Die Polizei Hannover bittet um Ihre Mithilfe und sucht Zeugen!
HANNOVER.
Am Samstagmorgen, 25.03.2023, hat ein bislang unbekannter Täter im hannoverschen Stadtteil Vahrenwald eine Supermarktfiliale überfallen. Der Mann bedrohte eine Angestellte mit einem Messer und forderte sie dazu auf ihm Bargeld zu geben. Im Anschluss flüchtete er in unbekannte Richtung. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Suche nach dem Täter.
Nach bisherigen Erkenntnissen des Zentralen Kriminaldienstes Hannover betrat der Täter das Geschäft in der Melanchthonstraße gegen 09:45 Uhr. Im Kassenbereich holte er ein Messer hervor und bedrohte eine Angestellte damit. Zeitgleich forderte er die Frau dazu auf ihm Bargeld auszuhändigen. Danach flüchtete der Mann mit seiner Beute unerkannt in unbekannte Richtung.
Der Gesuchte ist circa 27 Jahre alt, in etwa 1,75 Meter groß, schlank, hat dunkelblondes Haar und einen Drei-Tage-Bart. Zum Tatzeitpunkt war er mit einer langen dunklen Jacke, einer OP-Maske, einem dunklen Pullover und hellen Schuhen bekleidet.
Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen schwerer räuberischer Erpressung eingeleitet. Zeugen, die Hinweise zu der Tat beziehungsweise zu dem Täter geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst der Polizei Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-5555 zu melden.
Der Große Garten lädt bunt bepflanzt mit Tausenden Frühlingsblühern an Ostern zu einem Spaziergang in die Herrenhäuser Gärten ein
HANNOVER.
Der mit tausenden Frühlingsblumen geschmückte Große Garten lädt am Ostersonntag, den 9. April, zum traditionellen Osterspaziergang ein. Von 10 bis 17 Uhr wird ein abwechslungsreiches Familien-Programm angeboten.
Osterhasen verteilen im Großen Parterre Schokolade an die Kinder. Lili & Claudius und die Frühlingsfee fordern mit barocken Spielen Geschicklichkeit und Kreativität heraus. Märchenerzähler*innen tragen interessanten Geschichten vor. Plüschig und nicht immer gelb: Es gibt frisch geschlüpfte Osterküken zu sehen und solange der Vorrat reicht, gibt es Baumscheiben mit einem Oster-Motiv als Souvenir.
Für einen umfangreicheren Blick hinter die Kulissen ist die prächtige Galerie geöffnet. Führungen gibt es um 13, 14 und 15 Uhr, Treffpunkt ist am Eingang im Orangenparterre. Unterhaltsame, informative und vor allem knifflige Erkundungstouren durch den Großen Garten sind jederzeit auf eigene Faust mit den digitalen Schnitzeljagden, den sogenannten Actionbounds, möglich. Während der gesamten Osterferien gibt es extra eine spezielle Oster-Tour.
Im Georgengarten klappern mit Saisonstart wieder die Pferdehufe: Mit Kutschen können sich bis zu vier Personen für 30 Minuten chauffieren lassen (25 Euro). Hoch hinaus geht es im GOP-Ballon, der an einem Kran hochgezogen wird. Diese Vogelperspektive über die Herrenhäuser Gärten ist mit dem Gartenticket kostenlos.
Während des Osterspaziergangs erklingen über die Lautsprecher österliche Gedichte, die Wasserspiele springen durchgehend.
Kosten: Garteneintritt: 8 Euro für Erwachsene, 4 Euro für Jugendliche von 12-17 Jahren, Kinder unter 12 Jahre zahlen keinen Eintritt.
Erleben Sie das NDR Vokalensemble in der Christuskirche in Hannover
HANNOVER.
Gemeinsam mit der die preisgekrönte Dirigentin Grete Pedersen und Ausnahmepianist Leif Ove Andsnes widmet sich das NDR Vokalensemble am 1. April Franz Liszts wegweisendem Werk „Via Crucis“ in der Christuskirche Hannover.
Grete Pedersen, Dirigentin Leif Ove Andsnes Klavier NDR Vokalensemble
FRANZ LISZT Via Crucis – Die 14 Stationen des Kreuzwegs EDVARD GRIEG Psalmen op. 74, Nr. 1 und 4 FRANZ SCHUBERT Gott ist mein Hirte IANNIS XENAKIS Nuits
Schroff-karge Schönheit: Kantate „Via Crucis“
An seinem Lebensabend wagte Franz Liszt, der große Komponist der Romantik und Begründer der klangmalerischen Sinfonischen Dichtung, eine grundlegende Neuorientierung. Er reduzierte sich auf die Essenz und schuf Werke von schroff-karger Schönheit.
Die Komposition der Kreuzweg-Kantate „Via Crucis“ erstaunte auch Weggefährten, seine Beinahe-Ehefrau Carolyne zu Sayn-Wittgenstein kommentierte: „Man möchte glauben, dass er die höchste Spitze der Erde verlassen hat, um im ätherischen Blau zu schwimmen“.
14 Stationen des Kreuzweges
Liszt vollzieht mit „Via Crucis“ die vierzehn Stationen des Kreuzweges Jesu nach und legt ihnen Texte der abendländischen Kirchengeschichte unter – gregorianische Choräle und Verse des Stabat Mater ebenso wie Bearbeitungen von lutherischen Kirchenliedern. Die Harmonik führt Liszt dabei konzentriert fast an die Grenze der Atonalität und überlässt sich ansonsten ausschließlich der Expressivität der menschlichen Stimme und eines Tasteninstruments.
Stadtreporter.de verlost für dieses einzigartige Konzert 5 x 2 Freikarten: Schreiben Sie bis zum 30.März 2023 eine Email an redaktion(at)stadtreporter.de mit dem Betreff: Christuskirche mit Ihrem Namen und Ihrer Emailadresse.
Aus allen Zuschriften ziehen wir fünf Gewinner; der Rechtsweg ist ausgeschlossen!
Am 7. Dezember spielt der Weltstar in der ZAG Arena
HANNOVER.
Sting wird mit seiner gefeierten „My Songs“-Tour auch in Hannover Station machen, wo er am 7. Dezember in der ZAG Arena gastiert. Die außergewöhnliche Performance präsentiert die beliebtesten Hits in der Karriere des 17-fachen Grammy-Gewinners, sowohl als Solokünstler wie auch mit The Police. Im Juni/Juli tritt Sting Open Air in Bruchsal, Kassel, Coburg, Halle/Saale, Wiesbaden, Mönchengladbach, Lingen, Klagenfurt und Wien auf. Die verschobenen Arena-Konzerte in Oberhausen, Hamburg, Leipzig und Köln finden in der Zeit vom 23. November bis 4. Dezember statt. Zudem ist der Musiker am 7. Dezember nun auch in Hannover zu erleben.
Sting: My Songs ist eine ausgelassene, dynamische Show, die sich auf die beliebtesten Songs von Sting konzentriert und die erfolgreiche Karriere des vielfach ausgezeichneten Künstlers. Fans dürfen sich auf eine musikalische Zeitreise mit Klassikern wie „Englishman In New York“, „Fields Of Gold”, „Every Breath You Take”, „Roxanne”, „Message In A Bottle” sowie viele weitere seiner Erfolge freuen. Sting wird dabei von einem elektrischen Rock-Ensemble begleitet.
Nach seiner ausverkauften sechstägigen Residenz im Londoner Palladium wurde My Songs als „Meisterklasse“ von der Times bezeichnet. „Sting ist und bleibt ein unglaublich talentierter Performer mit einem vergoldeten Back Katalog.“ Als „seltenen Leckerbissen“ beschrieb der Daily Telegraph die musikalische Reise mit Hits wie „Fields of Gold“, „Shape of my Heart“, „Roxanne“ und „Demolition Man“. Der Guardian lobte die „sublime Alchemie“.
Tickets für Sting: My Songs in Hannover sind ab 31. März im allgemeinen Vorverkauf erhältlich. Vor dem Vorverkaufsstart erhalten Mitglieder des Sting-Fanclubs schon ab Dienstag, 28. März 2023, 09:00 Uhr exklusiven Zugang zu Presale-Tickets. Alle Informationen hierzu unter www.Sting.com.
STING: MY SONGS
OPEN AIR TERMINE
Di. 06.06.2023 Bruchsal Schlossgarten
Di. 16.06.2023 Kassel Friedrichsplatz
Mi. 14.06.2023 Coburg Schloßplatz
Fr. 16.06.2023 Halle/Saale Peißnitzinsel
Sa. 17.06.2023 Wiesbaden BRITA-Arena
Di. 20.06.2023 Mönchengladbach SparkassenPark
Do. 22.06.2023 Lingen Open Air an der EmslandArena
20000 Läuferinnen und Läufer starten bei besten Bedingungen in neue Saison der Stadtmarathonläufe
HANNOVER.
Mit einem echten Paukenschlag eröffnete der 31. ADAC Marathon in Hannover die neue Saison der großen deutschen Stadtmarathonläufe. Beste Bedingungen und gleich zwei neue Streckenrekorde sorgen für Begeisterung bei den rund 20.000 Aktiven auf den unterschiedlichen Distanzen.
Der deutsche Rekordhalter Amanal Petros pulverisierte die 10 Jahre alte Bestmarke von Lusapho April aus Südafrika und erreichte die zweitschnellste Zeit von einem deutschen Läufer erzielte Zeit in 2:07:02 Std.
Auch Vize-Europameisterin Matea Parlov aus Kroatien erzielte und verbesserte den Damenrekord auf 2:25:45 Std., 30 Sekunden unter dem alten Bestwert von Rachael Jemutai Mutgaa aus Kenia.
Der 27-jährige Petros zeigte sich begeistert von der schnellen und flachen Strecke in Hannover und zog zufrieden Resümee: „Ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis.“
Auch bei den Damen gab es eine klare Siegerin, als Parlov souverän vor Pauline Thitu aus Kenia und Risper Gesabwa aus Mexiko gewann.
Die Halbmarathondistanz wurde von den Lokalmatadoren dominiert, als der amtierende Deutsche Marathonmeister Hendrik Pfeiffer in 1:02:57 nach hartem Kampf gegen den Tunesier Alef Saad siegte und gleichzeitig den Titel des Deutschen Hochschulmeisters gewann. Bei den Damen triumphierte Jasmina Stahl von Hannover 96.
Veranstalterin Stefanie Eichel war begeistert von dem „großartigen Restart“ des größten Laufspektakels in Niedersachsen und lobte die Risikobereitschaft des Teams. Die Neuauflage am 14. April 2024 wird bereits mit Spannung erwartet, wenn die Deutschen Marathonmeisterschaften erneut in Hannover stattfinden werden.
Alle Ergebnisse zum ADAC Marathon Hannover gibt es HIER
Anke Fabré und Melanie Gräber zeigen 15 großformative Werke in der Auferstehungskirche
Nach dem Gottesdienst am letzten Sonntag im März in der Döhrener Auferstehungskirche konnte noch mit einem Gläschen Sekt oder Orangensaft angestoßen werden. Denn gleichzeitig wurde eine Ausstellung mit 15 türgroßen Bildern von Anke Fabré und Melanie Gräber eröffnet. Inspiriert von den zehn Geboten haben die beiden Künstlerinnen 15 sogenannten „systemische Themenwelten“ auf der Leinwand zum Betrachten und Verweilen erschaffen. „Wertewandel im WIR“ lautet der Titel der Bilderschau in dem Gotteshaus der ev.-luth. Kirchengemeinde.
Gemeinsam mit der Kulturinitiative Döhren-Wülfel-Mittelfeld (KI) und dem Hausherrn Pastor Dr. Michael Wohlers wurden und werden noch bis zum Sommer die Kirchenbesucher eingeladen, sich selbst in die Augen schauen und zeitgleich Ihre Füße in zwei rahmenden Spiegelstreifen betrachten, während Sie kopfüber die Buchstaben der Spielregel auf der Seitenleinwand finden und Farben und Formen auf der Hauptleinwand entdecken. „Jede der 15 Erlebniswelten bespielt verschiedene Sinne gleichzeitig. Klingt fordernd? Ja, ist es auch – halt interaktiv“, sagt Anke Fabré.
Die Künstlerin erklärt auch, was unter einer „systemischen Ausstellung“ zu verstehen ist: „In einer systemischen Aufstellung nehme ich die Beziehungswelten in ihren Teilen untereinander wahr. Ich erkenne, wer oder was in Reibung oder Harmonie zu mir in Verbindung steht. In einer multidimensionalen Quanten-Aufstellung spüre ich tief in den Ur-Keim der Schöpfung hinein“, sagt sie. „Das Ziel ist es, die systemische Ordnung im Augenblick der Berührung zum Wohle ALLER herzustellen und die innere Reise vom ICH zum WIR beginnt. Welche Werte fühle ich, welche Werte lebe ich? Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft sind zeitgleich für jeden Einzelnen erlebbar.“
Während sich die ersten Gäste die Arbeiten anschauten und vielleicht mit einem Gläschen auf den Erfolg anstießen, sorgte Frank Fischer mit seiner Gitarre für den musikalischen Rahmen.
Die Ausstellung kann täglich zwischen 10 bis 18 Uhr in der Auferstehungskirche, Peiner Straße 59 in Döhren besichtigt werden. Für weitere Informationen und Führungen kann man sich an die KI (Telefon 0511-37465952, eMail: ki@kulturini.de) wenden.
Vernissage in der Auferstehungskirche: die beiden Künstlerinnen Anke Fabré und Melanie Gräber (2. und 3. V.l. mit der stellv. KI-Vorsitzenden Uta Meyer-Herder (1.v.l.), Maria Hesse (1. Vorsitzende der KI, 4. v.l.) und Hausherr Pastor Dr. Michael Wohlers.Frank Fischer sorgte für die musikalische Begleitung
42-Jähriger erliegt schweren Verletzungen trotz sofortiger Hilfe im Krankenhaus
HANNOVER.
Wie die Feuerwehr Hannover mitteilt, hat ein Stadtbahnzug an der Heisterbergallee im Stadtteil Davenstedt einen Mann überrollt. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen verstarb das schwer verletzte Unfallopfer kurz danach in einem Krankenhaus. Der Stadtbahnfahrer und etwa 15 Fahrgäste blieben unverletzt.
Kurz nach Mitternacht erkannte der Fahrer eines Stadtbahnzuges der Linie 10 auf der Fahrt von Ahlem zum Hauptbahnhof eine Person im Gleisbereich und leitete sofort eine Notbremsung ein. Die fahrende Stadtbahn erfasste diese und rollte bis zum Stillstand noch etwa 30 Meter weiter.
Als die um 00:09 Uhr alarmierten Rettungskräfte am Unfallort zwischen den Haltepunkten Ahlem und Erhartstraße eintrafen, lag das Unfallopfer unter dem zweiten Wagen des Zuges. Feuerwehrleute entfernten Seitenverkleidungen des Schienenfahrzeuges und konnten den schwer verletzten Mann schnell befreien. Sofort versorgten Mitarbeitende des Rettungsdienstes den 42-jährigen in einem Rettungswagen und transportierten ihn, in notärztlicher Begleitung, in ein Krankenhaus. Hier verstarb er noch in der Nacht an seinen schweren Verletzungen.
Etwa 15 Fahrgäste und der Stadtbahnfahrer blieben körperlich unverletzt. Einsatzkräfte betreuten diese Personen unmittelbar nach dem Unfall vor Ort.
Zur Unfallursache nahm die Polizei entsprechende Ermittlungen auf.
Alarmierte Spezialkräfte für die schwere technische Hilfeleistung, denen auch das Anheben von Stadtbahnzügen möglich ist, mussten vor Ort nicht eingesetzt werden.
Rund 20.000 Teilnehmer sollen nach Presseangaben am heutigen Hannover-Marathon ihre Laufschuhe geschnürt und an den Start gegangen sein. Die Laufstrecke führte auch über die Hildesheimer Straße durch die Stadtteile Döhren und Waldhausen. Am Döhrener Turm feuerten die Karnevalisten der Funkenartillerie Blau-Weiß Döhren und der Hannoversche Carneval Club (HCC) nicht nur die vielen Läufer an. Die Döhrener Narren versorgten auch die Schlachtenbummler als Grillmeister mit leckerer Bratwurst, Kaffee und Kuchen.
Coronapause hat sich auf die Wahrnehmung und Akzeptanz der Haltverbote ausgewirkt
HANNOVER (PM). Im Rahmen der Streckensicherung zum ADAC-Hannover-Marathon 2023 mussten 314 Fahrzeuge am Rande des Kurses abgeschleppt werden. Diese Zahl liegt minimal über der Zahl des Vorjahres, als 312 Fahrzeuge abgeschleppt werden mussten.
Die Vergleichszahlen der zurückliegenden Jahre: Bei der letzten Durchführung der Veranstaltung vor den Corona-Ausfällen 2019 waren es 208 Fahrzeuge, im Jahr davor 215 Fahrzeuge. Offenbar hat sich die Pause auf die Wahrnehmung und Akzeptanz der Haltverbote ausgewirkt.
Grundsätzlich bemüht sich die Stadt, vor den Abschleppmaßnahmen die Halter*innen zu ermitteln, damit diese ihr Fahrzeug noch selbst entfernen können. Das gelingt nur noch sehr bedingt, da immer weniger Personen mit ihrer Telefonnummer im Telefonbuch verzeichnet sind und kurzfristig erreicht werden können. Bei 11 der genannten 314 Maßnahmen handelte es sich um sogenannte Teilleistungen, das heißt, das Fahrzeug befand sich schon am Abschlepphaken, praktisch im „allerletzten Moment“ kam jedoch noch die Halter*in dazu.
Die großen Börsen Europas haben am Freitag deutlich nachgegeben. Sie verringerten allerdings ihre Verluste im Handelsverlauf etwas und folgten damit der Wall Street. „Die Anleger mussten eine weitere Woche mit schlechten Nachrichten rund um den Finanzsektor überstehen“, kommentierte Marktanalyst Konstantin Oldenburger von CMC Markets. Zwar habe es zwischenzeitlich so ausgesehen, als habe sich die Lage beruhigt, doch letztlich sei dies dann doch nicht der Fall gewesen. Die Bedenken darüber, wie solide das europäische Finanzsystem ist, seien knapp eine Woche nach der Zwangsehe von UBS und Credit Suisse präsenter denn je.
Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) büßte am Freitag 1,82 Prozent auf 4130,62 Punkte ein. Damit verbuchte der Leitindex der Eurozone im Wochenverlauf immer noch ein Plus von 1,6 Prozent und konnte sich zumindest über der 90-Tage-Linie halten. Sie ist charttechnisch gesehen ein wichtiger Indikator für den mittelfristigen Trend.
Für den französischen CAC 40 ging es um 1,74 Prozent auf 7015,10 Punkte abwärts. Der britische FTSE 100 verlor 1,26 Prozent auf 7405,45 Punkte.
Die Unternehmensstimmung im Euroraum fand wenig Beachtung, auch wenn sie im März den besten Wert seit zehn Monaten erreichte. In den Industriebetrieben blieb der Indikator aber unter der Expansionsschwelle, was auf einen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität in diesem Bereich deutet.
Dagegen kam dem Finanzsektor die gesamte Aufmerksamkeit zu. Die Sorgen über die Anfälligkeit der US-Banken breiten sich – trotz einer ersten Beruhigung durch die angekündigte Zwangsehe zwischen den Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse (Credit Suisse (CS)) – aktuell auch in Europa wieder aus. „Die Enthüllungen, dass das US-Justizministerium gegen die UBS ermittelt, haben die Stimmung weiter getrübt“, schrieb Susannah Streeter, Marktexpertin bei Hargreaves Landsdown. Zudem hätten auch die Sorgen um die Deutsche Bank zugenommen, da deren Kosten für Versicherungen gegen Zahlungsausfälle in die Höhe geschnellt seien.
Im marktbreiten Stoxx Europe 600 war der Bankenindex mit minus 3,8 Prozent einmal mehr das Schlusslicht. Die Aktien der Deutschen Bank, die zwischenzeitlich um 15 Prozent abgesackt waren, beendeten den Handel mit minus 8,5 Prozent. Im EuroStoxx standen die Anteile der Nordea (Nordea AB) mit einem Minus von knapp 10 Prozent am Index-Ende. Sehr schwach schlossen auch die Aktien der ING (ING Group), der UniCredit, der BBVA und der BNP Paribas. Für die UBS ging es in Zürich letztlich um 3,6 Prozent abwärts.
Gegen den Abwärtstrend stemmten sich – wie üblich in einem schwachen Marktumfeld – Aktien aus eher krisenresistenten Branchen wie Gesundheit, Lebensmittelherstellung und Konsum.
Unter den Einzelwerten stach das Papier des Pharmaherstellers GSK (GlaxoSmithKline) mit einem Kursrutsch um 2,6 Prozent heraus. JPMorgan-Analyst James Gordon verwies auf eine gerichtliche Entscheidung in den USA, wonach ein Verfahren wegen möglicher Nebenwirkungen des GSK-Medikaments Zantac eröffnet wird.
Die TUI-Aktien büßten in London 2,4 Prozent ein. Im Fokus stand nicht nur eine Kapitalerhöhung, mit der der weltgrößte Reiseanbieter die Corona-Hilfen des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) in Deutschland vollständig zurückzahlen will. Bei der hauseigenen Fluggesellschaft Tuifly steht zudem am Monat ein großer Warnstreik im innerdeutschen Verkehr bevor.