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Heute vor 10 Jahren starb Günter Grass

Günter Grass vor der Hauptkirche St. Michaelis in Hamburg anläßlich der Trauerfeier für den Schriftsteller und Hamburger Ehrenbürger Siegfried Lenz am 28. Oktober 2014
Günter Grass vor der Hauptkirche St. Michaelis in Hamburg anläßlich der Trauerfeier für den Schriftsteller und Hamburger Ehrenbürger Siegfried Lenz am 28. Oktober 2014 - © Foto: Lothar Schulz 2014

Die Blechtrommel“ machte Grass zu einem international geachteten Autor


HAMBURG/LÜBECK. Der Schriftsteller, Bildhauer, Maler und Grafiker Günter Wilhelm Grass wurde am 16. Oktober 1927 in Danzig-Langfuhr, Freie Stadt Danzig, als erster Sohn des Lebensmittelhändlers Wilhelm (Willy) Grass und dessen Frau Helene, geb. Knoff,
geboren. Sein Vater war Protestant, seine Mutter Katholikin. Durch seine katholische Mutter geprägt, war Grass als Jugendlicher unter anderem als Messdiener tätig. Von der Hitlerjugend zunächst nicht gerade begeistert meldete er sich 1944 mit 17 Jahren – nach eigenen Angaben, um der familiären Enge zu entkommen – freiwillig zur Wehrmacht. Nach Einsätzen als Luftwaffenhelfer und im Reichsarbeitsdienst wurde er am 10. November 1944 im Alter von 17 Jahren als Ladeschütze zur 10. SS-Panzer-Division „Frundsberg“ der Waffen-SS einberufen. Nach einer Verwundung am 20. April 1945 bei Spremberg wurde Grass am 8. Mai 1945 bei Marienbad gefangen genommen und war bis zum 24. April 1946 in amerikanischer Kriegsgefangenschaft.

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Günter Grass vor der Hauptkirche St. Michaelis nach der Trauerfeier für den Schriftsteller Siegfried Lenz – © Foto: Lothar Schulz 2014


Sein künstlerischer Weg begann in den Jahren 1947/1948. Er absolvierte ein Praktikum bei einem Steinmetz in Düsseldorf. Von 1948 bis 1952 studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf Grafik und Bildhauerei. Seinen Lebensunterhalt verdiente er zusammen mit dem später bekannt gewordenen Maler Herbert Zangs als Türsteher im Lokal „Zum Csikós” in der Düsseldorfer Altstadt. Später verewigte er Herbert Zangs, der wie Grass im Krieg Soldat war, als eigenwilligen Maler Lankes im Roman „Die Blechtrommel”. Das Studium setzte er von 1953 bis 1956 an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin fort. Danach lebte er bis 1959 in Paris. Im Jahr 1960 zog er erneut nach Berlin wo er bis 1972 wohnte.

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Günter Grass vor der Hauptkirche St. Michaelis nach der Trauerfeier für den Schriftsteller Siegfried Lenz – © Foto: Lothar Schulz 2014


Von 1972 bis 1987 lebte er dann in Wewelsfleth in Schleswig-Holstein. Von 1987 bis zu seinem Tod am 13. April 2015 im Alter von 87 Jahren lebte Grass in Behlendorf im Kreis Herzogtum Lauenburg in der Nähe der Kreisstadt Ratzeburg, etwa 25 Kilometer südlich von Lübeck. Er starb in einem Lübecker Krankenhaus an den Folgen einer Infektion. In Lübeck befindet sich das Günter-Grass-Haus mit dem überwiegenden Teil seiner literarischen und künstlerischen Originalwerke. Das Grab von Günter Grass befindet sich
auf dem Friedhof von Behlendorf.

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Günter Grass vor der Hauptkirche St. Michaelis nach der Trauerfeier für den Schriftsteller Siegfried Lenz – © Foto: Lothar Schulz 2014


Grass’ Werk und Rolle als Autor und politischer Intellektueller war und ist Gegenstand umfangreicher Forschung sowie des Medieninteresses im In- und Ausland. Seine Popularität als Schriftsteller nutzte Grass häufig, um das politische und gesellschaftliche Tagesgeschehen öffentlich zu kommentieren. Er war häufig in Wahlkämpfen für die SPD aktiv. Seine Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und teilweise verfilmt. Im Jahr 1999 erhielt er den Nobelpreis für Literatur und wurde mit einer Vielzahl weiterer Auszeichnungen geehrt.

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Günter Grass verlässt die Hauptkirche St. Michaelis nach der Trauerfeier für den Schriftsteller Siegfried Lenz – © Foto: Lothar Schulz 2014

Die örtliche Politik feierte mit in den Frühling

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Foto: Celestina Schade

HANNOVER. Die Döhrener Geschäftsleute luden kurz vor Ostern zu ihrem Frühlingsmarkt auf den Fiedelerplatz. Auch die örtliche Politik schaute vorbei. Vize-Bezirksbürgermeisterin Gabriele Jakob, die beiden Fraktionsvorsitzenden von CDU und SPD im Bezirksrat, Natascha Erdmann und Jens Schade, sowie Bezirksratsfrau Ellen Maschke-Scheffler (CDU) stießen bei tollen Frühlingswetter am IDG-Stand mit einem Gläschen Sekt auf die schöne Jahreszeit an, genossen die wärmende Frühjahrssonne in Döhrens guter Stube.

Der Döhrener Ostermarkt heißt jetzt Frühlingsmarkt

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Hannovers Bürgermeister Thomas Klapproth (Mitte), links: Maria Hesse von der Kulturinitiative brachte ein Ständchen auf der Drehorgel

HANNOVER. Ein neuer Name, doch eine bewährte Tradition. Die Interessengemeinschaft Döhrener Geschäftsleute lädt an diesem Wochenende (12./13. April) zu ihrem Frühlingsmarkt auf den Fiedelerplatz ein. Sie setzt damit die Tradition des früheren Ostermarktes fort, Ein vielfältiges Angebot war heute in Döhrens guter Stube aufgebaut und auch morgen lockt die Budenstadt noch einmal. Unter anderem brutzelten die Narren der Funkenartillerie Blau-Weiß wieder ihre leckeren Bratwürste, gab es Honig und Wachs-Osterhasen beim Döhrener Imker Martin Weber. Deko-Artikel für das Osterfest bot auch die Vahrenheider Werkstatt für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung an, der Döhrener Nachwuchs konnte zudem ein Feuerwehrauto der Freiwilligen Feuerwehr Wülfel erkunden und sich von Mama oder Papa auch mal mit einem echten Feuerwehrhelm auf den Kopf fotografieren lassen. Am Stand der IDG selbst gab es wie üblich neben einem Gläschen Sekt auch den begehrten Eierlikör in Schokobechern zu schlürfen.

Hannovers ehrenamtlicher Bürgermeister Thomas Klapproth schaute am Sonnabend vorbei und war voll des Lobes. „Ich freue mich, hier bei Ihnen zu sein und natürlich darüber, dass uns das frühlingshafte Wetter nicht im Stich gelassen hat“, sagte er und weiter: „Ihr Einsatz für den Stadtteil verdient große Anerkennung.“

Die IDG lässt Blumen sprechen

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Der erste Pflanzkasten der IDG in der Spartaner Straße

HANNOVER. Ein kleiner Schritt für ein besseres Stadtklima und ein schöneres Döhren: Die Interessengemeinschaft Döhrener Geschäftsleute (IDG) hat einen ersten Pflanzkasten mit Frühlingsblumen aufgestellt. Die schönen Blüten verzaubern jetzt die Ecke Fiedelerstraße / Spartanerstraße in Döhren. Geplant sind aber noch weitere derartige Blumenkisten. Angefertigt wurde der Kasten von der Vahrenheider Werkstatt für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung. Hannovers ehrenamtlicher Bürgermeister Thomas Klapproth: „Die Pflanzkiste macht Döhren naturnäher, bunter und liebenswerter, Auch wenn die Pflanzkübel eher klein wirken, sie können tatsächlich einen positiven Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas leisten.“ Klapproth dankte im Namen der Stadt beim Frühlingsmarkt auf dem Fiedelerplatz den Döhrener Geschäftsleuten für ihr Engagement.

INTERSCHUTZ 2026 unter dem Motto: „Safeguarding tomorrow“

Im Mittelpunkt der INTERSCHUTZ 2026 die zunehmenden Wald- und Vegetationsbrände in aller Welt
Im Mittelpunkt der INTERSCHUTZ 2026 die zunehmenden Wald- und Vegetationsbrände in aller Welt - © Foto/Archiv: Lothar Schulz 2022

Im Mittelpunkt der Messe die zunehmenden Wald- und Vegetationsbrände


HANNOVER. Im nächsten Jahr findet in Hannover wieder die INTERSCHUTZ statt (vom 01. bis 06. Juni). Die INTERSCHUTZ ist die Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz und steht 2026 unter dem Motto „Safeguarding tomorrow“.
Mit einem neuen Veranstaltungsformat rückt die INTERSCHUTZ 2026 die zunehmenden Wald- und Vegetationsbrände in aller Welt in den Mittelpunkt des Messegeschehens. Im Rahmen eines WildfireCamp@INTERSCHUTZ stellen Experten aus dem In- und Ausland an allen sechs Messetagen innovative Möglichkeiten zur Bekämpfung und Vermeidung von Vegetationsbränden vor und diskutieren über Strategien, Wege und Möglichkeiten den Bränden frühzeitig zu begegnen oder sie im Idealfall von vornherein zu verhindern. Die Partner des WildfireCamp@INTERSCHUTZ sind Bosch Building Technologies, das Europäische Forstinstitut (EFI) und @fire – Internationaler Katastrophenschutz Deutschland e. V.. Auf der INTERSCHUTZ stehen für die Präsentationen der Partner unterschiedliche Freigeländeflächen nordöstlich der Halle 26 sowohl für kommerzielle als auch ideelle Aussteller sowie Gemeinschaftsbereiche zur Verfügung.

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Spezielles Löschahrzeug für Waldbrände suf der INTERSCHUTZ 2022 – © Foto/Archiv: Lothar Schulz 2022

„Mit dem WildfireCamp@INTERSCHUTZ schaffen wir hervorragende Bedingungen, um Entwickler, Anbieter und Einsatzkräfte zusammenzuführen“, sagt INTERSCHUTZ-Projektleiter Bernd Heinold von der Deutschen Messe. „Vor Ort erfahren Aussteller aus erster Hand, wo den Helfern der Schuh drückt, und umgekehrt können Einsatzkräfte erleben, was die Industrie an neuester Technik zu bieten hat.“ Das Wildfire Camp im Freigelände soll nach den Worten von Bernd Heinold „eine kleine INTERSCHUTZ in der INTERSCHUTZ“ werden und deren Programm attraktiv ergänzen. „Der Klimawandel gehört mit seinen negativen Auswirkungen zu den Fokusthemen unserer Weltleitmesse. Die Vegetationsbrände gehören dazu“, ergänzt Heinold. „Deshalb sind wir dankbar, dass wir ein so kompetentes Partner-Netzwerk für das WildfireCamp@INTERSCHUTZ gewinnen konnten.“

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Spezielles Tanklöschahrzeug für Waldbrände suf der INTERSCHUTZ 2022 – © Foto/Archiv: Lothar Schulz 2022

Als einer der drei Partner stellt Bosch Building Technologies den Service Wildfire Detection vor. Ein weiterer Partner ist das EFI, das Europäische Forstinstitut, das in 26 Mitgliedsländern mit 116 beteiligten Organisationen aus 36 Staaten vertreten ist, die sich in verschiedenen wissenschaftlichen Feldern betätigen. Der dritte Partner des WildfireCamps ist @fire. Als Hilfsorganisation mit einem breit gefächerten Portfolio sind sie fest in der Vegetationsbrandbekämpfung verwurzelt.

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Spezielles Tanklöschahrzeug für Waldbrände suf der INTERSCHUTZ 2022 – © Foto/Archiv: Lothar Schulz 2022

Projektleiter Bernd Heinold ist überzeugt: „Wir sind sicher, mit WildfireCamp@INTERSCHUTZ ein spannendes Angebot zu schaffen, das Lösungen für die aktuellen Herausforderungen aufzeigt und auch die Besucher begeistern wird.“

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Ein Messetermin den man sich merken sollte – © Foto/Archiv: Lothar Schulz 2022

Die Kulturinitiative besuchte das Theatermuseum

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Die Kulturinitiative Döhren-Wülfel besuchte das Theatermuseum.

HANNOVER. Wenig bekannt, aber faszinierend. Hannover verfügt über ein eigenes Theatermuseum. Die Kulturinitiative Döhren-Wülfel-Mittelfeld hatte heute (10. April) eine exklusive Führung durch die Räume im Schauspielhaus an der Prinzenstraße organisiert. Alle Teilnehmer waren tiefbeindruckt. Denn die aktuelle Ausstellung verbindet die Historie des Schauspiels und des Theaters mit der Stadtgeschichte von Hannover. Kaum zu glauben, welche Berühmtheiten einmal auf den hannoverschen Bühnen standen. Etwa Heinz Rühmann und Theo Lingen, Yvonne Georgi und Dieter Borsche.

Für an der Fotografie Interessierte besonders bemerkenswert: Rund 90 unveröffentlichte Fotografien des hannoverschen Fotografen Willi Burgdorf sind im Rahmen der derzeitigen Ausstellung zu sehen. Burgdorf dokumentierte die hannoversche Kunstszene mit seiner Kamera zwischen 1927 und 1942 und porträtierte unter anderem Joachim Ringelnatz, Dieter Borsche, Harald Kreutzberg, Theodor Lessing, Brigitte Mira, Friedrich Vordemberge-Gildewart, Hanns Krenz und Käte Steinitz.

Leider ist die aktuelle Schau nur noch bis einschließlich Sonntag zu sehen. Eine neue Ausstellung ist in Vorbereitung, jedoch wollte man trotz Nachfrage der Kulturinitiative nicht verraten, zu welchem Thema dann die Besucher informiert werden.

Wohnungsbrand in Hannover im Stadtteil Döhren

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Ein Verletzter bei Wohnungsbrand in der Suthwiesenstraße im Stadtteil Hannover-Döhren - © Fotos: Lothar Schulz 2025

Eine Person verletzt


HANNOVER. In der Suthwiesenstraße im Stadtteil Döhren geriet am heutigen Donnerstagmorgen aus noch ungeklärter Ursache eine Wohnung im 2. Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in Brand. Als die alarmierten Einsatzkräfte der Feuerwehr am Brandort eintrafen, schlugen Flammen aus den Fenstern und das Treppenhaus war verraucht. Der Bewohner der Brandwohnung hatte sich selbstständig ins Freie retten können, hatte dabei jedoch Rauchgase eingeatmet. Der Rettungsdienst kümmerte sich umgehend um ihn und untersuchte ihn. Vorsorglich wurde er zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus transportiert. Drei weitere Personen standen auf den Balkonen der angrenzenden Wohnungen und riefen um Hilfe. Sofort wurde durch die Brandschützer die Menschenrettung über die Drehleiter durchgeführt und der Löscheinsatz mit zwei Atemschutztrupps mit Strahlrohren im Innenangriff eingeleitet. Durch das schnelle Eingreifen konnte das Feuer zügig unter Kontrolle gebracht werden. Gleichwohl ist die Wohnung komplett ausgebrannt und nicht mehr bewohnbar. Aufgrund des Schadensausmaßes musste der Stromversorger enercity das Haus vom Netz trennen. Um eine eventuell erforderliche alternative Unterbringung der HausbewohnerInnen kümmert sich die Wohnungsbaugesellschaft zu der das betroffene Haus gehört. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache aufgenommen. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens liegen derzeit noch keine Erkenntnisse vor. Die Feuerwehr war mit zwei Löschzügen der Berufsfeuerwehr, Kräften der Freiwilligen Feuerwehr Wülfel und dem Rettungsdienst mit rund 40 Einsatzkräften vor Ort.

Heute vor 80 Jahren wurde Dietrich Bonhoeffer hingerichtet

Gedenkstätte für Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin
Gedenkstätte für Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin - © Foto: Lothar Schulz 2025

Der evangelische Theologe wurde nur 39 Jahre alt


BERLIN. Am 9. April 1945 wurde der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer im Konzentrationslager Flossenbürg bei Regensburg hingerichtet. Kaum ein anderer evangelischer Theologe des 20. Jahrhunderts hat so tief in Kirche und Gesellschaft hinein gewirkt wie Bonhoeffer. Geboren wurde Bonhoeffer 1906 in Breslau. Der evangelisch-lutherische Theologe wurde Mitglied der Bekennenden Kirche, die sich gegen die Hitler-treuen Deutschen Christen wendete. Von Anfang an kritisiert er das nationalsozialistische Regime für dessen Rassenpolitik. Sein leidenschaftlicher Protest gegen die Nationalsozialisten, seine aktive Rolle im Widerstand gegen Hitler, seine Bücher und sein Tod finden weit über die deutschen Grenzen hinaus Beachtung. Im Dezember letzten Jahres wurde das Bonhoeffer-Gedicht „Von guten Mächten“ 80 Jahre alt. Es ist welteit bekannt. Der siebenstrophige Text wurde oft vertont und ist vor allem aus Gesangsbüchern der evangelischen Kirche nicht wegzudenken. Das Gedicht stammt aus einem Brief Bonhoeffers, den er in der Vorweihnachtszeit (am 19.12.1944) aus dem Gefängnis an seine Verlobte und Familie schrieb. Auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin gibt es eine Gedenkstätte für Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944.

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Gedenkstätte für Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin – Grab u.a. von Klaus Bonhoeffer mit Gedenkinschrift für Dietrich Bonhoeffer – © Foto: Lothar Schulz 2025

Ein hohes Stahlprofilkreuz markiert die Gedenkstätte. Hier wurden in einem Gemeinschaftsgrab acht Männer begraben, darunter auch Klaus Bonhoeffer. Er war ein Bruder von Dietrich Bonhoeffer und ebenfalls im Widerstand aktiv. Neben den Namen der Ermordeten trägt der dort befindliche Gedenkstein auch die Namen von Dietrich Bonhoeffer und Hans von Dohnanyi, die ebenfalls von den Nazis hingerichtet wurden, deren Gräber aber unbekannt sind.

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Gedenkinschrift für Dietrich Bonhoeffer – © Foto: Lothar Schulz 2025

Heute vor 110 Jahren starb Prof. Friedrich Loeffler

Grabstein von Prof. Friedrich Loeffler auf dem „Alten Friedhof“ in Greifswald
Grabstein von Prof. Friedrich Loeffler auf dem „Alten Friedhof“ in Greifswald - © Fotos: Lothar Schulz 2025

Mediziner, Hygieniker, Bakteriologe und Begründer der Virologie


GREIFSWALD. Prof. Friedrich August Johannes Loeffler war Mediziner, Hygieniker, Bakteriologe und Begründer der Virologie. Geboren wurde Loeffler am 24. Juni 1852 in Frankfurt (Oder) als Sohn des Mediziners und Generalarztes Friedrich Loeffler und dessen Frau Emilie Mathilde, geborene Laengner. Von 1870 bis 1874 studierte Friedrich August in Würzburg und Berlin Medizin. Nach seinem Studium war Loeffler als Militärmediziner tätig, bevor er 1879 Erster Assistent an der Seite von Robert Koch am Kaiserlichen Gesundheitsamt in Berlin wurde. Er entdeckte die Erreger verschiedener Infektionskrankheiten und mit der Entdeckung des Diphtherieerregers im Jahr 1884 schuf er die Grundlage für die Entwicklung wirksamer Heilmittel und Schutzimpfungen. 1888 wurde Loeffler Professor für Hygiene an der Universität Greifswald. 1897 erhielt er den staatlichen Auftrag zur Erforschung der Maul- und Klauenseuche. Gemeinsam mit Paul Frosch identifizierte er den Erreger als ultrafiltrierbares, vermehrungsfähiges Partikel, kleiner als ein Bakterium. So schlossen sie auf die Existenz neuartiger Erreger: Viren. Loeffler und Frosch gelten damit als Begründer der Virusforschung. Loeffler gelang es, das erste Schutzserum gegen die Maul- und Klauenseuche herzustellen. Auf der Insel Riems bei Greifswald gründete er 1910 die kaiserliche Tierseuchen-Forschungsanstalt als das erste virologische Forschungsinstitut, das er bis zur Berufung zum Direktor des heutigen Robert Koch-Institutes 1913 leitete. Seit 1952 wird das Institut nach ihm als Friedrich-Loeffler-Institut bezeichnet. Seit 1997 ist der Riemser Forschungskomplex Hauptsitz des Friedrich-Loeffler-Institutes (FLI). Zu den Aufgaben des FLI gehören die Erforschung von Tierseuchen wie BSE, Maul- und Klauenseuche und Schweinepest sowie die Entwicklung von Vorsorge- und Schutzmaßnahmen, insbesondere von Veterinär-Impfstoffen, dagegen. 2006 wurde auf Riems an einem Impfstoff gegen die Vogelgrippe H5N1 geforscht. Ab 2008 wurde die Anlage erheblich erweitert und modernisiert. Loeffler wirkte über 25 Jahre in Greifswald. Er engagierte sich in der Bürgerschaft, setzte Modernisierungen für die Seuchenbekämpfung und Hygiene durch und bewirkte den Bau der Greifswalder Kanalisation. Sein Ausspruch „Und gebaut wird sie doch!“, den er den Gegnern des Kanalisationsprojektes trotzig entgegenschleuderte, wird des Öfteren zitiert. Im Jahr 1913 erhielt er die Ehrenbürgerwürde. Loeffler starb am 09. April 1915 mit 62 Jahren in Berlin. Sein Grab befindet sich auf dem „Alten Friedhof“ in Greifswald.


Karnevalisten feuerten Marathon-Läufer an

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Bei der Döhrener Funkenartilerie gab es lecker Bratwurst

HANNOVER. Es ist eine schöne Tradition: Alljährlich zum Hannover-Marathon bauen die Karnevalisten der Funkenartillerie Blau-Weiß und des Hannoverschen Carneval Clubs (hcc) am Döhrener Turm einen Stand auf, servieren heiße Grillwürste und kühle Getränke. Auch in diesem Jahr sorgten die hannoverschen Narren wieder dafür, dass den Schlachtenbummlern am Rand der Hildesheimer Straße Leib und Magen gestärkt wurde und sie mit voller Kraft die Läufer anfeuern konnten. Zwar strahlte die Sonne vom Himmel, doch der blaue Frühlingshimmel täuschte. Die Temperaturen waren mit unter zehn Grad Celsius eher etwas kühl. Da schmeckte zum Aufwärmen ein Becher heißer Kaffee vom Hannoverschen Carneval Club gleich doppelt so gut.