HANNOVER. Heute Mittag gegen 13:20 Uhr gingen zahlreiche Notrufe in der Regionsleitstelle ein. Die Anrufenden meldeten einen Verkehrsunfall auf der Schulenburger Landstrasse im Bereich Vinnhorst. Für die vor Ort eintreffenden Einsatzkräfte der Feuerwehr stellte sich die Lage wie folgt dar: Auf der Schulenburger Landstrasse waren zwei PKW frontal zusammengestoßen. Eines der beiden Kraftfahrzeuge hatte sich in Folge des Aufpralls überschlagen und war im Gleisbereich der Stadtbahn zum Liegen gekommen. Die Fahrer beider PKW, welche sich noch in ihren Fahrzeugen befanden, konnten schnell durch die Feuerwehrkräfte aus ihren Fahrzeugen gerettet und medizinisch erstversorgt werden. Einer der beiden Verletzten wurde zur weiteren Behandlung mit einem Rettungswagen in ein hannoversches Krankenhaus transportiert, während der zweite Betroffene vor Ort lediglich ambulant durch einen Notarzt behandelt wurde. Anschließend wurden die beiden Unfallfahrzeuge durch die Brandschützer gesichert und auslaufende Betriebsstoffe abgestreut. Die Schulenburger Landstrasse musste für die Dauer der Rettungsarbeiten teilweise gesperrt werden. Auch die hannoverschen Verkehrsbetriebe mussten ihren Betrieb zweitweise einstellen, da das Fahrzeug im Gleisbereich erst durch den Wagen eines Abschlepp- und Bergungsdiestesdienstes aus dem Gleisbett gehoben werden musste. Angaben zur Höhe des entstandenen Sachschadens konnte die Feuerwehr zunächst nicht machen. Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Klärung der Unfallursache aufgenommen. Auch die Verkehrsunfallforschung der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) nahm ihre Untersuchungen vor Ort auf. (Die MHH-Unfallforschung untersucht in der gesamten Region Hannover Verkehrsunfälle um neue wissenschaftliche Erkenntnisse für Sicherheit im Straßenverkehr zu gewinnen.) Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit 20 Einsatzkräften und acht Fahrzeugen in der Schulenburger Landstrasse im Einsatz.
Zwei Autofahrer bei Verkehrsunfall in Hannover Vinnhorst verletzt
HANNOVER. Am gestrigen verkaufsoffenen Sonntag (02.06.) fand die diesjährige Blaulichtmeile in der Innenstadt von Hannover statt. Pünktlich um 11:00 Uhr eröffneten Feuerwehrdezernent Dr. Axel von der Ohe, der Direktor der Feuerwehr Hannover Christoph Bahlmann und Bürgermeisterin Monica Plate (Grüne) zusammen mit dem Geschäftsführer der Citygemeinschaft Hannover Martin Prenzler und weiteren Vertretern aus Politik und Blaulicht- und Gefahrenabwehrorganisationen die Veranstaltung. In diesem Rahmen wurde auch der beim aktuellen Hochwasser in Bayern verstorbenen Feuerwehreinsatzkraft mit einer Schweigeminute gedacht. Nach der Eröffnung informierten dann die verschiedenen Organisationen und Behörden über ihre Aufgaben und präsentierten ihre Fahrzeuge und übrige Ausrüstungen. In zwei Showarenen zeigten Spezialgruppen ihr Können: Spezielle Retter für Höhen und Tiefen seilten sich vom Kröpcke-Center ab. Ein lebensgroßer Kunstelefant wurde von einem Feuerwehrkran angehoben und schwebte über einem Unfallszenario auf dem Steintorplatz. Weitere Highlights waren zwei Flugfeldlöschfahrzeuge von der Flughafenfeuerwehr des Airports Hannover und der Bundeswehrfeuerwehr des Fliegerhorstes Wunstorf, die am am Ernst-August-Platz besichtigt werden konnten. Am Opernplatz gab es u.a. Informationen über Erste Hilfe oder das richtige Verhalten in einer verrauchten Wohnung. Des Weiteren war hier neben einer Tombola, deren Erlöse dem Kinderkrankenhaus auf der Bult gespendet werden, auch die Nachwuchsgewinnung der Feuerwehr Hannover aktiv. Interessierte hatten hier unter anderem die Möglichkeit, mit einem Gurt gesichert eine 30 Meter hohe Drehleiter hinaufzusteigen. Diese Disziplin ist momentan eine von fünf beim Sporteinstellungstest der Feuerwehr Hannover. Auch die musikalische Untermalung durfte nicht fehlen. So spielten das Heeresmusikkorps, die Polizei Big Band, das Bundespolizeiorchester sowie das sinfonische Blasorchester der Feuerwehr Hannover „Opus 112“ Musikstücke von modern bis klassisch. Bei diesen Darbietungen präsentierten sich knapp 120 Musizierende. Im übrigen wurde mit der diesjährigen Blaulichtmeile ein neuer Rekord aufgestellt: Das erste Mal konnte eine echte Meile geknackt werden. Auf mehr als zwei Kilometern präsentierten sich zwischen Opernplatz, Kröpcke, Steintor und Ernst-August-Platz unter anderem Blaulichtorganisationen wie verschiedene Rettungsdienste, das Technische Hilfswerk, der Zoll, die Polizei, die Feuerwehr Hannover und auch die Bundeswehr. Die Feuerwehr wertete die Blaulichtmeile 2024 als einen vollen Erfolg. Insgesamt nahmen dieses Jahr knapp 700 Einsatzkräfte aus Haupt- und Ehrenamt an der Blaulichtmeile teil und gaben den Besucherinnen und Besuchern Einblicke in das tägliche Leben ihrer Organisationen.
Informationen und buntes Kulturprogramm für Groß undKlein
HANNOVER. Das Jahr 2024 ist ein wichtiges Jahr für Europa. Die Europawahl am 9. Juni stellt die Weichen für die Zukunft der Europäischen Union. Und so veranstalteten das Europaministerium Niedersachsen, dle Region Hannover und die Metropolregion Hannover, Braunschweig, Göttingen, Wolfsburg am 01. Juni ein großes Europafest für Groß und Klein auf dem Opernplatz. Etwa 40 Verbände und Vereine informierten über ihre Aktivitäten mit Europabezug. Dazu gab es ein buntes Programm mit Interviews, Poetry-Slam sowie Musik und Tanzdarbietungen aus verschiedenen europäischen Ländern
Tolle Festivalstimmung in Hannover bei Sonnenschein und Regen
HANNOVER.
Das NDR 2 Plaza Festival lockte auch am Samstag (01.06.2024) Tausende von Musikbegeisterten auf die Expo Plaza von Hannover. Das NDR 2 Morgen-Team Elke Wiswedel und Jens Mahrhold moderierte bestens gelaunt das Musik Event.
„Alle Farben“ machte das Intro. Super Stimmung, super Wetter! Frans Zimmer hatte sich ein frisches, farbenfrohes Hemd angezogen und mit seiner Leichtigkeit und guten Tracks die Plaza in Stimmung gebracht. Die Show war die gleiche, das Publikum ein anderes, aber genauso begeistert wie am Vortag bei der N-JOY Starshow.
Als zweiter Act trat ClockClock auf, eine deutsche Band , die 2017 gegründet wurde und aus Mark Vonsin, Fabian Fieser und Marco Kleebauer besteht.
Ihr Sound kombiniert Pop, Elektronik und Indie, was ihnen durch eingängige Melodien und tiefgründige Texte eine treue Fangemeinde eingebracht hat. Mit ihrer Single „Sorry“ erreichten sie große Bekanntheit und sind durch energiegeladene Live-Auftritte als Support von Pink! und Simply Red aufgefallen. Ihre Lieder „Someone Else“ und „Late Night Talks“ kam besonders beim jüngeren Publikum gut an.
Als nächster Act rockte Clueso die Plaza. Der Sänger, Rapper und Songwriter aus Erfurt ist seit den frühen 2000er Jahren bekannt und kombiniert in seiner Musik Elemente aus Pop, Hip-Hop und Reggae. Neben Hits wie „Chicago“ und „Cello“ mit den er sich in der deutschen Musikszene etabliert hat, bekam er für „Flugmodus“ und „37 Grad“ besonders viel Applaus. Zweimal ergoß sich ein heftiger Regenschauer über dem Festivalgelände, aber die Fans ließen sich ihre Partystimmung davon nicht verderben.
Gegen 19.20 Uhr betrat James Arthur von heftigem Applaus begleitet die Bühne. Der britische Sänger und Songwriter, der 2012 die neunte Staffel von „The X Factor“ gewann, erfreute sein Publikum unter anderem mit seinem international erfolgreichen Titel „Impossible“ und „Say You Won‘t Let Go“. Sein Stil kombiniert Pop, R&B und Soul. Er ist bekannt für seine kraftvolle Stimme und emotionalen Texte.
Da das Management von James Arthur die Auswahl der Fotos vom diesjährigen Auftritt des Künstlers noch nicht freigegeben hat, zeigen wir an dieser Stelle ein Foto des Künstlers von seinem Auftritt auf der N-JOY Starshow 2028 in Hannover. (Heute sieht James Arthur etwas anders aus).
Kein Foto von Bryan Adams – da der Künstler keine Pressefotografen beim NDR 2 Plaza Festival 204 zugelassen hat
Alle warteten nun gespannt auf den Haupt-Act Bryan Adams. Sein voller Terminkalender sorgte ja bereits im Vorfeld dafür, dass das NDR 2 Plaza Festibal nicht traditionell am Freitag, sondern erstmalig nach Tausch mit der N-JOY Starshow am Samstag stattfand.
Das war aber nicht die einzige Besonderheit des kanadischen Sänger, Songwriter und Gitarrists, der in den 1980er Jahren mit Hits wie „Summer of ’69“ und „(Everything I Do) I Do It for You“ international bekannt wurde. Er ließ keine Fotografen zu und es gab Instruktionen vom Management für die ersten Reihen vor der Bühne, dass Bryan Adams keine Handyaufnahmen wünscht; er möchte die Gesichter seiner Fans sehen und mit Ihnen interagieren.
Das wurde während seines Auftritts auch kontrolliert und durch persönliche Aufforderungen versucht zu unterbinden. Bryan Adams begeistert durch sein druckvolles Gitarrenspiel und seine unglaubliche Bühnenpräsenz: Der Kanadier erntete für seine Songs wie „Can‘t Stopp This Thing We Started“, „Somebody“ und „18 Till I Die“ frenetischen Applaus.
Es war ein hochklassiger Abschluss der zwei Festival-Tage in Hannover und ein gelungener Start in die Open Air Saison 2024.
Fridays for Futurebefürchtet anti-ökologischen Rechtsruck
HANNOVER. Bei der Europawahl 2019 gab es wegen Fridays for Future (FfF) eine historisch hohe Wahlbeteiligung, insbesondere bei jungen Menschen behauptet Fridays for Future und befürchetet, dass diese nun verloren zu gehen droht und stellt dazu fest: „Bei der letzten EU-Wahl gab es durch uns auch historisch hohe Wahlergebnisse für progressive Parteien. Doch jetzt droht ein anti-ökologischer Rechtsruck. Die Europawahl hat eine hohe Bedeutung fürs Klima, für die Demokratie und auch dafür, welches Bild von der jungen Generation gezeichnet wird. Umso wichtiger ist es, dass erstmals ab 16 Jahren gewählt werden darf! Als Fridays for Future setzen wir uns dafür ein, dass junge Menschen über die Wahlen Bescheid wissen, mit ihrem Umfeld sprechen und demokratisch wählen gehen – für vereinten Klimaschutz in einem sicheren und gerechten Europa.“ Und somit verknüpfte FfF den bundesweiten „Klimastreik“ am 31. Mai mit dem Aufruf, bei der Europawahl am 09. Juni an der Wahl teilzunehmen. Etwa 800 Menschen beteiligten sich an der FfF-Demonstration in Hannover und zogen von der Goseriede durch die Innenstadt vorbei am Opernhaus, Neuem Rathaus und Landtag zurück zum Goseriedeplatz, wo zu Beginn und am Ende eine Kundgebung stattfand.
Es fühlte sich an, als sei es gestern gewesen, dass „Alle Farben“ die N-JOY Starshow eröffnete. Zwischen heute (31.05.2024) und dem 10. September 2023 lag aber doch ein langer Winter, so dass wieder viele Festival-Hungrige auf die EXPO Plaza nach Hannover kamen und Lust auf Tanz und gute Musik von einem top Line-Up hatten.
Die Temperatur waren zwar deutlich frischer als im letzten Jahr, aber „Alle Farben“ sorgte von Anfang an für heiße Rhythmen und gute Stimmung. Der Berliner DJ und Musikproduzenten Frans Zimmer legte wie immer einen farbenfrohen und mitreißenden Auftritt hin. „She Moves (Far Away)“, „Enjoy the Silence“ und „All Right“ waren die Highlights.
Die Songs waren mit Lightshow und Pyrotechnik ausgestattet, die perfekt auf die Musik abgestimmt waren und das Gesamterlebnis intensivierten, wobei die frühe Tageszeit es nicht ganz so zur Geltung brachte.Â
Als zweiter Act kam Ray Dalton auf die Plaza Bühne. Der US-amerikanische Sänger, Songwriter und Musikproduzent, der durch seine kraftvolle Stimme und seine beeindruckenden Melodien bekannt geworden ist, zog das Publikum von Anfang an in seinen Bann. Dalton, der sich in der Musikszene einen Namen gemacht hat, indem er verschiedene Genres wie Pop, R&B und Soul miteinander verbindet, begeisterte mit „In my Bones“, „Call ist Love“ und „Do it again“ das Plaza Publikum.Â
Mit Jess Glynne trat die erste Frau des Abends auf. Die britische Sängerin und Songwriterin, die sich durch ihre kraftvolle Stimme und emotionale Tiefe einen festen Platz in der internationalen Musikszene erobert hat, bezauberte die Zuschauer mit ihrem unverwechselbaren Stil, der Pop, Soul und elektronische Elemente vereint.
Sie gab unter anderem „Silly Me“, „I‘ll Be There“ und ihren Megahit „Don‘t be so hard on yourself“ zum besten. Diese Songs zeichnen sich durch eingängige Melodien und tiefgründige Texte aus, die oft persönliche Themen wie Herzschmerz, Selbstfindung und Resilienz behandeln.Â
Robin Schulz wurde von vielen sehnlich erwartet. Der 1987 in Osnabrück geborene Schulz hat sich als einer der erfolgreichsten DJs und Produzenten der letzten Jahre etabliert. Bekannt für seinen unverwechselbaren Sound, der melodischen Deep House mit eingängigen Pop-Elementen verbindet, hat Schulz die Musikszene mit zahlreichen Hits geprägt.
Seine Musik zeichnet sich durch ihren unverwechselbaren Stil aus. Seine Tracks kombinieren sanfte, eingängige Melodien mit tiefen Basslines und rhythmischen Beats, die so wuchtig waren, dass noch dem dritten Song der Strom ausfiel und die Plaza im Dunkeln lag.
Nach einigen Minuten lief alles wieder und die Besucher tanzten ausgelassen zu „Speachless“ und „Sugar“ bis dann wieder der Strom ausfiel. Diesmal für etwas längere Zeit, die von den beiden N-JOY Moderatoren Martina Schönherr und Greg Bogowicz überbrückt wurde. Robin Schulz nahm es gelassen und machte Selfies mit seinen Fans bis es weiter ging.Â
Dadurch kam es auch im Anschluss zu einer halbstündigen Verspätung bis die US-Rapper Macklemore die Bühne betrat. Da er kurzfristig schon alle Onlinemedien aus dem Fotograben verbannt hatte, endet hiermit unsere Berichterstattung von der N-JOY Starshow 2024 in Hannover. Gleich – am Samstag (01.06.2024) geht es mit dem NDR 2 Plaza Festival weiter!
Die Döhrener Band Wachsmus beim Nachbarschaftstag im Döhrener Quartierstreff.
HANNOVER. Am letzten Tag im Mai gab es etwas zu feiern: Es wurde zum 18. Europäischen Nachbarschaftstag aufgerufen. Der Stadtbezirk Döhren-Wülfel machte mit. Gleich an drei Standorten in Mittelfeld, Seelhorst und Döhren wurden die Einwohner zu mitmachen eingeladen. Im Stadtteil Döhren hatten sich der Quartierstreff Borgentrickstraße mit dem benachbarten Spielpark an der Ziegelstraße zusammengetan. Während im Spielpark es Angebote für den Nachwuchs gab, lud der Quartierstreff zu nachbarschaftlichen Gesprächen bei Kaffee und Kuchen und einem Konzert der stadtteileigenen Musikband Wachsmus ein.
Das Kaffee und Kuchen-BuffetDie Band Wachsmus spielt
Acht Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich gesprengt
HANNOVER. Im Rahmen der fortschreitenden Volumenräumung auf dem Gelände der Stadtgärtnerei im hannoverschen Stadtteil Bothfeld waren vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen (KBD) acht deutsche Flakgranaten aus dem Zweiten Weltkrieg identifiziert worden. Die Granaten konnten nicht transportiert werden und mussten daher vor Ort gesprengt werden. Aus diesem Grund mussten in einem Evakuierungsradius von 300 m etwa 700 Personen ihre Wohnungen verlassen. Die Feuerwehr bescheinigte den Evakuierungsbetroffenen vorbildlich an der Evakuierung mitgewirkt zu haben. Um 19:00 Uhr hatten die Menschen den Sicherheitsbereich verlassen und die Mitarbeitenden des Kampfmittelbeseitigungsdienstes konnten ihre vorbereiteten Maßnahmen aufnehmen und anschließend die Granaten kontrolliert sprengen. Um 20:00 Uhr konnten die Anwohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Die in der IGS Bothfeld eingerichtete Betreuungsstelle wurde von insgesamt 35 Personen aufgesucht. Sieben Personen wurden mit Krankentransportwagen in die Betreuungsstelle gebracht. Insgesamt waren 216 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Polizei und dem Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen vor Ort tätig.
HANNOVER. Auch in diesem Jahr feiern die Katholikinnen und Katholiken Hannovers Fronleichnam mit einem Open-Air-Gottesdienst vor der Basilika St. Clemens und einer Prozession, die in diesem Jahr Richtung Steintor gegangen wird. Dazu hat die Katholische Kirche in der Region Hannover eine Pressemitteilung veröffentlicht, die wir nachfolgend auszugweise wiedergeben:
„Auch in diesem Jahr werden sich die Katholikinnen und Katholiken in Hannover am Hochfest Fronleichnam, Donnerstag, 30. Mai, gemeinsam in der Innenstadt versammeln. Zum Auftakt wird um 18:30 Uhr ein Freiluftgottesdienst vor der Basilika St. Clemens gefeiert (Platz an der Basilika 1). Es predigt Propst Wolfgang Semmet, Regionaldechant der Katholischen Kirche in der Region Hannover. Die Gebete, Lesungen und Gesänge werden in unterschiedlichen Muttersprachen gesprochen, vorgetragen und gesungen. Musikalisch wird der Gottesdienst von einem Bläserensemble unter der Leitung von Peter Erben, Band und Chor aus verschiedenen Pfarreien der Stadt Hannover unter der Leitung von Carsten Steinhoff gestaltet. Die Hälfte der Kollekte geht an das Obdachlosenfrühstück St. Clemens. … Die andere Hälfte der Kollekte ist für die Kosten von Gottesdienst und Prozession gedacht. Im Anschluss führt eine Prozession in Richtung Steintor. Sie wird dort an einem eigens aufgebauten und gestalteten Freiluftaltar Halt machen. Nach der abschließenden Andacht wird zu Imbiss und Getränken auf dem Platz vor der Basilika geladen.
Mitwirkende Missionen und Kirchengemeinden: Spanischsprachige Katholische Mission | Polnische Katholische Mission | Italienische Katholische Mission | Ukrainische griechisch-katholische Gemeinde St. Wolodymyr (Misburg) | St. Augustinus (Ricklingen) mit St. Johannes Bosco und St. Maria | St. Bernward (Döhren) mit St. Michael und St. Eugenius | St. Godehard (Linden) mit St. Benno, St. Maria Trost und Christ-König | St. Heinrich (Südstadt) mit St. Elisabeth und der Propstei St. Clemens | St. Joseph (Vahrenwald/List) | St. Maria (Hannover-Nord) mit St. Hedwig, St. Adalbert und St. Christophorus | St. Maximilian-Kolbe (Mühlenberg) mit Hl. Familie und St. Thomas Morus | Zu den heiligen Engeln (Kirchrode)-
Zum Hintergrund: Seit dem Mittelalter wird Fronleichnam in aller Welt gefeiert. Der Name Fronleichnam stammt aus dem Mittelhochdeutschen: „vron“ was den Herrn betrifft, „lichnam“ Leib. Der Leib Christi wird an diesem Tag in Gestalt einer Hostie in einer Monstranz, einem Zeigegerät, durch die Straßen getragen. Das Fronleichnamsfest wird 60 Tage nach Ostern gefeiert, immer am zweiten Donnerstag nach Pfingsten. Der Donnerstag als Festtermin knüpft an den eigentlichen Gedenktag des letzten Abendmahles, dem Gründonnerstag, an. Fronleichnam als Verehrung der leiblichen Gegenwart Christi geht auf eine Vision der heiligen Juliana von Lüttich, einer Augustinerchorfrau, im Jahre 1209 zurück. 1264 wurde Fronleichnam von Papst Urban IV. zum Fest der Gesamtkirche erhoben….“
HANNOVER. Anlässlich der Gründung der deutschlandweit ersten gemeinsamen Rettungsleitstelle am 01.01.1974 fand zum 50-jährigen Jubiläum nun am 27. Mai ein Festakt in der Feuer- und Rettungswache 1 (Weidendamm) statt. Die Einrichtung der Rettungsleitstelle Hannover war für die damalige Zeit revolutionär und der Beginn einer bis heute andauernden Erfolgsgeschichte. Heute nicht mehr vorstellbar, aber 1973 noch Realität: verschiedene Notrufnummern und verschiedene Leitstellen bei den in Hannover am Rettungs- und Krankentransportdienst beteiligten Organisationen. Eine rechtliche Regelung, die eine verpflichtende Zusammenarbeit aller Beteiligten vorschrieb, gab es damals noch nicht. Dennoch wurde erkannt, dass in einer einheitlichen und zentralen Koordination der eingehenden Hilfeersuchen ein erheblicher Vorteil liegt. Da damit jederzeit ein zentraler Zugriff auf die Rettungsfahrzeuge aller Hilfsorganisationen und der Feuerwehr möglich war, konnte nun, insbesondere bei zeitkritischen Einsätzen, das nächstgelegene freie Fahrzeug losgeschickt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, waren dennoch langwierige Verhandlungen erforderlich, bis am 20.12.1973 der Gründungsvertrag zwischen der Landeshauptstadt Hannover, dem Deutschen Roten Kreuz, der Johanniter Unfall Hilfe, dem Malteser Hilfsdienst und dem Arbeiter Samariter Bund zur Einrichtung der gemeinsamen Rettungsleitstelle unterzeichnet werden konnte. So entstand die erste gemeinsame Rettungsleitstelle in Deutschland.
In seinem Grußwort an die anwesenden Gäste, unter denen auch einige Zeitzeugen waren, würdigte der Erste Stadtrat und Feuerwehrdezernent Dr. Axel von der Ohe die damalige Pionierleistung: „Pionier und Vorreiter zu sein ist nicht immer leicht, es bedarf den Mut zu haben, eine Idee auch umzusetzen. Die Notfallversorgung durch Zusammenarbeit und eine gemeinsame Leitstelle zu verbessern und zu stärken, ist von Hannover ausgehend deutschlandweit ein voller Erfolg geworden. Auf diese Leistung können wir sehr stolz sein“. Der Direktor der Feuerwehr Hannover Christoph Bahlmann stellte in seiner Laudatio heraus: „Den stetig steigenden Anforderungen auch an das Gesundheitswesen und somit auch an uns als Rettungsdienstträger*in und Betreiber*in der Regionsleitstelle gilt es lösungsorientiert zu begegnen. Die Ansätze hierfür sind vielschichtig, wobei Digitalisierung und Vernetzung sowie Telemedizin wesentliche Punkte auf dem Weg zu einer Gesundheitsleitstelle 2030 zusammen mit unserem Kooperationspartner Region Hannover sein können“.