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Donnerstag, April 30, 2026

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Soviel Schnee wie schon lange nicht mehr: Winter in Hannover

Ein Mini-Schneepflug räumt einen Garagenhof
Ein Mini-Schneepflug räumt einen Garagenhof

HANNOVER. Es hat in Hannover endlich aufgehört zu schneien. 30 bis 35 Zentimeter Neuschnee sind im Lauf des Tages schon gefallen. Und es bleibt auch morgen erst einmal bitterkalt. Doch wohin mit den Schneemassen? Hier wird in Privatinitiative ein Garagenhof freigeräumt.

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Ein Mini-Schneepflug räumt einen Garagenhof

An der Erytropelstraße in Wülfel entsteht eine provisorische Schule

Symbolbild: DieKinder der GS Beuthener Straße bekommen eine provisorische Schule in Wülfel
Symbolbild: DieKinder der GS Beuthener Straße bekommen eine provisorische Schule in Wülfel

HANNOVER. Am ersten Adventswochenende 2025 zerstörte ein verheerendes Großfeuer weite Teile der Grundschule Beuthener Straße in Mittelfeld. Seither ist das Schulgebäude nicht mehr nutzbar, die Schüler werden derzeit am Kronsberg in den Räumen der Käthe-Paulus-Schule unterrichtet. Doch da wird der Platz eng, weil diese Schule ab dem kommenden Schuljahr selbst weitere Kinder aus ihrem Einzugsbereich aufnehmen muss. Jetzt präsentierte die Stadt Hannover eine Übergangslösung. In rund 500 Meter Luftlinie von der Beuthener Straße soll auf der anderen Seite der Eisenbahnlinie an der Erytroplestraße in Wülfel ein neues Schulgebäude in Modulbauweise entstehen.

Das Grundstück steht bereits im Eigentum der Landeshauptstadt. Bislang war hier der Neubau der Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Wülfel und eine Sporthalle geplant. An dem Domizil für die Ortswehr Wülfel wird weiter festgehalten. Statt einer Sporthalle wird auf dem restlichen Grundstücksteil aber nur eine Übergangsschule entstehen.

Die Stadtverwaltung will das Projekt im Eilverfahren auf den Weg bringen. „Unser Anspruch ist klar: Wir wollen den Kindern der Grundschule Beuthener Straße so schnell wie möglich wieder einen verlässlichen, wohnortnahen Lernort bieten – und gleichzeitig Planungssicherheit für Eltern, Schulen und Lehrkräfte schaffen“, sagt Oberbürgermeister Belit Onay in einer Pressemitteilung der Stadt. Das neue Schulgebäude soll ausreichend Platz, auch für Ganztagsangebote bieten und über eine Mensa verfügen.

Eine Sporthalle wird es in Wülfel aber nicht geben. Denn die Sportstätten an der Beuthener Straße haben den Brand unbeschadet überstanden. Zum Sportunterricht müssen die Schulkinder nun wieder zurück zu ihrer alten Halle.

Die Pläne sind taufrisch. Wie hoch die Ausgaben das Stadtsäckel belasten wird, kann niemand derzeit genau sagen. Die Stadt schätzt, dass das Projekt 25 Millionen Euro zu Buche schlagen wird.  Dafür sollen auch nach der Wiederherstellung der Schule an der Beuthener Straße die Räume für mindestens 15 Jahre weiter für schulische Zwecke genutzt werden, „als Ausweichstandort auch für weitere sanierungsbedürftige Schulen“, so Stadtbaurat Thomas Vielhaber.

Der Einzug in die neue Ersatzschule ist für Sommer 2027 geplant. Weil aber die Käthe-Paulus-Schule eine „aufwachsende“ Schule ist und schon nach den Sommerferien diesen Jahres selbst weiter Kinder aufnimmt, wird der vierte Jahrgang der GS Beuthener Straße an die Grundschule Kronsberg verlagert.

An dem durch Brand zerstörten Schulgebäude in Mittelfeld haben die Abrissarbeiten bereits begonnen. Durch den Brand und das Löschwasser wurden Aula, Hauptflur und Sanitärbereiche schwer beschädigt. Die Stadt baut allerdings nicht wieder die alten Strukturen auf. Da ohnehin eine Gebäudesanierung geplant war, werden diese Pläne nun vorgezogen und das Schulgebäude von Grund auf erneuert und sogar erweitert. Diese Arbeiten, so schätzt die Stadt, werden

voraussichtlich bis mindestens 2031 andauern.

Und falls der Ersatzbau an der Erytroplestraße doch nicht bis zum Sommer 2027 fertig werden sollte? Dafür gibt es bei der Stadt einen weiteren Notfallplan. In einer solchen Situation würden dann an der Beuthener Straße übergangsweise doch wieder in die vom Feuer verschonten alten Klassenräume ziehen, erreichbar über einen provisorischen Flur und mit Toilettencontainer vor der Tür.

Hannover versinkt im Schnee  – Neujahrsempfang im Rathaus wurde abgesagt

Der Neujahrsempfang im Rathaus wurde abgesagt
Der Neujahrsempfang im Rathaus wurde abgesagt

HANNOVER. Es schneit und schneit und schneit in Hannover. Kinder dürften sich gefreut haben. Fiel doch die Schule aus und es war Zeit genug, Schlitten zu fahren oder einen Schneemann zu bauen. Doch die weiße Pracht hat nicht nur ihre schönen Seiten. Wegen der Verkehrsverhältnisse wurden nun viele geplante Veranstaltungen kurzfristig abgesagt. Prominentestes Opfer der Schneeflocken: Der Neujahrsempfang für alle im Neuen Rathaus am heutigen Nachmittag (9. Januar)

Wie es in einer aktuellen Pressemitteilung der Stadt heißt, sei „die Entscheidung, den diesjährigen Neujahrsempfang witterungsbedingt abzusagen, uns alles andere als leichtgefallen.“ Oberbürgermeister Belit Onay: „Ich weiß, wie viel Engagement, Herzblut und monatelange Vorbereitungen in dieser Veranstaltung stecken.“ Angesichts der aktuellen witterungsbedingten Behinderungen habe aber die Sicherheit der Gäste und der Mitwirkenden oberste Priorität.

Es war eine gute Entscheidung: Denn ab 17 Uhr stellte die Üstra den oberirdischen Schienenverkehr für ihre Stadtbahnen ein und hält nur noch den Verkehr im Tunnel aufrecht. Für viele Besucher des Empfanges, die außerhalb der Innenstadt wohnen, wäre das wohl eine böse Überraschung geworden.

Wegen des Winterwetters wird daneben in Döhren die für den heutigen Abend geplante Einsegnung von Alexander Schiller – dem neuen Diakon in der ev.-luth. Auferstehungsgemeinde durch Superintendentin Meike Riedel auf Samstag, den 14. Februar, 15 Uhr verschoben. „Bitte bleiben Sie wenn möglich während des Sturms zuhause und sicher“, heißt es in der Mitteilung aus der Gemeinde. Am Termin für den am Sonntag geplanten Gottesdienst mit Matthias Brodowy und anschließendem Neujahrsempfang wird derzeit aber noch festgehalten. „Meist beruhigt sich ja das Wetter nach dem ersten Schrecken, bzw. AHA bekommt die Lage in den Griff“, ist Pastor Dr. Michael Wohlers zuversichtlich.

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Es schneit und schneit in Hannover
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Der starker Schneefall wurd egenutzt, um einen Mini-Schneemann auf dem Fensterbrett zu bauen

SPD-Bezirksratsfraktion Döhren-Wülfel blickt zurück auf fast fünf Jahre erfolgreiche Arbeit

SPD Kopf

HANNOVER. Schon im September dieses Jahrs stehen wieder Kommunalwahlen an. Fast fünf Jahre Arbeit für den Stadtbezirk und seine Einwohner liegen hinter uns. Zeit, einmal zurück auf viereinhalb Jahre erfolgreichen Einsatz der SPD Fraktion im Stadtbezirk Döhren-Wülfel zu blicken. Das Resümee der Fraktion im Wortlaut:

Wichtig war uns dabei immer eine sachorientierte Arbeit zum Wohl der Einwohnerinnen und Einwohner. Denn wir verstehen uns als Vertreter unserer Nachbarinnen und Nachbarn in Döhren-Wülfel, für die wir uns im Bezirksrat einsetzen.

Schon in der vorhergehenden Wahlperiode achteten wir darauf, Politik für die Menschen vor Ort zu machen und nicht nur ideologische Positionen durchzusetzen. Deshalb konnte die SPD stärkste Fraktion im 2021 neu gewählten Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel werden und mit Antje Kellner wieder die Stadtbezirksbürgermeisterin stellen.

Im Rahmen der begrenzten Kompetenzen und Entscheidungsbefugnisse eines Bezirksrates der Landeshauptstadt Hannover können die örtlichen Mandatsträger als Stimme der Bürgerinnen und Bürger zumindest Probleme und Lösungsvorschläge öffentlich machen und dafür sorgen, dass die Stadtverwaltung die örtlichen Belange bei ihren Entscheidungen mit einstellt.

So haben wir das Ziel, unser bewährtes und beliebtes Freizeitheim Döhren zu erneuern, konsequent weiterverfolgt. Wir konnten letztlich verhindern, dass der Stadtrat die Pläne für einen Neubau zugunsten eines Neubauprojekts in einem anderen Stadtteil zurückstellt.

Leider ist es nicht gelungen, die historische Gaststätte Wichmann der Nachwelt zu erhalten. Auch ein originalgetreuer Wiederaufbau scheint aus rechtlichen Gründen gegen den Willen eines privaten Investors nicht durchsetzbar. Wir sind aber immer am Ball geblieben und haben uns vehement gegen einen massiven Neubau mit Mikroappartements an dieser Stelle eingesetzt.

Das Projekt, die denkmalgeschützte Neue Kapelle auf dem Seelhorster Friedhof nicht ungenutzt leer stehen zu lassen, sondern zu einem Kolumbarium (Urnenfriedhof) umzunutzen, geht ebenfalls auf eine Initiative der SPD-Fraktion zurück. Prinzipiell hat die Stadt Hannover dieser Idee bereits zugestimmt. Die Umsetzung ist allerdings bislang noch nicht in Angriff genommen worden.

Die Sozialdemokraten haben sich auch in dieser nun bald endenden Wahlperiode wieder für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses für die Freiwillige Feuerwehr Wülfel eingesetzt. Immerhin ist es gelungen, der Ortswehr Wülfel die Nutzung eines benachbarten brachliegenden Grundstückes der Stadtwerke zu ermöglichen.

Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner im Bezirksrat setzten wir uns in einem Antrag erfolgreich für ein Projekt zur Betreuung von den sogenannten „Lückekindern“ in Mittelfeld sowie für Bodenindikatoren für blinde und sehbeeinträchtigte Mitmenschen ein Auch die vielbeachtete Sondersitzung des Bezirksrates zum Thema „Demokratie stärken“ ging auch auf einen Antrag der SPD-Fraktion zurück. Der „Runde Tisch“ zur Verkehrsberuhigung in der Loccumer Straße – der letztlich zu den entsprechenden verkehrsberuhigenden Baumaßnahmen führte – basierte ebenfalls auf einem gemeinsamen Antrag mit unserem Kooperationspartner.

Ein von der SPD in den Bezirksrat eingebrachter Vorschlag, im Stadtteil Mittelfeld vor dem Endpunkt Messe Nord noch eine weitere Halterstelle einzurichten, wird von der dafür zuständigen Region Hannover nun geprüft.

In weiteren Anfragen und Anträgen setzten wir uns u.a. mit der Velo-Route Süd und der Möglichkeit, wieder einen Wochenmarkt in Mittelfeld zu installieren, auseinander. Auch forderte der Bezirksrat auf unseren Antrag hin die Stadt auf, den Fiedelerplatz aufzuwerten und in das neue Stadtplatzprogramm aufzunehmen.

Weitere Erfolge, die auf Vorschläge der SPD zurückgehen: Zur sicheren Querung des Rudolf-von Bennigsen-Ufers wurde in Höhe der Riepestraße eine Fußgängermittelinsel installiert, das Kunstwerk „Tor“ am Beginn der Peiner Straße bekam ein Hinweisschild auf den Künstler. Wir setzen uns für den weiteren Betrieb des Rübezahlbrunnens ein, für mehr Fahrradbügel an der Haltestelle Peiner Straße und für eine Informationstafel zur Geschichte der Döhrener Wolle an der Straße am Uhrturm.

Eine große Herausforderung im kommenden Jahr wird nach den Sommerferien die Sicherstellung von ortsnahen und familiengerechten Unterrichtsmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler der abgebrannten Grundschule Beuthener Straße sein. Auch hier werden wir uns im Sinne der Einwohnerinnen und Einwohner natürlich verstärkt engagieren. Text JS/A. Kellner

Hannover bleibt winterlich

Hannover bleibt erst einmal winterlich
Hannover bleibt erst einmal winterlich

HANNOVER. Schnee und Eis halten Hannover im Griff. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor glatten Straßen. Daneben erwarten die Meteorologen neuen Schneefall. Am Freitag droht nicht nur viel Neuschnee mit weit über 10 Zentimeter, es kann dazu auch noch stürmen. Keine guten Aussichten für alle, die draußen unterwegs sein müssen. T-Online warnt sogar: „Auf den Straßen besteht am Donnerstag und am Freitag Lebensgefahr!“ Trotz der Kälte: derzeit gibt es kein Eisvergnügen auf dem Maschsee. Die Eisdecke ist im Moment noch zu dünn. 2012 konnten die Hannoveraner letztmalig über ihren Lieblingssee spazieren.

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Auch wenn es sich viele wünschen: Ein Eisvergnügen auf dem Maschsee wie 2012 ist derzeit noch nicht in Sicht.

Das Landesmuseum segelt im November unter schwarzer Flagge

v.l.: Leonie Appl, Mit-Kuratorin der Ausstellung „Aufgetaucht“, Museumsdirektorin Prof. Dr. Katja Lembke und Dr. Florian Klimscha, Kurator der archäologischen Sammlung.
v.l.: Leonie Appl, Mit-Kuratorin der Ausstellung „Aufgetaucht“, Museumsdirektorin Prof. Dr. Katja Lembke und Dr. Florian Klimscha, Kurator der archäologischen Sammlung.

HANNOVER. Eine neue Sonderausstellung im Landesmuseum Hannover wirft ihre Schatten voraus. Ende dieses Jahres dürfte wohl über dem Museum eine schwarze Piratenflagge wehen. Denn die für Ende November angekündigte archäologische Sonderausstellung wird sich den Freibeutern der Meere widmen.

Es soll eine Schau „jenseits von Hollywood, Eryl Flynn und Johnny Depp“ werden, verspricht Dr. Florian Klimscha, Kurator der archäologischen Sammlung des Museums. „Wir zeigen zum ersten Mal archäologische Funde von Originalpiratenschauplätzen die zum Teil bis in die Bronzezeit zurückgehen“, berichtet er. Unter anderem finden sich Ausgrabungsstücke von der Sibetsburg in Wilhelmshaven. Die einstige ostfriesische Häuptlingsburg diente lange Zeit den „Vitalienbrüdern“ (zu denen der Legende nach auch Klaus Störtebeker gehört haben soll) als Schlupfwinkel und war mit mehreren Wällen und Wassergräben gesichert. 1433 machte dann eine große Streitmacht der Hanse dem Piratennest ein Ende. „Hochkarätige Leihgaben, die teils erstmals in Deutschland zu sehen sind, lassen die Welt der Piraten lebendig werden“, heißt es im dazugehörigen Flyer. Neben Funde aus dem deutschen Raum geht es dabei auch in die weite Welt hinaus. 1702 sank das Piratenschiff Speaker vor Mauritius. Archäologen fanden das Wrack und daraus geborgene Funde wie Waffenreste und Münzen kommen ebenfalls nach Hannover. Ab 27. November kann die Piratenschau geentert werden.

Im Frühling taucht das Landesmuseum aber erst einmal auf. Ab 24. April 2026 wird unter dem Titel „Aufgetaucht“ der Maler Philipp Klein im Kreis der Impressionisten vorgestellt. Gemeinsam mit den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim widmet sich das Landesmuseum Hannover umfassend dem Werk des früh verstorbenen Malers Philipp Klein. Rund 100 Arbeiten – viele davon über Jahrzehnte in privaten Sammlungen verborgen – machen sein Gespür für Licht, Farbe und Bewegung neu sichtbar und verorten ihn im Umfeld von Künstlern wie Lovis Corinth, Max Liebermann und Paula Modersohn-Becker. Prof. Dr. Katja Lembke, Direktorin des Landesmuseums: „Zwei Werke des Malers werden erstmals in Hannover gezeigt.“

Das Ausstellungsjahr beginnt allerdings mit einer Fortsetzung aus 2025. Noch bis zum 1. März 2026 läuft die Ausstellung „Verwandlung der Welt – Meisterblätter von Hendrick Goltzius“. Rund 80 Arbeiten des niederländischen Kupferstechers zeigen die außergewöhnliche Bandbreite eines Künstlers, der mit stilistischer Virtuosität und thematischer Vielfalt zu den prägenden Figuren seiner Zeit zählt.

Die Vorstellung des Jahresprogramms des Landesmuseums begann mit einem Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate. Es war ein Erfolg für das neue Konzept der Museumswelten. Direktorin Lembke: „Wir haben mit exakt 180.000 Besuchern eine Punktlandung gemacht.“ So startet dann das Landesmuseum selbstbewusst ins neue Jahr 2026. Der Kurs, Kultur und Unterhaltung miteinander zu verbinden, soll dabei weiterverfolgt werden.

Allerdings musste das Museum nach zehn Jahren seine Eintrittspreise anpassen. Eine normale Tageskarte für Erwachsene kostet nun 10 Euro. Wobei nicht alles teurer wird. Für Kinder von 6 bis 17 Jahren wurde der Eintritt sogar gesenkt. Pressesprecher Dennis von Wildenradt: „Die Anpassung hat für Besucher und Besucherinnen auch Vorteile. Künftig sind alle Sonderausstellungen im Eintritt enthalten und der Eintritt für Kinder wird reduziert. Soziale Angebote bleiben bestehen, darunter der freie Eintritt freitags ab 14 Uhr in die Sammlungen – Sonderausstellungen sind davon weiterhin ausgenommen – sowie günstige Angebote für Schulklassen und familienfreundliche Tarife.“

Fotografische Vielfalt im Kunstgang der MHH

Hannovers Bürgermeisterin Monica Plate eröffnete die Fotoausstellung
Hannovers Bürgermeisterin Monica Plate eröffnete die Fotoausstellung

HANNOVER. Seit heute Vormittag (4. Jan) ist die Fotogruppe des Bahn-Sozialwerks (BSW) mit einer ganzen Reihe von sehenswerten Fotografien in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) vertreten. Hannovers ehrenamtliche Bürgermeisterin Monica Plate eröffnete zusammen mit Jobit Stolp vom Landerverband „Nordmark“ im Deutschen Verband für Fotografie e. V. (DVF) die neue Fotoausstellung im sogenannten Kunstgang der MHH. Organisiert und betreut wird die Bilderschau von den Mitgliedern des Vereins „Fotografie & Kommunikatuion e.V.“.

„Fotografische Vielfalt“ lautet das Thema der Fotoausstellung. Die Mitglieder der BSW-Fotogruppe Hannover haben entsprechend ein buntes Spektrum von Motiven zusammengetragen. Die Spanne reicht von Makro und „Table-Top“-Aufnahmen bis hin zu Landschaften und Tierbildern. Unabhängig vom Thema: Alle Fotografien zeigen eine beeindruckende Qualität und zeugen vom fotografischen Können der Fotoamateure. Trotz des Namens steht die BSW-Fotogruppe allen interessierten Amateurfotografen offen. „Man muss nicht Eisenbahner sein“, sagt Jochen Mathews, der Vorsitzende der BSW-Fotogruppe Hannover.

Bis zum 27. Februar sind die fotografischen Meisterwerke im Kunstgang (zu erreichen über den Haupteingang und dann links) noch zu sehen. Ein Besuch lohnt sich.

Hannover wurde zum Winterwunderland

Heute Morgen lag Hannover unter einer zentimeterhohen Schneedecke
Heute Morgen lag Hannover unter einer zentimeterhohen Schneedecke

HANNOVER. Gestern begann es in Hannover leicht zu schneien, doch es hielt sich alles in Grenzen. Doch als es dunkel wurde, muss Petrus die Frau Holle angewiesen haben, kräftig ihre Betten zu schütteln. Über Nacht verwandelten Schneeflocken die Landeshauptstadt doch noch in ein Winterwunderland. Zur Freude viele Kinder, die aus der zentimeterdicken Schneemasse vor ihrer Haustür Schneemänner erbauten, zum Ärger mancher Autofahrer und Menschen, die am heutigen Sonntag mit dem Bus fahren wollten. Wegen Blitzeis stellte die Üstra morgens den Busverkehr ein und nahm ihn erst langsam am Mittag bzw. frühen Nachmittag wieder auf.

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Hannover wurde zum Winterwunderland
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Wegen Blitzeis fuhren am Vormittag keine Busse
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Kinder bauten Schneemänner auf den Straßen

Fazit der Polizei: Das neue Jahr begann in Hannover vergleichsweise ruhig

Hier wurde friedlich nur mit Wunderkerzen das neue Jahr begrüßt
Hier wurde friedlich nur mit Wunderkerzen das neue Jahr begrüßt

HANNOVER. „Es wurde nicht so viel geknallt wie früher“ hieß es im hannoverschen Stadtteil Döhren. Ein Blick in den Himmel des ganz jungen Jahres 2026 bestätigte die Aussage. Relativ wenige Raketen versprühten ihre Sternschnuppen am Firmament. Lautes Krachen tat indes immer wieder den Ohren weh, zumal damit bereits am Tag zuvor ausgiebig begonnen wurde. Und schon eine Minute nach Mitternacht tönte das Martinshorn eines Rettungswagens von der Hildesheimer Straße herüber.

Nach einer ersten Bilanz der Polizei Hannover verlief die Nacht im Gebiet der Polizeidirektion Hannover aber „vergleichsweise“ ruhig. Obwohl: etwas friedvoller hätte sich so mancher den Beginn eines neuen Jahres doch gewünscht. In einer Pressemitteilung der Polizei wird dann doch von einer ganzen Reihe von Einsätzen berichtet. Leider waren dabei auch Angriffe auf Polizeibeamte und eine Reihe von Sachbeschädigungen darunter. Hier die wichtigsten Punkte aus dem Pressebericht unserer Ordnungskräfte:

„Es kam punktuell vermehrt zu Containerbränden. Vereinzelt gab es Angriffe auf Einsatzkräfte mit Pyrotechnik. Darüber hinaus ahndeten die Einsatzkräfte mehrere Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz, die Sprengstoffverordnung sowie gegen bestehende Feuerwerksverbotszonen. Durch frühzeitige Präventionsmaßnahmen und konsequentes Einschreiten konnten größere Störungen weitgehend verhindert werden. …  Obwohl die Lage aus polizeilicher Sicht insgesamt als relativ ruhig einzustufen war, kam es zu folgenden Vorfällen: Ein Einsatzschwerpunkt in der Silvesternacht waren – wie auch in den Vorjahren – Sachbeschädigungen durch brennende Abfallcontainer, insbesondere im Bereich Sahlkamp/Vahrenheide. Die ersten Brände wurden gegen 21:10 Uhr gemeldet. Im weiteren Verlauf der Nacht nahmen die Brandmeldungen, auch im Bereich des Mühlenberger Marktes, zu. Die Feuerwehr Hannover war wiederholt im Einsatz und löschte mehrere Containerbrände. In einem Fall konnte durch das schnelle Eingreifen eine mögliche Gefährdung angrenzender Wohnhäuser verhindert werden. Die Polizei leitete entsprechende Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung durch Feuer ein. Kurz nach Mitternacht, gegen 00:30 Uhr, kippten mehrere Personen im Bereich der Gronostraße in Hannover-Ricklingen ein vierrädriges Leichtkraftfahrzeug auf der Straße um. Durch mindestens eine männliche Person wurden Böller auf das Fahrzeug geworfen. Der Mann schoss auch mit einer Maschinenpistole in die Luft, welche sich später als eine Spielzeugwaffe herausstellte. Bei der Ingewahrsamnahme leistete der Mann Widerstand gegen die Polizeibeamten. In vier Fällen wurden Einsatzkräfte der Polizei mit Pyrotechnik angegriffen. Gegen 21:40 Uhr wurden Polizeikräfte auf der Georgstraße durch eine unbekannte Person mit einem Böller beworfen. Es wurde kein Beamter verletzt. Bei einem Beschuss von Polizisten mit einer Rakete wurden um ca. 23:25 Uhr ebenfalls keine Einsatzkräfte verletzt. Ein Tatverdächtiger konnte vor Ort nicht festgestellt werden. Als die Polizei um 00:40 Uhr zu einem Containerbrand in die Schwarzwaldstraße in Hannover-Sahlkamp/Vahrenheide gerufen wurde, wurden die Einsatzkräfte vor Ort durch mehrere Personen mit Böllern beworfen. Nach Hinzuziehung weiterer Kräfte wurden drei Männer in Gewahrsam genommen. Hierbei wurden vier Polizeibeamte durch den Böllerbewurf und einer zusätzlich durch den Widerstand bei der Festnahme leicht verletzt. Bei der Durchsuchung wurde bei einem der Männer eine Schreckschusswaffe aufgefunden. Gegen 01:25 Uhr wurden Polizeibeamte in der Magdeburger Straße bei der Aufnahme eines Brandes gezielt mit einer Rakete beschossen, verletzt wurden sie nicht. Gegen Mitternacht kamen auf dem Steintorplatz ca. 1000 Menschen zusammen. Es kam zu einem kurzzeitigen Anstieg des Zündens von Feuerwerkskörpern, die in einzelnen Fällen auch in Richtung von Personen oder Fahrzeugen geworfen wurden. Die Lage beruhigte sich rasch und nach sehr kurzer Zeit war der überwiegende Teil der Menschen bereits wieder abgewandert. Um 03:45 Uhr melden Anwohnende der Polizei, dass unbekannte einen großen, offenbar selbstgebauten, Böller auf eine Tankstelle im Stadtteil Marienwerder geworfen hätten. Dieser zerstörte die Verglasung und die Fassadenfront der Tankstelle. Trotz intensiver Suchmaßnahmen, auch unter Hinzuziehung eines Polizeihubschraubers, konnten die unbekannten Täter nicht gestellt werden.“

Die Bilanz der polizeilichen Arbeit: „185 Identitätsfeststellungen, 54 Sicherstellungen/Beschlagnahmen, drei vorläufige Festnahmen, 66 Platzverweise, 28 Ingewahrsamnahmen, 81 Gefährderansprachen, 155 Personendurchsuchungen, 15 Sachdurchsuchungen. In 23 Fällen wurde einfache körperliche Gewalt angewendet und vier Mal wurden Personen gefesselt.“ Eine ganze Reihe von Ordnungswidrigkeitenverfahren und strafrechtliche Ermittlungsverfahren musste eingeleitet werden. Dennoch ist die Polizei weitgehend zufrieden.

„Polizeioberrat Maik Zilien zieht als Gesamteinsatzleiter eine überwiegend positive Bilanz“, ist in der Pressemitteilung nachzulesen.  „Die präventiven Maßnahmen und Einsatzkonzepte haben Wirkung gezeigt, die Präsenz der Polizei wurde von den Menschen akzeptiert und respektiert. In wenigen Fällen war polizeiliches Handeln erforderlich. Die Sicherheit im öffentlichen Raum war durchgehend gewährleistet.“

Feuerwehr: Hohes Einsatzaufkommen in der Silvesternacht

Einsatzkräfte fordern zu Recht Respekt - doch sie haben mehr verdient: Solidarität und Dank für ihre oft sehr gefährliche Arbeit
Einsatzkräfte fordern zu Recht Respekt - doch sie haben mehr verdient: Solidarität und Dank für ihre oft sehr gefährliche Arbeit - © Foto: Lothar Schulz 2025

Feuerwehrkräfte wurden mit Feuerwerkskörper beworfen

HANNOVER. Feuerwehr und andere Einsatzkräfte fordern zu Recht Respekt. Doch sie haben mehr verdient: Solidarität und Dank für ihre Arbeit in oft sehr gefährlichen Situationen. Doch daran mangelt es leider immer wieder. So auch in der Silvesternacht als gegen 1 Uhr ein Angriffstrupp der Feuerwehr in Oberricklingen beim Löschen eines brennenden Müllbehälters mit einem Feuerwerkskörper beworfen wurde. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt. Wie die Feuerwehr mitteilte waren die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und der Feuerwehr in der zurückliegenden Silvesternacht darüber hinaus stark gefordert. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst hatten sich durch zusätzliches Personal in der Regionsleitstelle und zusätzliche Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und des Rettungsdienstes gut auf das erhöhte Einsatzaufkommen in der Silvesternacht vorbereitet. Neben drei größeren Brandeinsätzen war die Feuerwehr überwiegend damit beschäftigt brennende Müllbehälter und Papiercontainer zu löschen, welche vermutlich durch Feuerwerkskörper entzündet worden waren. Die Brandbekämpfer konnten alle Feuer schnell löschen und dadurch größere Sachschäden verhindern. Die drei größeren Brandeinsätze erfolgten um 00.26 Uhr bei einem Kellerbrand im Sahlkamp in Vahrenheide, um 00.34 Uhr bei einem Balkonbrand in der Alemannstraße im Stadtteil Vahrenwald und um 00:53 Uhr bei einem Kellerbrand am Bethlehemplatz im Stadtteil Linden-Nord. Mit 86 Einsätzen waren es weniger Brände als im Vorjahr (2024/2025= 131), die Herausforderungen für die Feuerwehr Hannover waren jedoch auf Grund der annähernd zeitgleichenlichen größeren Einsatzstellen dennoch hoch. Mit 160 Einsätzen des Rettungsdienstes ereigneten sich in etwa gleich viele Notfälle wie im Vorjahr (2024/2025= 158). Der Rettungsdienst musste in den Notfalleinsätzen der Silvesternacht vielfach bei Alkoholvergiftungen und Verletzungen nach Stürzen oder Auseinandersetzungen von Personen qualifizierte Hilfe leisten. Die Regionsleitstelle bearbeitete in der Silvesternacht von 19:00 bis 07:00 Uhr insgesamt 709 Hilfeersuchen in der gesamten Region Hannover. Dies ist zwar etwas weniger als im Vorjahr (2024/2025= 724) aber dennoch ein hohes Einsatzaufkommen.

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