Burghard ED Rump stellt seine Bilder jetzt auch in Karlsruhe aus. Dazu gibt es sein dickes Fotobuch in einer überarbeiteten Neuauflage.
HANNOVER / KARLSRUHE. Ein Hannoveraner in Baden. Die „Wilden Zeiten“ reisten nach Karlsruhe. Das Badische Landesmuseum hat den hannoverschen Fotografen Burkhardt ED Rump zu einer Ausstellungsbeteiligung in die ehemalige Residenzstadt der Großherzöge von Baden eingeladen. Rump: „Nun wurden 12 riesengroße Plakate mit Fotografien von mir (80er Jahre) in der Stadt Karlsruhe mit verklebt und „Hannover hängt im Museum“. Dort werden von mir 60 Fotografien auf Folie, in Leuchtrahmen, als LCD-Präsentation gezeigt.“Titel der Bilderschau, mit der auch Hannover ins Museum gekommen ist: „Die 80er sind wieder da!“
Burkhardt ED Rump zeigt dabei Fotografien vor allem aus den 80iger Jahren mit Aufnahmen von Punks und Rock‘n‘Rollern, von Events in Discotheken und Clubs, von Nachtschwärmern und Tagträumern, von Travestie, den New Romantics bis hin bis zu Mode- und Theaterfotografien. So lassen etwa Casa-Bodo, Crazy Baby Doc, Kerry und Rotzkotz grüßen.
Über 5.6000 Besucher lockte seine Ausstellung im Herbst 2021 in die Hannoversche Fotogalerie GAF in der Südstadt. Ob die Präsentation im Badischen Landesmuseum ebenso viele Gäste anzieht? Die Bilderschau läuft dort jedenfalls vom 17. Juni 2023 bis zum 26. Februar 2024
Parallel dazu hat Fotograf Rump sein Buch >>Wilde Zeiten<< Essentials – Fotografien 1977 – 1992 noch einmal überarbeitet und präsentiert es in einer Neuauflage. Über 640 Abbildungen und 20 Textseiten auf 516 Seiten im Format von 30 x 32 cm enthält das mit einem Hardcover versehene Buch. Es ist beim Fotografen selbst zu erwerben. Anfragen an burkhardt.rump@googlemail.com.
HANNOVER. Hat schon Tradition: regelmäßig zeigen die frischgebackenen Absolventen des Studiengangs Visual Journalism and Documentary Photography in der Galerie für Fotografie – GAF – in der Südstädter Seilerstraße (Eisfabrik) ihre Abschlussarbeiten. Heute (21. Juni) wurde die Fotoausstellung mit den diesjährigen Bachelorarbeiten eröffnet.
Anna Brauns, Frederik Ferschke, Elias Holzknecht, Max Kesberger, Tina Kernchen, Jana Mai, Viola Maiwald, Christian Platz, Constantin Rimpel, Amelie Sachs, Anastasia Shvachko, Valentin Seuss sowie Ricardo Wiesinger stellen aus. Die Studenten bedankten sich auch bei ihren Professoren und Betreuern für die Begleitung durch das Studium und baten um viel Applaus.
Die Themen der Bilderschau sind weit gespannt. In der Einladung zur Vernissage wird das Spektrum der Arbeiten wie folgt geschildert: „Anna Brauns schaut für »Fish 2.0« in das Labor eines deutschen Start-ups und beschäftigt sich mit der Frage, wie zukünftig der Bedarf an tierischem Protein gedeckt werden kann. Ricardo Wiesinger hingegen reiste für »Im April tausend Regen« in die spanische Sierra Nevada, eine Region mit extrem geringen Niederschlägen und akutem Wassernotstand und traf Menschen, die in Sorge um ihre Heimat sind. Auf La Palma sind die Folgen des 85-Tage langen Vulkanausbruchs von 2021 noch heute sichtbar. Wie diese das Leben auf der Insel beeinflussen, hat Constantin Rimpel in seinem Projekt »La Isla Resiliente« dokumentiert. Viola Maiwald beleuchtet in »Zwischen den Schichten« die Erdgasförderung in Niedersachsen. In dem filmischen Portrait »Conservation Hero« von Max Kesberger erhält ein Wildtierökologe die Artenvielfalt im Alpenvorraum. Während der Dokumentarfilm »Y Do I‘« von Valentin Seuss über die DIY-Kultur in der Skateboard- und BMX-Szene erzählt, begibt sich Tina Kernchen in ihrem Film »Moner Manush« auf eine filmische Suche nach Toleranz, Glauben und Weisheit. In »Der Dieb der Weiblichkeit« weist Amelie Sachs anhand eines unbeachtetes Syndroms auf den männlich geprägten Blick in der Gynäkologie hin. Mit Fragen von Gender und Geschlecht beschäftigt sich auch die Arbeit »Weil ich schon immer James war«, mit der die Fotografin Jana Mai den jungen trans Mann James auf dem Weg zu einem selbstbestimmten Ich begleitet. Familie ist das Thema von Anastasia Shvachko. In ihrem Fotobuch »Do svidaniya, mama« erzählt sie, wie durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine die Beziehung zu ihrer Familie auf die Probe gestellt wird. In einer Zeit, in der die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinandergeht, hat sich Frederik Ferschke mit der Idee von sozialer Gerechtigkeit und Verteilung des Erbes befasst: »Erben verpflichtet«. In seinem Projekt »Ist das Lego oder ist das echt?« beschäftigt sich Christian Platz hingegen mit einer Welt, in der Realität und Fantasie auf faszinierende Weise miteinander verschmelzen. Fragen von Fiktionalität und Wahrheit bestimmen auch die Arbeit von Elias Holzknecht. Seine »Encyclopedia of Potential Truth« ist eine fotografische Erkundung der Geschichte(n) und ihrer narrativen Konstruktion. Ein Versuch, in und mit Bildern zu denken.“
Die Fotoausstellung ist vom 22. Juni – 02. Juli 2023, täglich von 12 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Adresse: Seilerstraße 15d, 30171 Hannover.
Eröffnung der neuen Fotoausstellung in der GAFEröffnung der neuen Fotoausstellung in der GAF
Hannover Nachrichten des Tages und aktuelle News vom 21.Juni 2023 aus dem Neuen Rathaus | Ankündigungen | Berichte | Termine
HANNOVER.
Erweiterungsbau der Tellkampfschule wird am Tag der Architektur vorgestellt
Am kommenden Sonntag findet der Tag der Architektur statt. Es handelt sich um eine Veranstaltung der Architektenkammer Niedersachsen (AKNDS).Näheres ist unter Tag der Architektur (aknds.de) zu finden.
Die Landeshauptstadt Hannover ist mit dem Erweiterungsbau der Tellkampfschule vertreten. Aus diesem Anlass wird das Objekt hier näher vorgestellt.
Die denkmalgeschützten Bestandsgebäude der Tellkampfschule am Altenbekener Damm nahe dem Maschsee sind geprägt von frei im Gelände stehenden Einzelbaukörpern mit altem Baumbestand, verbunden durch untergeordnete Gänge.
Der Fachbereich Gebäudemanagement der Landeshauptstadt hat in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro SEP Architekten aus Hannover in rund zwei Jahren für das Gymnasium Tellkampfschule ein Erweiterungsgebäude errichtet. Zuvor wurde der bestehende Verwaltungstrakt umfangreich grundsaniert. Beim Tag der Architektur präsentierten sie gemeinsam den neuen Schul-Erweiterungsbau und erläuterten den interessierten Bürger*innen bei geführten Rundgängen die baulich umgesetzten Konzeptideen des multifunktionalen Lernortes.
Der kompakte viergeschossige Baukörper, der im südlichen Grundstücksbereich der Schule entstanden ist, beherbergt Biologieräume, acht allgemeine Unterrichtsräume, zugehörige Differenzierungsräume, die Schüler*innenbibliothek und eine hauswirtschaftliche Küche für Kinder mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung. Im Untergeschoss sind Archiv- und Lagerflächen, die Sanitäranlagen sowie die Gebäudetechnik untergebracht. Die Kosten für den viergeschossigen kubusförmigen Erweiterungsbau beliefen sich auf rund 11,5 Millionen Euro.
Die Erweiterung der Schule wurde aufgrund der Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren (G9) sowie der sich fortlaufend ändernden und wachsenden Anforderungen an die räumliche Gestaltung der Schulen erforderlich. Der Schulbetrieb in dem neuen Gebäudeteil startete zum aktuellen Schulhalbjahresbeginn am 1. Februar. Als Solitär zwischen Aula-Gebäude und ‚Schulwäldchen‘ am Geländeübergang zu den Sport- und Spielflächen fügt sich der Kubus harmonisch in das Ensemble der Tellkampfschule ein.
Neubau mit offener Lernlandschaft
Herz des Neubaus ist die offene Lernlandschaft, welche sich über eine großzügige Treppe bis in die Obergeschosse erstreckt. Sie dient als Aufenthaltsort für Schüler*innen und für das Arbeiten in Kleingruppen. Die Unterrichtsräume sind jeweils um eine Lernzone angeordnet, die als Erweiterung der Haupterschließung im Zentrum jeder Etage liegt. Sonderfenster im räumlichen Bezug zu den Treppen bieten in diesen Bereichen großzügige Blicke nach außen in die „Tellkampf-Landschaft“, die dadurch mit der Lern-Landschaft im Innenraum verschmilzt.
Der Neubau wurde unter Berücksichtigung der verschiedenen Belange der Barrierefreiheit und Inklusion (Erschließung, Toilettenanlagen, Raumakustik, Beleuchtungsstärke) errichtet. Die Fassade erhielt in Anlehnung an den Bestand ein helles Sichtmauerwerk und eine klare Ordnungsstruktur mit großen quadratischen Fenstern. Das Gebäude trägt ökologischen Belangen Rechnung durch das extensiv begrünte Flachdach, eine Solarstromanlage und fassadenintegrierte Nisthilfen für Fledermäuse und Mauersegler.
Multifunktionalität und natürliche Materialität prägen den nachhaltigen Neubau.
Neuordnung der Freiflächen
Im Zuge der Errichtung des Neubaus hat die Stadt auch die angrenzenden Freiflächen neu geordnet und gestaltet. Im Bereich des Haupteingangs zum Neubau und als Bindeglied zu den angrenzenden Gebäudetrakten ist eine platzähnliche Fläche mit Sitzgelegenheiten um die vorhandenen Bäume entstanden. Südöstlich des Neubaus wurden ein neuer Schulgarten und eine Freiluftklasse angelegt. Im südlichen Grundstücksbereich entstanden zudem neue Außensportanlagen – mit Beachvolleyballfeld, Weitsprunganlage und 100-Meter-Laufbahn. Diese Anlagen werden auch vom benachbarten Gymnasium Bismarckschule genutzt.
Die Tellkampfschule ist ein dreizügiges Gymnasium und wird als offene Ganztagsschule geführt. Im laufenden Schuljahr besuchen 897 Schüler*innen, davon 23 mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung, die Schule.
Planung und Bauleitung: SEP Architekten, Hannover (Martin Bockelmann, Ingo Henkel, Doris Helmis, Lisa Führing)
Baubeginn: November 2020
Fertigstellung: Dezember 2022
Flächen: rund 2.400 Quadratmeter Bruttogeschossfläche, rund 2.000 Quadratmeter Nettoraumfläche
Kosten: rund 11,5 Millionen Euro für den Erweiterungsbau
Stadtarchiv bietet zum Internationalen Hansetag einen Einblick in die Hansegeschichte der polnischen Gastgeberstadt
Aus Anlass des 43. Internationalen Hansetags in Torun/Thorn unter dem Titel „Im Orbit der Städte“ (22. bis 25. Juni) bietet das Stadtarchiv Hannover einen kleinen Einblick in die Hansegeschichte der polnischen Gastgeberstadt: Vom 22. bis 25. Juni zeigt das Archiv das mehr als 450 Jahre alte Protokoll des Hansetags von 1562 in Lübeck, aus dem die Teilnahme der Thorner Gesandten und sogar deren Position in der Sitzordnung der Städtegesandten ablesbar ist. Im Anschluss ist das Dokument noch bis Ende Juli als Kopie einsehbar. Ergänzt wird es um Informationen zur Thorner Stadtgeschichte und zur Lage der Hanse im 16. Jahrhundert. Bürgermeisterin Monica Plate vertritt die Landeshauptstadt Hannover auf dem Hansetag.
Thorn gehörte wie Hannover zu den kleineren Hansestädten, die sich gewöhnlich von ihrem Vorort, der Hauptstadt des Quartiers vertreten ließen und sich den Ausführungen der Vorort-Gesandten anschlossen. Thorner Vorort war Danzig, die Thorner Gesandten vertraten unter anderem Könisgberg. Zentrales Thema des Hansetags 1562 war der Bremer Religionsstreit, der zum zeitweiligen Ausschluss Bremens aus der Hanse führte.
Die Präsentation ist während der Öffnungszeiten (Dienstag bis Donnerstag von 9 bis 13 Uhr) im Stadtarchiv Hannover, Am Bokemahle 14-16 einsehbar.
Neue Konzertreihe „Bitte stören!?“ in der Stadtbibliothek Hannover
„VOICES FOR FUTURE“ – ENSEMBLE SOZUSINGEN im Gespräch mit Vertreter*innen von enercity und Students for Future
Zu einer Konzertcollage mit klassischer Vokalmusik, Demo-Gesängen und Stimmen junger Klimaaktivist*innen lädt das ENSEMBLE SOZUSINGEN für Mittwoch, 28. Juni, 19.30 Uhr, in die Stadtbibliothek Hannover, Hildesheimer Str. 12, ein. Bei diesem Konzert zum Auftakt der neuen Reihe „Bitte stören!?“ wird das Konzert, inspiriert von stimmgewaltigen Einsätzen für Naturschutz, Generationengerechtigkeit und Zukunftsszenarien zu einer Collage: Vokalmusik mischt sich mit Umweltschutz-Demochören, Choräle mit Reden von Greta Thunberg, klassische Musik mit Poetry Slam aus Hannover und der Region. Der Eintritt kostet fünf Euro. Karten gibt es nur an der Abendkasse.
Das Vokalprogramm der Künstler*innen Marianne Knoblauch, Eva-Maria Kösters, Maria Ravvina, Philip Schwartz, und Jorge Kröger des ENSEMBLE SOZUSINGEN lädt zum Hinhören und Mitfühlen zwischen Verirrung, Trauer und Aufbruch ein. Sie thematisieren Wachstum, Effizienz und das eigene Wohl ebenso wie die sich verändernde Natur und Umwelt, die aussterbenden Singvögel und die folgende Stille.
„Bitte stören!?“
Die Konzertreihe der Stadtbibliothek Hannover lädt dazu ein, einen neuen Blick auf klassische Musik zu werfen. Jedes Konzert steht unter einem Thema mitten aus der Gesellschaft. Ein Ensemble sowie ein Verein, eine Initiative oder engagierte Menschen aus Hannover werden eingeladen, den Abend zu gestalten. Das Publikum darf sich ganz im Sinne des Titels einmischen und die Bibliothek zu einem diskursiven Raum werden lassen. In Kooperation mit den Freunden der Stadtbibliothek Hannover e.V.
Ausstellung KUBUS KOOPERATIV – NEUES AUS HANNOVERSCHEN ATELIERS 2023 ZEICHNUNG allover wird bis zum 2. Juli verlängert
Die Ausstellung KUBUS KOOPERATIV NEUES AUS HANNOVERSCHEN ATELIERS 2023 ZEICHNUNG allover in der Städtischen Galerie KUBUS, Theodor-Lessing-Platz 2, geht in die Verlängerung und ist über den 18. Juni hinaus noch bis zum 2. Juli zu sehen.
Auch die sonnTALKs, sonntags von 14 bis 15 Uhr, werden weiter angeboten: Sprechen, Nachdenken, Reflektieren, Fragen, Sagen, Bemerken, Zweifeln, Freuen und Schweigen über Kunst mit den Künstler*innen der Ausstellung.
In der Ausstellungsreihe NEUES AUS HANNOVERSCHEN ATELIERS präsentiert Dagmar Brand seit mehr als 20 Jahren jeweils aktuelle Arbeiten hannoverscher Künstler*innen. In diesem Jahr findet die Ausstellung nun bereits zum dritten Mal in Kooperation mit der Städtischen Galerie KUBUS statt.
Alle Künstler*innen aus Hannover und der Region Hannover konnten sich bewerben mit bis zu drei Arbeiten, die nicht älter als ein Jahr sind. Die Jury bestehend aus Julienne Franke (Städtische Galerie Lehrte), Nora Brünger (Freie Kuratorin), Birte Heier (Kunstverein Langenhagen) sowie Anne Prenzler (Städtische Galerie KUBUS) und Dagmar Brand (Weiße Halle Eisfabrik) hat aus mehr als 130 Bewerbungen 20 Positionen ausgewählt:
CONSTANZE BÖHM, GRUPPE STUMPF, HELMUT HENNIG, KATHRIN JOBCZYK, ANTJE KOOS, ANTON KRÜGER, JÁNOS NÁDASDY, ULLA NENTWIG, NOMDEPLUM, SABINE MÜLLER, CARLOTTA OPPERMANN, NICO PACHALI, SOPHIE PAPE, INGE MARION PETERSEN, CONSTANZE PRELLE, CHRISTIAN RIEBE, NIKOLA SARIC, LEA SCHÜRMANN, TUGBA SIMSEK, JOCHEN WEISE.
Dieses Mal steht das Thema Zeichnungen im Zentrum: Werke, die zeichnerisch angelegt sind oder die vom Medium der Zeichnung/der Linie ausgehend argumentieren und andere Ausdruckformen nutzen, auch Bodenarbeiten oder andere Medien sind zu sehen. Interaktive Zeichenboxen, dreidimensionale Raumzeichnungen, narrative Ansätze, konzeptionelle Arbeiten, ebenso wie dezidierte Zeichnungen.
Baumschnittarbeiten in der Loebensteinstraße
Die Stadt führt vom 26. bis 30. Juni Baumschnittarbeiten an der Loebensteinstraße (Stadtteil Zoo) durch. Aus Gründen der Verkehrssicherung wird Totholz entfernt, ferner werden zwei abgestorbene Bäume aus den angrenzenden Gehölzstreifen entnommen. Die Arbeiten werden täglich zwischen 7 und 18 Uhr durchgeführt. Sie starten am Majolika-Brunnen (nach seinem Stifter auch Rese-Brunnen genannt) und wandern nach und nach in Richtung Zoo. Abschnittsweise gilt ein Haltverbot.
Ulrich Stamm – Professionelle Fotografie für Business | Presse | Privat
Kunden müssen mit Lieferengpässen bei EDEKA rechnen
LAUENAU.
Im Tarifkonflikt mit den Arbeitgebern des Genossenschaftlichen Großhandels in Niedersachsen erhöht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) jetzt den Druck. Die Arbeitnehmervertreter rufen am Mittwoch, 21. Juni 2023, die Beschäftigten des Edeka-Zentrallagers in Lauenau erneut zu einem 24-stündigen Warnstreik auf. „Edeka konnte im vergangenen Geschäftsjahr den Jahresumsatz auf rund 66 Milliarden Euro steigern und ist zum größten privaten Arbeitgeber Deutschlands aufgestiegen“, sagt Mizgin Ciftci von ver.di. „Die Beschäftigten sehen von diesen Rekordergebnissen aber nichts“, sagt der Gewerkschaftssekretär weiter.
„Es darf nicht sein, dass sich die Verantwortlichen bei Edeka eine goldene Nase verdienen, während die eigenen Beschäftigten nicht mehr wissen, wie sie ihr Auto für den Weg zur Arbeit vollgetankt bekommen“, sagt Ciftci über das Lohnniveau im Unternehmen.
ver.di fordert 13 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 400 Euro bei einer Laufzeit von nur 12 Monaten.
Die Gewerkschaft ruft daher für Mittwoch, den 21. Juni 2023, zu einem 24-stündigen Streik im EDEKA-Zentrallager in Lauenau auf. Ein Streik im Zentrallager hat Auswirkungen auf Hunderte vom Lager belieferte Edeka-, E-Center- und Marktkauf-Filialen in der Region. „Kunden müssen sich aufgrund der Verweigerungshaltung der Arbeitgeber auf Engpässe in den Regalen vorbereiten“, sagt Ciftci.
Die europäischen Aktienmärkten haben ihre Konsolidierung am Dienstag fortgesetzt. Mit leichten Verlusten reagierten sie zunächst auf mäßige Vorgaben aus Asien und am Nachmittag auf Verluste auch an der Wall Street. Marktteilnehmer sprachen von einer laufenden Gegenbewegung nach den Kursgewinnen seit Anfang Juni.
Zum Handelsende verlor der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) 0,44 Prozent auf 4343,14 Punkte. Wie schon im April und Mai konnte der Eurozonen-Leitindex die Hürde bei 4400 Zählern zuletzt nicht nachhaltig überwinden und fiel wieder zurück.
In Paris fiel der CAC 40 um 0,27 Prozent auf 7294,17 Zähler. Der Londoner FTSE 100 schloss 0,25 Prozent leichter bei 7569,31 Punkten.
„Die gerade in der vergangenen Woche noch einmal heiß gelaufenen Börsen lassen weiter Druck aus dem Kessel“, stellte Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker Robo Markets fest. Die Verluste stellten auch eine Korrektur der zuletzt allzu großen Zuversicht an den Märkten dar.
Nicht allzu gut kamen unterdessen die Zinssenkungen in China an. „Die Anleger hatten sich mehr erhofft, chinesische Aktien gaben nach“, hieß es dazu von der Landesbank Baden-Württemberg. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt will nach den Corona-Maßnahmen, die erhebliche Auswirkungen auf die Konjunktur hatten, nicht recht ins Laufen kommen.
Wenig überraschend lagen denn auch eher konjunkturunabhängige, defensive Branchen an der Spitze der europäischen Aktienmärkte. Im Entschädigungsstreit mit Boehringer Ingelheim rund um das in die Schlagzeilen geratene Medikament Zantac kann der französische Pharmakonzern Sanofi aufatmen: Die Internationale Handelskammer in den USA habe die Klage des deutschen Herstellers zurückgewiesen, teilte Sanofi am Dienstag in Paris mit. JPMorgan macht daher Potenzial für den französischen Wert aus. Sanofi stiegen an der Spitze des EuroStoxx 50 um 3,7 Prozent.
Zu den Verlierern zählten dagegen die Chemiewerte nach Hiobsbotschaften von LANXESS – der Lanxess-Kurs brach ein und zog den Sektor mit nach unten. Der Vorstand des Spezialchemiekonzerns hatte das Gewinnziel für das Gesamtjahr gesenkt. Die bereits zu Jahresbeginn allgemein sehr schwache Nachfrage sowie ein anhaltender Lagerabbau bei Kunden hätten sich im zweiten Jahresviertel fortgesetzt, hieß es von Lanxess. Als am Nachmittag Übernahmegerüchte rund um den deutschen Chemiekonzern Covestro aufkamen, macht der Chemiesektor wieder etwas Boden gut.
Noch größere Kursverluste erlitten die Rohstoff- und Automobilwerte. Branchen also, die stark von der Nachfrage aus China abhängen. Der fehlende Schwung der chinesischen Wirtschaft stelle auch eine Belastung der weltweiten Konjunktur dar, merkte Analyst Ricardo Evangelista vom Broker Activtrades dazu an.
Hannover Nachrichten des Tages und aktuelle News vom 20.Juni 2023 aus dem Neuen Rathaus | Ankündigungen | Berichte | Termine
HANNOVER.
Neue Bootsanlegestelle am Friederikenplatz verkürzt Transport von Kanus
Eine neue Anlagestelle südlich des Friederikenplatzes erleichtert Kanusportler*innen ab sofort den Ausstieg aus dem Boot und verkürzt den Transport zum Wiedereinstieg nördlich der Leinewelle. Bislang diente lediglich eine kleine Treppenanlage an der Culemannstraße (am östlichen Leineufer) zum Ein- und Ausstieg. Die neue, in rund neun Wochen entstandene Anlegestelle befindet sich am Hannah-Ahrendt-Weg (am westlichen Ufer) und kostete rund 30.000 Euro. Der Transportweg zum Steg an der Mike-Gehrke-Promenade (Leibnizufer) hat sich damit um etwa 150 auf rund 450 Meter verkürzt. Durch die Anbindung an die nahegelegene Unterführung lassen sich Überquerungen an Ampelkreuzungen vermeiden.
Die neue Steganlage besteht aus zwei Treppenanlagen aus Beton, die mit einem Abstand von vier Metern an der Böschung bis zur Wasserkante herunterführen. Damit können Boote verschiedener Größen komfortabel die Böschung herauf- und herabgetragen werden. Entlang der Treppen ist ein Gleitbalken aus Holz installiert, auf dem auch größere Boote liegend hinuntergleiten können. Am Ende der Treppen im Bereich des Wasserspiegels befindet sich der eigentliche Steg. Dieser hat einen Belag aus Kunststoffbohlen und erleichtert den Wassersportler*innen den Bootseinstieg und -ausstieg. Die Gestaltung der neuen Anlegestelle hat die Stadt mit dem Landes-Kanu-Verband Niedersachsen e.V. abgestimmt.
Für die Errichtung des neuen Steges im Uferbereich war die Erteilung einer wasserrechtlichen Genehmigung der Region Hannover notwendig, weil die Anlage in das öffentliche Gewässer (Leine) hineinragt. Da das Baugrundstück dem Land Niedersachsen gehört, wurde hierzu eine Nutzungsvereinbarung geschlossen, in deren Rahmen der der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover für die Errichtung, Pflege, Instandhaltung und die Verkehrssicherung des Grundstücks und der neugebauten Anlage zuständig ist. Die Planung der Anlage und die Bauausführung übernahm der städtische Fachbereich Tiefbau.
Stadtquartier Kronsberg: Sieger-Entwürfe für dritten Abschnitt werden gezeigt
Die Landeshauptstadt Hannover und die Wohnungswirtschaft entwickeln auf dem Kronsberg ein neues und urban-grünes Wohnquartier. In einer Ausstellung auf dem Baufeld A1.3 an der Stockholmer Allee werden vom 26. Juni bis 9. Juli Gestaltungsvorschläge für die ersten Baufelder des dritten Bauabschnitts präsentiert. Es handelt sich um Ideen, die Planungs- und Architekturbüros in einen Wettbewerb den Hochbau betreffend, eingebracht haben. Die Sieger stehen nun fest. Die Ausstellung wird für die Öffentlichkeit täglich, auch an den Wochenenden, in der Zeit von 12 Uhr bis 19 Uhr zugänglich sein. Am Freitag, 30. Juni, um 11 Uhr, wird sie von Stadtbaurat Thomas Vielhaber und Vertreter*innen der Unternehmen offiziell eröffnet.
Nachbarn aus den umliegenden Quartieren, potenzielle Mieterinnen und Mieter sowie Interessierte an Stadtentwicklung und Architektur sind eingeladen, sich auf der Pop-up-Präsentationsfläche an der Stockholmer Straße zu informieren und auszutauschen.
Der dritte Bauabschnitt Kronsberg Süd, für den jetzt die ersten Ideen für die Hochbau-Planung präsentiert werden, umfasst rund 14 Hektar. Insgesamt hat das Neubaugebiet Kronsberg Süd eine Größe von rund 53 Hektar. Es ist das größte Neubaugebiet Niedersachsens. Rund 4000 Wohneinheiten werden hier entstehen – mit Wohnraum für rund 8000 Menschen. Im ersten und zweiten Bauabschnitt – hier entstehen rund 2800 Wohneinheiten – herrscht bereits rege Bautätigkeit, teilweise sind Wohnungen bereits bezogen.
Hannover feiert den Internationalen Tag des Yoga auf dem Trammplatz
Die Landeshauptstadt Hannover (LHH) lädt zusammen mit dem Tagore Centre, der indischen Botschaft Berlin und dem Indian Council for Cultural Relations alle Yoga-Interessierten dazu ein, am Sonntag, 25. Juni, von 10 bis 12 Uhr auf dem Trammplatz gemeinsam Yoga zu praktizieren und so den Internationalen Tag des Yoga zu begehen. Das diesjährige Thema lautet „Yoga für Vasudhaiva Kutumbakam“ (Deutsch: „Yoga für das Wohlergehen aller: eine Welt – eine Familie“). Das Motto drückt den Geist des Yoga aus, der alle mitdenkt und verbindet.
Yoga-Matten und Yogatag-T-Shirts stellen die Veranstalter*innen zur Verfügung. Wasser und Tee gibt es für alle kostenlos. Nach den offiziellen Ansprachen beginnt die gemeinsame einstündige Yoga-Praxis, bei der auch der indische Botschafter mitmachen wird. Angeleitet werden die Teilnehmenden von Yogalehrer*innen der Partner-Organisationen: vom hannoverschen Yoga Studio Akash Nair, Art of Living e. V., Heartfulness Institute Germany und der Maharishi Veda Stiftung.
Für die aktive Teilnahme sind keine Vorkenntnisse notwendig – die Übungen eignen sich für Anfänger*innen und Fortgeschrittene ab zwölf Jahren. Der Eintritt ist frei. Nach der Yoga-Praxis kann man auf dem Trammplatz vegane indische Köstlichkeiten kaufen und genießen.
Am 11. Dezember 2014 riefen die Vereinten Nationen den 21. Juni zum Internationalen Tag des Yogas aus – als Anerkennung der hohen und weltweiten Bedeutung von Yoga für die Gesundheit. Dieser Tag hat zum Ziel, das Bewusstsein dafür zu schärfen, welche vielen Vorteile es hat, Yoga regelmäßig zu praktizieren. Denn der UN war es vor allem wichtig, dass Menschen gesundheitsfördernde Entscheidungen treffen und gesunde Lebensweisen führen. Und Yoga bietet einen solchen ganzheitlichen Ansatz für Gesundheit und Wohlbefinden. Am 21. Juni 2015 fand so der erste Internationale Tag des Yoga statt.
Yoga schafft oft die Möglichkeit, die innere Balance wiederzufinden – insbesondere in den Krisenzeiten. Die letzten Jahre waren und sind für viele Menschen eine Herausforderung: Sie fühlen sich verunsichert und belastet. Die LHH hat das Jahr 2023 der mentalen Gesundheit gewidmet und hält eine Vielfalt an Beratungs- und Unterstützungsangeboten für die Beschäftigten vor. Das Jahr der mentalen Gesundheit dient zur Stärkung der Gesundheitsprävention und ist Bestandteil der Neuausrichtung des Personalmanagements, mit dem sich die Stadtverwaltung als attraktive Arbeitgeberin profilieren will.
Ulrich Stamm – Professionelle Fotografie für Business | Presse | Privat
Niederschlagsreiches Frühjahr hat kaum geholfen – Eisschmelze schreitet schnell voran
BONN.
In den Schweizer Alpen steht auch in diesem Jahr eine starke Gletscherschmelze bevor. Viele tiefer gelegene Gletscherzungen sind bereits jetzt schon schneefrei. Trotz eines nassen und auf den Bergen teils schneereichen Frühjahrs könnte es nach dem Rekordjahr 2022 wieder massive Eisverluste geben.
Normalerweise liegt im Juni auf den Alpengletschern noch eine geschlossene Schneedecke. Doch dieses Jahr ist besonders bei den Schweizer Gletschern alles anders. Im Zungenbereich des Rhonegletschers im Kanton Wallis auf 2200 Metern Höhe ist die schützende Schneedecke bereits geschmolzen. Dr. David Volken, WetterReporter und Klimaexperte von WetterOnline: „Das sind schlechte Voraussetzungen für die Schweizer Gletscher. Diese haben im vergangenen Jahr bereits ein Rekordvolumen von 3 Kubikkilometern Eis verloren.“
Rasante Schnee- und Eisschmelze
In Höhenlagen von etwa 3000 Metern schmelzen derzeit 5 bis 10 Zentimeter Schnee pro Tag. Bei wolkenlosem Himmel und hohen Temperaturen kann die Schmelze lokal sogar noch stärker ausfallen. Aufgetaute Gletscherseen und tosende Schmelzwasserbäche sind die eindrucksvollen Zeichen des schmelzenden Schnees.
Dabei war die Schneesituation zunächst vielversprechend: Ein nasses und schneereiches Frühjahr ließ hoffen, dass sich die Schneelage im Hochgebirge besser entwickeln würde als im Rekordverlustjahr 2022. Jedoch hat das sonnige und warme Wetter der letzten Wochen die Eis- und Schneeschmelze beschleunigt. Ohne weiteren Schnee könnte laut Dr. Volken auch in diesem Jahr eine starke Eisschmelze in den Schweizer Alpen bevorstehen.
Warum Sommerschnee entscheidend ist
„Der Schnee ist eine natürliche Schutzschicht. Wo Schnee liegt, schmilzt das Eis nicht. Eine frische, weiße Schneedecke reflektiert die Sonnenstrahlen zu fast 100 Prozent und kann den Gletscher im Sommer über einen Zeitraum von bis zu einer Woche vor dem Abschmelzen schützen“, erklärt Dr. Volken. Die Oberfläche eines Gletschers ohne Neuschnee ist viel dunkler als die eines Gletschers mit Neuschnee. Sie kann daher viel Sonnenstrahlung absorbieren und die Schmelze weiter vorantreiben.
Schneefälle im Winterhalbjahr sind deshalb keine Garantie für eine gute Ausgangssituation für den Gletscher. Entscheidend für seine Massenbilanz, also ob er an Masse zu- oder abnimmt, ist vor allem die Intensität der Schmelze im Sommer.
Nach den deutlichen Gewinnen vom Freitag ist an den wichtigsten europäischen Aktienmärkten zum Beginn der neuen Woche Ernüchterung eingekehrt. Der Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) verlor am Montag 0,74 Prozent auf 4362,38 Punkte. In Paris fiel der CAC 40 um 1,01 Prozent auf 7314,05 Zähler. Der Londoner FTSE 100 sank um 0,71 Prozent auf 7588,48 Punkte.
Den Anlegern fehle es an Montagsmotivation angesichts der Sorgen um das globale Wachstum vor der Zinsentscheidung der Bank of England, konstatierte Marktexpertin Susannah Streeter von Hargreaves Landsdown. Zudem halte die Besorgnis über die nachlassende Dynamik der chinesischen Erholung an. Sie verwies darauf, dass die US-Investmentbank Goldman Sachs ihre Prognose für das chinesische Wachstum reduzierte und die begrenzten Möglichkeiten zur Ankurbelung der Wirtschaft betonte.
Die eingetrübten Aussichten für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt versetzten den in London gehandelten Rohstoffaktien einen Dämpfer. So sackten die Papiere von Antofagasta und die von Fresnillo um jeweils mehr als zwei Prozent ab.
Im Blickpunkt standen Luftfahrtwerte anlässlich der am Montag begonnenen Paris Air Show. In Erwartung guter Geschäfte auf der Luftfahrtmesse in Le Bourget verzeichneten die Aktien der Flugzeugbauer und -zulieferer Airbus (Airbus SE (ex EADS)), SAFRAN und Rolls-Royce Kursaufschläge zwischen 0,2 und 1,7 Prozent.
Der weltgrößte Flugzeughersteller Airbus zog bereits einen Rekordauftrag an Land. Die indische Billigfluggesellschaft Indigo bestellte 500 Maschinen aus der Modellfamilie A320neo. Dies sei der größte Einzelauftrag in der Geschichte der Luftfahrt, erklärte Airbus-Verkaufschef Christian Scherer.
Die Anteilsscheine von Sartorius Stedim Biotech litten unter einer Umsatz- und Gewinnwarnung der deutschen Muttergesellschaft Sartorius (Sartorius vz) und brachen um fast 13 Prozent ein. Der Pharma- und Laborausrüster hatte seine Prognosen für den Umsatz und die Profitabilität im laufenden Jahr deutlich gesenkt. Der anhaltende Abbau von Lagerbeständen bei Kunden nach der Corona-Pandemie und die allgemeine schwache Nachfrage belasten Sartorius offenbar stärker als befürchtet.
Die Titel von AstraZeneca reagierten mit einem Kursrückgang von mehr als einem Prozent auf einen Pressebericht über Pläne des Pharmakonzerns für die Ausgliederung seines China-Geschäfts und dessen separaten Börsengang in Hongkong. Dies hatte die „Financial Times“ unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen berichtet. Das Management habe die Idee bereits vor einigen Monaten mit Bankern erörtert, als die geopolitischen Spannungen zugenommen hätten. Das Unternehmen könnte auch in Shanghai notiert werden, sagte eine der Quellen der Zeitung.
Am Montagmittag ging die Meldung zu einem PKW-Brand mit Gastank auf der BAB 7 stadtauswärts in Richtung Laatzen – auf Höhe der Raststätte Wülferode West – in der Regionsleitstelle ein. Als die Brandschützer nach wenigen Minuten eintrafen, brannte der PKW bereits großflächig. Nach rund dreißig Minuten hatten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle. Verletzt wurde niemand, bei Eintreffen der Brandschützer hatten die Insassen das Fahrzeug verlassen.
Gegen 12:50 Uhr alarmierte die Regionsleitstelle einen Löschzug der Berufsfeuerwehr und die Ortsfeuerwehr Wülferode zu einem PKW-Brand mit Gastank. Bei Eintreffen brannte ein zwanzig Jahre alter PKW bereits großflächig. Umgehend wurde ein Löschangriff aus sicherer Entfernung eingeleitet, da die Einsatzkräfte zunächst von einer Explosionsgefahr ausgehen mussten; diese wurde aufgrund einer erfolgten Druckentlastung des Gastanks nicht bestätigt. Aufgrund der andauernden Trockenheit brannten zudem angrenzende Böschungsbereiche, welche ebenfalls gelöscht wurden. Nach etwa dreißig Minuten hatten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle und leiteten einen Schaumangriff ein. Um eine weitere Brandausbreitung auf die Böschung auszuschließen, kontrollierten die Einsatzkräfte das Umfeld mittels Drohne. Die Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr waren nach ca. eineinhalb Stunden abgeschlossen. Die BAB 7 wurde während der Einsatzmaßnahmen gesperrt, was zu Verkehrsbeeinträchtigung führte.
Die Feuerwehr der Landeshauptstadt war mit 7 Fahrzeugen und rund 20 Einsatzkräften im Einsatz.
Hannover Nachrichten des Tages und aktuelle News vom 19.Juni 2023 aus dem Neuen Rathaus | Ankündigungen | Berichte | Termine
HANNOVER.
Die „Schmalstieg-Bank“ steht jetzt im Berggarten
Als Geschenk zu seinem 80. Geburtstag am 8. Juni bekam Herbert Schmalstieg, Hannovers ehemaliger Oberbürgermeister und jetziger Ehrenbürger, von der Landeshauptstadt Hannover eine Sitzbank. Seit heute (19. Juni) steht die Holzbank an Schmalstiegs Wunschort im Subtropenhof des Berggartens in Herrenhausen. Der Garten zählt zu den Lieblingsorten Schmalstiegs und seiner Frau Heidi Merk. Dr. Anke Seegert, Direktorin der Herrenhäuser Gärten, bedankte sich für die Standortwahl mit einem Orchideenstrauß.
Wasserkunst Herrenhausen: Sanierung abgeschlossen
Nachhaltigkeit pur: Pumpe läuft seit 160 Jahren mit 140 PS direkter Wasserkraft
Sanierung im Gesamtvolumen von 6,4 Millionen Euro
Hannover hat ein einzigartiges technisches Denkmal, das nach aufwändiger Sanierung nun wieder ansehnlich ist: die Wasserkunst Herrenhausen. Sie wurde vor mehr als 300 Jahren gebaut, um die Wasserspiele im Großen Garten zu betreiben. Die eigens entwickelte Technik funktioniert immer noch tadellos mit purer Wasserkraft. Zehn Jahre hat die nun abgeschlossene Sanierung gedauert, immer mehr Schäden kamen zu Tage, Hochwasser warf die Arbeiten zurück und zu guter Letzt verzögerte der Neubau der angrenzenden Fahrradrampe den Zugang.
Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf betonte bei der Einweihung am Montag (19. Juni): „Der Kraftakt hat sich gelohnt. Dank der Förderung aus Bundesmitteln, durch die Klosterkammer Hannover und die VGH-Stiftung und dank Tatkraft und Sachverstand aller Beteiligten können wir und künftige Generationen die historische Technik wieder bewundern“.
Wer hat die höchste Fontäne? Die Wasserkunst Herrenhausen verhalf Hannover zu Rang und Namen in Europa
Die Wasserkunst verhalf Hannover zu Rang und Namen in Europa, denn insbesondere die Große Fontäne war ein Statussymbol der hannoverschen Kurfürsten und Könige. Im Wettstreit „Wer hat die höchste Fontäne?“ errang Hannover 1720 den Sieg – mit Hilfe der Wasserkunst erreichte die Fontäne damals eine Höhe von 35 Metern.
Inzwischen werden die Wasserspiele mit elektrischen Pumpen betrieben und die Fontäne springt bis zu 72 Meter hoch. Die Wasserkunst dient aber nach wie vor der Regulierung des Wasserstands der Graft. Sie umgibt den Großen Garten und speist die Brunnen und Fontänen sowie die Bewässerungsanlagen der Herrenhäuser Gärten.
Laut Prof. Dr. Anke Seegert, Direktorin der Herrenhäuser Gärten, ist die Wasserkunst daher auch für die Zukunft der Gärten enorm wichtig: „Natürlich sind die Wasserspiele eine Attraktion im barocken Garten. Unverzichtbar ist die Wasserkunst aber vor allem für die Bewässerung der Pflanzen.“ Seit dem 18. Jahrhundert sind die Herrenhäuser Gärten dazu berechtigt, der Leine Wasser zu entnehmen – ein unschätzbarer Vorteil, wenn es an Regen- und Grundwasser mangelt.
Die Wasserkunst ist ein herausragendes Denkmal,hat aber auch ihre Tücken. Als Magnet für Besucher*innen ist sie aufgrund von hohen Sicherheitsauflagen nur bedingt geeignet. In dem zum Wasser hin offenen Gebäude ist ein Aufenthalt von nur wenige Personen gleichzeitig möglich, zudem sind keine kleinen Kinder zugelassen. Vorerst einmal im Monat kann die Wasserkunst besichtigt werden, Eintrittskarten sind im Vorverkauf bei den Herrenhäuser Gärten erhältlich. Für Schulklassen ist ein Besichtigungsangebot ab 2024 in Planung.
Die Wasserkunst heute
Allein von außen ist das gemauerte Gebäude mit der auffälligen Dreiturmfassade schon sehenswert. Der mittlere Hauptturm hatte die Funktion, die Große Fontäne im Blick zu behalten. Wie in alten Zeiten: Die historische Uhr ist noch vorhanden und läutet alle halbe Stunde. Das Bauwerk zeigt den Zustand ab 1860. Damals reichte ein zusätzlicher Fachwerkbau bis an den Schleusenkanal. Er wurde allerdings im Zweiten Weltkrieg zerstört und nicht wieder aufgebaut. Mit Liebe zum Detail ist der Originalzustand erarbeitet worden, bis hin zur Farbe der Fugen, die längs und quer jeweils andersfarbig sind.
Im Inneren beeindrucken vor allem die in der Egestorffschen Maschinenfabrik, der späteren Hanomag, entwickelten Pumpmaschinen. Sie werden von zwei riesigen Wasserrädern angetrieben. Sind die Maschinen in Betrieb, kann man sein eigenes Wort kaum noch verstehen. Da kann man sich gut vorstellen, dass das ursprüngliche Fachwerkgebäude von den damals fünf großen Rädern mit 40 Pumpen regelrecht „durchschüttelt“ wurde, was allerlei Verschleiß mit sich brachte. So lebte auch nicht nur der Maschinenwart, sondern auch der Schmied direkt an der Wasserkunst in 24 Stunden-Bereitschaft, da ständig etwas zu reparieren und zu warten war.
Da die Technik nicht selbst erklärend ist, präsentiert eine Ausstellung die Geschichte und Funktionsweise der Wasserkunst. Die pfiffige Kehrschlosstechnik, die bei der alten Wassermaschine die Kraftübertragung von den Rädern auf die Pumpen bewerkstelligte, ist besonders kompliziert. Ein kurzweiliger Animationsfilm macht die Technik jedoch verständlich. Zusätzlich gibt es ein Modell zu besichtigen und einen Film, der dieses Modell in Aktion zeigt – alles zu sehen in der Alten Schmiede, in der der Gang durch die Ausstellung sinnvollerweise beginnt. Die verschiedenen Etappen der Wasserkunst von 1720 bis heute sind auf großen Wandtafeln mit historischen Fotos und Zeichnungen nachzuvollziehen. Im Maschinensaal kann man sich auf einer langen Bank niederlassen, um die Maschine in Aktion zu erleben. Ein weiterer Raum ist dem Fontänen-Wettstreit und den wichtigsten Protagonisten in der Geschichte der Wasserkunst gewidmet. Der Weg durch die Wasserkunst führt weiter hinaus auf die Insel, wo die alte Schiffsschleuse, das Leine-Wehr und Relikte der historischen Pumpenkammern zu entdecken sind.
Die Sanierung der Wasserkunst
2007 wurde die marode Wasserkunst für die Öffentlichkeit gesperrt und 2011 ganz außer Betrieb genommen. Erste Voruntersuchungen ergaben Schäden an der Wehranlage und an den Mauern der nicht mehr genutzten Pumpenkammern. An der Wasserkunst selbst zeigten sich Schäden sowohl über als auch unter Wasser, vor allem an der Tragkonstruktion des Daches, an der Fassade, am Mauerwerk, an Fenstern, Holzböden und Fachwerk.
Auch das Herzstück der Wasserkunst mit Pumpen, Wasserrädern, Kurbelgestänge, Sperrtore und Schotts, aber auch teils tragende Mauern waren betroffen. Der Einfluss des in den Jahrhunderten zeitweise sehr salzreichen Wassers der Leine zeigte sich am Sandstein deutlich.
Die Sanierung der Wasserkunst erfolgte in drei Bauphasen, bei denen überwiegend im Frühjahr und Sommer gearbeitet und im Herbst wieder geflutet wurde. Mit Hilfe einer Spundwand und eines Erdwalls wurde die Baustelle trockengelegt. Umfangreiche Arbeiten zur Entschlammung – im Bereich von Wasserkunst und Schleuse, aber auch im Inneren des Gebäudes folgten. Durch die Lage im Überschwemmungsbereich haben die zahlreichen Hochwasser und die daraus resultierenden Verschlammungen immer wieder zu Bauverzögerungen geführt. Ausgeführt wurden vor allem Metall- und Schlosserarbeiten an den Wasserrädern und Pumpen, Sanierungsarbeiten an Fassade, Fenster und Türen sowie Stein- und Erdarbeiten im Unter- und Oberwasser. Auch die angrenzende Wehranlage wurde saniert. Das Dach auf dem Hauptgebäude ist neu mit Schiefer eingedeckt worden. An der Fassade wurde der weiße Anstrich entfernt, so dass nun nach historischem Vorbild eine Gliederung von Naturstein- und Putzfassade zu sehen ist. Auch die Insel wurde neu gestaltet, von hier aus ist ein barrierefreier Zugang zum Gebäude geschaffen worden.
Die zuständige Denkmalpflege war intensiv eingebunden, aber auch der Naturschutz war stets ein wichtiger Aspekt. Die Wasserkunst liegt direkt an einem Landschaftsschutzgebiet inmitten wertvoller Gewässerbereiche mit zum Beispiel dort lebenden Muscheln, die umgesetzt wurden. Im größeren Umkreis hat auch Biber einen Lebensraum gefunden. Umfangreiche Gutachten und Genehmigungen gingen allen Maßnahmen voraus, um die Sanierungsmaßnahmen so schonend wie möglich durchzuführen.
Die 2015 baulich begonnene und im Sommer 2022 abgeschlossene umfangreiche Komplettsanierung von Gebäude, Technik und Umfeld hat die Wasserkunst wieder in einen dem einzigartigen, denkmalwürdigen Zustand versetzt.
Insgesamt waren bei der Planung und Ausführung für Hochbau, Tiefbau, Wasserbau, Steinmetz-, Metall- und Holzbau sowie Außenanlagen, Konzeption und Einrichtung der Ausstellung sowie aus den Bereichen Denkmalschutz, Umweltschutz, Gewässer- und Bodenschutz über 90 Personen mit weiteren Mitarbeiter*innen aus 42 Büros und Firmen, vier Behörden sowie sechs Fachbereichen der Landeshauptstadt beteiligt. Der städtische Fachbereich Gebäudemanagement hat dabei die gesamte Sanierung betreut.
Die Geschichte der Wasserkunst
Die Herrschenden des 17. und beginnenden 18. Jahrhunderts wetteiferten miteinander in der Errichtung kunstvoller Springbrunnen, Kaskaden und Fontänen. So auch die Welfen unter Herzog Johann Friedrich, der ab 1676, direkt nach dem Bau des Schlosses, die ersten Wasserspiele errichten ließ. Mit aufwändigen Methoden und vielen Reichstalern versuchten die folgenden Generationen des Herrscherhauses, die Wasserkünste repräsentativer zu gestalten. 1700 legte der neue Fontänen-Meister Pierre La Croix ein Brunnenbecken mit 50 Meter Durchmesser für die Fontäne an und umgab den Garten mit einem Wassergraben, der Graft, die von Soldaten ausgehoben wurde. Georg Ludwig, Kurfürst von Hannover und ab 1714 auch König von Großbritannien, hatte das ehrgeizige Ziel, im Großen Garten den höchsten Springstrahl Europas steigen zu lassen – als Symbol der Macht. Es dauerte noch 20 Jahre, bis dieses Ziel endlich in erreichbare Nähe rückte. Ab 1719 wurde dafür die Leine südlich des Großen Gartens aufgestaut. Es folgte der Bau des auf Pfählen gegründeten 40 Meter langen Maschinenhauses. Fünf Wasserräder mit je 9,35 Meter Durchmesser trieben darin 20 Druckpumpen an. Sie wurden mit Kehrschlössern ausgestattet. Diese neuartige Technik sollte endlich zum Durchbruch verhelfen: 1720 sprang die Große Fontäne 35 Meter hoch – die Fontäne im berühmten Versailles erreichte nur eine Höhe von 27 Metern – somit war der jahrelange Wettkampf gewonnen und Herrenhausen hatte die höchste Fontäne der Welt.
1860 bis 1863 wurde die Wassermaschine komplett umgebaut und seither „Neue Wasserkunst“ genannt. Statt ursprünglich fünf kamen nur noch zwei Wasserräder zum Einsatz, ergänzt um eine Egestorffsche Maschinenanlage mit höherer Leistung. Die Höhe der Großen Fontäne wuchs dadurch auf fast 64 Meter an.
Seit dem Umbau als „Neue Wasserkunst“ hat es zahlreiche Sanierungen und Renovierungen des technisch anspruchsvollen Maschinengebäudes gegeben, unter anderem nach den im Zweiten Weltkrieg entstandenen Schäden. 1978 erfolgte die letzte Komplettsanierung des Gebäudes.
Zusammen mit dem Ernst-August-Kanal und einer dazugehörigen Schleuse ist die Wasserkunst ein in Deutschland und vielleicht auch in Europa einmaliges Technikdenkmal. Sie steht wie die gesamten Herrenhäuser Gärten unter Denkmalschutz.
Fördermittel
An der Finanzierung der über 6,4 Millionen Euro, die hier von der Landeshauptstadt investiert wurden, beteiligten sich der Bund über das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege, die Klosterkammer Hannover und die VGH-Stiftung.
Informationen für Besucher*innen
Die Herrenhäuser Gärten bieten einige öffentliche Besichtigungstermine in den Sommermonaten an. Dabei sind auch die Wasserräder in Aktion zu erleben (nicht am Tag des Offenen Denkmals):
Sonntag, 25. Juni, um 11 Uhr und um 13 Uhr
Sonntag, 9. Juli, um 11 Uhr und um 13 Uhr
Sonntag, 13. August, um 11 Uhr und um 13 Uhr
Sonntag, 10. September, Tag des Offenen Denkmals, Eintritt frei
Sonntag, 17. September, um 11 Uhr und um 13 Uhr
Je nach Wetterlage folgt ein Termin im Oktober. In den Wintermonaten kann die Wasserkunst nicht besichtigt werden. Das von Feuchtigkeit durchdrungene Gebäude kann nicht geheizt werden und empfindliche Ausstellungsstücke werden in diesen Monaten geschützt.
Aus Sicherheitsgründen darf sich zeitgleich nur eine begrenzte Personenzahl in der Wasserkunst aufhalten. Besucher*innen müssen daher vorab ein termingebundenes Ticket an den Kassen oder im Online-Ticketshop der Herrenhäuser Gärten erwerben. Der Eintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Kinder unter 12 Jahren und Haustiere dürfen nicht in die Wasserkunst mitgenommen werden.
Weitere Informationen sind telefonisch unter der Rufnummer 0511/168-34000 oder im Internet unter herrenhausen.de erhältlich.
Fahrradstraßen in der Südstadt werden verbessert
Derzeit überprüft die Landeshauptstadt Hannover alle Fahrradstraßen. Nachdem eine Prüfung und Verbesserung bereits in Mitte erfolgt ist, ist nun Südstadt-Bult an der Reihe. Dort liegen die meisten Fahrradstraßen Hannovers.
Die Überprüfung geht zurück auf ein Urteil des Verwaltungsgerichtes im Herbst 2021. Damals wurde festgestellt, dass die Kleefelder Straße dem Radverkehr nicht genug Vorteile bietet, um als Fahrradstraße deklariert zu werden. Daraufhin hat die Verwaltung die gerichtlich festgehaltenen Standards in der Kleefelder Straße umgesetzt und nimmt nun alle Fahrradstraßen der Landeshauptstadt in den Blick – sowohl hinsichtlich der verkehrsbehördlichen Anordnungen als auch der planerischen Rahmenbedingungen.
Nachdem bereits für die Stadtbezirke Mitte und Linden/Limmer die Ergebnisse in den Gremien vorgestellt wurden, ist für die kommende Sitzung des Stadtbezirksrates Südstadt-Bult die Präsentation der Ergebnisse vorgesehen. In diesem Bezirk wurden insgesamt acht Einzelstraßen, aber z. B. mit der Meterstraße/Alte Döhrener Straße auch ganze Straßenzüge untersucht. Im Ergebnis werden im Wesentlichen Markierungs- und Beschilderungsmaßnahmen sowie verkehrslenkende Maßnahmen zur Reduzierung des Kfz-Verkehrs und dessen Flächenansprüchen in den Fahrradstraßen erforderlich. Dazu gehört es auch, in Teilbereichen die Zahl der heute vorhandenen Stellplätze zu reduzieren. Bauliche Maßnahmen sind in Einzelfällen erforderlich.
Zu dem Vorgehen sagt Stadtbaurat Thomas Vielhaber: „Wir heben die Fahrradstraßen in Hannover auf ein neues Niveau. Wir wollen möglichst viele Menschen motivieren, im Alltag aufs Rad umzusteigen. So macht Radfahren Spaß, hilft dem Klima, macht das Leben in der Stadt angenehmer und ist auch für die Gesundheit sinnvoll.“
Für die Umsetzung der Ergebnisse ist es erforderlich, in Teilabschnitten Stellplätze aufgrund von ansonsten für Fahrradstraßen zu geringer Fahrgassenbreite zu entfernen. Im Rahmen dieses Prozesses wurde auch geprüft, ob bei halbhohem Parken – wie es derzeit stattfindet – die angrenzenden Gehwege breit genug sind. Wo weitere Fahrradabstellmöglichkeiten in den Fahrradstraßen gebraucht werden, werden diese nun installiert. Bei positiver Prüfung sollen zukünftig einzelne Stellplätze entfallen und auf den frei werdenden Flächen neue Fahrradbügel installiert werden. Insbesondere in Einmündungsbereichen von Kreuzungen kann so das Zuparken der Eckausrundungen wirksam verhindert und die Sichtbeziehungen in diesen Bereichen deutlich verbessert werden. Dies kommt in erster Linie Kindern und Fußgänger*innen als schwächste Verkehrsteilnehmer*innen zu Gute.
Im Straßenzug Meterstraße/Alte Döhrener Straße ist es darüber hinaus erforderlich, den Kfz-Durchgangsverkehr durch den Einsatz von Modalfiltern zu unterbinden, um einen deutlichen Sicherheitsgewinn für den Radverkehr zu erzielen und die Konflikte bei der Nutzung der Fahrradstraßen zu minimieren. Mit Modalfiltern wird sichergestellt, dass Autos an Kreuzungen abbiegen müssen, Radfahrer aber geradeaus weiter fahren können. Mit diesem Element wurden in der Edenstraße bereits hervorragende Ergebnisse erzielt.
Mit diesen Maßnahmen soll ein wichtiger Beitrag zur Förderung des Radverkehrs geleistet werden, um so weitere Bevölkerungsgruppen zum Umstieg auf das Fahrrad als klimaneutrales Verkehrsmittel zu animieren. Details der Planung können Sie der Drucksache 1415/2023 entnehmen:
Weitere Ergebnisse aus der Überprüfung in anderen Stadtbezirke werden in den nächsten Monaten sukzessive vorgestellt.
Bürgerämter am Mittwoch geschlossen
Der Fachbereich Öffentliche Ordnung im HannoverServiceCenter (Am Schützenplatz 1) ist am Mittwoch (21. Juni) nur stark eingeschränkt erreichbar. Darüber hinaus bleiben alle Bürgerämter an diesem Tag geschlossen. Spontanbesucher*innen werden gebeten, auf einen anderen Tag auszuweichen. Vereinbarte Termine werden, sofern sie nicht verlegt wurden, wahrgenommen. Grund der Einschränkungen, die auch die telefonische Erreichbarkeit einschließen, ist eine Personalversammlung.
„Stark ohne Gewalt“ – eine Plakataktion des Jugendschutzes/Straßensozialarbeit der Landeshauptstadt Hannover
Im Rahmen ihres Jahresthemas „Gewaltprävention“ werden ab sofort vom Jugendschutz/Straßensozialarbeit der Landeshauptstadt Plakate mit dem Text „Stark ohne Gewalt. Mit Respekt, Toleranz und Empathie“ veröffentlicht. Ziel der Plakataktion ist, Gedanken und Diskussionen darüber anzuregen, wie gewaltfreier Umgang miteinander möglich ist, nämlich, indem sich Menschen mit gegenseitigem Respekt, mit Toleranz und Einfühlung begegnen.
Ferner soll die Plakataktion zeigen, wie wichtig Zivilcourage ist. Die sich gegenseitig haltenden Hände symbolisieren Gemeinsamkeit und Solidarität, sich ohne Gewalt gegen Gewalt zu stellen. Dies ist typisch für Zivilcourage – sich der eigenen, gemeinsamen Kraft und dem eigenen Mut bewusst werden und sich nicht einschüchtern zu lassen.
Deshalb richtet sich die Plakataktion an alle, unabhängig von Alter, Geschlecht und Herkunft. Das Ziel ist ein Beitrag für ein soziales Klima, in dem Konflikte friedlich und konstruktiv gelöst werden. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollen einen respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander pflegen. Alle Menschen sollen sich sicher fühlen können.
Verteilt werden die Plakate an Jugendeinrichtungen, Schulen, Behörden und Dienststellen. Ergänzend wird es als kurzer Videoclip im üstra-Fahrgastfernsehen gezeigt.
Das Jahresthema zur Gewaltprävention des Jugendschutzes ist im April mit Theater-Schulvorstellungen gestartet und wird nach der Plakataktion mit einer Spontanaktion im öffentlichen Raum fortgesetzt, sowie einem noch in Planung befindlichen Abschluss im Oktober / November.