HANNOVER. Draußen auf dem Kirchplatz wurde 60 Jahre Auferstehungskirche gefeiert, im Innern des Gotteshauses aber stand ein 1000. Geburtstag auf dem Programm. Die Auferstehungskirche verwandelte sich beim diesjährigen Sommerfest der Gemeinde heute Nachmittag (15. Juni) in ein Spukschloss. „Geisterstunde auf Schloss Eulenstein“ lautete der Titel eines Musicals zum Festauftakt. Die Hosenmätze des gemeindeeigenen Kinderchores hatten die Geschichte über einer Feier zum 1000. Geburtstages eines Geistes einstudiert. Viele kleine Geister und auch Hexen gratulierten dem Jubilar. Es gab dafür natürlich ganz dicken Beifall. Mit dem Stück über die Geburtstagsfete zur Geisterstunde startete die Auferstehungsgemeinde ihr traditionelles Sommerfest.
„Kuchen gibt es da, wo die Tür offensteht“, rief Pastor Dr. Michael Wohlers und lenkte die Schritte der Gäste zum süßen leckeren Büffet ins Gemeindehaus. Wer sich mit Kaffee, Kuchen oder Kaltgetränken (und später auch deftigere Sachen vom Grill) gestärkt hatte, konnte anschließend fasziniert den Lauf kleiner Kugeln durch das Murmi-Land verfolgen, in einer Chill-Ecke abschalten oder den Chor des Ansgarhauses lauschen. Zwar wehte manchmal ein etwas kräftigeres Lüftchen über den Festplatz, aber der Regen vom Vormittag war verschwunden und dank der Sonne ließ es sich an den Bänken und Tischen angenehm mit seinen Nachbarn plaudern.
Beim Gemeindefest gab es wieder den leckeren eritreischen Kaffee.Ein reichhaltiges Kuchenbüfett wartete auf die Gäste.
Großer See auf kleinem Platz: Der Fiedelerplatz in Döhren hat ein Problem mit dem Wasserabfluss.
HANNOVER. Es ist ein schon seit langem bekanntes Problem: Auf dem Fiedelerplatz in Döhren vor der Bühne fließt das Oberflächenwasser nicht richtig ab. So bildete sich auch nach einem heftigen Regenschauer kurz vor dem Start des Jazz-Festivals Ende Mai wieder eine riesengroße Wasserpfütze. „Man hätte die Veranstaltung auch Jazz am See nennen können“, sagte Jens Schade von der SPD-Fraktion in der Juni-Sitzung des Gremiums am vergangenen Donnerstag (13. Juni) im Freizeitheim Döhren.
Mit einem Antrag nahmen sich die Sozialdemokraten des nassen Problems an. Daraufhin forderte der Bezirksrat einstimmig „das Abflussrohr am Fiedelerplatz regelmäßiger und häufiger zu reinigen und grundsätzlich geeignete Maßnahmen zu ergreifen, damit der Fiedelerplatz nicht immer wieder unter Wasser steht.“
Geschlossen votierte die örtliche Bürgervertretung daneben für weitere Anträge aus der SPD-Bezirksratsfraktion. Danach wünscht sich nun der Bezirksrat vor dem Freizeitheim Döhren überdachte Fahrradständer und sowohl für das Freizeitheim als auch für den Nachbarschaftstreff Mittelfeld je einen Defibrillator, damit im Notfall schnelle Hilfe geleistet werden kann.
In der Vergangenheit kam es immer wieder vor, dass Spielgeräte auf Spielplätzen im Bezirk aus Sicherheitsgründen abgebaut werden mussten, ohne dass die Mitglieder des Bezirksrats darüber informiert wurden. Auf Antrag der SPD fordern nun die Bürgervertreter, automatisch über den Abbau von Spielgeräten auf Spielplätzen im Stadtbezirk jeweils zum Quartalsende informiert zu werden. „Diese Informationen sollen nicht nur den Zeitpunkt und Grund des Abbaus umfassen, sondern auch mögliche weitere Schritte wie die Ersatzbeschaffung oder alternative Pläne für den betreffenden Spielplatz“, heißt es in dem Beschluss weiter.
Ebenfalls verabschiedet: Die CDU bittet in ihrem Antrag, in der Holthusenstraße das Parken von LKWs durch entsprechende Beschilderung auf den Parkplätzen zu untersagen und regelmäßig Kontrollen durchzuführen.
Zudem sponsorte der Bezirksrat wieder Vereine im Stadtbezirk. Gelder gab es für die HFG für das Jazz-Festival, für die Kulturinitiative zur Vorbereitung des Kulturlustwandelns im September 2024 und für den Sozialverband als Zuschuss zu einem neuen Schaukasten.
Der Bezirksrat Döhren-Wülfel setzt sich für den Weiterbetrieb des Bürgeramtes in Döhren ein.
HANNOVER. Eine Pressemittelteilung der Stadt Hannover und ein Bericht in der Lokalpresse sorgte im Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel für Aufregung. Denn die Stadtverwaltung will die Standorte der Bürgerämter (früher Ordnungsamt-Nebenstellen) überprüfen und ggf. auch Dienststellen schließen. Jedenfalls in der städtischen Presseverlautbarung wurde das Bürgeramt in der Peiner Straße in Döhren explizit genannt. Da schrillten bei den Sozial- und Christdemokraten, die im Bezirksrat Döhren-Wülfel zusammenarbeiten, die Alarmglocken.
In einem von den beiden Fraktionen in die gestrige Juni-Sitzung (13. Juni) des Stadtbezirksparlaments eingebrachten Dringlichkeitsantrag zeigten sie, dass die Ortspolitiker um ihr Amt kämpfen wollen „Das Bürgeramt in der Peiner Straße ist für die Einwohner des Stadtbezirks Döhren-Wülfel von immenser Bedeutung. Ein angedachtes digitales Bürgeramt ist kein Ersatz, gerade für ältere Menschen stellt eine Internet-Lösung keinen barrierefreien Zugang dar. Auch mobile Bürgerämter können eine feste Anlaufstelle nicht ersetzen“, heißt es in dem Antrag. Es sei zwar richtig, dass die derzeitige bauliche Situation in Döhren nicht optimal ist. Umso dringlicher sei die Verwirklichung des Neubaus des Freizeitheims Döhren mit angegliederter Bücherei, Bürgeramt und Jugendzentrum. Einstimmig forderte der Bezirksrat daraufhin die Verwaltung auf, „das Bürgeramt in der Peiner Straße solange zu betreiben, bis diese Einrichtung in den geplanten Neubau des Freizeitheims Döhren mit einbezogen ist.“
Überhaupt wurden wieder alle Anträge an diesem Abend (bis auf eine Ausnahme, wo sich der Vertreter der PARTEI der Stimme enthielt) immer einstimmig verabschiedet. So auch ein ebenfalls von CDU und SPD eingebrachter weiterer Dringlichkeitsantrag, wonach die Paderborner Straße in Mittelfeld dringend wieder in Stand zu setzen ist.
Noch ein gemeinsamer Antrag von Christ- und Sozialdemokraten. Das „Lückekinderprojekt“ in Mittelfeld soll unbedingt fortgesetzt werden.
Geschlossen votierte der Bezirksrat zudem für den Antrag der Grünen, in dem die Stadtverwaltung gebeten wird, nun umgehend die Eignung des Platzes vor dem Nachbarschaftstreff Mittelfeld für einen Wochenmarkt zu prüfen. Unmut hatte zuvor die Antwort der Stadt auf eine zum gleichen Thema gestellte SPD-Anfrage ausgelöst. Daraus ergab sich, dass die Verwaltung eigentlich bislang noch nichts Konkretes dazu unternommen hat.
Der Nachbarschaftstreff und ein großer Teil von Mittelfeld waren Thema eines Projektes der Leibniz Universität Hannover. Dr. Sebastian Bühring stellte zusammen mit einer Gruppe seiner Studenten Iden dazu vor, Mittelfeld zu einem „Ankommensquartier“ zu machen. Unter dem Motto „Mittelfeld in Motion“ schlugen die Studenten etwa vor, einen Sportstrecke durch den Kern des Stadtteils zu führen. Neben weiteren Ideen stand auf der universitären „to-do-Liste auch die Weiterentwicklung des Gebäudekomplexes Mittelfeld 104. Jugendzentrum, Nachbarschaftstreff und Seniorenbegegnungsstätte sollen darin aufgewertet werden. Unter anderem schlagen die Studenten einen Garten für das Jugendzentrum vor. Die Politik zeigte sich an der Ideensammlung interessiert. Demnächst soll ein gemeinsamer Rundgang durch Mittelfeld erfolgen, um sich alles einmal „vor Ort“ anzuschauen.
HANNOVER. Die Antwort sorgte für Unmut in der gestrigen Sitzung (13. Juni) des Bezirksrates Döhren-Wülfel im Freizeitheim Döhren. Die SPD-Fraktion hatte nachgefragt, wann dann endlich der Neubau des Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Wülfel beginnen wird. Die Reaktion aus dem Rathaus war enttäuschend: „Aktuell stehen keine finanziellen und personellen Ressourcen für die Umsetzung der Maßnahme zur Verfügung. In der langfristigen Haushaltsplanung sind die notwendigen Mittel ab 2030 vorgesehen.“
Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner: Versprochen ist der Bau schon lange, immer wieder wurde aber das Datum eines möglichen Baubeginns nach hinten verschoben.“ Und der Fraktionsvorsitzende der SPD Schade fragte sarkastisch: „Ab 2030. Heißt das, dass es noch in diesem Jahrhundert losgehen wird?“ Er betonte, dass die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr ehrenamtlich ihre Freizeit opfern, um das Leben, die Gesundheit und das Eigentum ihrer Mitmenschen zu schützen und zu retten. Man könne ihnen nicht zumuten, dies in einen doch maroden und viel zu engen Feuerwehrstützpunkt zu tun. Geplant ist die neue Feuerwache auf einem unbebauten Grundstück an der Erythropelstraße in Wülfel, möglicherweise zusammen mit einer neuen Schulsporthalle.
Unter dem Motto „Demokratiestärkung im Stadtbezirk“ beschloss die örtliche Bürgervertretung auf Vorschlag der Sozialdemokraten eine Anhörung von Initiativen, Vereinen und Organisationen aus dem Stadtbezirk, die sich für die Demokratiestärkung vor Ort einsetzen. Begründung: das 75jährige Jubiläum des Grundgesetzes. „Gerade in einer Zeit, in der demokratische Werte weltweit und auch bei uns unter bedroht werden, ist es von besonderer Bedeutung, diese Grundsätze nicht nur zu verteidigen, sondern aktiv zu stärken und zu fördern. Der Stadtbezirk Döhren-Wülfel kann hierzu einen wertvollen Beitrag leisten, indem wir die Arbeit von Initiativen, Vereinen und Organisationen hervorheben, die sich tagtäglich für die Demokratiestärkung vor Ort einsetzen“, heißt es in der Begründung. Der Antrag wurde einstimmig von allen im Bezirksrat vertretenden Parteien angenommen.
Ebenfalls einstimmig verabschiedet wurden von den gründen und der CDU eingebrachte Anträge. Danach wird die Stadt aufgefordert, „sicherzustellen, dass Einsatzfahrten der DLRG vom Standort in der Wagenfeldstraße in Döhren trotz der Baumaßnahmen am Südschnellweg problemlos möglich sind und dass die Einsatzfahrzeuge in Notfällen zu jeder Zeit schnellstmöglich zu den Einsatzorten gelangen können“ (Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen). Die CDU-Fraktion setzte sich in ihrem Antrag dafür ein, dass die Borriesstraße sanieren wird. „Kurzfristig sollte zumindest eine professionelle provisorische Maßnahme erfolgen“, wird in der Beschlussvorlage gefordert.
Bürgeramt und Stadtbüchrei in Döhren sind baulich in einem maroden Zustand. Kann der Standort gehalten werden?
HANNOVER. Eine Pressemitteilung der Stadt Hannover vom 6. Juni 2024 hat in einigen Stadtteilen für Unruhe gesorgt. Eigentlich wollte die Stadtverwaltung mit dieser Presseinformation ja eine positive Botschaft an die Hannoveraner vermitteln. Das Angebot rund um die Bürgerämter soll modernisiert werden. Doch einige Formulierungen ließen bei Politikern die Alarmglocken schrillen.
Um den Services zu verbessern und zugleich der Vielzahl der Herausforderungen gerecht zu werden, habe, so lautete die frohe Botschaft aus dem Rathaus, „die Stadtverwaltung ein umfangreiches Konzept für die Weiterentwicklung in den kommenden Jahren erstellt. Diese „Geschäftsprozessoptimierung“, so die Pressemitteilung weiter, betreffe „drei zentrale Themenfelder: fortschreitende Digitalisierung, gute Standorte und moderne Arbeitswelten.“ So plane die Stadtverwaltung im Sinne eines Rund-um-die-Uhr-Service, Online-Anleitungen, Video-Sprechstunden und technische Dialogsysteme zur schnellen Beantwortung einfacher, wiederkehrender Fragen (sogenannter Chatbot).
Einige Stadtteilpolitiker horchten bereits bei dem Begriff „gute Standorte“ auf, zumal es ein paar Sätze später noch hieß: „Auch soll im Rahmen einer breit angelegten Beteiligung der Bevölkerung eine Lösung für optimierte Standortverteilung und -infrastruktur gefunden werden.“ Etwas versteckt werden im weiteren Text dann allerdings drei Stadtteile konkret angesprochen. „Eine weitere Analyse ergab, dass die Standorte Döhren, Ricklingen und Sahlkamp in ihrer heutigen Form sowohl von der Ausstattung, Lage als auch von der Größe perspektivisch nicht ausreichend sind, um die Dienstleistungen inhaltlich und unter Berücksichtigung arbeitsplatz- und gesundheitsbezogener Aspekte adäquat und kund*innenorientiert zu erbringen.“
Besonders in Döhren machte sie das Gespenst einer baldigen Schließung des dortigen Bürgeramtes breit. Denn klar ist, der bauliche Zustand des mit der Stadtbücherei geteilten Domizils an der Peiner Straße lässt zu wünschen übrig und ist den Mitarbeiten kaum noch zumutbar. Für die Parteien SPD und CDU, die sich im Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel zu einer Kooperation zusammengefunden haben, war diese Pressemitteilung dann auch ein Alarmsignal. „Das Bürgeramt in der Peiner Straße ist für die Einwohner des Stadtbezirks Döhren-Wülfel von immenser Bedeutung. Ein angedachtes digitales Bürgeramt ist kein Ersatz, gerade für ältere Menschen stellt eine Internet-Lösung keinen barrierefreien Zugang dar. Auch mobile Bürgerämter können eine feste Anlaufstelle nicht ersetzen, heiß es aus beiden Fraktionen. Es sei zwar richtig, dass die derzeitige bauliche Situation in Döhren nicht optimal sei, meinen Sozial- und Christdemokraten unisono und appellieren: „Umso dringlicher ist die Verwirklichung des Neubaus des Freizeitheims Döhren mit angegliederter Bücherei, Bürgeramt und Jugendzentrum.“
In einem Schreiben an die Bezirksbürgermeisterin Antje Keller und den Bezirksrat Döhren-Wülfel versucht das Finanzdezernat nun zu beruhigen. „Wir möchten klarstellen, dass es keinerlei Vorwegnahme hinsichtlich Schließungen von Bürger*innenämter-Standorten gibt. Vielmehr ist ein ergebnisoffener Beteiligungsprozess vorgesehen“, heißt es in der Mitteilung.
Kollision von zwei Stadtbahnzügen an der Haltestelle Messe-Ost
HANNOVER. Am gestrigen Montagmittag (10.06.) gegen 12:20 Uhr kam es direkt in der Haltestelle Messe-Ost zur Kollision von zwei Stadtbahnzügen. Durch die Wucht des Aufpralls entgleiste einer der beiden Züge. Der Fahrer des einen Zuges wurde in seinem Fahrstand eingeklemmt. In dem an der Haltestelle wartenden Zug befanden sich bereits viele Fahrgäste, die wohl zumeist von der Ideen-Expo auf dem Messegelände kamen und in die Innenstadt zurückfahren wollten, als ein zweiter Stadtbahnzug auf das wartende Fahrzeug auffuhr. Viele Personen wurden bei dem Zusammenstoß verletzt. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr stabilisierten zunächst die Unfallfahrzeuge und befreiten den eingeklemmten Stadtbahnfahrer mit schwerem technischem Gerät aus seinem Fahrstand. Zeitgleich sammelten weitere Rettungskräfte die zahlreichen verletzten Fahrgäste auf dem Bahnsteig und richteten dort eine medizinische Erstversorgung ein. Aufgrund der zahlreichen Betroffenen löste die Feuerwehr auch den Alarmplan für einen „Massenfall von Verletzten“ aus. Nach ausführlicher Untersuchung von insgesamt 18 Personen durch Notarzt- und Rettungsteams konnten die Retter glücklicherweise nur bei einem Mann schwerere Verletzungen feststellen. Neun weitere Fahrgäste mit nur leichteren Verletzungen wurden von den Einsatzkräften in verschiedene Krankenhäuser transportiert. Bei den übrigen acht Personen wurden nach intensiver Untersuchung keine behandlungspflichtigen Verletzungen festgestellt, so dass diese den Heimweg antreten konnten. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit 29 Fahrzeugen und über 80 Einsatzkräften bis 15:30 Uhr an der Haltstelle Messe-Ost im Einsatz. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Klärung der Unfallursache aufgenommen. Auch die Unfallforschung der Medizinischen Hochschule Hannover war vor Ort tätig. Die Höhe des entstandenen Sachschadens konnte die Feuerwehr nicht abschätzen. Auch von der ÜSTRA waren zahlreiche Kräfte am Unglücksort im Einsatz. Unter anderem hatte die ÜSTRA auch ein großes Werkstattfahrzeug an die Unglückstelle geschickt.
„Bunt statt braun“-Kundgebung am Sonnabend vor der Europawahl
HANNOVER. Bundesweit haben am Wochenende zehntausende Menschen gegen den Rechtsextremismus demonstriert. Die Veranstalter der „Bunt statt braun“-Kundgebung in Hannover schätzten, dass sich hier etwa 2.000 bis 2.500 Menschen an der Demonstration beteiligten. Die Polizei will etwa 1.300 Personen gezählt haben. Jedenfalls hatten sich einen Tag vor der Europawahl am Sonnabend (08.06.) hunderte Menschen in Hannover versammelt, um für die Demokratie zu demonstrieren. Aufgerufen zu der Demonstration in Hannover hatte das Bündnis „Bunt statt braun“. Ziel der Demonstration war es, so viele BürgerInnen wie möglich und insbesondere ErstwählerInnen ab 16 Jahren zu motivieren, bei der Europawahl am 9. Juni demokratische Parteien zu wählen. Die Demonstration zog vom Opernplatz durch die Innenstadt zurück zum Opernplatz. Dort wurde die Kundgebung mit dem Singen der Europa-Hymne beendet.
Die SPD Döhren ging mit einem kleinen Fest auf dem Fiedelerplatz in den Wahlkampfendspurt.
HANNOVER. Endspurt für die Genossen aus Döhren-Wülfel. Am Vortag der Europawahl (8. Juni) warb der SPD-Ortsverein Döhren-Wülfel auf dem Fiedelerplatz noch einmal um Stimmen für die SPD und ihren Europaabgeordneten Bernd Lange. Bierzeltgarnituren lockten zum Verweilen. Es gab Kaffee und Kuchen und Softgetränke. Das Mehrgenerationenhaus/Mütterzentrum Döhren beteiligte sich mit Kinderaktionen an dem kleinen Fest in Döhrens guter Stube.
Pech mit der Technik: Kurz nach dem Start gab die Musikanlage auf. Doch zum Glück fand sich ein Drehorgelspieler, der die Gäste mit flotten Klängen unterhielt. Eine Reihe örtlicher Mandatsträger stand für Gesprächen mit den Bürgern bereit.
Neben Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner und ihren Kollegen aus der Bezirksratsfraktion waren der Regionsabgeordneter Angelo Alter und die Ratsfrau Anja Schollmeyer mit dabei. Auch SPD-Ratsherr Dr. Bala Ramani aus Hannover-Mitte schaute kurz vorbei.
Kinderaktionsstand des MütterzentrumsBezirksbürgermeisterin Antje Kellner und Regionsabgeordneter Angelo AlterEs gab Kaffee und KuchenViele Kindern vergnügten sich am Stand des Mehrgenerationenhauses / Mütterzentrums
Erika Müller (l.) erhält von der stellvertretenden Regionspräsidentin Michaela Michalowitz (r.) die Ehrenurkunde
HANNOVER. Das Ehrenamt stand Anfang Juni im Fokus der Region Hannover. 35 Personen, Vereine und Projekte von Barsinghausen bis Wunstorf wurden für ihren unentgeltlichen Einsatz zu Gunsten ihrer Mitmenschen von der stellvertretenden Regionspräsidentin Michaela Michalowitz ausgezeichnet. Erika Müller aus Döhren – 3. Vorsitzende des FC Schwalbe – war mit dabei und konnte ebenfalls einen großen Blumenstrauß und die Ehrenurkunde in Empfang nehmen.
Für den Festakt war der Raum, in dem sonst die Regionsversammlung tagt, besonders hergerichtet. „So festlich sehen wir den Saal selten“, stellte Michaela Michalowitz in ihrer Rede fest und hob den großen Wert des ehrenamtlichen Engagements hervor. „Ehrenamtliche setzen sich dafür ein, dass unsere Gesellschaft menschlicher wird. Das ist nicht alltäglich“, sagte sie.
Erika Müller engagiert sich seit 34 Jahren ehrenamtlich beim FC Schwalbe. Begonnen hat sie als Übungsleiterin für das Kinderturnen, seit 13 Jahren steht sie daneben dem Sportverein als 3. Vorsitzende vor. Erika Müller leitet sechsmal wöchentlich die Kinderturnstunden, kümmert sich um die Organisation des Sommerfestes, pflegt im Stadtteil den Kontakt zu Kinder- und Jugendeinrichtungen und erledigt administrative Aufgaben, wie zum Beispiel die Akquise von neuen Übungsleitern. Michalowitz: „Sie hat den Verein altersgerechter gemacht.“ Seit Erika Müller im Verein tätig ist, ist das Angebot vielfältiger und die Mitgliederzahlen sind spürbar gestiegen.
Musikalisch wurde die Feierstunde, an der auch zwei Landtagsabgeordnete und viele Bürgermeister aus den Kommunen der Geehrten teilnahmen, von der Band „The Ellingtons“ umrahmt.
Weitere Ehrungen:
Julia Lys stammt aus Kovel, der ukrainischen Partnerstadt von Barsinghausen. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine hat Lys in Zusammenarbeit mit der Stadt Barsinghausen bereits 15 Transporte an Hilfsgütern organisiert.
Aus Burgdorf wurde der Arbeitskreis 9. November“ und Rolf Hoppe, Kommandeur der Burgdorfer Schützengesellschaft, aus Burgwedel Michael Schneider für die Organisation einer Fahrradwerkstatt, Claus Brüning und der Verein Hab Mut zeig Gesicht e. V.“ aus Garbsen für seine Tätigkeit bei der Hannoverschen Tafel bzw. für die Hilfe bei Depressionen geehrt. Ariane Rother aus Garbsen ist seit 1973 Mitglied beim Turnclub Berenbostel und Frank Viet aus Gehrden engagiert sich seit mehr als 35 Jahren für die Fußballsparte des SV Gehrden.
Neben Erika Müller standen weiterer Hannoveraner auf der Bühne und bekamen Urkunden: ausgezeichnet wurden der Verein „Catcalls of Hannover“ (Ziel des Vereins ist es, so genannte „Catcalls“, also verbale Belästigungen im öffentlichen Raum, anzuzeigen und in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken), Stefan Droßmann von der Schreberjugend und Petra Gillmann, die sich als Vorsitzende des Ortsvereins List der Arbeiterwohlfahrt engagiert. Gisela Neubauer ist ehrenamtlich u.a. als Lesementorin an Grundschulen und Gartenlotsin in den Herrenhäuser Gärten aktiv war Schiedsfrau und betreut die Seniorengruppe „Die Feinschmecker“, für die sie seit 1994 regelmäßig Restaurantbesuche organisiert. Die Piloten der Tandemgruppe Ortsgruppe Hannover des Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen e. V. bieten seit einigen Jahren sehbehinderten Menschen an, auf Tandems -Rädern durch die Natur zu fahren.
Sabine Hillbrecht aus Laatzen ist seit 1979 im TSV Ingeln-Oesselse aktiv, Carmelo Milazzo, Gründungsmitglied des Integrationsrates Langenhagen und Hans-Jürgen Ratsch, ebenfalls aus Langenhagen, setzt sich Naturschutz und die Umweltbildung ein.
Ursula Prüße aus Lehrte war treibende Kraft bei der Gründung des Vereins „Lebendiges Ahlten“ im Jahr 2006 und aus der Stadt Neustadt wurden Adel Amor (Flüchtlingshilfe) sowie Günter Hahn (1. Vorsitzender des Turnvereins Mandelsloh) und Willi Ostermann (Vorstandsvorsitzender der Altrewa Bürgerstiftung) geehrt,
Die Städte Pattensen und Ronnenberg wurden von Friedrich Weber (seit 1947 im TSV Pattensen aktiv) und Hartmut Wissel (Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr) vertreten. Aus Seelze waren Rüdiger Dreger (ehrenamtlicher Partnerbesuchsdienst) sowie Lothar Wolff (u.a. bei den Pfadfindern) mit dabei, aus Sehnde stammen Gudrun Wiebe (mehr als 60 Jahren im Turnverein Eintracht Sehnde) und der Verein SNNTG e. V.“, der u.a. Musikfestivals ausrichtet, unter den Geehrten.
Cornelia Metz steht bereits seit 23 Jahren dem Kirchenvorstand in Alferde (Springe) vor, Roswitha Prüssing ist seit 2009 erste Vorsitzende des Kinderschutzbundes Springe. Claudia Fricke engagiert sich seit 1998 Mitglied im Gesangsverein Schwüblingsen in Uetze, Ingo Laskowski hat vor vielen Jahren den Allgemeinen Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) in Wennigsen mit gegründet. Friedrich Krone aus Wennigsen engagiert sich seit 2021 für die digitale Waldbrandabwehr der Region Hannover durch die Überprüfung der für die Waldbrandbekämpfung notwendigen Infrastruktur. Die Wunstorfer Dr. Ludwig Büsing ( seit 1988 im Kirchenvorstand der Stifts-Kirchengemeinde ) und das Bau-Hof, Kinder und Jugendzentrum Wunstorf wurden ebenfalls mit Urkunden geehrt.
The EllingtonsErika Müller (l.) und die stellvertretende Regionspräsidentin Michaela Michalowitz (r.)The Ellingtons
SoVD-Vorsitzender Dirk Battke verteilt Informationen beim Kaffeeklatsch
HANNOVER. Mit dem Sozialverband-Deutschland Ortsgruppe Hannover-Süd (SoVD) lässt sich das Leben genießen. Einmal im Monat gibt es einen vom SoVD organisierten Kaffeeklatsch im Café Kastagnette“ (Am Mittelfelde 102). Da lässt sich gemütlich bei einer Tasse Tee oder Kaffee plaudern und den Leib mit tollen Angeboten von der Kuchentheke stärken. Bei Juni-Treffen hatten die Mitarbeiter des Cafés sogar noch eine besondere Leckerei auf die Karte gesetzt: Frische Erdbeeren mit Eis und Sahnehäubchen. SoVD-Ortsvorsitzende Dirk Battke: „Die nächsten Termine sind am 4. Juli und 8. August, jeweils ab 15 Uhr.“ Das Café Kastagnette ist mit wenigen Schritten von der Stadtbahnhaltestelle Am Mittelfelde zu erreichen.