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Dienstag, November 3, 2026

Aktuelle lokale Nachrichten und regionale News aus Kultur, Sport, Wirtschaft, Politik und Unterhaltung.

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Die Kulturinitiative Döhren-Wülfel erkundete den Park eines alten Rittergutes

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Kleines Dankeschön: Maria Hesse hatte Döhrener Honig mitgebracht.

HANNOVER. In Wülfel gibt es eine historische Kostbarkeit, von der kaum jemand etwas ahnt. Hinter dem historischen Herrenhaus des einstigen Rittergutes Wülfel erstreckt sich nach wie vor der weitläufige Gutspark mit wertvollen alten Bäumen und kleinen Teichen. Der Kulturinitiative Döhren-Wülfel-Mittelfeld (KI) war es gelungen, mit dem Hausherrn Dr. Nicolas W. Fontaine heute Nachmittag (16. Juli) einen Besichtigungstermin für die geschichtsträchtige Parkanlage zu bekommen. Fontaine, eigentlich Notar und Fachanwalt für Erbrecht, machte auch als Fremdenführer eine gute Figur. Mit vielen kleinen Anekdoten aus der langen Familiengeschichte führte er seine fast vierzig Gäste auf schmalen Wegen unter den schattigen Bäumen hindurch.

 „Dieser Baum“, Fontaine zeigte auf einen dicken Stamm mit knorrigen Ästen, „ist über 700 Jahre alt.“ Das habe mal ein Förster gesagt. „Nehmen wir es mal so hin“, schmunzelte Dr. Fontaine. Ein Stein an der Rückfront des Herrenhauses wird Kaiserstein genannt. Als Kaiser Wilhelm einem Manöver am Kronsberg beiwohnte, soll er hier in Wülfel mit Hilfe eben jenes Steines sein Pferd bestiegen haben. Eine damalige Familienangehörige habe seinerzeit geplant, für Kaiser Wilhelm II. eine Arie zu singen. Trotz arger Bedenken des Restes der Familie wollte sie ihr Lied versteckt aus einem Busch heraus schmettern. Der Plan misslang, weil schon am Vortag eine Kompanie Soldaten das Gelände absicherte.

Im Garten findet sich neben zwei Findlingen aus der Eiszeit noch ein weiteres historisches – diesmal von Menschen geschaffenes Monument. Ein alter Grenzstein, der einst Wülfel von Laatzen trennte, hat im Gutspark eine neue Heimat gefunden. KI-Vorsitzende Maria Hesse bedankte sich bei Dr. Nicolas Fontaine für seine Gastfreundschaft mit einem Glas original Döhrener Honig und einem von der KI herausgegebenen Memoryspiel mit Döhrener Motiven.

Kellerbrand in der Vorderen Schöneworth

Kellerbrand in der Vorderen Schöneworth in der Nordstadt
Kellerbrand in der Vorderen Schöneworth in der Nordstadt - © Fotos: Lothar Schulz 2023

Nordstadt: Feuer schnell unter Kontrolle

HANNOVER. Am heutigen Sonnabendmittag gegen 12:45 Uhr ging eine Meldung zu einer Rauchentwicklung im Kellerbereich eines derzeit unbewohnten Mehrfamilienhauses in der Vorderen Schönworth in der Nordstadt in der Regionsleitstelle ein. Die Regionsleitstelle alarmierte aufgrund der Meldung zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, die Ortfeuerwehr Limmer (Freiwillige Feuerwehr) sowie den Rettungsdienst. Die Brandschützer der Feuerwehr leiteten umgehend einen Löschangriff über den Hauseingang ein und konnten so das Feuer schnell löschen. Die Einsatzkräfte waren mit zwei Trupps unter Atemschutz im Einsatz. Anschließend wurden umfangreiche Entrauchungsmaßnahmen des Kellers vorgenommen. Aufgrund der verwinkelten Anordnung der Kellerräume waren die Entrauchungsmaßnahmen sehr aufwendig. Ein Raucheintritt in weitere Bereiche des Hauses konnte verhindert werden. Da das gesamte Gebäude derzeit umfassend saniert wird, ist das Mehrfamilienhaus derzeit unbewohnt. Die Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr waren nach rund zweieinhalb Stunden abgeschlossen. Verletzt wurde niemand. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens konnte die Feuerwehr keine Angaben machen. Die Feuerwehr war mit insgesamt 14 Fahrzeugen und rund 35 Einsatzkräften vor Ort.

KunstSommer 2023 – Finale im aufhof

KunstSommer 2023 – Finale im aufhof (ehemaliges „Galeria Karstadt Kaufhof“ Kaufhaus)
KunstSommer 2023 – Finale im aufhof (ehemaliges „Galeria Karstadt Kaufhof“ Kaufhaus) - © Fotos: Lothar Schulz 2023

Modenschau, Tanz, Design- und Kunstobjekte, Malerei und multimediale Installationen

HANNOVER. Der Abschluss des KunstSommers ist immer etwas ganz Besonderes. Und das war auch in diesem Jahr für 75 kreative Jugendliche aus Hannover und der Region wieder so. Sie präsentierten am Freitag (14.07.) ihre Werke und Aktionen, die in sechs kreativen und künstlerischen Workshops unter professioneller Unterstützung von Hochschullehrerinnen, Hochschullehrern, Künstlerinnen, Künstlern, Designerinnen und Designern sowie weiteren Expertinnen und Experten aus der Praxis entstanden sind im aufhof (ehemaliges „Galeria Karstadt Kaufhof“ Kaufhaus). Die Sommerakademie fand in diesem Jahr bereits zum 13. Mal statt und wurde von der Stadtteilkultur, kulturelle Kinder- und Jugendbildung gemeinsam mit Kulturinstitutionen organisiert. Der KunstSommer richtet sich an Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren, die ihre kreativen Talente ausprobieren und in professionelle Bahnen lenken wollen. Zur Wahl standen in diesem Jahr sechs kostenfreie Workshops aus den Bereichen Mode, Architektur und Produktdesign, Kunst und Medien, Zeichenkunst sowie Tanz.

Anregungen und Inspirationen bekommen die Jugendlichen zudem in den Ausstellungen der am Projekt beteiligten Kunsthäuser und Workshop-Orte. Dazu gehören: Kunstverein Hannover, Sprengel Museum Hannover, Museum Wilhelm Busch, Museum August Kestner, Landesmuseum Hannover, Kestner Gesellschaft und Architektenkammer. Der KunstSommer 2023 wurde gefördert von der Dr. med. Helene-Marie Fastje-Stiftung, der Klosterkammer Hannover, der Hannoverschen VolksbankStiftung und der Stadtteilkultur, kulturelle Kinder- und Jugendbildung.

CDU und SPD: Sommerliche Gespräche mal ganz ohne Politik

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v.l. Antje Kellner, Gabriele Jakob, Natascha Erdmann, Dr. Gudrun Koch; rechte Seite: Dirk Battke, Michael Kellner und Ellen Maschke-Scheffler

HANNOVER. Im Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel verstehen sich die Fraktionen. Gestritten wird nur manchmal in der Sache, um das Beste für den Stadtbezirk zu erreichen. Da liegt es nahe, dass man auch einmal außerhalb der Politik zu einem zwanglosen abendlichen Sommerplausch zusammenkommt. So trafen sich nun Freitagabend (13. Juli) die Bezirksratsmitglieder aus CDU und SPD ganz entspannt zu einem kühlen Getränk im Leinerausch auf der Bezirkssportanlage in Döhren, ganz ohne Tagesordnung, einfach nur mal so. Mit dabei die Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner(SPD) und die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Gabriele Jakob (vorn links im Bild).

SC Riessersee und Red Bull München verlängern Kooperation

SC Riesersee © Britta Koglin
SC Riesersee © Britta Koglin

Erfolgreiche Partnerschaft seit 2014

GARMISCH-PARTENKIRCHEN.

Der zehnmalige deutsche Eishockeymeister SC Riessersee und der amtierende deutsche Eishockeymeister EHC Red Bull München verlängern erneut ihre Partnerschaft. Beide Clubs haben sich auf eine Fortsetzung der Kooperation geeinigt. Die erfolgreiche Kooperation besteht seit 2014 und geht damit jetzt in das zehnte Jahr.

Die Zusammenarbeit der beiden Clubs unterstützt die Entwicklung junger deutscher Eishockeytalente mit Förderlizenzen. Damit haben U23-Spieler die Möglichkeit, für das PENNY DEL-Team aus München und der Oberligamannschaft aus Garmisch-Partenkirchen aufzulaufen und dabei wichtige Spielpraxis für die Entwicklung zu sammeln. Welche Spieler mit einer Förderlizenz für den SC Riessersee ausgestattet werden, legen die sportlich Verantwortlichen der beiden Clubs erst zu Saisonbeginn im September fest.

Pat Cortina, Headcoach des SC Riessersee: “Es ist eine großartige und wichtige Nachricht für uns, dass die Kooperation mit Red Bull München verlängert wurde. Für mich persönlich und auch unsere Organisation ist der Informationsaustausch mit unserem Partner immens wichtig und bringt uns alle weiter.

Wir können hier talentierte Spieler weiterentwickeln und ihnen die Möglichkeit geben, sich hier Eiszeit zu verdienen. Ich hoffe, dass die Kooperation noch über viele Jahre weitergeht und wir mehr Jungs wie Daniel Allevena, Veit Oswald, Bastian Eckl, Sebastian Cimmerman, Elias Lindner oder Maksymilian Szuber bei ihrer Entwicklung unterstützen können. Es war auch großartig für unsere Fans, junge und hoffnungsvolle Talente bei uns auf dem Eis zu sehen. Die Kooperation ist für beide Seiten ein großer Vorteil und ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit und eine gute Saison!“

Börsennachrichten und Wirtschaftsnews vom 13.Juli 2023

Indizes vom 12.07.2023 © finanzen.net
Indizes vom 12.07.2023 © finanzen.net

Marktberichte der Börse Frankfurt

FRANKFURT/MAIN.

 Der deutliche Rückgang der Teuerung in den USA hat die europäischen Börsen am Mittwoch beflügelt. Die wichtigsten Aktienindizes bauten ihre jüngsten Gewinne deutlich aus.

Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) als Leitindex der Eurozone stieg um 1,72 Prozent auf 4360,46 Punkte. Für den französischen CAC 40 ging es um 1,57 Prozent auf 7333,01 Punkte nach oben. Der britische FTSE 100 („Footsie“) schloss 1,83 Prozent höher bei 7416,11 Zählern.

Die hohe Inflation in den USA hat sich im Juni erneut und spürbar abgeschwächt. Die Verbraucherpreise stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,0 Prozent. Im Mai hatte die Rate noch 4,0 Prozent betragen. Bankökonomen hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 3,1 Prozent gerechnet. Die aktuelle Rate ist die niedrigste seit etwas mehr als zwei Jahren.

„Für die US-Notenbank Fed ist auf kurze Sicht die Inflationsthematik nicht mehr so akut wie noch vor wenigen Monaten“, schrieb Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Den US-Währungshütern dürften derweil vor allem die im Verhältnis zu ihren bereits vollzogenen Zinsanhebungen noch immer recht lockeren Finanzierungsbedingungen ein Dorn im Auge sein. Zu den noch relativ günstigen Bedingungen tragen Gitzel zufolge auch die gut laufenden Aktienmärkte bei. Gerade deshalb seien die mittelfristigen Inflationsrisiken noch nicht gebannt.

Ein weiterer Aspekt dabei ist laut dem VP-Bank-Experten auch der noch dynamische US-Arbeitsmarkt. Mehr Jobs bedeuteten mehr Einkommen und dadurch erwachsende Inflationsrisiken. Gerade deshalb werde die Fed Ende Juli trotz der deutlich gefallenen Inflationsrate weiter an der Zinsschraube drehen.

Zinssensible Branchen zogen gleichwohl in Europa erst einmal deutlich an. Immobilienwerte und Technologieaktien etwa ragten mit überdurchschnittlichen Gewinnen von 3,1 und 2,6 Prozent hervor.

Aktien des Technologieschwergewichts ASML (ASML NV) profitierten auch von einer Analyse. „Der nächste Aufschwung beginnt“, schrieb der Experte Janardan Menon vom Analysehaus Jefferies in einer Studie zur europäischen Halbleiterbranche. In den kommenden beiden Jahren rechnet der Fachmann mit starkem Ergebniswachstum und einer massiven Neubewertung. Die Anteilsscheine kletterten um drei Prozent.

Mit Philips war zudem ein weiterer Wert aus den Niederlanden gefragt. Nach einer über längere Zeit unterdurchschnittlichen Kursentwicklung böten die Aktien des Medizintechnikanbieters mittlerweile einen guten Wert, schrieb Analyst Richard Felton von der US-Investmentbank Goldman Sachs. Für die Markterwartungen machte der Experte Aufwärtspotenzial aus. Die Anteilsscheine von Philips zogen um knapp drei Prozent an.

Die Reise- und Freizeitwerte hinkten mit einem Plus von 0,8 Prozent hinterher. Hier belastete eine Studie der Deutschen Bank zu den Fluggesellschaften. Aktuelle Ticketpreise lägen unter jenen vor einem Jahr, schrieb Analyst Jaime Rowbotham. Die Papiere der International Airlines Group (International Consolidated Airlines) verloren am „Footsie“-Ende mehr als zwei Prozent. Die Anteilscheine von Air France-KLM büßten fast vier Prozent ein.

(Quelle: finanzen.net)

39-Jähriger bei bewaffnetem Raubüberfall auf Juwelier mutmaßlich schwer verletzt

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Zwei männliche Täter haben heute gegen 14:50 Uhr ein Juweliergeschäft in der Georgsstraße in Hannover überfallen. Dabei setzten sie auch eine Schusswaffe ein und verletzten einen Mitarbeiter. Täter sind auf der Flucht. © Bernd Günther

Polizei sucht Zeugen

HANNOVER (ots). Zwei maskierte Männer haben am Dienstag, 11.07.2023, einen Juwelier in Hannover-Mitte überfallen. Dabei wurde ein 39-jähriger Mitarbeiter mutmaßlich schwer verletzt. Die Täter flüchteten auf Fahrrädern unerkannt. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise zur Tat und zu den Tätern.

Nach derzeitigen Erkenntnissen des Zentralen Kriminaldienstes der Polizei Hannover betraten zwei maskierte Täter gegen 14:50 Uhr ein Juweliergeschäft in der Georgstraße/ Ecke Nordmannpassage in der Hannoveraner Innenstadt. Sie bedrohten den Angestellten mit einer Schusswaffe und schlugen mit einem Hammer mehrere Glasvitrinen ein. Hieraus raubten sie eine noch unbekannte Anzahl von Wertgegenständen. Bei dem Überfall kam es zur Abgabe von mindestens einem Schuss. Dabei wurde der 39-jähriger Mitarbeiter mutmaßlich schwer verletzt. Der genaue Verletzungsgrad steht noch aus. Anschließend verließen die Räuber das Geschäft und ergriffen jeweils auf Fahrrädern mutmaßlich in Richtung Marstall die Flucht. Aktuell liegen der Polizei keine Hinweise zum Raubgut vor.

Zeugen und die eintreffenden Rettungsdienste leisteten sofort Erste Hilfe und versorgten den Verletzten. Der Mann kam zu einer notfallmedizinischen Behandlung in ein Krankenhaus.

Überfall Juweliergeschäft

Mitten am Tage wurde das Juweliergeschäft in der Georgstraße Nähe Steintor überfallen © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Die alarmierte Polizei fahndete sofort mit einem Großaufgebot nach den Flüchtigen, die Suche verlief jedoch erfolglos. Die mutmaßlichen Täter haben eine schlanke, sportliche Figur. Einer der mutmaßlichen Täter war mit einer schwarzen Hose, einer schwarzen Kapuzenjacke und weißen Turnschuhen bekleidet. Der zweite mutmaßliche Täter trug eine schwarze Kapuzenjacke, eine schwarze Baseballkappe, eine blaue Jeanshose und schwarze Schuhe. Beide waren schwarz maskiert.

Die Polizei ermittelt nun wegen schweren Raubes. Personen, die Beobachtungen im Zusammenhang mit der Tat gemacht haben oder Hinweise zu den mutmaßlichen Tätern geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst Hannover unter der Rufnummer 0511 109-5555 zu melden.

Grasmilbensaison ist in vollem Gang

Barfuß im Gras – in Grasmilbengebieten ist das keine gute Idee. Die Larven der Milben lassen sich von den Spitzen der Grashalme abstreifen und beißen zu. Bis zu 24 Stunden später setzt dann ein starker Juckreiz ein. © Shutterstock
Barfuß im Gras – in Grasmilbengebieten ist das keine gute Idee. Die Larven der Milben lassen sich von den Spitzen der Grashalme abstreifen und beißen zu. Bis zu 24 Stunden später setzt dann ein starker Juckreiz ein. © Shutterstock

Grasmilben sind die winzig kleine Ursache für unerträglichen Juckreiz

BONN.

Da hat man gemütlich auf der Wiese gesessen oder ist barfuß durchs Gras gelaufen und am nächsten Tag das: unerträglich juckende rote Pünktchen oder Quaddeln auf der Haut. Schuld sind Grasmilben. Gut beraten ist, wer weiß, was gegen die Bisse der kleinen Spinnentiere hilft. 

  • Grasmilbenbisse: Starker Juckreiz ca. 24 Stunden nach Aufenthalt im Gras
  • Rote Punkte und Flecken an Füßen und dünnen feuchten Hautstellen
  • Auch Haustiere leiden unter den Parasiten
  • Repellentien und Vorbeugung schützen
  • Ausbreitung der Milben in Deutschland bisher nicht flächendeckend

Grasmilben, die auch Heumilben oder Herbstgrasmilben genannt werden, leben im Boden und an Gräsern. Je nach Witterung schlüpfen die kleinen orange-roten parasitär lebenden Larven der Grasmilben im Juni oder Juli. Unzählig viele dieser Parasiten klettern bei warmem und trockenem Wetter in die Spitzen der Grashalme und warten dort auf ihre Opfer, um sich unter anderem von deren Lymphe zu ernähren. Bis in den Oktober hinein attackieren die Larven ihre Wirte und „beißen“ zu. Mit ihren Mundwerkzeugen verletzen sie die Haut, die durch den Speichel, der Enzyme zum Auflösen des Gewebes enthält, später unerträglich zu jucken beginnt. Anders als bei Mückenstichen hält der Juckreiz bis zu zwei Wochen an.  

Die Parasiten sind allerdings in Europa nicht flächendeckend verbreitet. Hauptsächlich treiben sie ihr Unwesen in Südosteuropa, Frankreich und den Alpenländern. In Deutschland sind vor allem das Rheinland, Hessen und Bayern betroffen. 

Wie erkennt man Grasmilbenbisse?

Wenn sich nach einem Aufenthalt auf dem Rasen oder auf einer Wiese rote Punkte oder Flecken zeigen, kann es sich um Grasmilbenbisse handeln. Tückisch: Durch das Sekret, das die Grasmilbe beim Anzapfen in die Haut absondert, kann es bis zu 24 Stunden dauern, bis die Bissstelle bemerkbar ist und ein starker Juckreiz einsetzt. Daher wird dies oft nicht mit einem Aufenthalt im Gras in Verbindung gebracht. 

Nachdem die Milbenlarven von einem geeigneten Wirt vom Grashalm abgestreift wurden, suchen sie bevorzugt unbedeckte, dünne und feuchte Hautstellen auf. Daher finden sich die juckenden Flecken häufig an Füßen und Unterschenkeln, Gesicht, Händen, Armen, Beinen und in Hautfalten.  

Auch Tiere werden von Grasmilben befallen und in den Wahnsinn getrieben. Sie leiden unter quälendem Juckreiz an Pfoten, Ohren, Schwanzansatz oder Schnauze. Sichtbare Symptome bei den Tieren können auch Haarausfall und Kratzwunden sein. 

Mittel gegen Grasmilben

Leider gibt es kein zugelassenes Mittel gegen Grasmilben. Obwohl die Grasmilben nach kurzer Zeit wieder vom Menschen ablassen, bleiben die Symptome viel länger bestehen. Nicht kratzen! Gegen den Juckreiz helfen Gele und Salben aus der Apotheke sowie Kühlung. Sogenannte Repellentien können Grasmilbenbissen vorbeugen. 

Vorbeugung als einziger Schutz

Der beste Schutz vor Grasmilben besteht darin, befallene Gebiete wie Wiesen und Weiden, auf denen sich Nutztiere aufhalten, zu meiden. Barfußlaufen auf Gras sollte vermieden werden und bei Verdacht auf Kontakt mit Grasmilben sollte so schnell wie möglich geduscht werden. 

Hat man die Schädlinge im eigenen Garten, ist guter Rat teuer. Einige Maßnahmen können jedoch helfen: 

  • Rasen mähen und das Schnittgut entfernen ist die beste Vorbeugung, denn die Grasmilbenlarven lauern an den Spitzen der Halme.
  • Füße und Beine bekleidet lassen: Gummistiefel, lange Hose, Socken über die Hose ziehen.
  • Gartenarbeit in den kühleren Morgenstunden erledigen, denn die Milben mögen es warm und trocken.
  • Rasen regelmäßig wässern.

WetterOnline hat sich seit seiner Gründung 1996 zum heute meistgenutzten europäischen Online-Wetterdienst entwickelt. Über 160 Wetterexpertinnen und -experten arbeiten täglich rund um den Globus an Wetterprognosen für die ganze Welt. Die WetterOnline App existiert inzwischen in etwa 40 Ländern und fast 30 Sprachen. Stammsitz des Unternehmens ist Bonn. Mit etwa 16 Millionen Seitenaufrufen täglich zählt WetterOnline zu den meistgenutzten digitalen Angeboten Deutschlands.

Börsennachrichten und Wirtschaftsnews vom 12.Juli 2023

Indizes vom 11.07.2023 © finanzen.net
Indizes vom 11.07.2023 © finanzen.net

Marktberichte der Börse Frankfurt

FRANKFURT/MAIN

Die europäischen Börsen haben am Dienstag ihre Stabilisierung vom Wochenbeginn fortgesetzt. Gute Vorgaben aus Asien stützten. Marktteilnehmer knüpften zudem Hoffnungen an die US-Inflationsdaten am Mittwoch. „Für die in den vergangenen Tagen wieder von der Angst vor steigenden Zinsen heimgesuchten Märkte dürfte eine weitgehende Bestätigung der Prognose für sehr viel Entspannung sorgen und den Druck vom Aktienmarkt nehmen“, schrieb Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Handelshaus Robomarkets.

Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) als Leitindex der Eurozone gewann 0,71 Prozent auf 4286,56 Punkte. Der französische CAC 40 zog mit plus 1,07 Prozent auf 7220,01 Punkte noch etwas stärker an.

Der britische FTSE 100 aber schaffte lediglich einen Anstieg um 0,12 Prozent auf 7282,52 Zähler. In London habe das etwas stärkere Pfund die Bewertungen einiger größerer Unternehmen leicht belastet, die in den US-Dollar-Raum exportierten, schrieb der Marktexperte Michael Hewson vom Handelshaus CMC Markets UK. Die anziehende Heimatwährung kann diese Ausfuhren verteuern.

Bei den Einzelbranchen setzten die Impulse aus Fernost Akzente. Dort waren Immobilienwerte und Rohstofftitel gefragt gewesen. Am Vortag war bekannt geworden, dass China dem angeschlagenen Immobilienmarkt des Landes stärker unter die Arme greifen will. Zudem wurden Chinas Banken zu Verhandlungen mit Immobiliengesellschaften ermutigt, mit dem Ziel, die Kreditrückzahlungen zu verlängern. Damit soll es ermöglicht werden, im Bau befindliche Immobilienprojekte zu Ende zu führen.

Auch Bauwerte und Aktien von Baustoffherstellern profitierten von dieser Entwicklung. So gewannen Saint-Gobain als einer der besten Werte im Cac 40 vier Prozent.

In Dublin schnellten die Aktien von Kingspan (Kingspan Group) gar um fast 16 Prozent in die Höhe. Der Zwischenbericht des Baustoffherstellers hat Analysten zufolge gezeigt, wie dynamisch sich die Geschäfte trotz der herausfordernden Märkte entwickelten.

Gefragt waren zudem die Luxuswerte wegen der großen Bedeutung des China-Geschäfts. Das Sektorschwergewicht LVMH (LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton) zog um 2,2 Prozent an, Hermes (Hermès (Hermes International)) gewann 2,0 Prozent. Für die Anteilscheine von Richemont ging es in Zürich um 2,4 Prozent nach oben.

Unter den Nebenwerten brachen Sensirion nach einer Gewinnwarnung um 20 Prozent ein. Der Sensoren-Hersteller aus der Schweiz hatte das schwierige Marktumfeld zu spüren bekommen und daher die Ziele für 2023 gesenkt.

(Quelle:finanzen.net)

Rats-SPD geht auf Konfrontationskurs zum Oberbürgermeister

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Lars Kehlich, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion in Hannover

HANNOVER. Jetzt reicht es anscheinend den sozialdemokratischen Ratsmitgliedern in Hannover. Sie gehen auf Gegenkurs zum grünen Oberbürgermeister Belit Onay. Nachdem Hannovers Stadtoberhaupt angekündigt hat, prüfen zu lassen, wo sogenannte „Superblocks“ eingerichtet werden können, gib es nun Gegenwind vom Koalitionspartner. Superblocks sind innenstadtnahe Wohnquartiere in denen Fahrradfahrer und Fußgänger absoluten Vorrang haben sollen und statt parkenden Autos Flächen zum Spielen und Verweilen einladen. Als Vorbild dient die Stadt Barcelona, in der solche solche Bereiche entstanden sind.

Lars Kelich, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion Hannover, lässt nun in einer Pressemitteilung seiner Fraktion Dampf ab: „Das Büro des Oberbürgermeisters sieht es offensichtlich als seine Kernaufgabe an, das Leben der Menschen zu erschweren. Unter dem Deckmantel der Schaffung von Lebensqualität sollen schlicht Autos aus den Quartieren verdrängt werden.“ Kehlich weiter: „Es herrscht augenscheinlich ein Weltbild vor, das nur noch Menschen kennt, die im Home Office oder der Innenstadt arbeiten, sich nur noch zu Fuß oder mit dem Fahrrad bewegen, als Ältere keinen Besuch mehr von außen empfangen wollen, bzw. als Eltern so viel Zeit haben, ihre Kinder mit dem Lastenrad vom einen Ende der Stadt in das andere zu gondeln. Es ist unrealistisch, weltfremd und lässt viele Menschen zurück.“

Um zu erkennen, dass Hannover ganz anders aufgebaut ist als Barcelona, so die SPD-Ratsfraktion, benötige man keine teuren Machbarkeitsstudien. Dafür „reicht ein qualifizierter Blick auf den Stadtplan“, heißt es.