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Samstag, Oktober 24, 2026

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175 Jahre Berliner Feuerwehr

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Die Berliner Feuerwehr präsentierte sich auf der INTERSCHUTZ 2026 auf dem Messegelände in Hannover - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Die Berliner Feuerwehr ist die älteste und größte Berufsfeuerwehr Deutschlands

BERLIN. Am letzten Donnerstag (18.06.) vor 175 Jahren wurde die Berliner Berufsfeuerwehr gegründet. Sie ist damit die älteste und auch größte Berufsfeuerwehr Deutschlands. Seit 1851 sorgt sie für Sicherheit in der Hauptstadt. Am 16. Januar 1851 trat der Organisationsplan des Berliner Polizeipräsidenten für die königliche Feuerwehr in Kraft. Im Stadtgebiet sollten fünf Brandinspektionen eingerichtet werden. Geplant war auch der Bau von 18 Feuerwachen. Der Etat für die Feuerwehr wurde auf jährlich 70.740 Thaler festgesetzt. Am 1. Februar 1851 wurde Carl Ludwig Scabell zum Königlichen Branddirektor ernannt. Seine Ernennung war mit dem Auftrag verbunden, den Organisationsplan für die königliche Feuerwehr zu verwirklichen. Im März 1851 wurde das Personal für die Mannschaften ausgewählt und mit der Ausbildung begonnen und bereits am 18. Juni 1851 ist die Berliner Berufsfeuerwehr einsatzbereit. Die Feuerwehr wird vom Branddirektor geführt. Das Personal besteht aus

einem Brandinspektor

4 Brandmeistern

40 Oberfeuermännern

180 Feuermännern

360 Spritzenmännern

Die Mannschaften haben 48 Stunden Dienst und 24 Stunden Ruhe.

Aktuell gewährleisten über 7.400 hauptberufliche und ehrenamtliche Feuerwehrangehörige, dass jährlich weit über eine halbe Million Einsätze in den Bereichen medizinische und technische Gefahrenabwehr bewältigt werden (Stand 2024: 532.157 Einsätze). Das bedeutet, dass die Berliner Feuerwehr in jeder Minute eines Jahres zu einem Einsatz ausrückt. Zusätzlich bilden rund 1.300 Mitglieder der Jugendfeuerwehren eine gute Nachwuchsgrundlage.

Carl Ludwig Scabell beschrieb, worin die Erfordernisse eines geordneten Feuerlöschwesens bestehen: dem schnellen und sichern Bekanntwerden der Brandstelle,

  1. dem schnellen Herbeieilen der Löschmannschaften,
  2. guten und ausreichenden Geräthschaften,
  3. eingeübten Bedienungsmannschaften,
  4. einem einheitlichen Kommando
  5. und hinreichendem Wasservorrath
    (Carl Ludwig Scabell – Das Feuerlöschwesen Berlins Verlag Julius Springer, 1853). Diese Erfordernisse sind auch heute noch unverzichtbar für eine effektiv arbeitende Feuerwehr.

Neues Feuerwehrhaus für die Ortsfeuerwehr Misburg

Übergabe des neuen Feuerwehrhauses an die Ortsfeuerwehr Misburg – Zerschneiden des roten Bandes vor der Fahrzeughalle
Übergabe des neuen Feuerwehrhauses an die Ortsfeuerwehr Misburg – Zerschneiden des roten Bandes vor der Fahrzeughalle - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Oberbürgermeister Onay lobte das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrkräfte


HANNOVER. Am Freitag (08.12.2023) wurde der Grundstein für das neue Feuerwehrhaus mit Fahrzeughalle für die Ortsfeuerwehr (freiwillige Feuerwehr) Misburg in der Straße Am Seelberg im hannoverschen Stadtteil Misburg gelegt. Nach damaligen Angaben sollte
das Gebäude für die Ortsfeuerwehr Misburg im Juli 2025 fertiggestellt sein. Nun hat es doch etwas länger gedauert. Die Inbetriebnahme des Gebäudes mit rund 1.378 Quadratmetern Nettoraumfläche ist nun für September 2026 vorgesehen. Bis dahin stehen noch einige Restarbeiten rund um das Gebäude sowie die Einrichtung an. Gleichwohl erfolgte die offizielle Übergabe des Gebäudes vom Fachbereich Gebäudemanagement der Stadt als Bauherrn an die Feuerwehr Hannover bereits am letzten Mittwoch (18.06.2026) im Rahmen einer kleinen Feierstunde (mit Durchschneiden eines roten Bandes). Die Kosten für den Bau belaufen sich auf rund 8,9 Millionen Euro. Die Bauzeit betrug knapp drei Jahre. Der quaderförmige Feuerwehrneubau – rund 52 Meter lang, 21 Meter breit und 8 Meter hoch – besteht aus einer hohen eingeschossigen Fahrzeughalle, an die sich L-förmig ein zweigeschossiger Massivbau anschließt. Die Fahrzeughalle bietet Platz für neun Einstellplätze. Westlich der Halle befinden sich Lagerraum, Werkstatt und Technik, nördlich an die Halle schließen sich im Erdgeschoss die Umkleideräume mit Sanitärräumen an. Im Obergeschoss befinden sich unter anderem ein großer Schulungsraum, eine Teeküche und Sanitärräume sowie der Bereitschaftsraum und der Raum der Jugendfeuerwehr. „Dieses Gebäude wird die Sicherheit nicht nur in Misburg, sondern in unserer gesamten Stadt stärken“, erklärte Oberbürgermeister Belit Onay. Dr. Axel von der Ohe, Erster Stadtrat und Dezernent für Finanzen, Ordnung und Feuerwehr, unterstrich: „Mit der Investition von 8,9 Millionen Euro setzen wir hier ein deutliches Zeichen dafür, dass uns die Sicherheit der Einwohner*innen ebenso wichtig ist wie die Unterstützung unserer Ehrenamtlichen – auch in Zeiten einer nicht einfachen Haushaltslage. Dieses Gebäude wird weit mehr sein als nur ein Ort für Übungsdienste und Einsätze – es wird ein Ort der Gemeinschaft sein.“ Neben den Redebeiträgen vom Oberbürgermeister und vom Feuerwehrdezernenten gab es kurze Ansprachen und Grußworte von Klaus Tegeder (Bezirksbürgermeister Misburg-Anderten), Christoph Bahlmann (Direktor der Feuerwehr Hannover), Michael Psarrianos (Stadtbrandmeister) und Christoph Lehmann (Ortsbrandmeister Misburg). Musikalisch umrahmt wurde die Übergabeverastaltung vom Musikzug der Ortsfeuerwehr Misburg.

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Fahrzeug der Ortsfeuerwehr Misburg – © Foto: Lothar Schulz 2026
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Blick in die Teeküche – © Foto: Lothar Schulz 2026
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Schulungsraum – © Foto: Lothar Schulz 2026
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Blick in die Fahrzeughalle – © Foto: Lothar Schulz 2026
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Der große Schulungsraum – © Foto: Lothar Schulz 2026
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Auch für die Jugendfeuerwehr gibt es Platz im Neubau – © Foto: Lothar Schulz 2026
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Der quaderförmige Feuerwehrneubau ist rund 52 Meter lang, 21 Meter breit und 8 Meter hoch (Rückseitenansicht) – © Foto: Lothar Schulz 2026
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Vor der Rückfront des Gebäudes wird gegrillt – © Foto: Lothar Schulz 2026
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Blick in einen der Umkleideräume – © Foto: Lothar Schulz 2026
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Musikzug der Ortsfeuerwehr Misburg – © Foto: Lothar Schulz 2026
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(v.l.) Stadtbrandmeister Michael Psarrianos, Landesbranddirektor Dieter Rohrberg, Oberbürgermeister Belit Onay und Feuerwehrdirektor Christoph Bahlmann – © Foto: Lothar Schulz 2026
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(v.l.) Stadtbrandmeister Michael Psarrianos, Landesbranddirektor Dieter Rohrberg und Oberbürgermeister Belit Onay – © Foto: Lothar Schulz 2026
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Das rote Band vor der Fahrzeughalle wird durchschnitten – © Foto: Lothar Schulz 2026
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Das rote Band vor der Fahrzeughalle wird durchschnitten – © Foto: Lothar Schulz 2026
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(v.l.) Landesbranddirektor Dieter Rohrberg und Stadtbrandmeister Michael Psarrianos – © Foto: Lothar Schulz 2026
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Ansprache von Ortsbrandmeister Christoph Lehmann – © Foto: Lothar Schulz 2026
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Ansprache von Stadtbrandmeister Michael Psarrianos – © Foto: Lothar Schulz 2026
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Grußwort vom Direktor der Feuerwehr Hannover Christoph Bahlmann – © Foto: Lothar Schulz 2026
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Grußwort vom Bezirksbürgermeister (Misburg-Anderten) Klaus Tegeder – © Foto: Lothar Schulz 2026
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Grußwort von Feuerwehrdezernent Dr. Axel von der Ohe – © Foto: Lothar Schulz 2026
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Grußwort von Feuerwehrdezernent Dr. Axel von der Ohe – © Foto: Lothar Schulz 2026
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Grußwort von Oberbürgermeister Belit Onay – © Foto: Lothar Schulz 2026
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VeranstaltungsteilnehmerInnen – © Foto: Lothar Schulz 2026
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Grußwort von Oberbürgermeister Belit Onay – © Foto: Lothar Schulz 2026
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(v.l.) Michael Psarrianos (Stadtbrandmeister), Dr. Axel von der Ohe (Feuerwehrdezernent) und Christoph Bahlmann (Direktor der Feuerwehr Hannover) – © Foto: Lothar Schulz 2026
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Musikzug der Ortsfeuerwehr Misburg – © Foto: Lothar Schulz 2026
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Übergabefeier in der Fahrzeughalle – © Foto: Lothar Schulz 2026
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Das neue Feuerwehrhaus mit Fahrzeughalle für die Ortsfeuerwehr Misburg – © Foto: Lothar Schulz 2026



Bodenkunstwerk auf dem Raschplatz

Auf dem Raschplatz entsteht das größte Bodenkunstwerk Norddeutschlands
Auf dem Raschplatz entsteht das größte Bodenkunstwerk Norddeutschlands - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Ein Blick über die Schultern der KünstlerInnen und Beteiligten


HANNOVER. Auf dem Raschplatz in Hannover entsteht derzeit ein rund 4.000 Quadratmeter große Bodenkunstwerk, das größte
Norddeutschlands. Das Projekt, das ein internationales Team von KünstlerInnen auf dem Raschplatz gemeinsam mit Teilhabegruppen realisiert, nimmt langsam Formen an. Zu einem Blick über die Schultern der KünstlerInnen und der beteiligten Menschen vor Ort waren am Mittwoch (17.06) u.a. Oberbürgermeister Belit Onay, Bildungs- und Kulturdezernentin Eva Bender, Sozialdezernentin Sylvia Bruns und ein Verteter der Sparkasse Hannover auf den Rachplatz gekommen. Außerdem waren der Projektleiter und Graffiti-Künstler Jascha Müller und Team, Teilhabe-Koordinator Jonas Wömpner sowie VertreterInnen der Träger Kontaktladen Mecki und des Kontakt- und Konsumraums Stellwerk vor Ort. Die an dem Projekt beteiligten KünstlerInnen sind: Iota, Graffiti- und Streetart-Künstlerin aus Belgien, Graffiti-Künstler Boris Tellgen aka Delta aus Amsterdam beziehungsweise sein Team und Denis Dendy aka dendyden, Muralist und Streetart-Künstler. Seit
Montag (15.06.) erfolgte das Grundieren der Flächen und gleich darauf das Einzeichnen der Motive durch die KünstlerInnen. Zudem wird zeitgleich die CRASH PIPE, die am Dienstag (16.06.) angeliefert wurde, aufgebaut. Das Bodenkunstwerk wird am 26. Juni von 18.30 bis 20.30 Uhr mit einer Performance-Show in einer Kooperation mit Trend ID und Baggi sowie Urban Music und Hip-Hop eröffnet.

Neuer Trinkwasserbrunnen auf dem Platz an der Basilika

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Einweihung des neuen Trinkwasserbrunnens auf dem Platz an der Basilika – (v.l.) Bildungs- und Kulturdezernentin Eva Bender, Dr. Andreas Schubert vom Caritasverband, Propst Wolfgang Semmet, Andrea Weinhold-Klotzbach und Michael Lunkeit von StiDu e.V. - © Fotos: Lothar Schulz 2026

StiDu e.V. (Stimme der Ungehörten) finanziert Brunnen


HANNOVER. Auf dem Platz an der Basilika in der Calenberger Neustadt wurde am Dienstag (16.06.) ein neuer Trinkwasserbrunnen eingeweiht und in Betrieb genommen. Die Anlage auf dem Platz an der Basilika geht maßgeblich auf die Initiative StiDu e.V. (Stimme der Ungehörten) zurück, der auch die investiven Aufstellungskosten durch eine Spende finanzierte. Der Verein setzt sich intensiv für die Interessen von wohnungs- und obdachlosen Menschen in Hannover ein. Der Standort des Brunnens vor der Basilika St. Clemens und nahe dem Tagestreff der Caritas wurde bewußt und partnerschaftlich ausgewählt. Der Platz verspricht aus Sicht der beteiligten Institutionen ein hohes Nachfragepotenzial durch bedürftige Personen (Wohnungs- und obdachlose, Schwangere, ältere Menschen), die bei extremer Hitze einer erhöhten Gefahr ausgesetzt sind. Als Brunnen kommt das bewährte Edelstahl-Modell „Hannover“, welches aus einem Trägerrahmen, einem Gitterrost und einer Säule besteht, zum Einsatz. Mit der Aufstellung an diesem Ort wollen die Stadt Hannover, StiDu e.V.
und Caritas einen niedrigschwelligen, kostenlosen Zugang zu frischem Wasser schaffen. Das Projekt steigert die Aufenthaltsqualität im Quartier und folgt dem städtischen Ziel, das Trinkwasserbrunnennetz konsequent weiter auszubauen. Zur Einweihung des Brunnens waren vom Vereinsvorstand des StiDu e.V. der erste Vorsitzende Michael Lunkeit und die zweite Vorsitzende Andrea Weinhold-Klotzbach
und von der Stadt HannoverBildungs- und Kulturdezernentin Eva Bender gekommen. Außerdem nahmen von den Anliegern Dr. Andreas Schubert vom Caritasverband Hannover e.V. sowie Regionaldechant der Katholischen Kirche in Hannover und Propst an der Basilika St. Clemens, Wolfgang Semmet, an der Einweihung teil.

20 Jahre dabei: Judoclub Sakura ehrte zwei Kampfsportler

v.l.: Peter Pinker, Nina Zachael und Andrea Reuter
v.l.: Peter Pinker, Nina Zachael und Andrea Reuter

HANNOVER. Zusammen bringen sie 40 Jahre Training auf die Matte. Der hannoversche Judoclub Sakura (japanisch für Kirschblüte) ehrte heute (15. Juni) zwei langjährige Kampfsportler für jeweils 20 Jahre Mitgliedschaft. Andrea Reuter ist seit 2006 bei den Judokas mit dabei; Peter Pinker trainiert seit zwei Jahrzehnten in der Aikido-Sparte. Nina Zachel, die 2. Vorsitzende des Vereins, beglückwünschte die beiden Sportler und überreichte im Dōjō (Übungshalle für den Kampfsport, hier die Sporthalle der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule), Ehrennadel und -urkunde.

In Döhren wurde Hannovers erste „Pop-up Bibliothek“ eröffnet

Schnipp schnapp und schon ist die neue Bibliothek eröffnet
Schnipp schnapp und schon ist die neue Bibliothek eröffnet

HANNOVER. Ein paar Worte von der Chefin der Döhrener Stadtbibliothek, Helena Schwabauer, von Bezirksbürgermeister Willi Lindenberg und von Hannovers Kulturdezernentin Eva Bender. Dann wurde die Schere gezückt und – schnipp-schnapp – das Band am Eingang zerschnitten. Eute Morgen (15. Juni) öffnete in der ehemaligen Rossmann-Filliale an der Peiner Straße Hannovers erste „Pop-up Bibliothek“. Alle drei Redner dankten dem Unternehmen EDEKA Minden-Hannover, das die leerstehenden Geschäftsräume kurzfristig von der Stadtbücherei mietfrei genutzt werden durften.

Hintergrund: Die reguläre Stadtbibliothek Döhren, ein paar Schritte weiter an der Peiner Straße 9, bleibt vom 1. Juni bis zum 12. September wegen Sanierungsarbeiten geschlossen. Als Ersatz ist in der ehemaligen Drogerie nun ein neuer temporärer Ort für Lesen, Lernen und Begegnung entstanden. Geplant sind unter anderem Bilderbuchkino, Kamishibai (japanisches Papiertheater), Bastelaktionen und Spielangebote.

Bildungs- und Kulturdezernentin Eva Bender betont: „Bibliotheken schaffen Räume für Bildung, Begegnung und gesellschaftliche Teilhabe. Die Pop-up Bibliothek zeigt, dass kulturelle Angebote auch in Übergangsphasen flexibel und nah an den Menschen gedacht werden können.“

Zur Eröffnung war eine Klasse der Grundschule Loccumer Straße zu Gast. Erst gab es ein Bilderbuchkino und dann konnten die Kinder zusammen mit anderen Gästen eine kreative Wandinstallation gestalten und eine Wand mit bunten Blumen verzieren.

Aus der Stadtbibliothek Döhren ausgeliehene Medien können während der Schließzeit in jeder anderen Stadtbibliothek in Hannover abgegeben oder verlängert werden. Vorgemerkte Medien können in der Zentralbibliothek, Hildesheimer Straße 12, abgeholt werden.

Die aktuellen Öffnungszeiten stehen auf der Homepage www.stadtbibliothek-hannover.de.

Die Südstadt feierte rund um den Stephansplatz

Hier gab es Kaffeespezialitäten und Espresso Martini
Hier gab es Kaffeespezialitäten und Espresso Martini

HANNOVER. An diesem Wochenende ging es zwei Tage lang am Stephansplatz rund. Das Südstadtfest startete nach 2025 in die zweite Runde und verwandelte den schönen Platz im Herzen des Stadtteils für ein Wochenende zum Treffpunkt für alle, die Lust auf Essen, Drinks und Musik hatten. Etwa ein Gläschen gehaltvollen, aber leckeren Espresso Martini.

Blumensträuße, Ehrennadeln und Seemannslieder: Bezirksrat lud zum Sommerempfang

Bezirksratsmitglieder und Geehrte
Bezirksratsmitglieder und Geehrte

HANNOVER. Volle Haus heute Vormittag (14. Juni) im Freizeitheim Döhren: Der Bezirksrat Döhren-Wülfel hatte zu seinem Jahresempfang geladen. Musikalisch umrahmt vom Seemanschor Hannover (dessen Heimathafen ebenfalls das Freizeitheim Döhren ist) gab es bei einem Gläschen Begrüßungssekt, Schnittchen sowie Kaffee und Kuchen einen regen Austausch zwischen örtlicher Politik und den Ehrenamtlichen aus Vereinen und Gruppen im Stadtbezirk. Sogar Oberbürgermeister Belit Onay und die Niedersächsische Ministerin für Europa und regionale Landesentwicklung, Melanie Walter, schauten vorbei.

Bezirksbürgermeister Wilhelm Lindenberg blickte in seiner Rede nicht nur auf die Ereignisse im vergangenen Jahr – etwa der tragische Brand an der Grundschule Beuthener Straße – zurück, sondern schaute auch in die Zukunft. Lindenberg: „Endlich haben die Planungen für den Neubau eines modernen Freizeitheimes in Döhren begonnen.“ Und und auch die Freiwillige Feuerwehr darf auf ein modernes funktionsgerechtes Feuerwehrgerätehaus in Wülfel hoffen darf.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen wieder die Ehrungen für um das Gemeinwohl verdiente Menschen. In diesem Jahr erhielten einen Blumenstrauß, die Ehrennadel des Bezirksrates samt dazugehörenden Urkunde und ein „Dankeschön“ von der örtlichen Volksbank Uwe Flebbe, Sarah Röttger und Rolf Ballreich.

Uwe Flebbe hat sich besonders bei SchMitt e.V. und der Initiative Willi in Mittelfeld für seine Mitbürger eingesetzt, Sarah Röttger war langjährige Fraktionsvorsitzende der Grünen/Bündnis 90 im Bezirksrat gewesen und Rolf Ballreich leitete jahrzehntelang nicht nur die Vereinsgeschicke der Mittelfelder Eugenesen, sondern war und ist immer noch aktiv im niedersächsischen Karneval dabei.

Ein dickes Danke verbunden mit einem bunten Blumenstrauß gab es auch für den Döhrener Kontaktbereichsbeamten Klaus-Dieter Theune. Er tritt demnächst in den Ruhestand und wurde nun schon einmal von Bezirksbürgermeister Lindenberg im Namen der Politik verabschiedet.

Ältester Leuchtturm Deutschlands – Höchstes Leuchtfeuer Europas

Deutschlands ältester Leuchtturm steht in Travemünde und beherbergt heute ein maritimes Museum
Deutschlands ältester Leuchtturm steht in Travemünde und beherbergt heute ein maritimes Museum - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Reihe: Kleine und große Superlative

TRAVEMÜNDE. Travemünde hat gleich zwei Superlative zu bieten: den ältesten Leuchtturm Deutschlands und das höchste Leuchtfeuer Europas. Den Alten Leuchtturm hatten holländische Maurer 1539 erbaut, nachdem dänische Truppen fünf Jahre zuvor den Vorgänger zerstört hatten. Eine erste urkundliche Erwähnung eines Hafenzeichens stammt schon aus dem Jahr 1226 und ein Leuchtturm findet im Jahr 1330 eine erste urkundliche Erwähnung. Im Jahr 1827 brannte der oberen Teil nach einem Blitzschlag ab und wurde in seiner heutigen Form – zwei Geschosse höher – wieder aufgebaut hat nun eine Höhe von 31 m. Der Turm ist durch fünf Gesimse unterteilt, hat in halber Höhe einen kleinen Balkon als Lotsenausguck (von dem früher die Lotsen Ausschau nach ankommenden Schiffen hielten) und im obersten Teil eine schmale, umlaufende Plattform. Heute beherbergt der Turm nun auf acht Geschossen ein maritimes Museum, das Einblick in die Geschichte der Leuchtfeuertechnik gibt. Über 142 Stufen führen die einzelnen Treppen in luftige Höhe. Auf der obersten Etage kann die noch funktionsfähige Anlage des Travemünder Leuchtturms mit 1000-Watt-Glühlampen bewundert werden und die Aussichts-Galerie bietet einen einmaligen Ausblick über den Skandinavienkai und die Travemünder Altstadt sowie über die Lübecker Bucht bis Grömitz und über die Küste von Mecklenburg Vorpommern. Der Alte Travemünder Leuchtturm steht nicht weit entfernt vom Gebäudekomplex des Hotels Maritim, das 1974 fertiggestellt wurde. Das Hotelhochhaus hat 36 Etagen und ist 119 Meter hoch (mit den auf dem Dach installierten Funkmasten 125 m). Im Dachgeschoss des Gebäudes befindet sich das mit 117 m höchste Leuchtfeuer Europas. Es ersetzt das Leuchtfeuer auf dem Alten Travemünder Leuchtturm. Im Jahr 2019 stellte die Hansestadt Lübeck das Hotel-Hochhaus unter Denkmalschutz. Der Alte Travemünder Leuchtturm steht schon seit 1922 unter Denkmalschutz.

Döhren-Wülfels Kulturinitiative wurde 30 – Festakt zum Jubiläum

Kulturdezernentin Eva Bender (2. v. r.) gratuliert der Kulturinitiative zum 30.
Kulturdezernentin Eva Bender (2. v. r.) gratuliert der Kulturinitiative zum 30.

HANNOVER. Im Saal des Freizeitheims Döhren wurde heute Nachmittag (13. Juni) ein besonderes Jubiläum begangen. Die Kulturinitiative Döhren-Wülfel-Mittelfeld (KI) feierte mit einem Festakt ihren 30. Geburtstag. Maria Hesse, die Vorsitzende der Kulturinitiative, brachte es auf den Punkt: „Die Zahl 96 hat ja für Hannover schon lange eine besondere Bedeutung“, sagte sie. Das gilt auch für den Stadtbezirk Döhren-Wülfel. Denn 1996 wurde hier der Jubilar gegründet.

Gründungsmitglied Sunhild Reinckens erinnert sich an diese Zeit. „Hubert Sander, damals Heimwart im Freizeitheim Döhren, kam in meine Puppenstube und schlug vor, für die gemeinsame Stadtteilkulturarbeit einen Verein zu gründen“, erzählt Döhrens „Puppenmutti“ und erste Vorsitzende des vor drei Jahrzehnten gegründeten Vereins.

Hannovers Kulturdezernentin Eva Bender nutzte das Vereinsjubiläum, um die Grüße der Landeshauptstadt Hannover zu überbringen. Sie lobte insbesondere das jährliche kulturelle Highlight der KI, das Döhrener Kulturlustwandeln. Eva Bender: „Dieses Format zeigt, wie Kultur verbindet, Schwellen abbaut und Nachbarschaft stärkt. 2026 findet es bereits zum 21. Male statt – ein beeindruckendes Zeichen für Kontinuität und Begeisterung.“

Bevor Maria Hesse dann die Gäste – darunter auch die Mitglieder des Bezirksrates Döhren Wülfel, Ellen Maschke-Scheffler und Jens Schade – zu „Snack und Schnack“ einlud, umrahmten Anette und Thomas Siebert den Festakt mit Violine und Klarinette musikalisch. Höhepunkt des Programms war eine Tanzperformance des aus Döhren stammenden Ensembles der „Tanzkunst Ulrike Wallis“, im Mittelpunkt viele, viele Koffer. Dann wurde die Geburtstagstorte angeschnitten. Und die war einfach lecker.