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Samstag, Oktober 24, 2026

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Podiumstalk mit Axel von der Ohe: Kunst trifft Stadtpolitik

Podiusdiskussion: v. l.: Felix Landerer. Eva Jandl-Jörg, Axel von der Ohe und Luna Jurado.
Podiusdiskussion: v. l.: Felix Landerer. Eva Jandl-Jörg, Axel von der Ohe und Luna Jurado.

HANNOVER. Die Kunst trifft Politik. Der SPD-Oberbürgermeisterkandidat (und hannoverscher Finanz- und Ordnungsdezernent) Axel von der Ohe traf sich heute am späten Nachmittag (30. Juni)in der Eisfabrik an der Südstädter Seilerstraße mit Kunstschaffenden. In einer Podiumstalk mit mit Eva Jandl-Jörg (Direktorin MUSEUM Wilhelm BUSCH), Luna Jurado (Geschäftsführerin Kulturzentrum Faust) und Felix Landerer (Tänzer und Choreograph LANDERER&COMPANY) wurde der Frage nachgegangen, welche Bedeutung „die Kultur für unsere Stadt, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und unsere Demokratie“ hat.

Die drei Kulturschaffenden vereinte insbesondere ein Wunsch: „Mehr Planungssicherheit bei der städtischen Förderung“. Dem stimmte von der Ohe zu. „Mehr Beständigkeit ist eine politische Entscheidung, die man treffen sollte.“ Außerdem räumte er ein: „Im Rückblick waren Kürzungen in der Kulturförderung ein Fehler.“

Bevor die Podiumsdiskussion startete, hatte Axel von der Ohe und seine Gäste Gelegenheit, einen Ausschnitt aus dem Stück „KARÅŒSHI“ im Theater in der EISFABRIK zu sehen. Tänzerisch wurde darin Burnout, gesellschaftlichen Druck, ständige Verantwortung und Leistungszwang thematisiert.

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Axel von der Ohe begrüßt seine Gäste
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Axel von der Ohe und Luna Jurado.

Jetzt erinnert ein „Stolperstein“ auch an Hedwig Mahlstedt

In Waldhausen wurde ein neuer Stolperstein für Hedwig Mahlstedt verlegt
In Waldhausen wurde ein neuer Stolperstein für Hedwig Mahlstedt verlegt

HANNOVER. Die Stolpersteine für Kurt Schwitters und seinen Sohn haben Gesellschaft bekommen. Heute Vormittag (30. Juni) wurde vor dem Haus Waldhausenstraße 5 ein weiterer dieser goldglänzenden Gedenksteine im Gehwegpflaster versenkt. Er erinnert an Hedwig Mahlstedt, geb. Bodenheim.

Hedwig wurde am 9. Juli 1876 in Hannover als Tochter des jüdischen Fabrikanten Benjamin Bodenstein geboren. Sie heiratete später den aus einer nichtjüdischen Familie stammenden Karl Mahlstedt. Im April 1837 zog das Ehepaar in eine Wohnung im Erdgeschoss einer Villa in Waldhausen ein. Das Gebäude gehörte der Mutter des bekannten Künstlers Kurt Schwitters. Hier in der Waldhausenstraße Nummer 5 hatte Schwitters seinen ersten „Merz-Bau“ – eine raumfüllende begehbare Plastik – erschaffen. Weil die Nazis seine Kunst als „entartet“ einstuften, war er schon im Januar 1937 nach Norwegen emigriert. Hedwig Mahlstedt und Kurt Schwitters dürften sich also wohl nicht mehr begegnet sein.

In der Nacht vom 8. auf den 9. Oktober 1943 zerstörten Bomben die Schwittersvilla in Waldhausen. Das Ehepaar Mahlstedt wurde obdachlos. „Als wir beiden da saßen“, schrieb später Hedwig Mahlstedt, „unter einem großen Tür- oder Fensterrahmen, Carls Kopf auf meinen Schoß und rings herum alles kochte, bebte, zischte und brannte, haben wir gebetet, sofort getötet zu werden, aber nicht lebendig verschüttet oder langsam verbrannt.“ Das Ehepaar überlebte den Bombenangriff, doch Karl Mahlstedt war schwer erkrankt. Als er im Dezember 1943 starb, verlor Hedwig den Schutz ihrer „Mischehe“. Auf bislang unbekannten Weg wurde Hedwig Mahlstedt zuerst in ein „Judenhaus“ nach Berlin gebracht und am 5. September 1944 dann nach Theresienstadt deportiert. Wenigen Wochen später starb sie dort am 5. November 1944.

Initiiert hatte den neuen Stolperstein Uwe Plaß, ein Ortspolitiker (Ortsbürgermeister) aus Melle und dort auch in der Heimatforschung tätig. Bei seiner Recherche über Verwandte der Bodensteins stieß er auf Hedwig Mahlstedt und seine Spur führte nach Hannover-Waldhausen.

Bevor zum Abschluss der kleinen Feierstunde Blumen am neuen Stolperstein für Hedwig Mahlstedt niedergelegt wurde, betonte Bezirksbürgermeister Willi Lindenberg, die Bedeutung der Stolpersteine. „Sie sind wichtige Erinnerungen an die damalige schreckliche Zeit“, sagte er.

Abgebrannte Grundschule Beuthener Straße: Stadt Hannover stellt Planung für Interimsstandort Erythropelstraße vor

Bis zum geplanten Neubau der GS Beuthener Straße sollen die Mittelfelder Kinder in eine Interimsschule gehen
Bis zum geplanten Neubau der GS Beuthener Straße sollen die Mittelfelder Kinder in eine Interimsschule gehen

HANNOVER. So geht es mit der Interimschule für die GS Beuthener Straße weiter. Die Stadt Hannover legte jetzt einen Zeitplan für das Bauvorhaben vor.

Ende November letzten Jahres zerstörte ein Brand die zentrale Aula sowie angrenzende Sanitärbereiche und Flure der Mittelfelder Grundschule an der Beuthener Straße vollständig, so dass an der Beuthener Straße mit zu einem Schulneubau kein regulärer Unterricht mehr möglich ist. Übergangsweise wurden die Schüler bislang an der Käthe-Paulus-Schule aufgenommen. Doch das ist nur eine kurzfristige Notlösung, weil in den kommenden Jahren die Bemeroder den Platz für eigene Kinder benötigen. Deshalb soll an der Erytropelstraße in Wülfel – rund 10 Minuten Gehweg von der alten Schule entfernt – in Modulbauweise eine Interimsschule entstehen.

Das gesetzlich vorgeschriebene Vergabeverfahren für die Errichtung der Modulanlage ist jetzt erfolgreich abgeschlossen. In einer Pressemitteilung stellte die Landeshauptstadt nun den weiteren Zeitplan vor:

  • Bauantrag 07/2026
  • Beginn Bauarbeiten, Baustelleneinrichtung, Medien, Baugrund 09/2026
  • Modulmontage ab Ende 10/2026
  • Richtfest 12/2026
  • Ab 12/2026 Fassade, Innenausbau, etc.
  • Schlussabnahme und Übergabe Anfang 08/2027
  • Schulbeginn 18.08.2027

Geplant ist eine dreigeschossige Modulanlage für eine vierzügige Ganztagsgrundschule. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 25 Millionen Euro. Das Raumprogramm umfasst unter anderem Unterrichtsbereiche für alle Jahrgänge, Differenzierungs- und Freizeitflächen, eine Mensa, Fachunterrichtsräume, eine Schülerbibliothek sowie Verwaltungsbereiche.

Bauarbeiten an der Haltestelle Döhrener Turm – Bahnen Richtung Innenstadt halten nicht

Gesperrt: Der Bahnsteig Richtung Norden
Gesperrt: Der Bahnsteig Richtung Norden

HANNOVER. Seite heute Morgen (28. Juni) ist die Stadtbahnhaltestelle Döhrener Turm in Fahrtrichtung Norden (Innenstadt) wegen Bauarbeiten gesperrt. Der Hochbahnsteig auf der Ostseite wird erneuert. Ein- und Aussteigen ist nicht möglich. Voraussichtlich dauern die Arbeiten bis Freitag, den 14. August bis ca. 3 Uhr morgens.

Fahrgäste mit Ziel Richtung Norden müssen entweder rund 500 Meter zur Haltestelle Fiedelerstraße laufen oder eine Bahn Richtung Süden bis zur Fiedelerstraße nehmen und dort dann wieder in Fahrtrichtung Innenstadt umsteigen. Und wer an der Haltestelle Döhrener Turm aussteigen, aber nicht laufen möchte, sollte erst an der Station Altenbekener Damm die Bahn verlassen und dann eine Station wieder zurückfahren.

Zehnter Todestag von Götz George am 19.06.2026

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Der TV-Tatort-Kommissar Horst Schimansky wurde Kult

DUISBURG. Götz George wurde am 23. Juli 1938 als Sohn des berühmten Schauspieler-Ehepaars Berta Drews und Heinrich George in Berlin geboren. Bereits mit zwölf Jahren stand er erstmals auf einer Bühne im Berliner Hebbel-Theater. Mit knapp 14 Jahren war er 1951 bei der Wiedereröffnung des berühmten Schiller Theaters in „Wilhelm Tell“ zu sehen. Einem Millionenpublikum wurde er in den 1960er-Jahren bekannt als er in den Karl-May-Verfilmungen „Der Schatz im Silbersee“ und „Unter Geiern“ mitwirkte. Einen Namen machter er sich auch als unkonventioneller und rowdyhafter Tatortkommissar Horst Schimansky in abgewetztem Parka (der auch als Schimansky-Jacke eine gewisse Bekanntheit erlangte). Zusammen mit seinem Kollegen Christian Thanner (Eberhard Feik) ermittelte er in Duisburg. Allein die erste Folge der „Schimmi-Tatorte“ «Die Schwadron» sahen fast 13 Millionen Menschen. Im Jahr 2013 war dann Schluss damit, nach 48 Folgen. Während dieser schnodderige Kommissar beim Fersehpublikum zunächst sehr umstritten war, ist „Schimmi“ heute schon lange Kult. 2008 war George laut einer Emnid-Umfrage der beliebteste TV-Kommissar. In Duisburg-Ruhrort gibt es sogar eine Horst-Schimanski-Gasse.

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© Foto/Archiv: Lothar Schulz 2025


Bevor der namenlose Weg offiziell den Straßennamen Horst-Schimanski-Gasse erhielt, war er zuvor per gestricktem Straßenschild
als „Schimmi-Gasse“ ausgewiesen worden.

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© Foto/Archiv: Lothar Schulz 2025

Hier ist auch eine Büste mit dem Konterfei des Tatort-Kommissars aufgestellt worden. Doch George war nicht nur der Tatort-Kommissar: er brillierte auch in anderen Rollen: so z.B. auch in der satirischen deutschen Filmkomödie „Schtonk!“ von Helmut Dietl aus dem Jahr 1992 über die Veröffentlichung der gefälschten Hitler-Tagebücher in der Hamburger Illustrierten Stern. Als eindrucksvoller Charakterdarsteller erwies sich George in Romuald Karmarkars Film „Der Totmacher“ (1995). Darin verkörperte George den hannoverschen Jungenmörder Fritz Haarmann.

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© Foto/Archiv: Lothar Schulz 2025

George lebte in Berlin, auf Sardinien und in Hamburg. Am 19. Juni 2016 starb er in der Hansestadt im Alter von 77 Jahren nach kurzer schwerer Krebserkrankung. Götz George wurde im engsten Familienkreis auf dem Friedhof Berlin-Zehlendorf nahe der Grabstelle seines Vaters beigesetzt.

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© Foto/Archiv: Lothar Schulz 2025

„Art Underground“ und CRASH PIPE auf dem Raschplatz

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Norddeutschlands größtes Bodenkunstwerk (4.000 qm groß) auf dem Raschplatz in Hannover mit integrierter CRASH PIPE wurde eingeweiht - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Norddeutschlands größtes Bodenkunstwerk in Hannover eingeweiht

HANNOVER. Auf Hannovers Raschplatz wurde am Freitag (26.06.) in Anwesenheit von Oberbürgermeister Belit Onay und Sozialdezernentin Sylvia Bruns das Bodenkunstwerk „Art Underground“, das auch die CRASH PIPE (2026) von Florentina Holzinger integriert, eingeweiht. Die künstlerische Umsetzung von „Art Underground“ wird kuratiert vom hannoverschen Street-Art-Künstler Jascha Müller und liegt in den Händen gleich mehrerer internationaler Graffiti- und Street-Art-KünstlerInnen: DELTA aus den Niederlanden mit geometrischer, architektonischer Bildsprache, dendyden, gebürtig aus Russland und heute in Berlin lebend, mit 3D-Illusionen und perspektivischen Effekten sowie IOTA aus Belgien mit organischen Formen und dynamischen Linien. DELTA und dendyden haben ihre Arbeiten bereits auf die Fläche gebracht. Iota wird ab dem 7. Juli ihren Part auf die Fläche malen. Das Bodenkunstwerk wird dann ergänzt durch Arbeiten der lokalen Streetart-Szene, die sich auf einen „Open Call“ bewerben kann. Das Kunstprojekt „Art Underground“ mit jährlicher Auffrischung (2027 und 2028) und der Ankauf und der Umzug der „CRASH PIPE“ (2026) von ihrem ersten Standort in der Sophienstraße zum Raschplatz wird gefördert von der Sparkasse Hannover als Hauptsponsorin und Anliegerin am Raschplatz sowie der Ricarda und Udo Niedergerke Stiftung und den Merkur Spielbanken. Die erste Umsetzungsphase des Kunstwerkes dauerte bislang rund zwei Wochen und wird fortgesetzt, sobald die Künstlerin IOTA aus Belgien anreisen kann. Für die Umsetzung dess Projektes wurden dickflüssige, zähe Farben verwendet, die nicht in das Grundwasser eindringen und umweltverträglich sind. Die Fläche ist nicht nur ein Kunstwerk, sondern bewusst als nutzbarer Bewegungsraum angelegt.Skaten und andere körperliche Aktivitäten sind Teil des künstlerischen Konzepts. Eine Besonderheit des Entstehungsprozesses war, dass auch Menschen, die den Raschplatz sonst auch nutzen und zum Teil von Wohnungslosigkeit betroffen sind, ab dem 15. Juni mitgewirkt und die KünstlerInnen unterstützt haben. Zur Eröffnung des Bodenkonstwerkes sprachen Oberbürgermeister Belit Onay, Sozialdezernentin Sylvia Bruns und der hannoversche Künstler und Kurator des Bodenkunstwerkes, Jascha Müller. Die Eröffunugsveranstaltung wurde begleitet von einem DJ-Programm mit Urban Music und Hip-Hop. Außerdem wurde von SportlerInnen vom Feuerwerk der Turnkunst eine imposante Performance dargeboten und das am bisher wohl heißesten Tag des Jahres.



Im Landesmuseum treffen jetzt Zootiere und Kunst aufeinander

Direktorin Katja Lembke mit ihren Mitarbeiterinnen in der neuen Ausstellung
Direktorin Katja Lembke mit ihren Mitarbeiterinnen in der neuen Ausstellung "Wechselwelten".

HANNOVER. Damit haben Kunstinteressierte sicherlich nicht gerechnet. In den Kunstwelten des NiedersächsischenLandesmuseums Hannover begrüßt derzeit ein großer ausgestopfter Tiger die Besucher mit funkelnden Glasaugen. Das schöne Tier ist Teil einer neuen Sonderausstellung. Die Direktorin des Landesmuseums, Prof. Dr. Katja Lembke, präsentierte heute (25. Juni) ein neues Ausstellungsformat. „WechselWelten“ heißt das besondere Angebot, dass immer wieder einmal die Dauerausstellung verändern wird. Es handelt sich um ein Konzept für kleinere Ausstellungen und Interventionen, die Raum für interdisziplinäre Perspektiven und überraschende Begegnungen zwischen den Sammlungen des Hauses, externen Leihgaben und zeitgenössischen künstlerischen Positionen schaffen. Die Wechselwelten sollen dazu einladen, so das Museum, „Sammlungen und Themen in ungewohnten Kontexten neu zu entdecken.“

Den Auftakt bildet die auf zwei Räume in den Kunstwelten verteilte neue Sonderschau „»Im Zoo. Künstlerische Perspektiven des 20. Jahrhunderts«. Hier werden Naturkunde und Kunst miteinander verbunden. Im Mittelpunkt der neuen Ausstellung stehen Werke des Impressionisten Max Slevogt (1868–1932) und der Fotografin Candida Höfer (*1944). Beide Künstler widmen sich dem Zoo als Ort der Begegnung zwischen Mensch und Tier, gelangen dabei jedoch zu völlig unterschiedlichen Bildwelten. Und zwischen ihren Bildern stehen die Präparate von verschiedenen Tieren aus dem Zoo: Papageien, Tiger, ein Leopardenjunges.

Während Slevogt in seinen Gemälden und Zeichnungen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden sind, die Lebendigkeit der Tiere einfängt und die Grenzen der Käfige nahezu auflöst, rücken in Höfers Fotografien aus den 1990er Jahren die Gehege, Gitter und architektonischen Strukturen in den Vordergrund. Die Gegenüberstellung zeigt, wie unterschiedlich ein und dasselbe Motiv interpretiert werden kann und wie sehr unsere Wahrnehmung vom Blickwinkel abhängt. Ergänzt werden die Kunstwerke durch ausgewählte Tierpräparate aus der naturkundlichen Sammlung des Museums. So entsteht ein spannungsreicher Dialog zwischen dem beobachteten, dem ausgestellten und dem konservierten Tier. Die Ausstellung lädt dazu ein, über die Darstellung von Tieren, die Geschichte des Zoos und die Frage nachzudenken, wie der Mensch Natur wahrnimmt und gestaltet.

»Besonders beeindruckt hat mich das Bild des eingesperrten Löwen, das Candida Höfer 1993 im Hannoveraner Zoo gemacht hat. Es zeigt die Tristesse in einer feindlichen Umwelt: viel zu kleine Käfige, Beton statt Grün. Ganz anders ist dagegen der Blick von Max Slevogt, als er 1901 den Frankfurter Zoo besucht: Er sieht die animalische Schönheit, das Licht und die Farben. Mit dieser Schau wollen wir nicht nur Kunst zeigen, sondern auch den Wandel von der reinen Zurschaustellung für Menschen zum Fokus auf das Tierwohl, für den heute die Zoos stehen«, erzählt die Museumsdirektorin Prof. Dr. Katja Lembke.

Der Besuch der Ausstellung ist im regulären Museumseintritt inbegriffen. Und ab dem 7. Juli 2026 für 15 € ein Katalog zur Ausstellung im Museumsshop erhältlich

Die Mitarbeiter des Museums haben zu der neuen Ausstellung auch ein Begleitprogramm entwickelt. Am Freitag, den 26.6. und am 18.9.2026 jeweils um 15:00 Uhr heißt es: „Der Löwe ist los! Familienführung durch »Im Zoo«. Leonie Appl und Swantje Wurl wollen gemeinsam mit den Besuchern – es ist ein Angebot für die ganze Familie – mit allen Sinnen auf Erkundungstour gehen: „Welche wilden Tiere könnt ihr in den Bildern entdecken? Anschließend werden wir kreativ und gestalten in einem Überraschungsworkshop ein Kunstwerk zum Mitnehmen“, heißt es in der Ankündigung. Am Freitag, den 14. August laden ebenfalls ab 15 Uhr die Kuratorinnen der WechselWelten-Ausstellung zu einer gemeinsamen Erkundung der künstlerischen Ausdrucksformen zum Themenspektrum Zoo ein. Dabei wird ein Schwerpunkt auf Slevogts Grafiken gelegt. Anschließend darf sich in einem Kurzworkshop selbst zeichnerisch ausprobiert werden.


Wegen Hitze: Tag der offenen Tür im Döhren Turm abgesagt

Wegen der Hitze: Der Tag der offenen Tür wurde abgesagt.
Wegen der Hitze: Der Tag der offenen Tür wurde abgesagt.

HANNOVER. Eigentlich sollte am kommenden Sonnabend der Döhrener Turm zur Feier des 50jährigen Jubiläums der Grundsanierung für alle Bürger geöfnet sein. Eigentlich … Doch die Wetterprognose macht den Veranstaltern einen Strich durch die Rechung. Wegen der erwarteten hohen Hitzewerte wurde der „Tag der offenen Tür“ abgesagt. Christine Ranke-Heck von den Freunden des Döhrener Turms: „Bei den Temperaturen ist es unzumutbar heiß im Turm.“ Einen neuen Termin für die Turmbesteigung will der Verein zur gegebenen Zeit bekanntgeben.

Die GAF zeigt wieder Abschlussarbeiten des hannoverschen Fotostudienganges

Vernissage in der GAF
Vernissage in der GAF

HANNOVER. 16 angehende Fotografen zeigen seit heute Abend (24. Juni) ihrer Bachelorarbeiten aus dem Studiengang „ Visual Journalism and Documentary Photography“ der Hochschule Hannover in der Galerie für Fotografie (GAF) in der Südstädter Eisfabrik.

Die Themenvielfalt reicht von individueller Lebensgestaltung über Umwelt- und Arbeitsfragen bis hin zu politischen, sozialen und historischen Prozessen. „Die Arbeiten untersuchen, wie Menschen ihren Platz in der Gesellschaft finden, wie Landschaften, Städte und Kulturen sich verändern und wie Erinnerung, Identität und Zugehörigkeit visuell erzählt werden können. Präzise und sensibel fotografieren und filmen die Absolvent:innen Menschen, Orte und Ereignisse und hinterfragen bestehende Narrative auf subtile, aber eindringliche Weise“, heißt es in der Ankündigung der Südstädter Galerie.

In der Mitteilung der GAF werden alle 16 Studenten und Studentinnen und ihre jeweiligen Arbeitenvorgestellt: „So zeigt »Einfach nur Familie« von Kseniia Apresian vielfältige Familienkonzepte, die jenseits traditioneller Normen existieren, während »made with love and a little bit of science« von Nico Baesecke das Thema mit dem Labor verknüpft: Familienplanung mittels Samenspende. Simon Belperio hinterfragt mit »Stranger you become« historische und gegenwärtige Perspektiven auf Migration. Mit »Roulettenburg« thematisiert Serghei Duve das Glücksspiel in Deutschland und untersucht, was Abhängigkeiten begünstigt und stabilisiert. Mit »Revisiting the agrarian community protest« reiste Paul Hartinger nach Indien, um Agrarkrisen und soziale Ungerechtigkeiten sichtbar zu machen. Markus Heft hingegen bewahrt in »Für uns geträumt« Geschichten von älteren queeren Menschen in Deutschland auf. In »Ohnmacht« zeigt Michael Matthey Menschen, die ihren Weg aus Krisen gefunden haben. Paul Muders untersucht in »Allmende: Vom gemeinsamen Werden« das gemeinschaftliche Wohnen auf einem Hof in Norddeutschland, während in »God’s Ranch« Alexander J. Nowak von religiösen Erziehungscamps in Texas erzählt und ein Portrait einer fundamentalistisch geprägten Region zeigt. Julius Schien dokumentiert in »Rechtes Land« Tatorte rechter Gewalt in Deutschland und schafft ein visuelles Archiv gegen das Vergessen der Opfer, während Matthias W. Schulz in »Gegenwart der Vergangenheit« kreative Formen der Geschichtsvermittlung sammelt. In »Grenzschicht« verortet Miriam Schwab persönliche Gefühle in Landschaften des Südschwarzwalds. Carlotta Steinkamp untersucht in »I love you, but at what cost?« die Kommerzialisierung von Liebe und Ehe und fragt, wer finanziell von romantischen Beziehungen profitiert, Magdalena Vidović setzt sich in »Unter der Erde« mit Verlust, Erinnerung und der Suche nach der Identität des früh verstorbenen Vaters auseinander, während Stella Weiß in »Eisenbahnstraße« den Blick nach Leipzig richtet, zwischen Gentrifizierung, Migration und alltäglichem Zusammenleben. In »Zeitweh« schließlich beobachtet Alex Wohn die japanische Insel Okinawa als Raum überlagerter historischer und politischer Ordnungen.“

Die Fotoausstellung ist vom 25. Juni bis 05. Juli 2026, täglich von 12 bis 20 Uhr in der Seilerstraße 15d, 30171 Hannover, zu sehen. An drei Tagen bieten die Nachwuchsfotografen kostenlose Führungen durch die Ausstellung an:
So. 28.06.26 11:00 Uhr, Di. 30.06. 18:30 Uhr und So. 05.07. 12:00 Uhr.

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Vernissage in der GAF
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Auch diese leeren Pizza-Kartons gehörten zur Ausstellung

Fête de la Musique 2026 in Hannover

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Offen, kostenfrei und für alle zugänglich: Die alljährliche Fête de la Musique in Hannover - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Musikalische Vielfalt im öffentlichen Raum: offen, kostenfrei und für alle zugänglich


HANNOVER. Am letzten Sonntag (21.06.), zur Sommersonnenwende, wenn der Tag am längsten und die Nacht am hellsten ist, verwandelte sich Hannovers Innenstadt, wie schon in den vergangenen Jahren, wieder in eine große Bühne für die untetrschiedlichsten musikalischen Darbietungen. Zwischen 14 und 22 Uhr füllten auf rund 35 Bühnen mehr als 1.500 MusikerInnen Hannovers Innenstadt mit Musik, Tanz, Bewegung und Begegnung. „Als UNESCO City of Music unterstreichen wir damit wieder auf besondere Weise die Bedeutung von Musik als verbindendes Element der Stadtgesellschaft. Gemeinsam feiern, aufeinander achten: Mit rund 100.000 erwarteten Besucher*innen steht Musikvielfalt und ein respektvolles Miteinander für uns im Mittelpunkt.“ erklärte Susanne Blasberg-Bense, Hannovers Dezernentin für Jugend, Familie und Sport im Vorfeld der Veranstaltung.