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Sonntag, Mai 3, 2026

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Das Olympiastadion in Berlin

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Schauplatz des EM-Finales 2024 Spanien – England: das Olympiastadion in Berlin - © Fotos: Lothar Schulz 2024

Schauplatz des EM-Finales 2024

BERLIN. Das Olympiastadion in Berlin ist am Sonntag, den 14. Juli, Austragungsort des Endspiels der UEFA EURO 2024 zwischen Spanien und England. Das Olympiastadion Berlin befindet sich im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf im Ortsteil Westend und ist Teil des Olympiageländes. Es wurde von 1934 bis 1936 für die Spiele der XI. Olympiade (1.–16. August 1936) durch die Reichsregierung erbaut. Die Gesamtleitung der Bauten oblag der Reichsbauverwaltung. Das Olympiastadion wurde mit einem Fassungsvermögen von seinerzeit 100.000 Zuschauern errichtet. Zuvor stand an dieser Stelle das von dem Architekten Otto March geplante Deutsche Stadion. Mit den Planungen für den Stadionbau des Olympiastadions für die Spiele von 1936 wurde der Architekt Professor Werner March beauftragt. Er war der Sohn des Architekten des Deutschen Stadions Otto March. Das Olympiastadion ist das Zentralbauwerk des axial aufgebauten Olympiageländes (ursprünglich: Reichssportfeld), zu dem auch das Sportforum, das Hockey-Olympiastadion, das Olympia-Reiterstadion, das Olympia-Schwimmstadion, die Waldbühne, das Maifeld, der Glockenturm und die Langemarckhalle, sowie die Stadion-Terrassen gehören. Die Ost-West-Achse erstreckt sich vom Olympischen Platz, an dem sich der Haupteingang befindet, über das Stadion bis zum Glockenturm. Das ebenfalls in ost-westlicher Richtung angelegte Stadionoval ist westlich durch eine Öffnung über dem Marathontor unterbrochen und eröffnet eine virtuelle Sichtachse über das Maifeld zum Glockenturm. In der Öffnung befindet sich die auf einem Dreifußständer gelagerte Feuerschale für das olympische Feuer und an den Wänden der beiden Pylonen an dem Durchbruch, dem sogenannten Marathonplateau, wurden die Namen der Goldmedaillengewinner der olympischen Wettbewerbe verewigt. Der Haupteingangsbereich am Osttor – eigentlich Olympisches Tor – wird durch zwei 35 Meter hohe Türme, dem Preußenturm im Nordosten und dem Bayernturm im Südosten hervorgehoben, zwischen denen die olympischen Ringe aufgehängt sind.

Das Olympiastadion wurde teilweise als Erdstadion ausgeführt, bei dem nur der auf zahlreichen Stahlbetonpfeilern gelagerte Oberring über das Erdniveau hinaus ragt. Alle sichtbaren Außenwände und Pfeiler wurden mit Werkstein verkleidet, zumeist mit fränkischem Muschelkalk, nur in einigen Bereichen wie am Marathontor kam der hellere Gauinger Travertin zum Einsatz. Das Olympiastadion ist 303,48 m lang und (von Pfeiler zu Pfeiler) 228,31 m breit.

Es gibt im Stadionkomplex Beflaggung am Rand des Oberrings, überdachte Sitzplätze, Logen, Ehrentribünen, Pressetribünen, VIP-Anbau, Videoüberwachung für die Polizei, Stadionkapelle, Reportergraben, eine unterirdische Aufwärmehalle mit 100-Meter-Bahnen, Umkleidekabinen im zweiten Untergeschoss sowie Toiletten-und Technikräume sowie Tiefgaragen.

Heute ist das Olympiastadion Heimspielstätte des Fußballvereins Hertha BSC, der der Hauptnutzer des Stadions ist. Es bietet aktuell (nach Abschluss der Bauarbeiten 2004) 74.475 Sitzplätze davon 38.020 auf dem Unterring und 36.455 auf dem Oberring.

Kleines Fest 2024 in Bad Pyrmont: Es gibt noch Tickets

Frans-der kleine Clown gehört seit Jahrzehnten zum Kleinen Fest und ist für viele Besucher das Gesicht dieser herrlichen Kulturveranstaltung © Ulrich Stamm
Frans-der kleine Clown gehört seit Jahrzehnten zum Kleinen Fest und ist für viele Besucher das Gesicht dieser herrlichen Kulturveranstaltung © Ulrich Stamm

Das Original vom Mann mit dem Zylinder im Kurpark Bad Pyrmont mit vielen internationalen Künstlern am 26. und 27.Juli 2024

Harald Böhlmann - Der Mann mit dem Zylinder © Ulrich Stamm
Harald Böhlmann – Der Mann mit dem Zylinder © Ulrich Stamm

Zum ersten Mal kommt das Kleine Fest für zwei Abende nach Bad Pyrmont. Das Programm wird wie in den vergangenen Jahren vom künstlerischen Leiter Harald Böhlmann, vom „Mann mit dem Zylinder“ zusammengestellt.

Das Kleine Fest verzaubert seine Besucher © Ulrich Stamm
Das Kleine Fest verzaubert seine Besucher © Ulrich Stamm

Der Kurpark verwandelt sich in eine große Bühne für zahlreich Künstler: Grandiose Artistik, atemberaubende Akrobatik, verblüffende, Zauberei, beste Comedy, poetische Walk-Acts sind nur ein Teil dieser ganz besonderen Atmosphäre im Kurpark.
Zum Abschluss gibt es an jedem Abend ein Höhenfeuerwerk.

Eintrittspreise
VVK: 39,– Euro, AK: 43,– Euro
Schüler und Studenten ermäßigt: 31,20 Euro
Begleitpersonen von Menschen mit Behinderung: 19,50 Euro.
Kinder bis zu 5 Jahre haben freien Eintritt.

Parkplätze während der Bauzeit Schillerstraße
Kostenfreier Shuttle-Bus von 22:00 bis 23:30 Uhr zum Bahnhof Bad Pyrmont. Abfahrt Haltestelle Kaiserplatz. Kein Ticket notwendig.

(Quelle: Niedersächsisches Staatsbad Pyrmont Betriebsgesellschaft mbH)

Kleines Fest im Großen Garten

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Kleines Fest im Großen Garten 2024 unter dem Motto „Wasser“ - © Fotos: Lothar Schulz 2024

Festival unter neuer künstlerischer Leitung

HANNOVER. Beim letzten Kleinen Fest im Jahr 2023 war der Erfinder und Organisator desselben, der „Mann mit dem Zylinder“ – Harald Böhlmann verabschiedet worden. Das Festival findet in diesem Jahr vom 10. bis 28. Juli (montags spielfrei) unter neuer künstlerischer Leitung statt. Am Dienstag 09.07. startete das Festival mit der Vorpremiere. Begrüßt wurden die geladenen Gäste von Casper de Vries, dem neuen künstlerischen Leiter des Kleinen Fests. Casper de Vries will mit seinem Konzept den typischen und beliebten Charakter des Kleinen Fests wahren und dem Publikum zugleich die Gelegenheit bieten, das Festival und den Großen Garten als Kulisse neu zu entdecken. Die Programmgestaltung richtet sich erstmals an einem Motto aus, das für das Jahr 2024 „Wasser“ lautet. Von einer gefüllten Badewanne über einen riesigen fliegenden Fisch bis zu einer nassen Magie-Show findet das Motto einen vielfältigen und immer wieder überraschenden Eingang in das Festival. Ein Großteil der Shows findet rund um die große Fontäne statt. Einige Bühnen bekommen einen abgeschirmten und intimeren Platz als zuvor, an denen KünstlerInnen und Publikum direkter interagieren können. Dies trägt auch den Auswirkungen des Klimawandels Rechnung, indem es den Acts und dem Publikum mehr Schattenplätze ermöglicht. Speziell werden die zwischen den Schwanenteichen und der Großen Fontäne befindlichen Sondergärten bespielt. De Vries lässt aber auch den Großen Garten insgesamt bewusst mitspielen: „Der Große Garten soll mehr sein als nur eine Kulisse. Er soll mit seinen einzigartigen Merkmalen und seinem Charakter eine eigene Rolle übernehmen. Der Garten hat eine Menge zu erzählen. Der Ort, die Performances, das Motto und schließlich auch das Publikum sollen sich wechselseitig beflügeln und zu einem Gesamtkunstwerk zusammenfließen.“

Studenten zeigten dem Bezirksrat, wie Mittelfeld aufgewertet werden könnte

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Neue Ideen für eine alte Stadtteilgarage

HANNOVER. Arbeitsgruppe geht, die sich in dem Stadtteil umgesehen hat. Unter der Leitung von Dr. Sebastian Bührig vom Institut für Entwerfen und Städtebau der Leibniz Universität Hannover haben sich angehende Städteplaner mit der Frage beschäftigt, wie man aus Mittelfeld ein „Ankommensquartier“ machen kann. Die Vorschläge waren vielfältig. Entlang der Stadtbahnlinie zum Messegelände könnte am Sankt-Eugenius-Weg eine Strecke mit vielfältigen Sportangeboten entstehen, eine zum großen Teil leerstehenden Stadtteilgarage würde als Durchgang mit Gewerbeflächen neues Leben eingehaucht und auch für das Jugendzentrum und den Nachbarschaftstreff hatten sich die Studenten Gedanken gemacht und etwa einen Garten für das JZ vorgesehen.

Mitte Juli traf sich die Gruppe mit Vertretern des Bezirksrates Döhren-Wülfel und erläuterte die Pläne und Gedanken bei einem Sparziergang durch Mittelfeld vor Ort. Die Ortspolitiker zeigten sich beeindruckt. „Es gibt so viele Plätze in Mittelfeld mit großem Potenzial“, meinten sie.

650.000 Menschen besuchten das 495. Schützenfest Hannover

495.Schützenfest Hannover © Ulrich Stamm
495.Schützenfest Hannover © Ulrich Stamm

Schützen und Besucher trotzen herbstlich frischem Wetter

Wie im Fluge sind zehn Tage Schützenfest Hannover vergangen, zehn Tage Freude und Spaß – trotz vieler herbstlicher und verregneter Tage. Nun kommt die Zeit für die Landeshauptstadt Hannover (LHH) sowie für Schausteller, Gastronomen und Einsatzkräfte ein Resümee zu ziehen. Wenn das 495. Schützenfest am Sonntagabend zu Ende geht, werden rund 650.000 Gäste das Event besucht haben.

„Trotz der nahezu täglichen Niederschläge blicken wir auf ein abwechslungsreiches und fröhliches Schützenfest 2024 zurück. Die Besucher*innen haben auch in diesem Jahr gezeigt, wie sehr das Schützenfest Hannover in den Herzen der Menschen verankert ist. Das neu gestaltete Bä(h)renstarke Rundteil mit seiner gelungenen Mischung aus verschiedenen Ständen und einladenden Sitzgelegenheiten kam beim Publikum sehr gut an und schuf eine entspannte und offene Atmosphäre im Herzen des Festplatzes. Die Vielfalt der Attraktionen, die familienfreundlichen Angebote und das neue Schutz- und Fürsorgekonzept haben wieder einmal die Qualität des Festes und unseren stetigen Blick nach vorn unter Beweis gestellt. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Jahr“, fasste Hannovers Dezernentin für Jugend, Familie und Sport Susanne Blasberg-Bense die zehn Festtage zusammen.

Bilanz der Veranstalter*innen

„Toller Platz, tolle Fahrgeschäfte, aber leider auch viel Regen und sehr niedrige Temperaturen – das unbeständige Wetter hat viele potenzielle Besucher*innen davon abgehalten, das diesjährige Schützenfest zu besuchen. Insbesondere der verregnete Ausmarsch, der dem Fest immer einen Schub gibt, tat weh. Aber die Stimmung im 3,5 Kilometer langen Zug war hervorragend – das zeigt, welch einen hohen Stellenwert der Ausmarsch in Hannover hat! Und nach dem Fest ist ja bekanntlich vor dem Fest: Wir treiben die Weiterentwicklung des Schützenfestes weiter voran und nehmen dabei nicht nur das kommende Jahr, sondern auch schon das nahende 500. Fest in den Blick“, so Schützenpräsident Paul-Eric Stolle.

Schutz- und Fürsorgekonzept

Mit drei zentralen Bausteinen hat das neue Schutz- und Fürsorgekonzept auf dem Schützenfest wichtige Impulse gesetzt. Der RückzugsRaum, ein Ort für Betroffene und Hilfesuchende, sowie die Saferspaces-App wurden gut angenommen und boten von Anfang an wertvolle Unterstützung. Besonders erfolgreich war der Einsatz des SupportTEAMS. Die Security- und Awareness-erfahrenen Kräfte wurden von allen Festbesucher auf dem Platz geschätzt und akzeptiert, auch die Zusammenarbeit mit den relevanten Schnittstellen und dem Schützenfest-Team war herausragend. Mit täglich rund 50 Informationsgesprächen über ihre Aufgaben trug das SupportTEAM maßgeblich dazu bei, die Besucher*innen einzubinden und für Sicherheitsthemen zu sensibilisieren. Konkrete Unterstützung und Hilfestellung leistete das Team insgesamt im niedrigen dreistelligen Bereich, was die Bedeutung und den Erfolg des Konzepts unterstreicht.

Schützendezernentin Susanne Blasberg-Bense ein positives Fazit: „Das Thema Schutz und Fürsorge mit dem SupportTEAM ergänzt die vorhandenen Helfer- und Sicherheitsstrukturen optimal. Die Rückmeldungen der Menschen sind durchweg positiv. Sowohl was die Präsenz des Themas betrifft als auch hinsichtlich der konkreten Hilfen, die geleistet wurden. Wir werden für die kommenden Jahre weiterhin daran arbeiten, Gemeinsam.Aufmerksam auf dem Schützenfest zu feiern und den Menschen die Möglichkeit bieten, in Vielfalt, Toleranz, aber auch in Verantwortung füreinander zu den großen Ereignissen unserer Stadt zusammenzukommen.“

Bilanz des DRK

Das DRK bilanzierte bis Sonntagmorgen 130 Versorgungen und 18 Transporte ins Krankenhaus. DRK-Gesamteinsatzleiter Florian Peters: „Wegen des durchwachsenen Wetters war es für die Einsatzkräfte ein relativ ruhiges Schützenfest. Wie immer haben alle Hand in Hand gearbeitet und die Kooperation mit den Veranstaltern war wie gewohnt sehr gut. Wir betreuen das Fest jetzt seit über 50 Jahren und freuen uns schon auf das nächste Schützenfest.“

Schausteller und Gastronomievertreter

Die Bilanz der Schausteller zieht Fred Hanstein, Vorsitzender des Niedersächsischen Landesverbandes der Markt- und Schaustellerbetriebe e. V.: „Das zweite Wochenende war eine tolle Aufholjagd, was die Besucherzahlen angeht, und hat zu einem versöhnlichen Ende des Festes geführt. Die beiden Großveranstaltungen am Freitag, das Bruce-Springsteen-Konzert im Stadion und das Viertelfinale der deutschen Fußballnationalmannschaft auf der Public-Viewing-Fläche am Waterlooplatz haben dazu beigetragen, dass das Schützenfest abends gut besucht war. Das hat den Festplatz und die Stimmung erheblich belebt.“

Spenden für den guten Zweck

Die vier amtierenden Bruchmeister Julia Schlawin, Daniel Bill, Pascal Küßner und Daniel Ebert hatten nicht nur viele repräsentative Pflichten, sie sammelten auch für einen guten Zweck. Die Bruchmeister-Aktion am Kröpcke am Sonnabend, 6. Juli, brachte rund 10.400 Euro. Der Erlös kommt dem Deutschen Kinderhospizverein e. V. zugute.

Außerdem haben die Teilnehmer der Star-Wars-Parade, Mitglieder des größten deutschen Star-Wars-Kostümclubs German Garrison, ihre Gage in Höhe von 500 Euro traditionell an das Kinderkrankenhaus auf der Bult gespendet.

Der DAV ehrte im „GriffReich“ an der Peiner Straße seine Jubilare

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Die diesjährigen Jubilare des DAV: (Hintere Reihe) Susann Breée, Dieter Hyrschke, Hansjörg Kraft, Monika Weidling-Raible, Wilhelm Ehlers; vordere Reihe: Lena Burandt (3. Vorsitzende), Dr. Siegrid Rieger, Bärbel Deierling, Irmtraut Schröder.

HANNOVER. Statt Kletterseil und Wanderschuhe gab es gestern (7. Juli) Ehrennadeln, Urkunden und Kaffee und Kuchen. Die Sektion Hannover des Deutschen Alpenvereins (DAV) ehrte in Ihrem Kletterzentrum „GriffReich“ an der Peinerstraße in Döhren eine ganze Reihe von Jubilaren. Von 25 bis über 50 Jahren reichte die Zeitspanne, die die treuen Mitglieder bereits im Alpenverein verbracht haben. Lena Burandt, 3. Vorsitzende in der Sektion Hannover, überreichte den langjährigen Mitgliedern die Auszeichnungen.

Lena Burandt, 3. Vorsitzende in der Sektion Hannover, überreichte den Jubilaren die Auszeichnungen. „Dabei erfuhr ich auch wieder einiges über unsere Mitglieder und ihre Geschichte im DAV. Die Gründe für die Mitgliedschaft reichen von pragmatischen Gründen, wie vergünstigte Hüttenübernachtungen und Versicherungsschutz in den Bergen, bis hin zu „Der DAV und die Berge sind mein Leben“. Aber auch aus den pragmatisch beginnenden Mitgliedschaften werden im Laufe der Zeit oft auch sehr aktive Mitglieder, die sich in unserer Sektion engagieren“, sagt sie.

Bevor sich die Jubilare bei Erdbeer-, Apfel- oder Schmandkuchen stärkten, stand ein anderthalbstündiger Rundgang durch die Historie des Stadtteils Döhren auf dem Programm. Das letzte Bauernhaus, die St. Petri-Kirche, die Reste der Döhrener Wolle und der Jammer waren unter anderem Ziele des Spaziergangs.

Stadt lässt Fahrräder im Regen stehen

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Vorerst kein Regenschutz für die Fahrradständer

HANNOVER. Am Freizeitheim Döhren fehlen überdachte Fahrradständer. Auf Antrag der SPD-Fraktion forderte der Bezirksrat Döhren-Wülfel in der Juni-Sitzung die Stadt Hannover zwar auf, einen Regenschutz für die vorhandenen Fahrradbügel zu schaffen. Doch die Verwaltung beschied den Wunsch nun abschlägig.

In einer Mitteilung aus dem Rathaus an die Ortspolitiker heißt es jetzt: „Die Überdachung der Fahrradparkplätze kann zurzeit aufgrund fehlender Kapazitäten nicht umgesetzt werden. Der Bau einer fach- und sachgerechten Überdachung erfordert einen erheblichen finanziellen Mitteleinsatz und zur Abstimmung und Umsetzung der Planung nicht unerhebliche personelle Kapazitäten. Beides steht aktuell nicht in ausreichendem Umfang zur Umsetzung dieser Maßnahme zur Verfügung.“

Damit lässt Hannover die Fahrräder langfristig erst einmal im Regen stehen. Abhilfe wird es wohl erst bei einem – noch völlig offenen – neuen Freizeitheim geben. Die Stadt: „Bei einem Neubau des Freizeitheims Döhren wird eine entsprechende Überdachung berücksichtigt.“

Festansprache von Ministerpräsident Weil bei Johannisfeier

Festansprache des Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil bei der gemeinsamen Johannisfeier von Johannitern und Maltesern im Gartensaal des Neuen Rahthauses
Festansprache des Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil bei der gemeinsamen Johannisfeier von Johannitern und Maltesern im Gartensaal des Neuen Rahthauses - © Fotos: Lothar Schulz 2024

Christliche Hilfsorganisationen Johanniter und Malteser feiern im Neuen Rathaus

HANNOVER. Nach dem ökumenischen Gottesdienst in der Marktkirche (Stadtreporter berichtete) anlässlich der gemeinsamen Johannisfeier von Johannitern und Maltesern am Montag (01.07.) begaben sich die GottesdienstteilnehmerInnen in den Gartensaal des Neuen Rathauses. Die Festansprache hielt der frühere hannoversche Oberbürgermeister und jetzige Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil. Weil würdigte in seiner Ansprache das ehrenamtliche Engagement innerhalb der beiden christlichen Hilfsorganisationen: „Seit vielen Jahrzehnten engagieren sich die Johanniter und die Malteser für unser Gemeinwohl – vom Rettungs- und Sanitätsdienst über die Hilfe für Geflüchtete bis hin zum Katastrophenschutz. Ihnen allen gilt mein herzlicher Dank! Wie wichtig vor allem auch das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Katastrophenfall ist, hat zuletzt das verheerende Hochwasser in Niedersachsen rund um den Jahreswechsel sehr deutlich gezeigt. Ohne die vielen Ehrenamtlichen wäre eine flächendeckende Hilfeleistung im Brand- und Katastrophenschutz schlicht unmöglich. Dessen ist sich die Landesregierung sehr bewusst. Wir versuchen, diese Arbeit so gut wie möglich zu unterstützen, auch wenn wir nicht alle Forderungen erfüllen können – wir stehen immer in einem guten Austausch, auch dafür herzlichen Dank.“ Unter dem Titel „Was ist uns das Ehrenamt wert?“ diskutierten in der anschließenden Talkrunde haupt- und ehrenamtliche Vertreterinnen und Vertreter beider Organisationen, des EU-Parlaments sowie des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) über die Notwendigkeiten und Möglichkeiten, ehrenamtliches Engagement zu sichern und zu fördern. Große Einigkeit herrschte in der Runde hinsichtlich der gesellschaftlichen Bedeutung des Ehrenamts – soziale Dienste und ein zuverlässiger Katastrophenschutz für die Bevölkerung wären ansonsten nicht zu gewährleisten. Betont wurden aber auch die erforderliche Ausstattung und Finanzierung für dieses Engagement, denn die Zahl der Menschen in Notsituationen steige – Extremwetterlagen, Klimaveränderungen oder Fluchtbewegungen führten ebenso dazu wie materielle Nöte oder Vereinsamung. Es brauche Schulungen und Qualifizierungen sowie eine angemessene Ausrüstung, damit Ehrenamtliche – vom Jugendbereich bis zu ehrenamtlichen Führungskräften – nicht nur sicher, sondern auch mit erkennbarer Wertschätzung ihren Einsatz leisten können.

Gemeinsame Johannisfeier von Johannitern und Maltesern

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Ökumenischer Gottesdienst in der hannoverschen Marktkirche St. Georgii et Jacobi anlässlich der Johannisfeier 2024 von Johannitern und Maltesern - © Fotos: Lothar Schulz 2024

Auftakt mit ökumenischem Gottesdienst in der Marktkirche

HANNOVER. Anlässlich ihrer gemeinsamen Johannisfeier gedachten die beiden Hilfsorganisationen Johanniter und Malteser am Montagnachmittag in einem ökumenischen Gottesdienst in der hannoverschen Marktkirche St. Georgii et Jacobi ihrer gemeinsamen Historie und ihrem Ordenspatron. Beide Hilfsdienste gehen auf den Johanniterorden zurück, der im 11. Jahrhundert in Jerusalem gegründet wurde und nach Johannes dem Täufer benannt ist. Die Feier fand zeitnah in Anlehnung an dessen Namenstag am 24. Juni statt. Die Kollekte der diesjährigen Feier kommt der Hospizarbeit beider Organisationen zugute. Den Gottesdienst leiteten Pastorin i.R. Inge Matern, Pastor Frank Neumann und Bischof em. Dr. Michael Wüstenberg. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von Charlotte Jarosch von Schweder (Gesang) und Axel Ladeur an der Orgel.

Hintergrund:

Johanniter und Malteser haben ihren Ursprung im Souveränen Ritter- und Hospitalorden vom Heiligen Johannes zu Jerusalem, der vor mehr als 900 Jahren gegründet wurde. Sie gehören zu den größten Hilfsorganisationen und Wohlfahrtsverbänden in Deutschland. Unter dem Zeichen des achtspitzigen Kreuzes sind an mehr als 1.200 Standorten rund 90.000 Menschen ehrenamtlich für Notleidende aktiv, etwa in Besuchs- und Begleitungsdiensten, in Sanitäts- und Rettungsdiensten, in der Hospiz- und Trauerarbeit, der Jugendarbeit oder der Flüchtlingshilfe. In den Untergliederungen der beiden Orden sind bundesweit mehr als 50.000 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt – in Krankenhäusern und Altenhilfeeinrichtungen, im Rettungsdienst und Krankentransport sowie in vielfältigen Sozialen Diensten. 2,5 Millionen Menschen unterstützen die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. und den Malteser Hilfsdienst e.V. als Fördermitglieder regelmäßig durch ihre Mitgliedsbeiträge.

495. Schützenfest: Starkregen zum Schützenausmarsch

Schützenausmarsch zum 495.Schützenfest in Hannover - dem größten Schützenfest der Welt. © Ulrich Stamm
Schützenausmarsch zum 495.Schützenfest in Hannover - dem größten Schützenfest der Welt. © Ulrich Stamm

50.000 Zuschauer trotzen Regen und Nässe beim Ausmarsch des weltgrößten Schützenfestes

Im „Doubliertritt, Marsch!“ hieß es heute, am 30. Juni, um 10 Uhr wieder, als Schützenpräsident Paul-Eric Stolle den traditionellen Ausmarsch der Schütz*innen ausrief und die 10.000 Teilnehmer*innen auf die dreieinhalb Kilometer lange Strecke vom Neuen Rathaus durch die Innenstadt bis zum bä(h)renstarken Rundteil auf dem Festplatz schickte.

Schützenausmarsch zum 495.Schützenfest in Hannover - dem größten Schützenfest der Welt.  © Ulrich Stamm
Schützenausmarsch zum 495.Schützenfest in Hannover – dem größten Schützenfest der Welt. © Ulrich Stamm

Rund 50.000 mutige und sturmfeste Besucher*innen schauten – teils in strömendem Regen – an den Straßen in der Innenstadt Hannovers sowie auf den Tribünen am Ballhof und an der Bruchmeisterallee zu.

Schützenausmarsch zum 495.Schützenfest in Hannover - dem größten Schützenfest der Welt. © Ulrich Stamm
Schützenausmarsch zum 495.Schützenfest in Hannover – dem größten Schützenfest der Welt. © Ulrich Stamm

Der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover Belit Onay begrüßte die Musiker*innen und Schütz*innen im Vorfeld auf dem Trammplatz: „Auch wenn das Wetter heute bedeckt bis regnerisch ist, bin ich mir sicher, dass die Stimmung genauso strahlend sein wird wie bei Sonnenschein. Denn wir sind in Niedersachsen. Wir sind sturmfest. Wir sind gelassen. Wir haben uns immer auf jedes Wetter eingelassen – und ausgelassen feiern können wir sowieso!“

Schützenausmarsch zum 495.Schützenfest in Hannover - dem größten Schützenfest der Welt. © Ulrich Stamm
Schützenausmarsch zum 495.Schützenfest in Hannover – dem größten Schützenfest der Welt. © Ulrich Stamm

In diesem Jahr gab es für den Umzug viele Anmeldungen: Über 150 Schützenvereine, Dutzende Sportverbände, Unternehmen und Hilfsorganisationen aus der Stadt und der Region, 91 Musikkapellen aus dem In- und Ausland sowie viele Festwagen sorgten an der Ausmarschstrecke für die beste Stimmung.

Schützenausmarsch zum 495.Schützenfest in Hannover - dem größten Schützenfest der Welt. © Ulrich Stamm
Schützenausmarsch zum 495.Schützenfest in Hannover – dem größten Schützenfest der Welt. © Ulrich Stamm

Das Deutsche Rote Kreuz und die Polizei Hannover konnten nach dem Ausmarsch eine positive Bilanz ziehen.