furcht vor Verschattung seien abgewiesen worden. Aufgrund der sehr beengten Platzverhältnisse vor Ort benötige man 18 Monate Bauzeit. „Wir bauen nur mit mittelständischen Unternehmen. Deren Geräte verursachen kaum Baulärm“, weiß der Investor aus Braunschweig, der sich so gut in die Köpfe der Lindener hineinversetzen kann.


Hamburg St. Pauli: Graffiti und Murals

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Graffiti und Murals machen den ohnehin schon bunten Stadttteil St. Pauli noch ein wenig bunter - © Fotos: Lothar Schulz 2024


Die besten Kunstausstellungen in Hamburg findet man auf der Straße


HAMBURG. Es gibt Menschen die behaupten, dass man Hamburgs beste Kunstausstellungen auf der Straße findet. So insbesondere an Mauern und Fassaden wie an der Sternschanze, in Altona, in Ottensen oder auf St. Pauli. Die nachstehenden Fotos zeigen Motive aus der
„Freiluftgalerie“ in St. Pauli. Ein Kunstgenuss ohne Eintritt und Preisschilder, meist in satten, bunten Farben, die den ohnehin schon bunten Stadtteil noch ein wenig bunter machen.

Nur noch bis Sonntag: Die Tage des Maschseefestes 2024 sind gezählt

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In einem aufblasbaren Ballon können die Kinde rübers Wasser krabbeln.

HANNOVER. Endspurt für das Maschsee fest. Hannovers große Seesause dauert nur noch ein paar Tage. Nur bis einschließlich Sonntag kann rund um den Stadtsee noch gefeiert werden. Bislang spielte auch das Wetter mit und sorgte für viele Gäste. Auch die Kleinen hatten dabei ihrem Spaß. Etwa am Maschsee-Südufer zwischen Strandbad und dem Irischen Dorf findet sich eine Kinderwiese mit einer Reihe von Spielangeboten für den Nachwuchs. Dort können die Kids beim Bungee-Trampolin abheben, mit kleinen Kurbel-Booten durch ein Bassin pflügen oder in einem aufblasbaren Ball übers Wasser krabbeln.

Zimmerbrand in der Südstadt

Bildquelle Feuerwehr Hannover - Zimmerbrand in der Lola-Fischel-Straße in der hannoverschen Südstadt
© Foto: Bildquelle Feuerwehr Hannover - Zimmerbrand in der Lola-Fischel-Straße in der hannoverschen Südstadt


Für zwei Kaninchen kam jede Hilfe zu spät


HANNOVER. Am gestrigen Dienstagmitttag gegen 11:30 Uhr hörten Nachbarn im ersten Obergeschoß eines Mehrfamilienhauses in der Lola-Fischel-Straße in der hannoverschen Südstadt einen Rauchwarnmelder piepen. Sie setzten daraufhin einen Notruf ab aufrund dessen die Regionsleitstelle Hannover einen Löschzug der Berufsfeuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr Wülfel sowie den Rettungsdienst zur Einsatzstelle beorderte. Vor Ort bestätigte sich ein Brandgeschehen. Die Rettungskräfte der Feuerwehr verschafften sich gewaltsam Zugang zur betroffenen Wohnung und begannen die Brandbekämpfung mit einem Löschrohr. Das Feuer war nach ca. 30 Minuten gelöscht. Die Mieterin der Wohnung war zum Zeitpunkt des Brandes außer Haus. Im Verlauf der Löscharbeiten wurde der betroffene Bereich belüftet und sowohl das betroffene Zimmer als auch angrenzende Räume mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. In der Brandwohnung wurden zwei Kaninchen aufgefunden, für sie kam jedoch leider jede Hilfe zu spät. Eine ältere Dame wurde zwischenzeitlich in der, über dem Brandereignis gelegenen Wohnung durch den Rettungsdienst betreut. Zur Brandursache sowie zur Höhe des entstandenen Sachschadens konnte die Feuerwehr zunächst keine Angaben machen. Der Einsatz war für die Feuerwehr, die mit mit neun Fahrzeugen und 26 Einsatzkräften vor Ort war, nach etwa 40 Minuten beendet und die Einsatzstelle konnte von der Feuerwehr an die Polizei übergeben werden.



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© Foto: Bildquelle Feuerwehr Hannover – Zimmerbrand in der Lola-Fischel-Straße in der hannoverschen Südstadt

Der SoVD erkundete den Seelhorster Friedhof

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Führung über den Seelhroster Friedhof mit Friedhofsgärtnermeister Tim Phillip

HANNOVER. Es ist der größte Friedhof der Stadt Hannover und seinen Anlagen und Bauten sind denkmalgeschützt: Der Ortsverband Hannover-Süd des SoVD erkundete heute (13. August) den Seelhorster Friedhof. Unter der fachkundigen Führung von Gärtnermeister Tim Phillip erfuhren die Teilnehmer so einiges über dieses historische Kleinod im Stadtbezirk Döhren-Wülfel.

Die prächtige parkartige Grünanlage entstand 1920, einbezogen wurden dabei die bestehenden Friedhöfe der früheren Dörfer und nachfolgenden Stadtteile Döhren und Wülfel. Der ursprüngliche Grundriss entsprach dabei in etwa den Umrissen einer Kirche.

Weil es ein sehr heißer Sommertag war, wurde der Rundgang durch die Gartenanlagen weitgehend auf den kommenden Herbst verschoben. Dafür besichtigten die Teilnehmer die Große und die Kleine Kapelle (beides Baudenkmale) und die wesentlich kühleren Räume des Friedhofsmuseums. Zum Abschluss konnte noch offene Fragen auf dem Werkhof bei einer Runde Kaffee und selbstgebackenen, saftigen Apfelkuchen in lockerer Runde geklärt werden.

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Museum mit Gruselfaktor: Das Friedhofsmuseum im Stadtbezirk Döhren-Wülfel

Der Kunstbunker Hannover

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Der Kunstbunker, auch Kulturbunker genannt, wurde von dem Künstler Max Dans von der Landeshauptstadt Hannover erworben und wurde und wird fortlaufend künstlerisch umgestaltet - © Fotos: Lothar Schulz 2024


Ein Blick auf und hinter Hainhölzer Mauern

HANNOVER. Der Kulturtreff Hainholz will in diesem Sommer in Hainholz einen Blick hinter Mauern werfen und alte Mauern und neues Innenleben entdecken. Am Montag (12.08.) stand der Kunstbunker in Hannover-Hainholz in der Bunnenbergstraße auf dem Besichtigungsprogramm. Die Veranstalter der Besichtigung konnten sich über regen Zuspruch freuen. Nahezu 100 Menschen hatten Interesse an dem Gebäude. Der Künstler Wolfgang Steidele führte durch das Innere des imposanten Bauwerks. Der Kunstbunker, auch Kulturbunker genannt, ist einer von ehemals 57 in Hannover errichteten Luftschutz-Bunkern aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Der im Jahr 1945 in Bottrop in einem Luftschutzbunker geborene Künstler Max Dans hat den Hochbunker in der Bunnenbergstraße zu einem besonderen Kunstort umgebaut. 1,40 Meter dicke Bunkerwände wurden aufgebohrt für Fenster mit Balkonen, Übungsräume für Musikgruppen und Ateliers für KünstlerInnen. Seit den 1990er Jahren war der Kulturbunker Schauplatz für zahlreiche Veranstaltungen wie Lesungen, Konzerte und Ausstellungen.

Einen weiteren Blick hinter Hainhölzer Mauern können Interessierte am Montag 26.08. werfen. Dann steht die ehemalige Volksschule und jetziges Kulturhaus (Kulturtreff) in der Voltmerstraße 36 auf dem Besichtigungsprogramm. (Der Eintritt ist frei)

Ehemaliger Flakbunker am Heiligengeistfeld in Hamburg

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Ehemaliger Flakbunker am Heiligengeistfeld - Hamburg hat ein neues Wahrzeichen und besondere Touristenattraktion - © Fotos: Lothar Schulz 2024


Buntes Treiben hinter grauen Mauern


HAMBURG. Hamburg hat ein neues Wahrzeichen und besondere Touristenattraktion: den ehemaligen Flakbunker an der Feldstraße. Ein Hotel
Szene-Clubs, Medienunternehmen und nun auch ein grüner Park auf dem Dach: der ehemalige Flakbunker ist Mahnmal und Ort der Kreativität zugleich und setzt nun nach Abschluss der Bauarbeiten am Projekt einen neuen Akzent im Stadtbild und zieht viele Touristen an.
Seit Anfang Juli ist der Bunker in Teilen für die Öffentlichkeit zugänglich: Die Außenflächen des Medienbunkers werden innovativ genutzt. Auf dem Dach sind fünf weitere Geschosse entstanden. Neben neuem Raum für ein Hotel – im Bunker wurde am 5. Juli 2024 das REVERB by Hard Rock eröffnet –, Gastro Outlets, einer Halle für Sport- und Kulturveranstaltungen sowie Ausstellungsflächen, wurde das Dach des Bunkers begrünt und eine neue Naturlandschaft hergestellt. Das Ziel ist es, das Stadtklima nachhaltig zu verbessern und generationsübergreifende sozialökologische Projekte zu schaffen. Eine breite Treppe führt über 560 Meter rund um den Bunker herum vom Boden bis zu dessen Dach. Oben gibt es einen rund 1.400 Quadratmeter großen Garten. Bis zu 900 Menschen sollen sich dort gleichzeitig aufhalten können. Der Eintritt zu Bergpfad und Dachgarten ist frei. Öffnungszeiten im Sommer von 9 bis 21 Uhr. Während des Aufstiegs zum Dachgarten bietet sich dem Besucher ein eindrucksvolles 360 Grad-Panorama über die Hansestadt. Viele von Hamburgs Wahrzeichen und bekannten Bauwerken kann man von dort oben entdecken. Um die Historie des Gebäudes aufzuarbeiten und das Geschichtsbewusstsein zu fördern, soll durch das nun abgeschlossene Bauprojekt außerdem eine Gedenkstätte entstehen. Damit ist der Bunker zukünftig nicht nur ein Beispiel für die Umnutzung historischer Gebäude, sondern auch für den Umgang mit der Hamburger Stadtgeschichte. Der Bunker auf St. Pauli ist einer von zwei sogenannten Flaktürmen, die während der Zeit des Nationalsozialismus in Hamburg von 1942 bis 1944 von Zwangsarbeitern errichtet wurden. Zeitweise suchten bis zu 25.000 Menschen in dem Hochbunker auf St. Pauli Schutz vor Luftangriffen.
Nach dem Krieg siedelten sich erste kreative Köpfe in dem Bunker auf dem Heiligengeistfeld an. So auch der Axel-Springer-Verlag, dessen erste Redaktion in einem der oberen Stockwerke Platz fand und dort ab 1946 erste Auflagen der Programmzeitschrift „Hörzu“ entwickelte. Im Dezember 1952 sendete der NDR, damals noch NWDR, die erste Tagesschau aus dem Bunker. In den 1990er-Jahren wurde das Erbpachtrecht des Bunkers schließlich für 50 Jahre an den Investor Thomas J. C. Matzen verkauft. Seitdem siedelten sich weitere Medienunternehmen im Bunker an und verschiedene andere Nutzungen ermöglicht.