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Sonntag, Mai 3, 2026

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Hannover Nachrichten vom 24.Mai 2023

Schulbiologiezentrum Hannover - Programm 2023 © LHH
Schulbiologiezentrum Hannover - Programm 2023 © LHH

HANNOVER.

„Naturerlebnisse für Erwachsene und Kinder“: Sonntagmorgen-Veranstaltungen im Schulbiologiezentrum Hannover starten in die Saison

Unter dem Motto „Naturerlebnisse für Erwachsene und Kinder“ finden sonntags im Schulbiologiezentrum Hannover wieder die bekannten Workshops zu unterschiedlichen Themen statt. Es gibt immer etwas für Erwachsene, zum Beispiel Gartenrundgänge, Workshops über gärtnerisches Wissen wie zum Beispiel Obstbaumschnitt oder Anlage eines Hochbeetes und viele Angebote für Kinder ab 4 Jahren. Bei den Kinderaktionen gibt es vielfältige Angebote mit Tieren, mit Pflanzen, Experimente oder Basteln.

Los geht’s in diesem Jahr mit zwei besonderen Aktionen Schulbiologiezentrum Hannover, Vinnhorster Weg 2:

4. Juni, 10.30 bis 13.30 Uhr, Weltbienentag

Die Veranstaltung steht im Zeichen des internationalen Weltbienentages, der immer mehr an Bedeutung gewinnt. Der Weltbienentag wird seit 2018 jährlich am 20. Mai begangen und macht auf die Bedeutung der Honigbiene und der Wildbienen als Bestäuberinsekten für unsere Ernährungssicherung und die Biodiversität aufmerksam.

  • Artenschutz leicht gemacht, Vortrag zu Artenschutz für Garten und Balkon mit anschließendem Rundgang, Gabi Fiedler DUH Insektenbündnis Hannover
  • Vorstellung des Imkerprojekts der Hannoverschen Werkstätten, Jan Gronwald, Hannoversche Werkstätten
  • Wildbienen beobachten, Beobachtung und Bestimmung an der Wildbienenwand mit Infostand zum Wildbienenschutz, ab 7 Jahren, Hans-Jürgen Sessner
  • Tiny Green: Mobiler Garten zum Schutz der Arten, Bastelaktionen und Infostand, ab 5 Jahren, Judith Heselmann, Umweltzentrum Hannover
  • Die „Hannover Sisters“ stellen sich vor, Bastelaktion und Info-Stand, ab 5 Jahren
  • Vorstellen von Insektenfutterpflanzen (Auszug aus dem Angebot des Schulbiologizenrums), ab 5 Jahren, Irene Borchers
  • Nisthilfen einfach selbst herstellen, Infostand zu Hannover summt und zum Solitärbienenschutz Hannover summt, ab 5 Jahren

11. Juni, 10.30 bis 14 Uhr, Sonntag im Apothekergarten

Der Tag im Apothekergarten 2023 thematisiert die Weinrebe als Heil[1]pflanze dieses Jahres sowie den Echten Salbei als Arzneipflanze des Jahres. Wein spielt als alkoholhaltige Flüssigkeit für die Extraktherstellung seit der Antike eine Rolle. Zudem hat sich in den letzten 20 Jahren die Weinrebe als Lieferant für rotes Weinlaub in Arzneimitteln für die Behandlung von Venenerkrankungen etabliert. Ursachen und weitere Therapiemöglichkeiten dieser verbreiteten Erkrankung werden im Vortrag und an Stationen erläutert. Der Salbei wird seit 2.500 Jahren mit seinen vielfältigen Wirkungen unverändert in der Therapie von Erkältungskrankheiten, Entzündungen, Schweißüberproduktion und als Abstillmittel angewendet. Diese Einsatzbereiche werden unter Berücksichtigung der modernen Forschung erklärt. Verschiedene Aktionen werden die Gäste zu aktiver Beteiligung anregen

  • 10.30 bis 10:45 Begrüßung
  • 10.30 bis 11.30 Vortrag: „Salbei und Weinrebe – zwei alte Kulturpflanzen als Arznei- und Heilpflanze des Jahres“, Prof. Dr. Udo Eilert
  • 11.30 bis 12.30 Uhr Parcours mit 5 Stationen, ab 8 Jahren, an denen die Wirkung und Anwendung von Salbei und Weinrebe sowie weitere Therapiemöglichkeiten von Venenerkrankungen erklärt werden. Ein stationenübergreifendes Quiz mit vielen Gewinnen wird angeboten.
  • 13.30 bis 15.30 Uhr „Echter Salbei und Weinrebe, wichtige Arzneipflanzen, seit der Antike, evaluiert nach den Kriterien der modernen Forschung“. Für diese Veranstaltung wurde die Akkreditierung von zwei Fortbildungspunkten beantragt. Workshop exklusiv für Pharmazeutisches Fachpublikum.

Für Fragen stehen die anwesenden Apotheker*innen zur Verfügung: Winfried Buthe, Prof. Dr. Udo Eilert, Heide Hartwig-Benneker, Dr. Michael Mainka, Tobias Münkner, PD Dr. Rainer Volk, Kerstin Wahlbuhl

Das weitere Programm in der Übersicht:

Wenn nicht anders gekennzeichnet, dauern die Veranstaltungen der Landeshauptstadt Hannover in Zusammenarbeit mit dem „Verein zur Förderung des Schulbiologiezentrums Hannover e.V. an den Sonntagsvormittagen im Schulbiologiezentrum Hannover, Vinnhorster Weg 2, von 10.30 bis 12 Uhr. Alle Themen finden parallel statt, daher ist ein Wechsel zwischen den Gruppen nicht möglich. Eine Anmeldung ist zurzeit nicht nötig. Alle Informationen und aktuelle Hinweise gibt es unter www.schulbiologiezentrum.info.

Termine:

2., 3., 16., 18. Juni, 20., 23., 25., und 26. August, 18 Uhr, Kultur im Schulbiologiezentrum Hannover, Transfer – Eine Raum-Zeit-Erkundung im offenen Gelände vom Theater fensterzurstadt, Kartenvorverkauf unter Tel. 168-41222

2. Juli Führung im Apothekergarten, Arzneipflanzen im Sommer entdecken

8. Juli, 17 Uhr, Weinzeit meets Bienenhaus, Käse Wein Seminar, Anmeldung unter 0511-3007701

15. Juli, 17 bis 20.30 Uhr, KulturWandel im ZauberWald, ein zauberhaftes Kulturerlebnis im Wald-Paradies, Kartenvorverkauf bitte über Link auf Internetseite www.schulbiologiezentrum.info

6. August, Vortrag im Apothekergarten, Phytopharmaka, Homöopathie, Anthroposophie und Bachblüten

18. August, 20 Uhr, Cinema del Sol, der wunderbare Garten der Bella Brown, Eintritt frei

25./27. August Pilzexkursionen I Anfänger*innen. Weitere Informationen im Internet unter schulbiologiezentrum.info

10. September, 10 bis 17 Uhr Umweltforum / 140 Jahre Schulbiologiezentrum

montags Sept. / Okt., 16 bis 17.30 Uhr Pilzberatung durch eine Pilzsachverständige der DGFM

24. September, Führung im Apothekergarten 29. September und 1. Oktober Pilzexkursionen I Fortgeschrittene

6. und 8. Oktober, Pilzexkursionen II Fortgeschrittene


Immobilienmesse: Konstruktiver und fruchtbarer Austausch: Region und Landeshauptstadt gemeinsam bei Real Estate Arena

Unter dem Motto „Auf gutem Grund“ sind die Themen Wissenschaft und Wirtschaft, Wohnimmobilienmarkt und Wohnraumförderung sowie Gewerbeflächenentwicklung Schwerpunkte des gemeinsamen Auftritts von Region und Landeshauptstadt Hannover (LHH) auf der zweitägigen Messe Real Estate Arena, die am heutigen Mittwoch (24. Mai) gestartet ist. Expert*innen beider Verwaltungen führen auf dem 50 Quadratmeter großen Gemeinschaftsstand Fachgespräche mit den Besucher*innen. Neben dem Klimaschutz, der sowohl für die Region Hannover als auch für die Landeshauptstadt ein wichtiges Thema ist, spielen die Veränderungen in den Innenstädten eine große Rolle.

Die Real Estate Arena als noch neues nationales Messeformat für die Immobilienwirtschaft läuft noch bis zum morgigen Donnerstag (25. Mai) und wird in Hannover zum zweiten Mal ausgerichtet. Sie konzentriert sich auf die mittelständische Immobilienwirtschaft und Städte zwischen 250.000 und 600.000 Einwohner*innen mit regionaler bis hin zu nationaler Bedeutung. Die Deutsche Messe AG als Veranstalterin erwartet rund 275 ausstellende Unternehmen und etwa 5.000 Besucher*innen und damit deutlich mehr Resonanz als im Vorjahr. Das Motto der Veranstaltung ist „mutig, kontrovers und nah dran“. Parallel zu den Gesprächen auf den Messeständen gibt es ein umfangreiches Vortrags- und Diskussionsprogramm auf zwei Bühnen. Eröffnet wurde die Real Estate Arena durch Olaf Lies, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung, Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay sowie Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG. Die acht Schwerpunktthemen der Messe sind Digitalisierung, Stadtentwicklung, Nachhaltigkeit, Logistik/Mobilität, Wohnen, Handel, Touristik/Hotel und Fachkräfte.

Regionspräsident Steffen Krach betont vor allem die Innovationskraft, die in der Messe liegt: „Bei der Real Estate Arena präsentieren sich in diesem Jahr einige Startups, die wirklich innovative Ansätze haben. Ich finde es toll, dass wir in der Region Hannover eine solche Plattform bieten können. Auch der Austausch mit anderen Regionen ist sehr fruchtbar aus meiner Sicht. Eines ist klar: Wir haben auf dem Regionsgebiet viele interessante und innovative Immobilien, die wir gerne präsentieren.“ Er besucht gemeinsam mit Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover, und den Bürgermeister*innen der Umlandkommunen am Donnerstag gezielt die Messe. Schwerpunkt des Besuchs bilden unter anderem Startups auf dem Gemeinschaftsstand des hannoverschen Wohnbauunternehmens meravis, die Metropolregion, die Architektenkammer, die Partnerstadt Leipzig und weitere Stände regionaler Unternehmen.

„Die Real Estate Arena ist eine sehr gute Business-Plattform für Immobilien sowie für die Projekt- und Stadtentwicklung. Wir versprechen uns auch in diesem Jahr für diverse Themen einen konstruktiven Austausch auf Augenhöhe, den wir benötigen: zwischen Städten, Investor*innen, Eigentümer*innen und Nutzer*innen. Für viele der großen Herausforderungen in Hannover ist die Immobilienwirtschaft eine essenzielle Partnerin für Wohnungsbau sowie Transformation der Innenstadt. Ohne eine aktive Mitwirkung der Branche sind auch die Klimaziele nicht zu erreichen“, betonte Oberbürgermeister Belit Onay zum Start der Messe. Neben Onay besuchen seitens der Stadtspitze auch Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel und Stadtbaurat Thomas Vielhaber den Branchentreff.

Zwei Standorte mit viel Potenzial für Wissenschaft und Wirtschaft

Einer der Schwerpunkte des Gemeinschaftsstands ist „Wirtschaft und Wissenschaft“: In den vergangenen Jahren sind am Standort Hannover attraktive Flächen-, Immobilien- und Infrastrukturangebote für innovative und wissensbasierte Unternehmen in unmittelbarer Nähe zu Campusbereichen der Hochschulen in die Entwicklung gekommen. Stadt und Region spüren eine anhaltende und zum Teil wachsende Nachfrage nach Technologieimmobilien, die sowohl von Forschungsinstituten, Unternehmensgründungen aus Hochschulen („Hochschul-Spin-offs“), technologieorientierten Start-Ups und Unternehmen genutzt werden können. Vor allem zwei Standorte zeigen, wie viel Potenzial für Wirtschaft und Wissenschaft im Nordwesten von Hannover steckt und in die gesamte Region ausstrahlt. Zum einen stehen rund vier Hektar Erweiterungsflächen für einen Technologiepark am Campus Maschinenbau in Garbsen zur Verfügung. Die Investorensuche läuft noch bis Ende des Jahres. Ab 2024 sollen in Kooperation mit der Stadt Garbsen die ersten Hochbauten in einem neuen Wissensquartier entstehen.

Die andere Fläche mit Potenzial, die SCIENCE AREA 30X (ehemals „Wissenschafts- und Technologiepark Hannover“), ist nur einen Steinwurf entfernt im hannoverschen Stadtteil Marienwerder. Der Standort für zukunftsgerichtete Forschungs- und Entwicklungslösungen in Wirtschaft und Wissenschaft ist in den vergangenen Jahren bereits dynamisch gewachsen. In der Kombination von Forschungsinstituten, Ausbildungszentren, jungen und etablierten Unternehmen sowie flexiblen Flächenangeboten in drei unterschiedlich ausgerichteten Technoparks und Technologiezentren ist die SCIENCE AREA 30X ein entscheidender Baustein im regionalen Innovations-Ökosystem. Zuletzt hat Anfang Mai die Wirtschaftsförderungsgesellschaft hannoverimpuls ihr Technologiezentrum mit dem Gebäude TECH2 erweitert.

Gewerbeflächenentwicklung – Logistik und Produktion

Die Anforderungen für eine nachhaltige Flächennutzung steigen. Sowohl Kommunen als auch Unternehmen stehen vor der Herausforderung, marktgerechte ansiedlungsgeeignete Gewerbe- und Industrieflächen anzubieten oder zu finden. Ob bereits vorgenutzte („Brownfield“) oder neu ausgewiesene („Greenfield“) Flächen – der Flächenverbrauch muss effizienter werden, um die gesteckten Nachhaltigkeitsziele erreichen zu können. Das Thema bewegt nicht nur Akteur*innen in und um Hannover. Lösungsansätze beschäftigen Unternehmen und Kommunen in ganz Deutschland. So diskutierten bereits vor Messeeröffnung am gestrigen Dienstag (23. Mai) mehr als 200 angemeldete Teilnehmende aus dem gesamten Bundesgebiet auf dem der Real Estate Arena vorgeschalteten Fachkongress „Flaschenhals Gewerbefläche – Bedarf, Bestand Konzepte im Fokus von Kommunen und Unternehmen“. In der von Region und Landeshauptstadt Hannover zusammen mit der bulwiengesa AG und der Deutschen Messe AG ausgerichteten Veranstaltung waren neben zahlreichen Fachleuten aus öffentlicher Verwaltung, Wirtschaftsförderung und Immobilienwirtschaft im Zusammenhang mit „Flächenpolitik aus Industriesicht“ etwa auch die hannoverschen Unternehmen Troester, Intech Worldwide und Continental vertreten. Auch am ersten Messetag hat dieses Thema die Gespräche auf dem Gemeinschaftsstand bestimmt.

Wohnimmobilienmarkt und Wohnraumförderung

Mit der WohnBauInitiative (WoBI) unterstützt die Region Hannover die Städte und Gemeinden bei der Wohnraumversorgung und wirbt für mehr und verdichteten Wohnungsbau, insbesondere im Marktsegment Mehrfamilienhaus. Hierzu nutzt die Initiative verschiedene Instrumente, um die regionsangehörigen Kommunen zu unterstützen. Unter anderem wird die Lokalpolitik für das Thema Mehrfamilienhausbau und höhere Dichten sensibilisiert, Planungsverwaltung und lokale Immobilienwirtschaft diskutieren gemeinsam in Netzwerken über die Zukunft des modernen Wohnbaus.

Im Rahmen der Wohnbauinitiative ist vor allem die Wohnraumförderung der Region Hannover Thema auf dem Messestand. Anliegen ist, mit ihren Förderinstrumenten ausreichend bezahlbaren Wohnraum für alle Einwohner*innen der Region zu schaffen. Während die zuschussbasierte Neubauförderung aufgrund der großen Herausforderungen im Wohnungsbau aktuell einen schweren Stand hat, entwickelt sich die Förderung von Belegungsrechten im Wohnungsbestand zum Erfolgsmodell: Mit einem jährlichen Ansatz von drei Millionen Euro im Regionshaushalt konnten innerhalb von knapp drei Jahren fast 200 Wohnungen akquiriert werden. Die Nachfrage an dieser Förderung steigt stetig. Bisher wurde sie in erster Linie von privat Vermietenden abgerufen, sie richtet sich aber nicht weniger auch an Wohnungsunternehmen und größere Bestandshalter von Wohnraum.


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Paket für die digitale Verwaltung beschlossen

Digitales Arbeiten © pixaby.com / Karolina Grabowska
Digitales Arbeiten © pixaby.com / Karolina Grabowska

Bundesregierung setzt Meilenstein für den digitalen Staat

BERLIN.

Die Bundesregierung hat im Kabinett das Paket für die digitale Verwaltung beschlossen, um Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen einen umfassenden Zugang zu digitalen Verwaltungsdienstleistungen zu ermöglichen. Dieser Schritt markiert einen Meilenstein auf dem Weg zum digitalen Staat.

Das Paket besteht aus einem Gesetzentwurf zur Änderung des Onlinezugangsgesetzes (OZG), das den Rahmen für die weitere Digitalisierung der Verwaltung bildet und vollständig digitale und nutzerfreundliche Verfahren ermöglicht. Darüber hinaus umfasst das Paket Eckpunkte für eine moderne und zukunftsgerichtete Verwaltung, einschließlich der engen Verknüpfung des OZG mit Großprojekten wie der digitalen Identität.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser begrüßt die Fokussierung von Bund, Ländern und Kommunen auf 15 besonders wichtige Leistungen. Bis spätestens 2024 sollen beispielsweise Ummeldungen, Eheschließungen, Baugenehmigungen und Elterngeld deutschlandweit digital beantragt werden können. „Das ist ein großer Gewinn für die Bürgerinnen und Bürger – und ein Meilenstein auf dem Weg zum digitalen Staat“, betont die Ministerin.

Von dem Gesetzentwurf profitieren sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch Unternehmen und die Verwaltung selbst. Konkrete gesetzliche Regelungen umfassen unter anderem:

Für die Bürgerinnen und Bürger:

  • Einführung einer zentralen Bürgeridentifikation (BundID) für sichere Identifizierung und Antragstellung
  • Nutzung eines digitalen Postfachs für die Kommunikation mit Behörden und Zustellung von Bescheiden
  • Ersetzung der handschriftlichen Unterschrift durch die rechtssichere, einheitliche digitale Antragstellung über die Onlineausweisfunktion des Personalausweises
  • Klarstellung der Datenschutzverantwortlichkeit bei der Entwicklung von bundesweiten Leistungen, um Doppelprüfungen aufgrund unklarer Zuständigkeiten zu vermeiden
  • Verankerung von Nutzerfreundlichkeit und Barrierefreiheit bei elektronischen Verwaltungsleistungen
  • Verbesserung der Beratung zur Nutzung digitaler Angebote durch die Behördennummer 115

Für Unternehmen:

  • Möglichkeit zur Antragstellung über ein zentrales Konto für Unternehmen
  • Umstellung auf „digital only“ für unternehmensbezogene Verwaltungsdienstleistungen nach fünf Jahren, sofern diese der Ausführung von Bundesgesetzen im Wirtschaftsrecht dienen, was jährlich eine Entlastung von rund 60 Millionen Euro für die Wirtschaft bedeutet

Für die Verwaltung:

  • Bekämpfung des Fachkräftemangels und Entlastung der Mitarbeitenden durch die Digitalisierung

Neben den konkreten gesetzlichen Fortschritten hat die Bundesregierung auch Maßnahmen ergriffen, die keine gesetzliche Regelung erfordern, aber dennoch von großer Bedeutung sind. Dazu gehört beispielsweise die Verbesserung der Auffindbarkeit staatlicher Leistungen online und deren eindeutige Kennzeichnung.

Mit dem beschlossenen Paket für die digitale Verwaltung setzt die Bundesregierung einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur digitalen Transformation des Staates und ermöglicht den Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen einen einfacheren Zugang zu Verwaltungsdienstleistungen.

Börsennachrichten und Wirtschaftsnews vom 24. Mai 2023

Indizes vom 23.05.2023 © finanzen.net
Indizes vom 23.05.2023 © finanzen.net

Marktberichte der Börse Frankfurt

FRANKFURT/MAIN.

Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich im Dienstagshandel zurückhaltend.

Der DAX notierte zum Auftakt tiefer und verblieb auch im Verlauf in der Verlustzone. Zur Schlussglocke stand ein Minus von 0,44 Prozent auf 16.152,86 Punkte an der Tafel. Der TecDAX startete ebenfalls in Rot, arbeitete sich im frühen Handelsverlauf aber auf grünes Terrain vor. Am Nachmittag fiel er jedoch wieder unter die Nulllinie zurück und schloss 0,44 Prozent tiefer bei 3.264,23 Zählern.

Am Freitag hatte der DAX mit 16.331 Punkten noch ein Rekordhoch erreicht, in der neuen Woche ist aber die Luft raus. Der fehlende Durchbruch im US-Schuldenstreit wirkte am Dienstag weiter als Belastungsfaktor in Frankfurt. „Ich hatte das Gefühl, dass wir ein produktives Treffen hatten. Wir haben noch keine Einigung erzielt“, sagte der republikanische Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Kevin McCarthy, nach einem Spitzentreffen im Weißen Haus mit US-Präsident Joe Biden am Montag (Ortszeit). Bleibt eine Übereinkunft weiter aus, droht den USA am 1. Juni der Zahlungsausfall.

In den Blickpunkt der Anleger rückten am Dienstag auch Konjunkturdaten: Die deutsche Wirtschaft hat im Mai ein Wachstum verzeichnet, wenngleich das Ergebnis einer Umfrage unter Einkaufsmanagern den starken Kontrast zwischen der Expansion im Servicesektor und der schrumpfenden Industrie kaschiert. Der von S&P Global erhobene Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft – Industrie und Dienstleister zusammen – verbesserte sich leicht auf 54,3 von 54,2 Punkten im Vormonat, wie aus den Daten der ersten Veröffentlichung für den Mai hervorging.

(Quelle: finanzen.net)


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Tierrettung der Feuerwehr Hannover im Einsatz

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Das Bildmaterial ist uTierrettung der Feuerwehr Hannover fängt freilaufenden Fuchs in Oberricklingen ein. - Foto: Feuerwehr Hannover

Tierrettung der Feuerwehr Hannover fängt freilaufenden Fuchs in Oberricklingen ein

Hannover (ots). Gegen 18:00 Uhr am gestrigen Abend wurden die Kolleg*innen der Feuerwehr Hannover in den Stadtteil Oberricklingen mit einem Führungsdienst und dem Gerätewagen Tierrettung zu einem Tierrettungseinsatz gerufen.

Die Kolleg*innen der Polizei forderten unsere Tierretter für einen verirrten Fuchs in den hannoverschen Stadtteil nach, der dort durch die Straßen und Gärten irrte. Zunächst war geplant, dass Tier mittels einer Fernimmobilisation zu betäuben, einzufangen und anschließend einer Wildtieraufzuchtstation zu übergeben.

Es gelang unseren Tierrettern der Feuer- und Rettungswache 4 jedoch schnell, den Fuchs mittels eines Tier-Fangnetzes einzufangen und das Tier anschließend nahe einem Waldstück wieder auszusetzen.

Biblische Tiere gesucht und gefunden

Aktionstag im Zoo Hannover
Setzten ein Zeichen für die Bewahrung der Schöpfung: Kinderliedermacher Reinhard Horn, TV-Moderator Juri Tetzlaff, der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer, Zoodirektor Andreas Michael Casdorff und Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen (v.l.) mit Viertklässlern der Kardinal-Galen-Schule Hannover. - Foto: Theresa Meier / Bonifatiuswerk

„Tiere der Bibel“-Aktionstag mit mehr als 350 Grundschulkindern im Erlebnis-Zoo Hannover

Paderborn/Hannover (pm). Tiere sind nicht einfach nur Statisten, sondern wertvolle Lebewesen als Gottes Schöpfung – gerade im Alten Testament der Bibel kommt das zum Ausdruck. Welche Beziehung herrscht heute zwischen den Menschen und Tieren? Fristen sie nicht selten nur noch ein zweckgebundenes Dasein als Nutztier? Dass die Schöpfung uns alle angeht und es die vielen Wunder der Natur zu beschützen gilt, darauf hat das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken gemeinsam mit dem Bistum Hildesheim im Erlebnis-Zoo Hannover aufmerksam gemacht. Der Aktionstag „Tiere der Bibel“ hat die mehr als 350 Grundschulkinder aus dem Bistum für den Erhalt der bedrohten Schöpfung sensibilisiert und ihnen einen zeitgerechten und erlebbaren Zugang zur Bibel aufgezeigt.

„Nicht aus dem Schulbuch oder dem Internet, sondern in der direkten Begegnung können die Mädchen und Jungen mehr über die vielen verschiedenen Tierarten erfahren. Auch wenn der Zoo nicht der natürliche Lebensraum der Tiere ist, so bietet er ihnen doch einen sicheren Zufluchtsort und zeigt, wie fragil und bedrohlich die Welt für diese Lebewesen geworden ist. Als Teil der Schöpfung sollen sie als Mitbewohner unserer Erde bewusst wahrgenommen werden“, betonte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes Monsignore Georg Austen. Im Hilfswerk für den Glauben und der Solidarität ist die Idee zum Aktionstag 2010 entstanden. Seitdem haben insgesamt rund 10.000 Kinder und Gäste an „Tiere der Bibel“-Tagen teilgenommen.

„Wir freuen uns sehr, den Kindern hier im Erlebnis-Zoo die faszinierende Vielfalt der Tierwelt zeigen zu können – und ihnen gleichzeitig die Arbeit der Zoos vorzustellen, diese Vielfalt langfristig zu erhalten“, erklärte der Zoodirektor Andreas Michael Casdorff.

In unmittelbarer Nähe von Tigern, Elefanten und Kängurus feierten die Kinder am Morgen im Prunksaal des Maharadscha im Dschungelpalast einen Wortgottesdienst. Dabei setzten der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer und Monsignore Georg Austen den Schutz der Schöpfung in den Vordergrund und griffen dies auch in einem Segensgebet auf. „Auch wir Menschen sind nur ein Teil der Schöpfung, auch wir sind Geschöpfe Gottes. Und als solche haben wir viel Verantwortung – dafür, dass diese Welt als Schöpfung Gottes erhalten bleibt, dass diese Welt ein Lebenshaus für alle bleibt, für Menschen und Tiere, für Große und Kleine, für Starke und Schwache“, sagte der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer.

Durch das kindgerechte Bühnenprogramm des Aktionstages führte TV-Moderator Juri Tetzlaff, bekannt vom Kinderkanal KIKA. Der Kinderliedermacher Reinhard Horn spielte Keyboard und sang mit dem Projektchor der Bonifatius-Grundschule Hannover. Mit einer tierischen Rallye erkundeten die Schulkinder den Erlebnis-Zoo und entdeckten auf spielerische Weise die Tiere der Bibel – allein 130 Tierarten werden in der Heiligen Schrift erwähnt.

Regionsversammlung beschließt KRH Medizinstrategie 2030 für zukunftsorientierte Gesundheitsversorgung

Regionsversammlung © Claudia Levetzov / hannover.de
Regionsversammlung © Claudia Levetzov / hannover.de

Medizinstrategie 2030 genehmigt – Zustimmung zu Reformplänen

REGION HANNOVER.

Die Regionsversammlung der Region Hannover hat in ihrer aktuellen Sitzung die KRH Medizinstrategie 2030 genehmigt und die Geschäftsführung des KRH (Klinikum Region Hannover) mit der Umsetzung beauftragt. Damit sind die Weichen für eine zukunftsorientierte Gesundheitsversorgung in der Region gestellt.

Steffen Krach, Regionspräsident und Aufsichtsratsvorsitzender des KRH, äußerte seine Freude über das finale Votum und betonte, dass damit die medizinische Versorgung der Bevölkerung unter den zukünftigen Rahmenbedingungen sichergestellt werden kann. Er dankte allen Beteiligten für ihre konstruktive Zusammenarbeit und ist überzeugt, dass die Medizinstrategie 2030 ein bundesweit vorbildliches Beispiel für eine moderne Gesundheitsversorgung ist.

Die Medizinstrategie 2030 wurde in intensiven Diskussionen im Aufsichtsrat des KRH erarbeitet und unter Beteiligung von Mitarbeitenden, Geschäftsführung und externen Experten angepasst. Das nun beschlossene Papier zielt darauf ab, eine moderne Gesundheitsversorgung in kommunaler Hand anzubieten, sichere Arbeitsplätze und attraktive Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten zu schaffen und das KRH langfristig in öffentlicher Hand zu sichern.

Die Umstrukturierung der kommunalen Krankenhauslandschaft in der Region Hannover ist aufgrund von Investitionsstau, Fachkräftemangel, dem Trend zur ambulanten Behandlung und steigenden Ansprüchen an die Behandlungs- und Pflegequalität unumgänglich. Die Medizinstrategie sieht folgende Veränderungen an den einzelnen Standorten vor:

  • Die Kliniken Siloah und Nordstadt werden am Standort Siloah zu einem Klinikum Mitte zusammengeführt und als Maximalversorger ausgebaut.
  • Der Standort Gehrden wird als Schwerpunktversorger gestärkt und um die Neurologie des Klinikums Laatzen bzw. eine neu aufzubauende neurologische Frührehabilitation erweitert.
  • Der Standort Neustadt wird als Grund- und Regelversorger fortgeführt und das ambulante Angebot ausgebaut.
  • Der Standort Laatzen (Agnes-Karll) wird ebenfalls als Grund- und Regelversorger fortgeführt und erhält weitere ambulante Angebote sowie eine moderne Notaufnahme. Die Neurologie, Orthopädie und Unfallchirurgie werden jedoch abgegeben.
  • Die Standorte Großburgwedel und Lehrte werden am Standort Großburgwedel zusammengeführt und entsprechende Neubauplanungen in Abstimmung mit dem Land Niedersachsen vorangetrieben.
  • In Lehrte soll ein Regionales Gesundheitszentrum bzw. ein Medizinisches Versorgungszentrum entstehen, um die ambulante Notfallversorgung sicherzustellen.
  • Am Standort Langenhagen wird die Psychiatrie fortgeführt und inhaltlich weiterentwickelt. Die geriatrische Fachklinik wird schrittweise nach Hannover verlagert. Auch die Psychiatrie in Wunstorf wird fortgeführt und weiterentwickelt, mit dem Ziel, mehr ambulante Angebote sowohl in der Somatik als auch in der Psychiatrie anzubieten.

Steffen Krach betont, dass die Medizinstrategie den Spielraum bietet, um auf zukünftige Entwicklungen einzugehen und Pläne anzupassen. Betriebsbedingte Kündigungen im Zuge der Strukturreform sind ausdrücklich ausgeschlossen.

Hamburger Harley Days auf St. Pauli

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Etwa 5.000 Motorräder bei der Harley Days Parade

HAMBURG. Schon das ganze Wochenende während der Harley Days (vom 19. – 21. Mai) waren sie auf St. Pauli nicht zu übersehen und vor allen Dingen auch nicht zu überhören: die Harleys die über die Reeperbahn fuhren, die in großer Zahl vor Kneipen und anderen Lokalitäten oder am Spielbudenplatz abgestellt waren. Doch am Sonntagnachmitttag (21. Mai) gehörte die Reeperbahn (zumindest in Richtung stadteinwärts) den etwa 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der großen Hamburg Harley Days-Parade durch die Stadt. Bei schönem Frühsommerwetter sind mit der Parade die 20. Hamburg Harley Days zu Ende gegangen. Laut einer Sprecherin des Veranstalters beteiligten sich in diesem Jahr deutlich mehr TeilnehmerInnen als im letzten Jahr an dem großen gemeinsamen Schau-Ausflug durch die Hansestadt.

Polizei Nachrichten aus Hannover vom 23. Mai 2023

Beschlagnahmte Automaten © Polizei Hannover
Beschlagnahmte Automaten © Polizei Hannover

HANNOVER.

Clankriminalität im Fokus: Gewerbekontrollen in Hannover-Mitte und Hannover-Nordstadt

In der Nacht von Freitag zu Samstag, 19.05.2023, hat die Polizei Hannover gemeinsam mit der Gewerbestelle der Landeshauptstadt Hannover insgesamt elf Objekte in den hannoverschen Stadtteilen Mitte und Nordstadt kontrolliert. Hierbei ahndeten die Einsatzkräfte Verstöße im mittleren zweistelligen Bereich. Die Kontrollen sind auch Bestandteil der Kooperationsvereinbarung zur Bekämpfung von kriminellen Strukturen

Die Einsatzleiterin Polizeikommissarin Figge dazu: „Die Kontrollen haben wieder einmal gezeigt: Unser nachhaltiger und konsequenter Ansatz geht gänzlich auf. Wir treten beharrlichen Zuwiderhandlungen konsequent auf allen Ebenen entgegen. Er zeigt aber auch dahingehend Erfolg, dass die Kontrollen überwiegend von großer Akzeptanz und Kooperation gezeichnet sind. Aggressionen oder Bedrohungen sind mittlerweile die Ausnahme. In vielen Betrieben zeigen sich zudem inzwischen deutliche Verbesserungen.“

Gemeinsam mit der Gewerbestelle der Landeshauptstadt Hannover kontrollierten Einsatzkräfte der Polizei Hannover unter anderem Gaststätten und Casinos. In diesem Rahmen wurden zahlreiche Verfahren wegen unerlaubten Glücksspiels durch manipulierte Geldspielgeräte sowie unerlaubter Sportwettenangebote und Steuerhinterziehung im Kontext von unversteuertem Shisha-Tabak eingeleitet. Aber auch Verstöße wegen Schwarzarbeit, gegen das Jugendschutzgesetz und das Baurecht sowie unerlaubte Videoaufzeichnungen konnten geahndet werden. Kurios: Vor den Augen der Polizei versuchte ein Lokalbetreiber per Fernbedienung die Anzeige eines verbotenen Spielgerätes auf ein legales umzuschalten. Doch die Beamten handelten blitzschnell, fotografierten die illegale Anzeige und beschlagnahmten das Gerät. Insgesamt wurden über die Nacht hinweg mehrere illegale Sportwettenannahme- und Glücksspielgeräte beschlagnahmt.

Den Betreibern der Lokalitäten drohen nun diverse Ordnungswidrigkeiten- und Strafverfahren. Polizeikommissarin Figge zieht zum Ende des Einsatzes ein positives Fazit: „Die Auswertung der gewonnenen Erkenntnisse dauert noch an. Wir rechnen aber mit nachweisbaren unerlaubten Gewinnen im hohen sechsstelligen bis niedrigen siebenstelligen Bereich. Die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden ist besonders wichtig, denn nur so gelingt es Rückzugsorte für kriminell-organisierte Aktivitäten zu erkennen oder auch auszuschließen. Schließlich zeigen unsere Erkenntnisse auch, dass beispielsweise Shishabars keinesfalls unter Generalverdacht gestellt werden dürfen.“


Zeugenaufruf: Falsche Polizeibeamte in Hannover-List erbeuten Schmuck

Am Donnerstagnachmittag, 04.05.2023, haben drei bislang unbekannte Männer aus einem Auto heraus Passanten angesprochen und sich als Polizisten ausgegeben. Im hannoverschen Stadtteil List erbeuteten die Betrüger auf diese Weise Schmuck im hohen dreistelligen Bereich. Die Polizei sucht Zeugen der Tat.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizeistation Hannover-List ereignete sich der Betrugsfall gegen 17:35 Uhr im Hermann-Gebauer-Weg. Vor einer dort ansässigen Bäckerei wurden zwei Männer im Alter von 63 und 68 Jahren sowie eine 47-Jährige Frau aus einem dunklen Mercedes heraus von insgesamt drei Männern angesprochen. Die Insassen des Pkw stellten sich als Polizeibeamte vor. Unter einem Vorwand durchsuchten die Betrüger die Frau und die beiden Männer. Der 47-Jährigen nahmen sie in diesem Rahmen einige Schmuckstücke ab. Anschließend flüchteten sie mit dem Mercedes in Richtung Mengendamm.

Bei den Gesuchten handelt es sich um drei Männer im Alter von etwa 35 bis 45 Jahren. Die Tatverdächtigen waren circa 1,80 Meter groß, hatten dunkle kurze Haare und Drei-Tage-Bärte. Einer der Männer war muskulös gebaut, ein weiterer eher korpulent und der letzte Tatverdächtige hatte eine schlanke Figur. Zum Tatzeitpunkt trugen alle dunkle Kleidung ohne Polizeiabzeichen. Zusätzlich führten die Männer nicht näher zu beschreibende „Dienstausweise“ mit sich. Die Polizei Hannover rät:

– Wenn Sie unsicher sind: Wählen Sie die Notrufnummer 110.

– Sofern Sie von der Polizei angesprochen werden und Zweifel
aufkommen, ob Sie es tatsächlich mit der Polizei zu tun haben,
dann lassen Sie sich immer den Dienstausweis zeigen.

– Achten Sie außerdem bei dem gezeigten Ausweis auf die
beschriebenen Echtheitsmerkmale. Für den Fall, dass nur die
Dienstmarke gezeigt wird: Fragen Sie immer nach dem
Dienstausweis. Dabei wichtig zu wissen: Die Nummer auf der
Dienstmarke stimmt nicht mit der Zahlenfolge auf dem
Dienstausweis überein.

Zeugen, die Hinweise zu den Tatverdächtigen machen können, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-2717 zu melden.


Die Vermisste Melia S. ist wieder da!

Die 13-jährige Melia aus Hannover-Bothfeld ist wohlbehalten angetroffen worden. Sie hatte am 08.04.2023 eine Einrichtung verlassen und war nicht wiedergekehrt. Am 10.05.2023 wurde sie gegen 16:50 Uhr von Polizeikräften am Bahnhof Dedensen angetroffen und wieder in eine Unterkunft gebracht.

Die Polizei bedankt sich bei allen, die geholfen haben, nach dem Mädchen zu suchen.


Hannover Nachrichten vom 23.Mai 2023

Skyline Hannover © Ulrich Stamm
Skyline Hannover © Ulrich Stamm

HANNOVER.

Betreiberpaar des ehemaligen Lodderbast übernimmt Leitung des Kommunalen Kinos

Wiebke und Johannes Thomsen leben Kino – und das nicht erst seit sie in Hannover durch die Eröffnung ihres Wohnzimmerkinos Lodderbast an der Berliner Allee im Jahr 2018 bekannt wurden und das sie – letztendlich – wegen der Corona Pandemie schließen mussten. Nach dem erfolgreichen mobilen Kunstfilmprojekt „Once upon a Time in Germany“ übernehmen die beiden nun zum 1. August die Leitung des Kommunalen Kinos, die „eine Herzensangelegenheit“ sei: „Wir stehen für innovatives, inklusives und intelligentes Kino, das sich stets neu erfindet, attraktiv kommuniziert und so gut zu Hannover passt wie Maschsee und Eilenriede.“

Für die Leitung und Neuausrichtung des Kommunalen Kinos im Gesamtkomplex Künstlerhaus ebenso wie die Öffnung des Hauses hin zu einem lebendigen kulturellen Begegnungs- und Veranstaltungsort im Kulturdreieck hat sich der Fachbereich Kultur für ausgewiesene Kino-Experter*innen entschieden.

„Mit Wiebke und Johannes Thomsen haben wir zwei Filmbegeisterte gewinnen können, die mit ihrer Energie und Präsenz das Kommunale Kino mit Leben füllen, es öffnen und mit dem bereits vorhandenen Netzwerk in alle Bereiche des kulturellen Lebens spannende Kooperationen entwickeln werden“, so Inga Samii, Fachbereichsleitung Kultur.

Für Friederike Ankele, Leitung Kulturbüro, birgt das Tandem großes Potential: „Der doppelte Blick auf Programm und (neue) Gäste, verbunden mit einer langjährigen Expertise und weitreichenden Kenntnis der freien Szene ist eine wunderbare Chance für das Kommunale Kino.“

Wiebke und Johannes Thomsen, beide mit einem abgeschlossenen Magisterstudium, blicken in ihren beruflichen Karrieren auf langjährige und breitgefächerte Kino-, Film-, und Marketingerfahrungen zurück.

Für ihre Lodderbast Kino-Arbeit wurden sie viermal in Folge mit dem niedersächsischen Kinoprogrammpreis der nordmedia ausgezeichnet und bekamen 2021 den Kinopreis des Kinematheksverbundes für das Online-Kinoformat während der ersten Corona-Lockdowns. Aber auch davor bestimmt das Kino ihr Leben.

Wiebke Thomsen war bereits vor dem gemeinsamen Betrieb des Lodderbast Kino Hannover mit Johannes Thomsen selbstständige Kinobetreiberin des City Kino Wedding Berlin. Dazu war sie freie Mitarbeiterin des up-and-coming-Festivals und des Filmabspielrings Nordlichter, Jury-Mitglied des Unabhängigen Filmfestes Osnabrück sowie Dozentin für Filmgeschichte am SAE Institut Hannover. Ihre hannoverschen Tätigkeiten umfassen auch ihre Mitgliedschaft im Gremium Filmförderung des Kulturbüros und sie war stellvertretende Kinoleiterin des Kino am Raschplatz.

Johannes Thomsen bringt neben der Leitung und des Betriebs des Lodderbast Kino Hannover und dem erwähnten Projekt „Once upon a time in Germany“ viel inhaltliche Film- und Marketingerfahrung mit. Er war Redakteur und Moderator bei First Steps Award Berlin, den Int. Hofer Filmtagen und auch beim City Kino Wedding.


3. Juni: „Midsommar Saunanacht“ im Stadionbad

In der Sauna im Stadionbad findet am Sonnabend, den 3. Juni von 18.30 Uhr bis 1 Uhr nachts eine „Midsommar Saunanacht“ mit besonderen Aufgüssen statt. Der Eintrittspreis beträgt 15 Euro im Vorverkauf und an der Abendkasse 20 Euro. Die  Karten können auch online unter  https://hannover.baeder-suite.de/de/eticket_applications/select_location/ erworben werden.

Weitere Informationen und der Aufgussplan finden sich unter:

https://www.hannover.de/Veranstaltungskalender/Sport/Midsommar-Saunanacht


Gewerbegebiete klimafit machen – Alter Flughafen ist Pilotquartier für Workshop-Reihe

Die Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Hannover will Gewerbegebiete widerstandsfähig gegen den Klimawandel entwickeln und sieht dies als Schlüsselfaktor für einen nachhaltigen Wirtschaftsstandort. Im gewerblichen Pilotquartier, dem Gewerbegebiet Alter Flughafen, sucht die Stadt gemeinsam mit den ansässigen Unternehmen hierfür Ideen und Lösungsansätze. Die Veränderung zu einem nachhaltigen und resilienten Quartier anzustoßen und weiter voranzutreiben, hilft nicht nur dem Klima, sondern auch dem Unternehmen selbst. Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind für Unternehmen ein wichtiger Imagegewinn, sparen langfristig Geld und bedeuten Unternehmensstärke beim Blick auf Versorgungskrisen und Preisentwicklungen auf Energiemärkten. Unternehmen können dabei ganz individuelle Wege für ihre Betriebe auswählen, um in Zukunft „klimafit“ zu werden.

„Ob den Fuhrpark elektrifizieren, Beleuchtung auf LED umstellen oder Photovoltaik-Anlagen auf Lagerhallen installieren: Die Wirtschaftsförderung will Unternehmen beraten, Produktion und Arbeitsprozesse klimafreundlich auszurichten. Im Pilotvorhaben Gewerbegebiet Alter Flughafen werden gemeinsam mit den ansässigen Unternehmen Ideen und Lösungsansätze diskutiert. Es ist ein heterogenes Quartier mit sehr unterschiedlichen Betrieben. Bei den Workshops möchten wir miteinander ins Gespräch kommen – und alle profitieren vom gegenseitigen Austausch“, sagt Anja Ritschel, Wirtschafts- und Umweltdezernentin der Landeshauptstadt. Die Dezernentin begrüßte die Teilnehmenden des ersten Workshops Mitte Mai 2023 und erläuterte ihnen die Zielsetzung der Workshop-Reihe.

In insgesamt drei aufeinander aufbauenden Workshops zwischen Mai und September 2023 kommen Betriebe aus dem Gewerbegebiet mit der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Hannover zusammen. Konkrete Handlungsmöglichkeiten für Klimaschutz und Klimaanpassung werden ermittelt und im Laufe des Prozesses ein Maßnahmenkonzept erarbeitet.

Der nächste Workshop findet am 3. Juli statt. Interessierte Unternehmen aus dem Gewerbegebiet Alter Flughafen können sich bei der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Hannover per E-Mail melden: 23.3@hannover-stadt.de.


Niedersachsen bringt schnelleren Windenergieausbau auf den Weg

Windkrafträder © Ulrich Stamm
Windkrafträder © Ulrich Stamm

Gesetzentwurf der Niedersächsischen Landesregierung geht in die Verbandsbeteiligung

HANNOVER.

Die Niedersächsische Landesregierung setzt sich für einen schnellen und konsequenten Ausbau der Windenergie an Land ein, um eine erfolgreiche Energiewende und das Erreichen der Klimaziele zu gewährleisten. Gemäß dem Windflächenbedarfsgesetz des Bundes ist Niedersachsen verpflichtet, 2,2 Prozent seiner Landesfläche für die Planung von Windenergie auszuweisen. Am heutigen Dienstag (23.Mai 2023) hat die Landesregierung den Entwurf des Niedersächsischen Windenergiebeschleunigungsgesetzes zur Verbandsbeteiligung freigegeben.

Um das Ziel zu erreichen, die installierte Windenergie-Leistung in Niedersachsen von derzeit 12 GW bis zum Jahr 2035 auf 30 GW zu steigern, sind jährlich 1,5 GW oder etwa eine Anlage pro Tag erforderlich. Um diesen Ausbau planvoll und gerecht zu gestalten und um sicherzustellen, dass keine Kommune überfordert wird, sollen die Regionalplanungsträger bis Ende 2026 entsprechende Flächen ausweisen.

Die vorgeschlagenen Flächen für die Windenergie an Land wurden auf der Grundlage einer Potenzialstudie ermittelt und zu Beginn des Jahres präsentiert. In den letzten Monaten wurden die Flächen aufgrund von Hinweisen aus den Landkreisen und militärischen Belangen neu berechnet. Insbesondere neue Daten der Bundeswehr zu Hubschraubertiefflugstrecken, militärischen Anflugverfahren und Truppenübungsplätzen führten zu Anpassungen.

Insgesamt hat sich die Potenzialfläche im Vergleich zum Februar von 7,2 Prozent auf 6,2 Prozent der Landesfläche weiter verringert. Von diesen 6,2 Prozent, die grundsätzlich für die Windenergie geeignet sind, sollen die Landkreise in eigener Verantwortung ausreichend Flächen als Vorranggebiete für Windenergie sichern, um die Vorgabe des Bundes von 2,2 Prozent in Niedersachsen bis 2026 zu erfüllen.

Gleichzeitig soll auch das Niedersächsische Raumordnungsgesetz geändert und modernisiert werden, um den Planungsträgern die Möglichkeit zu geben, Teilflächenziele festzulegen.

„Wir wollen den Planungsträgern klare und verbindliche Leitlinien vorgeben“, erklärt Niedersachsens Umwelt-, Energie- und Klimaschutzminister Christian Meyer. „Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, Genehmigungsverfahren zu erleichtern und den Ausbau der Windenergie zu beschleunigen. Diese Landesregierung hat ehrgeizige Klimaziele: Niedersachsen soll das führende Bundesland im Bereich Windenergie bleiben.“

Die vorgeschlagene Verteilung der Flächen basiert auf Gesprächen mit den Landkreisen. Es werden Mindestziele für Windflächen vorgeschlagen, die keine Höhenbegrenzungen haben. Gemäß den Vereinbarungen mit dem Niedersächsischen Landkreistag (NLT) soll die Ausweisung der Windenergieflächen auf maximal vier Prozent der Planungsraumfläche begrenzt werden. Zudem soll das Ausmaß, in dem die ermittelten Flächenpotenziale genutzt werden sollen, für Städte auf höchstens 50 Prozent begrenzt werden. Diese Begrenzung würde für die Landkreise Lüneburg, Uelzen und Rotenburg (Wümme) gelten, die dann exakt vier Prozent ihrer Kreisfläche für die Windenergie ausweisen müssten.

Minister Meyer betont: „Kein Landkreis und keine Stadt, die selbst Regionalplanungsträger ist, soll überfordert werden. Ich bin sehr dankbar für die Solidarität der Landkreise untereinander im Sinne einer fairen Verteilung der Flächen. Die gekappten Mengen haben wir solidarisch vor allem auf die Planungsträger verteilt, die bislang nur geringe Flächenanteile übernehmen mussten.“

Gemäß dem vorgeschlagenen Gesetzentwurf sollen die Anlagenbetreiber verpflichtet werden, eine Akzeptanzabgabe von 0,2 Cent pro erzeugter Kilowattstunde an die jeweilige Kommune zu zahlen. Zudem soll eine zusätzliche Beteiligungsmöglichkeit für Kommunen und die Bevölkerung geschaffen werden. „Wir wollen eine stärkere Beteiligung der Kommunen und der Bürgerinnen und Bürger vor Ort am Ausbau der erneuerbaren Energien ermöglichen“, erklärt Umweltminister Meyer. „Die Menschen im ländlichen Raum sollen auch finanziell von der Entwicklung der erneuerbaren Energien profitieren.“

Der vorgeschlagene Gesetzentwurf sieht auch vor, dass Kommunen grundsätzlich eine laufende Zahlung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für Windkraftanlagen und Solarfreiflächenanlagen mit einer Leistung von mehr als 1 MW erhalten. Die Einnahmen sollen in soziale, ökologische oder kulturelle Projekte der jeweiligen Gemeinde fließen, wobei die Verwendung jährlich öffentlich bekannt gemacht werden soll.

Des Weiteren sollen die Kommunen bzw. die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben, sich direkt an großen Windkraft- oder Solarprojekten zu beteiligen. Dies kann über eine Bürgerenergiegenossenschaft, kommunale Beteiligungen oder Energiesparbriefe für die Bürgerinnen und Bürger in der Nähe der Anlage erfolgen. Meyer betont: „Die ländlichen Räume Niedersachsens leisten einen großen Beitrag zur klimaneutralen Energieversorgung mit erneuerbaren Energien.Daher ist es nur fair, wenn die Gemeinden sowie Bürgerinnen und Bürger auch finanziell direkt davon profitieren können.“