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Montag, Juli 27, 2026

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Regionsversammlung beschließt KRH Medizinstrategie 2030 für zukunftsorientierte Gesundheitsversorgung

Regionsversammlung © Claudia Levetzov / hannover.de
Regionsversammlung © Claudia Levetzov / hannover.de

Medizinstrategie 2030 genehmigt – Zustimmung zu Reformplänen

REGION HANNOVER.

Die Regionsversammlung der Region Hannover hat in ihrer aktuellen Sitzung die KRH Medizinstrategie 2030 genehmigt und die Geschäftsführung des KRH (Klinikum Region Hannover) mit der Umsetzung beauftragt. Damit sind die Weichen für eine zukunftsorientierte Gesundheitsversorgung in der Region gestellt.

Steffen Krach, Regionspräsident und Aufsichtsratsvorsitzender des KRH, äußerte seine Freude über das finale Votum und betonte, dass damit die medizinische Versorgung der Bevölkerung unter den zukünftigen Rahmenbedingungen sichergestellt werden kann. Er dankte allen Beteiligten für ihre konstruktive Zusammenarbeit und ist überzeugt, dass die Medizinstrategie 2030 ein bundesweit vorbildliches Beispiel für eine moderne Gesundheitsversorgung ist.

Die Medizinstrategie 2030 wurde in intensiven Diskussionen im Aufsichtsrat des KRH erarbeitet und unter Beteiligung von Mitarbeitenden, Geschäftsführung und externen Experten angepasst. Das nun beschlossene Papier zielt darauf ab, eine moderne Gesundheitsversorgung in kommunaler Hand anzubieten, sichere Arbeitsplätze und attraktive Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten zu schaffen und das KRH langfristig in öffentlicher Hand zu sichern.

Die Umstrukturierung der kommunalen Krankenhauslandschaft in der Region Hannover ist aufgrund von Investitionsstau, Fachkräftemangel, dem Trend zur ambulanten Behandlung und steigenden Ansprüchen an die Behandlungs- und Pflegequalität unumgänglich. Die Medizinstrategie sieht folgende Veränderungen an den einzelnen Standorten vor:

  • Die Kliniken Siloah und Nordstadt werden am Standort Siloah zu einem Klinikum Mitte zusammengeführt und als Maximalversorger ausgebaut.
  • Der Standort Gehrden wird als Schwerpunktversorger gestärkt und um die Neurologie des Klinikums Laatzen bzw. eine neu aufzubauende neurologische Frührehabilitation erweitert.
  • Der Standort Neustadt wird als Grund- und Regelversorger fortgeführt und das ambulante Angebot ausgebaut.
  • Der Standort Laatzen (Agnes-Karll) wird ebenfalls als Grund- und Regelversorger fortgeführt und erhält weitere ambulante Angebote sowie eine moderne Notaufnahme. Die Neurologie, Orthopädie und Unfallchirurgie werden jedoch abgegeben.
  • Die Standorte Großburgwedel und Lehrte werden am Standort Großburgwedel zusammengeführt und entsprechende Neubauplanungen in Abstimmung mit dem Land Niedersachsen vorangetrieben.
  • In Lehrte soll ein Regionales Gesundheitszentrum bzw. ein Medizinisches Versorgungszentrum entstehen, um die ambulante Notfallversorgung sicherzustellen.
  • Am Standort Langenhagen wird die Psychiatrie fortgeführt und inhaltlich weiterentwickelt. Die geriatrische Fachklinik wird schrittweise nach Hannover verlagert. Auch die Psychiatrie in Wunstorf wird fortgeführt und weiterentwickelt, mit dem Ziel, mehr ambulante Angebote sowohl in der Somatik als auch in der Psychiatrie anzubieten.

Steffen Krach betont, dass die Medizinstrategie den Spielraum bietet, um auf zukünftige Entwicklungen einzugehen und Pläne anzupassen. Betriebsbedingte Kündigungen im Zuge der Strukturreform sind ausdrücklich ausgeschlossen.

Hamburger Harley Days auf St. Pauli

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Etwa 5.000 Motorräder bei der Harley Days Parade

HAMBURG. Schon das ganze Wochenende während der Harley Days (vom 19. – 21. Mai) waren sie auf St. Pauli nicht zu übersehen und vor allen Dingen auch nicht zu überhören: die Harleys die über die Reeperbahn fuhren, die in großer Zahl vor Kneipen und anderen Lokalitäten oder am Spielbudenplatz abgestellt waren. Doch am Sonntagnachmitttag (21. Mai) gehörte die Reeperbahn (zumindest in Richtung stadteinwärts) den etwa 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der großen Hamburg Harley Days-Parade durch die Stadt. Bei schönem Frühsommerwetter sind mit der Parade die 20. Hamburg Harley Days zu Ende gegangen. Laut einer Sprecherin des Veranstalters beteiligten sich in diesem Jahr deutlich mehr TeilnehmerInnen als im letzten Jahr an dem großen gemeinsamen Schau-Ausflug durch die Hansestadt.

Polizei Nachrichten aus Hannover vom 23. Mai 2023

Beschlagnahmte Automaten © Polizei Hannover
Beschlagnahmte Automaten © Polizei Hannover

HANNOVER.

Clankriminalität im Fokus: Gewerbekontrollen in Hannover-Mitte und Hannover-Nordstadt

In der Nacht von Freitag zu Samstag, 19.05.2023, hat die Polizei Hannover gemeinsam mit der Gewerbestelle der Landeshauptstadt Hannover insgesamt elf Objekte in den hannoverschen Stadtteilen Mitte und Nordstadt kontrolliert. Hierbei ahndeten die Einsatzkräfte Verstöße im mittleren zweistelligen Bereich. Die Kontrollen sind auch Bestandteil der Kooperationsvereinbarung zur Bekämpfung von kriminellen Strukturen

Die Einsatzleiterin Polizeikommissarin Figge dazu: „Die Kontrollen haben wieder einmal gezeigt: Unser nachhaltiger und konsequenter Ansatz geht gänzlich auf. Wir treten beharrlichen Zuwiderhandlungen konsequent auf allen Ebenen entgegen. Er zeigt aber auch dahingehend Erfolg, dass die Kontrollen überwiegend von großer Akzeptanz und Kooperation gezeichnet sind. Aggressionen oder Bedrohungen sind mittlerweile die Ausnahme. In vielen Betrieben zeigen sich zudem inzwischen deutliche Verbesserungen.“

Gemeinsam mit der Gewerbestelle der Landeshauptstadt Hannover kontrollierten Einsatzkräfte der Polizei Hannover unter anderem Gaststätten und Casinos. In diesem Rahmen wurden zahlreiche Verfahren wegen unerlaubten Glücksspiels durch manipulierte Geldspielgeräte sowie unerlaubter Sportwettenangebote und Steuerhinterziehung im Kontext von unversteuertem Shisha-Tabak eingeleitet. Aber auch Verstöße wegen Schwarzarbeit, gegen das Jugendschutzgesetz und das Baurecht sowie unerlaubte Videoaufzeichnungen konnten geahndet werden. Kurios: Vor den Augen der Polizei versuchte ein Lokalbetreiber per Fernbedienung die Anzeige eines verbotenen Spielgerätes auf ein legales umzuschalten. Doch die Beamten handelten blitzschnell, fotografierten die illegale Anzeige und beschlagnahmten das Gerät. Insgesamt wurden über die Nacht hinweg mehrere illegale Sportwettenannahme- und Glücksspielgeräte beschlagnahmt.

Den Betreibern der Lokalitäten drohen nun diverse Ordnungswidrigkeiten- und Strafverfahren. Polizeikommissarin Figge zieht zum Ende des Einsatzes ein positives Fazit: „Die Auswertung der gewonnenen Erkenntnisse dauert noch an. Wir rechnen aber mit nachweisbaren unerlaubten Gewinnen im hohen sechsstelligen bis niedrigen siebenstelligen Bereich. Die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden ist besonders wichtig, denn nur so gelingt es Rückzugsorte für kriminell-organisierte Aktivitäten zu erkennen oder auch auszuschließen. Schließlich zeigen unsere Erkenntnisse auch, dass beispielsweise Shishabars keinesfalls unter Generalverdacht gestellt werden dürfen.“


Zeugenaufruf: Falsche Polizeibeamte in Hannover-List erbeuten Schmuck

Am Donnerstagnachmittag, 04.05.2023, haben drei bislang unbekannte Männer aus einem Auto heraus Passanten angesprochen und sich als Polizisten ausgegeben. Im hannoverschen Stadtteil List erbeuteten die Betrüger auf diese Weise Schmuck im hohen dreistelligen Bereich. Die Polizei sucht Zeugen der Tat.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizeistation Hannover-List ereignete sich der Betrugsfall gegen 17:35 Uhr im Hermann-Gebauer-Weg. Vor einer dort ansässigen Bäckerei wurden zwei Männer im Alter von 63 und 68 Jahren sowie eine 47-Jährige Frau aus einem dunklen Mercedes heraus von insgesamt drei Männern angesprochen. Die Insassen des Pkw stellten sich als Polizeibeamte vor. Unter einem Vorwand durchsuchten die Betrüger die Frau und die beiden Männer. Der 47-Jährigen nahmen sie in diesem Rahmen einige Schmuckstücke ab. Anschließend flüchteten sie mit dem Mercedes in Richtung Mengendamm.

Bei den Gesuchten handelt es sich um drei Männer im Alter von etwa 35 bis 45 Jahren. Die Tatverdächtigen waren circa 1,80 Meter groß, hatten dunkle kurze Haare und Drei-Tage-Bärte. Einer der Männer war muskulös gebaut, ein weiterer eher korpulent und der letzte Tatverdächtige hatte eine schlanke Figur. Zum Tatzeitpunkt trugen alle dunkle Kleidung ohne Polizeiabzeichen. Zusätzlich führten die Männer nicht näher zu beschreibende „Dienstausweise“ mit sich. Die Polizei Hannover rät:

– Wenn Sie unsicher sind: Wählen Sie die Notrufnummer 110.

– Sofern Sie von der Polizei angesprochen werden und Zweifel
aufkommen, ob Sie es tatsächlich mit der Polizei zu tun haben,
dann lassen Sie sich immer den Dienstausweis zeigen.

– Achten Sie außerdem bei dem gezeigten Ausweis auf die
beschriebenen Echtheitsmerkmale. Für den Fall, dass nur die
Dienstmarke gezeigt wird: Fragen Sie immer nach dem
Dienstausweis. Dabei wichtig zu wissen: Die Nummer auf der
Dienstmarke stimmt nicht mit der Zahlenfolge auf dem
Dienstausweis überein.

Zeugen, die Hinweise zu den Tatverdächtigen machen können, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-2717 zu melden.


Die Vermisste Melia S. ist wieder da!

Die 13-jährige Melia aus Hannover-Bothfeld ist wohlbehalten angetroffen worden. Sie hatte am 08.04.2023 eine Einrichtung verlassen und war nicht wiedergekehrt. Am 10.05.2023 wurde sie gegen 16:50 Uhr von Polizeikräften am Bahnhof Dedensen angetroffen und wieder in eine Unterkunft gebracht.

Die Polizei bedankt sich bei allen, die geholfen haben, nach dem Mädchen zu suchen.


Hannover Nachrichten vom 23.Mai 2023

Skyline Hannover © Ulrich Stamm
Skyline Hannover © Ulrich Stamm

HANNOVER.

Betreiberpaar des ehemaligen Lodderbast übernimmt Leitung des Kommunalen Kinos

Wiebke und Johannes Thomsen leben Kino – und das nicht erst seit sie in Hannover durch die Eröffnung ihres Wohnzimmerkinos Lodderbast an der Berliner Allee im Jahr 2018 bekannt wurden und das sie – letztendlich – wegen der Corona Pandemie schließen mussten. Nach dem erfolgreichen mobilen Kunstfilmprojekt „Once upon a Time in Germany“ übernehmen die beiden nun zum 1. August die Leitung des Kommunalen Kinos, die „eine Herzensangelegenheit“ sei: „Wir stehen für innovatives, inklusives und intelligentes Kino, das sich stets neu erfindet, attraktiv kommuniziert und so gut zu Hannover passt wie Maschsee und Eilenriede.“

Für die Leitung und Neuausrichtung des Kommunalen Kinos im Gesamtkomplex Künstlerhaus ebenso wie die Öffnung des Hauses hin zu einem lebendigen kulturellen Begegnungs- und Veranstaltungsort im Kulturdreieck hat sich der Fachbereich Kultur für ausgewiesene Kino-Experter*innen entschieden.

„Mit Wiebke und Johannes Thomsen haben wir zwei Filmbegeisterte gewinnen können, die mit ihrer Energie und Präsenz das Kommunale Kino mit Leben füllen, es öffnen und mit dem bereits vorhandenen Netzwerk in alle Bereiche des kulturellen Lebens spannende Kooperationen entwickeln werden“, so Inga Samii, Fachbereichsleitung Kultur.

Für Friederike Ankele, Leitung Kulturbüro, birgt das Tandem großes Potential: „Der doppelte Blick auf Programm und (neue) Gäste, verbunden mit einer langjährigen Expertise und weitreichenden Kenntnis der freien Szene ist eine wunderbare Chance für das Kommunale Kino.“

Wiebke und Johannes Thomsen, beide mit einem abgeschlossenen Magisterstudium, blicken in ihren beruflichen Karrieren auf langjährige und breitgefächerte Kino-, Film-, und Marketingerfahrungen zurück.

Für ihre Lodderbast Kino-Arbeit wurden sie viermal in Folge mit dem niedersächsischen Kinoprogrammpreis der nordmedia ausgezeichnet und bekamen 2021 den Kinopreis des Kinematheksverbundes für das Online-Kinoformat während der ersten Corona-Lockdowns. Aber auch davor bestimmt das Kino ihr Leben.

Wiebke Thomsen war bereits vor dem gemeinsamen Betrieb des Lodderbast Kino Hannover mit Johannes Thomsen selbstständige Kinobetreiberin des City Kino Wedding Berlin. Dazu war sie freie Mitarbeiterin des up-and-coming-Festivals und des Filmabspielrings Nordlichter, Jury-Mitglied des Unabhängigen Filmfestes Osnabrück sowie Dozentin für Filmgeschichte am SAE Institut Hannover. Ihre hannoverschen Tätigkeiten umfassen auch ihre Mitgliedschaft im Gremium Filmförderung des Kulturbüros und sie war stellvertretende Kinoleiterin des Kino am Raschplatz.

Johannes Thomsen bringt neben der Leitung und des Betriebs des Lodderbast Kino Hannover und dem erwähnten Projekt „Once upon a time in Germany“ viel inhaltliche Film- und Marketingerfahrung mit. Er war Redakteur und Moderator bei First Steps Award Berlin, den Int. Hofer Filmtagen und auch beim City Kino Wedding.


3. Juni: „Midsommar Saunanacht“ im Stadionbad

In der Sauna im Stadionbad findet am Sonnabend, den 3. Juni von 18.30 Uhr bis 1 Uhr nachts eine „Midsommar Saunanacht“ mit besonderen Aufgüssen statt. Der Eintrittspreis beträgt 15 Euro im Vorverkauf und an der Abendkasse 20 Euro. Die  Karten können auch online unter  https://hannover.baeder-suite.de/de/eticket_applications/select_location/ erworben werden.

Weitere Informationen und der Aufgussplan finden sich unter:

https://www.hannover.de/Veranstaltungskalender/Sport/Midsommar-Saunanacht


Gewerbegebiete klimafit machen – Alter Flughafen ist Pilotquartier für Workshop-Reihe

Die Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Hannover will Gewerbegebiete widerstandsfähig gegen den Klimawandel entwickeln und sieht dies als Schlüsselfaktor für einen nachhaltigen Wirtschaftsstandort. Im gewerblichen Pilotquartier, dem Gewerbegebiet Alter Flughafen, sucht die Stadt gemeinsam mit den ansässigen Unternehmen hierfür Ideen und Lösungsansätze. Die Veränderung zu einem nachhaltigen und resilienten Quartier anzustoßen und weiter voranzutreiben, hilft nicht nur dem Klima, sondern auch dem Unternehmen selbst. Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind für Unternehmen ein wichtiger Imagegewinn, sparen langfristig Geld und bedeuten Unternehmensstärke beim Blick auf Versorgungskrisen und Preisentwicklungen auf Energiemärkten. Unternehmen können dabei ganz individuelle Wege für ihre Betriebe auswählen, um in Zukunft „klimafit“ zu werden.

„Ob den Fuhrpark elektrifizieren, Beleuchtung auf LED umstellen oder Photovoltaik-Anlagen auf Lagerhallen installieren: Die Wirtschaftsförderung will Unternehmen beraten, Produktion und Arbeitsprozesse klimafreundlich auszurichten. Im Pilotvorhaben Gewerbegebiet Alter Flughafen werden gemeinsam mit den ansässigen Unternehmen Ideen und Lösungsansätze diskutiert. Es ist ein heterogenes Quartier mit sehr unterschiedlichen Betrieben. Bei den Workshops möchten wir miteinander ins Gespräch kommen – und alle profitieren vom gegenseitigen Austausch“, sagt Anja Ritschel, Wirtschafts- und Umweltdezernentin der Landeshauptstadt. Die Dezernentin begrüßte die Teilnehmenden des ersten Workshops Mitte Mai 2023 und erläuterte ihnen die Zielsetzung der Workshop-Reihe.

In insgesamt drei aufeinander aufbauenden Workshops zwischen Mai und September 2023 kommen Betriebe aus dem Gewerbegebiet mit der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Hannover zusammen. Konkrete Handlungsmöglichkeiten für Klimaschutz und Klimaanpassung werden ermittelt und im Laufe des Prozesses ein Maßnahmenkonzept erarbeitet.

Der nächste Workshop findet am 3. Juli statt. Interessierte Unternehmen aus dem Gewerbegebiet Alter Flughafen können sich bei der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Hannover per E-Mail melden: 23.3@hannover-stadt.de.


Niedersachsen bringt schnelleren Windenergieausbau auf den Weg

Windkrafträder © Ulrich Stamm
Windkrafträder © Ulrich Stamm

Gesetzentwurf der Niedersächsischen Landesregierung geht in die Verbandsbeteiligung

HANNOVER.

Die Niedersächsische Landesregierung setzt sich für einen schnellen und konsequenten Ausbau der Windenergie an Land ein, um eine erfolgreiche Energiewende und das Erreichen der Klimaziele zu gewährleisten. Gemäß dem Windflächenbedarfsgesetz des Bundes ist Niedersachsen verpflichtet, 2,2 Prozent seiner Landesfläche für die Planung von Windenergie auszuweisen. Am heutigen Dienstag (23.Mai 2023) hat die Landesregierung den Entwurf des Niedersächsischen Windenergiebeschleunigungsgesetzes zur Verbandsbeteiligung freigegeben.

Um das Ziel zu erreichen, die installierte Windenergie-Leistung in Niedersachsen von derzeit 12 GW bis zum Jahr 2035 auf 30 GW zu steigern, sind jährlich 1,5 GW oder etwa eine Anlage pro Tag erforderlich. Um diesen Ausbau planvoll und gerecht zu gestalten und um sicherzustellen, dass keine Kommune überfordert wird, sollen die Regionalplanungsträger bis Ende 2026 entsprechende Flächen ausweisen.

Die vorgeschlagenen Flächen für die Windenergie an Land wurden auf der Grundlage einer Potenzialstudie ermittelt und zu Beginn des Jahres präsentiert. In den letzten Monaten wurden die Flächen aufgrund von Hinweisen aus den Landkreisen und militärischen Belangen neu berechnet. Insbesondere neue Daten der Bundeswehr zu Hubschraubertiefflugstrecken, militärischen Anflugverfahren und Truppenübungsplätzen führten zu Anpassungen.

Insgesamt hat sich die Potenzialfläche im Vergleich zum Februar von 7,2 Prozent auf 6,2 Prozent der Landesfläche weiter verringert. Von diesen 6,2 Prozent, die grundsätzlich für die Windenergie geeignet sind, sollen die Landkreise in eigener Verantwortung ausreichend Flächen als Vorranggebiete für Windenergie sichern, um die Vorgabe des Bundes von 2,2 Prozent in Niedersachsen bis 2026 zu erfüllen.

Gleichzeitig soll auch das Niedersächsische Raumordnungsgesetz geändert und modernisiert werden, um den Planungsträgern die Möglichkeit zu geben, Teilflächenziele festzulegen.

„Wir wollen den Planungsträgern klare und verbindliche Leitlinien vorgeben“, erklärt Niedersachsens Umwelt-, Energie- und Klimaschutzminister Christian Meyer. „Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, Genehmigungsverfahren zu erleichtern und den Ausbau der Windenergie zu beschleunigen. Diese Landesregierung hat ehrgeizige Klimaziele: Niedersachsen soll das führende Bundesland im Bereich Windenergie bleiben.“

Die vorgeschlagene Verteilung der Flächen basiert auf Gesprächen mit den Landkreisen. Es werden Mindestziele für Windflächen vorgeschlagen, die keine Höhenbegrenzungen haben. Gemäß den Vereinbarungen mit dem Niedersächsischen Landkreistag (NLT) soll die Ausweisung der Windenergieflächen auf maximal vier Prozent der Planungsraumfläche begrenzt werden. Zudem soll das Ausmaß, in dem die ermittelten Flächenpotenziale genutzt werden sollen, für Städte auf höchstens 50 Prozent begrenzt werden. Diese Begrenzung würde für die Landkreise Lüneburg, Uelzen und Rotenburg (Wümme) gelten, die dann exakt vier Prozent ihrer Kreisfläche für die Windenergie ausweisen müssten.

Minister Meyer betont: „Kein Landkreis und keine Stadt, die selbst Regionalplanungsträger ist, soll überfordert werden. Ich bin sehr dankbar für die Solidarität der Landkreise untereinander im Sinne einer fairen Verteilung der Flächen. Die gekappten Mengen haben wir solidarisch vor allem auf die Planungsträger verteilt, die bislang nur geringe Flächenanteile übernehmen mussten.“

Gemäß dem vorgeschlagenen Gesetzentwurf sollen die Anlagenbetreiber verpflichtet werden, eine Akzeptanzabgabe von 0,2 Cent pro erzeugter Kilowattstunde an die jeweilige Kommune zu zahlen. Zudem soll eine zusätzliche Beteiligungsmöglichkeit für Kommunen und die Bevölkerung geschaffen werden. „Wir wollen eine stärkere Beteiligung der Kommunen und der Bürgerinnen und Bürger vor Ort am Ausbau der erneuerbaren Energien ermöglichen“, erklärt Umweltminister Meyer. „Die Menschen im ländlichen Raum sollen auch finanziell von der Entwicklung der erneuerbaren Energien profitieren.“

Der vorgeschlagene Gesetzentwurf sieht auch vor, dass Kommunen grundsätzlich eine laufende Zahlung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für Windkraftanlagen und Solarfreiflächenanlagen mit einer Leistung von mehr als 1 MW erhalten. Die Einnahmen sollen in soziale, ökologische oder kulturelle Projekte der jeweiligen Gemeinde fließen, wobei die Verwendung jährlich öffentlich bekannt gemacht werden soll.

Des Weiteren sollen die Kommunen bzw. die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben, sich direkt an großen Windkraft- oder Solarprojekten zu beteiligen. Dies kann über eine Bürgerenergiegenossenschaft, kommunale Beteiligungen oder Energiesparbriefe für die Bürgerinnen und Bürger in der Nähe der Anlage erfolgen. Meyer betont: „Die ländlichen Räume Niedersachsens leisten einen großen Beitrag zur klimaneutralen Energieversorgung mit erneuerbaren Energien.Daher ist es nur fair, wenn die Gemeinden sowie Bürgerinnen und Bürger auch finanziell direkt davon profitieren können.“ 

Elbphilharmonie veröffentlicht Konzertsaison 2023/24

Elbphilharmonie Hamburg © Ulrich Stamm
Elbphilharmonie Hamburg © Ulrich Stamm

Hochkarätiges Programm und Abonnements für die Elbphilharmonie Hamburg jetzt erhältlich

HAMBURG.

Die Elbphilharmonie hat am Dienstag ihr Programm für die kommende Saison 2023/24 vorgestellt. Das vielfältige Programm lockt mit renommierten Stars und einigen Überraschungen. Große Orchester wie die Berliner Philharmoniker, das Royal Concertgebouw Orchestra und namhafte amerikanische Ensembles aus Boston und Philadelphia werden erneut in Hamburg zu Gast sein. Das Publikum darf sich auf herausragende Künstler wie Yuja Wang, Sir Simon Rattle, Lisa Batiashvili, Klaus Mäkelä, Daniil Trifonov, Teodor Currentzis, Janine Jansen und Sir John Eliot Gardiner freuen. Die Saisoneröffnung am 5. September wird von Chor und Orchester der Mailänder Scala unter Riccardo Chailly mit einem Verdi-Programm gestaltet. Ein abwechslungsreiches Programm erwartet die Besucher zudem mit Auftritten von Elvis Costello, esperanza spalding, Caetano Veloso und Rhiannon Giddens.

Besondere Schwerpunkte liegen auf dem Ausnahmepianisten Sir András Schiff, der renommierten britischen Komponistin Rebecca Saunders und der Musik Kurdistans. Der US-Jazzgitarrist Bill Frisell wird ein mehrtägiges »Elbphilharmonie Reflektor«-Festival kuratieren, während Multimediakünstler André Heller eine Woche lang das ikonische Konzerthaus im Hamburger Hafen bespielen wird. Im März 2024 wird zudem der 100. Geburtstag des italienischen Komponisten Luigi Nono gefeiert. Die Konzertsaison bietet auch eine Vielzahl von Opernaufführungen, darunter die deutsche Erstaufführung von György Kurtágs »Fin de partie«, eine historisch informierte Aufführung von »Carmen« mit René Jacobs sowie Bernd Alois Zimmermanns monumentales Werk »Die Soldaten«. Zum Abschluss des Jahres steht Offenbachs »Orpheus in der Unterwelt« auf dem Programm.

Abonnements für die Konzertsaison 2023/24 sind ab sofort auf der Website www.elbphilharmonie.de buchbar, während Einzelkarten für die meisten Veranstaltungen ab dem 6. Juni erworben werden können.

Bereits unmittelbar nach dem Elbphilharmonie Sommer breitet sich das Programm mit seiner hochqualitativen Vielfalt aus. Die Hamburger Orchester sowie das Orchester der Mailänder Scala unter Riccardo Chailly eröffnen die Saison im September. Weitere Höhepunkte sind Auftritte des Boston Symphony Orchestra unter Andris Nelsons, des Originalklangorchesters Les Siècles unter François-Xavier Roth und des Bayerischen Staatsorchesters. Auch bekannte Künstler wie Elvis Costello, Caetano Veloso und Enrico Rava sind Teil des Programms. Sir András Schiff wird seine künstlerische Vielfältigkeit in einer Reihe von Konzerten präsentieren, während der Dirigent Jakub Hrůša sein Können in fünf Konzerten unter Beweis stellt.

 Nach den ersten Konzerten der Hamburger Orchester und der Saisoneröffnung mit der Mailänder Scalaunter Riccardo Chailly am 5. September finden je zwei Konzerte mit dem Boston Symphony Orchestra unter Andris Nelsons (6./7.9.) sowie von François-Xavier Roth und seinem Originalklangorchester Les Siècles statt (26./27.9.). Das Bayerische Staatsorchester kommt anlässlich seines 500-jährigen Bestehens mit der »Alpensinfonie« nach Hamburg (10.9.), Iván Fischer präsentiert eine semiszenische Aufführung von Debussys »Pelléas et Mélisande« mit dem Budapest Festival Orchestra (16.9.) und Teodor Currentzis dirigiert Schostakowitschs Sinfonie Nr. 13 mit dem SWR Symphonieorchester (30.9.). Jenseits der Klassik sind Elvis Costello(19.9.) und Caetano Veloso (4.10.) ebenso zu Gast wie Italojazzlegende Enrico Rava mit Fred Hersch (25.9.) und Oumou Sangaré aus Mali (31.10.). Eine Riege hochkarätiger ECM-Künstler:innen gratuliert Labelgründer Manfred Eicher zum runden Geburtstag (29.9.).

Sir András Schiff
 zeigt in der kommenden Saison seine künstlerische Vielfältigkeit gleich in einer Reihe von Konzerten – mit Werken von Bach, Mozart, Dvořák, Brahms und anderen; als Solist an der Seite großer Orchester, im Rezital, als Kammermusiker und nicht zuletzt als Ensembleleiter. Zum Auftakt bietet er dem musikalischen Nachwuchs seines Mentoringprogramms »Building Bridges« eine Plattform (9.1.). Jakub Hrůša hat inzwischen nicht nur bei allen wichtigen Orchestern der Welt seinen Einstand gegeben. Er ist auch designierter Musikdirektor des Royal Opera House in London. In Hamburg darf man sich nun in gleich fünf Konzerten von seiner Qualität am Pult überzeugen. Thomas Hengelbrockintensiviert seine Tätigkeit mit seinen Balthasar-Neumann-Ensembles auf den Podien von Elbphilharmonie und Laeiszhalle. Neben geistlichen Werken für Chor und Orchester, darunter Brahms’ »Deutsches Requiem« (17.2.) und Mendelssohns »Lobgesang« (18.2.), steht mit Glucks »Iphigénie en Tauride« erneut eine gewichtige Oper auf dem Programm (24.5.). Weitere führende Interpreten wie Sir John Eliot GardinerJordi SavallFrançois-Xavier RothRaphaël PichonRené Jacobs und Philippe Herreweghe leiten Konzerte mit jeweils selbstgegründeten Originalklangorchestern. 

Zwei außergewöhnliche Künstler-Persönlichkeiten wurden eingeladen, um je ein mehrtägiges »Reflektor«-Festival in der Elbphilharmonie zu kuratieren. Der US-Jazzgitarrist Bill Frisell zeigt sich als improvisierender Kammermusiker in kleinen Besetzungen (25./26.11.). Für die New York Times ist Frisell der »bedeutendste und am häufigsten imitierte Jazzgitarrist seit den frühen 1980er-Jahren«. Eine singuläre Position in der zeitgenössischen Kunstlandschaft nimmt André Heller ein, der auf eine 60-jährige Karriere als Chansonnier, Poet, Theater- und Ausstellungsmacher, Regisseur, Maler und Multimediakünstler zurückblicken kann. Mit ANIMA hat Heller einen fantastischen Garten vor den Toren von Marrakech geschaffen, nach dem er nun auch sein Elbphilharmonie-Projekt benannt hat. Eine Woche lang wird die Elbphilharmonie zum Ort für Hellers sinnliche Entdeckungslust (16.–24.3.). Das genaue Programm wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Zukunftsweisende Musik und transdisziplinäre Produktionen haben von Beginn an einen festen Platz in der Elbphilharmonie. Rebecca Saunderswurde 2019 als erste Komponistin überhaupt mit dem renommierten Ernst von Siemens Musikpreis ausgezeichnet – dem inoffiziellen Nobelpreis der Musik. Fünf Konzerte ermöglichen nun einen Blick auf ihre schöpferische Entwicklung der vergangenen zehn Jahre. Für »Yes / Eine räumliche Performance« nach James Joyces »Ulysses« wird gleich der ganze Saal in Beschlag genommen (24.11.). Mit Sasha Waltz (7.1.) und der CocoonDance Company (28.2.) kehrt der zeitgenössische Tanz zurück in die Elbphilharmonie. Mit dem Arditti Quartet (11.5.) und dem Kronos Quartet(14.5.) feiern zwei der wichtigsten Streichquartette der Gegenwart ihren jeweils 50. Geburtstag. 

Im Fokus stehen in der neuen Saison außerdem zwei Ikonen der Neuen Musik: György Kurtág gilt als Meister der Miniaturen. Bis heute übt die kondensierte Musik des 1926 geborenen ungarischen Kom-ponisten einen tiefgreifenden Einfluss auf junge Komponist:innen aus. Eine deutsche Erstaufführung steht mit seiner 2018 unter weltweiter Beachtung uraufgeführten Beckett-Oper »Fin de partie« an (14.10.). Der Italiener Luigi Nono war einer der prägenden Komponisten der Nachkriegsavantgarde. 2024 hätte er seinen 100. Geburtstag gefeiert – zu diesem Anlass wird eine Auswahl seiner wichtigsten Kompositionen aufgeführt. Von großer politischer Dringlichkeit ist »Il canto sospeso« (15.3.). Nono vertonte darin letzte Briefe von zum Tode verurteilten jungen Frauen und Männern aus dem europäischen Widerstand während des Zweiten Weltkriegs. In weiteren Konzerten sind das SWR Experimentalstudio (14.3.) sowie das französische Quatuor Diotima (13.3.) zu hören.

Dreimal tritt Teodor Currentzis gemeinsam mit dem SWR Symphonieorchester in der Elbphilharmonie auf. Zu Beginn der Saison präsentiert er Schostakowitschs Sinfonie Nr. 13 (30.9.), deren Beiname »Babi Jar« auf eine Schlucht nahe Kyiv verweist, in der 1941 eines der größten Wehrmachtsmassaker des Zweiten Weltkriegs stattfand, dem vor allem ukrainische Juden zum Opfer fielen. Der Text von Jewgeni Jewtuschenko ist auch eine scharfe Kritik am Antisemitismus in der Sowjetunion. Im Juni 2024 bringt Currentzis zum Abschluss seiner Zeit als Chefdirigent des SWR Symphonieorchesters das »War Requiem« von Benjamin Britten auf die Bühne (16.6.).

Zwei Monumente der Klaviermusik werden von verschiedenster Seite beleuchtet: Franz Liszts h-Moll-Sonate ist ein einzigartiger Drahtseilakt zwischen Verzweiflung und Freudentaumel. Fünf sehr persönliche Versionen sind in der neuen Saison zu hören, eingebettet in unterschiedliche musikalische Kontexte. Am Flügel nehmen unter anderem die Chopin-Klavierwettbewerb-Gewinnerin Yulianna Avdeeva (17.2.) und junge Durchstarter wie der israelische Pianist Yoav Levanon (19.10.) Platz. Bachs »Goldberg-Variationen« sind ein Meisterwerk der barocken Variationskunst. Ihr enormer Facettenreichtum ist in Elbphilharmonie und Laeiszhalle gleich mehrfach zu erleben – in wechselnder Instrumentation. Víkingur Ólafssonnimmt in zwei Konzerten am modernen Flügel Platz (Laeiszhalle, 10.10., Elbphilharmonie, 25.6.), Jean Rondeau stellt die originale Version für Cembalo vor (4.12.). Ganz andere Klangsphären betreten ein Streichtrio (21.12.) sowie eine Kombination aus Saxofon, Akkordeon und Cello (14.4.).

Eigens für junge Musikerinnen und Musiker, die bereits auf der Zielgeraden zu einer internationalen Karriere sind, hat die Elbphilharmonie die Reihe FAST LANE ins Leben gerufen. An sechs Abenden sind wieder hochcharismatische Interpret:innen zu hören, die zurzeit mit neuen Ideen und mutigen Programmen Aufsehen erregen. Von Théotime Langlois de Swarteund Thomas Dunford als spannendem Duo an Barockvioline und Laute (15.4.) über Klassik-Durchstarter wie Randall Goosby (Violine, 16.10.), Julia Hagen (Violoncello, 12.9.) und Mao Fujita (Klavier, 6.5.) bis hin zum singenden Shooting-Star des Jazz: der doppelten Grammy-Preisträgerin Samara Joy mit ihrer Band (7.11.).

Iran und Irak, Syrien und die Türkei: Über einen immens großen geografischen Raum erstreckt sich die kurdische Kultur. Dabei befindet sie sich in einer permanenten Ausnahmesituation – Zersplitterung auf mehrere Länder und ins weltweite Exil sowie Zensur und Verfolgung. Den Reichtum der kurdischen Musik feiert nun das Festival KURDISTAN (17.–19.11.). Mit der alevitischen Sängerin Aynur ist der größte kurdische Vokalstar zu Gast. Die Trauer über die Gräueltaten Saddam Husseins hat der führende iranisch-kurdische Stachelgeigen-Virtuose Kayhan Kalhor in einer Komposition verdichtet. In einem zweiten Konzert lässt sich Kalhor auf ein intimes Duo mit der Langhalslaute Bağlama von Erdal Erzincan ein. Danûk heißt ein syrisch-kurdisches Ensemble, dessen Mitglieder vor dem Krieg in Syrien flüchteten. In Wien hat sich mit dem iranisch-irakischen Ensemble Kurdophone eine jazzige Exilstimme etabliert, die kurdische Musik anhand von Phonogramm-Aufnahmen neuinterpretiert und erstmals in der Elbphilharmonie zu hören sein wird. Am Finaltag widmen sich schließlich mehrere Konzerte samt Rahmenprogramm dem Reichtum der Region Dersim, der heutigen Provinz Tunceli.

Eine Konzertreihe widmet sich der Jazz-Harfe. Brandee Younger wandelt mit ihrem kosmisch-majestätischen Spiel auf den Spuren der großen afro-amerikanischen Harfenistinnen Dorothy Ashby und Alice Coltrane (25.10.). Die Schweizerin Julie Campiche entwirft im Quartett mit feinen elektronischen Veränderungen des Harfenklangs eine faszinierende Klangwelt (6.12.). Kathrin Pechlof aus Köln erfindet mit ihrem langjährigen Trio eine aufs Wesentliche reduzierte, geheimnisvolle, zugleich lyrische wie abstrakte Kammermusik (19.1.). Und der Kolumbianer Edmar Castañedavollbringt auf seinem elektrisch verstärkten Instrument virtuose Hochseilakte (12.3.).

Auch neben diesem Schwerpunkt bietet die Elbphilharmonie wie gewohnt ein reiches Jazz-Programm, das neben Konzerten von Stammgästen wie Brad Mehldau (11.5.), Jason Moran (19.4.) oder Wolfgang Muthspiel (21.10.) auch einige Sonderprojekte umfasst. So präsentiert Cécile McLorin Salvantmit dem großbesetzten und abendfüllenden »Ogresse« ein Lieblingsprojekt, an dem sie Jahre gearbeitet hat (9.3.). Ein besonderes Highlight wird das Elbphilharmonie-Debüt von esperanza spalding im Rahmen eines All-Star-Tribute-Konzerts mit orchestraler Musik des kürzlich verstorbenen Saxofongiganten Wayne Shorter (14.11.).

In den letzten Jahren hat sich die Elbphilharmonie zu einem äußerst beliebten Ort für elektronische Musik entwickelt. In der Reihe »ePhil« tritt in der kommenden Saison unter anderem die kolumbianische Künstlerin Lucrecia Dalt (28.9.) auf, deren Album »¡Ay!« von »The Wire« jüngst als Ereignis gefeiert und von »Pitchfork« mit dem begehrten Label »Best New Music« ausgezeichnet wurde. Hatis Noit (18.1.), zu deren Fans Kultregisseur David Lynch und Producer-Legende Rick Rubin gehören, präsentiert ihre schillernde, zwischen traditioneller japanischer Vokalmusik und Retrofuturismus changierende Gesangskunst. Das Projekt »Ghosted«des Trios rund um den Australier Oren Ambarchi weitet die Grenzen zwischen Minimalismus und Improvisation (8.2.), während Nala Sinephro an der Harfe für stimmungsvollen Ambient-Jazz sorgt (17.4.). Die Berlinerin JakoJako, derzeit Resident DJ im Berghain, sorgt für Club-Feeling im Kaistudio (5.4.), und der audiovisuelle Künstler Max Cooper bringt seine Londoner Beats in den Kleinen Saal (11.11.).

»Krieg und Frieden« lautet in der Saison 2023/24 das Motto des Internationalen Musikfests Hamburg. Mit Olivier Messiaens einziger Oper »Saint François d’Assise« über den Friedensstifter und Heiligen Franz von Assisi bringen Kent Nagano und sein Philharmonisches Staatsorchesteran drei Abenden ein ebenso passendes wie aufwendig inszeniertes Großprojekt auf die Bühne des Großen Saals. Alan Gilbert und das NDR Elbphilharmonie Orchester präsentieren beim Eröffnungskonzert Musik von Schönberg, Weill und Ives (26./27.4.). Das komplette Programm wird im November 2023 veröffentlicht.

Mit über 1.000 Veranstaltungen in der Elbphilharmonie und ganz Hamburg ist die Musikvermittlung auch weiterhin ein integraler Bestandteil des Elbphilharmonie-Programms. Viele davon sind Workshops, die Jahr für Jahr von zehntausenden Menschen besucht werden. Mit dem »Elbphilharmonie Soundtracker« gibt es ein neues mobiles Workshop-Angebot zum kreativen Musikmachen. Ein Team von Spezialist:innen aus der Elbphilharmonie fährt zu Schulen und Stadtteilzentren in Hamburg, um gemeinsam mit Jugendlichen und Erwachsenen kreativ zu werden. Dabei werden verschiedene Kunstarten kombiniert, es kommen recycelte und digitale Instrumente zum Einsatz und es können Bilder, Aufnahmen oder Choreografien entstehen. Mit »Let’s play« findet auf der Bühne des Großen Saals ein interaktives Live-Gaming-Konzert statt: Unterschiedliche Computerspiele werden auf großer Leinwand gestreamt und in Interaktion mit Orchestermusik und den Klängen eines Geräuschemachers gespielt (13.2.).

Zusätzliche Informationen finden sich HIER.

Deutsche militärische Unterstützungsleistungen für die Ukraine

Panzerkette von der Seite
Panzerkette Symbolfoto © pixabay.com/Ichigo121212

Bundesregierung unterstützt seit Kriegsbeginn die Ukraine bisher mit 16,8 Mrd. €

BERLIN.

Deutschland unterstützt die Ukraine mit Ausrüstungs- und Waffenlieferungen – aus Beständen der Bundeswehr und durch Lieferungen der Industrie, die aus Mitteln der Ertüchtigungshilfe der Bundesregierung finanziert werden. 

Diese Aufstellung gibt eine Übersicht über von der Bundesrepublik Deutschland erbrachte militärische Unterstützungsleistungen für die Ukraine. Sie umfasst Abgaben aus Beständen der Bundeswehr, solche der Industrie und Lieferungen gemeinsam mit Partnern, die unter anderem aus Mitteln der Ertüchtigungsinitiative der Bundesregierung finanziert werden.

Die Mittel des Ertüchtigungstitels belaufen sich auf insgesamt rund 5,4 Milliarden Euro für das Jahr 2023 (nach 2 Milliarden Euro im Jahr 2022) zzgl. Verpflichtungsermächtigungen für die Folgejahre in Höhe von rund 10,5 Milliarden Euro. Diese Mittel sollen vornehmlich für militärischen Unterstützung der Ukraine eingesetzt werden. Zugleich werden sie zur Finanzierung der Wiederbeschaffung von an die Ukraine aus Beständen der Bundeswehr abgegebenen militärischem Material für die Bundeswehr sowie der deutschen Beiträge an die Europäische Friedensfazilität (EPF) eingesetzt, aus der wiederum Kosten der EU-Mitgliedstaaten für Unterstützungsleistungen an die Ukraine erstattet werden können.

Gelieferte militärische Unterstützungsleistungen:

Gepanzerte Gefechtsfahrzeuge

  • 18 Kampfpanzer LEOPARD 2 A6 mit Munition (deutscher Anteil am gemeinsamem Projekt mit weiteren LEOPARD 2 Nutzerstaaten)
  • 40 Schützenpanzer MARDER mit Munition (aus Bundeswehr- und Industriebeständen*)
  • 50 Allschutz-Transport-Fahrzeuge DINGO
  • 54 M113 gepanzerte Truppentransporter mit je 2 MG* (Systeme aus Dänemark, Umrüstung durch Deutschland finanziert) 
  • 118 MG3 für LEOPARD 2, MARDER und DACHS 
  • Ersatzteile für LEOPARD 2 und MARDER

Luftverteidigung

  • 1 Luftraumüberwachungsradar TRML-4D* 
  • 2 Luftverteidigungssysteme Iris-T SLM* 
  • Flugkörper IRIS-T SLM*
  • Luftverteidigungssystem PATRIOT mit Flugkörpern
  • 34 Flakpanzer GEPARD inklusive ca. 6.000 Schuss Flakpanzermunition* 
  • 53.000 Schuss Flakpanzermunition 
  • 4.000 Schuss Flakpanzerübungsmunition 
  • 500 Fliegerabwehrraketen STINGER
  • 2.700 Fliegerfäuste STRELA 

Artillerie

  • 5 Mehrfachraketenwerfer MARS II mit Munition (deutscher Anteil am gemeinsamem Projekt mit den USA und Großbritannien)
  • Munition für Mehrfachraketenwerfer MARS II
  • 14 Panzerhaubitzen 2000 (deutscher Anteil am gemeinsamen Projekt mit den Niederlanden)
  • 23.500 Schuss 155 mm Artilleriemunition 
  • 155mm Präzisionsmunition*
  • 20 Raketenwerfer 70mm auf Pick-up trucks mit Raketen*
  • Artillerieortungsradar COBRA*

Pionierfähigkeiten

  • 8 Brückenlegepanzer BIBER* (zuvor: 6)
  • 11 mobile und geschützte Minenräumgeräte* (zuvor: 8)
  • 15 Bergepanzer 2*
  • 4 Pionierpanzer DACHS*
  • 2 Bergepanzer 3
  • 2 Minenräumpanzer WISENT 1*
  • 3 mobile, ferngesteuerte und geschützte Minenräumgeräte*
  • 17 schwere und mittlere Brückensysteme*
  • 6 Paletten Material für Kampfmittelbeseitigung

Schutz- und Spezialausrüstung

  • 54 Aufklärungsdrohnen VECTOR*
  • 40 Bandbreitenerweiterungen für elektronische Drohnenabwehrgeräte* (zuvor: 32)
  • 130 Grenzschutzfahrzeuge* (zuvor: 124)
  • 1 Frequenzscanner/Frequenzjammer*
  • 32 Aufklärungsdrohnen*
  • 42 mobile Antennenträgersysteme* 
  • 90 Drohnensensoren* 
  • 40 Laserzielbeleuchter*
  • 55 Drohnenabwehrsensoren und -jammer*
  • 10 Überwasserdrohnen* 
  • 10 Antidrohnenkanonen* 
  • 28.000 Gefechtshelme
  • 125 Doppelfernrohre
  • 600 Schießbrillen
  • 1 Radiofrequenzsystem
  • 3.000 Feldfernsprecher mit 5.000 Rollen Feldkabel und Trageausstattung
  • 353 Nachtsichtbrillen* 
  • 12 elektronische Drohnenabwehrgeräte* 
  • 165 Ferngläser* 
  • 38 Laserentfernungsmesser* 
  • 6 Lkw Fahrzeugdekontaminationspunkt HEP 70 inklusive Material zur Dekontaminierung 
  • 10 Fahrzeuge HMMWV (8x Bodenradarträger, 2x Jammer/Drohnenträger)*
  • 7 Störsender*
  • 8 mobile Bodenradare und Wärmebildgeräte*
  • 1 Hochfrequenzgerät inkl. Ausstattung*

Logistik

  • 4 LKW 8×6 mit Wechselladesystem mit 20 Abrollplattformen* (zuvor: 2)
  • 17 Schwerlastsattelzüge 8×8 HX81 und 12 Auflieger* (zuvor: 12)
  • 288 Kraftfahrzeuge (Lkw, Kleinbusse, Geländewagen) (zuvor: 280)
  • 179 Pick-up* (zuvor: 145) 
  • 92 LKW Zetros* (zuvor: 84)
  • 12 Schwerlastsattelzüge M1070 Oshkosh*
  • 26 Wechselladesysteme 15t* 
  • 12 Sattelzugmaschinen und 4 Sattelauflieger*
  • 35 LKW 8×8 mit Wechselladesystem
  • 30 sondergeschützte Fahrzeuge*
  • 10 Abrollplattformen
  • 7 ferngesteuerte Kettenfahrzeuge für Unterstützungsaufgaben*

Durchhaltefähigkeit

  • 83.520 Schuss Munition 40mm* 
  • 160.000 Erste-Hilfe Kits*
  • 103.000 Tourniquet
  • 500 Pistolen SFP9*
  • 2 Hangar-Zelte*
  • 8 Gabelstapler* 
  • 295 Stromerzeuger 
  • 10 Wintertarnnetze 
  • 168 Feldheizgeräte*
  • 36 Krankenkraftwagen* 
  • 36.400 Wolldecken
  • 14.000 Schlafsäcke
  • Mi-24 Ersatzteile*
  • Ersatzteile schweres Maschinengewehr M2
  • 200 Zelte
  • 116.000 Kälteschutzjacken
  • 80.000 Kälteschutzhosen
  • 240.000 Wintermützen
  • 405.000 Rationen Einpersonenpackungen (EPa) 
  • 67 Kühlschränke für Sanitätsmaterial* 
  • 3.000 Patronen „Panzerfaust 3“ zuzüglich 900 Griffstücke
  • 14.900 Panzerabwehrminen (davon 9300* aus Ertüchtigungsinitiative)
  • 22 Millionen Schuss Handwaffenmunition
  • 50 Bunkerfäuste zuzüglich 15 Griffstücke
  • 100 Maschinengewehre MG3 mit 500 Ersatzrohren und Verschlüssen
  • 100.000 Handgranaten
  • 5.300 Sprengladungen
  • 100.000 Meter Sprengschnur und 100.000 Sprengkapseln   
  • 350.000 Zünder
  • 100 Auto-Injektoren
  • 15 Paletten Bekleidung
  • 1.200 Krankenhausbetten
  • 18 Paletten Sanitätsmaterial, 60 OP-Leuchten
  • Schutzbekleidung, OP-Masken
  • 1 Feldlazarett (Projekt gemeinsam finanziert mit Estland)*
  • Sanitätsmaterial (unter anderem Rucksäcke, Verbandspäckchen)
  • Kraftstoff Diesel und Benzin*
  • 10 Tonnen AdBlue*
  • 500 Stück Wundauflagen zur Blutstillung* 
  • MiG-29 Ersatzteile*
  • 7.944 Panzerabwehrhandwaffen RGW 90 Matador*

Militärische Unterstützungsleistungen in Vorbereitung/Durchführung:

(Aus Sicherheitserwägungen sieht die Bundesregierung bis zur erfolgten Übergabe von weiteren Details insbesondere zu Modalitäten und Zeitpunkten der Lieferungen ab.)

Gepanzerte Gefechtsfahrzeuge

  • 110 Kampfpanzer LEOPARD 1* (Projekt gemeinsam finanziert mit Dänemark)
  • 20 Schützenpanzer MARDER*
  • Munition für Kampfpanzer LEOPARD 1*
  • Munition für Schützenpanzer MARDER*

Luftverteidigung

  • 6 Luftverteidigungssysteme IRIS-T SLM* (zuvor: 2) 
  • Flugkörper Iris-T SLM*
  • 12 Startgeräte Iris-T SLS* 
  • Flugkörper Iris-T SLS (aus Bundeswehr- und Industriebeständen*)
  • 7 Luftraumüberwachungsradare TRML-4D* (zuvor: 2)
  • 18 Flakpanzer GEPARD* (zuvor: 3)
  • 300.000 Schuss Gepard Munition*

Artillerie

  • 26.350 Schuss Artilleriemunition 155 mm* (zuvor: 6.350)
  • 18 Radhaubitzen RCH 155* 
  • 16 Panzerhaubitzen Zuzana 2* (Projekt gemeinsam finanziert mit Dänemark und Norwegen)

Pionierfähigkeiten

  • 5 Brücken für Brückenlegepanzer BIBER*
  • 18 Brückenlegepanzer BIBER* 
  • 3 mobile und geschützte Minenräumgeräte* 
  • 40 Minenräumpanzer WISENT 1*
  • 1 Pionierpanzer Dachs* 
  • 3 schwere und mittlere Brückensysteme*

Schutz- und Spezialausrüstung

  • 71 Aufklärungsdrohnen VECTOR*
  • 121 Aufklärungsdrohnen* (zuvor: 108)
  • 10 Überwasserdrohnen*
  • 40 Bodenüberwachungsradare*
  • 3 Drohnensensoren*
  • 1 Satcom Überwachungssystem*
  • 2000 portable Lichtsysteme*
  • 8 mobile Antennenträgersysteme*
  • 5 mobile Aufklärungssysteme (auf Kfz)*
  • 370 Grenzschutzfahrzeuge*
  • Fahrzeugdekontaminationspunkt
  • 11 Frequenzscanner/Frequenzjammer*

Logistik

  • 12 Schwerlastsattelzüge M1070 Oshkosh*(zuvor: 1)
  • 30 Tankfahrzeuge (Wasser/Kraftstoff)*
  • 78 Sattelzugmaschinen und 86 Sattelauflieger* 
  • 3 LKW 8×6 mit Wechselladesystem mit 8 Abrollplattformen*
  • 7 ferngesteuerte Kettenfahrzeuge für Unterstützungsaufgaben*
  • 73 Schwerlastsattelzüge 8×8 HX81 und 78 Auflieger*
  • 2 Zugmaschinen und 4 Auflieger* 
  • 10 geschützte Kfz*
  • 108 LKW Zetros*

Durchhaltefähigkeit 

  • 13 Krankenkraftwagen* 
  • kontinuierliche Lieferung von Sanitätsmaterial*
  • 100 Maschinengewehre MG5*
  • 100 Granatmaschinenwaffe MGW*
  • 11.000 Einheiten Gruppenverpflegung
  • 40.000 Erste-Hilfe Kits*
  • 17 Feldheizgeräte*
  • 132.480 Schuss Munition 40mm Granatwerfer*
  • Feldlazarett (Rolle 2)*
  • 5.032 Panzerabwehrhandwaffen* 

* Es handelt sich um eine aus Mitteln der Ertüchtigungsinitiative finanzierte Lieferungen der Industrie. Mit den Lieferungen sind teilweise Instandsetzungsmaßnahmen verbunden oder die Produktion dauert noch an; zudem erfolgen teilweise noch Ausbildungsleistungen.

Sommeraktion in Hameln: Das „heißeste Thema der Stadt“ steht im Mittelpunkt

Chillen in Hameln © Hameln Marketing und Tourismus GmbH
Chillen in Hameln © Hameln Marketing und Tourismus GmbH

„Hameln. Komm, wie Du bist.“ geht in die nächste Runde

HAMELN.

Die Sommeraktion „Hameln. Komm, wie Du bist.“ geht in die nächste Runde und verspricht nicht nur bunte Attraktionen, sondern auch Hitzeresistenz.

Die Hamelner wurden bereits in den letzten beiden Jahren von der plötzlichen Erscheinung farbenfroher Möbel, Spielgeräte und Konfettidesigns in der historischen Altstadt überrascht. Das Konzept zur Belebung der Innenstadt wurde sogar mit dem Destination Award ausgezeichnet. Die beliebten Einrichtungsgegenstände haben einen festen Platz in den Herzen der Hamelner gefunden, und die Nachfragen beim Stadtmarketing nehmen zu, wann sie zurückkehren werden.

Spielen  in Hameln © Hameln Marketing und Tourismus GmbH
Spielen in Hameln © Hameln Marketing und Tourismus GmbH

Gute Neuigkeiten: Der Aufbau der Sommeraktion beginnt in dieser Woche. Bis zum 1. Juni werden rund 100 Einzelelemente zusammengefügt, die eine Vielzahl von Sitzgelegenheiten, grünen Elementen, Tischtennis, Kickern, Schachstationen sowie Lademöglichkeiten für Handys und E-Bikes bieten. Damit können die Hamelner den Sommer schon jetzt genießen. Allerdings wird es auch einige Veränderungen geben.

Laut der Hameln Marketing und Tourismus GmbH soll die bunte Welt von „Hameln. Komm, wie Du bist.“ zukünftig den Rahmen für wichtige Innenstadtthemen bilden. In diesem Jahr dreht sich alles um das „heißeste Thema der Stadt“ oder die Frage, wie die (Innen-)Stadt angesichts der zunehmenden Hitzetage attraktiv bleiben kann. Oberbürgermeister Claudio Griese möchte mit dieser thematischen Erweiterung einen Prozess in Gang setzen und Antworten finden. Es stellt sich die Frage, wie die Forderung der Bürger nach mehr innerstädtischem Grün mit einer tatsächlichen Stärkung der Hitzeresistenz einhergehen kann. Welche Möglichkeiten gibt es, um die Aufenthaltsqualität und den Erlebnisfaktor mit diesem wichtigen Zukunftsthema in Einklang zu bringen? Wie kann die Stadt auch bei Hitze sicher und attraktiv für alle Zielgruppen bleiben? Und was kann jeder Einzelne dazu beitragen?

Die Präsentation eines so ernsten und komplexen Themas auf unterhaltsame Weise stellt eine Herausforderung dar. Am 5. Juli wird Hameln die eigentliche Klimalieferung in Form der „Klima-Kiste“ erhalten. Was genau darin enthalten ist, bleibt vorerst geheim. Stadtmanager Dennis Andres gibt jedoch einen kleinen Einblick: Es wird noch mehr Wasser, reichlich Grün, Unterhaltung und ein neuer „Raum“ in der Stadt geben. Vor allem aber wird es viele Fragen, Antworten und Möglichkeiten rund um das „heißeste Thema der Stadt“ geben. Auf die Frage nach der Playfountain antwortet Andres mit einem klaren „Ja“. Ursprünglich sollte sie gemeinsam mit den anderen Elementen am 5. Juli kommen, jedoch wurde sie kurzerhand auf den 27. Juni vorgezogen, um bereits ohne zusätzliche Kosten für Spaß und Abkühlung zu sorgen.

Die Sommeraktion endet am 13. August, kurz vor dem Pflasterfest. Doch im Jahr 2024 werden konkrete Vorschläge und Maßnahmen auf der Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse fortgesetzt. Hierbei ist entscheidend, ob das Projekt in das Förderprogramm „Zukunftsräume Niedersachsen“ des Amtes für regionale Landesentwicklung Leine-Weser aufgenommen wird. Dieses Programm soll den Kommunen Raum für Experimente bieten und innovative Konzepte fördern.

Über Hameln: Die Hameln Marketing und Tourismus GmbH (HMT) ist seit ihrer Gründung im Jahr 1997 der kompetente Ansprechpartner für Touristen in der Rattenfängerstadt. Sie ist auch für die Vermarktung der städtischen Veranstaltungshäuser zuständig und trägt dazu bei, dass die Stadt im Bereich des Stadtmarketings positiv wahrgenommen wird. In der HMT arbeiten öffentliche und private Kräfte zusammen, um Hameln als wirtschaftliches, kulturelles und touristisches Zentrum des Weserberglandes weiterhin zu fördern und zu verbessern. Die HMT-Gesellschafter bestehen zu 75 Prozent aus der Stadt Hameln und zu 25 Prozent aus dem Stadtmarketing- und Verkehrsverein Hameln e.V., der etwa 370 Mitglieder aus den Bereichen Hotellerie, Gastronomie, Einzelhandel, Wirtschaft, touristische Attraktionen, Vereine, Privatvermieter und Privatpersonen umfasst. Weitere Informationen finden Sie unter www.hameln.de.


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Hamburger Harley Days feiern 20. Geburtstag

Jubiläum 20 Jahre Harley Days - Harley- und Motorradfans zu tausenden bei den Harley Days auf dem Gelände des Hamburger Großmarktes
© Fotos: Lothar Schulz 2023 – Jubiläum 20 Jahre Harley Days - Harley- und Motorradfans zu tausenden bei den Harley Days auf dem Gelände des Hamburger Großmarktes

Zehntausende Menschen bei den Harley Days auf dem Großmarkt-Gelände

HAMBURG. In diesem Jahr feierten die Hamburger Harley Days ihr 20-jähriges Bestehen. Die Hamburg Harley Days gelten dem Veranstalter zufolge als eines der größten Biker-City-Events in Europa. „Es ist ein tolles Festival, auf dem man nicht nur Motorräder gucken kann, sondern auch die Leute dazu“, sagte Veranstalter Jascha Bergmann vor dem Event. „Da laufen echt Persönlichkeiten herum. Das ist kultig. Die eingeschworene Harley-Community feiert sich selbst und lädt alle ein, mitzufeiern.“ An den drei Tagen der Harley Days (vom 19. – 21. Mai) konnte der Veranstalter, die Bergmann-Gruppe, mehr als 60.000 Menschen und 20.000 Motorräder auf dem Gelände rund um den Hamburger Großmarkt begrüßen. „Wir sind total happy. Das Wetter hat super gepasst, kein Tropfen Regen“, sagte eine Sprecherin des Veranstalters. Auch seien wohl keine Unfälle oder andere unschöne Vorfälle registriert worden. Zum Programm der drei Harley Days gehörten neben den geführten Ausfahrten in die Lüneburger Heide oder ins Alte Land auch wieder die Custom-Bike-Show mit den schönsten und umgebauten Bikes. Auf zwei Bühnen wurde musikalische Unterhaltung geboten. Insgesamt 19 Konzerte fanden dort statt: u.a. spielte die Rockband Nazareth („Dream On“, „Love Hurts“). Was für viele begeisterte Harley- und Motorradfans wieder eine gelungene Veranstaltung war, war andererseits auch wieder Anlass für Kritik. So monierte der Naturschutzbund (Nabu) Hamburg, dass die Stadt Hamburg trotz drängender Fragen um Versorgungssicherheit, Klimakrise, Luftqualität oder Lärmbelastung nicht auf diese Art von Veranstaltungen verzichtet oder sie zumindest nachhaltiger gestaltet. Der Veranstalter selbst verwies jedoch auf sein nachhaltiges Veranstaltungskonzept mit Ökostrom, Mehrweg, Müllvermeidung und Mülltrennung.

Mehr als 80 Gottesdienste zu Pfingsten in Hannover

Marktkirche Hannover © Ulrich Stamm
Marktkirche Hannover © Ulrich Stamm

HANNOVER.

Am 50. Tag nach Ostern steht das Pfingstfest bevor, an dem Christinnen und Christen den Geburtstag der Kirche feiern. In diesem Jahr fallen die Pfingstfeiertage auf Sonntag, den 28. Mai, und Montag, den 29. Mai. Anlass dazu bieten über 80 Gottesdienste im Stadtkirchenverband Hannover.

Ein besonderer Kantatengottesdienst mit Pastor Olaf Koeritz erwartet die Gläubigen am Pfingstsonntag um 10 Uhr in der Herrenhäuser Kirche. Zeitgleich findet in der Friedenskirche im Zooviertel ein Gottesdienst mit Abendmahl statt, bei dem Pastorin Sabine Lambrecht predigt. Parallel dazu gestaltet Diakonin Christiane von Arnim einen Kindergottesdienst. Pastorin Heike Löhr lädt um 10 Uhr in die Matthiaskirche in Groß-Buchholz zu einem musikalisch begleiteten Gottesdienst mit dem Kirchenchor ein.

Um 11 Uhr wird Pastorin Kristin Winkelmann im Garten der Misburger Trinitatiskirche predigen. Dort erwartet die Besucher ein Gottesdienst mit Posaunenchor. Die Kirchengemeinden der Region West feiern um 11 Uhr ein Tauffest in St. Johannes Davenstedt. Pastor Dr. Manuel Kronast, Pastor Dr. Johannes Neukirch, Pastor Johannes Rebsch und Pastor Uwe Siemers-Ziegler begleiten das Fest. Gleichzeitig findet auf dem Kirchplatz ein Open-Air-Gottesdienst der Kirchengemeinde Alt-Garbsen mit Pastor Peti Schmidt statt. Im Anschluss lädt die Gemeinde zu einem Familienfest mit einem besonderen Highlight, einem Entenrennen, ein.

Am Pfingstmontag wird Stadtsuperintendent Rainer Müller-Brandes um 10 Uhr in der Marktkirche predigen. Axel LaDeur wird den Gottesdienst an der Orgel musikalisch begleiten. Die Südstadt-Gemeinde feiert um 10.30 Uhr einen ökumenischen Gottesdienst mit einem ökumenischen Posaunenchor auf dem Stephansplatz. Anschließend beginnt das größte Stadtteilfest der Südstadt mit einer Gokartbahn.

Die Gospelkirche in Linden-Süd und die Lister Apostelkirche laden um 11 Uhr zu zwei musikalischen Gottesdiensten ein. In der Gospelkirche musizieren der Gospelchor Hannover unter der Leitung von Gospelkantor Jan Meyer und das PraiseTeam. Die Predigt hält Pastorin Hanna Jacobs von der Diakonie Himmelsthür. In der Apostelkirche gestalten Pastor Johannes Feisthauer und das Duo Zia einen Jazz-Gottesdienst.

In Garbsen finden um 11 Uhr zwei Hof-Gottesdienste statt. Pastorin Meret Köhne predigt auf Schliegel’s Hof in Frielingen für die Kirchengemeinde Frielingen – Horst – Meyenfeld. Die Band deLight sorgt für musikalische Begleitung. Die Kirchengemeinden Stephanus, Silvanus und Osterwald laden auf den Hof Hornbostel in Stelingen ein, wo Lektorin Johanne de Vries eine plattdeutsche Predigt halten wird.