Polizei Hannover kann 26-jährigen Fahrer festnehmen
HANNOVER.
In der Nacht vom 19.05.2023 ereignete sich in Hannover-Nordstadt ein Verkehrsunfall, bei dem ein 26-jähriger Autofahrer vor einer Polizeikontrolle floh und anschließend mit einem Verkehrsschild, einem Absperrpfosten und drei geparkten Fahrzeugen kollidierte.
Der Fahrer versuchte zu Fuß zu flüchten, wurde jedoch nach einer kurzen Verfolgung von den Einsatzkräften festgenommen.
Gemäß den bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover war der 26-jährige Fahrer gegen 21:55 Uhr mit seinem Hyundai Getz auf der Straße „Schneiderberg“ unterwegs. Aufgrund der offensichtlich überhöhten Geschwindigkeit fiel das Fahrzeug einer Streifenwagenbesatzung auf, die eine Verkehrskontrolle durchführen wollte.
Der Fahrer ignorierte jedoch die Anhaltesignale der Polizei und setzte seine Fahrt in Richtung Appelstraße fort. Beim Linksabbiegen an der Kreuzung Schneiderberg/Ecke Appelstraße verlor er aufgrund seiner rasanten Fahrweise die Kontrolle über den Hyundai.
Dabei überfuhr er einen Absperrpfosten und kollidierte sowohl mit einem Verkehrsschild als auch mit drei geparkten Fahrzeugen. Anschließend versuchte der Fahrer zu Fuß vor den Polizeikräften zu fliehen.
Nach einer kurzen Verfolgung konnten die Einsatzkräfte ihn jedoch einholen. Aufgrund von Widerstandshandlungen mussten sie Pfefferspray einsetzen, um den Flüchtigen festzunehmen. Der 26-jährige Fahrer erlitt leichte Verletzungen bei dem Unfall. Der Gesamtschaden wird auf etwa 21.000 Euro geschätzt.
Die Polizei hat Ermittlungen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, unerlaubtem Entfernen vom Unfallort, illegalem Straßenrennen, Fahren ohne Fahrerlaubnis und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 26-Jährige aus dem Polizeigewahrsam entlassen.
Ulrich Stamm – Professionelle Fotografie für Business | Presse | Privat
Hell schimmernde Wolken – Magischer Silberschleier am Nordhimmel wird häufiger
KÖLN.
Die Zeit der Leuchtenden Nachtwolken steht bevor, und mit etwas Glück können in den hellen Nächten rund um die Sommersonnenwende am Nordhorizont Silberschleier beobachtet werden. Diese hell schimmernden, feinsten Wolkenschleier erhellen den Nordhimmel bis etwa Mitternacht und dann wieder ab etwa 3 Uhr morgens.
Leuchtende Nachtwolken treten heutzutage häufiger, früher und weiter südlich auf als früher, obwohl ihre Entstehung noch nicht vollständig verstanden ist.
In den kommenden Wochen werden in klaren Nächten helle Wolken den Nordhimmel erleuchten. Diese Leuchtenden Nachtwolken erscheinen oft als Schleier mit faserigen Strukturen, können sich jedoch auch in Streifen, Bändern, Wirbeln und Wellen mit diffusen oder scharfen Rändern formen. Aufgrund der Filterung aller anderen Farbbestandteile des Lichts durch die Erdatmosphäre und die Ozonschicht erscheinen die Wolken in silbrigen Blautönen und gelegentlich in blass gelblichen Farbtönen.
Die Leuchtenden Nachtwolken leuchten nachts, weil die Sonne, die zu dieser Zeit nicht zu tief am Horizont steht, sie schräg anstrahlt. „Aktuell sinkt die Sonne nach Sonnenuntergang nicht mehr als 18 Grad unter den Horizont.
Die besten Beobachtungszeiten in unseren Breiten sind in der aktuellen Jahreszeit zwischen 22 und 23 Uhr oder morgens in der ersten Dämmerung von etwa 3 bis 4 Uhr“, erklärt Björn Goldhausen, Pressesprecher und Meteorologe von WetterOnline.
Diese faszinierenden Wolken entstehen in der Mesosphäre, in einer Höhe von 80 bis 85 Kilometern, meist über den Polargebieten. Sie bestehen aus winzigen Eiskristallen und sind so dünn und transparent, dass sie tagsüber unsichtbar bleiben.
Um in einer Höhe von über 80 Kilometern bei geringer Wasserdampfkonzentration Eis zu bilden, muss die Temperatur dort unter minus 130 Grad fallen.
Messungen zeigen, dass dies nur zwischen Mitte Mai und August der Fall ist. Im Gegensatz zu den unteren Luftschichten erwärmt sich die höhere Atmosphäre im Sommer nicht, sondern kühlt sich sogar stark ab.
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Mesosphäre trotz des steigenden Kohlendioxidgehalts in der unteren Atmosphäre und der damit verbundenen globalen Erwärmung kälter und dünner wird. Die Troposphäre wirkt wie eine isolierende Wärmedecke und lässt weniger Wärme in höhere Schichten aufsteigen.
Dadurch kühlen sich Stratosphäre und Mesosphäre ab. In den letzten knapp 30 Jahren ist die Temperatur der sommerlichen Mesosphäre um ein bis zwei Grad pro Jahrzehnt gesunken, wobei periodische Schwankungen durch den Sonnenzyklus diesen Trend verstärken oder abschwächen können. Die Gründe für das Fehlen dieses Temperaturtrends an der Obergrenze der Mesosphäre sind noch unbekannt.
Ein weiterer beobachtbarer Effekt ist die stärkere Kontraktion der Mesosphäre aufgrund der Abkühlung. Dadurch verringert sich die Höhe der Obergrenze dieser Schicht. Satellitenmessungen haben bestätigt, dass sie um 150 bis 200 Meter pro Jahrzehnt schrumpft.
Gleichzeitig steigt der Wassergehalt in der Mesosphäre an, vor allem aufgrund des menschlichen Beitrags von Methan in die Atmosphäre. Das Treibhausgas Methan reagiert mit Sauerstoff und bildet unter anderem Ozon, Kohlendioxid und Wasser.
Diese Effekte könnten möglicherweise erklären, warum Leuchtende Nachtwolken immer häufiger zu sehen sind.
Die Polizei Hildesheim bittet um Ihre Aufmerksamkeit und Hinweise | Zeugenaufruf
HILDESHEIM.
Harsum – Versuchter Einbruch
Zwischen Mittwoch, den 17.05.23, 16.00 Uhr und Freitag, 19.05.23, 16.45 Uhr versuchten Unbekannte in ein Einfamilienhaus in der Paul-Gerhardt-Str. einzudringen. Der oder die Täter versuchten eine Nebentür des Hauses aufzuhebeln, was jedoch misslang.
An der Tür entstand ein Schaden von ca. 100 Euro. Zeugen, die verdächtige Fahrzeug oder Personen beobachtet haben, werden gebeten, der Polizei Sarstedt unter 05066-9850 ihre Beobachtungen mitzuteilen.
Verkehrsunfallflucht auf dem Parkplatz gegenüber der Sparkasse in Alfeld – Zeugenaufruf
Am 21.05.2023, im Zeitraum von 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr, kommt es auf dem Parkplatz gegenüber der Sparkasse in Alfeld, hierbei handelt es sich um die postalische Anschrift Walter-Gropius-Ring 6 in 31061 Alfeld, zu einer Verkehrsunfallflucht.
Nach derzeitigen Erkenntnissen fährt ein bislang unbekannter Verkehrsteilnehmer mit seinem Pkw beim Ein- oder Ausparken gegen den rückwärts in einer Parkbucht abgestellten braunen Mazda CX 5 der Geschädigten.
Personen die Hinweise zu dem Unfallgeschehen geben können, werden gebeten sich mit dem Polizeikommissariat in Alfeld (05181-91160) in Verbindung zu setzen.
Bei bestem Motorradwetter führte die Spezialisierte Kontrollgruppe Krad am Sonntag (21.05.2023), eine Motorradkontrolle durch.
Am Weinberg sowie am Roten Berg wurden insgesamt 47 Motorradfahrende und ihre Maschinen kontrolliert. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Gruppe der „sportlichen Motorradfahrenden“ gelegt, welche durch Umbauten an ihren Fahrzeugen oder durch ihr risikofreudiges Fahrverhalten auffielen.
Im Fokus lag außerdem das Verursachen von unnötigem Lärm, wodurch sich die Anwohner der umliegenden Dörfer regelmäßig in ihrer Ruhe gestört fühlen.
Überwiegend konnten es die Mitglieder der Kontrollgruppe bei präventiven Gesprächen belassen. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Sensibilisierung hinsichtlich der Lärmbelästigungen und der Verkehrssicherheit.
In 13 Fällen wurden jedoch wegen verschiedener Verstöße Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Davon wurde an drei Motorrädern ein Erlöschen der Betriebserlaubnis festgestellt.
Weitere gleichgelagerte Kontrollen sind für die laufende Motorradsaison vorgesehen.
Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte nach Trunkenheit im Verkehr
Nachdem ein junger Mann am Sonntagmorgen mit seinem Pkw von der B6 abgekommen war, konnte bei ihm durch den freiwilligen Atemalkoholtest eine Alkoholbeeinflussung von 0,90 Promille festgestellt werden.
Bei den anschließenden polizeilichen Maßnahmen verhielt er sich zunächst kooperativ, bis er einen eingesetzten Polizeibeamten mittels Schlägen leicht verletzt und sich den Maßnahmen durch Flucht entzog.
Nach einer intensiven Suche im Nahbereich konnte der Mann schlussendlich in Sarstedt festgenommen werden. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen und Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Betrunken mit Fahrrad unterwegs
Einem Verkehrsteilnehmer fiel am Sonntagmorgen gg. 4:18 Uhr ein Fahrradfahrer auf der K204 zwischen Harsum und Borsum auf. Dieser fuhr Schlangenlinien und missachtete das Rotlicht einer Ampel.
Der Zeuge informierte die Polizei, die den 25-jährigen Harsumer kurz vor Borsum anhalten und kontrollieren konnte. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab, dass er mit 1,81 Promille zu viel Alkohol getrunken hatte.
Ihm wurde eine Blutprobe entnommen und ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Pkw-Scheibe eingeschlagen
Unbekannte beschädigten die Seitenscheibe eines in der Brückenstraße geparkten BMW. Hierdurch wurde auch die Alarmanlage des Fahrzeugs aktiviert.
Die Tatzeit liegt zwischen dem 20.05.23, 21:00 Uhr und dem 21.05.23, 03:00 Uhr. Der Schaden wird auf 100 EUR geschätzt. Zeugen werden gebeten, der Polizei Sarstedt unter 05066-9850 ihre Beobachtungen mitzuteilen.
Wochenendmeldung des Polizeikommissariats Elze für den Zeitraum vom 19.05.2023 bis 21.05.2023
Zeugen, die Hinweise zu den nachfolgenden Straftaten geben können, werden gebeten, sich umgehend mit der Polizei Elze (Tel. 05068/93030) in Verbindung zu setzen.
Verkehrsunfallflucht in Elze
Am Freitag (19.05.2023) kam es in der Zeit zwischen 12:30 Uhr und 19:00 Uhr in der Brandstraße in Elze zu einer Verkehrsunfallflucht. Ein bislang unbekannter Verkehrsteilnehmer touchierte ein am rechten Fahrbahnrand abgestelltes Kraftrad und entfernte sich daraufhin unerlaubt vom Unfallort. Hierdurch entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 200 Euro.
Sachbeschädigung in Mehle
Am Freitag (19.05.2023) kam es gegen 22:30 Uhr in der Alfelder Straße in Mehle zu einer Sachbeschädigung an einem Briefkasten der Deutschen Post. Unbekannte sprengten diesen auf bislang unbekannte Weise. Es entstand ein Gesamtschaden in Höhe von etwa 500 Euro.
Ergebnisse der Verkehrssicherheitsarbeit im Zuständigkeitsbereich des PK Elze
Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz: Am Freitag (19.05.2023) gegen 16:30 Uhr fiel den Beamten der Polizei Elze ein fahrender Pkw ohne Kennzeichen in der Bahnhofsstraße in Elze auf. In einer im Anschluss durchgeführten Kontrolle zeigte sich, dass das Fahrzeug nicht zugelassen war.
Den 34 Jahre alten Fahrzeugführer erwartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz.
Geschwindigkeitsmessung auf der Bundesstraße 3 zwischen Elze und Wülfingen
Am Sonntag (21.05.2023) führten Beamte der Polizei Elze Geschwindigkeitsmessungen auf der Bundesstraße 3 durch. Bei erlaubten 70 km/h konnten im Rahmen der Kontrollen insgesamt 10 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt werden. Der schnellste Verkehrsteilnehmer wurde mit 116 km/h gemessen. Dieser muss nun mit einem Bußgeld von 320 Euro, zwei Punkten in Flensburg, sowie einem Fahrverbot von einem Monat rechnen.
Zeugenaufruf nach Unfallflucht
In der Nacht von Samstag, 20.05.2023, auf Sonntag kam es in der Zeit von 22 Uhr bis 11 Uhr in der Straße Mitteldorf in Freden auf dem Parkplatz des Hotels Steinhoff zu einem Verkehrsunfall mit anschließender Unfallflucht.
Dabei wurde ein grauer Ford am Heck beschädigt. Zeugen, die Angaben zu dem Unfall machen können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 05181-9116-115 mit der Polizei Alfeld in Verbindung zu setzen.
Alfeld- Fahrzeugführer unter Einfluss von Kokain
Am 20.05.2023 um 23:10 Uhr kontrollierte eine Streifenwagenbesatzung einen Personenkraftwagen in der Ravenstraße in Alfeld. Im Rahmen der allgemeinen Verkehrskontrolle erhärtete sich der Verdacht, dass der Fahrzeugführer das Fahrzeug unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln geführt hatte. Ein Urintest bestätigte die Feststellung, dieser reagierte positiv auf die Stoffgruppe Kokain. Die Weiterfahrt wurde untersagt und ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Zur Beweisführung entnahm ein Arzt eine Blutprobe.
Alfeld- Betrug zum Nachteil von Verkaufspersonal
Am Abend des 20.05.2023 zeigte eine Angestellte eines Supermarkts beim Polizeikommissariat Alfeld einen Betrug an. Sie erklärte, dass sie im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit einen Anruf einer weiblichen Person entgegengenommen hatte.
Diese gab an, dass sie in der Firmenzentrale der Supermarktkette arbeiten würde. Die unbekannte Täterin erklärte, dass sie die im Markt befindlichen Pay Karten überprüfen müsste. Hierzu sollte die Anzeigenerstatterin eine entsprechende Karte einlesen und den Code im Rahmen des Telefonats weitergeben.
Die Karte wurde eingescannt und der Code wie gefordert durchgegeben. Ein dreistelliger Geldbetrag wurde durch die unbekannte Anruferin von der Karte abgebucht. Das Telefonat wurde nach der Abbuchung umgehend beendet.
Die Darstellung des Sachverhalts dient zur Sensibilisierung und soll insbesondere Verkaufspersonal vor gleichgelagerten Betrugsmaschen warnen.
Randalierer beschädigt diverse Pkw am Rande des Sottrumer Feuerwehrfestes
Nachdem ein Besucher des Sottrumer Feuerwehrfestes negativ auffiel und durch den dortigen Sicherheitsdienst des Platzes verwiesen wurde, beschädigte dieser im Anschluss die Außenspiegel mehrerer geparkter Pkw. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind bislang neun angegriffene Fahrzeuge festgestellt worden.
Durch einen aufmerksamen Bürger wurde der Täter zunächst verfolgt, aber aus den Augen verloren. Ein anderer Zeuge nahm den Täter wenig später erneut wahr, als dieser weitere Außenspiegel abtrat. Hierbei erkannte er den ihm persönlich bekannten Verursacher und meldete dies der Polizei.
Durch eine Funkstreifenwagenbesatzung der Polizei Bad Salzdetfurth wurden entsprechende Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung gefertigt. Der Gesamtschaden wird derzeit auf rd. 1600 EUR geschätzt.
Sollten am Rande des Feuerwehrfestes weitere beschädigte Fahrzeuge festgestellt werden, können sich die Eigentümer/Halter bei der Polizei Bad Salzdetfurth unter der Telefonnummer 050639010 melden.
Kleinkraftrad in Flammen
Am 20.05.2023, gegen 18:30 Uhr, kam es im Ilsenkamp in 31174 Schellerten, Ortsteil Wendhausen, zu einem Feuerwehreinsatz wegen eines Fahrzeugbrandes.
Nach aktuellem Erkenntnisstand führte ein 19-Jähriger in einer Garage Arbeiten an seinem Kleinkraftrad aus. Aus bislang unbekannter Ursache entsteht hierbei ein Feuer, wodurch das Kraftfahrzeug gänzlich zerstört wird.
Mithilfe anderer Bewohner gelang es dem 19-Jährigen noch, das Fahrzeug aus der Garage zu schieben und das Feuer zu löschen, bevor die zwischenzeitlich alarmierte Feuerwehr eintraf. Durch die eigeninitiativ geleisteten Löscharbeiten wurde ein Übergreifen der Flammen auf das Wohngebäude verhindert, sodass lediglich geringer Sachschaden am Objekt entstand. Die 25 Einsatzkräfte von den Freiwilligen Feuerwehren Wendhausen, Dinklar und Ottbergen konnten den Einsatzort daher glücklicherweise recht schnell wieder verlassen.
Der Mann wurde im Anschluss durch eine Rettungswagenbesatzung mit dem Verdacht einer Rauchgasintoxikation in ein nahegelegenes Krankenhaus befördert.
E-Scooter entwendet – Zeugen gesucht
Am 20.05.2023, gegen 14:30 Uhr, ist es im Supermarkt Kaufland in 31061 Alfeld (Leine) zu einem Diebstahl von einem E-Scooter einer Privatperson gekommen.
Der 31-jährige Geschädigte hielt sich im Gang hinter dem Kassenbereich auf, als er einen Anruf bekam. Während des Telefonats stellte er seinen E-Scooter ab und ließ diesen für kurze Zeit aus den Augen. Als er sich wieder zu dem E-Scooter umdrehen wollte, war dieser verschwunden. Bei dem E-Scooter handelt es sich um ein Fahrzeug des Herstellers Segway-Ninebot.
Die Polizei sucht nach Zeugen. Personen, die Hinweise zum Tatgeschehen geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeikommissariat Alfeld in Verbindung zu setzen. Tel.: 05181-91160
Geparkten Pkw beschädigt und geflüchtet – Zeugenaufruf
Am 19.05.2023 kam es im Zeitraum von 16:35 Uhr bis 17:20 Uhr auf einem Kundenparkplatz eines Einkaufsmarktes in der Straße Ahnepaule zu einer Verkehrsunfallflucht. Ein bislang unbekannter Verursacher beschädigte dabei den geparkten VW Golf eines 71-jährigen Geschädigten aus Sibbesse. Dabei entstand an dem Pkw VW Golf ein Schaden von ca. 3000 Euro. Der Verursacher entfernte sich anschließend unerlaubt vom Unfallort.
Hinweise zu dieser Tat melden sie bitte unter der Rufnummer 05063-9010 bei dem Polizeikommissariat Bad Salzdetfurth.
Alfeld- Fahrradfahrer unter Alkoholeinfluss
Am 20.05.2023 um 00:30 Uhr stellte eine Streifenwagenbesatzung in der Hannoverschen Straße in Alfeld einen Fahrradfahrer fest. Dieser fuhr ohne Licht auf der Fahrbahn und fiel durch unsichere Fahrweise auf. Im Rahmen der sich anschließenden Kontrolle erhärtete sich der Verdacht, dass der Fahrer alkoholisiert war.
Ein Atemalkoholtest bestätigte die Feststellung. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren eingeleitet und die Weiterfahrt untersagt. Zur Beweisführung entnahm eine Ärztin eine Blutprobe.
Heute Vormittag wurde im Rahmen einer kleinen Feierstunde der 14. Borgentrickstein am Döhrener Turm verlegt. Mit diesem Stein ehren der Heimatbund Niedersachsen und die Stadt Hannover Bürger, die sich um ihre Heimat verdient gemacht haben. Preisträger des Jahres 2022/23 ist Simon Benne.
Der 1970 geborene Redakteur der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung hat sich in vielen Publikationen auch mit der hannoverschen Geschichte befasst. Deshalb wurde er nun mit dem Borgentrick-Stein ausgezeichnet. Der Heimatbund-Preis ist nach Cord Borgentrick benannt, dem es im 15. Jahrhundert gelang, einen Überfall des Braunschweiger Herzogs Heinrichs Heinrich des Älteren auf die Stadt Hannover zu vereiteln.
Ellen Maschke-Scheffler vom Heimatbund würdigte in einer kleinen Ansprache das Engagement des neuen Preisträgers, bevor sie ihm den Gummihammer und den Stein übergab, damit Simon Benne ihn symbolisch im Erdboden festklopfen konnte. „Es freut mich, dass es einen Stein mit meinen Namen gibt und dieser Stein auf dieser Seite der Friedhofsmauer ist“, sagte er in Anspielung auf den nahen Engesohder Friedhof. Benne wies darauf hin, dass in der Reihe der bisher Geehrten der weibliche Anteil eher gering sei und regte an, in Zukunft vermehrt auch nach möglichen Preisträgerinnen Ausschau zu halten.
Zum Abschluss stießen die Gäste, darunter auch Bezirksbürgermeisterin Antje Kellern vom Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel, mit einem Gläschen Saft oder Sekt auf den neuen Stein an.
Ellen Maschke-Scheffler vom Heimatbund und Preisträger Somon Benne mit dem 14. Borgentrickstein.
Sie tapsen durch das Gehege: Löwennachwuchs im Erlebniszoo Hannover
Der Löwencanyon in der Sambesi-Themenwelt des Erlebniszoos Hannovers ist zur Kinderstube geworden. Drei neugierige kleine Berberlöwen tapsen durch das Gehege, immer unter den liebevollen Blick von Mutter Zara. „Zara-Sophie war von Anfang an eine sehr gute Mutter, die sich bestens um ihren Nachwuchs gekümmert hat“, erzählte laut einer Mitteilung des Zoos dessen Geschäftsführer Andreas M. Casdorff.
Die Berberlöwin brachte bereits am 20. Februar zwei Mädchen und einen Jungen zur Welt. Seit kurzem dürfen die kleinen niedlichen Fellknäuels nun die Wurfbox hinter den Kulissen verlassen und den Löwencanyon erkunden. Dabei zeigten sich die beiden Mädchen besonders neugierig und mutig.
Die vielen Zoobesucher mit Kameras und langen Objektiven beweisen: Der Berberlöwen-Nachwuchs ist schnell den Hannoveraner ins Herz gewachsen und ist die neue Attraktion im Zoo.
Der Zuchterfolg des hannoverschen Zoos ist auch ein Meilenstein in der Erhaltung dieser Löwenart. Denn in der freien Wildbahn hat der Mensch diese schönen Tiere bereits seit etwa 70 Jahren ausgerottet.
"Papageien fressen keine harten Eier", stellte Harry Lion fest
Von Kurt Schwitters bis Heinz Erhardt reichte die Spannweite. Und auch Heinz Rühmann („Ich brech‘ die Herzen der stolzesten Frauen“) wurde nicht vergessen. Aus Anlass des 25. Theaterjubiläums des Südstädter Komöd‘chens bringt die Theatertruppe eine ganz besondere Show auf die Bühne im Saal des Freizeitheims Döhren. „Von der Lust am (Un)sinn“ lautete der Titel, für den sich Mitte Mai an zwei Wochenenden insgesamt sechs Mal der Vorhang öffnete. Heute (20. Mai) und am morgigen Sonntag, jeweils um 16 Uhr, lässt sich die bunte Show noch einmal genießen.
Sogar Hannovers 1. Bürgermeister Thomas schaute gestern Abend (19. Mai) vorbei und lachte über die Frage, wann der lüneburger Heide endlich bekehrt wird. Denn dieser Herr, der einen großen Hut, einen weiten Mantel und einen Schäferstab trägt, wird mit einem Schild (Überschrift: „Lüneburger Heide“) an der Autobahn besonders geehrt. Und das Publikum erfuhr auch, dass Papageien keine harten Eier fressen.
1. Bürgermeister Thomas Herrmann (Mitte) mit Mitgliedern des Südstädter Komöd’chensDie Lust am (Un)sinn zeigten die Schauspieler des Südstädter Komöd’chensDie Lust am (Un)sinn zeigten die Schauspieler des Südstädter Komöd’chensDie Lust am (Un)sinn zeigten die Schauspieler des Südstädter Komöd’chensDie Lust am (Un)sinn zeigten die Schauspieler des Südstädter Komöd’chensDie Lust am (Un)sinn zeigten die Schauspieler des Südstädter Komöd’chensDie Lust am (Un)sinn zeigten die Schauspieler des Südstädter Komöd’chensDie Lust am (Un)sinn zeigten die Schauspieler des Südstädter Komöd’chensDie Lust am (Un)sinn zeigten die Schauspieler des Südstädter Komöd’chensDie Lust am (Un)sinn zeigten die Schauspieler des Südstädter Komöd’chensDie Lust am (Un)sinn zeigten die Schauspieler des Südstädter Komöd’chensDie Lust am (Un)sinn zeigten die Schauspieler des Südstädter Komöd’chensDie Lust am (Un)sinn zeigten die Schauspieler des Südstädter Komöd’chensDie Lust am (Un)sinn zeigten die Schauspieler des Südstädter Komöd’chensDie Lust am (Un)sinn zeigten die Schauspieler des Südstädter Komöd’chensDie Lust am (Un)sinn zeigten die Schauspieler des Südstädter Komöd’chens
Scorpions + Special Guest Thundermother rocken die ZAG Arena in Hannover
HANNOVER.
Am Freitag Abend (19. Mai 2023) fand in der ausverkauften ZAG Arena in Hannover ein mit Spannung erwartetes Konzert der legendären Rockband Scorpions im Rahmen ihrer Rock Believer World Tour statt.
Vor begeisterten 11.000 Fans betraten die Scorpions die Bühne und lieferten eine mitreißende Performance, die das Publikum in ihren Bann zog. Als Special Guest heizte die schwedische Rockband Thundermother die Stimmung bereits zu Beginn des Abends ordentlich an.
Das Konzert begann mit voller Energie und einem wahren Knaller: „Gas in the Tank“ eröffnete den Abend und sorgte sofort für eine elektrisierende Atmosphäre. Die Fans waren von Anfang an begeistert und stimmten sich gemeinsam mit der Band auf einen unvergesslichen Abend ein. Es folgten Klassiker wie „Make It Real“ und „The Zoo“, bei denen das Publikum lauthals mitsang und zu den kraftvollen Gitarrenriffs von Rudolf Schenker und Matthias Jabs abrockte.
Die Band präsentierte auch einige Songs aus ihrem aktuellen Album „Rock Believer“, das bei den Fans sehr gut angekommen ist.
„Coast to Coast“ und „Seventh Sun“ wurden mit großer Begeisterung aufgenommen und zeigten, dass die Scorpions auch nach all den Jahren nichts von ihrer Live-Qualität eingebüßt haben.
Bei „Peacemaker“ sorgte der eingängige Refrain für ausgelassene Stimmung im Publikum, während „Bad Boys Running Wild“ mit seinem mitreißenden Rhythmus für Bewegung sorgte.
Ein besonders emotionaler Moment des Abends war zweifellos die Darbietung von „Wind of Change“. Vor dem Hintergrund der Lyrics für die Ukraine, einer Geste der Solidarität und des Zusammenhalts, berührte der Song die Herzen der Zuschauer. Sänger Klaus Meine verlieh dem Lied mit seiner charismatischen Stimme eine besondere Tiefe, die die Bedeutung des Songs noch verstärkte.
Die Energie auf der Bühne war mitreißend, und die Bandmitglieder zeigten, dass sie auch nach all den Jahren immer noch voller Leidenschaft und Spielfreude sind.
Klaus Meine begeisterte mit seinem kraftvollen Gesang, während Rudolf Schenker und Matthias Jabs ihr Gitarrenspiel perfekt aufeinander abgestimmt präsentierten. Bassist Pawel Maciwoda und Schlagzeuger Mikkey Dee bildeten das solide Fundament für den kraftvollen Sound der Scorpions.
Nach einer beeindruckenden Drum Solo-Einlage von Mikkey Dee, bei der er sein virtuoses Können unter Beweis stellte, folgte der Klassiker „Blackout“, der die Menge erneut in Ekstase versetzte.
„Big City Nights“ brachte das Publikum zum Mitsingen und sorgte für eine euphorische Stimmung in der ZAG Arena.
Als die Zugabe begann, war die Halle voller Vorfreude und Erwartung. Mit „Still Loving You“ lieferten die Scorpions eine gefühlvolle Ballade, die die Herzen der Zuschauer berührte. Der Abend endete mit dem ultimativen Rock-Hymne „Rock You Like a Hurricane“, bei dem die Band noch einmal alles gab und das Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hinriss.
Insgesamt war das Konzert der Scorpions in Hannover ein unvergessliches Erlebnis. Die Band bewies eindrucksvoll, dass sie auch nach mehreren Jahrzehnten immer noch zu den absoluten Größen des Rock gehören. Mit ihrer einzigartigen Mischung aus kraftvollen Rocksongs und gefühlvollen Balladen begeisterten sie das Publikum und sorgten für eine unvergleichliche Atmosphäre. Die Zuschauer wurden Zeugen einer energiegeladenen Show, die noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Die Rock Believer World Tour der Scorpions ist zweifellos ein absolutes Muss für alle Rockfans. Mit ihrer beeindruckenden Bühnenpräsenz und ihrer musikalischen Brillanz versetzen sie das Publikum in einen wahren Rockrausch. Ein Konzert der Scorpions ist nicht nur ein musikalisches Ereignis, sondern ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.
Scorpions auf ihrer Rock Believer World Tour 2023 in der ZAG Arena in Hannover am 19.05.23
Nach gescheiterten Tarifverhandlungen im niedersächsischen Einzelhandel gibt es Streik bei IKEA
LAATZEN/GROSSBURGWEDEL.
Nach den gescheiterten Verhandlungen am 3. Mai zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern ruft ver.di jetzt zu weiteren Arbeitsniederlegungen bei IKEA auf. Betroffen sind dieses Mal beide Einrichtungshäuser in der Region Hannover am selben Tag. „Nach dem erfolgreichen Streikauftakt in Großburgwedel vergangene Woche weiten wir unseren Arbeitskampf nun auch auf das IKEA-Haus in Laatzen aus“, erklärt ver.di-Sprecher Mizgin Ciftci. Die Streikenden beider Häuser versammeln sich vor dem IKEA-Haus in Laatzen am Freitag, den 19. Mai, von 4 Uhr morgens bis ca. 13 Uhr zu einer Kundgebung. Die Beschäftigten aus Großburgwedel legen die Arbeit sogar zweitägig bis Samstag, den 20. Mai, nieder.
Wegen der letzten zwei Streiks in Großburgwedel musste das gastronomische Angebot geschlossen bleiben. „Auch dieses Mal rechnen wir mit Beeinträchtigungen für Kunden“, erklärt Ciftci. Der Grund: „Die Wut der Beschäftigten ist einfach zu groß angesichts des unverschämten Arbeitgeber-Angebots.“ Der Handelsverband Niedersachsen hatte eine Erhöhung der Einkommen im ersten Jahr um 3 Prozent und im zweiten Jahr um 2 Prozent vorgeschlagen. Eine einmalige Inflationsausgleichszahlung in Höhe von 1.000 Euro für Vollzeitbeschäftigte ergänzt das Angebot. ver.di fordert stattdessen 2,50 Euro mehr pro Stunde. Für eine typische Verkäuferin im Einzelhandel käme dies einer Lohnsteigerung von mehr als 14 Prozent gleich.
ver.di: Von der IKEA-Family ist nichts mehr zu spüren
„Der schwedische Möbelgigant spricht gegenüber der eigenen Kundschaft gerne von einer ‚IKEA-Family‘. Die Beschäftigten fühlen sich aber schon lange stiefmütterlich behandelt von ihrem Arbeitgeber“, kritisiert Ciftci das Lohnniveau bei IKEA. „Wir brauchen Lohnsteigerungen, die entlasten und Respekt zum Ausdruck bringen – keine Almosen.“
Größte Artenhilfsaktion Niedersachsens 2023 für den Aal hatte ihren diesjährigen Abschluß
NIEDERSACHSEN.
Die wohl größte Artenhilfsaktion Niedersachsens hat am letzten Wochenende ihren diesjährigen Abschluss gefunden: Unter Federführung des Anglerverbandes Niedersachsen haben mehr als 200 Angelvereine mit über 1.000 Helfern fast drei Millionen kleine Aale in Hunderten Gewässern zwischen Harz und Ostfriesland ausgewildert.
Die Anglerinnen und Angler hoffen so, den Bestand dieser einzigartigen Fischart in Niedersachsens Flüssen zu erhalten.
Der Aal war einst einer der häufigsten Fische in Norddeutschland und besiedelte bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts nahezu jeden Fluss, Bach und Graben unserer Heimat. Seit Anfang der 1980er Jahre nimmt die Zahl der vom Meer in Süßwasser aufwandernden sogenannten Glasaale aber dramatisch ab.
Der Anglerverband Niedersachsen (AVN) koordiniert daher gemeinsam mit der oberen Fischereibehörde des Landes seit über 13 Jahren Bemühungen, den Wanderfisch in Niedersachsen zu erhalten. Im Rahmen des niedersächsischen Aalförderprogramms werden von Angelvereinen landesweit jährlich mehrere Millionen junge Aale besetzt, die zuvor in Frankreich schonend und unter strengen Artenschutzauflagen gefangen und im LKW hierher transportiert wurden.
Das Unterfangen ist aufwendig und spielt nur auf Zeit. Langfristig müssten die Gewässer wieder durchgängig und naturnah gestaltet werden, um ein deutschlandweites Aussterben dieser faszinierenden Art zu verhindern.
Weltenbummler vor Hindernissen
Würden Sie quasi der Liebe wegen mehr als 5.000 Kilometer wandern? Der Aal tut dies. Wenn er mit 10-15 Jahren geschlechtsreif wird, schwimmt er aus unseren Flüssen durch den Atlantik bis in die ferne Sargassosee südlich von Florida. Denn der schlangenförmige Fisch laicht nirgendwo sonst, außer in der Nähe der Bermudas.
Sein Nachwuchs ist nicht weniger erstaunlich. Die kleinen Larven machen sich gleich nach dem Schlupf auf den Weg nach Europa. Zwei bis drei Jahre lassen sie sich in Schwärmen von Aber-Milliarden Tieren vom Golfstrom ostwärts treiben. An den europäischen Küsten angekommen, wandeln sich die weidenblattförmigen Jungtiere dann zu Glasaalen. Bis vor wenigen Jahrzehnten konnte man im Frühjahr überall an unseren Flüssen riesige Schwärme von Glasaalen beobachten, die europaweit nahezu jeden Winkel unserer Fließgewässer besiedelten und zu stattlichen Aalen von bis zu einem Meter Länge heranwuchsen.
Doch damit ist seit den 1980er Jahren vielerorts Schluss: Aus immer noch nicht endgültig nachvollziehbaren Gründen ist die Zahl der aufwandernden Glasaale seitdem um bis zu 98 % zurückgegangen und hat zum Zusammenbruch vieler Aalbestände in unseren Flüssen geführt.
Eine wesentliche Ursache für den Aalrückgang liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit beim Menschen: Alleine in Niedersachsen versperren nach wie vor über 7.000 Wehre den streichholzgroßen Jungaalen den Weg flussauf. Beim Weg zurück in Richtung Meer müssen die Aale dann über 280 Wasserkraftanlagen passieren, die jährlich Hunderttausende Aale in ihren Turbinen töten. Auch eingeschleppte Parasiten, klimwandelbedingte Änderungen des Golfstroms und hochgiftige Chemikalien, die sich im fettreichen Körpergewebe des Aals anreichern und nicht zuletzt der illegale Schmuggel von jährlich Milliarden von Aalen in ostasiatische Fischfarmen tragen dazu bei, dass es den europäischen Aalpopulationen anhaltend schlecht geht.
Um dafür zu sorgen, dass in Norddeutschlands Flüssen auch in Zukunft trotzdem noch Aale vorkommen, koordiniert der Anglerverband Niedersachsen ein besonderes Programm. Ralf Gerken, seit 13 Jahren für die landesweite Koordination des Aalbesatzprogramms beim Anglerverband zuständig, kennt die Abläufe: In Frankreich, wo es in einigen Flussmündungen noch ausreichende Mengen an Glasaalen gibt, werden die Jungfische von zertifizierten Fischereibetrieben mit streng überwachten Quoten und schonenden Fangnetzen gefangen und dann per Lastwagen an allen Hindernissen vorbei bis nach Niedersachsen gefahren. Dort werden sie von Angelvereinen wieder in die Freiheit entlassen. Die Kosten übernehmen zu 60% die EU und das Land Niedersachsen. Den Rest stemmen die Anglerinnen und Angler aus der Vereinskasse. In diesem Jahr betrug der finanzielle Aufwand über 400.000 €.
Nur eine Übergangslösung
Gerken ist mit Herzblut bei der Sache, sieht seine Bemühungen aber dennoch kritisch. Er erklärt: „Aalbesatz ist nur eine von drei Säulen der EU-Aalverordnung. Die Reglementierung des Aalfangs und die konsequente Verfolgung von Aal-Schmugglern ist ein weiterer Baustein. Doch sind das nur Symptombehandlungen. Die dritte Maßnahme, nämlich die Schädigungsraten der vom Aussterben bedrohten Tiere durch Wasserkraft zu minimieren, wird von der Politik viel zu halbherzig bis gar nicht angegangen.“ Zudem würde es immer noch zu viele nicht funktionsfähige Fischtreppen geben, die für den Laien vielleicht nach Fischschutz aussähen, von Wanderfischen aber nicht genutzt werden könnten. Der AVN-Biologe und sein Team hoffen, dass sich das bald ändert: Damit Aale wieder alleine durchs Wasser und nicht über die Straße mit Hilfe von Menschen zu ihren ureigenen Lebensräumen gelangen können.
Der Anglerverband Niedersachsen e.V. (AVN) ist mit über 100.000 Mitgliedern einer der zwei größten anerkannten Naturschutzverbände und der größte anerkannte Fischereiverband des Landes.
Die Mitglieder der rund 340 AVN-Vereine leisten jedes Jahr aktiven Naturschutz: Durch die Wiedereinbürgerung bedrohter Arten, das Monitoring von Fischen und anderen Wasserlebewesen, Aufzucht und Besatz bedrohter Kleinfischarten, dem Schutz von Großkrebsen und Muscheln, regelmäßigen Wasseranalysen sowie Müllsammel- und Pflanzaktionen, tragen die organisierten Angler dazu bei, Gewässer mit ihren ufernahen Lebensräumen zu erhalten und nachhaltig zu fördern.
Bemessen in Zahlen wenden die AVN-Vereine jedes Jahr über 200.000 Stunden im Ehrenamt und siebenstellige, überwiegend private, Geldmittel für Natur- und Artenschutzmaßnahmen an Gewässern auf. Davon profitieren neben den Fischen viele weitere Tier- und Pflanzenarten und nicht zuletzt auch alle Erholungssuchenden am Wasser.
Zecken können gefährliche Krankheiten übertragen, daher ist es wichtig, Vorsorgemaßnahmen zu treffen
REGION HANNOVER.
Zecken stellen nicht nur in der freien Natur, sondern auch in Parks und Gärten eine Gefahr dar. Experten des Landesgesundheitsamtes wurden in der Parkanlage des alten Stadtfriedhofs am Lindener Berge in Hannover schnell fündig.
Dr. Masyar Monazahian, Virologe am Landesgesundheitsamt, erklärt, dass Zecken sich besonders gerne am Waldrand und in Grünstreifen aufhalten, um direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Diese Bereiche bieten ihnen optimale Bedingungen.
In Deutschland können Zecken zwei Krankheiten übertragen: Borreliose und FSME (Frühsommer Meningoenzephalitis). Borreliose kann man sich überall in Niedersachsen zuziehen, da bis zu 40% der Zecken diesen Erreger in sich tragen. Bei FSME gibt es jedoch einzelne Hotspots, wie zum Beispiel den Landkreis Emsland, der 2019 vom Robert Koch-Institut als Risikogebiet eingestuft wurde.
Das Landesgesundheitsamt sammelt seit mehreren Jahren Zecken in ausgewählten Gebieten Niedersachsens und untersucht sie auf das FSME-Virus, um mehr über dessen Verbreitung zu erfahren.
Dr. Masyar Monazahian berichtet, dass FSME-Viren vereinzelt in Zecken im Landkreis Cuxhaven, in Nienburg, im Emsland und in der Region Hannover nachgewiesen wurden. Dies zeigt, dass das FSME-Virus auch außerhalb des Landkreises Emsland in Niedersachsen vorkommt. Dennoch ist eine Infektion in den meisten Gebieten immer noch sehr unwahrscheinlich.
Um sich vor einer FSME-Infektion zu schützen, ist eine Impfung ratsam. Insbesondere im Landkreis Emsland als Risikogebiet wird diese Impfung ausdrücklich empfohlen. Personen, die sich beruflich oder in ihrer Freizeit häufig in der Natur aufhalten und einer intensiven Zeckenexposition ausgesetzt sind, sollten ebenfalls nach einer individuellen Risikobewertung eine solche Impfung in Betracht ziehen.
Bettina Wilhelm, Fachärztin für öffentliches Gesundheitswesen im Gesundheitsamt der Region Hannover, betont die Bedeutung der Impfung und empfiehlt auch Urlaubern, die sich in FSME-Risikogebieten aufhalten, sich vor der Reise ärztlich über die Impfung zu informieren.#
Zecken sind kleine, blutsaugende Parasiten, die in Wald- und Graslandschaften vorkommen. Sie können verschiedene Krankheiten wie die Borreliose und die durch Zecken übertragene Enzephalitis (FSME) übertragen. Daher ist es wichtig, sich vor Zeckenstichen zu schützen. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Vorsorgemaßnahmen Sie ergreifen können und welche Zeckenarten in der Region Hannover anzutreffen sind.
Schutzmaßnahmen gegen Zeckenstiche:
Tragen Sie beim Durchstreifen von Unterholz und Gras helle, körperbedeckende Kleidung. Dadurch können Sie Zecken besser erkennen und rechtzeitig entfernen. Verwenden Sie auch festes Schuhwerk, um Ihre Füße zu schützen.
Benutzen Sie zeckenabweisende Hautschutzmittel. Diese bieten jedoch keinen vollständigen Schutz vor Zeckenstichen. Es ist daher wichtig, sich regelmäßig auf Zecken abzusuchen.
Insbesondere nach Aufenthalten in Wald- und Wiesenbereichen sollten Sie Ihren Körper gründlich auf Zecken absuchen. Konzentrieren Sie sich dabei auf dünne und warme Hautstellen wie Arme, Kniekehlen, Hals, Kopf und den Schritt.
Auch Haustiere, die während eines Spaziergangs mitgeführt werden, sollten auf Zecken kontrolliert werden. Zecken können auf den Menschen übergehen, wenn sie noch nicht angesaugt sind.
Entfernung einer Zecke:
Wenn Sie eine Zecke auf der Haut entdecken, entfernen Sie sie so schnell wie möglich. Zecken können auch andere Krankheiten übertragen, gegen die keine Impfung möglich ist, wie die Borreliose. Die Zecke kann mit den Fingerspitzen oder einem Hilfsmittel wie einer Pinzette oder einem speziellen Zeckenentferner entfernt werden. Fassen Sie die Zecke dabei nahe an der Hautstelle, an der sie sich festgesaugt hat, und ziehen Sie sie vorsichtig heraus, ohne sie zu zerquetschen. Nach der Entfernung sollte die Stichstelle gründlich desinfiziert werden.
Zeckenarten in der Region Hannover:
In der Region Hannover besteht ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Zecken, die Krankheiten übertragen können. In diesem Jahr wurde erstmals die Buntzecke (Dermacentor reticulatus), auch als Auwaldzecke bekannt, in der Region nachgewiesen.
Diese Zeckenart ist durch eine marmorierte Körperoberfläche gekennzeichnet. Sie kann unter anderem die Hundebabesiose übertragen, eine Krankheit, die Hunde schwer beeinträchtigen kann. Hundebesitzer sollten daher besonders auf einen wirksamen Zeckenschutz achten.
Zudem besteht die Gefahr, dass Zugvögel tropische und subtropische Zeckenarten nach Deutschland einschleppen. Im Jahr 2018 wurden vermehrt Zecken der Gattung Hyalomma in Deutschland gefunden, obwohl sie normalerweise hier nicht vorkommen. Hyalomma-Zecken sind durch ihre auffällig große Größe und gestreifte Beine leicht zu erkennen.
Sie können das Krim-Kongo-Virus sowie Bakterien der Gattung Rickettsia übertragen, die beim Menschen schwere fieberhafte Erkrankungen auslösen können. Forscher befürchten, dass mit den Zecken auch das Krim-Kongo-Virus in die Region eingeschleppt werden könnte.
Das Institut für Parasitologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) führt Untersuchungen durch, um die Verbreitung und Infektionsraten der verschiedenen Zeckenarten zu erforschen. Die Forscher bitten die Bevölkerung, Hyalomma- und Auwald-Zecken mit Angabe des Fundortes einzusenden, um ihre Studien zu unterstützen.
Fazit:
Zecken können gefährliche Krankheiten übertragen, daher ist es wichtig, Vorsorgemaßnahmen zu treffen, um Zeckenstiche zu vermeiden. Tragen Sie helle, körperbedeckende Kleidung, verwenden Sie zeckenabweisende Hautschutzmittel und suchen Sie sich und Ihre Haustiere regelmäßig nach Zecken ab. Entfernen Sie eine Zecke schnell und sorgfältig, falls sie gestochen hat. Informieren Sie sich über die Zeckenarten in Ihrer Region und unterstützen Sie gegebenenfalls Forschungsprojekte zur Zeckenbekämpfung und -prävention. Mit den richtigen Schutzmaßnahmen können Sie Ihre Gesundheit vor Zeckenstichen schützen.