Nach den deutlichen Gewinnen vom Freitag ist an den wichtigsten europäischen Aktienmärkten zum Beginn der neuen Woche Ernüchterung eingekehrt. Der Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) verlor am Montag 0,74 Prozent auf 4362,38 Punkte. In Paris fiel der CAC 40 um 1,01 Prozent auf 7314,05 Zähler. Der Londoner FTSE 100 sank um 0,71 Prozent auf 7588,48 Punkte.
Den Anlegern fehle es an Montagsmotivation angesichts der Sorgen um das globale Wachstum vor der Zinsentscheidung der Bank of England, konstatierte Marktexpertin Susannah Streeter von Hargreaves Landsdown. Zudem halte die Besorgnis über die nachlassende Dynamik der chinesischen Erholung an. Sie verwies darauf, dass die US-Investmentbank Goldman Sachs ihre Prognose für das chinesische Wachstum reduzierte und die begrenzten Möglichkeiten zur Ankurbelung der Wirtschaft betonte.
Die eingetrübten Aussichten für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt versetzten den in London gehandelten Rohstoffaktien einen Dämpfer. So sackten die Papiere von Antofagasta und die von Fresnillo um jeweils mehr als zwei Prozent ab.
Im Blickpunkt standen Luftfahrtwerte anlässlich der am Montag begonnenen Paris Air Show. In Erwartung guter Geschäfte auf der Luftfahrtmesse in Le Bourget verzeichneten die Aktien der Flugzeugbauer und -zulieferer Airbus (Airbus SE (ex EADS)), SAFRAN und Rolls-Royce Kursaufschläge zwischen 0,2 und 1,7 Prozent.
Der weltgrößte Flugzeughersteller Airbus zog bereits einen Rekordauftrag an Land. Die indische Billigfluggesellschaft Indigo bestellte 500 Maschinen aus der Modellfamilie A320neo. Dies sei der größte Einzelauftrag in der Geschichte der Luftfahrt, erklärte Airbus-Verkaufschef Christian Scherer.
Die Anteilsscheine von Sartorius Stedim Biotech litten unter einer Umsatz- und Gewinnwarnung der deutschen Muttergesellschaft Sartorius (Sartorius vz) und brachen um fast 13 Prozent ein. Der Pharma- und Laborausrüster hatte seine Prognosen für den Umsatz und die Profitabilität im laufenden Jahr deutlich gesenkt. Der anhaltende Abbau von Lagerbeständen bei Kunden nach der Corona-Pandemie und die allgemeine schwache Nachfrage belasten Sartorius offenbar stärker als befürchtet.
Die Titel von AstraZeneca reagierten mit einem Kursrückgang von mehr als einem Prozent auf einen Pressebericht über Pläne des Pharmakonzerns für die Ausgliederung seines China-Geschäfts und dessen separaten Börsengang in Hongkong. Dies hatte die „Financial Times“ unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen berichtet. Das Management habe die Idee bereits vor einigen Monaten mit Bankern erörtert, als die geopolitischen Spannungen zugenommen hätten. Das Unternehmen könnte auch in Shanghai notiert werden, sagte eine der Quellen der Zeitung.
Am Montagmittag ging die Meldung zu einem PKW-Brand mit Gastank auf der BAB 7 stadtauswärts in Richtung Laatzen – auf Höhe der Raststätte Wülferode West – in der Regionsleitstelle ein. Als die Brandschützer nach wenigen Minuten eintrafen, brannte der PKW bereits großflächig. Nach rund dreißig Minuten hatten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle. Verletzt wurde niemand, bei Eintreffen der Brandschützer hatten die Insassen das Fahrzeug verlassen.
Gegen 12:50 Uhr alarmierte die Regionsleitstelle einen Löschzug der Berufsfeuerwehr und die Ortsfeuerwehr Wülferode zu einem PKW-Brand mit Gastank. Bei Eintreffen brannte ein zwanzig Jahre alter PKW bereits großflächig. Umgehend wurde ein Löschangriff aus sicherer Entfernung eingeleitet, da die Einsatzkräfte zunächst von einer Explosionsgefahr ausgehen mussten; diese wurde aufgrund einer erfolgten Druckentlastung des Gastanks nicht bestätigt. Aufgrund der andauernden Trockenheit brannten zudem angrenzende Böschungsbereiche, welche ebenfalls gelöscht wurden. Nach etwa dreißig Minuten hatten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle und leiteten einen Schaumangriff ein. Um eine weitere Brandausbreitung auf die Böschung auszuschließen, kontrollierten die Einsatzkräfte das Umfeld mittels Drohne. Die Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr waren nach ca. eineinhalb Stunden abgeschlossen. Die BAB 7 wurde während der Einsatzmaßnahmen gesperrt, was zu Verkehrsbeeinträchtigung führte.
Die Feuerwehr der Landeshauptstadt war mit 7 Fahrzeugen und rund 20 Einsatzkräften im Einsatz.
Hannover Nachrichten des Tages und aktuelle News vom 19.Juni 2023 aus dem Neuen Rathaus | Ankündigungen | Berichte | Termine
HANNOVER.
Die „Schmalstieg-Bank“ steht jetzt im Berggarten
Als Geschenk zu seinem 80. Geburtstag am 8. Juni bekam Herbert Schmalstieg, Hannovers ehemaliger Oberbürgermeister und jetziger Ehrenbürger, von der Landeshauptstadt Hannover eine Sitzbank. Seit heute (19. Juni) steht die Holzbank an Schmalstiegs Wunschort im Subtropenhof des Berggartens in Herrenhausen. Der Garten zählt zu den Lieblingsorten Schmalstiegs und seiner Frau Heidi Merk. Dr. Anke Seegert, Direktorin der Herrenhäuser Gärten, bedankte sich für die Standortwahl mit einem Orchideenstrauß.
Wasserkunst Herrenhausen: Sanierung abgeschlossen
Nachhaltigkeit pur: Pumpe läuft seit 160 Jahren mit 140 PS direkter Wasserkraft
Sanierung im Gesamtvolumen von 6,4 Millionen Euro
Hannover hat ein einzigartiges technisches Denkmal, das nach aufwändiger Sanierung nun wieder ansehnlich ist: die Wasserkunst Herrenhausen. Sie wurde vor mehr als 300 Jahren gebaut, um die Wasserspiele im Großen Garten zu betreiben. Die eigens entwickelte Technik funktioniert immer noch tadellos mit purer Wasserkraft. Zehn Jahre hat die nun abgeschlossene Sanierung gedauert, immer mehr Schäden kamen zu Tage, Hochwasser warf die Arbeiten zurück und zu guter Letzt verzögerte der Neubau der angrenzenden Fahrradrampe den Zugang.
Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf betonte bei der Einweihung am Montag (19. Juni): „Der Kraftakt hat sich gelohnt. Dank der Förderung aus Bundesmitteln, durch die Klosterkammer Hannover und die VGH-Stiftung und dank Tatkraft und Sachverstand aller Beteiligten können wir und künftige Generationen die historische Technik wieder bewundern“.
Wer hat die höchste Fontäne? Die Wasserkunst Herrenhausen verhalf Hannover zu Rang und Namen in Europa
Die Wasserkunst verhalf Hannover zu Rang und Namen in Europa, denn insbesondere die Große Fontäne war ein Statussymbol der hannoverschen Kurfürsten und Könige. Im Wettstreit „Wer hat die höchste Fontäne?“ errang Hannover 1720 den Sieg – mit Hilfe der Wasserkunst erreichte die Fontäne damals eine Höhe von 35 Metern.
Inzwischen werden die Wasserspiele mit elektrischen Pumpen betrieben und die Fontäne springt bis zu 72 Meter hoch. Die Wasserkunst dient aber nach wie vor der Regulierung des Wasserstands der Graft. Sie umgibt den Großen Garten und speist die Brunnen und Fontänen sowie die Bewässerungsanlagen der Herrenhäuser Gärten.
Laut Prof. Dr. Anke Seegert, Direktorin der Herrenhäuser Gärten, ist die Wasserkunst daher auch für die Zukunft der Gärten enorm wichtig: „Natürlich sind die Wasserspiele eine Attraktion im barocken Garten. Unverzichtbar ist die Wasserkunst aber vor allem für die Bewässerung der Pflanzen.“ Seit dem 18. Jahrhundert sind die Herrenhäuser Gärten dazu berechtigt, der Leine Wasser zu entnehmen – ein unschätzbarer Vorteil, wenn es an Regen- und Grundwasser mangelt.
Die Wasserkunst ist ein herausragendes Denkmal,hat aber auch ihre Tücken. Als Magnet für Besucher*innen ist sie aufgrund von hohen Sicherheitsauflagen nur bedingt geeignet. In dem zum Wasser hin offenen Gebäude ist ein Aufenthalt von nur wenige Personen gleichzeitig möglich, zudem sind keine kleinen Kinder zugelassen. Vorerst einmal im Monat kann die Wasserkunst besichtigt werden, Eintrittskarten sind im Vorverkauf bei den Herrenhäuser Gärten erhältlich. Für Schulklassen ist ein Besichtigungsangebot ab 2024 in Planung.
Die Wasserkunst heute
Allein von außen ist das gemauerte Gebäude mit der auffälligen Dreiturmfassade schon sehenswert. Der mittlere Hauptturm hatte die Funktion, die Große Fontäne im Blick zu behalten. Wie in alten Zeiten: Die historische Uhr ist noch vorhanden und läutet alle halbe Stunde. Das Bauwerk zeigt den Zustand ab 1860. Damals reichte ein zusätzlicher Fachwerkbau bis an den Schleusenkanal. Er wurde allerdings im Zweiten Weltkrieg zerstört und nicht wieder aufgebaut. Mit Liebe zum Detail ist der Originalzustand erarbeitet worden, bis hin zur Farbe der Fugen, die längs und quer jeweils andersfarbig sind.
Im Inneren beeindrucken vor allem die in der Egestorffschen Maschinenfabrik, der späteren Hanomag, entwickelten Pumpmaschinen. Sie werden von zwei riesigen Wasserrädern angetrieben. Sind die Maschinen in Betrieb, kann man sein eigenes Wort kaum noch verstehen. Da kann man sich gut vorstellen, dass das ursprüngliche Fachwerkgebäude von den damals fünf großen Rädern mit 40 Pumpen regelrecht „durchschüttelt“ wurde, was allerlei Verschleiß mit sich brachte. So lebte auch nicht nur der Maschinenwart, sondern auch der Schmied direkt an der Wasserkunst in 24 Stunden-Bereitschaft, da ständig etwas zu reparieren und zu warten war.
Da die Technik nicht selbst erklärend ist, präsentiert eine Ausstellung die Geschichte und Funktionsweise der Wasserkunst. Die pfiffige Kehrschlosstechnik, die bei der alten Wassermaschine die Kraftübertragung von den Rädern auf die Pumpen bewerkstelligte, ist besonders kompliziert. Ein kurzweiliger Animationsfilm macht die Technik jedoch verständlich. Zusätzlich gibt es ein Modell zu besichtigen und einen Film, der dieses Modell in Aktion zeigt – alles zu sehen in der Alten Schmiede, in der der Gang durch die Ausstellung sinnvollerweise beginnt. Die verschiedenen Etappen der Wasserkunst von 1720 bis heute sind auf großen Wandtafeln mit historischen Fotos und Zeichnungen nachzuvollziehen. Im Maschinensaal kann man sich auf einer langen Bank niederlassen, um die Maschine in Aktion zu erleben. Ein weiterer Raum ist dem Fontänen-Wettstreit und den wichtigsten Protagonisten in der Geschichte der Wasserkunst gewidmet. Der Weg durch die Wasserkunst führt weiter hinaus auf die Insel, wo die alte Schiffsschleuse, das Leine-Wehr und Relikte der historischen Pumpenkammern zu entdecken sind.
Die Sanierung der Wasserkunst
2007 wurde die marode Wasserkunst für die Öffentlichkeit gesperrt und 2011 ganz außer Betrieb genommen. Erste Voruntersuchungen ergaben Schäden an der Wehranlage und an den Mauern der nicht mehr genutzten Pumpenkammern. An der Wasserkunst selbst zeigten sich Schäden sowohl über als auch unter Wasser, vor allem an der Tragkonstruktion des Daches, an der Fassade, am Mauerwerk, an Fenstern, Holzböden und Fachwerk.
Auch das Herzstück der Wasserkunst mit Pumpen, Wasserrädern, Kurbelgestänge, Sperrtore und Schotts, aber auch teils tragende Mauern waren betroffen. Der Einfluss des in den Jahrhunderten zeitweise sehr salzreichen Wassers der Leine zeigte sich am Sandstein deutlich.
Die Sanierung der Wasserkunst erfolgte in drei Bauphasen, bei denen überwiegend im Frühjahr und Sommer gearbeitet und im Herbst wieder geflutet wurde. Mit Hilfe einer Spundwand und eines Erdwalls wurde die Baustelle trockengelegt. Umfangreiche Arbeiten zur Entschlammung – im Bereich von Wasserkunst und Schleuse, aber auch im Inneren des Gebäudes folgten. Durch die Lage im Überschwemmungsbereich haben die zahlreichen Hochwasser und die daraus resultierenden Verschlammungen immer wieder zu Bauverzögerungen geführt. Ausgeführt wurden vor allem Metall- und Schlosserarbeiten an den Wasserrädern und Pumpen, Sanierungsarbeiten an Fassade, Fenster und Türen sowie Stein- und Erdarbeiten im Unter- und Oberwasser. Auch die angrenzende Wehranlage wurde saniert. Das Dach auf dem Hauptgebäude ist neu mit Schiefer eingedeckt worden. An der Fassade wurde der weiße Anstrich entfernt, so dass nun nach historischem Vorbild eine Gliederung von Naturstein- und Putzfassade zu sehen ist. Auch die Insel wurde neu gestaltet, von hier aus ist ein barrierefreier Zugang zum Gebäude geschaffen worden.
Die zuständige Denkmalpflege war intensiv eingebunden, aber auch der Naturschutz war stets ein wichtiger Aspekt. Die Wasserkunst liegt direkt an einem Landschaftsschutzgebiet inmitten wertvoller Gewässerbereiche mit zum Beispiel dort lebenden Muscheln, die umgesetzt wurden. Im größeren Umkreis hat auch Biber einen Lebensraum gefunden. Umfangreiche Gutachten und Genehmigungen gingen allen Maßnahmen voraus, um die Sanierungsmaßnahmen so schonend wie möglich durchzuführen.
Die 2015 baulich begonnene und im Sommer 2022 abgeschlossene umfangreiche Komplettsanierung von Gebäude, Technik und Umfeld hat die Wasserkunst wieder in einen dem einzigartigen, denkmalwürdigen Zustand versetzt.
Insgesamt waren bei der Planung und Ausführung für Hochbau, Tiefbau, Wasserbau, Steinmetz-, Metall- und Holzbau sowie Außenanlagen, Konzeption und Einrichtung der Ausstellung sowie aus den Bereichen Denkmalschutz, Umweltschutz, Gewässer- und Bodenschutz über 90 Personen mit weiteren Mitarbeiter*innen aus 42 Büros und Firmen, vier Behörden sowie sechs Fachbereichen der Landeshauptstadt beteiligt. Der städtische Fachbereich Gebäudemanagement hat dabei die gesamte Sanierung betreut.
Die Geschichte der Wasserkunst
Die Herrschenden des 17. und beginnenden 18. Jahrhunderts wetteiferten miteinander in der Errichtung kunstvoller Springbrunnen, Kaskaden und Fontänen. So auch die Welfen unter Herzog Johann Friedrich, der ab 1676, direkt nach dem Bau des Schlosses, die ersten Wasserspiele errichten ließ. Mit aufwändigen Methoden und vielen Reichstalern versuchten die folgenden Generationen des Herrscherhauses, die Wasserkünste repräsentativer zu gestalten. 1700 legte der neue Fontänen-Meister Pierre La Croix ein Brunnenbecken mit 50 Meter Durchmesser für die Fontäne an und umgab den Garten mit einem Wassergraben, der Graft, die von Soldaten ausgehoben wurde. Georg Ludwig, Kurfürst von Hannover und ab 1714 auch König von Großbritannien, hatte das ehrgeizige Ziel, im Großen Garten den höchsten Springstrahl Europas steigen zu lassen – als Symbol der Macht. Es dauerte noch 20 Jahre, bis dieses Ziel endlich in erreichbare Nähe rückte. Ab 1719 wurde dafür die Leine südlich des Großen Gartens aufgestaut. Es folgte der Bau des auf Pfählen gegründeten 40 Meter langen Maschinenhauses. Fünf Wasserräder mit je 9,35 Meter Durchmesser trieben darin 20 Druckpumpen an. Sie wurden mit Kehrschlössern ausgestattet. Diese neuartige Technik sollte endlich zum Durchbruch verhelfen: 1720 sprang die Große Fontäne 35 Meter hoch – die Fontäne im berühmten Versailles erreichte nur eine Höhe von 27 Metern – somit war der jahrelange Wettkampf gewonnen und Herrenhausen hatte die höchste Fontäne der Welt.
1860 bis 1863 wurde die Wassermaschine komplett umgebaut und seither „Neue Wasserkunst“ genannt. Statt ursprünglich fünf kamen nur noch zwei Wasserräder zum Einsatz, ergänzt um eine Egestorffsche Maschinenanlage mit höherer Leistung. Die Höhe der Großen Fontäne wuchs dadurch auf fast 64 Meter an.
Seit dem Umbau als „Neue Wasserkunst“ hat es zahlreiche Sanierungen und Renovierungen des technisch anspruchsvollen Maschinengebäudes gegeben, unter anderem nach den im Zweiten Weltkrieg entstandenen Schäden. 1978 erfolgte die letzte Komplettsanierung des Gebäudes.
Zusammen mit dem Ernst-August-Kanal und einer dazugehörigen Schleuse ist die Wasserkunst ein in Deutschland und vielleicht auch in Europa einmaliges Technikdenkmal. Sie steht wie die gesamten Herrenhäuser Gärten unter Denkmalschutz.
Fördermittel
An der Finanzierung der über 6,4 Millionen Euro, die hier von der Landeshauptstadt investiert wurden, beteiligten sich der Bund über das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege, die Klosterkammer Hannover und die VGH-Stiftung.
Informationen für Besucher*innen
Die Herrenhäuser Gärten bieten einige öffentliche Besichtigungstermine in den Sommermonaten an. Dabei sind auch die Wasserräder in Aktion zu erleben (nicht am Tag des Offenen Denkmals):
Sonntag, 25. Juni, um 11 Uhr und um 13 Uhr
Sonntag, 9. Juli, um 11 Uhr und um 13 Uhr
Sonntag, 13. August, um 11 Uhr und um 13 Uhr
Sonntag, 10. September, Tag des Offenen Denkmals, Eintritt frei
Sonntag, 17. September, um 11 Uhr und um 13 Uhr
Je nach Wetterlage folgt ein Termin im Oktober. In den Wintermonaten kann die Wasserkunst nicht besichtigt werden. Das von Feuchtigkeit durchdrungene Gebäude kann nicht geheizt werden und empfindliche Ausstellungsstücke werden in diesen Monaten geschützt.
Aus Sicherheitsgründen darf sich zeitgleich nur eine begrenzte Personenzahl in der Wasserkunst aufhalten. Besucher*innen müssen daher vorab ein termingebundenes Ticket an den Kassen oder im Online-Ticketshop der Herrenhäuser Gärten erwerben. Der Eintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Kinder unter 12 Jahren und Haustiere dürfen nicht in die Wasserkunst mitgenommen werden.
Weitere Informationen sind telefonisch unter der Rufnummer 0511/168-34000 oder im Internet unter herrenhausen.de erhältlich.
Fahrradstraßen in der Südstadt werden verbessert
Derzeit überprüft die Landeshauptstadt Hannover alle Fahrradstraßen. Nachdem eine Prüfung und Verbesserung bereits in Mitte erfolgt ist, ist nun Südstadt-Bult an der Reihe. Dort liegen die meisten Fahrradstraßen Hannovers.
Die Überprüfung geht zurück auf ein Urteil des Verwaltungsgerichtes im Herbst 2021. Damals wurde festgestellt, dass die Kleefelder Straße dem Radverkehr nicht genug Vorteile bietet, um als Fahrradstraße deklariert zu werden. Daraufhin hat die Verwaltung die gerichtlich festgehaltenen Standards in der Kleefelder Straße umgesetzt und nimmt nun alle Fahrradstraßen der Landeshauptstadt in den Blick – sowohl hinsichtlich der verkehrsbehördlichen Anordnungen als auch der planerischen Rahmenbedingungen.
Nachdem bereits für die Stadtbezirke Mitte und Linden/Limmer die Ergebnisse in den Gremien vorgestellt wurden, ist für die kommende Sitzung des Stadtbezirksrates Südstadt-Bult die Präsentation der Ergebnisse vorgesehen. In diesem Bezirk wurden insgesamt acht Einzelstraßen, aber z. B. mit der Meterstraße/Alte Döhrener Straße auch ganze Straßenzüge untersucht. Im Ergebnis werden im Wesentlichen Markierungs- und Beschilderungsmaßnahmen sowie verkehrslenkende Maßnahmen zur Reduzierung des Kfz-Verkehrs und dessen Flächenansprüchen in den Fahrradstraßen erforderlich. Dazu gehört es auch, in Teilbereichen die Zahl der heute vorhandenen Stellplätze zu reduzieren. Bauliche Maßnahmen sind in Einzelfällen erforderlich.
Zu dem Vorgehen sagt Stadtbaurat Thomas Vielhaber: „Wir heben die Fahrradstraßen in Hannover auf ein neues Niveau. Wir wollen möglichst viele Menschen motivieren, im Alltag aufs Rad umzusteigen. So macht Radfahren Spaß, hilft dem Klima, macht das Leben in der Stadt angenehmer und ist auch für die Gesundheit sinnvoll.“
Für die Umsetzung der Ergebnisse ist es erforderlich, in Teilabschnitten Stellplätze aufgrund von ansonsten für Fahrradstraßen zu geringer Fahrgassenbreite zu entfernen. Im Rahmen dieses Prozesses wurde auch geprüft, ob bei halbhohem Parken – wie es derzeit stattfindet – die angrenzenden Gehwege breit genug sind. Wo weitere Fahrradabstellmöglichkeiten in den Fahrradstraßen gebraucht werden, werden diese nun installiert. Bei positiver Prüfung sollen zukünftig einzelne Stellplätze entfallen und auf den frei werdenden Flächen neue Fahrradbügel installiert werden. Insbesondere in Einmündungsbereichen von Kreuzungen kann so das Zuparken der Eckausrundungen wirksam verhindert und die Sichtbeziehungen in diesen Bereichen deutlich verbessert werden. Dies kommt in erster Linie Kindern und Fußgänger*innen als schwächste Verkehrsteilnehmer*innen zu Gute.
Im Straßenzug Meterstraße/Alte Döhrener Straße ist es darüber hinaus erforderlich, den Kfz-Durchgangsverkehr durch den Einsatz von Modalfiltern zu unterbinden, um einen deutlichen Sicherheitsgewinn für den Radverkehr zu erzielen und die Konflikte bei der Nutzung der Fahrradstraßen zu minimieren. Mit Modalfiltern wird sichergestellt, dass Autos an Kreuzungen abbiegen müssen, Radfahrer aber geradeaus weiter fahren können. Mit diesem Element wurden in der Edenstraße bereits hervorragende Ergebnisse erzielt.
Mit diesen Maßnahmen soll ein wichtiger Beitrag zur Förderung des Radverkehrs geleistet werden, um so weitere Bevölkerungsgruppen zum Umstieg auf das Fahrrad als klimaneutrales Verkehrsmittel zu animieren. Details der Planung können Sie der Drucksache 1415/2023 entnehmen:
Weitere Ergebnisse aus der Überprüfung in anderen Stadtbezirke werden in den nächsten Monaten sukzessive vorgestellt.
Bürgerämter am Mittwoch geschlossen
Der Fachbereich Öffentliche Ordnung im HannoverServiceCenter (Am Schützenplatz 1) ist am Mittwoch (21. Juni) nur stark eingeschränkt erreichbar. Darüber hinaus bleiben alle Bürgerämter an diesem Tag geschlossen. Spontanbesucher*innen werden gebeten, auf einen anderen Tag auszuweichen. Vereinbarte Termine werden, sofern sie nicht verlegt wurden, wahrgenommen. Grund der Einschränkungen, die auch die telefonische Erreichbarkeit einschließen, ist eine Personalversammlung.
„Stark ohne Gewalt“ – eine Plakataktion des Jugendschutzes/Straßensozialarbeit der Landeshauptstadt Hannover
Im Rahmen ihres Jahresthemas „Gewaltprävention“ werden ab sofort vom Jugendschutz/Straßensozialarbeit der Landeshauptstadt Plakate mit dem Text „Stark ohne Gewalt. Mit Respekt, Toleranz und Empathie“ veröffentlicht. Ziel der Plakataktion ist, Gedanken und Diskussionen darüber anzuregen, wie gewaltfreier Umgang miteinander möglich ist, nämlich, indem sich Menschen mit gegenseitigem Respekt, mit Toleranz und Einfühlung begegnen.
Ferner soll die Plakataktion zeigen, wie wichtig Zivilcourage ist. Die sich gegenseitig haltenden Hände symbolisieren Gemeinsamkeit und Solidarität, sich ohne Gewalt gegen Gewalt zu stellen. Dies ist typisch für Zivilcourage – sich der eigenen, gemeinsamen Kraft und dem eigenen Mut bewusst werden und sich nicht einschüchtern zu lassen.
Deshalb richtet sich die Plakataktion an alle, unabhängig von Alter, Geschlecht und Herkunft. Das Ziel ist ein Beitrag für ein soziales Klima, in dem Konflikte friedlich und konstruktiv gelöst werden. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollen einen respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander pflegen. Alle Menschen sollen sich sicher fühlen können.
Verteilt werden die Plakate an Jugendeinrichtungen, Schulen, Behörden und Dienststellen. Ergänzend wird es als kurzer Videoclip im üstra-Fahrgastfernsehen gezeigt.
Das Jahresthema zur Gewaltprävention des Jugendschutzes ist im April mit Theater-Schulvorstellungen gestartet und wird nach der Plakataktion mit einer Spontanaktion im öffentlichen Raum fortgesetzt, sowie einem noch in Planung befindlichen Abschluss im Oktober / November.
Der neue Name spiegelt die Internationalisierung des Geschäftsportfolios und die globale Sichtbarkeit der Marke DHL wider
BONN.
Das weltweit führende Logistikunternehmen Deutsche Post DHL Group hat heute angekündigt, den Konzernnamen zum 1. Juli 2023 in „DHL Group” zu ändern. Der neue Name spiegelt den Wandel wider, den die Gruppe in den vergangenen Jahren durchlaufen hat und trägt der Fokussierung auf nationale und internationale Logistikaktivitäten als Motor für künftiges Wachstum Rechnung.
„In den letzten zehn Jahren haben sich die Megatrends Globalisierung, E-Commerce, Digitalisierung und Nachhaltigkeit sehr positiv auf unser Geschäft ausgewirkt und werden dies auch weiterhin tun. Sie haben uns in vielen Bereichen neue Wachstumschancen eröffnet“, sagt der Vorstandsvorsitzende Tobias Meyer. „Heute sind wir eines der internationalsten Unternehmen der Welt. Der Name DHL Group und die Verwendung des DHL-Logos für den Konzern vollzieht die Entwicklung der Geschäftstätigkeiten unseres Unternehmens nach, welches außerhalb Deutschlands fast nur die Marke DHL verwendet, die auch im Inland immer weiter an Bedeutung gewinnt.“
Bereits jetzt stammen über 90 % des Umsatzes der Gruppe aus Geschäften, die unter der Marke DHL firmieren, darunter das DHL-Paketgeschäft in Deutschland.
Die starken Marken Deutsche Post und DHL bleiben unverändert
Die Marken Deutsche Post und DHL werden in Deutschland wie bisher weiterverwendet. „Wir sind sehr stolz auf die Tradition der Deutschen Post, ihr reiches Erbe und ihre Geschichte, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht“, sagt Tobias Meyer. „Wir schätzen die Marke Deutsche Post und werden sie im gemeinsamen Branding mit DHL weiterhin nutzen. Wir bleiben „Die Post für Deutschland“.
Die DHL-Unternehmensbereiche werden mit einer Ausnahme weiterhin unter ihren bisherigen Namen firmieren: Der Konzern wird zum 1. Juli auch den Namen des Unternehmensbereichs DHL eCommerce Solutions vereinheitlichen und vereinfachen, dessen operative Einheiten in einigen Ländern auch unter „DHL Parcel“ firmieren. Zukünftig wird der Unternehmensbereich einheitlich DHL eCommerce als Namen verwenden.
Diese Umbenennung hat keinen Einfluss auf das Serviceangebot der Unternehmensbereiche: Der Konzern wird weiterhin eine breite Palette von E-Commerce-bezogenen Logistikdienstleistungen in allen Geschäftsbereichen anbieten und weiter in diese investieren – wie zum Beispiel Inbound-Logistik, Fulfillment ebenso wie Express-, Paket- und Retourenservices.
Börsenkürzel wird zu DHL
Der neue Konzernname hat keine Auswirkungen auf den Namen der börsennotierten Konzernobergesellschaft, die weiterhin Deutsche Post AG heißt. Das Börsenkürzel, das derzeit ‚DPW‘ lautet, wird in ‚DHL‘ geändert, um das globale Portfolio des Unternehmens besser an den Finanzmärkten zu positionieren und die starke Bekanntheit der Marke DHL auch dort zu nutzen.
Die Änderung des Konzernnamens hat keine Auswirkungen auf die Namen oder Eigenschaften der Rechtsträger des Konzerns, insbesondere der Deutsche Post AG, oder auf die internen und externen Beziehungen zu diesen Einheiten.
Der Konzern wird den Namen DHL Group ab dem 1. Juli 2023 in der Kommunikation und Präsentation nach innen und außen nutzen. Das Re-Branding einiger physischer Assets wird erst im Laufe der Zeit erfolgen, um zusätzliche Kosten zu vermeiden.
Live auf der Gilde Parkbühne Hannover am 13. August 2023 – VVK ab 21.Juni 2023
HANNOVER.
Ein schräger Sommer steht bevor: Der Kabarettist und Menschenfreund Gerhard Polt, die drei subversiv musizierenden Well-Brüder Michael, Stofferl und Karli und Die Toten Hosen gehen noch einmal gemeinsam auf eine ihrer äußerst rar gesäten Tourneen. Zu allem Überfluss handelt es sich diesmal überwiegend um Open Air-Veranstaltungen in einer für diese Konstellation noch nie dagewesenen Größenordnung.
Wenn die bayrischen Freigeister auf die im Punkrock verwurzelten Rheinländer treffen und ihre jahrzehntelange Freundschaft zelebrieren, ist kein normales Konzert zu erwarten. Stattdessen wird ein obskurer Mix aus Satire, Chaos, Kleinkunst, Rock ’n‘ Roll und Volksmusik jegliche Grenzen sprengen.
Während bei frühen gemeinsamen Vorführungen vor allem die vermeintlichen Gegensätze beider Seiten Thema waren und jeder seinen Stiefel durchzog, ist über die Jahre immer mehr zusammengewachsen, was zusammengehört. Alle spielen bei allen mit, man zieht das Ding wirklich zusammen durch. In den besten Momenten wirkt es fast schon homogen, wie sich hier kollektiv aufs Glatteis begeben wird: Polt und die Well-Brüder öffnen sich der Rockmusik, dafür beschränken die Hosen sich auf akustische Instrumente und machen jeden bayerischen Mundart-Wahnsinn mit. Man respektiert sich, auch wenn man sich nicht immer versteht. Intern wurde diskutiert, ob es sich bei alldem eigentlich um kulturelle Aneignung handelt. Das Ergebnis: Kann schon sein, aber vor allem ist es eine Zumutung.
Der Hauptgrund für die „Forever“-Tour besteht darin, dass Polt und die Well-Brüder unbedingt noch mal Nightliner fahren wollen. Als der Tourzeitraum vereinbart war, wurde zunächst stundenlang darüber debattiert, was gegessen und getrunken werden soll. Eine angemessene Verpflegung geht den Anarchos aus Oberbayern seit jeher über alles. Sie waren trotzdem einverstanden, als die Toten Hosen zaghaft nachfragten, ob für die Konzerte denn auch noch geübt werden solle.
Der Plan sieht vor, ein gänzlich neues gemeinsames Bühnenprogramm zu entwickeln – falls genug Zeit dafür ist. Denn zwar soll dieser Tage tatsächlich im bayrischen Hinterland geprobt werden, doch freuen sich alle Beteiligten auch sehr auf die angrenzende Tennisanlage, die sicherheitshalber für alle Übungstage gemietet wurde. Sich auf die kommenden Veranstaltungen vorzubereiten, als handele es sich um eine herkömmliche Tour, scheint ohnehin ein löblich optimistisches, aber hoffnungsloses Vorhaben: Aus Erfahrung kann davon ausgegangen werden, dass vor allem der Calvados über Wohl und Wehe der Konzertabende entscheiden wird. Die Verköstigung dieses französischen Apfelbranntweins, der laut Gerhard Polt keinen Kater verursacht, ist als Tourritual nicht mehr wegzudenken. Je nach Timing und Dosierung kann das Inspiration oder Falle sein – es dürfte spannend werden.
Polt, die Well-Brüder und die Toten Hosen: Das ist eine Seelenverwandtschaft, die nur auf den ersten Blick überrascht. Als die Hosen 1986 erstmals auf die Well-Brüder (damals noch als Biermösl Blosn) stießen, beim legendären Anti-WAAhnsinns-Festival in Wackersdorf, erkannten sie direkt: Das waren Punks mit anderen Mitteln. Beide Gruppen waren Außenseiter inmitten der Deutschrock-Elite, sie verbündeten sich, spielten gegeneinander Fußball. Der Grundstein für eine bemerkenswerte und spektakuläre Freundschaft war gelegt. Schnell stieß der Well-Wahlbruder Gerhard Polt dazu, bereits seit den frühen Achtzigern mit seiner subversiven Fernsehsatire ein Idol für die Hosen. Im Laufe der Zeit kam es zu zahlreichen unvergesslichen Zusammenarbeiten, im Studio und auf der Bühne. Diese Verbindung zwischen Düsseldorf und Bayern besteht seit fast 40 Jahren und ist nicht mehr aus der Welt zu schaffen. Das neue Bühnenprogramm „Forever“ kann als gegenseitige Liebeserklärung verstanden werden.
„Hurra, endlich Ferien!“, jubeln Die Toten Hosen über die anstehende gemeinsame Zeit. Gerhard Polt unterstreicht: „Die Gleichverschiedenheit in unserer Zusammenballung verleiht uns die Pekularität!“ Und die Well-Brüder zeigen sich ebenfalls zuversichtlich: „Uns ist es eine große Freude und Ehre mit unseren Freunden von den Toten Hosen und dem Gerhard noch einmal auf Tour zu gehen. Mit Begeisterung und Respekt werden wir uns unsere Kulturen gegenseitig aneignen, und wir werden nicht Halt machen beim Volumen unserer Trinkgläser: Von 0,2 bis zu einer Maß, alles ist möglich! Weil wir Freunde sind! Forever!“
Der Vorverkauf startet am 21.06.23 um 17 Uhr exklusiv unter www.dth.de
Gerhard Polt, die Well-Brüder & Die Toten Hosen „Forever“ Eine kulturelle Aneignung Zumutung
14.07.2023 Schliersee – Schliersee´r Bauerntheater 18.07.2023 Freiburg – ZMF 19.07.2023 Altusried – Allgäuer Freilichtbühne Altusried 21.07.2023 Spalt – Open Air am Brombachsee 22.07.2023 Jena – Kulturarena Jena 24.07.2023 Gelsenkirchen – Amphitheater 26.07.2023 Hamburg – Stadtpark 27.07.2023 Berlin – Admiralspalast 29.07.2023 Oberschleissheim – Schloss Oberschleissheim 30.07.2023 Oberschleissheim – Schloss Oberschleissheim 09.08.2023 AT-Wien – Theater im Park 10.08.2023 AT-Wien – Theater im Park 12.08.2023 Dresden – Junge Garde 13.08.2023 Hannover – Gilde Parkbühne 15.08.2023 Stuttgart – SpardaWelt Freilichtbühne
Vier Schulen aus vier deutschen Städten treten in einem Quiz gegeneinander an. Aus Niedersachsen dabei: Die IGS Langenhagen
HANNOVER.
Die IdeenExpo geht neue Wege. Zum ersten Mal lässt sie in einem großen Live-Quiz vier Schulen in vier Bundesländern zeitgleich gegeneinander antreten. Bei der Show „Grips Giganten“ werden bundesweit rund 600 Schülerinnen und Schüler ihr Wissen in den Bereichen MINT, Klimaschutz und Wirtschaft live miteinander messen. Für Niedersachsen geht dabei am 30. Juni die IGS Langenhagen an den Start. „Wer bringt schon DJs, Berufsorientierung und MINT-Themen gleichzeitig in eine Show, wenn nicht wir? Ein Jahr vor der IdeenExpo hier in Hannover wollten wir einmal etwas ganz Neues ausprobieren. Und wir wollen damit auch die bundesweite Bedeutung der IdeenExpo deutlich machen“, sagte Dr. Volker Schmidt, Aufsichtsratsvorsitzender der IdeenExpo.
Bei dem Event, das den Titel „Grips Giganten“ trägt, treten neben der IGS aus der Region Hannover noch Schulen aus Hamburg, Frankfurt (Oder) und Friedrichshafen gegeneinander an. Es gibt insgesamt Preisgelder im Wert von 10.000 Euro zu gewinnen. Das zentrale Event in Langenhagen wird auf der Website der IdeenExpo live gestreamt. „Die Show dauert rund 75 Minuten. Und wir sind mit Kameras bei allen Veranstaltungen dabei, schalten immer wieder live alle vier Standorte zusammen. Am Ende werden wir wissen, in welcher deutschen Stadt die Grips Giganten 2023 zu Hause sind“, freut sich Dr. Schmidt.
Die Show selbst ist nicht die einzige Neuerung. „Wir werden zum ersten Mal die brandneue IdeenExpo-App nutzen“, kündigt Dr. Schmidt an. In der neuen App, die nach der Show ab August bei der IdeenExpo-Roadshow ständig im Einsatz sein wird, können Schülerinnen und Schüler ihr Wissen testen, im Quiz gegeneinander antreten und Preise für ihre Schulklassen gewinnen. „Wir wollen jungen Menschen einmal mehr die Möglichkeit geben, mit dem Thema MINT auf eine Art und Weise in Kontakt zu kommen, die Spaß macht. Und unsere Hoffnung ist, dass Schülerinnen und Schüler durch die Quiz-Fragen und ihre Antworten auch etwas über ihre eigenen Stärken lernen“, so der Aufsichtsratsvorsitzende. „Für uns gehören MINT, Berufsorientierung und Spaß zusammen.“
Diese Schulen sind dabei: Beim Schul-Quiz am 30. Juni treten von 9 bis 10.15 Uhr Schülerinnen und Schüler aus vier Schulen in vier Städten gegeneinander an. Es richtet sich an Jugendliche aus den Klassenstufen 8 bis 13. Neben den Jugendlichen der IGS Langenhagen sind dabei:
In Frankfurt (Oder) das Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium
In Friedrichshafen die Claude-Dornier-Schule
In Hamburg die Schule Stübenhofer Weg
Hinweis: In Friedrichshafen findet die Veranstaltung nicht in der Schule selbst statt, weil am möglichen Veranstaltungsort derzeit Flüchtlinge Unterkunft gefunden haben. Um der Schule dennoch die Teilnahme zu ermöglichen, hat die IdeenExpo einen Saal der Zeppelin-Universität angemietet. Dort findet das Event in Friedrichshafen statt.
Als sich der IGS Langenhagen die Gelegenheit geboten hat, am Schul-Quiz der IdeenExpo teilzunehmen, musste die Schulleitung nicht lange nachdenken – sie war begeistert von der Idee. „Viele unserer Schülerinnen und Schüler haben in den vergangenen Jahren die IdeenExpo auf dem Messegelände besucht und sind jedes Mal begeistert zurückgekehrt. Das nun die IdeenExpo live zu uns in die Schule kommt und Schülerinnen und Schüler am Wissensquiz teilnehmen, um sich mit Jugendlichen dreier anderer Schulen in Deutschland messen zu können, ist natürlich ein ganz besonderes Highlight“, sagt Lehrer Bernd Rittmeier und ergänzt: Die Schule freue sich sehr auf eine mit Sicherheit unterhaltsame und sehr informative Bühnenshow. „Selbstverständlich werden unsere Schülerinnen und Schüler beim Wissensquiz ihr Bestes geben und sich anstrengen, um möglichst einen der vorderen Plätze zu erreichen“, sagt Rittmeier.
Und auch die Schülerinnen und Schüler sind begeistert: „Ich freue mich sehr auf das IdeenExpo-Schulquiz, da ich hier zum ersten Mal eine Quizshow live erleben kann. Das wird mit Sicherheit eine tolle neue Erfahrung“, sagt etwa Lukas und Mitschülerin Lea ergänzt: „Wir freuen uns riesig auf ein bestimmt einzigartiges und cooles Event so kurz vor den Sommerferien und hoffen sehr, dass wir beim Schulquiz einen guten Platz belegen werden.“ Was sie von dem Preisgeld anschaffen wollen? Da haben die Schülerinnen und Schüler schon einige Ideen: „Unsere Schule kann das Preisgeld für eine tolle Anschaffung im MINT-Bereich wirklich gut gebrauchen, da wir nicht nur dringend einen Schulneubau benötigen, sondern auch unsere Ausstattung im naturwissenschaftlichen Bereich mittlerweile ganz schön in die Jahre gekommen ist“, sagt Schülerin Joana.
Diese Unternehmen machen mit: In allen vier Städten geht es im Programm natürlich auch um das Thema Berufsorientierung. Dazu gibt es überall Unterstützung von Unternehmen: In Frankfurt (Oder) ist Tesla dabei, in Friedrichshafen das Unternehmen ZF, in Hamburg Aurubis und in Langenhagen der Flughafen Hannover. „Am Hannover Airport arbeiten über 10.000 Menschen. Hier gibt es vielfältige und attraktive Berufsfelder. Die Show „Grips Giganten“ zeigt Schülerinnen und Schüler schon frühzeitig mögliche Berufsbilder mit guten Zukunftsaussichten. Auch am Flughafen setzen wir auf den Nachwuchs. Jedes Jahr bilden wir Azubis in kaufmännischen und technischen Berufen aus. Und auch auf der IdeenExpo ist der Airport natürlich vertreten“, sagt Sönke Jacobsen, Pressesprecher des Hannover Airport.
Außerdem berichten gleich zwei Unternehmen über Jobs in der Medienbranche: der NDR in Hamburg und Langenhagen, der Radiosender bigFM in Friedrichshafen und Frankfurt (Oder). Und wir schauen zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit auf Bewerbungs-Fails und lassen uns erklären, wie man peinliche Pannen im Bewerbungsgespräch vermeidet. „Mit den Grips Giganten bietet die IdeenExpo wieder ein attraktives Event, um Jugendlichen Lust auf MINT-Berufe zu machen – und die Bundesagentur für Arbeit unterstützt dies wie immer gern“ sagte Pressesprecherin Sonja Kazma. Gezeigt wird ein Ausschnitt aus den Online-Videos der Bundesagentur für Arbeit „Joe geht zum Bewerbungsgespräch“. „Joe macht aber so ziemlich alles falsch, deshalb sammeln die Schülerinnen und Schüler mit der Berufsberatung Ideen, wie sie es in ihren Bewerbungsgesprächen besser machen könnten“, sagt Kazma.
Das bietet die neue IdeenExpo-App: Die App enthält zum Start eine Vielzahl von Quizfragen aus den Themenbereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik, Wirtschaft und Klimaschutz. In verschiedenen „Battles“ können sich Schülerinnen und Schüler in den nächsten Monaten miteinander messen. Sie wird ab Juli im Google Playstore und im Apple App Store verfügbar sein. Zur IdeenExpo 2024 soll die App weiterentwickelt werden, um sie zum digitalen Begleiter für das Event im kommenden Jahr zu machen.
2024 gibt’s die nächste IdeenExpo: Die IdeenExpo wird auch im Jahr 2024 wieder Lust auf neue Technologien und Wissenschaft machen: Vom 8. bis 16. Juni 2024 können Jugendliche wieder an hunderten Mitmachstationen selbst aktiv werden, tüfteln und sich ausprobieren. Diese Chance nutzten im vergangenen Jahr mehr als 425.000 Besucherinnen und Besucher aus ganz Deutschland an neun Tagen – ein neuer Rekord. Mehr als 280 Unternehmen und Wirtschaftsverbände, Hochschulen, wissenschaftliche Einrichtungen und Schulen aus dem gesamten Bundesgebiet präsentierten sich in Hannover, boten über 750 Workshops an und brachten 720 Mitmach-Exponate auf das Messegelände Hannover.
Frauenpower im Line Up mit Rita Ora, Ellie Goulding und LEA | Auch Klan am Freitag, 8. September, mit dabei | Weiterer Act in Planung beim NDR 2 Plaza Festival
HANNOVER.
„Oh da isser ja (schon) wieder… Peter Fox ist zurück und in der Zukunft! Nach seiner spektakulären und in wenigen Stunden ausverkauften Warm Up-Show auf der Gilde Parkbühne kehrt Peter Fox in diesem Sommer noch einmal nach Hannover zurück. Der deutsche Top Star wird am Freitag, 8. September, als Headliner des NDR 2 Plaza Festivals auf der EXPO Plaza in Hannover zu Gast sein. Zuvor war mit Rita Ora, Ellie Goulding und Lea ein Frauenpower-Paket der Extraklasse angekündigt worden. Das Indie-Pop-Duo Klan wird ebenfalls mit dabei sein. Damit ist das Line Up aber noch nicht komplett, ein weiterer Act wird in Kürze bekanntgegeben.
Mit dem Ausnahmekünstler Peter Fox hat das NDR 2 Plaza Festival 2023 eine weitere Sensation. Schon 2009 versetzte der Frontmann, der neben seinen Solo-Ausflügen mit der Berliner Band „Seeed“ ein Kapitel deutsche Musikgeschichte schrieb, die Fans auf der Plaza in Ekstase. Seinerzeit performten Fox und Band die Songs des Kult-Albums „Stadtaffe“, das 2008 veröffentlicht wurde und an die Spitze der Albumcharts in Deutschland und Österreich stürmte. 2009 war das Jahr des Peter Fox; es hagelte Auszeichnungen wie die 1 Live Krone, den Echo Pop oder den Comet jeweils in verschiedenen Kategorien. Jetzt meldet sich der Künstler erneut als Solo-Artist mit einem Nummer 1 Album zurück. „Love Songs“ heißt sein Werk, das in Deutschland, Österreich und der Schweiz sofort auf der Top Position einstieg. Nach schweren Jahren mit Pandemie, Krisen und Sorgen kommt neue Musik von Peter Fox gerade recht. Die Nummer 1-Hitsingle „Zukunft Pink“ ist beispielsweise ein Plädoyer für die Hoffnung, für lebensnotwendige Leichtigkeit, fürs Loslassen und neu Anpacken. Getrieben von neuer musikalischer Energie, mit einer frischen Band, unglaublich talentierten Musiker*innen und viel Liebe im Bauch wird Peter Fox seine Fans mit aktuellen Songs und Klassikern auf der Plaza beseelen. Sein neuer Sound aus Dancehall, HipHop, Afro Beat, R´n´B und „Pink Punk“ ist vielleicht schon jetzt der Soundtrack des Sommers 2023.
Mit Peter Fox ist der Weg für die Sommer-Live-Party des Jahres endgültig geebnet. Dabei hat es die Qualität des Programms insgesamt in sich. So sorgt Veranstalter Hannover Concerts mit Rita Ora, Ellie Goulding und Lea für eine hohe Frauenquote.
Auf Rita Ora trifft die Bezeichnung Chartstürmerin definitiv zu. Vor allem in UK feierte die 1990 in Pristina (Kosovo) geborene Rita Ora unfassbare Erfolge. Ihre Familie wanderte früh nach UK aus, ließ sich in London nieder. Schon in ihrer Kindheit und Jugend war ihr künstlerisches Talent
absehbar, entdeckt wurde die spätere Sängerin und Schauspielerin mit 14 Jahren vom schwedischen Musikproduzenten Martin Terefe, bevor sie ab 2010 durchstartete. 2012 schoss sie gleich mit drei Singles an die Spitze der UK Charts: Zunächst als Gastmusikerin bei DJ Freshs „Hot Right Now“, danach mit ihren eigenen Songs „How We Do (Party)“ und „R.I.P.“ von ihrem UK Nummer 1-Album „Ora“. In der Folge erzielte nahezu alles, was Rita Ora veröffentlichte, hohe Chartplatzierungen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und UK. Mit dem offiziellen Soundtrack-Titel „For You“ des US-Kinohits „Fifty Shades Of Grey 3 – Befreite Lust“ schaffte sie 2018 an der Seite des britischen Sängers Liam Payne den Sprung an die Spitze der deutschen Single Charts. Des Weiteren machte die vielseitige Künstlerin immer wieder über die Zusammenarbeit mit zahlreichen Stars und Kollegen (Chris Brown, Sigma, Kygo, Avicii, etc.) auf sich aufmerksam.
Ellie Goulding ist ein Superstar. Drei ihrer vier Alben stürmten in UK an die Spitze der Charts. Überhaupt ist ihre bisherige Karriere geprägt von internationalen Chartplatzierungen. Insgesamt verkaufte sie mehr als 18 Millionen Alben und 140 Millionen Singles, sammelte über 23 Billionen Streams. Über 50 Millionen Fans folgen ihr auf Social Media. In Deutschland feierte die Ausnahmekünstlerin 2015 ihre größten Erfolge. Zunächst schoss sie an der Seite von Calvin Harris mit der Single „Outside“ an die Spitze der Charts, ehe sie kurz darauf mit dem Soundtrack-Song und ihrem erfolgreichsten Hit „Love Me Like You Do“ zum Erotik Thriller „Fifty Shades Of Grey ebenfalls Platz 1 der D-Single-Charts enterte. Vor allem auch als Live-Act ist Ellie Goulding bei Kollegen und Fans gefragt, sie tourte mit Top Stars wie Bruno Mars oder Katy Perry. Ellie Goulding wurde im englischen Hereford an der Grenze zu Wales geboren, wuchs in der Kleinstadt Lyonshall auf. Früh kristallisierte sich ihr künstlerisches Multitalent heraus. Mit 15 griff sie zur Gitarre. Außerdem spielt sie Schlagzeug und Klarinette, ihre Sopranstimme ist außergewöhnlich. Der Durchbruch glückte 2009 mit einem Auftritt in der Show „Later With Jools Holland“. Eine Ehrung, die Ellie Goulding im Vorjahr 2022 sehr viel bedeutete“, bringt ihr facettenreiches Talent auf den Punkt: Bei den BMI London Awards wurde sie mit dem „President´s Award“ für ihre Musikkunst und ihr Songwriting ausgezeichnet. Jetzt steht Ellie Goulding mit ihrem fünften Album „Higher Than Heaven“ für das NDR 2 Plaza Festival in den Startlöchern.
Zu den gefragtesten deutschen Acts gehört derzeit zweifelsohne die in Kassel geborene LEA. 2021 war sie die meistgestreamte Künstlerin in Deutschland (allein über 272 Millionen auf Spotify). Das Album „Treppenhaus“ erreichte Goldstatus. Mit 16 Jahren deutete sie mit dem YouTube Erfolg „Wohin willst du“ ihr großes Hitpotenzial an. Zwischen 2016 und 2021 veröffentlichte LEA immerhin vier Alben – die Erfolgskurve zeigt dabei an Chartplatzierungen messbar kontinuierlich und deutlich nach oben. Ihren kommerziell wohl größten Erfolg feierte sie 2019 als Gastmusikerin der Single „110“ von Capital Bra & Samra. LEAs Kreativität entspringt einer natürlichen Gelassenheit. Die talentierte Singer/Songwriterin mit Pop Appeal mag es, wenn Dinge einfach passieren. Diese Einstellung erfasst stets auch ihre Live Performances, die Nominierung des besten Live Acts bei der 1Live Krone erfolgte nicht ohne Grund.
Michael und Stefan Heinrich bilden das Indie Pop-Duo Klan. Beziehungen zwischen Brüdern sind meistens speziell. Doch Michael und Stefan rauften sich vor allem musikalisch zusammen und avancierten schnell zu einer modernen Popband voller Leidenschaft aber auch Widerspruch. Seit 2016 sind die Brüder getrieben von Überzeugungen und klaren Standpunkten gemeinsam unterwegs. Resultate ihres Schaffens sind die beiden Alben „Wann hast du Zeit? (2016) und „Zwei Seiten“ (2020), die EPs „Winterseite“ und „Sommerseite“ (2020) sowie vor allem ausgeprägte LiveShows als Support von Mine, Sophie Hunger oder Revolverheld, einer eigenen Headliner Tour, auf Festivals und politischen Demonstrationen.
Tickets sind ab 55 Euro bei Hannover Concerts (0511/12 12 33 33, hannover-concerts.de), www.eventim.de und an allen Vorverkaufsstellen erhältlich. Je nach Art der Ticketbestellung (VVKStelle, Telefon, Internet) können zusätzliche Gebühren für Bearbeitung und Versand hinzukommen. Das Ticket berechtigt zur Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel am Veranstaltungstag im Bereich des Großraum-Verkehrs Hannover (GVH). Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt.
In Teilen Deutschlands besteht in dieser Woche ein hohes Unwetterpotential. Örtlich muss mit Begleiterscheinungen wie Starkregen, Hagel und Sturmböen gerechnet werden. Wir geben Ihnen einige Tipps, wie Sie gut durch die Gewitter kommen.
Zu Wochenbeginn stellt sich die Wetterlage um und mit einer Winddrehung auf Südwest gelangt schwülwarme und gewitterträchtige Luft nach Deutschland. „Es sieht in den nächsten Tagen nach einer gefährlichen Mischung in der Atmosphäre aus – da wird es ordentlich brodeln und regionale Unwetter sind vorprogrammiert“, warnt Niklas Weise, Meteorologe von WetterOnline. Um sich vor den vielen Gefahren eines Gewitters zu schützen, gibt es ein paar einfache Tipps.
Rechtzeitige Warnung mit der WetterOnline App
Das Wichtigste ist, rechtzeitig gewarnt zu werden. Ein Blick in die WetterOnline App genügt. Drohen an Ihrem Ort Unwetter, wird Ihnen gut sichtbar auf der Startseite eine entsprechende Warnung angezeigt. Eine Übersicht über die bundesweite Warnsituation bietet die Unwetterkarte. Mit einem Fingertip sehen Sie sofort, wo es heute und in den nächsten 48 Stunden gefährlich werden kann. Wie Sie die Push-Benachrichtigung für die Unwetterwarnungen aktivieren, erfahren Sie hier.
Schutz suchen
Blitz und Hagel, aber auch Sturmböen können bei einem Gewitter lebensgefährlich sein. Sobald sich der Himmel verdunkelt, ist es daher am besten, Schutz in einem Gebäude oder im Auto zu suchen. Parken Sie idealerweise nicht in der Nähe von Bäumen, da diese bei einem Gewitter umstürzen können. Falls Sie sich in freier Natur ohne Schutzmöglichkeit befinden, suchen Sie am besten eine Senke auf und gehen Sie in ausreichendem Abstand zu Wäldern in die Hocke. Spannen Sie auf keinen Fall einen Regenschirm auf, denn dieser kann ein bevorzugtes Ziel für einen Blitz sein.
Raus aus dem Wasser
Ob Schwimmbad, Pool oder Badewanne: Bei drohendem Gewitter sollte der Aufenthalt im Wasser schnellstmöglich beendet werden. Wasser ist ein ausgezeichneter elektrischer Leiter, und selbst bei weit entfernten Blitzeinschlägen ist ein Stromschlag möglich. Auch wenn Gebäude mit Blitzableitern geschützt sind, sollten teure elektrische Geräte zusätzlich mit einem Überspannungsschutz gesichert werden.
Unterführungen und Tunnel meiden
Starkregen und die daraus resultierenden Wassermassen stellen bei Unwettern ebenfalls eine große Gefahr dar. Neben Aquaplaning und überfluteten Straßen sammelt sich das Wasser oft in Unterführungen oder Tunneln. Sobald die Wassertiefe nicht mehr abschätzbar ist, sollten Sie auf keinen Fall mit dem Auto weiterfahren. Es besteht die Gefahr eines Motorschadens, der nicht nur teuer, sondern für die Fahrzeuginsassen auch gefährlich werden kann, wenn das Fahrzeug mit Wasser vollläuft.
Vorsicht bei Hagelschlag
Färben sich die Gewitterwolken grünlich, ist häufig mit Hagel zu rechnen. Die Hagelkörner können im Extremfall einen Durchmesser von mehreren Zentimetern erreichen und aufgrund ihrer hohen Fallgeschwindigkeit für Menschen lebensgefährlich sein. Wenn Sie eine solche Wolkenfärbung am Himmel beobachten, sollten Sie sich schnellstmöglich in Sicherheit bringen. Um Sachschäden durch Hagel am Auto zu vermeiden, bieten Brücken Schutz. Bei Gebäuden sollten nach Möglichkeit die Rollläden geschlossen werden.
HANNOVER. Im Zuge von Sondierungen auf einer Fläche am Segelflugplatz Hannover-Sahlkamp wurden vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen (KBD) zunächst vier Kampfmittelverdachtspunkte identifiziert. Im Rahmen fortschreitender Erkundungen der Verdachtspunkte bis Freitagnachmittag stellte sich jedoch heraus, dass nur in einem Fall eine Anomalie vorlag. In zwei Fällen wurden sogenannte „Zerscheller“, also beim Aufschlag aufgerissene Kampfmittel, von denen keine Gefahr mehr ausgeht, vorgefunden. Weitere Erkundungen durch die Spezialisten des KBD waren erst nach Herstellung eines Sicherheitsbereiches mit einem Radius von 1.000 Metern um den Verdachtspunkt möglich. Der erforderliche Evakuierungsbereich konnte durch den Wegfall dreier Verdachtspunkte gegenüber der ursprünglichen Planung nochmals reduziert werden. Anstelle von knapp 11.000 waren so nur noch etwa 8.100 BürgerInnen von der Evakuierungsmaßnahme im hannoverschen Norden und einem Teilgebiet von Langenhagen betroffen. Ab 09:00 Uhr am heutigen Sonntagmorgen mussten sie ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Neben dem Kampfmittelverdachtspunkt waren im Bereich der Stadtgärtnerei zudem mehrere Weltkriegsgranaten gefunden worden. Mehr als 80 BürgerInnen suchten die Betreuungsstelle in der Sporthalle des Gymnasiums Herschelschule auf. 23 Personen wurden mit Krankentransportwagen in eine speziell dafür vorgesehene Betreuungsstelle in der IGS Bothfeld gebracht. Um 13:39 Uhr meldeten die Räumkräfte Sicherheit im Evakuierungsgebiet. Das Team der Kampfmittelbeseitigung konnte mit seinen Arbeiten an dem Kampfmittelverdachtspunkt auf dem Segelflugplatz beginnen. Der Verdachtspunkt bestätigte sich als 500 kg britische Fliegerbombe mit einem Langzeitzünder. Eine Entschärfung war aus Sicherheitsgründen nicht möglich, so dass eine Sprengung vor Ort erforderlich wurde. Auch die im Bereich der Stadtgärtnerei aufgefundenen Weltkriegsgranaten wurden kontrolliert gesprengt. Um 18:14 Uhr konnten die BewohnerInnen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Hannovers Finanz-, Ordnungs- und Feuerwehrdezernent Dr. Axel von der Ohe und der Direktor der Feuerwehr Christoph Bahlmann zeigten sich nach Abschluss der Kampfmittelbeseitigung äußerst zufrieden mit dem Verlauf des Einsatzes. Feuerwehrdezernent von der Ohe betonte: „Durch die hervorragende Zusammenarbeit aller beteiligten Kräfte konnte die umfangreiche und komplexe Kampfmittelbeseitigung erfolgreich abgeschlossen werden. Hierfür möchte ich den von der Evakuierung betroffenen Einwohnerinnen und Einwohnern, den vielen überwiegend ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie den Spezialisten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst ausdrücklich danken“. Auch Christoph Bahlmann bedankte sich bei den Helferinnen und Helfern: „Solch ein Einsatz zeigt, dass wir insbesondere im Zusammenspiel der verschiedenen Hilfsorganisationen, der Feuerwehr sowie der Polizei und dem Kampmittelbeseitigungsdienst gut aufgestellt sind. Auch wenn Kampfmittelbeseitigungen in Hannover wiederkehrendes Geschäft sind, bedarf es für eine solche Maßnahme einer akribischen und professionellen Vorbereitung. Hierfür bedanke ich mich sehr herzlich“. Vom Beginn des Einsatzes bis zum Abschluss der Maßnahmen war ein Großteil der Einsatzkräfte etwas mehr als 12 Stunden im Einsatz. Eingesetzt waren insgesamt 526 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Polizei und dem Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen.