Quartierstreff Döhren: Hier fehlen die wegen Baumaßnahmen abmontierten Fahrradbügel.
HANNOVER.
Bis auf zwei Anträgen aus den Reihen der Grünen: Meistens votierte der Bezirksrat Döhren-Wülfel auf seiner Sitzung gestern Abend (15. Juni) im Freizeitheim Döhren einstimmig und zeigte sich ungewohnt geschlossen. Vor allem unterschiedliche Aspekte des Straßenverkehrs standen im Blickpunkt der örtlichen Mandatsträger.
Wohl im Zuge der Sanierung der Ziegelstraße wurden vorhandene Fahrradbügel am Quartierstreff und Spielpark entfernt und bis heute nicht wiederaufgebaut. „Beim Nachbarschaftsfest wusste man nicht, wo sollte man sein Fahrrad abstellen“, sagte Dr. Gudrun Koch. Daraufhin bat der Bezirksrat einstimmig die Stadt, „zeitnah wieder Fahrradabstellmöglichkeiten im Bereich der Einmündung Borgentrickstraße / Ziegelstraße zu schaffen.
Der CDU war aufgefallen, dass der Radweg auf der Brückstraße beiderseits zwischen der Einmündung Schwarzer Weg und Döhrener Masch in keinem guten Zustand mehr ist. Der Bezirksrat forderte geschlossen die Stadt auf, diesen Weg zu sanieren.
Besonders an Wochenenden reicht den Sozialdemokraten die Busanbindung zwischen dem neuen Vitalquartier und der Siedlung Seelhorst mit den Zentren in Döhren und Wülfel nicht aus. Mit einem weiteren Antrag der SPD bat der Bezirksrat nun die Verwaltung „die Region Hannover aufzufordern die ÖPNV-Anbindung des Vitalquartiers zu verbessern.“ Insbesondere am Wochenende müsse, so ÖPNV-Experte Willi Lindenberg, der Takt der Linien 123 und 124 verkürzt werden.
Auf Initiative der Grünen beschlossen die Bürgervertretung weiterhin, dass die Verwaltung das Verkehrszeichens 325.1 (Verkehrsberuhigter Bereich) am Beginn und Ende des verkehrsberuhigten Bereichs jeweils in Blickrichtung der in die Straße einfahrenden Autos am Fiedelerplatz auf die Straße malen soll.
Im dritten Antrag seitens der SPD ging es lange Staus auf der Wülferoder Straße. SPD-Bezirksratsherr Dirk Battke schlug vor, „die Sperrfläche der Wülfeler Straße in Richtung Bemerode vom Scheitelpunkt der Brücke über den Messeschnellweg bis zur Ampelanlage Paderborner Straße / Wülfeler Straße zu verkürzen.“ Dieser Vorschlag fan ebenso einhellig Zustimmung im Bezirksrat wie der Antrag der Christdemokraten, die Verwaltung aufzufordern, gegenüber den Anbietern von E-Scootern konsequent auf die Einhaltung der gemeinsam vereinbarten Regeln zum Umgang mit denselben zu bestehen.“ Insbesondere nicht ordnungsgemäß auf Straßen, Rad- und Gehwegen abgestellte E-Scooter sollen danach kurzfristig und konsequent entfernt werden.
Auf geteilte Ansichten stießen allerdings zwei andere Anträge der Fraktion der Grünen. Von CDU und SPD mehrheitlich abgelehnt wurde die Forderung, vor der Ladenzeile in der Liebrechtstraße auf deren westlicher Seite kurz vor Einmündung in die Wolfstraße Abstellflächen für Lastenräder einzurichten. Letztendlich zwar verabschiedet, aber mit Gegenstimmen passierte eine weitere Idee der Grünen, einen grünen Pfeil für Radfahrer an der Kreuzung Am Mittelfelde / Beuthener Straße in Mittelfeld anzubringen.
Es gab daneben wieder eine ganze Reihe von interfraktionellen Anträgen aller Parteien im Bezirksrat. In einem – noch zu Beginn der Sitzung von Antje Kellner (SPD) eingebrachten gemeinsamen Dringlichkeitsantrag aller Parteien wird die Verwaltung aufgefordert, der Flüchtlingsinitiative „Farbe bekennen“ weiterhin die Nutzung aller ihr überlassenen Räume neben dem Jugendzentrum Döhren weiterhin zu ermöglichen. Ein zweiter interfraktioneller Dringlichkeitsantrag wurde von Vize-Bürgermeisterin Gabi Jakob (CDU) eingebracht. Danach soll die Verwaltung Lösungen für die Parkplatzprobleme im sogenannten Amerikaviertel in Mittelfeld finden. Anwohner hatten über mangelnden Parkraum geklagt und befürchten durch die derzeitigen Bauprojekte noch eine Verschärfung der Situation. Gemeinsam forderten alle Bezirksratsmitglieder daneben eine Ortsbesichtigung der Wohnungen im Nachbarschaftstreff Mittelfeld. Diese Räume stehen schon lange leer und die Stadt verweigert bislang eine neue Nutzung der Flächen.
Eine angekündigte Information zum Stand der Bauarbeiten in Sachen „Sanierung Südschnellweg“ wurde wieder abgesetzt. Die Landesbehörde für Straßenbau hatte keine Zeit.
Einweihung des offenen Bücherschrankes im Stadtteil Seelhorst
HANNOVER. Es dauerte ein wenig, bis die Schleife gelöst war. Schließlich waren es kleine Kinderhände, die das Band zu öffnen versuchten. Doch dann fiel das blaue Tuch und Hannovers 51. Bücherschrank wurde heute Mittag (14. Juni) im Rahmen einer kleinen Feierstunde der Öffentlichkeit übergeben. Der nagelneue Bücherschrank steht im Stadtteil Seelhorst, an der Ecke Peiner Straße / Hoher Weg.
Finanziert hat ihn der Bezirksrat Döhren-Wülfel aus eigenen Mitteln. 3.500 Euro hat es gekostet, das Teil zusammen zu tischlern und fest im Boden zu verankern. Wie alle hannoverschen offenen Bücherschränke wurde auch das Seelhorster Exemplar vom Werkstatt-Treff Mecklenheide e.V., einem Projekt für Langzeitarbeitslose, gebaut. Die Patenschaft für den Bücherschrank übernimmt der Kindergarten Waldheim. Deshalb waren auch einige Eltern mit ihren Sprösslingen bei der Einweihung dabei und die Kinder durften die „Enthüllung“ des neuen Leseangebots vornehmen.
Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner freute sich über den nunmehr fünften Bücherschrank in ihrem Stadtbezirk. „Ich bin ein bekennender Bücherwurm“ erzählte sie von ihrer Vorliebe für das gedruckte Wort. Einige der Teilnehmer an der Einweihungsfeier hatten schon Tüten mit Büchern mitgebracht, so dass die Fächer sogleich gut bestückt wurden.
Jeder kann in den Bücherschrank ausgelesene Bücher einstellen und sich dafür ein anderes, interessantes Druckwerk mitnehmen. Antje Kellner: „Damit auch die kleinen Besucher und Besucherinnen hier ausreichend Stoff zum Lesen und Betrachten finden, sollte das untere Bücherregal nur Büchern für Kinder vorbehalten sein.“ Wer gleich ein bisschen schmökern und in den ausgesuchten Büchern blättern will, für den steht gleich nebenan eine Sitzbank bereit. Auch dieses Möbelstück konnte dank des Bezirksrates hier aufgestellt werden. Bezirksbürgermeisterin Kellner lud alle Anwohner ein, „den neuen Schrank dementsprechend mit Büchern quer durch alle Genres zu bestücken und sich gleichzeitig mit neuem Lesestoff zu versorgen.“
Noch verhüllt und mit einer Schleife versehen: Hannovers 51. offener Bücherschrank steht im Stadtteil Seelhorst.Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner weihte den neuen Bücherschrank ein.
Hannover Nachrichten des Tages und aktuelle News vom 14.Juni 2023 aus dem Neuen Rathaus | Ankündigungen | Berichte | Termine
HANNOVER.
Bezirksbürgermeister Dr. Wjahat Waraich lädt zur Bürger*innensprechstunde am 28. Juni ein
Bezirksbürgermeister Dr. Wjahat Waraich, Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide, lädt für Mittwoch, 28. Juni, von 17 bis 18.30 Uhr zur Bürger*innensprechstunde ein. Interessierte Einwohner*innen des Bezirks können Wünsche und Anregungen äußern oder Probleme besprechen. Die Sprechstunde ist im Stadteiltreff Sahlkamp, Elmstraße 15.
Hannover ist Austragungsort der Special Olympics Landesspiele 2025
Die Landeshauptstadt Hannover wird 2025 erneut Gastgeber für die niedersächsischen Landesspiele der Special Olympics sein.
Stadt befragt Bürger*innen zu den bahnhofsnahen Plätzen
Teilnahme an Umfrage noch bis Ende Juli möglich
Im Mai startete die Landeshauptstadt Hannover auf den Plätzen nahe des Bahnhofs neue Freizeit- und Sportangebote, die auch neue Nutzer*innengruppen anzieht. Wie dieses neue Konzept ankommt, ist Teil einer Umfrage, die in der vergangenen Woche startete und bis 31. Juli 2023 läuft. Ziel ist es, eine Rückmeldung zur Akzeptanz der entwickelten Maßnahmen zu erhalten und daraus Schlüsse für die Weiterentwicklung des Nutzungskonzeptes von Raschplatz, Weißekreutzplatz und Andreas-Hermes-Platz zu erhalten.
Es werden sowohl Nutzer*innen der neuen Sportangebote als auch die bisherigen Nutzer*innen befragt. Zielgruppe sind die Teilnehmenden an den Sportangeboten, Schüler*innen und Jugendliche im öffentlichen Raum, Familien, Club- und Bar-Nutzer*innen, Senior*innen und Anwohnende, potentiell Gewerbetreibende, wohnungslose und/oder suchterkrankte Menschen, Polizei- und Ordnungsdienst, sowie Sozialarbeiter*innen.
Interessierte können Online über folgenden Link und auch in englischer Sprache teilnehmen: www.umfrageonline.com/c/aufdieplaetze Darüber hinaus gibt es eine Präsenz-Befragung durch mobile Teams auf den Plätzen. Die Ergebnisse der Umfrage werden nach der Sommerpause veröffentlicht.
„Dieser Beteiligungsprozess ist von großer Bedeutung für uns. Wir wollen durch die Befragung die verschiedenen Nutzer*innen Interessen sichtbar machen und erfahren, wie die Menschen sich die Belebung und Gestaltung der bahnhofsnahen Plätze vorstellen und welche Erfahrungen sie bislang gemacht haben. Wir suchen dazu den engen Austausch mit den Menschen vor Ort“, sagte Sylvia Bruns, Dezernentin für Soziales und Integration der Landeshauptstadt Hannover.
„Die bisherige Resonanz auf die Angebote auf dem Raschplatz ist durchweg positiv. Diese Art der ‚Bürger*innenbeteiligung mit den Füßen‘ wollen wir jetzt durch eine breit angelegte Befragung ergänzen und auf diese Weise die bisherigen Eindrücke vervollständigen. Für eine Fortsetzung unseres Raschplatz-OpenAirs werden die aus der Befragung zu gewinnenden Erkenntnisse eine gute Entscheidungshilfe sein“, unterstrich Dr. Axel von der Ohe, Finanz-und Ordnungsdezernent der Landeshauptstadt Hannover.
Die Stadt hatte im Januar 2023 ein Konzept zur Belebung der bahnhofsnahen Plätze vorgelegt, das Events, Gastronomie und neue soziale Angebote vorsah, mit dem Ziel die Plätze für alle Menschen attraktiver zu machen. Die Initiative ist Teil des Innenstadtentwicklungsprozesses der Landeshauptstadt Hannover und läuft seit Anfang Mai.
„Vamos a bailar – lasst uns tanzen“ – Sommerkonzert des Jugendsinfonieorchester der Musikschule am 2. Juli
Das Jugendsinfonieorchester der Musikschule der Landeshauptstadt Hannover lädt zum großen Sommerkonzert unter dem Titel „Vamos a bailar – lasst uns tanzen“ in der Galerie Herrenhausen ein. Unter der Leitung von Marcus Sundermeyer erklingen am Sonntag, 2. Juli, um 18 Uhr Werke ganz unterschiedlicher Komponisten, vereint unter dem Motto „Tanz“. Neben nordischen Klängen wie Bruchs „Schwedische Tänze“ oder Griegs „Peer Gynt Suite Nr. 1“, werden Prokofieff’s „Tanz der Ritter“ und der berühmte „Danzon Nr. 2“ von Marquez zu hören sein. Der Eintritt ist frei.
Am Mittwoch, 21. Juni, ist das Orchester bereits um 20.25 Uhr auf der Fête de la Musique in der Marktkirche Hannover zu hören.
Vermittlungsprogramm „Kunst umgehen“ – analog und digital
Das Vermittlungsprogramm „Kunst umgehen“ startet in die neue Saison mit zwei analogen Führungen im Juni.
Los geht es mit einer Überblicksführung zur Kunst im öffentlichen Raum mit Christiane Oppermann am Sonntag, 18. Juni, um 18 Uhr. Start ist an der Städtischen Galerie KUBUS, Theodor-Lessing-Platz 1.
Die zweite Veranstaltung, eine GPS-Tour, beginnt am Sonntag, 25. Juni, um 17 Uhr an der Apostel- und Markuskirche Hannover, Oskar-Winter-Straße 7. Der Gesprächsgast ist die Künstlerin Claudia Wissmann. Ihre Installation „Lichtgestalt“ wurde 2015 als Eröffnungsprojekt der Kulturkirche Markuskirche über dem Kirchenportal aufgestellt – auf einem leeren Sockel, der für eine nie ausgeführte Plastik vorgesehen war. Die Arbeit von Claudia Wissmann ist auch ein Kommentar zur Beliebigkeit, mit der heute viele bedeutende Gebäude in Städten angestrahlt werden, die damit oftmals zur reinen Kulisse geraten.
Eine Übersicht auf die digitalen Veranstaltungen gibt es unter www.kunst-umgehen.digital – dort ist auch ein umfangreiches Archiv mit alle bisherigen digitalen Beiträgen.
„Kunst umgehen“ ist ein Vermittlungsprogramm des Kulturbüros der Stadt zur Kunst im öffentlichen Raum.
Ruhiger Begegnungsraum mit viel Grün und ohne „Remmidemmi“ – Ergebnisse der zweiten Beteiligung zu den „City-Roofwalks“ liegen vor
Das Dach des Parkhauses Schmiedestraße soll ein ruhiger Ort zum Entspannen werden, der von blühenden Grünflächen geprägt ist. Zudem sind nur kleinere und dezentrale Aktionsräume gewünscht. Dies ist das Stimmungsbild der Interessierten, die sich im zweiten Beteiligungsformat zu den „City-Roofwalks“ eingebracht haben. Alle Ergebnisse der Veranstaltung im März hat das Planungsbüro jetzt in einem Bericht veröffentlicht, der online unter www.hannover.de/city-roofwalks abrufbar ist.
An der Veranstaltung hatten rund 40 Personen teilgenommen und zu vier verschiedenen Themenbereichen diskutiert. Die Beteiligten freuen sich darauf, dass mitten im urbanen Umfeld mehr Lebensraum für Menschen aller Altersgruppen sowie für Tiere und Pflanzen entsteht. Auf größere Aktivitätsbereiche mit „Remmidemmi“ soll eher verzichtet werden. Hingegen soll der Dachgarten auch Raum für Kunst und Kultur mit eventuell wechselnden Ausstellungen bieten. Weil sich die Vorstellungen zum Teil doch leicht unterscheiden, wäre aus Sicht der Interessierten eine Nutzung der Räume mit multifunktionalen Elementen denkbar. Die meisten Befragten stellen sich vor allem eine Nutzung am Nachmittag und nach Feierabend vor, zum Teil auch in der Mittagspause. Deutlich seltener wurde ein Besuch vormittags und nach 20 Uhr gewünscht.
„Die Veranstaltung war ein großer Erfolg. Die vielen guten und konstruktiven Beiträge haben weitere wertvolle Impulse gegeben. Zudem haben sie uns in der Vorstellung bestätigt, dass der ökologische Mehrwert bei der Gestaltung dominieren soll“, sagt Ulrich Prote, Fachbereichsleiter Umwelt und Stadtgrün, und führt weiter aus: „Rund 70 Prozent der Fläche sollen begrünt angelegt werden, während der begehbare Teil nur etwa 30 Prozent ausmachen soll. Mit diesem Projekt beleben wir die Innenstadt, schaffen neue Aufenthaltsqualitäten und leisten einen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel.“
Der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün erarbeitet derzeit gemeinsam mit den beauftragten Planungsbüros die Entwurfsplanung. Voraussichtlich Anfang des vierten Quartals sollen die Ergebnisse dem Rat zum Beschluss vorgelegt werden. Anschließend wird der Bauantrag eingereicht und die Ausführung detailliert geplant. Start der Arbeiten soll im kommenden Jahr sein. Die Fertigstellung ist für Ende 2025 geplant.
Der Dachgarten soll der erste Baustein des Programms „City-Roofwalks“ sein und als Pilotprojekt dazu anregen, weitere Dachflächen in der Innenstadt zu begrünen und nutzbar zu machen. Längerfristiges Ziel ist es, die begrünten Dächer in der City über Brücken und Stege miteinander zu verbinden. Die „Roofwalks“ könnten so zu einer besonderen Attraktion und einem Alleinstellungsmerkmal für die hannoversche Innenstadt werden und gleichzeitig einen positiven Beitrag für das Stadtklima leisten.
Europas Anleger haben sich auch am Dienstag nicht von den anstehenden Zinsentscheidungen in New York und Frankfurt schrecken lassen. Zur guten Stimmung trugen offenbar die jüngsten Inflationsdaten aus den USA bei.
Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) schüttelte nach einem guten Handelsbeginn seine anschließende Schwächephase ab und schloss 0,72 Prozent höher mit 4347,55 Punkten. Damit knüpfte der Eurozonen-Leitindex an den positiven Wochenauftakt an. Ähnlich sah es beim französischen CAC 40 aus, der weitere 0,56 Prozent auf 7290,80 Punkte gewann. Derweil blieb der britische FTSE 100 mit einem Plus von 0,32 Prozent auf 7594,78 Punkte erneut hinter den anderen wichtigen Indizes zurück, obwohl die schwer gewichteten Bergbau- und Ölwerte ihre jüngste Schwäche abstreifen konnten.
Die mit Spannung erwarteten US-Inflationsdaten aus den Vereinigten Staaten stützten die Kurse in New York und verhalfen auch den europäischen Indizes wieder in die Erfolgsspur. Die Teuerung in der weltgrößten Volkswirtschaft hatte sich im Mai noch etwas deutlicher abgeschwächt als von Analysten erwartet. „Die Lage entspannt sich weiter, auch wenn es zu beachten gilt, dass die Inflationsraten vor allem wegen kräftiger Basiseffekte gesunken sind“, erklärte Helaba-Experte Ralf Umlauf. „Insbesondere der monatliche Anstieg der Kernpreise von 0,4 Prozent kann die US-Notenbank angesichts der noch robusten Lage am Arbeitsmarkt aber nicht beruhigen.“
Am Mittwoch und Donnerstag wird in den USA und der Eurozone über die weitere Geldpolitik entschieden. Von der US-Notenbank wird eine Pause im Zinserhöhungszyklus erwartet. Obwohl es Hinweise gebe, dass die Kernteuerung im Verlauf des Jahres weiter nachgeben werde, „bleibt das Risiko bestehen, dass die US-Notenbank im Sommer nochmals an der Zinsschraube dreht“, warnte Umlauf. Von der Europäischen Zentralbank (EZB) erwarten Experten hingegen schon am Donnerstag eine weitere kleine Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte.
An Europas Märkten standen am Dienstag Aktien der konjunktursensiblen Bergbau- und Ölbranche hoch im Kurs: Deren Subindizes im marktbreiten Stoxx Europe 600 legten um 2,7 und 1,2 Prozent zu, zählen im bisherigen Jahresverlauf aber immer noch zu den größten Verlierern. Die Aktien des Rohstoffkonzerns Glencore verteuerten sich nach der Fusion seiner Agrarfirma Viterra mit der US-Branchenkollegin Bunge um rund fünf Prozent.
Gefragt waren mit je rund 1,4 Prozent Plus auch die seit Jahresbeginn führenden Reise- und Freizeit- sowie Technologietitel. Letztere entwickeln sich 2023 bisher im Einklang mit der US-Technologiebörse Nasdaq, deren Indizes deutlich besser gelaufen sind als die an der New York Stock Exchange (Nyse).
Die Papiere von ASM International (ASMI) gewannen knapp vier Prozent und blieben nur knapp unter ihrem im Mai erreichten Höchststand seit November 2021. Analyst Alexander Duval von der US-Investmentbank Goldman Sachs hält die Niederländer nach einer Gesprächsrunde mit ihrem Chef Benjamin Loh weiter für einen der entscheidenden „Digital Enabler“ – also ein Unternehmen, das anderen den Weg in die Digitalisierung ebnet.
Mega-Star Helene Fischer singt erste von fünf Konzert-Shows in der ZAG Arena in Hannover
HANNOVER.
Helene Fischer begeisterte am Dienstag Abend (13.06.2023) mit der ersten von insgesamt fünf geplanten Shows in Hannover ihre Fans in der nahezu ausverkauften ZAG-Arena.
Helene Fischer, eine der erfolgreichsten Künstlerinnen Europas, ist endlich wieder auf Tour. Mit insgesamt 70 geplanten Konzerten in Deutschland, Österreich und der Schweiz präsentiert sie in Hannover ihre neue Arena-Tour 2023.
Diese Show ist eine Kooperation mit dem renommierten Cirque du Soleil und verspricht magische Momente und einzigartige Live-Erlebnisse. Die neue Show von Helene Fischer setzt künstlerisch und technisch neue Maßstäbe. Mit spektakulären Feuer-, Wasserfall- und Laser-Effekten, atemberaubender Akrobatik und mitreißenden Choreografien bietet sie ein beeindruckendes Spektakel.
Die Bühne wurde von den Experten des Cirque du Soleil gemeinsam mit Helene Fischer von Grund auf neu entwickelt und begeisterte mit nie zuvor gesehenen Bildern und einem überwältigenden Bühnendesign. Die multitalentierte Ausnahmekünstlerin präsentierte während ihres zweieinhalbstündigen Konzerts 30 ihrer größten Hits, darunter Songs ihres achten Nummer-1-Albums „Rausch“.
Das Publikum erlebte musikalische Höhepunkte wie „Fehlerfrei“, „Herzbeben“ und „Von hier bis unendlich“. Besonders emotional war der Moment, als Helene Fischer allein auf einer Bühne inmitten des Publikums stand und den Song „Luftballon“ sang.
Ein weitere akrobatischer Höhepunkt war die Darbietung von „Hand in Hand“, bei der sie mit ihrem Partner Thomas Seitel in einem gigantischen Wasserfall, an zwei Strapaten gehalten, schwebte.
Die technische Ausstattung der Show war beeindruckend. Ein 112 Meter langes, feuerfestes Spezialgewebe bildete das definitiv größte Kleid in Helene Fischers Karriere. Der Wasserfall-Effekt mit 3.000 Litern Wasser und 800 durch Computer gesteuerten Düsen sorgte für ein weiteres visuelles Highlight; ebenso die Performance von Helene Fischer auf dem einarmigen Industrieroboter mit ihrem wohl bekanntesten Hit „Atemlos durch die Nacht“.
Insgesamt waren 77 Tonnen Ausrüstung unter dem Dach der Arena installiert, die mit etwa 150 Hebezügen bewegt wurden.
Helene Fischer begeisterte das Publikum nicht nur mit ihrer Musik, sondern auch mit ihrer akrobatischen Performance. Sie sang inmitten eines wild lodernden Feuerrings, wirbelte an Seilen durch die Luft und präsentierte sich dabei in atemberaubenden Kostümen.
Ihre Vielseitigkeit und Wandlungsfähigkeit wurde in der gestrigen Show besonders deutlich. Die Helene Fischer Arena-Tour 2023 wird noch bis Oktober andauern und insgesamt 71 Konzerte in 15 Städten umfassen. Die Zuschauer und Fans können sich auf weitere unvergessliche Abende voller Energie und Emotionen freuen.
Wer Helene Fischer in Hannover live erleben möchte, kann sich noch schnell eine der wenigen Tickets für Ihre weiteren Shows am 14., 16. 17. und 18. Juni in der ZAG Arena sichern.
Helene Fischer begeistert Hannover in der ZAG Arena mit ihrer RAUSCH Live -Tour 2023
Hannover Nachrichten des Tages und aktuelle News vom 13.Juni 2023 aus dem Neuen Rathaus | Ankündigungen | Berichte | Termine
HANNOVER.
Konzert der ukrainischen Rockband Druga Rika im Stadtteilzentrum Ricklingen
Die ukrainische Rockband Druga Rika gibt am Donnerstag, 15. Juni, im Stadtteilzentrum Ricklingen, Anne-Stache-Allee 7, ein Benefizkonzert. Der Eintritt zum Konzert, das um 18 Uhr beginnt, ist frei. Zur Unterstützung der Ukraine werden Spenden gesammelt. Der Erlös wird für den Kauf eines medizinischen Evakuierungshubschraubers verwendet.
Druga Rika kreiert seit 27 Jahren echten ukrainischen Rock. Jede Komposition aus ihren sieben Alben berührt die Seele unbeschreiblich. Und jedes Konzert der Band vermittelt ein Gefühl von lyrischem Schwung und regt zum Leben an.
Mentale Gesundheit fördern: Stadt Hannover kooperiert mit der Robert-Enke-Stiftung
Es ist ein besonderes Projekt, das die Sensibilität von Arbeitnehmer*innen für das Thema Depression fördert: Die Landeshauptstadt Hannover gibt ihren Beschäftigten die Möglichkeit, sich mittels VR-Brillen in die Psyche eines depressiv erkrankten Menschen einzufühlen.
Hintergrund ist das „Jahr der mentalen Gesundheit“, das die Stadt im Rahmen der Gesundheitsvorsorge für ihre rund 11500 Beschäftigten aufgelegt hat. In der Woche vom 12. bis 16. Juni geht es um das Thema Depression. Dazu kooperiert die Stadt mit der Robert-Enke-Stiftung. Die Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Teresa Enke, betonte auf einer Pressekonferenz an diesem Dienstag (13. Juni) im Neuen Rathaus: „Die Aktion ist vorbildlich. Deshalb unterstützen wir die Landeshauptstadt bei der Initiative sehr gern. Ich hoffe, dass sich viele Nachahmer finden, denn psychische Belastungen bis hin zu Depression sind in der Arbeitswelt ein Thema, das deutlich mehr Beachtung braucht.“
„Als gute Arbeitgeberin müssen wir die Gesundheitsprävention stärken“
Die Stadtverwaltung Hannover widmet der mentalen Gesundheit ihrer Beschäftigten in diesem Jahr mit einem umfangreichen Programm – unter anderem Informationsveranstaltungen und Workshops – eine besondere Aufmerksamkeit. „Eine gute mentale Gesundheit ist eine wesentliche Voraussetzung für Lebensqualität und Leistungsfähigkeit“, sagte Oberbürgermeister Belit Onay. „Wir wissen jedoch, dass viele Personen unter teils erheblichen Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit leiden – oftmals ist auch die Arbeitswelt der Grund dafür. Erschöpfung, Depressionen, Ängste und Suchtprobleme stellen den Hauptanteil psychischer Belastungen und Erkrankungen dar. Wenn wir eine gute Arbeitgeberin sein wollen, dann müssen wir handeln und die Gesundheitsprävention stärken.“
Insbesondere die Jahre seit 2020 waren sowohl für Führungskräfte als auch für Mitarbeitende eine Herausforderung. Viele Arbeitnehmer*innen sind durch die Corona-Pandemie und die nachfolgenden Krisen belastet und weiterhin verunsichert. Hinzu kommen steigende Arbeitsanforderungen und ein hohes Tempo bei Veränderungsprozessen. Psychisch belastete Beschäftigte haben den Kopf nicht frei – Ängste, Sorgen oder Depressionen sitzen buchstäblich mit am Schreibtisch. Fehler, Leistungsschwankungen, häufigere Krankheitszeiten oder auch Rückzug und Abgrenzung vom Team sind nur einige der negativen Auswirkungen am Arbeitsplatz.
Wie Matthias Görn, Leiter des Fachbereichs Personal der Landeshauptstadt Hannover, erläutert, „hat die Stadt seit 2020 insgesamt eine Zunahme des Beratungsbedarfes der Beschäftigten rund um das Thema Psyche registriert. Der Medizinische Dienst der Stadt hat einen deutlichen Anstieg bei der Häufigkeit psychischer Erkrankungen verzeichnet.“
Ressourcen mobilisieren
Görn hebt hervor, dass die Förderung der mentalen Gesundheit auch ausdrücklich positive Aspekte umfasst: „die Steigerung des Wohlbefindens, der Arbeitszufriedenheit und des Arbeitsengagements sowie die Mobilisierung von Ressourcen. So geht es im Jahr der mentalen Gesundheit auch darum, individuelle Ressourcen der Beschäftigten zu stärken und ihnen Strategien zu vermitteln.“
Die Landeshauptstadt Hannover hält eine Vielfalt an Beratungs- und Unterstützungsangeboten für die Beschäftigten vor. Das Jahr der mentalen Gesundheit ist Bestandteil der Neuausrichtung des Personalmanagements mit dem die Landeshauptstadt sich als attraktive Arbeitgeberin profilieren will.
Autofreie Tage – zusammen im Quartier
Das Wohnquartier mal anders erleben – ohne Autos: Während der Europäischen Mobilitätswoche wird die Landeshauptstadt Hannover in der Zeit vom 17. September bis zum 23. September 2023 in der List und in der Nordstadt ausgewählte Wohnstraßen für Anwohnende, Vereine, Institutionen und Besucher*innen öffnen. In dieser Zeit sind die Straßen autofrei. Das heißt, das Fahren und Abstellen von Autos ist dann nicht möglich. Private Grundstücke sind aber weiterhin mit dem Auto erreichbar.
Zum Auftakt plant die Landeshauptstadt Hannover am Sonntag, 17. September, ein Fest in der Paulstraße, das die Themen Mobilitätswende und Aufenthaltsqualität in den Mittelpunkt stellt. Zahlreiche Akteur*innen haben bereits Interesse bekundet. Mit im Boot ist auch Enercity. Der Energieversorger unterstützt die Aktion am 17.September mit einem fünfstelligen Betrag.
Oberbürgermeister Belit Onay erklärt die Neuausrichtung des Projekts: „Der autofreie Sonntag ist den Menschen in Hannover seit Jahren ein Begriff. Nach der Pandemie wollen wir jetzt aber den Fokus verändern: Mobilität und urbaner Alltag ohne Autos ist kein Thema nur für einen Sonntag in der Innenstadt. Deshalb bringen wir die Mobilitätswende nun für eine ganze Woche in die dicht bewohnten Quartiere, um den Menschen dort Raum für Freizeit, Erholung, Kreativität und Gemeinschaft vor der eigenen Haustür zu geben.“
Einladung an die Bewohner*innen
Das sei eine Einladung an die Bewohner*innen und die Nachbar*innen der beiden Quartiere: Sie sollen die Möglichkeiten in den Straßen neu entdecken und erleben. „Ich bin froh, dass wir in der Nordstadt und in der List aktive bürgerschaftliche Vereine gefunden haben, die uns bei der Steuerung und Kommunikation der Aktivitäten unterstützen“, so Onay weiter.
Die Stadtverwaltung plant, in der Nordstadt den motorisierten Verkehr in der Paulstraße (zwischen Engelbosteler Damm und Weidendamm) sowie in der Windthorststraße (im Abschnitt zwischen Paulstraße und Scheffelstraße) einzuschränken und das Parken zu untersagen. In der List betreffen diese Regelungen den De-Haen-Platz (zwischen Waldstraße und Fraunhoferstraße sowie Hertzstraße), die Röntgenstraße (zwischen Bunsenstraße und De-Haen-Platz) sowie die Hammersteinstraße (zwischen Liebigstraße und De-Haen-Platz).
In der Nordstadt wird die Stadt Hannover unter anderem mit dem Verein „wasmitherz“ zusammenarbeiten, um die Aktivitäten zu koordinieren. In der List wird der Verein „Lister Nachbarschaft“ die Aktivitäten bündeln. Weitere Informationen zu den geplanten Aktivitäten, lokalen Beteiligungsformaten und zum Programm wird es den kommenden Wochen geben. Wer an einer Mitwirkung interessiert ist, kann sich bereits jetzt mit Vorschlägen und Ideen an autofrei@hannover-stadt.de wenden.
Ulrich Stamm – Professionelle Fotografie für Business | Presse | Privat
Zum Beginn einer von Notenbanken-Entscheidungen dominierten Woche haben die Anleger an Europas Aktienmärkten zugegriffen. Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets UK sprach am Montag von einem weitgehend positiven Wochenstart.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) schloss 0,62 Prozent höher bei 4316,49 Punkten. Für den französischen CAC 40 ging es um 0,52 Prozent auf 7250,35 Punkte bergauf. Der britische FTSE 100 schaffte indes angesichts der Schwäche der schwer gewichteten Rohstofftitel nur einen Kursanstieg um 0,11 Prozent auf 7570,69 Punkte.
Nach den US-Inflationsdaten am Dienstag steht tags darauf der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed auf der Agenda. Am Donnerstag informiert die Europäische Zentralbank (EZB) über ihre künftige Geldpolitik. Von der Fed wird erwartet, dass sie nach zehn Zinserhöhungen um insgesamt fünf Prozentpunkte eine Pause einlegen wird. Ein solches Signal hatte unlängst auch der designierte Fed-Vizechef Philip Jefferson gesendet. Für Juli wird dann wieder mit einer Zinserhöhung gerechnet. Für die EZB erwarten Experten diese bereits am Donnerstag.
Im europäischen Branchenvergleich waren am Montag vor allem Auto- und Technologietitel gefragt: Deren Subindizes führten mit Aufschlägen von 1,4 und 1,2 Prozent die Gewinnerliste im marktbreiten Stoxx Europe 600 an.
Der Autosektor profitierte von einem positiv aufgenommenen Bericht mit Details über eine größere Umstrukturierung bei Branchenprimus Volkswagen (Volkswagen (VW) vz) sowie den Kursgewinnen von Rheinmetall. „Eine Bewertung von 17 Milliarden Euro ist für Rheinmetall mittelfristig realistisch“, sagte der Chef des Autozulieferers und Rüstungskonzerns, Armin Papperger, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
Unter Druck standen hingegen Immobilien-, Öl- und Bergbauaktien mit Verlusten von mehr als ein Prozent. Die Rohstoffwerte litten unter den sich ausweitenden Ölpreisverlusten sowie schwachen Notierungen für wichtige Metalle.
Am Ölmarkt dominieren derzeit die Nachfragesorgen, während Produktionskürzungen durch große Förderländer wie zuletzt Saudi-Arabien eher beiseite geschoben werden. Kummer bereiten vor allem die trüben Konjunkturaussichten in den USA und die schwache konjunkturelle Entwicklung in China. Die beiden Länder sind die größten Energieverbraucher der Welt.
Novartis (Novartis)-Aktien retteten ein Kursplus von 0,7 Prozent ins Ziel. Der Schweizer Pharmariese stärkt seine Nieren-Pipeline mit einer Übernahme. Für bis zu 3,5 Milliarden US-Dollar wird das US-Unternehmen Chinook Therapeutics gekauft. Zunächst werden 3,2 Milliarden Dollar bezahlt – die Restzahlung ist abhängig vom Erreichen bestimmter Entwicklungsergebnisse.
Papiere der UBS legten am Ende um 0,8 Prozent zu und hängten den schwächelnden Bankensektor damit ab. Die Eigenständigkeit der Konkurrentin Credit Suisse ist Geschichte, deren Not-Übernahme nun abgeschlossen. Details des Integrationsplans erwartet Analyst Chris Hallam von der US-Investmentbank Goldman Sachs im Verlauf des zweiten Halbjahres.
Ministerpräsident Stephan Weil äussert sich zum Beginn der NATO Übung Air Defender
WUNSTORF/HANNOVER.
Am heutigen Montag (12.Juni 2023) hat die NATO Übung Air Defender in Deutschland begonnen. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil besucht den Fliegerhorst in Wunstorf und äusserte sich im Anschluß:
„Air Defender 2023 ist ein beeindruckendes Vorhaben. Insgesamt 18 Nationen zeigen hier unter der Führung der Bundeswehr, wie schnell die Flugstreitkräfte vor allem der NATO einsatzbereit sein können.
Die hohe Professionalität, mit der diese Übung vorbereitet worden ist, überzeugt mich sehr. Ich wünsche allen Beteiligten, dass alle Flüge reibungslos und erfolgreich ablaufen mögen ohne dass dabei irgendjemand zu Schaden kommt.
Mit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine haben die Landesverteidigung und ein effektives Zusammenwirken der NATO-Streitkräfte eine noch größere Bedeutung bekommen als zuvor. Hoffentlich müssen die in dieser Übung erworbenen Erfahrungen niemals ernsthaft eingesetzt werden. Niedersachsen ist traditionell ein Bundeswehrland und die allermeisten Bürgerinnen und Bürger spüren einen große Verbundenheit mit den Soldatinnen und Soldaten.
Herzlichen Dank allen Beteiligten für den großartigen Einsatz schon vor, während und auch nach der Air Defender Übung.“
Die NATO Übung Air Defender hat am 12.Juni 2023 in Deutschand begonnen. Ministerpräsident Weil ...
Das Vorhaben der Stadtentwässerung Hannover, eine sektorengekoppelte Sauerstoff- und Wasserstoffproduktion in der Niedersächsischen Landeshauptstadt aufzubauen, stößt auf großes Interesse bei der MTU Maintenance Hannover. Das Unternehmen kann sich gut vorstellen, künftig Wasserstoff des städtischen Eigenbetriebs abzunehmen. Anlässlich der bundesweiten „5. Woche des Wasserstoffs“ hat Jaap Beijer, Geschäftsführer der MTU Maintenance Hannover, an diesem Montag (12. Juni) der Betriebsleiterin der Stadtentwässerung, Stephanie Gudat, eine offizielle Interessenbekundung überreicht.
Die MTU Aero Engines bekennt sich ausdrücklich zum Pariser Klimaschutzabkommen und will ihren Beitrag zur Begrenzung der Erwärmung der Erdatmosphäre gegenüber dem vorindustriellen Niveau leisten. Die betriebliche Klimastrategie des Basisjahres 2019 bis 2030 sieht vor, im Standortbetrieb 60 Prozent der Kohlendioxid-Emissionen zu reduzieren. Hierzu setzt das Industrieunternehmen auf einen grundsätzlich sparsameren Verbrauch, den effizienteren Energieeinsatz sowie die Nutzung und Eigenerzeugung von hochwertiger, emissionsfreier Energie. Geschäftsführer Jaap Beijer: „Der Bezug von grünem Wasserstoff ist eine weitere Maßnahme zur Reduzierung unserer CO2-Emissionen und zur Unterstützung der Klimaziele am Standort Hannover.“ Wasserstoff werde für unterschiedliche Produktionsprozesse benötigt und zurzeit noch als „grauer“ Wasserstoff auf Basis fossiler Energien bezogen, so Beijer weiter. „Grünen Wasserstoff auf Basis von Ökostrom von einem regionalen Anbieter zu beziehen, das ist nicht nur eine Maßnahme zur Treibhausgas-Reduktion, sondern ein Bekenntnis zur Stärkung der Wirtschaft innerhalb der Region Hannover.“
Die Stadtentwässerung erforscht in ihrem durch das vom Niedersächsischen Umweltministerium geförderten Projekt gemeinsam mit Instituten der Leibniz Universität und dem hannoverschen Wasserstoffsystemanbieter Aspens, wie die gleichzeitige Produktion von Sauerstoff für den Klärprozess, Wasserstoff und Abwärme für die Fernwärme mit Grünstrom und geklärtem Betriebswasser als Speisewasser der Elektrolyse ökologisch und ökonomisch möglich ist. Bislang ist vorgesehen, Fahrzeuge der regiobus und der ÜSTRA damit zu betanken. Weitere Einsatzgebiete sind angesichts des erheblichen Potenzials möglich.
„Wasserstoff ist ein wichtiger Energieträger der Zukunft und die sogenannte Sektorenkopplung ermöglicht der Stadtentwässerung ein übergreifendes und nachhaltiges Energiekonzept. Den bei der Produktion gleichzeitig anfallenden Sauerstoff wollen wir zukünftig in der biologischen Abwasserbehandlung einsetzen und dadurch viel Energie sparen“, sagt Betriebsleiterin Stephanie Gudat.
„Aktuell können wir noch nicht abschätzen, wie sich die Einkaufspreise für Grünstrom und die Nachfrage nach grünen Wasserstoff entwickeln werden“, führt Gernot Hagemann, kaufmännischer Leiter der Stadtentwässerung und Projektleiter, weiter aus. „Grünstrom für Wasserstoff muss den diskutierten Preisdeckel für Industriestrom von sieben Cent pro Kilowattstunde dauerhaft und garantiert unterschreiten, sonst wird sich der Wasserstoffmarkt nicht entwickeln.“
Umso mehr freuen sich Gudat und Hagemann über das klare Signal der MTU zu einem regionalen Marktaufbau – auch, wenn damit noch keine verbindliche Abnahmezusage verbunden ist. „Der Gesprächsfaden ist aufgenommen“, betont Gudat.
Im Projekt SeWAGE PLANT H (ausgesprochen: „suh’itsch plant“, englisch für Kläranlage) untersucht die Sektorengekoppelte Sauerstoff-, Wasserstoff- und Abwärme Generation auf einem Großklärwerk in Hannover-Herrenhausen. Rund 1.300 Tonnen Wasserstoff könnte die Stadtentwässerung in der Endausbaustufe mit einer Elektrolyseurleistung von 17 Megawatt jährlich produzieren. Das wäre genug Wasserstoff für den Betrieb von beispielsweise 1.400 Bussen bei einer täglichen Fahrleistung von 250 Kilometern.
Kulturausschuss tagt öffentlich
Der Kulturausschuss tagt am Freitag (16. Juni) um 14 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses, Trammplatz 2, in öffentlicher Sitzung.
Umsonst und draußen, offen für alle: Am 8. Juli von 16 bis 22 Uhr bietet das 2. Vahrenwald Open Air ein vielfältiges Programm mit jungen Bands aus Hannover. Auf der Bühne im Vahrenwalder Park treffen sich Pop und Jazziges, Rap und Singer-Songwriter, Soul, Funk immer wieder Hip-Hop: Magarita & the Boys, Elio, Musiker*innen des Fudge Collective, nasloww & ARAN & rosewinelips sowie als Headliner Passepartout. Neben Musik gibt es Getränke und Essen und diesmal am Nachmittag auch Aktionen für Kinder und Familien. Der Eintritt ist frei.
Eine Kooperation von Freizeitheim Vahrenwald und MusikZentrum Hannover, mit finanzieller Unterstützung des Bezirksrats Vahrenwald-List.
Infos von und über die Bands
Passepartout
Als energetische Live-Band haut PASSEPARTOUT nicht nur HipHop-Heads aus ihren Sneakern. Die Crew aus Hannover bringt echte Instrumente mit stabilem Rap und einprägsamen Hooks auf die Bühnen der Festivals und Konzerthallen. Feiern und Fernweh stehen dabei gleichermaßen im inhaltlichen Mittelpunkt wie politische und gesellschaftliche Fragen und Ungerechtigkeiten. Mit ihren deutsch-französischen Texten machen sie sich für Weltoffenheit und eine solidarische Gemeinschaft stark.
Ob vor Tausenden Menschen in ausverkauften Hallen oder als Guerilla-Aktion in den Einkaufsstraßen – was zählt ist die Crowd und die geballte Energie. Auf der Bühne verschmelzen die Musiker:innen zu einer Einheit: Jeder Part greift ineinander und die Menge zieht mit – egal ob funky, fett oder atmosphärisch. So eroberte die Crew schon viele kleine und große Festivalbühnen und spielte Supportshows u.a. für Casper, Clueso, Großstadtgeflüster, Samy Deluxe und Joris.
Dicke Bässe, organische Melodien und ausgefeilte Reime liefern PASSEPARTOUT auch im Studio: 2016 erschien ihr Debüt-Album „Kiosque“, 2022 folgte endlich das selbstbetitelte Album „PASSEPARTOUT“. Nach einer ereignisreichen Festivalsaison und Herbsttour ist die Band 2023 direkt weiter unterwegs. Du wirst abgeholt, versprochen.
nasloww & ARAN & rosewinelips
Zwischen glühendem Teer, hallenden Worten, schief gedrehten Zigaretten und verklebten Tischrändern reflektieren die Künstler*innen rosewinelips, ARAN und nasloww ihre Gedanken und Erlebnisse in ihrer Musik. Mit Texten über verlorene Liebe, die Abgründe des Selbst, den Hunger nach Licht, Schatten und sanften Umarmungen der Wochenenden erschaffen sie einen vielschichtigen Kosmos, der sich ebenfalls in ihren Klängen widerspiegelt. Ihre letzten Veröffentlichungen enthalten Einflüsse aus Rap, Grunge, Soul und NNDW, die sie zu einer homogenen Masse zusammenführen.
Fudge Collective Showcase
Florian ist ein 22-jähriger upcoming artist aus Hannover, der in letzter Zeit mit seiner Gitarre auch draußen auf den Straßen zu finden ist. Mit einem Mix aus Singer-Songwriter-Elementen sowie HipHop setzt Felix ein einzigartiges Set zusammen. Auch wenn er alleine auf der Bühne steht, hört es sich danke Loops manchmal nach einer ganzen Band an.
___Udo___ ist eine Künstlerin des Fudge Collective aus Hannover. Ihre Vielseitigkeit an der Loopstation und unerwartete Performances machen ihre Kunst einzigartig. Die Einflüsse aus Jazz, Pop und female Hip Hop verschwimmen miteinander. Mit ihrer Stimme steht __Udo__ ehrlich und direkt für Gleichberechtigung, Unity und Feminismus ein.
JIÑO ist inspiriert von Bubblegum-Pop, souligem R’n’B und 8-Bit Sounds aus alten Gameboys. So kreiert JIÑO seinen eigenen Pop-Mix, der ins Ohr geht. Frei nach dem Motto: Je eingängiger, desto besser! Der Sänger erzählt mit seinen Melodien Geschichten von Liebe, Leben und Verlangen und überzeugt mit Funk auf allen Ebenen.
Taro(maro), der Musiker, Songwriter Producer und Multiinstrumentalist aus Hannover produziert seine Beats eigenhändig. Sein Sound ist gar nicht so wirklich festzulegen, weil er so vielseitig ist, aber ist am meisten geprägt von Neo Soul, Jazz, Pop und Hip Hop – und lässt sich dennoch nicht festlegen.
Elio
Elios Musik dem Genre Rap zuzuordnen ist zwar nicht falsch, wird dem Spektrum der Klänge und ihren Einflüssen jedoch nicht wirklich gerecht. Von melodiösen synthetischen Stimmen auf harmonische Rock-trappige Beats mit Live-Instrumenten hin zu roughen Parts auf mitreißenden Instrumentals ist für jedermensch was dabei.
Margarita & the boys
Bei MARGARITA & THE BOYS treffen emotionaler Pop und extrovertierter Rock aufeinander. Die 2019 in Hannover gegründete Band besteht aus vier Musizierenden, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Zu der mit vollem Körpereinsatz performenden Rockröhre Margarita gesellen sich eine funky Gitarre, ein Metal Bass und eine menschliche Drummaschine.
Es war Musik auf den ersten Klick. Schon 2019 konnte Margarita ihr Talent im Bundesfinale von Jugend musiziert mit einem ersten Platz und voller Punktzahl unter Beweis stellen. Zurzeit wird Sie durch ein Yehudi Menuhin Stipendium im Rahmen von Live Music Now unterstützt. 2022 konnte die hannoversche Band sich für ein Popstipendium qualifizieren. Mit Motivation und Leidenschaft arbeiten sie stetig an neuen Ideen und Sounds.
Hannover feiert Fête de la Musique 2023
Am 21. Juni ist es wieder so weit: Auf 40 Bühnen – indoor und outdoor – bringen rund 1000 Musiker*innen die Innenstadt von Hannover von 15 bis 23 Uhr zum Klingen.
„Hannover feiert wieder eine Fête de la Musique – mit guter Musik, feierlicher Stimmung, einer unvergleichlichen Atmosphäre zusammen mit fast 1000 Musiker*innen an 40 Standorten, unterstützt von Dutzenden Organisationen. Das Fest ist zweifellos eine der beliebtesten Veranstaltungen Hannovers,“ betont die Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Hannover, Konstanze Beckedorf. „Seien Sie dabei, wenn dieses weltweite Musikfest Menschen zusammenbringt und Hannover als UNESCO City of Music alle Ehre macht!“
Jährlich unterstützen langjährige und neue Bühnenpartner*innen die Fête de la Musique Hannover und tragen so ihren Teil zur Gestaltung bei. „Ohne die vielen Mitwirkenden und der breiten Beteiligung auch ehrenamtlicher Natur könnten wir die Fête de la Musique in dieser Größe gar nicht durchführen. Darauf kann Hannover stolz sein und ich bedanke mich von Herzen dafür“, sagt Sabine Busmann, Produktionsleitung der Fête de la Musique und Geschäftsführerin des MusikZentrum.
Die fahrende und musikalische Bahn der üstra ist auch in diesem Jahr ein Highlight. Die Dance Community, die alle Tanzschulen Hannovers vereint, ist ebenfalls wieder mit dabei und wird viel Bewegung auf den Goseriede-Platz bringen. Mit der Rollschuhdisco auf dem Klagesmarkt setzt sich die „Bewegungsmeile“ bei cooler Discomusik fort. Die Skate by Night wird an diesem Tag hier enden und mit der Féte de la Musique fusionieren.
Erstmalig wird die Leinewelle als elektronsicher Standort ein Teil der diesjährigen Fête de la Musique sein. Bespielt wird die Bühne von dem Qenem-Netzwerk, das sich für mehr queerfeministisches Empowerment in der elektronischen Musikszene einsetzt. Im „Aufhof“ wird in Kooperation mit dem Landesmusikrat das Jahr der Mandoline gefeiert.
Einige internationale Musiker*innen aus dem UNESCO-City-of-Music-Netzwerk bespielen die Bühne am Kröpcke, mitten in der Innenstadt, mit ihren unterschiedlichen Klängen. Für mehr Sichtbarkeit, Teilhabe und Präsenz von Frauen* auf der Fête de la Musique gibt es die Women* in Music-Bühne am Schillerdenkmal, die an die gleichnamige Initiative der UCOM Hannover und des MusikZentrum Hannover anknüpft.
Der abschließende Nachtgesang der Fête de la Musique findet dieses Jahr zusammen mit der Chorszene seinen Platz auf der Bühne des Hauptbahnhofes.
Das komplette Programm auf den hannoverschen Bühnen der diesjährigen „Fête des la Musique“ ist unter www.fete-hannover.de zu finden. Der Eintritt ist frei.
HANNOVER. Wie kann der Bereich zwischen Opern-, Schauspiel- und Künstlerhaus zum Kulturdreieck werden? Vorschläge und Ideen stellten heute Nachmittag bei einem „Bergfest“ im Innenhof von Künstler- und Schauspielhaus eine Reihe von Künstlern und Aktiven vor.
In vier öffentlichen Workshops haben bislang Menschen aus dem Bereich der Kultur, der Verwaltung und der Zivilgesellschaft Visionen für dieses Kulturdreieck entwickelt. Denn nach den Ergebnissen des Innenstadtdialog und den Plänen im städtischen Kulturentwicklungsplan soll hier zwischen Staatsoper, Schauspiel und Künstlerhaus ein Kultur- und Kreativ-Areal mit, so ein städtischer Flyer, „hoher Aufenthaltsqualität entwickelt“ werden. Zukünftig sollen hier rund um die Uhr die Hannoveraner sich „auf inspirierende, interaktive und entspannende Weise zusammenfinden.“
Unter den Künstlern, die ihre Ideen und Projekte vorstellten, war auch die freie Künstlerin Francis Bee. In ihrer Vision des Kulturdreieckes könnten Tische, Stühle oder Bänke aus alten Büchern, ummantelt von Flüssigharz, den einstigen Druckwerken einen neuen Sinn geben. Und Scherben aus Porzellan und spiegelnden, zerschnittenen alten CD’s – versehen auch mit Sprüchen – könnten für Mosaike auf dem Boden oder auf Sitzmöbel wieder recycelt werden. Francis Bee lehnt sich dabei an die Kunst von Niki de Saint Phalle an und stellt das ganze unter das Motto: „Der Zufall liegt auf dem Weg zum Ziel oder: Was kostet die Welt?“
Ein bisschen politisch wurde den Sonntagnachmittag aber auch. Eine Vertreterin der Bürgerinitiative Leinemasch durfte auf der Bühne auch den Kampf ihrer Gruppe gegen den Ausbau des Südschnellweges darstellen.
Slammerin Antonia JosefaKünstlerin Francis BeeGesprächslinsePläne zum KulturdreieckSchäne und Skandale … Meet the SwanWar auch zu sehen: Die Cumberlandsche GalerieBergfest für die Pläne zum KulturdreieckIdeen für eine Gesprächslinse