LAATZEN / BERLIN. Drei Tage geballte politische Informationen: Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Miersch hatte eine Besuchergruppe aus seinem Wahlkreis im Süden der Region Hannover eingeladen, seine Wirkungsstätte in Berlin näher kennenzulernen. Natürlich fehlte bei dem dichtgedrängten Programm ein Besuch des Reichstagsgebäudes inklusive seiner gläsernen Kuppel nicht. Daneben konnte die Reisegruppe aus dem Süden Hannovers aber auch die Luft im Plenarsaal des Bundesrates schnuppern und sowohl das Bundespresseamt als auch das Bundesfinanzministerium näher erkunden. Natürlich gab es zudem allgemeine touristische Programmpunkte und so gewannen die hannoverschen Gäste außerdem Einblicke in das Museum für Kommunikation und besuchten das Schloss Schönhausen. Obwohl Miersch erst am Abend zuvor gerade aus der Ukraine zurückgekehrt war, stand der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion am nächsten Morgen schon zu einem Gespräch mit seiner Besuchergruppe bereit. Wie sollte es anders sein. Auch für das eine oder andere Selfie mit dem bekannten Politiker war noch Zeit.
Kleines Jubiläum: Zum 20. Male wandelten die Döhrener auf den Spuren der Stadtteilkultur
HANNOVER. Zwei Tage lang wurde bei schönstem Spätsommerwetter in Döhren wieder kulturgelustwandelt. Und es war ein rundes Jubiläum. Denn am ersten Septemberwochenende 2025 lud die Kulturinitiative Döhren-Wülfel-Mittelfeld (KI) nunmehr bereits zum 20. Male alle Menschen ein, den Stadtteil einmal aus ganz anderer Sicht kennenzulernen.
Mehr als 23 Angebote pro Tag wies das Faltblatt für den gestrigen Sonnabend und den heutigen Sonntag (7. September) aus. Es wandelten Alphornbläser durch die Straßen, im Garten von Verena Tschira und Christian Vogel wurde zum Thema „Horror und Hortensien vorgelesen, Kränze und Halsketten wurden hergestellt, das Straßenbahnmuseum am Üstra-Betriebshof öffnete seine Pforten und an vielen Orten gab es Musik für jeden Geschmack. Höhepunkt war das Kulturpicknick auf dem Fierdelerplatz am Sonntagnachmittag. KI-Vorsitzende Maria Hesse konnte dazu wieder die Musiker der Band Black-X-H begrüßen, die wie schon im vergangenen Jahr gute Laune und eine tolle Stimmung in Döhrens gute Stube brachten. Und wer seinen gefüllten Picknickkorb zu Hause vergessen hatte, der musste nicht hungern. Ein ukrainischer Verein servierte leckere Spezialitäten aus der fernen Heimat.
Ausstellung im Sprengelmuseum: LOVE YOU FOR INFINITY
Museum zeigt Werke von Niki de Saint Phalle, Yayoi Kusama und Takashi Murakami
HANNOVER. Im Jahr 2000 schenkte die französisch-schweizerische Malerin und Bildhauerin Niki de Saint Phalle (1930–2002) dem Sprengel Museum Hannover mehr als 400 ihrer Werke. Aus Anlass des 25. Jahrestages dieser Schenkung präsentiert das Sprengel Museum Hannover vom 6. September 2025 bis 14. Februar 2026 erstmals die Werke von Niki de Saint Phalle,Yayoi Kusama und Takashi Murakami in einem gemeinsamen Kontextunter der Überschrift: LOVE YOU FOR INFINITY. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit enercity anlässlich des 200-jährigen Firmenjubiläums des hannoverschen Energieversorgers. Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag, den 4. September sprachen Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay, der Niedersächsischer Staatssekretär für Wissenschaft und Kultur Joachim Schachtner, die Vorstandsvorsitzende von enercity Aurélie Alemany, der Direktor und Kurator der Ausstellung Sprengel Museum Hannover Reinhard Spieler und der Stellvertretende wissenschaftliche Direktor und Kurator der Ausstellung Stefan Gronert. Nach der Einführung und Vorstellung der Ausstellung durch die RednerInnen erfolgte ein Rundgang zu den Ausstellungshighlights: Malerei, Installationen, Grafiken und Film auf über 2.000 m². Darunter Nikis ikonische Schießbilder, raumgreifende Skulpturen und selten präsentierte Arbeiten Yayoi Kusamas immersiver Infinity Room Takashi Murakamis popkulturell aufgeladene Kaikai Kiki-Welten.
„Ein Teil von mir – Narben machen (k)einen Unterschied“
Feuerwehr holt Wanderausstellung des Vereins Paulinchen nach Hannover
HANNOVER. „Paulinchen war allein zu Haus,…“ wer kennt sie nicht die gar traurige Geschichte mit dem Feuerzeug aus dem Struwelpeter? Nach eben diesem Paulinchen hat sich ein Verein benannt, der Paulinchen e.V. , der es sich zur Aufgabe gemacht hat, brandverletzte Kinder und deren Familien in jeder Phase nach einem Brandunfall zu beraten und intensiv zu begleiten. Die weitere Augabe ist die Prävention: Mit verschiedenen Kampagnen warnt Paulinchen e.V. vor den Gefahren durch heiße Flüssigkeiten, Oberflächen, Feuer, Strom, Säuren und Feuerwerkskörper. Jetzt hat die Feuerwehr Hannover eine Ausstellung von Paulinchen e.V., die im Jahr 2023 anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Vereins entstand, nach Hannover geholt. Diese Wanderausstellung „Ein Teil von mir – Narben machen (k)einen Unterschied“ ist vom 3. bis 30. September im Foyer des HannoverServiceCenters am Schützenplatz zu sehen. Gezeigt werden Porträts von heute erwachsenen Menschen, die in ihrer Kindheit Verbrennungen oder Verbrühungen erlitten haben. Im Fokus stehen Fotos der von Narben gezeichneten Körper der „Paulinchen-Kinder“ – in einer ermutigenden Art und Weise, um die eigene Stärke der Porträtierten hervorzuheben, die sie trotz oder gerade wegen ihres Unfalls besitzen. „Die Porträts zeigen, wie resilient Kinder nach solchen traumatischen Erlebnissen werden können. Zugleich wollen wir mit der gelungenen Wanderausstellung auf die oft unterschätzten Risiken von Verbrennungen und Verbrühungen hinweisen und gleichzeitig präventive Maßnahmen aufzeigen“, sagte Dr. Axel von der Ohe, Hannovers Erster Stadtrat und Dezernent für Finanzen, Ordnung und Feuerwehr zur Ausstellungseröffnung am Dienstag (02.09.). Öffnungszeiten HannoverServiceCenter, Am Schützenplatz 1 (Eingang E): montags 7.15 bis 15 Uhr, dienstags 7.15 bis 18 Uhr, mittwochs 7.15 bis 13 Uhr, donnerstags 7.15 bis 18 Uhr und freitags 7.15 bis 14 Uhr. Der Eintritt zur Ausstellung ist kostenfrei.
„Sommer im Kulturdreieck“
Eröffnungsfest von Staatsoper, Staatsballett und Schauspiel Hannover
HANNOVER. Im Kulturdreieck lässt sich der Sommer mit vielen kulturellen Highlights vom 29. August bis zum 7. September noch einmal
so richtig genießen: ob bei Open-Air-Kino auf dem Opernplatz, Hoffest im Kulturhof, 91. Herbstausstellung im Kunstverein Hannover, Livemusik auf der Sommerbühne vom Musik Kiosk der UNESCO City of Music Hannover, Tanz, Literatur oder Gesprächen. Das Eröffnungsfest der neuen Intendanzen von Staatsoper, Staatsballett und Schauspiel Hannover am 31. August fügte sich in den „Sommer im Kulturdreieck“
nahtlos ein. Die Intendanzen hatten für diesen Tag zu einem gemeinsamen Frühstück an Tischen und Bänken auf den Opernplatz eingeladen. Um 13:00 Uhr begann das schon legendäre Hoffest des Schauspiel Hannover im Kulturhof zwischen Künstlerhaus und Schauspielhaus. Die BesucherInnen des Eröffnungsfestes erwartete dann ein abwechselungsreiches Festprogramm mit Proben-Einblicken, Einblicken in die Maskenbildnerei und die Lichttechnik des Opernhauses, Szenenausschnitten, Führungen, Mitmachaktionen, Musikprogrammen, Verkäufen aus dem Fundus und vieles mehr. Nach einem Kurzfilmprogramm um 18 Uhr auf dem Opernplatz lockte das Eröffnungskonzert im Opernhaus, mit dem musikalische Höhepunkte der anstehenden Premieren und Wiederaufnahmen präsentiert wurden, mit Live-Übertragung auf den Opernplatz.
Sommerfest mit guter Laune und Bunkerführung inklusive
HANNOVER. Am letzten Augustsonnabend eines jeden Jahres steigt vor dem alten Weltkriegsbunker in der Wiehbergstraße traditionsgemäß eine Party. Die Funkenartillerie Blau-Weiß Hannover-Döhren lädt dann alle Mitglieder und Döhrener Bürger zum Funkenbiwag ein. Bratwurst und Steak vom Grill, kalte Getränke, eine Kinderolympiade und ein paar Showeinlagen stehen alljährlich auf dem Programm. Heute Nachmittag (30. August) war es wieder soweit und diesmal gehörte auch eine Führung durch den historischen Schutzbau mit seinen dicken Mauern dazu.
Hannovers erster Stadtrat und Kämmerer, Dr. Axel von der Ohe, schaute bei dem Sommerfest der Döhrener Narren vorbei. Er ließ sich auch gerne durch den Bunker führen, in dem sowohl die Funkenartillerie als auch die Döhrener Schützen ihr Vereinsheim eingerichtet haben. Etwas düster und unheimlich war das dritte Stockwerk des Betonungetüms. Das oberste Geschoss ist noch im Originalzustand erhalten. Man mag es sich gar nicht vorstellen, wie sich hier nachts verängstigte Menschen zusammendrängten, um Schutz vor den Bomben zu finden.
Entsprechend beeindruckt zeigte sich auch von der Ohe. Im Jugendraum der Schützenvereinigung spielte er dann aber wieder spontan am Krökeltisch eine Runde. Obwohl seine junge Gegenspielerin tatkräftig vom Regionsabgeordneten Angelo Alter unterstützt wurde, gelang es dem Finanz- und Ordnungsdezernenten dennoch, zwei Bälle ins gegnerische Tor zu bekommen. Dann ging es aber rasch wieder hinaus ins sonnige Tageslicht, wo schon der Musikzug der Funkenartillerie mit einer musikalischen Live-Einlage wartete.
Der Landschaftspark Nord in Duisburg
Einer der besten Stadtparks der Welt
DUISBURG. Die britische Tageszeitung The Guardian zählt den Landschaftspark Nord in Duisburg mit seinen Industrieanlagen zu den zehn besten Stadtparks der Welt. Der Park ist einer der Ankerpunkte der Europäischen Route der Industriekultur sowie der Route der Industriekultur im Ruhrgebiet. Nachdem abends die Dunkelheit hereingebrochen ist, findet hier in jedem Jahr das Stadtwerke Sommerkino der Stadtwerke Duisburg statt und zieht zahlreiche ZuschauerInnen an. Eine besondere Attraktion für die BesucherInnen des Parkgeländes in den Abend- und Nachtstunden ist die Beleuchtung der beeindruckenden Industrieanlagen. Diese werden täglich mit Einbruch der Dunkelheit (über einen Dämmerungssensor) bis 01:00 Uhr durch die farbige Beleuchtung von Jonathan Park in Szene gesetzt. Eine besondere Landmarke des Landschaftsparks ist das weithin sichtbare riesige Windrad, das über eine Schnecke das Wasser der Alten Emscher für die Bunkergärten fördert.
Beim Sommerfest im Ansgarhaus wurde es maritim
HANNOVER. Lieder von der Waterkant und der Schifffahrt: Die Leineschippers waren heute (29. August) beim Sommerfest des Ökumenischen Altenzentrums Ansgarhaus im Stadtteil Döhren zu Gast und hatten maritime Lieder mitgebracht. Zuvor hatte bereits der hauseigene Ansgarchor musikalisch etwas mehr für Landratten vorgetragen, obwohl – „Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln geh’n“ ja durchaus auch auf dem Meer spielen könnte. Natürlich gab es Kaffee und Kuchen, Grillgut mit Salat sowie kühles Eis und zum späten Nachmittag wurden noch zwei Alpakas (das ist eine südamerikanische Kamelart) erwartet, die sich zutraulich unter die Besucher des Festes mischen sollten.
Bildschön: Neues Fotoprojekt zeigt Aktfotos von Frauen über 60
HANNOVER. Die Welt ist voller schöner Frauen. Auch wenn sie heranreifen, älter werden. Ute Grahn und Barbara Schwartz wollen dies im Foto zeigen. Gemeinsam mit dem Fotografen Bert Strebe planen sie ein Buchprojekt und eine Fotowanderausstellung. Titel: „Bildschön“. Es geht um künstlerische ästhetische Aktfotografien in Schwarzweiß. Das Besondere: Alle 15 Models sind über 60 Jahre alt.
Ute Grahn: „Frauen Ü-60 machen in Deutschland ein Drittel der weiblichen Bevölkerung aus. Wir möchten mit unserem Projekt ihre Sichtbarkeit auch mehr in den Vordergrund rücken. Sie alle sollten sich selbstverständlich, selbstbewusst und stolz, gerade mit ihren Falten und Narben, zeigen können. Ihre Schönheit speist sich aus der Fülle der Erfahrungen, sowohl aus den Spuren der Freude als auch denen des Leids. Sie strahlt aus sich selbst heraus, unabhängig von Körperformen oder einer nachlassenden Hautstruktur.“ Alle Fotomodelle zeigen sich dabei „in Aktaufnahmen, mit sich und ihren Körpern im Einklang, unretuschiert, ohne „Beauty-Filter“, so Barbara Schwartz.
Zwei Jahre Arbeit stecken in diesem Projekt, berichten Ute Grahn und Barbara Schwartz. Die beiden Initiatorinnen konnten Bert Strebe, einen früheren Redakteur der HAZ, für dieses Thema begeistern. In seinem Fotostudio fertigte er die großformatigen Bildnisse von den 15 Damen, die mutig waren, sich auch im reiferen Alter hüllenlos fotografieren zu lassen.
Ab 12. Oktober werden 60 dieser Aufnahmen in der Galerie LortzingArt, Lortzingstraße 1, in Hannover ausgestellt. Die Ausstellungseröffnung ist um 16 Uhr. Ute Grahn: „Der NDR hat sein Kommen zugesagt und will berichten.“
Die Bilderschau selbst läuft bis 2. November (Öffnungszeiten: mittwochs und freitags von 16 bis 19 Uhr, sonntags von 15 bis 17 Uhr). Danach werden die Fotos auf Wanderschaft gehen. Angedacht sind weitere Ausstellungen im Bürgerhaus Brelingen in der Wedemark und dann in Hildesheim, ein genauer Ort oder Termin steht jedoch noch nicht fest.
Parallel zur Vernissage wird das gleichnamige Buch „Bildschön“ im Wehrhahn Verlag zum Preis von 24,00 Euro erscheinen (104 Seiten, 72 Abbildungen in s/w, Hardcover im Großformat 28,5 x 19,5 cm, ISBN 978-3-98859-134-0). „Es ist ein richtiges Kunstbuch“, heißt es dazu.
Finanziell ist solch ein Projekt eine Herausforderung. „Ohne Unterstützung und finanzielle Mittel geht es natürlich nicht. So konnten wir bereits u.a. den Zonta-Club Hannover und die Calenberg-Grubenhagensche Landschaft für ein Sponsoring gewinnen,“ erzählen Ute Grahn und Barbara Schwartz. Doch es werden noch weitere Sponsoren gesucht. Wer Interesse daran hat, das Projekt im Rahmen eines Crowdfunding ebenfalls zu unterstützen, findet weiter Informationen unter den folgenden Links:
Die GAF zeigt „Arbeiter der Meere“ – Rolf Nobel bereiste vier Kontinente
HANNOVER. Es war rammelvoll. Zum Glück hatte der Regen noch nicht eingesetzt und so konnten sich viele Besucher der Vernissage der Fotoschau „Arbeiter der Meere“ auch draußen vor der Tür der Galerie für Fotografie (GAF) in der lauen sommerlichen Abendluft aufhalten und die Eröffnungsreden mitverfolgen. Die Veranstalter hatten bereits mit einem erheblichen Andrang gerechnet und Lautsprecher im Fenster für eine „Außenübertragung“ postiert.
Mit der heute Abend (27. August) eröffneten neuen Fotoausstellung würdigt die GAF das fotografische Werk ihres Mitbegründers, Prof. Rolf Nobel. Er hat über viele Jahre hinweg Fischer, Werftarbeiter, Seeleute und andere Menschen, die am oder auf dem Meer arbeiten, mit der Kamera begleitet und beeindruckende Aufnahmen sowohl in Farbe als auch Schwarzweiß erschaffen. „Es ist eine Reise durch vier Kontinente“, sagte Hannovers Bürgermeisterin Monica Plate, die nicht nur die Grüße des Oberbürgermeisters überbrachte, sondern auch die Laudatio auf Rolf Nobel hielt. „Die Nähe, die Du zu diesen Menschen geschaffen hast, ist einmalig“, sagte sie und meinte: „Darauf können wir in Hannover sehr stolz sein.“
Begonnen hat alles, so erzählte dann der Fotoprofessor Rolf Nobel, vor rund 30 Jahren, als er für die Zeitschrift GEO in Asien Arbeiter einer Abwrackwerft ablichtete. Aber: „Das Meer und seine Menschen haben mich interessiert, so lange ich denke kann“, gestand Nobel.
In einer Mitteilung des GAF heißt es zu der Ausstellung: „An die Schauplätze seiner 13 Foto-Geschichten in dieser Ausstellung ist der Fotograf und Journalist Rolf Nobel als Fremder gekommen und die Menschen dort waren ihm gegenüber anfangs eher skeptisch. Sie hatten die Erfahrung gemacht, dass Journalisten sich ihr eigenes Bild von der Arbeit auf See machten und dass dies nicht immer mit ihrer eigenen Wahrnehmung übereinstimmte. Indes, überall auf der Welt, wo er seither Arbeits- und Lebenswelten fotografiert hat, hat, erlebte er so etwas wie eine »Kumpanei der Arbeit«. Und so seltsam es klingt, funktioniere sie über alle Sprach- und Kulturbarrieren hinweg, ob nun auf den Abwrackwerften im indischen Alang, den Fischerinseln in der indonesischen Sulawesisee oder bei den Lavenet-Fischern in Wales. Das lag nicht nur daran, dass er sein Essen, die Cola oder den Tabak immer mit den Menschen um ihn herum teilte. Vielmehr haben die Fischer und Arbeiter sein erkennbares Engagement beim Fotografieren zugleich als Respekt vor ihrer Arbeit verstanden. Denn er war am Ende des Tages ja fast genauso müde und verschwitzt wie sie.“
Der in dieser Ausstellung gezeigte Ausschnitt aus dem Werk von Prof. Rolf Nobel zeigt Arbeiten, die über einen längeren Zeitraum auf insgesamt vier Kontinenten entstanden sind. Erst nach und nach entstand die Idee, daraus ein größeres Projekt zu machen, und so begann Nobel, unterstützt durch das Kulturwerk der VG Bild-Kunst, weiter zu recherchieren und zu fotografieren.
Die Bilderschau ist vom 28. August bis 12. Oktober 2025, jeweils Do.-So. von 12 bis 18 Uhr in der Galerie für Fotografie, Seilerstraße. 15d, 30171 Hannover zu sehen. Der Eintritt ist frei.