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Sonntag, Juli 26, 2026

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ADAC Marathon Hannover: Petros und Parlov sind Top-Favoriten

Die Favoriten für den ADAC Marathon Hannover auf dem Balkon vom Neuen Rathaus in Hannover
Die Favoriten für den ADAC Marathon Hannover auf dem Balkon vom Neuen Rathaus in Hannover © Norbert Wilhelmi | eichelsEvent

Vorjahressieger Hendrik Pfeiffer auf Siegkurs über die Halbmarathondistanz

HANNOVER.

Hannover bereitet sich auf das Laufspektakel des Jahres vor: Der ADAC Marathon lockt am kommenden Sonntag gut 18.500 Aktiv aus aller Welt in die niedersächsische Landeshauptstadt. Während für einige Läuferinnen und Läufer des Marathons als Vorbereitung für kommende Wettkämpfe dient, greift der aktuelle deutsche Rekordhalter Amanal Petros nach den Sternen und will eine neue nationale Bestmarke aufstellen.

„Ich habe mich zwei Monate lang intensiv und optimal in Kenia auf Hannover vorbereitet und werde, wenn Rahmenbedingungen und Wetter passen, versuchen, meine persönliche Bestzeit anzugreifen“, sagt Petros. Der 27-Jährige hat bereits deutsche Rekorde über die 10 Kilometer, auf der Halbmarathon- und auch der Marathondistanz aufgestellt. Nun wird er in Hannover eine neue nationale Bestmarke über die Königsdistanz erreichen, die aktuell bei 2:06:27 Stunden liegt.

Auch der amtierende Deutsche Marathonmeister und Vorjahressieger Hendrik Pfeiffer ist in Hannover am Start. Er will sich den Deutschen Hochschulmeistertitel auf der Halbmarathondistanz sichern und sich auf seinem Frühjahrshighlight beim Boston Marathon vorbereiten. „Ich habe tatsächlich so ein Kribbeln im Bauch und freue mich auf eine echte Standortbestimmung bei meinem ersten Heimspiel als Hannoveraner“, sagt Pfeiffer.

Die Sport- und Kulturdezernentin der Stadt Hannover ist voller Vorfreude auf das Laufevent: „Hannover ist DIE Marathonstadt, und wir freuen uns, mit dem Rathaus und dem Hodlersaal einen ganz besonderen Rahmen für eine ganz besondere Veranstaltung stellen zu dürfen.“

Im Rennen der Frauen geht die Vorjahresdritte Matea Parlov als Top-Favoritin an den Start. Die Kroation möchte sich mit einem Sieg in Hannover für die Olympischen Spiele 2024 in Paris qualifizieren.

Weitere Informationen und Anmeldemodalitäten zum ADAC Marathon Hannover finden Sie unter www.marathon-hannover.de .


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Ulrich Stamm – Professionelle Fotografie für Business | Presse | Privat

Hannover Nachrichten vom 24.März 2023

Hannover am Abend - Luftbild
Hannover am Abend - Luftbild © Ulrich Stamm

Aktuelles aus der Landeshauptstadt

HANNOVER.

Ticketverkauf für die „23. Hannoverschen Pflanzentage“ startet am 31. März

Vorfreude auf die beliebte Verkaufsschau im Mai: Bereits am kommenden Freitag (31. März) beginnt der Online-Ticketverkauf für die „23. Hannoverschen Pflanzentage“ im Stadtpark. Die frühzeitige Buchung der Eintrittskarten verhindert Wartezeiten am Eingang und ist unter www.hannover.de/pflanzentage möglich. Das Event des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün findet wie gewohnt am Muttertags-Wochenende statt, diesmal am 13. und 14. Mai. An beiden Tagen bieten jeweils von 10 bis 17 Uhr rund 90 Gärtnereien und Fachbetriebe aus ganz Deutschland ihre Pflanzen-Raritäten und -Spezialitäten sowie fachkundige Beratung im Stadtpark am Hannover Congress Centrum an.

Der Eintritt beträgt 5 Euro. Für Kinder bis 14 Jahren und Schwerbehinderte mit Begleitperson ist der Eintritt kostenfrei. Der letzte Einlass zur Veranstaltung ist an beiden Tagen um 16.30 Uhr. Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es unter www.hannover.de/pflanzentage.


Geflügelpest bei Möwen festgestellt

Bei fünf Silbermöwen, die tot am Maschsee aufgefunden wurden, ist das hochpathogene H5N1 Geflügelpest-Virus nachgewiesen worden. Das Virus ist seit Monaten insbesondere bei Wildvögeln in der ganzen Bundesrepublik und in Europa verbreitet. Als natürliches Reservoir für Geflügelpestviren gelten Wildvögel, insbesondere Wasservögel, die während des Vogelzugs den Erreger weiterverbreiten können. Nach einer Risikoabwägung hat sich die Landeshauptstadt Hannover entschieden, wegen dieses Fundes bei Wildvögeln keine Restriktionszonen zu errichten.

Geflügelhalter*innen wird dennoch weiterhin dringend empfohlen, ihr Geflügel vor Infektionen mit dem Virus zum Beispiel durch Überdachung der Ausläufe zu schützen und den direkten und indirekten Kontakt des Geflügels mit Wildvögeln zu verhindern. Weitere Verhaltensregeln für Geflügelhalter von maximal 1.000 Geflügel, sogenannte Kleinst- oder Hobbybetriebe, sind in folgender Information des niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) zusammengestellt:

https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&ved=2ahUKEwjB67PIve_9AhXWNOwKHWBVD6cQFnoECBsQAQ&url=https%3A%2F%2Ftierseucheninfo.niedersachsen.de%2Fdownload%2F156980%2FVerhaltensregeln_fuer_Kleinbetriebe_mit_Gefluegelhaltung_unter_1000_Tiere_und_Gefluegelhobbyhaltungen_Stand_11_2020_nicht_barrierefrei_.pdf&usg=AOvVaw3fd9McGAyvouFr68peLeOr.

Ergänzende Informationen zum allgemeinen Geflügelpestgeschehen sind ebenfalls auf der Internetseite des LAVES zu finden:

https://tierseucheninfo.niedersachsen.de/startseite/anzeigepflichtige_tierseuchen/geflugel/geflugelpest/geflugelpest/aviare-influenza-190642.html#Wildvogel_Nds .

Jede/r kann einen Beitrag dazu leisten, das Weiterverbreiten der Tierseuche im Wildvogelbestand nicht noch zu fördern. Wildvögel und Wassergeflügel sollten, insbesondere im Bereich des Maschsees nicht gefüttert werden, da sich die Vögel an diesen Futterplätzen gegenseitig anstecken können.

Zudem wurde bei einem Fuchs, der tot im Stadtteil Wettbergen aufgefunden wurde, das Geflügelpestvirus H5N1 nachgewiesen. Dies ist aktuell nicht der einzige Fall in Niedersachsen und das Land hat eine entsprechende Presseinformation herausgegeben:

https://www.ml.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/pressemitteilungen/influenza-virus-in-niedersachsen-bei-fuchsen-nachgewiesen-220756.html.

Ob die Virusinfektion für den Tod des Fuchses verantwortlich war, konnte letztlich nicht geklärt werden.

Weltweit treten immer wieder Infektionen von Säugetieren auf, unter anderen auch bei Ottern, Seehunden, Schwarzbären, Grizzlybären und in zwei Fällen auch bei einer Katze (in Frankreich und in den USA). Diese Säugetiere haben sich wie auch dieser Fuchs vermutlich über die Aufnahme toter infizierter wildlebender Wasservögel angesteckt. Hierbei können sie große Virusmengen aufgenommen haben. Es handelt sich bisher um seltene Infektionsereignisse. In den vergangenen Monaten scheint sich das Virus aber besser an Säugetiere anzupassen, nach derzeitigen Erkenntnissen aber nicht an den Menschen.

Dennoch gilt es, die Entwicklung im Blick zu behalten. Daher werden tot aufgefundene oder erlegte Säugetiere aktuell verstärkt untersucht. Wie üblich sollten tote Tiere nicht ungeschützt angefasst werden. Auch sollte man Hunde nicht an tote Wildvögel lassen und an Uferwegen anleinen, damit sie die Uferbereiche nicht betreten können, auch wenn Infektionen bei Hunden aktuell noch nicht bekannt sind.

Menschen sind nach den bisherigen Erkenntnissen durch solche Wildtierfunde weiterhin nicht gefährdet. Es gilt jedoch, das Seuchengeschehen im Blick zu behalten.

Nähere Informationen erhält man auch auf den Seiten des Friedrich-Loeffler-Institutes (FLI):

https://www.fli.de/de/aktuelles/kurznachrichten/neues-einzelansicht/gefluegelpest-antworten-auf-haeufig-gestellte-fragen/


Stadt Hannover kündigt Mietvertrag im Ihme-Zentrum | Zusammenarbeit mit Lars Windhorst beendet

Seit langer Zeit erwartet die Landeshauptstadt Hannover Investitionen und nachhaltiges Engagement von Lars Windhorst im Ihme-Zentrum. Dies bleibt aber offenkundig aus. Entsprechend macht die Landeshauptstadt nun von ihrem Sonderkündigungsrecht für Mietflächen im Ihme-Zentrum Gebrauch.

Lars Windhorst ist seit 2019 indirekt Mehrheitseigentümer des Ihme-Zentrums. Er hat nach eigener Aussage den größten Teil der Immobilie mit der Absicht übernommen, sie zu modernisieren und als attraktives Mietobjekt zu entwickeln. Die Landeshauptstadt garantierte daraufhin, mit Abschluss der Renovierung ab Mitte 2023 rund 24000 Quadratmeter Büroflächen für 20 Jahre anzumieten – für 2,5 Millionen Euro pro Jahr.

Die Zusage der Stadt war indes an einen kontinuierlichen Baufortschritt sowie den Abschluss von Mietverträgen mit Dritten für die derzeit leerstehenden Einzelhandelsflächen gebunden. Mit Blick auf diese Absprache sagt Oberbürgermeister Belit Onay: „Leider müssen wir feststellen, dass es den notwendigen Baufortschritt im Ihme-Zentrum nicht gibt. Lars Windhorst hat kaum eine seiner Zusagen eingehalten: Entsprechend ziehen wir nun die Konsequenzen und kündigen den Mietvertrag.“

Das Sonderkündigungsrecht der Landeshauptstadt ergibt sich aus dem mangelnden baulichen Fortschritt. So hätte die Fassade in wesentlichen Teilen bis zum 31. Oktober des vergangenen Jahres geschlossen sein sollen. Auch die vertragliche Verpflichtung, bis Ende 2021 zumindest 9000 Quadratmeter Gewerbeflächen im Sockelbereich zu vermieten, war nicht ansatzweise eingehalten worden. Bislang sind aus den Versäumnissen Strafzahlungen für die PIZ GmbH in Höhe von 3,6 Millionen Euro fällig geworden. Diese konnten zum überwiegenden Teil von der LHH eingetrieben werden. Für den ausstehenden Teil wurden bereits Zwangsvollstreckungsmaßnahmen eingeleitet.

Onay macht deutlich: „Wir haben nicht ohne Grund vor rund zwei Jahren einen Vertrag mit Herrn Windhorst geschlossen, der uns Ausstiegsmöglichkeiten bietet. Als öffentliche Hand müssen wir verantwortungsvoll mit Steuergeldern umgehen.“ Der Oberbürgermeister berichtet zudem davon, dass in den vergangenen Wochen ein intensiver Austausch zwischen der Stadtverwaltung und Lars Windhorst stattgefunden hat: „In unseren Gesprächen mit Lars Windhorst ist leider die notwendige Verbindlichkeit ausgeblieben, mit der erschüttertes Vertrauen hätte zurückgewonnen werden können.“

Auf die Frage, wie es nun mit dem Ihme-Zentrum weiterginge antwortet Onay: „Lars Windhorst ist der Eigentümer. Und Eigentum verpflichtet.“ Mit Blick auf die vielen Besitzer*innen und Mieter*innen von Wohnungen im Ihme-Zentrum hebt er hervor: „Mir ist klar, dass der Ausstieg der Stadt aus dem Ihme-Zentrum vor Ort auch Sorgen hervorruft und wir den Menschen mit Rat und Tat zur Seite stehen müssen.“ Es sei jedoch im überragenden öffentlichen Interesse hier einen klaren Schlussstrich zu ziehen. Und klar sei auch: „Wenn das Ihme-Zentrum irgendwann fit ist, ist es auch für die Stadtverwaltung wieder ein interessanter Ort.“


Gemeinsam für mehr Klimaschutz: „Earth Hour“ am Sonnabend

Die Landeshauptstadt Hannover beteiligt sich in diesem Jahr erneut an der Klimaschutzaktion „Earth Hour“ des „World Wide Fund For Nature“ (WWF): Am kommenden Sonnabend (25. März) sind weltweit alle Menschen und Institutionen aufgerufen, um 20.30 Uhr für eine Stunde das Licht auszuschalten. Die Aktion erhält vor dem Hintergrund der aktuellen Energiekrise eine besondere Bedeutung: „Tatkräftiges Handeln ist erforderlich, um Energie zu sparen und damit die Abhängigkeiten zu vermindern. Die Stadtverwaltung hat sich aus gegebenen Anlass bereits ein umfangreiches Energiesparprogramm auferlegt und engagiert sich dabei gemeinsam mit großen hannoverschen Unternehmen“, sagt Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay und betont. „Auch wenn aufgrund der aktuellen Situation seit einigen Monaten die Außenbeleuchtungen an vielen öffentlichen Gebäuden und Denkmälern ohnehin dauerhaft ausgeschaltet sind, ist es wichtig, mit der ‚Earth Hour‘ ein Zeichen für mehr Klimaschutz zu setzen. Alle Hannoveraner*innen, die mit ihrem Umweltbewusstsein ein Zeichen setzen wollen, sind ganz herzlich dazu eingeladen, an der Earth Hour teilzunehmen und am Sonnabend von 20.30 bis 21.30 Uhr das Licht auszuschalten.“

Die Energieeinsparmaßnahmen tragen gleichzeitig auch zum Klimaschutz bei und leisten einen Beitrag zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms der Landeshauptstadt Hannover mit dem sie bis 2035 klimaneutral werden will. Auch private Haushalte können sich beteiligen und zeitgleich mit Millionen von Menschen weltweit das Licht für eine Stunde ausschalten. Jede eingesparte Kilowattstunde Strom und Wärme leisten einen unmittelbar wirksamen Beitrag zur Bewältigung der aktuellen Krise und für den Klimaschutz.  Das Herabdrehen von Thermostatventilen oder regemäßige Entlüften der Heizkörper, der Einsatz von wassersparenden Reglern in Bad und Küche, das Abschalten von nicht benötigten technischen Geräten – es gibt viele einfache Möglichkeiten einen Beitrag zu leisten. Weitere Information zur „Earth Hour“ bietet das Internet unter www.wwf.de/earthhour.

„Earth Hour“: 

Die „Earth Hour“ ist die wohl größte friedliche Klimaschutzaktion der Welt. Sie steht dafür, Menschen über Grenzen hinweg zum Schutz der Erde zusammenzubringen. Sie ist eine gute Möglichkeit, ein deutlich sichtbares Zeichen für mehr Umwelt- und Klimaschutz und einen sparsameren Umgang mit Energie zu setzen. Die Landeshauptstadt beteiligt sich gemeinsam mit zahlreichen Organisationen, Unternehmen und Kirchgemeinden seit 2014 an der Earth Hour. Im vergangenen Jahr waren an mehr als 30 öffentlichen Gebäuden entlang des Friedrichswalls bis zum Hohen Ufer sowie an markanten Gebäuden im übrigen Stadtgebiet die Außenbeleuchtungen abgeschaltet. Dazu zählten unter anderem das Neue Rathaus, verschiedene Kirchen, die Sparkasse Hannover, der VWN-Tower, die NORD/LB, die Leibniz-Universität, das Theater am Aegi und das Stadion von Hannover 96.

Der WWF hat die Earth Hour im Jahr 2007 ins Leben gerufen. Die Aktion der Umweltschutzorganisation entstand aus einer Kampagne in Australien: Aufgrund von Trockenheit, Wassermangel und Waldbränden rückte der Klimawandel damals in das Interesse der Bevölkerung. Mittlerweile wird weltweit in mehr als 7.000 Städten und mehr als 180 Ländern zur „Earth Hour“ an bekannten Gebäuden und Sehenswürdigkeiten für eine Stunde das Licht ausgeschaltet. Vom Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York bis hin zu den Pyramiden von Gizeh oder dem Kolosseum in Rom.


„HANNOVER LERNT SPIELEN(D)“ – Convention vom 24. bis 26. März im Bildungsverein

„Würfel haben mehr als sechs Seiten und müssen nicht aus Plastik sein“ heißt eine Convention vom 24. bis 26. März. Diese Fachtagung nimmt das Thema Gesellschaftsspiele als Mittel der (entwicklungs-)politischen Bildung un­ter die Lupe. Schwerpunkte sind dabei ökologische und soziale Nachhaltigkeit sowie aktuelle Gender-Fragen. Gezeigt und diskutiert wird, wie sich Gesellschaftsspiele in der Bildungsarbeit gewinnbringend einsetzen lassen. Die Teilnehmenden bündeln Erfahrungen, zeigen erfolgreiche Methoden und beleuchten aktuelle Forschungsergebnisse.

Die Veranstaltung im Bildungsverein Hannover, Stadtstraße 17, richtet sich an gesellschaftspolitisch interessierte Spie­ler*innen, insbesondere aber an pädagogisch Arbeitende und Forschende. Das Programm startet am Freitagabend (24. März) um 18 Uhr mit einerPodiumsdiskussion zu den Produktionsbedingungen von Spielen, weil auch die Spielebranche mittlerweile fast ausschließlich in Ländern des Globalen Südens produziert. Der Sonnabend (25. März) steht als Fachtag (10 bis 18.30 Uhr) ganz im Zeichen der Auseinandersetzung mit den Themen Gender und Nachhaltigkeit. In gut 20 Beiträgen werden die Themen behandelt. Dabei werden nicht nur Brettspiele, sondern auch Liverollenspiele (LARP), Escape- und Krimispiele sowie klassische Rollenspiele (Pen & Paper) in den Blick genommen. Eine Podiumsdiskussion zum Thema „Gender in Gesellschaftsspielen“ beschließt den Fachtag um 18.30 Uhr. Der Sonntag (26. März) ist als offener Spieletag für Spieler*innen ab 14 Jahre konzipiert.

Für die Teilnahme am Fachtag am Sonnabend (25. März) wird um eine Anmeldung per E-Mail an anmeldung@hannover-spielend.de gebeten.Für Freitag und Sonntag ist keine Anmeldung notwendig. Der Eintritt ist an allen drei Veranstaltungstagen kostenfrei. Dass komplette Programm und weitere Informationen bietet die Projekthomepage des Bildungsvereins Hannover: www.hannover-spielend.de.

Seit der Pandemie erfreuen sich Gesellschaftsspiele zunehmender Beliebtheit und erreichen inzwischen breite Schichten der Bevölkerung. Unbestritten sind Gesellschaftsspiele in Deutschland ein wichtiges Kulturgut – nicht ohne Grund gelten „german boardgames“ international als Qualitätsmerkmal. Spiele sind allerdings auch immer ein Spiegel der Gesellschaft und setzen sich mit aktuellen Themen auseinander. Daher finden sich die Debatten um Klimaschutz, Nachhaltigkeit sowie Gender und Diversity in Spielen wieder. Daneben werden in der Berufswelt Methoden, wie Plan- und Rollenspiele genutzt, um komplexe Themen zu vermitteln. Und auch die wissenschaftliche Forschung beschäftigt sich zunehmend mit den sozialen und politischen Wechselwirkungen von Gesellschaftsspielen. Darüber hinaus findet in den vergangenen Jahren vermehrt eine Auseinandersetzung um die Herstellungsbedingungen von Spielen in der Spieleszene statt.

„Wir möchten vor allem Multiplikator*innen zeigen, dass immer wieder neue und kreative Wege genutzt werden können, um Nachhaltigkeit und Klimaschutz in ihrer (Projekt-)Arbeit zu verankern“, betont Anja Ritschel, Wirtschafts- und Umweltdezernentin der Landeshauptstadt Hannover. Besonders freut die Dezernentin, dass ein Highlight aus ihrem Hause kommt: Am zweiten Spieletag stellt das Nachhaltigkeitsbüro neben dem bereits vor fünf Jahren entstandenen Krimi-Dinner-Spiel „Mord in Schokistedt“ Prototypen von weiteren Krimispielen vor, die ausprobiert werden können. Die Endversionen werden dann im Herbst zur „Fairen Woche“ erscheinen.

Beate Gonitzki, geschäftsführende pädagogische Leitung des Bildungsvereins und Initiatorin des Projektes erklärt: „Spielen muss genauso wie Lernen Spaß machen. Auch in der Erwachsenenbildung nehmen daher spielerische Methoden einen zunehmend größeren Raum ein. Die Spiele-Convention greift darüber hinaus aber auch aktuelle politische Debatten auf, was unserem Anliegen als Einrichtung der Erwachsenenbildung mit gesellschaftlicher Verantwortung entspricht.“

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Nachhaltigkeitsbüros der Landeshauptstadt Hannover und des Bildungsvereins, unterstützt durch die Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen e.V.  und das Referat für Frauen und Geleichstellung sowie das Projekt „Boardgame historian“. Die Convention wird finanziell unterstützt vom Verein „Spiel des Jahres“.

Das Programm im Einzelnen:

Freitag, 24. März, 18 bis 19.30 Uhr: Warm-up mit Podiumsdiskussion

  • Podiumsdiskussion zu den Produktionsbedingungen von Spielen und Spielematerial. Es werden Lösungsansätze diskutiert, mit denen die sozialen und ökologischen Auswirkungen reduziert werden können.
    Teilnehmende: Moritz Brunnhofer, Hans im Glück (Spielverlag); Markus Böhm, Burgschneider GmbH (Liverollenspiel-Handel und -Ausrichtung); Anne Grasemann, Fair Toys Organisation e.V. (NGO).

Moderation: Stefan Gohlisch (Mitglied der Jury „Kinderspiel des Jahres“).

Sonnabend, 25. März, 10 bis 18 Uhr: Fachtag
Vorträge und Workshops zum Einsatz von Spielen für die entwicklungspolitische Bildungsarbeit mit den Schwerpunkten Gender sowie ökologische und soziale Nachhaltigkeit:

  • Brettspiele zu Themen der Nachhaltigkeit – wie Ökologie, soziale Gerechtigkeit und Gleichberechtigung
  • Liverollenspiele (LARP) und Drama-Games unter anderem zum Thema „Geschlechtliche Identität“
  • Krimispiele zu Fairem Handel, „Queer“ und weiteren Themen
  • Escape-Spiele zu Klimawandel, Müll und Gender
  • klassische Rollenspiele (Pen & Paper)
  • Ludothek (Spielsammlung), um Spiele vor Ort selbst auszuprobieren
  • wissenschaftliche Arbeiten zum pädagogischen Einsatz von Brettspielen von Studierenden der Leuphana Universität Lüneburg und dem Projekt Boardgame historian

Ein Programm sowie Beschreibungen der einzelnen Beiträge bietet die Seite hannover-spielend.de zum Download an.

18.30 bis 20 Uhr:

  • Podiumsdiskussion zum Thema „Gender in Gesellschaftsspielen“. In der Diskussion werden die Möglichkeiten und Grenzen, aktuelle Diskussionen um Gender in Gesellschaftsspielen zu berücksichtigen, behandelt. Auch hier soll neben der Anregung, sich mit der Thematik zu beschäftigen, die Vorstellung von Lösungsansätzen einen breiten Raum einnehmen.

Teilnehmende:  Rosa Layer, Frosted Games (Spielverlag); Petra Fuchs, Spielcafé der Generationen (Verein), Askin-Hayat Dogan (Autor).
Moderation: Johannes Grashorn, Brettspiel-News (Blog)

 Sonntag, 26. März, 10 bis 16 Uhr: Offener Spieletag

  • Er richtet sich an Interessierte, die in erster Linie Spiele ausprobieren wollen. Die vorgestellten Spiele sind für Personen ab 14 Jahren geeignet. Neben Spielerunden sind auch Workshops und Vorträge geplant. Ein Programm wird zeitnah vor der Veranstaltung veröffentlicht.

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Uhrenumstellung 2023: So genießen Sie den Sommer mit der richtigen Zeit

Uhrengrafik zur Zeitumstellung auf die Sommerzeit
Uhrengrafik zur Zeitumstellung auf die Sommerzeit - Symbolbild

Uhrenumstellung am Sonntag, 26.März 2023 um 2 Uhr morgens

HANNOVER.

Die Sommerzeit 2023 beginnt in der Nacht zum 26. März und viele Menschen sind bereits gespannt auf die warmen und angenhmen Tage, die uns bevorstehen. Die Uhrenumstellung kann jedoch bei manchen zu Verwirrungen führen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie die Zeitumstellung am besten meistern und welche Vorteile die Sommerzeit mit sich bringt.

Die Uhren werden am Sonntag, den 26. März 2023 um 2 Uhr morgens um eine Stunde vorgestellt. Das bedeutet, dass wir eine Stunde weniger schlafen werden. Doch keine Sorge, denn der Körper gewöhnt sich in der Regel schnell an die neue Zeit. Um den Übergang etwas leichter zu machen, empfiehlt es sich, am Samstagabend früher ins Bett zu gehen und den Wecker am Sonntag etwas später zu stellen.

Die Sommerzeit bringt uns viele Vorteile, vor allem in den Abendstunden. Durch die Umstellung wird es abends eine Stunde länger hell sein und das bedeutet mehr Zeit für Aktivitäten im Freien. Ob man nun Sport treiben, spazieren gehen oder einfach nur die Natur genießen möchte – die beschleunigten Tage bieten viele Möglichkeiten, um die Zeit im Freien zu verbringen. Auch für Berufspendler bedeutet die Sommerzeit eine Erleichterung, da es morgens früher hell wird und somit das Aufstehen etwas leichter fällt.

Für Unternehmen und Online-Marketer bietet die Sommerzeit ebenfalls Vorteile. Durch die Frist haben die Menschen mehr Zeit und Energie, um sich mit Produkten und Dienstleistungen auseinanderzusetzen. Daher kann es sinnvoll sein, Werbekampagnen und Marketingaktivitäten auf die Sommerzeit auszurichten, um die Aufmerksamkeit der Kunden zu erhöhen.

Insgesamt bietet die Sommerzeit viele Vorteile und kann uns dabei helfen, das Leben im Freien noch mehr zu genießen. Wenn Sie die Zeitumstellung gut überstehen möchten, achten Sie einfach darauf, ausreichend zu schlafen und sich langsam an die neue Zeit zu gewöhnen. So steht einem wunderschönen Sommer nichts mehr im Wege!

Die Sommerzeit endet in Deutschland am 29.Oktober 2023; dann werden morgens um 3.00 Uhr die Uhren wieder um eine Stunde zurückgestellt.


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Ulrich Stamm – Professionelle Fotografie für Business | Presse | Privat

Der Sozialverband begrüßte den Frühling mit einem kleinen Fest

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Der Freiwilligenladen „Willi“ war mit beim Frühlingsauftakt dabei und verkaufte für einen guten Zweck selbst hergestellte „Insektenhotels“ für Gärten und Balkone.
  • Das Wetter war nicht gerade frühlingshaft. Aber Körbe mit bunten Stiefmütterchen auf den Tischen brachten doch etwas von der beginnenden Jahreszeit mit auf das Fest des Ortsverbandes Hannover-Süd des Sozialverbandes Deutschland (SoVD). Mit Thüringer Bratwürsten vom Grill, Kaffee und Kuchen und leckerer Waldmeister-Bowle begrüßte der 1. Vorsitzender Dirk Battke und seine Mitstreiter vom Ortsverband am heutigen Freitagnachmittag im Nachbarschaftstreff Mittelfeld das Frühjahr. Nur auf handgemachte Musik mussten Gastgeber und Gäste verzichten. „Enno Raphael ist leider erkrankt und musste absagen“, entschuldigte Dirk Battke den angekündigten Musiker. Der Freiwilligenladen „Willi“ war jedoch mit beim Frühlingsauftakt dabei und verkaufte für einen guten Zweck selbst hergestellte „Insektenhotels“ für Gärten und Balkone. Unter den Besuchern war auch die Politik vertreten. So schaute etwa der Vorsitzende der SPD-Bezirksratsfraktion beim Frühlingsfest des SoVD vorbei.

Hannover Airport: Warnstreik am Montag, den 27. März 2023

Flugzeugstart am Hannover Airport
Flugzeugstart am Hannover Airport © Ulrich Stamm

Kein regulärer Flugbetrieb möglich!

HANNOVER.

Die Gewerkschaft Ver.di hat die Beschäftigten am Hannover Airport für Montag, den 27. März 2023 zu einem Warnstreik aufgerufen.

Aufgerufen sind neben den Beschäftigten der Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH auch die Beschäftigten der Abfertigung.

Aus diesem Grund wird in der Zeit 

von Sonntag, 26. März 2023, 21:00 Uhr

bis Dienstag, 28. März 2023, 01:30 Uhr

kein regulärer Flugbetrieb am Hannover Airport stattfinden.

Für Not- und Rettungsflüge ist der Flughafen Hannover auch im Streikzeitraum erreichbar.

Am Flughafen Hannover waren für diesen Zeitraum insgesamt 116 Flugbewegungen geplant (54 Abflüge und 62 Ankünfte).

Der Hannover Airport bittet alle betroffenen Passagiere, Kontakt mit ihrer Fluggesellschaft oder ihrem Reiseveranstalter aufzunehmen.


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37 Osterfeuer in Hannover genehmigt

Osterfeuer
Osterfeuer © Ulrich Stamm

HANNOVER.

Die Stadt Hannover hat für Sonnabend, den 8. April zahlreiche Osterfeuer genehmigt. Es können bis zum Tag der Osterfeuer noch weitere Veranstaltungen hinzukommen.

Es ist zu berücksichtigen, dass es in den zurückliegenden Jahren vereinzelt vorgekommen ist, dass angemeldete Veranstaltungen kurzfristig abgesagt wurden, ohne dass die Stadt davon Kenntnis erlangt hätte. Es kann daher auch keine Durchführungsgarantie übernommen werden.

Folgende Osterfeuer sind bisher genehmigt:

30163KGV Tannenberg-Allee e. V.
Parkplatz Vereinshaus Lister Damm 42

18 – 22:30
30165KGV Abendfrieden e. V.
auf der Vereinswiese „Im Othfelde 47“

19 – 23
30165KGV Hainholz e.V.
Festplatz hinter dem Verinshaus Voltmerstr. 56 A

19 – 23
30173SPD Ortsverband Südstadt – Bult
„Alte Bult“
17 – 23
30179SV Kickers Vahrenheide e. V.

Vereinsgelände Märkischer Weg 37


17 –  22
30179KGV List e. V.
Vereinsfestplatz „List e.V“ (Lister Bad 15)

19:00 bis 22:00
30179Wasserfreunde v.  1898 Hannover e.V.
Vereinsgelände, Am Lister Bad 1 A

17 – 22
30419TSV Vinnhorst e.V.
Auf dem Festplatz Vinnhorst, zwischen Grashöfe und Godshorner Damm
17 – 24
30419TUS Mecklenheide Hannover e. V.
Vereinsgelände des Sportplatzes Spörckenstr. 20

19:30 – 22:00
30419KGV Tannenkamp – Mecklenheide
Vereinsgelände Schönbergstr. 29

18 –23


30451

Ruderverein Linden v. 1911 e. V.



Auf dem Gelände des Rudervereines Limmerstr. 134



18 – 24
30453KGV Tiefland e. V.
Auf dem Festplatz Am Ihlpohl 11
18 – 22
30453KG Kolonie Ihlpohl II
Kolonieparkplatz West, Am Ihlpohl 2

18 – 22
30453Unternehmen Limmer e. V.
Festplatz Ratswiese Limmer an der Wunstorfer Str.

18 – 22
30455KGV Limmer e. V.
Vereinsgelände „Richard-Partzsch-Weg 55“
19 – 23
30455KGV An der Saline e. V.
Vereinsplatz Davenstedter Str. /      Carlo-Schmid-Allee

19 – 22
30455KGV Nibelungen e. V.
Vereinsgelände Carl-Buderus-Str. 60

18 – 22
30455Badenstedter Sport-Club e. V.
Vereinsgrundstück Petermannstr. 51

19 – 22
30457Ortsfeuerwehr Bornum

Regenrückhalte- becken am Ossietzkyring
18 – 22
30459Bauherrengemein-schaft Beekestr.
Auf der Wiese hinter der Wohnanlage „Am Papehof“
19:30 –  22
30459Ortsfeuerwehr Ricklingen
Parkplatz Leineaue-Ricklingen, Wasserfehdeweg / Am Walle
18 – 23:50
30459Stiftung Edelhof Ricklingen
Auf der Weide östl. der Edelhofkapelle

19 – 22
30459TUS Ricklingen v. 1896 e. V.
Sportplatz Meisenwinkel 9
19 – 21
30539Siedlergemeinschaft H.-Seelhorst e. V.
Dreieckswiese Wülferoder Weg Ecke Grabenweg
18 – 22
30539Dorfgemeinschaft Wülferode
Wülferode, Ortsausfahrt Richtung B 443 Müllingen – Feldwegkreuzung

19 – 22
30559Ortsfeuerwehr Anderten

Anderter Festplatz Am Schützenplatz 1, 30559 H.
18 – 23
30559TSV Kirchrode
Aschenplatz des Vereines, Mardalstr. 56
18 – 22
30559KGV Hahnenburg e. V.
Vereinsparkplatz Am Hauptweg (Zufahrt über Döhrbruch / Bemeroder Str.)

18 – 22
30625KGV Dauerkolonie Annateich e. V.

Festplatz des Vereins „Am Annateich 20“

19 – 22
30625KGV Heide-Kamp e. V.
Vereinsgrundstück „An der breiten Wiese 71“

18 – 23
30625KGV Kleefeld e. V.
Parkplatz des Vereines „Schweriner Str.“


19 – 22
30629Bund für freie Lebensgestaltung Hannover e. V.

Misburg, auf dem FKK Sportgelände Waldstr. 99
17 – 22
30629Naturfreunde Misburg e. V.
Vereinsgelände „Am Fahrhorstfelde 50,30629 Misburg“
18 – 22
30657KGV Neue Hoffnung e. V.
Vereinsgelände, hinter dem Vereins- haus Hoppelweg 1

18 – 22
30657Tennissportclub Hann.-Isernhagen Süd e. V.
Vereinsgrundstück Große Heide 35

18 – 22
30659Familiengärtnerverein Deichwiesen e. V.
Vereinsgrundstück An den Deichwiesen 22

18 – 22
30659Ortsfeuerwehr Buchholz
Auf dem Grundstück der Ortsfeuerwehr Pinkenburger Str. 8

17 – 23

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Ulrich Stamm – Professionelle Fotografie für Business | Presse | Privat

Das Reich der Urson und die fantasievolle Feuerwache

Firedepartment Zoo
Neues Spielplatz - Zoo-Chef Andreas M Casdorff stellt die Feuerwache in Yukon Bay vor © Erlebnis-Zoo Hannover

Erlebnis-Zoo Hannover stellt die Neuheiten der Sommersaison 2023 vor

HANNOVER (PM). Der Erlebnis-Zoo Hannover startet in die Sommersaison! Ab Samstag, 25. März, legen die Boote auf dem Sambesi wieder ab, es geht auf die spannende und informative Reise durch die Tierwelt des afrikanischen Kontinents, Kanadas, Indiens und Australiens.

Bei kommentierten Fütterungen und Tier-Vorstellungen verrät das Zoo-Team alles über seine rund 2.000 Schützlinge und deren Besonderheiten. Die Neuheiten der Saison 2023 stellte Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff am Freitag vor: Gäste können sich auf das neue Reich der stacheligen Ursons, dreifachen Nachwuchs bei den seltenen Berberlöwen und den Einzug der Tiere in das Zoologicum – die Welt, die Wissen schafft –, freuen. Auf kleine Zoo-Gäste wartet mit der neuen fantasiebeflügelnden Feuerwache der neue Abenteuerspielplatz in Yukon Bay.

WISSEN: Einzug der Tiere ins Zoologicum

Das neue Zoologicum im Erlebnis-Zoo ist die Welt, die Wissen schafft – und das wird auf unvergesslich charmante Art vermittelt. Hier begegnen die Zoo-Gäste den unterschiedlichsten Tierarten von bunten Aras, flinken Mäusen und Hausratten, imponierenden Greifvögeln bis zu den urigen Gürteltieren und gemütlichen Faultieren.

Sobald sich alle Tiere eingelebt haben, beginnen die Tierpflegerinnen und Tierpfleger mit dem Training für die informativen Vorstellungen im ARTrium, wo sich große und kleine Gäste darauf freuen können, spannendes Wissen nachhaltig beeindruckend zu erleben.

NEUE TIERART: Die Ursons beziehen ihr Reich am Yukon

In der stillgelegten Goldmine in Yukon Bay ist das Reich der Ursons entstanden.  Das neue Areal ist passend zur kanadischen Themenwelt ganz im Stile eines verlassenen Goldgräber-Camps gehalten. In einem alten Schuppen stapeln sich noch Schaufeln, Siebe, Seile, Fässer – und mittendrin hausen die Baumstachler in ihrem gemütlichen Schlafnest. Die außergewöhnliche Tier-Anlage konnte mithilfe einer Spende des Vereins der Zoofreunde Hannover e.V. in Höhe von 150.000 € entstehen. „Wir danken den Zoofreunden sehr, sehr herzlich!“, sagte Zoo-Geschäftsführer Casdorff. „Durch ihre Spende können wir im Erlebnis-Zoo eine weitere spannende Tierart zeigen, und die Geschichte von Yukon Bay ist um ein Kapitel reicher“, erklärte Casdorff – und verriet, dass die Ursons im Laufe des Jahres noch Untermieter bekommen werden. Aber das ist dann wieder eine neue Geschichte…

SPIELPLATZ: Die fantasiebeflügelnde Feuerwache

Es „brennt“ in Yukon Bay! Zumindest in der Fantasie der Kinder. Der neue Abenteuerspielplatz ist eine Feuerwache mit Turm, Ausguck und Spiralrutsche, mit knallrotem Meldetelefon, Feuerwehrschule und einer Kantine. Das „Fire Department“ und die danebenliegende Arztpraxis von Dr. J. Jefferson sind so liebevoll ausgestattet, dass Kinder sofort zu Feuerwehrleuten, Rettenden und Geretteten werden. Im Fire Department können die Kinder toben, klettern, rutschen, aber auch in fremde Rollen schlüpfen, sich ausprobieren, voneinander lernen, die Erwachsenen-Welt nach eigenen Regeln nachspielen – oder neu erfinden. Im Yukon Fire Department ist alles möglich!

ARTENSCHUTZ: Nachwuchs bei den Berberlöwen

Am 20. Februar kam im Erlebnis-Zoo dreifacher Nachwuchs bei den seltenen Berberlöwen zur Welt. Noch sind die Jungtiere hinter den Kulissen mit ihrer Mutter Zara in der Wurfhöhle, aber spätestens im Mai werden sie ihr Reich am Sambesi erobern. „Unsere Zoo-Gäste können in dieser Saison miterleben, wie sich die Jungtiere langsam entwickeln und was sie von ihrer Mutter lernen“, so Casdorff.

Berberlöwen sind äußerst selten: In ihrer nordafrikanischen Heimat sind sie seit Mitte des 20. Jahrhunderts in der Natur ausgestorben – ausgerottet durch den Menschen. Nur geschützt in Zoos haben die Berberlöwen überlebt, viele sind Nachkommen aus dem marokkanischen Nationalzoo. Seit 2010 gibt es sie auch im Erlebnis-Zoo Hannover. Mit der Nachzucht der seltenen Berberlöwen engagiert sich der Erlebnis-Zoo aktiv im Ex-situ-Artenschutz – der Zucht und Bewahrung der Tiere außerhalb ihres ursprünglichen Lebensraumes.

Erlebnis-Zoo
Freuen sich auf das neue Zoologicum – Tierpfleger Revin Meyer mit den Aras Inka und Lorenzoo © Erlebnis-Zoo Hannover

BILDUNG:  Neue Angebote der Zooschule – neues Schulhalbjahres-Ticket

Menschen für Tiere zu begeistern, Wissen über die Tiere, ihren Lebensraum und ihre Schützenswürdigkeit zu vermitteln, gehört zu Hauptaufgaben wissenschaftlich geführter Zoos. Über 70.000 Schülerinnen und Schüler besuchten den anerkannten außerschulischen Lernort Erlebnis-Zoo im vergangenen Jahr

Über 30 Unterrichtsgänge und Workshops bietet die Zooschule des Erlebnis-Zoo Hannover an. Neu in diesem Schuljahr: Bionik – die Vorbilder der Natur. Erforscht wird, was Unterwasserroboter, selbstschärfende Messer und Dachkonstruktionen mit den Tieren des Zoos verbindet. „Alle Unterrichtsgänge sensibilisieren für den Erhalt bedrohter Tierarten und Lebensräume“, erklärte Casdorff, „dadurch eröffnen sich für die Schülerinnen und Schüler Erkenntnisse und Handlungsmöglichkeiten im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).“

Mit günstigen Tickets für Schülerinnen und Schüler unterstützt der Erlebnis-Zoo die Schulen, Projekte im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung umzusetzen. „Hier im Zoo können sich die Lernenden bestens mit Umwelt und Ökologie auseinandersetzen“, so Casdorff. Um möglichst vielen Schülerinnen und Schülern den Besuch im Zoo zu ermöglichen, bietet der Zoo weiterhin die günstigen Schüler-Tagestickets für 3.50 € (für Partnerschulen) bzw. 5 € pro Person an.

Neu ab dem 12. April: Das Schulhalbjahres-Ticket für 19,50 € ermöglicht es den Lernenden, den Zoo montags bis freitags (außer in den Ferien und an Feiertagen) von 09 bis 14 Uhr im Rahmen ihrer BNE-Forschung immer wieder zu besuchen.

ZOO VIEL LOS: Tierisch tolle Veranstaltungen

Osterrätsel, Kleinkunst, Markttage: In der neuen Zoosaison ist tierisch viel los! Auf dem Veranstaltungsprogramm stehen unter anderem die beliebten Meyers Markttage im April, das Kinder-Ferienprogramm, der ZOO-RUN am 25. Mai und die „Nacht der Erlebnisse“ im Juni.  Wenn die Tiere schlafen, verwandelt sich der Erlebnis-Zoo an sechs Abenden in eine Bühne für spektakuläre Auftritte und köstliche Leckereien. Bei der „Nacht der Erlebnisse“ können sich die Gäste auf bunte Walk Acts, musikalische Highlights und Kleinkunst vom Feinsten freuen – berührend und inspirierend, mitreißend und einfach zum Staunen.

Das ganze Programm und alle weiteren Informationen unter www.erlebnis-zoo.de

TIPP: Die Zoo-App

Mit der Zoo-App haben Besucherinnen und Besucher alle wichtigen Informationen praktisch in einer Hand: Zoo-Plan, Fütterungs- und Vorstellungszeiten, Spannendes zu Tieren und Artenschutzprojekten. Praktisch: Tages- und Jahreskarten können direkt in der App (Wallet) abgelegt werden!

Kriminalität ist in Hannover deutlich gestiegen

Polizeiliche Kriminalstatistik der Polizeidirektion Hannover
Polizeiliche Kriminalstatistik der Polizeidirektion Hannover © Polizei Hannover

Die Polizeidirektion Hannover hat die Polizeiliche Kriminalstatistik 2022 veröffentlicht

HANNOVER.

Fallzahlenanstieg und sinkende Aufklärungsquote – aus gesteigerter Teilhabe am öffentlichen Leben resultieren auch die Anstiege von Gewalt- und Eigentumsdelikten. Jugendkriminalität und Gewalt gegen Einsatzkräfte nehmen zu. Vergleiche zum Vorjahr im Bereich häuslicher Gewalt sind nun erstmalig möglich. Weitere Erklärungen zur Kriminalitätsstatistik werden in diesem Bericht erläutert.

Gesamtzahl der Straftaten

Für den Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion (PD) Hannover wurden 2022 insgesamt 108.375 Straftaten erfasst. Dies macht im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 12,50% aus. Damit ergibt sich im Jahr 2022 ein Höchstwert im Vergleich der vergangenen fünf Jahre. Letztmalig waren für das Jahr 2017 mit 114.685 Taten höhere Fallzahlen erfasst.

Mit deutlichen Lockerungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie kehrte das öffentliche Leben schrittweise zu seiner früheren Form zurück. Aufgrund dessen haben sich nunmehr auch wieder häufiger Tatgelegenheiten ergeben. Besonders die Zahlen in den Bereichen der Rohheits- und Eigentumsdelikte stiegen merkbar an.

Aufklärungsquote (AQ)

Mit 60,63% sank die Aufklärungsquote um 3,22 Prozentpunkte (PP). Der Rückgang der AQ hängt hauptursächlich mit der Entwicklung in der Deliktsgruppe der Vermögens- und Fälschungsdelikten (AQ: -9,55PP) und dem dortigen Anstieg von nicht aufgeklärten Fällen zusammen. In diesem Zusammenhang stellt der deutliche Rückgang der – in aller Regel aufgeklärten – Fälle der Beförderungserschleichung nur einen Teilaspekt dar. Die AQ wird auch durch den Anstieg von nicht aufgeklärten Fällen insbesondere in den Bereichen des Warenkreditbetrugs sowie des Betrugs mittels rechtswidrig erlangter Zahlungsmittel beeinflusst.

Tatverdächtigenanalyse

Von den 42.040 ermittelten Tatverdächtigen waren 31.928 (75,95%) männlich und 10.112 (24,05%) weiblich. Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger betrug dabei 40,72%.

Rohheitsdelikte

Insgesamt sind 17.662 Taten in der Gruppe der Rohheitsdelikte bearbeitet worden. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 3.433 Fälle (+ 24,13%). Damit liegt diese Deliktsgruppe deutlich über dem Niveau vor der Pandemie.

„Binnen 12 Monaten haben sich die Zahlen vom historischen Tiefststand auf den historischen Höchststand entwickelt. Die Gewalt hat zugenommen. Dies beginnt bei einer erhöhten Aggressionsbereitschaft, die allzu oft in tätliche Auseinandersetzungen münden. Schwerwiegende Folgen hat dies, wenn Waffen zum Einsatz kommen.“, so Polizeipräsident Volker Kluwe.

Häusliche Gewalt

Bis einschließlich des Berichtsjahrs 2020 lag keine bundeseinheitliche Definition bzw. Begriffsbestimmung zum Deliktsfeld „Häusliche Gewalt“ vor. Die Fallzahlen konnten lediglich innerhalb der Bundesländer miteinander verglichen werden. Ab dem Berichtsjahr 2021 wird nun das Phänomen „Häusliche Gewalt“ anhand einer bundesweit einheitlichen Erfassung auf Grundlage der Bund-Länder-Arbeitsgruppe (BLAG) abgebildet. Damit können PKS-Entwicklungen bundesweit gegenübergestellt werden.

Den 4.830 in der PD Hannover bearbeiteten Fällen aus dem Vorjahr stehen für 2022 nun 5.566 Fälle gegenüber, dies stellt einen Anstieg um 15,3% dar.

Von den 5.536 Fällen, die einen Tatort in der PD Hannover hatten, sind 4.414 Fälle als Opferdelikte im Sinne der PKS (Totschlag, Körperverletzung etc.) und 1.122 Nicht-Opfer-Delikte (Diebstahl, Betrug u. ä.) erfasst. Den Großteil an Delikten bilden die Körperverletzungen mit 3.132 Fällen. Es wurden aber auch 151 Sexualdelikte sowie vier vollendete und fünf versuchte Tötungsdelikte, bearbeitet.

Es handelt sich um 3.104 Fälle der Partnerschaftlichen Gewalt, um 1.373 Fälle der Familiären Gewalt sowie um 1.122 Fälle sonstiger Delikte im Kontext häuslicher Gewalt (Sachbeschädigung, Beleidigung, Straftaten gegen das Gewaltschutzgesetz etc.). Die Gesamtzahl dieser Delikte weicht mit 5.599 Taten von der o. a. Fallzahl ab und ist mit der statistischen Erfassung der jeweiligen Sachverhalte zu erklären. Von den 4.719 Opfern sind 3.357 weiblich (71,14%) und 1.362 männlich (28,86%). 2.487 Opfer wurden leicht, 27 schwer und vier tödlich verletzt.

Die 4.087 Tatverdächtigen sind überwiegend männlich (3.001 bzw. 73,34%), Frauen sind mit 1.086 Tatverdächtigen deutlich geringer vertreten. 2.546 (62,3%) der Tatverdächtigen hatten die deutsche Staatsangehörigkeit, 1.541 (37,7%) waren nichtdeutsch. 835 Tatverdächtige (20,43%) standen unter dem Einfluss von Alkohol und 81 Tatverdächtige (1,98%) unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln.

Maßnahmen und Veranstaltungen im Kontext Häusliche Gewalt

Die Verhinderung sowie Bekämpfung von „Häuslicher Gewalt“ ist ein besonderes Anliegen der PD Hannover. Mit weiteren Akteuren in der Region Hannover (Umland wie LHH) sind umfangreiche Erfahrungen im gemeinsamen Zusammenwirken zum Schutz von Betroffenen von häuslicher Gewalt vorhanden und Beratungs- sowie Interventionsstrukturen etabliert. Ein wichtiges Ziel ist dabei, durch präventive Maßnahmen zum Phänomen zu sensibilisieren und Fälle aus dem „Dunkelfeld“ zu holen.

   U. a. hat der Kommunale Präventionsrat (KPR) der Landeshauptstadt 
      Hannover (LHH) im Jahr 2022 unter dem Jahresmotto "Häusliche 
      Gewalt - Hannover ist stärker als Gewalt" eine Vielzahl von 
      Veranstaltungen unter Beteiligung des Präventionsteams der PI 
      Hannover umgesetzt.

Anlässlich des Orange Days am 25.11.2022 wurden in der hannoverschen Innenstadt symbolisch vier Sitzbänke aufgestellt. Im Rahmen der Aktion „Die Roten Bänke“ wurde medienwirksam zum Jahresmotto „Hannover ist stärker als Gewalt“ aufmerksam gemacht. Die Initiative des KPR der LHH wurde durch die Polizeidirektion Hannover begleitet. Auf den Sitzbänken sind Plaketten mit relevanten Rufnummern für betroffene Frauen angebracht.

Im Neuen Rathaus der LHH wurde eine Ausstellung mit Plakaten zum Thema „Gewalt ist nie privat“ umgesetzt. Das Angebot richtete sich zunächst an Schülerinnen und Schüler unter vorheriger Anmeldung der jeweiligen Schule. Anschließend wurde die Ausstellung für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Im Jahresverlauf 2022 wurden zum Jahresmotto des KPR der LHH sechs After-Work-Veranstaltungen im Kontext Häuslichen Gewalt angeboten. Die Umsetzung der Veranstaltungen erfolgte unter Mitwirkung des Präventionsteams der PI Hannover, zwei Vertreterinnen der Staatsanwaltschaft Hannover sowie der Waage Hannover e.V. Im Rahmen der After-Work-Veranstaltungen wurden Diskussionsforen über die Rollen und Aufgaben der Justiz und der Polizei geschaffen.

Die Polizeidirektion Hannover beteiligt sich gemeinsam mit anderen Institutionen an einem Projekt, um potentiell Betroffenen Hilfsangebote zu unterbreiten und somit den Gewaltkreislauf zu unterbrechen.

Markus Häckl, Leiter des Dezernates für Kriminalitätsbekämpfung und Prävention, resümiert: „Mit der umfangreichen Beteiligung an diversen Projekten leistet die PD Hannover einen Beitrag zur Vorbeugung von Gewaltstraftaten. Die Prävention von Häuslicher Gewalt hat einen hohen Stellenwert. Wir verfügen über etablierte, interdisziplinäre Hilfe- und Interventionsstrukturen in der gesamten Region Hannover. Gemeinsam mit unseren Partnerinnen werden wir auch weiterhin einen schnellen Interventionsverlauf für gewaltbetroffene Personen garantieren.“

Phänomen Messerangriff

Der Messerangriff ist seit 2020 als Phänomen in der PKS darstellbar, allerdings nur bei vorgegebenen Deliktsschlüsseln. Messerangriffe im Sinne der PKS-Erfassung sind solche Tathandlungen, bei denen der Angriff mit einem Messer unmittelbar gegen eine Person angedroht oder ausgeführt wird. Das bloße Mitführen eines Messers reicht hingegen für eine Erfassung als Messerangriff nicht aus, ebenso nicht der Einsatz einer sonstigen Stichwaffe.

Es ergeben sich für das Berichtsjahr 2022 in der PD Hannover 786 Fälle, in denen ein Angriff mit einem Messer unmittelbar gegen eine Person angedroht oder ausgeführt wurde. Im Jahr 2021 wurden 589 Fälle gezählt, sodass sich hier eine erneute Steigerung um +197 Fälle bzw. +33,45% ergibt. 177 Fälle ereigneten sich unter dem Einfluss berauschender Mittel.

72,52% dieser Taten (570 Fälle) fanden im Stadtgebiet der LHH statt. Am höchsten ist hierbei der Stadtteil Mitte mit 162 Fällen (20,61% an PD gesamt) betroffen. Im Umland sind die Städte Garbsen (32 Fälle) sowie Laatzen und Neustadt (je 23 Fälle) am häufigsten betroffen.

Tatverdächtigen Analyse

Die Anzahl der Tatverdächtigen (TV), die im Berichtsjahr 2022 einen Messerangriff unmittelbar gegen eine Person angedroht oder ausgeführt haben, liegt in der PD Hannover bei 571 Tatverdächtigen insgesamt und stieg damit um +119. Der Anteil der Männer, liegt bei 88,79% (507 TV), der Anteil der Frauen bei 11,21% (64 TV). Dies entspricht in etwa der Verteilung aus dem Vorjahr. Von den 571 TV sind 307 TV (53,77%) deutsche Staatsangehörige und 264 TV (46,23%) nichtdeutsche Staatsangehörige.

Bei der Altersstruktur ist erkennbar, dass der Großteil der TV der Gruppe der Erwachsenen zugehörig ist (416 TV). In der Altersgruppe der Heranwachsenden wurden 52 TV erfasst und in der Altersgruppe der Jugendlichen 75 TV. 28 TV waren zur Tatzeit noch Kinder. Eine weitere Unterteilung der Alterskohorten ist nicht möglich.

Bei den Messerangriffen, die im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt stattfanden, wurden im Berichtsjahr 2022 insgesamt 127 TV bekannt, davon 82 männliche TV und 45 weibliche TV. Damit liegt der Anteil der Frauen als TV (35,43 %) in diesem Phänomenbereich mehr als doppelt so hoch, verglichen mit der Anzahl der weiblichen TV bei den Messerangriffen insgesamt. 73 TV (57,48 %) von den insgesamt 127 TV aus dem Phänomenbereich Häusliche Gewalt sind deutsche Staatsangehörige, 54 TV (42,52 %) sind nichtdeutsche Staatsangehörige.

Verbotszone

Messerangriffe waren im Jahr 2022 aufgrund einer Häufung von u.a. auch schweren Kapitaldelikten in einem besonderen Fokus der medialen Berichterstattung und damit auch in der Wahrnehmung der Stadtgesellschaft. Die LHH hat mit einer Verordnung über die Einrichtung einer Verbotszone über das Führen von Waffen, Messern und gefährlichen Gegenständen in der Landeshauptstadt Hannover mit Wirkung vom 24.11.2022 die bestehende Verbotszone räumlich erweitert. Der Innenstadtbereich umfasst jetzt örtlich den Raschplatz und Teile des Weißekreuzplatzes sowie einen definierten Bereich des Quartiers Steintor/Marstall.

Aufgrund der Entwicklung ist von der PD Hannover ein Einsatzschwerpunkt im innerstädtischen Bereich gesetzt worden. Mit dem Projekt Innenstadt (PRIN) der PI Hannover und der Einbindung in das Projekt bahnhof.sicher ist an relevanten Bereichen die polizeiliche Präsenz deutlich erhöht worden. Zur Verbotszone werden niedrigschwellig Kontrollmaßnahmen durchgeführt, Verstöße gegen die Verbotszone konsequent geahndet.

Zur Analyse der aktuellen Entwicklungen sowie der Abstimmung des gemeinsamen Vorgehens wurde ein „Runder Tisch Messerangriffe“ gemeinsam durch die LHH sowie der PD Hannover eingerichtet. Weiter sind die Bundespolizei, die Staatsanwaltschaft Hannover, das Landeskriminalamt, das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen, die ÜSTRA, die Firma protec, das Deutsch-Europäische Forum für Urbane Sicherheit (Defus) sowie der Kommunale Präventionsrat Teilnehmende des Runden Tisches.

Raubdelikte

Bei den Raubdelikten beträgt der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr 296 Fälle bzw. 43,40% auf insgesamt 978 Taten. Von diesen ereigneten sich 767 auf dem Gebiet der LHH, davon 304 Fälle im Stadtteil Mitte. In der Region sind mit 32 die meisten Fälle in der Stadt Laatzen erfolgt, gefolgt von 26 Fällen in Lehrte und 23 Fälle in Neustadt am Rübenberge. Die AQ der Raubdelikte liegt in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (2022: 57,36% / 2021: 59,24%). Zu den 561 aufgeklärten Fällen wurden 638 TV erfasst.

Der Schwerpunkt im Bereich des Stadtteils Mitte ist mit der kriminalgeografischen Lage zu erklären. Dieser Stadtteil ist wesentlich geprägt von Einkaufsmöglichkeiten, dem im Zuständigkeitsbereich des PK Mitte gelegenen Vergnügungsviertel und der damit verbundenen Frequentierung. Aber auch das Aufeinandertreffen ganz unterschiedlicher Personengruppen führt zu einem hohen Konfliktpotenzial dieser Gruppen untereinander. Entsprechend stellt dieser Bereich einen Einsatzschwerpunkt der PD Hannover dar, u.a. und analog zum Thema Messerangriff mit dem Projekt Innenstadt (PRIN), bahnhof.sicher sowie auch der Verbotszone.

Tötungsdelikte

Bei den Delikten Mord und Totschlag wurden insgesamt 35 Fälle und somit ein Fall mehr bearbeitet als im Vorjahreszeitraum. Hiervon wurden neun Tötungsdelikte vollendet (2021: sechs Fälle). In 22 von 35 Fällen wurden Stichwaffen als Tatwaffe eingesetzt und zählen demnach als Messerangriff.

Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamte

Die Straftaten gegen Polizeivollzugsbeamte (PVB) sind im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls gestiegen – 2022 um 65 Fälle bzw. 6,88% auf nunmehr 1.010 Fälle. Bei den Körperverletzungsdelikten wurden 26 Fälle leichter, gefährlicher und schwerer Körperverletzung und Fälle der fahrlässigen Körperverletzung der PKS 2022 gemeldet. In 79 Fällen wurden Polizeivollzugsbeamte bedroht und in sechs Fällen genötigt.

Für das Berichtsjahr 2022 wurde auch ein Fall des versuchten Mordes zum Nachteil eines PVB ermittelt. Die Tat ereignete sich am 08.06.2022 im Stadtteil Limmer. Ein 61-Jähriger tötete zunächst seine Ehefrau und stach anschließend bei Eintreffen der Polizei im dortigen Treppenhaus mehrfach mit einem Messer auf den Oberkörper eines Beamten ein. Aufgrund der angelegten Schutzweste kam es zu keinen körperlichen Verletzungen.

2.250 PVB wurden Opfer von gegen sie gerichteten Gewalttaten. Dies kommt dadurch zustande, dass bei jeder erfassten Tat zumeist ein Streifenteam angegriffen wurde. Von den Opfern sind 72,49% männlich. Mit Blick auf die Altersgruppen sind 59,29 % im Alter zwischen 21 und 30 Jahren. Als Opfer sind insbesondere Angehörige des Einsatz- und Streifendienst (68,67 %) und der Einsatzeinheiten (16,36 %) zuzuordnen.

Die Tatverdächtigen sind meistens männlich (84,05%), deutsch (64,45%) und zwischen 25 und 50 Jahre alt (55,53%). Sie sind in der Regel allein handelnd (98,18%). 51,67% stehen unter dem Einfluss von Alkohol und 15,3% unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln.

Die Fallzahlen in diesem Deliktsbereich steigen kontinuierlich. Gerade im Kontext der Pandemie standen Polizeivollzugsbeamte als Vertreter des Staates/der staatlichen Maßnahmen im Fokus von Protestmaßnahmen und interagierten zu diesem Thema intensiv mit den Bürgerinnen und Bürgern. Es ist festgestellt worden, dass Polizeikräfte vermehrt dem gesellschaftlichen Unmut ausgesetzt waren. Aufgrund der Relevanz in der medialen Darstellung sind hier auch örtliche Ereignisse der Silvesternacht 2022/23 aufzugreifen. Diese sind in der vorliegenden PKS nicht enthalten.

Gewalt gegen Rettungskräfte

Bei der Analyse dieser Daten ist zu beachten, dass die Anzahl der Opfer je nach Erfassung bzw. Abfragemodalität differieren kann. Werden in einem Sachverhalt Opfer unterschiedlich erfasst (ein Opfer erhält das Spezifikum „Feuerwehr“, das andere „Sonstiger Retter“), können diese unterschiedlich vom Zählwert ausgewiesen werden. Bei einer Einzelabfrage nach Opferspezifikum wird der Wert jeweils gesondert ausgewiesen, bei einer übergreifenden Abfrage jedoch nur als ein Fall angegeben. Diese statistischen Verzerrungen sind bei der Auswertung zu beachten.

Polizeipräsident Volker Kluwe sagt zu dieser Entwicklung: „Der Frust der Gesellschaft entlädt sich zunehmend gegenüber denjenigen, die den Staat repräsentieren – unter anderem Polizei und Rettungskräfte. Ich bleibe dabei: Wer Polizeibeamtinnen und -beamte tätlich angreift, der attackiert damit auch eine wichtige Säule unserer Demokratie. Wer Einsatzkräfte angreift, der attackiert uns alle. Aus diesem Grund wird die PD Hannover Angriffe auf Kolleginnen und Kollegen sowie Mitarbeitende von Feuerwehren und Rettungsdiensten nicht hinnehmen, sondern auch künftig konsequent verfolgen.“

Sexualdelikte

Bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung stieg die Zahl der Taten insgesamt um 368 bzw. 23,87%. Die Steigerungen betreffen alle Untergruppen mit Ausnahme des „Sonstigen sexuellen Missbrauchs von Kindern“. In der Untergruppe Vergewaltigung wurden 54 Fälle mehr registriert (+27,55%), in der Untergruppe Verbreitung pornografischer Schriften liegt ebenfalls eine deutliche Steigerung vor (+180 Fälle/+28,08%).

Bei den Sexualdelikten ist der hohe Anteil der Fälle mit nicht erwachsenen Tatverdächtigen (2022: 33,37%, 2021: 37,8%) auffällig. Aufgrund gemeinsamer Anstrengungen der Polizei auf Bundes-und Landesebene ist in diesem Deliktsfeld mit einem weiteren Anstieg der Fallzahlen und Aufhellung des Dunkelfeldes zu rechnen, auf den sich die PD Hannover aktuell vorbereitet und die zentrale Sachbearbeitung im ZKD Hannover massiv personell erhöht.

Hierbei setzt sich der Trend steigender Fallzahlen fort. Ursächlich sind insbesondere die Meldungen des amerikanischen National Centers für Missing and Exploited Children (NCMEC) sowie geführte „Operationen“ sachbearbeitender Dienststellen, die bundesweit zur Aufdeckung von Kinderpornografie und auch sexuellen Missbrauchstaten führen.

Darüber hinaus spielt der anhaltende Trend zum Teilen von Nacktbildern durch/von Kindern und Jugendlichen via Social Media ebenso eine Rolle.

Prävention:

   -	Die Präventionsteams der PD Hannover unterstützen in den weiterführenden Schulen Präventionsunterrichte u.a. zum Themenbereich
Gewalt. Dazu zählen u.a. zielgerichtet auch die Themenbereiche  Cybermobbing, Cybergrooming und Sexting. Die Verbreitung pornografischen oder kinderpornografischen Materials in Chatgruppen  führt regelmäßig zur Einleitung von Ermittlungsverfahren und zum 
Bekanntwerden gleich mehrerer junger Tatverdächtiger. Darüber hinaus  sind Sexting und der Versand pornografischen Materials im Freundes-  und Bekanntenkreis in Messenger Gruppen unter jungen Menschen weit  verbreitet. Neben einem jugendlichen Anbahnungsverhalten bei  Beziehungen besteht häufig auch der Wunsch, Emotionen bei  Chatpartnerinnen und Chatpartnern auszulösen. Auch ein Geltungsdrang  und eine jugendtypische Unbedarftheit sind regelmäßig tatauslösendes  Motiv.
   -	Die Präventionspuppenbühne der PD Hannover thematisiert in ihren Vorstellungen für Kinder im Grundschulalter in eigenen Aufführungen die Programme "#TuWas" und "Völlig vernetzt". Das Programm "Völlig  vernetzt" fokussiert den Themenbereich persönliche Daten im Netz.  Neben der Thematisierung des Kontrollverlustes von Daten in der  internetbasierten Kommunikation wird das Verständnis der Kinder für die Funktionalität der Datenverbreitung gestärkt. Zur Festigung der  erlernten Kompetenz werden die Kinder spielerisch herausgefordert  Kommentare und die daraus resultierende Preisgabe von Daten zu  bewerten. Das Programm "#TuWas" beleuchtet die Thematik "Mobbing" mit dem Teilaspekt des Cybermobbings. Hierbei werden die Kompetenzen der  Kinder durch Vermittlung verschiedener Methoden gestärkt.
   -	Für eine gelungene Präventionsarbeit ist maßgeblich die  Netzwerkarbeit mit externen Partnerinnen zu benennen. Neben  bundesweiten Kampagnen, wie beispielsweise "Sounds Wrong"  (Zivilcourage zeigen und Missbrauchsdarstellungen melden - Kampagne  gegen die Verbreitung von Kinderpornografie) ist auch die  Zusammenarbeit mit nichtpolizeilichen Initiativen, bspw. Juuuport  e.V." (Beratung bei Cybermobbing, Stress in sozialen Medien,  Datenklau, Cybergrooming, Sexting, Gaming, Online-Sucht oder Technik) und auch "smiley e.V." (Erlangung von Medienkompetenz - Angebote für  junge Menschen und auch Eltern in Form von Fortbildungen und auch 
Vorträgen) oder auch "klicksafe" (u.a. Medienpädagogik in der  Grundschule) zu erwähnen.

Kinder- und Jugendkriminalität

Im Berichtsjahr 2022 verzeichnete die Polizeidirektion Hannover erstmalig seit 2019 wieder einen Anstieg der Fallzahlen (6.686). Dies stellt eine Steigerung von 34,88% im Vergleich zum Vorjahr dar. Dabei wurden insgesamt 5.389 Minderjährige straffällig (+28,34%). Von den 1.807 tatverdächtigen Kindern waren 1.255 Jungen (69,45%) und 1.149 deutsch (63,59%). Männliche jugendliche Tatverdächtige wurden insgesamt 2.490 (69,65%) gezählt. Unter der Gesamtzahl waren 2.410 (67,41%) deutsch.

Als Erklärungsansatz für die allgemeine Steigerung sind sog. Nachholeffekte aufgrund der Lockerungen in der pandemischen Lage zu vermuten. Delinquentes Verhalten bzw. jugendtypisches Fehlverhalten war zu Zeiten der Corona-Pandemie aufgrund vorliegender Beschränkungen und Schließungen nicht möglich. Es mangelte schlichtweg an Tatgelegenheiten. Außerdem liegen sozialpsychologische Gründe nahe, die sich aus einem Unsicherheitsgefühl und nicht erlernten Konfliktbewältigungsstrategien folgern lassen und sich 2022 in vermehrt delinquentem Verhalten äußerten.

Volker Kluwe hebt dabei hervor: „Die Taten sind kein neues Phänomen für die Polizei. Abweichendes Verhalten und Ausloten von Grenzen sind manchmal auch Teil des Erwachsenwerdens. Unser polizeiliches Verständnis endet jedoch dort, wo Straftaten begangen werden, bei denen andere zu Schaden kommen, Opfer von Gewalt werden oder ihnen sonstige Nachteile entstehen. Hier sind wir gemeinsam mit diversen Institutionen im Gespräch mit jungen Menschen, um sie dafür zu sensibilisieren und in ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen.“

Clan-Kriminalität

Für das Berichtsjahr 2022 sind deutlich steigende Fallzahlen im Clan-Kontext ersichtlich. Dieser Anstieg ist mit der Implementierung des Projekts Clan 360°, einer generellen Sensibilisierung sowie einer gezielten Datenqualitätskontrolle in Verbindung zu bringen.

Im Berichtsjahr 2022 waren 15 Großfamilien unter der Clandefinition erfasst, bei denen einzelne Familienmitglieder zu den bekannt gewordenen Straftaten als Tatverdächtige ermittelt werden konnten.

Allgemein ist festzuhalten, dass es nach wie vor keine räumlichen Brennpunkte innerhalb des Zuständigkeitsbereichs der PD Hannover gibt. Clankriminelle Straftaten sind sowohl im Stadtbereich als auch im Umland feststellbar.

Insbesondere durch die auf verschlüsselter (kryptierter) Kommunikation basierenden Verfahren konnte das Dunkelfeld in diesem Bereich erhellt werden.

Das Projekt Clan 360° wurde im Dezember 2021 vorgestellt. Dieses ist auf zwei Jahre angelegt und betrachtet die Clankriminalität umfassend. Schwerpunkte sind Wissensvermittlung, Optimierung der Datenqualität, Netzwerkarbeit, Aus- und Fortbildung sowie die Analyse krimineller Strukturen.

Die „Kooperationsvereinbarung zur Gewährleistung und Umsetzung einer ganzheitlichen und interdisziplinären Bekämpfung krimineller Clanstrukturen“ im Zusammenhang mit dem behördenweiten Projekt Clan 360°“ ist am 23.08.2022 unterzeichnet worden. Diese gewährleistet eine weitere Intensivierung der engen Zusammenarbeit sowohl im gefahrenabwehrrechtlichen als auch im strafrechtlichen Sinne zwischen den Kooperationspartnern (LHH, Region Hannover, Bundespolizei, Hauptzollamt Hannover, Finanzamt für Fahndung und Strafsachen Hannover) sowie im Bereich der Prävention.

Börsennachrichten und Wirtschaftsnews vom 24.März 2023

Indizes
Indizes vom 23.03.2023 © finanzen.net

Marktberichte der Börse Frankfurt

FRANKFURT/MAIN.

Eine deutliche Erholung an den US-Börsen hat am Donnerstag dem EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) Auftrieb verliehen. Der britische FTSE 100 („Footsie“) und auch der Schweizer SMI schlossen nach weiteren Zinsanhebungen durch die Zentralbanken in den Ländern allerdings schwächer.

Die Erwartungen der Anleger, dass die Leitzinsen in den USA in diesem Jahr doch noch sinken könnten, seien nach wie vor hoch, hieß es aus New York. Und das, obwohl der US-Notenbank-Chef Jerome Powell tags zuvor gesagt hatte, dass dies derzeit von den Währungshütern nicht gesehen werde. Vielmehr hatte er noch deutlich gemacht: Die Zinsen könnten, falls dies nötig werden sollte, auch über das erwartete Maß hinaus angehoben werden.

Laut Marktanalyst Konstantin Oldenburger von CMC Markets ist es auch möglich, dass inzwischen Powells Worten mehr Beachtung geschenkt wird, dass die jüngsten Maßnahmen der Fed, des Finanzministeriums und des US-Einlagensicherungsfonds zeigten, „dass alle Einlagen und das Bankensystem sicher sind“.

Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) beendete den Tag mit einem Plus von 0,27 Prozent auf 4207,14 Punkte. Der französische CAC 40 legte um 0,11 Prozent auf 7139,25 Punkte zu. In Großbritannien gab der „Footsie“ dagegen um 0,89 Prozent auf 7499,60 Zähler nach und in der Schweiz sank der Swiss Market Index (SMI) um 0,59 Prozent auf 10 718,54 Punkte. Während die Bank of England ihren Leitzins im elften Schritt um 0,25 Prozentpunkte auf 4,25 Prozent angehoben hatte, setzte die Schweizer Nationalbank (SNB) ihren Leitzins um 0,50 Punkte auf 1,50 Prozent hoch.

Unter den Branchen in Europa nahm der Bankensektor den letzten Platz ein, während der Technologiesektor den Vorgaben aus den USA folgte und am kräftigsten zulegte. Die Citigroup hatte den europäischen Bankensektor abgestuft und bewertet ihn nun mit „Neutral“. Den europäischen Technologiesektor hatten sie auf „Overweight“ hochgestuft. Die Aufmerksamkeit der Anleger dürfte sich verlagern, und zwar weg von höheren Zinsen und hin zu sich verschlechternden Fundamentaldaten, schrieben die Strategen der US-Bank.

Unternehmensnachrichten kamen unter anderem vom französischen Pharmakonzern Sanofi. Positive Studienergebnisse für seinen Kassenschlager Dupixent zur Behandlung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung verhalfen den Aktien im Eurostoxx zu einem Kursplus von 5,5 Prozent.

Starke Zahlen der wichtigen chinesischen Prosus-Beteiligung Tencent führten zu einem Plus von 6,4 Prozent für die Papiere der Internet-Beteiligungsholding (Prosus).

Die Aktien von Zur Rose büßten außerhalb der großen Indizes in der Schweiz 13,5 Prozent ein. Die Versandapotheke hatte ihre Jahreszahlen vorgelegt. Baader-Analyst Volker Bosse zeigte sich insbesondere vom Ausblick enttäuscht. Zur Rose werde voraussichtlich erst 2024 profitabel werden und damit ein Jahr später als bisher erwartet, schrieb er.

In London sahen die Aktien British American Tobacco (BAT) mit einem Abschlag von 5,5 Prozent zwar besonders schwach aus. Sie wurden jedoch an diesem Tag ex Dividende gehandelt.

(Quelle:finanzen.net)


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enercity erziehlt Rekordergebnis-Umsatz über 8 Milliarden Euro

enercity Vorstand 2023 Credit Franz Bischof

Massive Investitionen in erneuerbare Energien

HANNOVER.

Das Geschäftsjahr 2022 war für enercity ein überaus erfolgreiches: In einem herausfordernden Marktumfeld hat der Energiedienstleister ein Rekordergebnis und somit das beste Geschäftsresultat der Unternehmensgeschichte erzielt.

Der Umsatz ist um 61,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 8,1 Milliarden Euro gestiegen. Das EBITDA ist um 23,4 Prozent auf 408 Millionen Euro gestiegen. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) des Konzerns liegt mit 218,5 Millionen Euro um 3,2 Prozent über dem Vorjahr (2021: 211,8 Millionen Euro).

Damit hat enercity sein strategisches Ziel einer Ergebnisverdopplung bis 2025 gegenüber 2016 vorzeitig erreicht.   Die Investitionen liegen ebenfalls auf Rekordniveau: Mit einem Volumen von 283,9 Millionen Euro im Jahr 2022, ein Plus von 66,1 Prozent im Vergleich zu 2021, festigt enercity weiter die Basis für eine sichere und nachhaltige Energieversorgung der Kundinnen und Kunden durch den konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung, kundennahen Dienstleistungen sowie leistungsfähige Infrastruktur. 

„Wir sehen dieses sehr gute Ergebnis als Bestätigung unserer bisherigen Arbeit, aber zugleich auch als Motivation, diesen erfolgreichen Weg mit unseren Kundinnen und Kunden weiter zu verfolgen”, sagt enercity-CEO Dr. Susanna Zapreva. Einen Weg, den die Kundinnen und Kunden honorieren: enercity konnte im Geschäftsjahr 2022 erneut punkten.

„Wir haben die Menschen nicht im Regen stehen lassen, als sich der Markt bei den Energielieferanten innerhalb kürzester Zeit stark reduziert hat“, so Zapreva. „Dank einer vorausschauenden Beschaffungsstrategie gelang es uns, die Preise weiterhin attraktiv zu halten.“ So lagen und liegen die Grundversorgungstarife für Strom und Gas unterhalb der gesetzlichen Preisbremsen. 

Anteil der erneuerbaren Energien nimmt weiter zu 

Das insgesamt erheblich gestiegene Preisniveau am Strom- und Gasmarkt führte in Summe zu Zurückhaltung bei den Großhandelstätigkeiten. Mit 19.619 Gigawattstunden (GWh) im Jahr 2022 lag der Stromabsatz um 31,3 Prozent unter Vorjahresniveau (28.570 GWh). Der Erdgasabsatz ist 2022 um 28,7 Prozent auf 32.710 GWh gesunken (Vorjahr: 45.845 GWh). Der Wärmeabsatz ging 2022 von 3.095 GWh gering um 12,1 Prozent auf 2.722 GWh zurück. Der Wasserabsatz blieb mit 42 Millionen Kubikmetern auf dem Niveau des Vorjahres.  

Die Wärmeerzeugung bei enercity ist im Jahr 2022 um zwölf Prozent auf 2.894 Gigawattstunden (GWh) zurückgegangen, der Anteil der erneuerbaren Energien bzw. Abwärme legte zwei Prozent auf nunmehr 20,7 Prozent zu. Die Gesamtstromerzeugung bei enercity hat 2022 um 0,6 Prozent leicht zugenommen und umfasst 3.313 GWh (2021: 3.267 GWh). Die erneuerbare Stromerzeugung hat um 2,3 Prozent zugelegt und macht mit 1.161 GWh einen Anteil von 35 Prozent an der Gesamtstromerzeugung aus (2021: 34,7 Prozent). Durch das zum Jahresanfang erweiterte Windkraftportfolio der Norderland-Gruppe wird schon dieses Jahr der Erneuerbaren-Anteil deutlich über 50 Prozent liegen.   

Große Schritte beim Ausbau der Windkraft – Baustart für Windpark in Rheinland-Pfalz 

enercity baut seine Windkraft immer weiter aus. Dazu trägt auch die erwähnte Übernahme von 166 Windanlagen aus dem Norderland-Portfolio zum Jahresanfang bei. Die Windanlagenleistung hat sich bei enercity damit mehr als verdoppelt und beträgt nun 712 Megawatt (MW) in 83 Windparks mit insgesamt 348 Windenergieanlagen. enercity ist damit bundesweit in die Spitzengruppe der Onshore-Windkraftbetreiber aufgestiegen.  

Auch mit dem Bau von eigenen Windparks geht es weiter voran: enercity hat kürzlich die Genehmigung zum Bau von sieben Windenergieanlagen im rheinland-pfälzischen Beuren erhalten. Noch im Frühjahr wird die Projektumsetzung starten. Der Energiedienstleister investiert 42,5 Millionen Euro in das Vorhaben, das rund 18.900 Tonnen CO2 pro Jahr einspart. Mit einem Energieertrag von etwa 45.000 Megawattstunden pro Jahr reicht der erneuerbare Strom aus, um etwa 18.000 Haushalte zu versorgen. Die Inbetriebnahme ist für 2024 geplant. Somit wird bereits nächstes Jahr die Marke von 1.000 Megawatt (MW) an installierter Windstromleistung erreicht. 

„Noch in diesem Jahr werden wir nur mit unserer Windkraft den jährlichen Strombedarf von 550.000 Haushalten abdecken“, erklärt Zapreva und verspricht: „Das Investitionstempo bleibt hoch: Für Windenergie und Freiflächen-Photovoltaik werden wir allein in den kommenden beiden Jahren gut eine halbe Milliarde Euro investieren.“   

  

Photovoltaik für mehr Ökostrom aus Sonnenenergie  

Im Bereich der Dienstleistungen entwickelten sich 2022 auch die PV-Anlagen positiv. Das junge Geschäftsfeld schloss das vergangene Geschäftsjahr mit einem Auftragsvolumen von 34 Megawatt (peak) ab. Im Zuge der Kooperationen mit dem Land Niedersachsen und der Landeshauptstadt Hannover sind zehntausende Quadratmeter Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden wie Schulen und Ämtern installiert worden – weitere befinden sich bereits in Planung.  

Über strategische Kooperationen lassen sich zudem weitere Potentiale erschließen, wie etwa mit dem bundesweit tätigen Fertighaushersteller SchwörerHaus. Jährlich kann enercity allein hier tausende neuer Kunden für Photovoltaik-Lösungen gewinnen.   

Hannovers Fernwärme wird „grüner“, Geothermie-Suche gestartet 

Einen umfassenden Beitrag zur Energiewende leistet enercity auch in der urbanen Wärmewende. Ein bundesweites Vorzeigeprojekt ist dabei der Umbau der Fernwärme auf erneuerbare Energien und Abwärme verbunden mit dem vorzeitigen Ausstieg aus der Kohle. Insgesamt wird enercity hier in den kommenden Jahren mehr als eine Milliarde Euro investieren. Ein Großteil der Investitionen fließt dabei in den Bau von 14 Ersatzanlagen, die ab Anfang 2027 das Kohlekraftwerk Stöcken ersetzen sollen. In wenigen Wochen wird dazu eine Klärschlammverwertungsanlage in Hannover-Lahe den Betrieb aufnehmen. Der Bau eines Altholzheizkraftwerks schreitet ebenso voran. Für ein Geothermie-Projekt, in Zusammenarbeit mit Eavor, einem innovativen Geothermieunternehmen, hat das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) nun die Erlaubnis für die Aufsuchung von Erdwärme in einem 22,5 Quadratkilometer großen Feld im Nordosten Hannovers erteilt.   

Deutschlandweit baut enercity die grüne Wärme mit seinen Contracting-Beteiligungen in Hunderten von Kommunen kontinuierlich aus. Neben einem neuen Wärmenetz im Norden von Bremen läuft in Hamburg der Ausbau in der HafenCity-Ost und weiteren Stadtteilen.  

5.000 Ladepunkte für E-Mobilität in ganz Deutschland 

In der ersten Jahreshälfte wird enercity seinen 5.000. Ladepunkt in Deutschland installieren. „enercity setzt bei der klimafreundlichen Mobilität bundesweit Akzente und sorgt auch dafür, dass Hannover bei der Ladeinfrastruktur der Spitzenreiter unter den deutschen Großstädten ist “, so Dr. Zapreva. Denn im flächendeckenden Ausbau der Ladeinfrastruktur ist enercity vor allem in Hannover erfolgreich. Hier wurden bereits rund 3.000 Ladepunkte installiert. Vor allem aber wurde in der Landeshauptstadt innerhalb der vergangenen vier Jahre die Zahl der öffentlichen Ladepunkte auf rund 550 mehr als verzehnfacht.  

Dank enercity ist Hannover deshalb führend in den wichtigsten Kriterien für öffentliche Ladeinfrastruktur im Städtevergleich: Nirgendwo in Deutschland müssen sich so wenige E-Autofahrende sowohl einen Ladepunkt (T-Wert: 10) als auch einen Schnellladepunkt (S-Wert: 86) teilen. Und auch beim so genannten A-Wert, der das Verhältnis der Anzahl öffentlich zugänglicher Ladepunkte zu den im Betrachtungsraum zugelassenen Autos angibt, ist Hannover mit einem Wert von 232 Spitze. Damit das so bleibt, wird enercity bis zum Jahr 2026 die Anzahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte in Hannover auf 1.300 erhöhen. Der Energiedienstleister setzt dabei auch auf die Erhöhung des Anteils an Schnellladepunkten, damit das Laden noch attraktiver wird.  


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