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Pixel of Rock: 1.000 unveröffentlichte Scorpions-Fotos werden zu einem monumentalen Kunstwerk

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Vernissage "Pixel of Rock" von Marc Theis - 158000 Fotos der Scorpions auf einer 20 x 5 m großen Collage im Peppermint Park in Hannover am 20.03.2026 © Ulrich Stamm

Vernissage von Pixel of Rock: Marc Theis zeigt Scorpions-Fotokunst im Peppermint Park

Mit der Vernissage von „Pixel of Rock“ ist am Freitagabend, 20. März 2026, im Peppermint Park in Hannover ein außergewöhnliches Kunst- und Fotoprojekt vorgestellt worden, das weit über eine klassische Ausstellung hinausgeht. Gemeinsam mit Rudolf Schenker, Klaus Meine und Matthias Jabs wurde das Werk des Fotografen Marc Theis erstmals in diesem Rahmen präsentiert. Schon der Ort der Vorstellung war dabei bewusst gewählt: Die Peppermint Park Studios gelten seit vielen Jahren als wichtiger musikalischer Bezugspunkt für die Scorpions und sind zugleich ein Ort, an dem Musikgeschichte, Studioarbeit und kreative Produktion auf besondere Weise zusammenfinden. Die öffentliche Ausstellung wurde offiziell für den 21. März 2026 angekündigt und ist bis zum 31. Mai 2026 in Hannover zu sehen. 

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Vernissage „Pixel of Rock“ von Marc Theis – 158000 Fotos der Scorpions auf einer 20 x 5 m großen Collage im Peppermint Park in Hannover am 20.03.2026 © Ulrich Stamm

Im Mittelpunkt des Abends stand ein Werk, das in seiner Dimension ebenso beeindruckt wie in seiner inhaltlichen Dichte: „Pixel of Rock“ besteht aus 1.000 bisher unveröffentlichten Konzertfotografien der Scorpions, die Marc Theis über viele Jahre hinweg aufgenommen hat. Gemeinsam mit Tobias Schreiber wurde aus diesem umfangreichen Bildfundus eine monumentale Fotocollage entwickelt, die sich auf eine Gesamtgröße von 20 mal 5 Metern erstreckt. Nach Angaben des Projekts setzt sich das Werk aus 158.400 Bildkacheln zusammen und erreicht damit eine Fläche von rund 100 Quadratmetern. Die offizielle Projektseite bezeichnet die Arbeit als größtes Fotomosaik der Welt; auch regionale Medien haben das Projekt in dieser Größenordnung hervorgehoben. 

Gerade in einer Zeit, in der Bilder im digitalen Raum oft nur flüchtig wahrgenommen werden, setzt „Pixel of Rock“ ein gegenteiliges Zeichen. Das Projekt bündelt fotografische Erinnerung, Musikgeschichte und technische Präzision zu einem Werk, das sowohl aus der Distanz als auch aus nächster Nähe funktioniert. Aus der Entfernung entsteht ein imposantes Gesamtbild, das den Charakter der Band sichtbar macht. Beim näheren Hinsehen erschließt sich dann die eigentliche Tiefe des Werks: unzählige einzelne Konzertmomente, Auftritte, Gesten, Lichtsituationen und Bühnenaugenblicke, die zusammen das große Ganze ergeben. Genau darin liegt die besondere Wirkung dieser Arbeit. Sie ist nicht nur großformatig, sondern auch vielschichtig.

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Vernissage „Pixel of Rock“ von Marc Theis – 158000 Fotos der Scorpions auf einer 20 x 5 m großen Collage im Peppermint Park in Hannover am 20.03.2026 © Ulrich Stamm

Für Marc Theis ist „Pixel of Rock“ weit mehr als ein technisches oder dekoratives Großprojekt. Es ist eine verdichtete fotografische Erzählung über eine der bekanntesten Rockbands Deutschlands und über jahrzehntelange Nähe zwischen Fotograf und Motiv. Theis hat die Scorpions über lange Zeit begleitet. Seine Aufnahmen zeigen nicht nur die öffentliche Seite einer international erfolgreichen Band, sondern tragen auch eine fotografische Handschrift, die Nähe, Timing und ein klares Gespür für Atmosphäre erkennen lässt. Regionale Berichte zur Ausstellung beschreiben diese langjährige Verbindung ausdrücklich als Grundlage des Projekts. Gerade deshalb wirkt „Pixel of Rock“ nicht wie eine nachträgliche Kompilation, sondern wie das Ergebnis einer kontinuierlichen, gewachsenen fotografischen Arbeit. 

Dass für das Mosaik ausschließlich bisher unveröffentlichte Konzertfotos verwendet wurden, verleiht dem Werk eine zusätzliche Bedeutung. In einer Zeit, in der nahezu alles fotografiert, geteilt und in Sekundenschnelle verbreitet wird, besitzt das Unveröffentlichte eine besondere Qualität. Es geht hier nicht um bereits bekannte Pressebilder oder ikonische Standardszenen, sondern um einen fotografischen Schatz, der bislang nicht öffentlich gezeigt wurde. Genau das macht „Pixel of Rock“ auch aus journalistischer und kulturhistorischer Sicht interessant. Die Collage ist nicht nur groß, sondern eröffnet zugleich einen neuen Blick auf das visuelle Archiv einer Band, deren Geschichte eng mit Hannover und weit darüber hinaus mit der internationalen Rockmusik verbunden ist.

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Vernissage „Pixel of Rock“ von Marc Theis – 158000 Fotos der Scorpions auf einer 20 x 5 m großen Collage im Peppermint Park in Hannover am 20.03.2026 © Ulrich Stamm

Auch die Zusammenarbeit mit Tobias Schreiber ist für das Projekt zentral. Laut den vorliegenden Informationen entwickelte er die finale Struktur des Werkes und setzte das Mosaik technisch um. Dabei bewegte sich das Projekt nach Angaben der Beteiligten an den Grenzen des technisch Machbaren, sowohl wegen der enormen Datenmenge als auch wegen der nötigen Druckqualität in dieser Größe. Medienberichte sprechen zudem davon, dass die komplexe Struktur des Mosaiks mithilfe leistungsfähiger Rechentechnik berechnet wurde. Damit steht „Pixel of Rock“ beispielhaft für eine Form zeitgenössischer Fotokunst, die klassisches Bildmaterial mit digitaler Präzision und großformatiger Präsentation verbindet. 

Bemerkenswert ist zudem, dass das Werk nicht losgelöst im Raum steht, sondern in eine umfassendere Ausstellung eingebettet ist. Auf der offiziellen Projektseite und in aktuellen Berichten wird „Pixel of Rock“ als Herzstück der Ausstellung „My World of Music“ beschrieben. Ergänzt wird das Mosaik durch zahlreiche weitere Fotografien von Marc Theis, darunter Konzert- und Musikerporträts, die Künstler aus unterschiedlichen Genres und Jahrzehnten zeigen. Genannt werden unter anderem Scorpions, Snoop Dogg, Joss Stone, Norah Jones, Paul van Dyk, Ronan Keating, Fury in the Slaughterhouse und Die Toten Hosen. Die Ausstellung erhält dadurch einen größeren Rahmen: Sie ist nicht nur ein Scorpions-Projekt, sondern zugleich eine umfassendere fotografische Reise durch die Welt der Musik. 

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Vernissage „Pixel of Rock“ von Marc Theis – 158000 Fotos der Scorpions auf einer 20 x 5 m großen Collage im Peppermint Park in Hannover am 20.03.2026 © Ulrich Stamm

Gerade für Hannover besitzt diese Ausstellung eine besondere Strahlkraft. Die Stadt ist seit Jahrzehnten eng mit den Scorpions verbunden und hat in der internationalen Rockgeschichte einen festen Platz. Dass ein Projekt dieser Größe ausgerechnet im Peppermint Park gezeigt wird, ist daher mehr als nur eine praktische Standortwahl. Die offizielle Projektseite verweist ausdrücklich darauf, dass die Scorpions dort unter anderem ihre Alben „Rock Believer“ und „Unbreakable“ aufgenommen haben. Damit wird der Ausstellungsort selbst zum Teil der Erzählung. Das Werk kehrt bildlich an einen Ort zurück, der für die Bandgeschichte von Bedeutung ist. Für Besucher entsteht dadurch eine Verbindung aus Musikort, Erinnerungsspeicher und Kunstpräsentation. 

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Vernissage „Pixel of Rock“ von Marc Theis – 158000 Fotos der Scorpions auf einer 20 x 5 m großen Collage im Peppermint Park in Hannover am 20.03.2026 © Ulrich Stamm

Die Vernissage am Freitagabend war daher nicht nur eine Einführung in eine Ausstellung, sondern vor allem ein symbolischer Moment. Wenn Rudolf Schenker, Klaus Meine und Matthias Jabs gemeinsam mit Marc Theis bei der Vorstellung eines solchen Werkes anwesend sind, wird deutlich, dass es sich nicht um irgendeine Hommage von außen handelt. Vielmehr treffen hier fotografische Dokumentation, persönliche Geschichte und künstlerische Anerkennung aufeinander. Die Anwesenheit der Bandmitglieder verlieh dem Abend eine besondere Authentizität. „Pixel of Rock“ wurde nicht nur über die Scorpions geschaffen, sondern in einem Rahmen vorgestellt, der ihre Präsenz, ihre Geschichte und ihre Verbundenheit mit dem Projekt sichtbar macht.

Inhaltlich ist das Werk auch deshalb interessant, weil es zwei Ebenen miteinander verbindet: die emotionale Kraft von Live-Musik und die Struktur moderner Bildverarbeitung. Konzertfotografie lebt vom Moment. Sie reagiert auf Lichtwechsel, Bewegung, Bühnenenergie und Ausdruck. Ein Fotomosaik dagegen verlangt Ordnung, Raster, Wiederholung und exakte Berechnung. In „Pixel of Rock“ treffen diese Gegensätze aufeinander. Das Flüchtige des Konzerts wird in ein dauerhaftes, großformatiges Kunstwerk überführt. Zugleich bleibt die Energie der Live-Aufnahmen erhalten, weil jede Kachel einen echten Moment zeigt. Genau aus diesem Spannungsverhältnis entsteht die besondere Qualität des Projekts.

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Vernissage „Pixel of Rock“ von Marc Theis – 158000 Fotos der Scorpions auf einer 20 x 5 m großen Collage im Peppermint Park in Hannover am 20.03.2026 © Ulrich Stamm

Für die Fotografie ist das ein interessantes Signal. Denn „Pixel of Rock“ zeigt, dass Konzertfotografie nicht nur dokumentieren, sondern auch neu komponieren kann. Aus einzelnen Reportage- und Bühnenaufnahmen wird eine zweite Ebene der Bildaussage erzeugt. Das Werk funktioniert als Archiv, als Komposition und als Inszenierung zugleich. Es verweist damit auch auf die gewachsene Bedeutung von Fotografie im Kulturbereich. Bilder sind heute nicht nur Begleitmaterial zu Konzerten oder Presseevents, sondern selbst Träger von Erzählung, Erinnerung und künstlerischer Form. „Pixel of Rock“ macht genau das sichtbar.

Darüber hinaus besitzt das Projekt auch einen klaren Publikumsbezug. Die offizielle Projektseite weist darauf hin, dass die einzelnen Segmente des Mosaiks als Unikate im LP-Format angeboten werden und nach der Ausstellung an Käufer verschickt werden sollen. Zudem sollen 30 Prozent der Einnahmen an die Stiftung Kinderherz gehen. Damit erhält das Werk neben seiner künstlerischen und kulturellen Dimension auch eine soziale Komponente. Kunst, Fan-Nähe und Benefizgedanke werden in einem Projekt zusammengeführt, ohne dass der künstlerische Kern dadurch verloren geht. 

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Vernissage „Pixel of Rock“ von Marc Theis – 158000 Fotos der Scorpions auf einer 20 x 5 m großen Collage im Peppermint Park in Hannover am 20.03.2026 © Ulrich Stamm

Journalistisch betrachtet liegt die Stärke der Geschichte außerdem in ihrer Anschaulichkeit. 1.000 unveröffentlichte Fotos, 158.400 Bildkacheln, 20 mal 5 Meter Größe und ein Standort mit enger Scorpions-Verbindung sind Fakten, die sofort ein klares Bild erzeugen. Solche Zahlen wirken nicht abstrakt, sondern machen die Dimension des Projekts nachvollziehbar. Gleichzeitig bleibt die Geschichte menschlich, weil sie sich nicht allein um Technik dreht. Im Zentrum stehen mit Marc Theis und den Scorpions Menschen, deren gemeinsame Geschichte über Jahre gewachsen ist. Dadurch bekommt das Projekt Tiefe und Glaubwürdigkeit.

Auch aus regionaler Sicht ist die Vernissage bemerkenswert. Hannover verfügt über eine lebendige Kulturszene, doch Projekte mit einer solchen Verbindung aus internationaler Rockgeschichte, großformatiger Fotokunst und lokaler Verankerung sind selten. „Pixel of Rock“ zeigt, welches Potenzial in kulturellen Kooperationen steckt, wenn Erfahrung, Netzwerk, künstlerische Idee und geeigneter Ort zusammenkommen. Dass aus Hannover heraus ein Projekt mit weltweitem Anspruch präsentiert wird, passt gut zur Rolle der Stadt als Musik- und Kreativstandort. Medienberichte aus der Region haben diesen Anspruch bereits aufgegriffen und das Werk als außergewöhnliches Fotokunstprojekt mit internationaler Ausstrahlung beschrieben. 

Für Besucher dürfte vor allem die doppelte Wahrnehmung reizvoll sein: zunächst der Eindruck eines gigantischen Gesamtwerks und dann die Entdeckung der vielen einzelnen Bilder, aus denen es besteht. Diese Wechselwirkung zwischen Nähe und Distanz ist eines der stärksten Merkmale des Projekts. Sie spiegelt in gewisser Weise auch das Verhältnis vieler Fans zu den Scorpions wider: eine weltbekannte Band mit großer Bühne und zugleich eine Gruppe, deren Geschichte in Niedersachsen und speziell im Raum Hannover tief verwurzelt ist. „Pixel of Rock“ bringt beides zusammen.

Unterm Strich ist die Vernissage von „Pixel of Rock“ im Peppermint Park mehr als nur eine Ausstellungseröffnung gewesen. Sie war ein kulturstarker Abend mit regionaler Verwurzelung und internationalem Klang. Marc Theis zeigt mit diesem Werk, dass Konzertfotografie weit über den klassischen Bildbericht hinausreichen kann. Gemeinsam mit Tobias Schreiber ist ein Projekt entstanden, das visuell beeindruckt, technisch herausragt und inhaltlich überzeugt. Im Beisein von Rudolf Schenker, Klaus Meine und Matthias Jabs erhielt die Präsentation zusätzliche Bedeutung, weil damit auch die unmittelbare Verbindung zwischen Werk, Fotograf und Band sichtbar wurde.

„Pixel of Rock“ ist damit nicht nur ein Mosaik aus Konzertbildern, sondern ein verdichtetes Stück Musik- und Fotogeschichte. Es vereint Dokumentation und Kunst, Nähe und Monumentalität, Hannover und internationale Rockkultur. Genau darin liegt die besondere Stärke dieses Projekts. Wer sich für Fotografie, Musikgeschichte und außergewöhnliche Ausstellungen interessiert, findet hier ein Thema, das Substanz hat und zugleich starke Bilder liefert. Die öffentliche Ausstellung läuft seit dem 21. März 2026 in den Peppermint Park Studios in Hannover und ist bis zum 31. Mai 2026 zu sehen. 

Die Sozialdemokraten aus Döhren-Wülfel wählten ihre Ratskandidaten

Kulturdezernentin Eva Bender schaute im Freizeitheim Döhren vorbei
Kulturdezernentin Eva Bender schaute im Freizeitheim Döhren vorbei

HANNOVER. Die Kommunalwahl im September wirft ihre Schatten voraus. Der hannoversche SPD-Ortsverein Döhren-Wülfel nominierte gestern Abend (19. März) im Freizeitheim Döhren seine Kandidaten für die Wahl zum Rat der Landeshauptstadt Hannover.

Die bisherige Ratsfrau Anja Schollmeyer führt die Liste an, auf Platz 2 wird Carsten Sawosch stehen, gefolgt von der früheren Bezirksbürgermeisterin Christine Ranke-Heck. Auf den weiteren Plätzen folgen: (4) Hartmut Voges, (5) Dr. Gudrun Koch, (6) Martin Nolte, (7) Joséphine Grandel und auf Platz 8 Martin Köchy.

Rechtsgültig ist die Aufstellung der Ratskandidaten aber noch nicht. Nach dem Wahlgesetz muss die Ratsliste noch auf einer Stadtwahlgebietskonferenz abgesegnet werden. Deshalb standen am gestrigen Abend auch noch Delegiertenwahlen für diese Konferenz auf der Tagesordnung.

Die Sozialdemokraten hoffen nach der Schlappe vor fünf Jahren, diesmal auch wieder ein zweites Ratsmandat für den Stadtbezirk zu ergattern. Mut machte dazu ein Überraschungsgast. Eva Bender, aktuell noch hannoversche Dezernentin für Kultur und Bildung, schaute im Freizeitheim vorbei, lobte die Spitzenkandidatin Anja Schollmeyer. Kaum sei diese in den Rat eingezogen, haben sie sich bei ihr schon vehement für einen Neubau des Stadtteilzentrums Döhren eingesetzt und nicht lockergelassen. Mit Erfolg: Gelder für ein neues Freizeitheim würden jetzt in die Finanzplanung für die Zeit nach 2030 aufgenommen.

Eva Bender ist derzeit ebenfalls im Kommunalwahlkampf unterwegs. Die SPD hat sie als Kandidatin für das Amt der Regionspräsidentin nominiert.

Kulturminister blickte hinter die Aquariumskulissen: Das Museum ist (auch) ein Zoo

Kulturminister Falko Mohrs informierte sich über den Ausbildungsberuf Tierpfleger im Landesmuseum Hannover
Kulturminister Falko Mohrs informierte sich über den Ausbildungsberuf Tierpfleger im Landesmuseum Hannover

HANNOVER. Wer hätte das gedacht: Das Niedersächsische Landesmuseum ist auch ein eingetragener Zoo. Hintergrund: die beliebten Aquarien und Terrarien der Naturwelten. Weit über 2400 Fische sollen hier hinter den dicken Glasscheiben schwimmen. Heute Morgen (18. März) war in den Unterwasserwelt des Museums ein ganz besonderer Tag. Falko Mohrs (SPD), Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, besuchte das Museum an der Willy-Brandt-Allee gegenüber dem Maschpark.

Das Interesse von Minister Falko Mohrs war auf den Ausbildungsberuf „Tierpflegerin/Tierpfleger“ gerichtet, schließlich ist derzeit die »Woche der beruflichen Bildung«. Die Woche der beruflichen Bildung rückt die Bedeutung der beruflichen Ausbildung für individuelle Lebenswege und für die Fachkräftesicherung in Niedersachsen in den Fokus. Dafür besuchen Mitglieder der Landesregierung Ausbildungsorte im ganzen Land und machen die Vielfalt beruflicher Bildung sichtbar. Als Zoo bildet das Landesmuseum schon seit vielen Jahren auch jeweils einen Tierpfleger oder Tierpflegerin aus. Die aktuelle angehende Tierpflegerin erzählte dem Minister dann auch viel über ihren Ausbildungsweg, ihre praktische Arbeit und führte ihren hohen Gast natürlich auch hinter die Kulissen des Aquariums.

Die Piranhas, so war zu erfahren, sind eigentlich gar nicht so gefährlich. Beim Zitteraal hingegen sollte Vorsicht herrschen. Sein Stromschlag kann auch einen Menschen töten.

Im Bereich des Museumsaquariums steht eine große Investition bevor. Das derzeitige Piranjabecken soll vergrößert werden, damit dort im Wasser dann Rochen schwimmen können. Die neue Scheibe ist teuer. „Wir konnten 100.00 Euro dafür einwerben“, berichtet Prof. Dr. Katja Lembke, Direktorin des Landesmuseums Hannover.

Zwei Iran-Demonstrationen in Hannover

PolizeireiterInnen am Kröpcke bei Iran-Demonstrationen in Hannover - TeilnehmerInnen der beiden unterschiedlichen Kundgebungen lieferten sich hitzige Wortgefechte
PolizeireiterInnen am Kröpcke bei Iran-Demonstrationen in Hannover - TeilnehmerInnen der beiden unterschiedlichen Kundgebungen lieferten sich hitzige Wortgefechte - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Polizei mit Großaufgebot im Einsatz


HANNOVER. Am Sonntagnachmittag (15.03.) fanden zwei Demonstrationen im Zusammenhang mit den Ereignissen im Iran in Hannovers Innenstadt statt. Eine kleinere (augenscheinlich mit Anhängern des Mullah-Regimes im Iran) und eine größere mit Gegnern des Regimes. Insgesamt sollen es mehr als 1.000 DemonstrationsteilnehmerInnen gewesen sein. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz (auch mit Kräften aus Oldenburg und Lüneburg) darunter auch PolizeireiterInnen und mindestens zwei in Bereitschaft gehaltenen Wasserwerfern. Bei einer augenscheinlich eher regimenahen Demonstration unter dem Titel „Friedensmarsch für den Nahen Osten“ wurden in der Spitze 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gezählt. Zu einer Kundgebung des deutsch-iranischen Kulturvereins hatten sich laut Polizei 850 Menschen eingefunden. Der Verein wirft dem „islamischen Regime im Iran schwere Gewaltverbrechen gegen die eigene Bevölkerung“ vor. Zwischen einzelnen Teilnehmern der beiden unterschiedlichen Kundgebungen soll es zu hitzigen Wortgefechten gekommen sein. Daraufhin sollen die Kontrahenten mittels einer Polizeikette von einander getrennt worden sein.

Frühlingsfest im Nachbarschafstreff

Am Grillstand gab es Bratwürste vom SoVD
Am Grillstand gab es Bratwürste vom SoVD

HANNOVER. Das Wetter war nicht gerade frühlingshaft, vielmehr kalt und regnerisch. Aber am heutigen Sonnabendnachmittag (14. März) hieß es trotzdem „volles Haus“ im Mittelfelder Nachbarschaftstreff. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) Hannover-Süd und der Verein geMit e.V. hatten die Nachbarn aus dem Stadtteil hier zu einem Frühlingsfest eingeladen. Es gab Bratwürste vom Grill und Kaffee und Kuchen, einen Frühlingsquiz und Kinderspiele. Politische Prominenz war ebenfalls vor Ort. Der frischgewählte neue Stadtbezirksbürgermeister Willi Lindenberg schaute zusammen mit den Fraktionsvorsitzenden der SPD im Bezirksrat Jens Schade, der Ratsfrau Anja Schollmeyer und dem Bezirksratsherrn Carsten Sawosch (alle SPD) vorbei und stand zu Gesprächen bereit.

Im Freizeitheim Döhren stellt sich die Frage „Wie entsorge ich meinen Alten?“

Hausmeisterin Hedwig Löddgen (Andrea Schäfer)
Hausmeisterin Hedwig Löddgen (Andrea Schäfer)

HANNOVER. Gestern Abend (13. März) hieß es „Vorhang auf!“ im Saal des Freizeitheims Döhren. Denn die neue Produktion des Südstädter Komöd‘chens feierte Premiere. Den Schauspielern und Zuschauern stellte sich die Frage: „Wie entsorge ich meinen Alten.“ So lautet der Titel der rabenschwarzen Verwechslungskomödie, die die Hobbyschauspieler des im Freizeitheim ansässigen Amateurtheaters auf die Bühne brachten. Alles lief wie am Schnürchen. Auch wenn Harry Lion als Dr. Kurt Ansgar Fleischmann seine Not hatte, hinter der Bühne für den nächsten Auftritt aus dem Bademantel wieder in seinen Anzug zu schlüpfen. Schließlich sollte die Hose immerhin so sitzen, dass sie nicht auf offener Bühne herunterrutschte. Hätte allerdings wohl einen zusätzlichen Lacher gegeben.

Aber es ging alles gut. Und auch der rote Vorhang bewegte sich auf Knopfdruck auf und zu. Bei der Generalprobe hatte die Mechanik noch gestreikt. Doch das Team vom Freizeitheim brachte es rechtzeitig wieder in Ordnung.

Theaterleiter Peter Gärtner schwärmt von dem neuen Stück. „Was für ein fantastischer Coup aus der Theaterschmiede Müller-Misiorny! Das Autorenduo gibt alles, um das Publikum zu begeistern“, sagt er.

Worum es in dem Spiel geht? In dem neu erworbenen Liebesnest des Zahnarztes Dr. Ansgar Fleischmann in der noblen Wohngegend Waldhausen in Hannover ist die Aufregung groß. Es kommt zu einigen absurden Missverständnissen, durch die der eigentlich hilfsbereite, aber nicht besonders clevere „Entsorger“ Karl Baldower, genannt „Rocky” (gespielt von Christian Freiberg) in große Schwierigkeiten gerät. Das Publikum spendierte dann auch nach vergnüglichen Stunden rauschenden Applaus für die Schauspieler. Zudem am Ende das Geheimnis gelüftet wurde, was eigentlich in dem großen Umzugskarton versteckt war, der regelmäßig im Bühnenbild auftauchte.

Noch fünfmal lassen sich die Abenteuer um Dr. Fleischmann mit seiner Geliebten (hinreißend gespielt von Carina Glesinski), Ehefrau Sakia (Marion Schöbel) und der sowohl dem Alkohol als auch dem Geld sehr zugetanen Hausmeisterin (Andrea Schäfer) unter der Regie von Gabriele Dragon erleben. Ach ja, eine gewisse Susi (Birgit Ehrlingspiel) taucht ebenfalls noch auf und bereitet Entsorger Rocky Probleme.

Die weiteren Aufführungstermine:

Sa 14. 03. 2026 – 16:00 h   

So 15. 03. 2026 – 16:00 h

Fr  20. 03. 2026 – 19:30 h

Sa 21. 03. 2026 – 16:00 h

So 22. 03. 2026 – 16:00 h

Jeweils im Freizeitheim Döhren An der Wollebahn 1.

Die Karten gibt es für 15,00 € im Vorverkauf (inklusive VVK-Gebühr) bei Suat Kaya Schreibwaren (direkt gegenüber U-Bahn Haltestelle „Peiner Straße“, Hildesheimer Straße 268

30519 Hannover, Tel.: 83 58 55) und für 17 Euro an der Abendkasse und online bei YesTicket.

Die ermäßigten Karten mit HannoverAktivPass sind zum Preis von 8,50 € ausschließlich an der Abendkasse bzw. nach Vorbestellung erhältlich.

Goldene Zeiten vor 3300 Jahren – Urgeschichtliche Goldhortfund von Gessel wird mit Förderung der DFG umfassend untersucht

Goldschatz von Gessel (c) Foto V. Minkus NLD (002)
Goldschatz von Gessel (c) Foto V. Minkus NLD (002)

HANNOVER. Es war die archäologische Überraschung des Jahres 2011. Die geplante Trasse der Nordeuropäischen Erdgasleitung wurde auf Artefakte aus vergangenen Tagen untersucht. Kurz vor dem Ende der Mission geschah am 7. April 2011 nahe Syke jedoch etwas völlig Unerwartetes. Jan Stammler suchte mit seinem Metalldetektor noch eine Fläche ab, als er plötzlich ein starkes Signal erhielt. Vorsichtig grub er etwas in die Erde und stieß in 60 Zentimeter Tiefe auf vorgeschichtliches Metall. Die Fundstelle entpuppte sich als Lagerplatz eines 3300 Jahren alten Goldschatzes.

Nun nach weit über einem Jahrzehnt wird dieser sensationelle Goldhortfund nun eingehend untersucht, wie es in einer Pressemitteilung des Niedersächsischen Landesmuseums heißt.

Damals ließen die Archäologen den Fundkomplex im Block abtransportiert und mit einem leistungsstarken Computertomographen durchleuchten. Landesarchäologie Henning Haßmann erinnert sich in der Pressemitteilung: „Das CT-Bild ließ keinen Zweifel, dass in dem Block zahlreiche Goldobjekte dicht beieinanderlagen.“ Die Goldfunde – darunter zahlreiche Spiralringe – konnten nach und nach freigelegt werden. Mit einem Gewicht von 1,7 kg gehört die aus 117 Teilen bestehende Entdeckung zu den größten jemals gefundenen Goldhorten der Bronzezeit in Europa. Heute werden die prächtigen Goldfunde im Landesmuseum Hannover und im Kreismuseum Syke präsentiert.

Die dicht liegenden und teilweise miteinander verbundenen Ringe sprachen für eine gleichzeitige Deponierung. Bereits in der Bronzezeit war Gold ein sehr wertvolles und gefragtes Material. Stoffreste an den Bronzenadeln erlaubten mit Hilfe der Radiokarbonmethode die Niederlegung in die Zeit um 1300 v. Chr. zu datieren. Zwar beschäftigten sich die Wissenschaftler gleich nach dem Auffinden mit dem sensationellen Schatz, doch erst jetzt – 15 Jahre später – werden die Forscher mit finanzieller Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft von einem interdisziplinären Team des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege (NLD), des Landesmuseums Hannover sowie der Universitäten Göttingen und Kiel umfassend den Fund und sein Umfeld näher untersuchen.

Bislang fehlt eine detaillierte Analyse der Funde, um Fragen zur Herstellungsweise, der Verwendung der Goldobjekte und ihrer Herkunft zu klären. Selbst das Gebiet um den Fundort ist noch nicht näher untersucht. Es sei, zu heißt es, kaum vorstellbar, dass eine so wertvolle Deponierung ohne Bezug zu einer prosperierenden Siedlung und Gemeinschaft in den Boden gelangte.

Ein wichtiges Anliegen des auf drei Jahre angelegten Forschungsprojektes ist es, die regionalen und überregionalen Beziehungen während der Bronzezeit sichtbar zu machen. Christina Krafczyk, Präsidentin des NLD, und Museumsdirektorin Katja Lembke sind hoch erfreut: „Wir sind sehr dankbar, dass wir mit finanzieller Hilfe der Deutschen Forschungsgemeinschaft den einmaligen Goldhortfund und sein Umfeld nun mit neuesten Methoden untersuchen und diesen herausragenden Teil des niedersächsischen Kulturerbes noch besser sichtbar machen können.“

Das neue Forschungsprojekt vereint verschiedene Perspektiven auf den Goldhort: Am Landesmuseum werden Rohmaterial und die Objekte eingehender analysiert, das NLD untersucht den Fundplatz und die archäologischen Denkmäler in seinem Umfeld. Die Universität Kiel geht mit botanischen Untersuchungsmethoden den wirtschaftlichen Grundlagen der bronzezeitlichen Bevölkerung nach und erforscht die lokale Landschaftsentwicklung, während die Universität Göttingen sich mit Lehrgrabungen nahe der Fundstelle einbringen wird. Der bronzezeitliche Handel ist ein Forschungsschwerpunkt am Göttinger Seminar für Vor- und Frühgeschichte und daher soll die Bedeutung von Gold als Handelsgut auf einer Tagung diskutiert werden.

Archäologisch Interessierte Laien dürfen sich auf das Jahr 2028 freuen. „Mit einer großen Abschlusstagung und einer Ausstellung sollen 2028 die Projektergebnisse und die „goldenen Zeiten“ vor 3300 Jahren der breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden“, verspricht die Mitteilung des Landesmuseums.

Das Foto ist der Pressemitteilung des Landesmuseums entnommen und stammt von V. Minkus (NLD).

Rainer Zitzke verstärkt die SPD-Fraktion – Anfrage zu Straftaten rund um den Fiedelerplatz

Vize-Bezirksbürgermeisterin Gabriele Jakob verpflichtete Rainer Zitzke als neues Mitglied im Bezirksrat.
Vize-Bezirksbürgermeisterin Gabriele Jakob verpflichtete Rainer Zitzke als neues Mitglied im Bezirksrat.

HANNOVER. Eine Einbruchsserie rund um den Fiedelerplatz beunruhigt die Döhrener. 14 Taten oder zumindest Einbruchsversuche soll es in jüngster Zeit gegeben haben. Die SPD-Fraktion griff nun die Sorgen der Geschäftsleute in einer Anfrage in der März-Sitzung des Bezirksrates Döhren-Wülfel gestern Abend (12. März) im Freizeitheim Döhren auf. „Wie erklärt sich die Stadt diese außerordentliche Zunahme von Einbruchsdiebstählen bzw. deren Versuch in einem relativ kurzen Zeitraum? Was können Stadt und Polizei tun, um Döhren wieder sicherer zu machen?“ fragte SPD-Bezirksratsherr Rainer Zitzke.

Die Antwort aus der Verwaltung ist beruhigend. Danach teile die Polizei mit, dass eine Auswertung der polizeilich angezeigten Einbrüche und Einbruchversuche in

Gewerbeobjekten rund um den Fiedeler Platz und die angrenzenden Straßen in

Hannover-Döhren für die vergangenen 14 Monate keine außerordentliche Steigerung

der Fallzahlen zeigen. „Durchschnittlich kommt es zu etwa zwei Einbrüchen beziehungsweise Einbruchversuchen pro Monat. Die Fallzahlen unterliegen jedoch monatlichen Schwankungen, wodurch zeitweise der Eindruck einer Zunahme entstehen kann, obwohl objektiv keine tatsächliche Steigerung vorliegt“, sagte Stadtbezirksmanager Sven Berger. Hinweise darauf, dass die Taten im Bereich des Fiedelerplatzes durch eine strukturierte oder organisierte Tätergruppierung begangen wurden, liegen danach derzeit nicht vor. „Sofern sich ein Kriminalitätsschwerpunkt abzeichnet, würden aber lageangepasst sowohl offene als auch verdeckte polizeiliche Maßnahmen durchgeführt.

Für Rainer Zitzke war die Anfrage der Einstand in die Bezirksratsarbeit. Der pensionierte Kriminalbeamte rückte für Antje Kellner in die Ortsvertretung nach, die aus gesundheitlichen Gründen ihr Mandat zurückgegeben hatte. Vize-Bezirksbürgermeisterin Gabriele Jakob begrüße das neue Bezirksratsmitglied mit einem Blumenstrauß.

Weshalb fehlen immer noch Wartehäuschen an den Bushaltestellen „Am Mittelfelde“ in Wülfel, wollte die CDU wissen. Gabi Jakob: „Der in diesem Jahr besonders kalte und witterungsreiche Winter hat erneut deutlich gemacht, wie unzureichend die Ausstattung der Haltestellen Am Mittelfelde ist. Wartende Fahrgäste waren über längere Zeit Kälte, Wind und Niederschlägen schutzlos ausgesetzt.“

Dazu gab es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute Meldung: „Der Ausbau der Haltestelle mit Fahrtrichtung Laatzen ist vorbehaltlich einer gesicherten Finanzierung aufgrund des noch ausstehenden Förderbescheids noch in diesem Jahr beginnend vorgesehen. Zum Ausbauvorhaben gehört ein Witterungsschutzdach und ergänzend der barrierefreie Ausbau des Fußgängerüberweges mit einem Zebrastreifen. Der Beginn der Bauarbeiten ist noch vorbehaltlich der erforderlichen Finanzierung für 2026 vorgesehen“, hieß es in der Antwort.

Für die Gegenrichtung musste Verwaltungssprecherin Annina Janz die Ortspolitiker allerdings vertrösten. „Der Ausbau von Bushaltestellen erfolgt mit Fördermitteln gemäß dem Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierunggesetz – Die für die

Durchführung dieses Gesetzes zuständige Zuwendungsbehörde verfügt in ihren Förderbescheiden für den geförderten Ausbau von Bushaltestellen eine Zweckmittelbindung von 20 Jahren, die erst

nach Abrechnung der jeweiligen Baumaßnahme beginnend wirksam wird. Daher sind Änderungen von bestehenden Bushaltestellen, die bereits schon einmal mit Fördermitteln ausgebaut worden sind, erst wieder nach mehr als 20 Jahren förderunschädlich möglich. Andernfalls sind bereits erhaltene Fördergeld wieder zurückzuzahlen. Für die Bushaltestelle Am Mittelfelde mit Fahrtrichtung Misburg besteht noch eine Zweckmittelbindung bis 2032. Eine förderunschädliche Veränderung dieser Haltestellenposition ist damit erst nach 2032 möglich.“

Einstimmig wurden daneben zwei gemeinsame Anträge von SPD und CDU von dem Gremium beschlossen. Danach wird die Stadt Hannover aufgefordert, „zeitnah eine personelle Übergangsregelung für die Begegnungsstätte Mittelfeld zu finden, die zumindest die Vermittlung der Räume auch an Dritte sicherstellt.“ In einem weiteren gemeinsamen Antrag geht es um die Verkehrssicherheit an der Ampelanlage vor dem Kindergarten Waldheim. Der Bezirksrat forderte die Stadtverwaltung auf, die Grünphase für Fußgängerinnen und Fußgänger zu verlängern sowie eine Haltelinie für den Radverkehr vor der Ampel aufzutragen eine mögliche Anpassung oder Verlegung der Radwegführung im Bereich der zu prüfen. Natascha Erdmann von der CDU begründete den Vorstoß: „Besonders zu Bring- und Abholzeiten kommt es dort regelmäßig zu gefährlichen Situationen. Die Grün-phase für Fußgänger ist sehr kurz, sodass insbesondere kleinere Kinder Schwierigkeiten haben, die Straße rechtzeitig zu überqueren. Gleichzeitig verläuft der Fahrradweg direkt an der Ampel, sodass Fahrräder und E-Bikes teilweise mit hoher Geschwindigkeit an wartenden oder querenden Kindern vorbeifahren. In den vergangenen Monaten kam es mehrfach zu Beinaheunfällen.“

Ebenfalls einmütig beschloss das Gremium einen Antrag der Grünen zur Wilkenburger Straße. Die Mittelinsel auf der Wilkenburger Straße in Verlängerung des Wülfeler Maschweges auf Höhe des Geländes des Verbands Hannoverscher Schützenvereine soll danach baldmöglichst grunderneuert werden, sodass ein gefahrloser Übergang für Fußgänger und Radfahrer möglich ist. Außerdem wüscht der Bezirksrat, dass auf der Straße Fahrradpiktogramme aufgetragen werden, die darauf hinweisen, dass auf diesem Abschnitt Radfahren erlaubt ist. Alternativ könnten aber auch ausreichend breite Rad- und Fußwege gebaut werden. Ob der Bezirksrat dies allerdings alles fordern kann, ist fraglich. Denn bei der Wilkenburger Straße handelt es sich um eine Kreisstraße, für die die Region Hannover zuständig ist.

Willi Lindenberg ist neuer Bezirksbürgermeister von Döhren-Wülfel

Mit Blumenstrauß und Amtskette: Willi Lindenberg mit seiner Vize, Gabriele Jakob
Mit Blumenstrauß und Amtskette: Willi Lindenberg mit seiner Vize, Gabriele Jakob

HANNOVER.„Willi wählen!“ war das Motto. Wilhelm (Willi) Lindenberg erzielte gestern Abend (12. März) im Freizeitheim Döhren ein fulminantes Wahlergebnis. Nur bei einer Enthaltung stimmte der Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel im Übrigen geschlossen für den 74jährigen SPD-Politiker als neuen Stadtbezirksbürgermeister. Vorgängerin Antje Kellner (ebenfalls SPD) hatte ihr Amt aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt.

Lindenberg freute sich sichtlich über das gute Ergebnis. „Das zeigt den guten Zusammenhalt im Bezirksrat“, sagte er. Die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Gabriele Jakob überreichte ihm nach der Wahl (einen Gegenkandidaten gab es nicht) nicht nur einen Blumenstrauß, sondern hängte ihm auch die schwere Amtskette des Bezirksbürgermeisters um. Die Kette hatte vor vielen Jahren Haus und Grund gestiftet.

Willi Lindenberg bedankte sich dann bei seiner Vorgängerin Antje Kellner für ihren Einsatz für den Stadtbezirk. Ein großes Dankeschön richtete er auch an Gabriele Jakob, die als Vize  während der krankheitsbedingten Abwesenheit von Antje Kellner lange die Aufgaben der Bezirksratsvorsitzenden übernommen hatte.

„Es können sicherlich nicht mehr alle Vorhaben in der verbleibenden Wahlperiode umgesetzt werden“, sagte Lindenberg in seiner Antrittsrede. „Dennoch ist es, so der neue Bezirksbürgermeister weiter, „für mich von größter Bedeutung, dass wir bei den wichtigsten Projekten am Ball bleiben und kontinuierlich daran arbeiten. Ein zentrales Projekt ist der längst überfällige Neubau des Freizeitheims. Das Freizeitheim ist ein wichtiger Ort der Begegnung und des gesellschaftlichen Miteinanders für Menschen aller Generationen. Ein moderner Neubau wird dazu beitragen, das Angebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu verbessern und das soziale Leben in unserem Stadtbezirk zu stärken. Nicht fehlen darf zudem der Neubau des Feuerwehrgerätehauses für die Freiwillige Feuerwehr Wülfel. Damit sichern wir den Brandschutz und die schnelle Hilfe im Notfall für alle Bürgerinnen und Bürger. Die Feuerwehr ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens, und die Unterstützung ihrer Arbeit liegt mir besonders am Herzen.“

Überraschender Gast: Aus dem Nachbarschaftsstadtbezirk Kirchrode-Bemerode-Wülferode war der dortige Bezirksbürgermeister Bernd Rödel in das Freizeitheim gekommen, um seinen neuen Amtskollegen ebenfalls zu gratulieren.

Voll unter Dampf

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Am Bahnhof Wernigerode können Eisenbahnfreunde die Dampfloks der Schmalspurbahnen GmbH (HSB) im regulären Betrieb erleben und Dampfloktechnik aus der Nähe bestaunen - © Fotos: Lothar Schulz 2026

HSB-Dampflokparadies in Wernigerode


WERNIGERODE. Am Bahnhof Wernigerode können Eisenbahnfreunde die Dampfloks der Schmalspurbahnen GmbH (HSB) im regulären Betrieb erleben und Dampfloktechnik aus der Nähe bestaunen. Die Strecken, die von der HSB bedient werden, sind hauptsächlich dampfbetrieben und gelten als eine überregionale Touristenattraktion. Das meterspurige Streckennetz erstreckt sich über eine Länge von 140,4 km mit 48 Haltestellen und ist ganzjährig in Betrieb. Das Netz besteht aus den drei Einzelstrecken Harzquer-, Selketal- und Brockenbahn. Das Unternehmen, das etwa 260 MitarbeiterInnen beschäftigt, verfügt über 31 Lokomotiven (davon 15 betriebsfähig) und 10 Triebwagen (davon 9 betriebsfähig). Von einer Aussichtsplattform auf dem Bahnsteig für die HSB-Züge im Bahnhof Wernigerode hat man eine gute Übersicht über das Bahngelände mit Bekohlungsanlage, Drehbühne, Lokschuppen und Gleisanlagen. Wer noch mehr von Dampfloks, Dampfloktechnik und die historische Bedeutung der Dampflokomotiven erfahren möchte, sollte die Dampflokwerkstatt besuchen. Der Erlebnisbereich im Inneren der Werkstatt bietet viele spannende Einblicke, die durch den im Jahr 2024 neu geschaffenen Außenbereich ergänzt werden.