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Samstag, Mai 2, 2026

Aktuelle lokale Nachrichten und regionale News aus Kultur, Sport, Wirtschaft, Politik und Unterhaltung.

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Pur Konzert in Hannover –  Schienenersatzverkehr auf der Linie 6

Schienenersatzverkehr © Ulrich Stamm
Schienenersatzverkehr © Ulrich Stamm

Verkehrshinweise für die Konzertbesucher der ZAG Arena am 22.April 2023

HANNOVER.

Am kommenden Samstag, 22. April, findet in der ZAG Arena das PUR Konzert statt. Wir bitten die Besucherinnen und Besucher, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, zu beachten, dass es auf der Stadtbahnlinie 6 Richtung Messe/Ost eine Sperrung des Schienenverkehrs geben wird. Ab der Haltestelle Freundallee bis zum Endpunkt Messe/Ost wird mit Bussen ein Ersatzverkehr eingerichtet.

Zudem besteht die Möglichkeit, die Stadtbahnlinie 8 Richtung Messe/Nord zu nutzen. Vom Endpunkt Messe/Nord wird es einen Shuttle Service zur ZAG Arena geben. Darüber hinaus wird die Taktung der Linie 8 verdichtet.


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Winterdienst in Niedersachsen beendet die Saison mit 52.000 Tonnen verbrauchtem Streusalz

Streufahrezug im Winterdiens © Ulrich Stamm
Streufahrezug im Winterdiens © Ulrich Stamm

Winterdienst beendet die Saison 2022/2023

HANNOVER.

Mehr als 1.100 Winterdienstler der Landesstraßenbaubehörde in Niedersachsen atmen auf, da die Winterdienstsaison am Ende des Monats April endet. Seit November standen sie Tag und Nacht bereit, um auszurücken, um sicherzustellen, dass die Fahrbahnen bis spätestens sechs Uhr morgens griffig sind. Landesweit haben sie insgesamt 16.200 Kilometer an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen sowie etwa 9.200 Kilometer Radwege im Blick. Zum Vergleich, in der Saison 2018/19 wurden 44.000 Tonnen Streusalz verbraucht, während im „Kältewinter“ 2012/13 145.000 Tonnen verbraucht wurden.

Die Winterdienstler an der Küste benötigten im Durchschnitt weniger Streusalz, etwa 3.800 Tonnen, während der regionale Geschäftsbereich Goslar, der die Bundes- und Landesstraßen im Landkreis Goslar betreut, etwa 11.000 Tonnen Streusalz benötigte. Im Durchschnitt wurden in jeder der landesweit 56 Straßenmeistereien der Landesbehörde etwa 920 Tonnen Streusalz verbraucht.

Rund 490 Fahrzeuge waren den Winter über auf den Straßen im Einsatz, davon 289 von Firmen im Auftrag der Straßenbauverwaltung. Bis zu dreieinhalb Stunden dauert eine Streurunde, eine Räumrunde dauert entsprechend länger. Zusätzlich waren auf Radwegen 154 Fahrzeuge unterwegs, davon 96 von Firmen im Auftrag der Straßenbauverwaltung.

Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr ist mit 13 regionalen Geschäftsbereichen und 56 Straßenmeistereien in ganz Niedersachsen vertreten. Die Mitarbeiter schulen sich im Frühjahr, Sommer und Herbst, reparieren Maschinen und Geräte und halten sie in Schuss. Jedes Jahr werden alte Fahrzeuge, Streuautomaten und Schneepflüge durch moderne neue Technik ersetzt.


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Das Gesundheitssystem braucht eine neue Denke

Dr. Andreas Philippi
Dr. Andreas Philippi © Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung / Kaletta

Gesundheitssystem neu denken – Überlegungen auf der Hauptversammlung des Marburger Bundes

HANNOVER.

Gesundheitsminister Andreas Philippi betonte auf der Hauptversammlung des Marburger Bundes Niedersachsen am 19. April in Hannover, dass das Gesundheitssystem eine neue Denkweise benötigt. Eine Krankenhausreform in Niedersachsen sei ebenso wichtig wie die Umstellung auf erneuerbare Energien.

Philippi betonte, dass das Gesundheitssystem vom Patienten her gedacht werden muss und dass eine Reform aus einem Guss erforderlich ist. Durch die Konzentration der Kräfte und eine gut funktionierende Notfallversorgung kann die Versorgung der Patientinnen und Patienten verbessert und die Gesundheitsberufe attraktiver gestaltet werden. In Niedersachsen sei mit dem neuen Krankenhausgesetz der richtige Weg eingeschlagen worden, um dies zu erreichen. Weitere Abstimmungen mit dem Bund sind notwendig, die das Land intensiv führen wird.

Der Erste Vorsitzende der Ärztegewerkschaft, Hans Martin Wollenberg, forderte mehr Medizinstudienplätze und dauerhaft mehr Personal in Krankenhäusern, Praxen und im öffentlichen Gesundheitsdienst. Er betonte, dass eine leistungsfähige und moderne IT-Infrastruktur im Gesundheitswesen notwendig sei. Verbindliche und sanktionierbare Personalbemessungsgrenzen im ärztlichen Bereich sowie die Einhaltung der Arbeitszeitbestimmungen seien unerlässlich.

Der Zweite Vorsitzende Andreas Hammerschmidt kritisierte die Kommunen und die kommunalen Arbeitgeber Asklepios und Helios, die in den laufenden Tarifverhandlungen blockieren.

Die Forderungen der Gewerkschaft seien berechtigt, und eine nachhaltige Tarifverbesserung für die Kolleg*innen im öffentlichen Gesundheitsdienst sei überfällig. Hammerschmidt forderte eine klare Aussage der Politik.

Auf der Sitzung wurde die Führungsspitze des Verbandes turnusgemäß gewählt. Der Erste Vorsitzende Hans Martin Wollenberg wurde mit 96 Prozent der gültig abgegebenen Stimmen im Amt bestätigt.

Der Zweite Vorsitzende Andreas Hammerschmidt wurde mit 100 Prozent der gültig abgegebenen Stimmen zum dritten Mal gewählt. Johanna Grimme und Anke Hillebrecht wurden als Beisitzer*innen im Landesvorstand bestätigt, während Sebastian Cammann, Rosemarie Hanna und Imke Loose neu gewählt wurden.

Die Legislaturperiode umfasst zwei Jahre. Die Tarifkommission des Landesverbandes wurde ebenfalls neu gewählt.


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Neue Flächen für die Windenergie in der Region Hannover

Wollen mehr Platz für Windenergie in der Region Hannover: Dr. Wolfgang Jung, Leiter des Teams Regionalplanung, Umweltdezernent Jens Palandt, Regionspräsident Steffen Krach und Sonja Beuning, Leiterin des Fachbereichs Planung und Raumordnung. © Region Hannover / Schröder
Wollen mehr Platz für Windenergie in der Region Hannover: Dr. Wolfgang Jung, Leiter des Teams Regionalplanung, Umweltdezernent Jens Palandt, Regionspräsident Steffen Krach und Sonja Beuning, Leiterin des Fachbereichs Planung und Raumordnung. © Region Hannover / Schröder

Region Hannover will 2,52 % des Gebiets als „Vorranggebiet“ festlegen mit dem Ziel der klimaneutralen Region 2035

REGION HANNOVER.

Die Region Hannover plant auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2035, 2,52 Prozent ihres Gebiets als Vorranggebiete für Windenergie auszuweisen. Dadurch wird der Bau von Windenergieanlagen in diesen Gebieten Vorrang vor allen anderen Nutzungen haben. Die Regionalplaner*innen haben insgesamt 45 Flächen mit knapp 5800 Hektar Fläche identifiziert. Dabei wurden auch neue Spielräume behutsam genutzt, um nach der Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) Windenergieanlagen in Teilen von Landschaftsschutzgebieten möglich zu machen. Die überarbeiteten Pläne werden im Juni und Juli 2023 öffentlich ausgelegt, wenn die Regionspolitik zustimmt. Ab August werden Einwände abgewogen und die Pläne überarbeitet. Für Dezember ist der Beschluss in der Regionsversammlung geplant.

Jens Palandt, Dezernent für Umwelt, Klima, Planung und Bauen der Region Hannover, betont, dass der Verzicht auf fossile Energieträger ein bedeutender Beitrag zum Schutz des Klimas und zur Bewahrung der Biodiversität ist. Außerdem trägt die Produktion erneuerbarer Energien zur Wertschöpfung in der Region Hannover bei. Dr. Wolfgang Jung, Leiter des Teams Regionalplanung, erläutert, dass Natura-2000-Flächen und Naturschutzgebiete ebenso wenig infrage kommen wie Moore oder wertvolle Biotopverbunde. Ferner bleibt es bei den bisherigen Abständen zur Besiedlung. Im Vergleich zu früheren Planungen sind unter anderem Flächen in Wennigsen, Pattensen und Springe hinzugekommen. Darüber hinaus haben die Regionalplaner*innen 0,76 Prozent des Regionsgebiets als sogenannte Vorbehaltsgebiete identifiziert, die als Prüfauftrag an die Kommunen dienen sollen, ob diese Areale auch für die Windenergieproduktion genutzt werden können.

Wenn die politischen Gremien im Mai grünes Licht geben, geht der Vorschlag der Verwaltung ins Beteiligungsverfahren für die Öffentlichkeit. Vier Informationsveranstaltungen sind geplant, um die Öffentlichkeit zu informieren und Einwände abzuwägen. Die Region Hannover drückt bewusst aufs Tempo, um das ehrgeizige Ziel der klimaneutralen Region Hannover 2035 zu erreichen. Die Produktion erneuerbarer Energien ist laut EEG von überragendem Interesse und dient der öffentlichen Sicherheit, sagt Sonja Beuning, Leiterin des Fachbereichs Planung und Raumordnung.


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Ulrich Stamm – Professionelle Fotografie für Business | Presse | Privat

Vier Open-Air-Tauffeste in Hannover

Im vergangenen Jahr haben die Kirchengemeinden im Süden Hannovers bei strahlendem Sonnenschein ein Tauffest im Strandbad am Maschsee gefeiert. Es wurden 20 Kinder an Taufstationen und sogar im Maschsee von den Pastorinnen und Pastoren getauft. © Stephan Lackner
Im vergangenen Jahr haben die Kirchengemeinden im Süden Hannovers bei strahlendem Sonnenschein ein Tauffest im Strandbad am Maschsee gefeiert. Es wurden 20 Kinder an Taufstationen und sogar im Maschsee von den Pastorinnen und Pastoren getauft. © Stephan Lackner

HANNOVER.

Nach dem großen Erfolg von Open-Air-Tauffesten an attraktiven Orten im vergangenen Jahr bieten einige Kirchengemeinden im ev.-luth. Stadtkirchenverband Hannover auch in diesem Jahr Taufen unter freiem Himmel an. 

Die Tauffeste sind grundsätzlich offen für alle Taufinteressenten – auch für die, die aus anderen Stadtteilen und Kirchengemeinden kommen. Allein der Taufwunsch zählt. Von Babytaufe bis Erwachsenentaufe ist alles möglich, ob am Taufbecken oder im Wasser des Maschsees oder in einem Schwimmbad. Für Erwachsene gibt es auch das Angebot von Taufkursen für die Vorbereitung.

Die Kirchengemeinden in Linden/Limmer feiern am Sonntag, 4. Juni um 11 Uhr gemeinsam ein Tauffest im Volksbad Limmer. Am Samstag, 17. Juni feiern um 14 Uhr die Kirchengemeinden im Süden Hannovers ein Tauffest im Strandbad am Maschsee. Ein Tauffest im Ricklinger Bad feiern die Ricklinger Kirchengemeinden amSonntag, 27. August um 11 Uhr. Ebenfalls am Sonntag, 27. August feiern die Kirchengemeinden im Südosten Hannovers ein Tauffest am Annateich. Los geht es um 11 Uhr.

Am 24. April 2023 lädt die Marktkirche um 10 Uhr zu einem Tauferinnerungsgottesdienst ein. Es singt der Kinderchor.

Anmeldung und Information zu den Taufgottesdiensten und Taufkursen: „Kirche im Blick“, Pastor Stephan Lackner, 0511 3536836kirche-im-blick@evlka.dekirche-im-blick.wir-e.de


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Ulrich Stamm – Professionelle Fotografie für Business | Presse | Privat

Verkehrssicherheitsbericht 2022 der Polizeidirektion Hannover

Verkehrssicherheitsbericht der Polizeidirektion Hannover © Polizeidirektion Hannover
Verkehrssicherheitsbericht der Polizeidirektion Hannover © Polizeidirektion Hannover

HANNOVER.

Nachdem die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie maßgeblich die Verkehrsunfallentwicklung der Jahre 2020 und 2021 positiv beeinflusst haben, musste die Polizeidirektion (PD) Hannover für das Jahr 2022 wieder ein Verkehrsunfallgeschehen wie vor der Corona-Pandemie feststellen. Die Zahl der Verkehrstoten stieg im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Auch die Anzahl der verletzten Personen erhöhte sich wieder deutlich. Insgesamt liegt die Zahl aller Verkehrsunfälle im Zuständigkeitsbereich der PD Hannover dennoch auf dem im Langzeitvergleich niedrigen Niveau des Jahres 2019. Negative Entwicklungen stellt die PD Hannover mit einer Zunahme von Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Rad- und Pedelecfahrenden sowie im E-Scooter-Verkehr fest.

Gesamtunfallzahlen

In den Jahren vor der Covid-19-Pandemie nahm die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle stetig zu. Der Höhepunkt wurde im Jahr 2017 mit 37.324 polizeilich erfassten Verkehrsunfällen erreicht. Seitdem gingen die Zahlen zunächst leicht und seit dem Jahr 2020 deutlich zurück. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei insgesamt 33.342 Verkehrsunfälle, was ein Plus von 1.229 Fällen bzw. 3,8 Prozent (Vgl. 2021: 32.113 Fälle) und wieder einen Anstieg auf das Niveau vor der Corona-Pandemie bedeutete.

Verkehrstote

Im Jahr 2022 erfasste die PD Hannover 34 Verkehrstote (Vgl. 2021: 26). „Nach dem historischen Tiefststand des Vorjahres ist die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten bedauerlicherweise um acht Personen bzw. 30,8 Prozent deutlich gestiegen“, so Thorsten Massinger, Polizeivizepräsident der Polizeidirektion Hannover (m.d.W.d.G.b.). „Sie liegt zwar immer noch auf dem niedrigen Niveau der Zeit vor der Corona-Pandemie. Mit der zielgerichteten Verkehrssicherheitsarbeit und gemeinsam mit den Netzwerkpartnern strebt die Polizei jedoch die Verstärkung des insgesamt positiven Trends an und arbeitet weiterhin an der Vision Zero“.

Tödlich verlaufende Verkehrsunfälle haben eine Vielzahl von Ursachen. Allen gemein ist, dass der bzw. die verantwortliche Verkehrsteilnehmende einen Fehler gemacht und sich falsch im Straßenverkehr verhalten hat. Im Jahr 2022 wurden die meisten Verkehrsunfälle mit getöteten Personen aufgrund von überhöhter bzw. nicht angepasster Geschwindigkeit (33,3 Prozent, zehn Verkehrsunfälle) verursacht. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Anzahl mehr als verdoppelt (ein Plus von sechs Fällen bzw. 150 Prozent). Jede dritte im Straßenverkehr getötete Person kam somit aufgrund der überhöhten bzw. nicht angepassten Geschwindigkeit ums Leben. Laut der Ermittlungen des Verkehrsunfalldienstes Hannover führten im vergangenen Jahr außerdem Fehler beim Abbiegen (zehn Prozent, drei Verkehrsunfälle) und bei der Straßenbenutzung (zehn Prozent, drei Verkehrsunfälle) ebenfalls zu tödlichen Verkehrsunfällen.

Die PD Hannover setzt im Rahmen ihrer Verkehrssicherheitsarbeit einen ganz klaren Schwerpunkt bei der Bekämpfung der überhöhten Geschwindigkeit. „In enger Abstimmung mit den Unfallkommissionen kontrollieren die Einsatzkräfte intensiv Verkehrsteilnehmenden an erkannten Unfallhäufungsstellen und an den Orten, an denen eine Gefährdung von besonders zu schützenden Personen, wie beispielsweise Kinder, zu erkennen ist“, betonte Polizeivizepräsident Thorsten Massinger. „Dabei steht ausdrücklich nicht die Quantität, sondern die Qualität der festgestellten Verstöße im Vordergrund. Die Maßnahmen haben zum Ziel, nachhaltige Wirkung zu erzeugen und eine positive Verhaltensänderung herbeizuführen.“

Nach der Verkehrsbeteiligung betrachtet, kamen die meisten Personen als Insasse eines Pkw ums Leben. Insgesamt registrierte die Polizei hierzu im vergangenen Jahr 21 Fälle. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl dabei um elf Personen gestiegen und hat sich mehr als verdoppelt (ein Plus von 110 Prozent). Auch in diesem Zusammenhang führte das Ende der Beschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie zu einer deutlichen Zunahme des motorisierten Individualverkehrs und damit auch zu steigenden Verkehrsunfallzahlen mit den dargestellten Folgen. Die Anzahl der getöteten Radfahrenden ist mit vier Fällen auf dem Niveau des Vorjahres geblieben. Die Anzahl der getöteten Insassen von Lkw erhöhte sich auf drei (ein Plus von zwei Fällen), die der getöteten zu Fuß Gehenden erhöhte sich um einen (insgesamt fünf Fälle). „Ich möchte hierbei positiv festhalten, dass sich die Anzahl der getöteten Kradfahrenden deutlich reduzierte. 2022 ist eine Person bei einem Kradunfall ums Leben gekommen, ein Minus von fünf Fällen“, so Thorsten Massinger.

Die mit Abstand meisten im Straßenverkehr Getöteten (24 Personen) starben bei Verkehrsunfällen, die von Fahrerinnen und Fahrern von Pkw verursacht wurden. Nutzende von Lkw waren für vier und von Fahrrädern für drei getötete Personen verantwortlich. Auffällig ist, dass die Verursachung durch den Pkw-Verkehr mit einem Plus von acht Fällen bzw. 50 Prozent deutlich gestiegen ist. Alle anderen Verkehrsbeteiligungsarten blieben auf dem Niveau des Vorjahres.

Nach dem historischen Tiefstand in 2021 stieg die Anzahl der Verkehrstoten im vergangenen Jahr im Umland um vier Personen bzw. um 23,5 Prozent auf insgesamt 21 Personen und in der Landeshauptstadt Hannover um vier Personen bzw. um 133,3 Prozent auf insgesamt sieben Personen und somit wieder auf die Werte der Jahre 2019 und 2020. Die Zahl der Verkehrstoten im Umland und der Landeshauptstadt Hannover liegt aber weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Die Anzahl der Verkehrstoten auf Bundesautobahnen blieb unverändert. Insgesamt spiegelt sich die Schwerpunktsetzung der Verkehrssicherheitsarbeit der PD Hannover in den vorliegenden Ergebnissen wider. Weiterhin richtet die Polizei ein besonderes Augenmerk auf die Verkehrsüberwachung im innerstädtischen Raum, den Landes- und Bundesstraßen sowie den Bundesautobahnen.

Schwer- und Leichtverletzte

Die Zahl der Schwerverletzten ist mit 561 Personen um 40 Schwerverletzte bzw. 7,7 Prozent im vergangenen Jahr wieder deutlich angestiegen (Vgl. 2021: 521). Mit den insgesamt 5.518 registrierten Leichtverletzten ist ebenfalls eine signifikante Zunahme um 483 betroffenen Personen um 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen (Vgl.2021: 5.035). Damit wird auch in diesem Bereich das Niveau der Jahre vor der Corona Pandemie wieder erreicht.

Risikogruppen

   - Risikogruppe Kinder

Die Anzahl der verunglückten Kinder, das heißt die Summe der getöteten, schwer und leicht verletzten Kinder, bewegt sich seit Jahren auf einem insgesamt niedrigen Niveau. Im Fünf-Jahres-Vergleich ist seit 2018 mit einem Plus von 16 betroffenen Kindern eine leichte Zunahme (ein Plus von 3,9 Prozent) festzustellen. Insgesamt wurden 2022 429 Fälle mit den betroffenen Kindern registriert. Im Vergleich zum Jahr 2021 (386 Fälle) sind, bedingt durch eine stärkere Teilnahme von Kindern am Straßenverkehr nach dem Ende der Corona-Pandemie, deutlich steigende Zahlen (ein Plus von 43 Fällen bzw.11,1 Prozent) zu verzeichnen.

Positiv ist zu bewerten, dass signifikant weniger Kinder auf dem Schulweg verunglückten: Insgesamt wurden 79 Fälle registriert, was ein Minus von elf Fällen bzw. ein Minus von 12,2 Prozent bedeutet.

   - Risikogruppe Junge Erwachsene

Im Fünf-Jahres-Vergleich sinkt die Zahl der verunglückten jungen Erwachsenen um 68 betroffene Personen bzw. 7,5 Prozent. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 841 Fälle registriert. Im Vergleich zum Jahr 2021 (828 Fälle) musste leider wieder ein leichter Anstieg um 28 Fälle bzw. 3,5 Prozent festgestellt werden. Bei den Verkehrsunfällen im Jahr 2022 wurden insgesamt zehn junge Erwachsene tödlich verletzt (Vgl. 2021: 3). 50 Personen zogen sich schwere Verletzungen zu (Vgl. 2021: 61). Leicht verletzt wurden insgesamt 781 junge Erwachsene (Vgl. 2021: 764).

„Nach dem Ende der Einschränkungen im Zuge der Covid-19-Pandemie können die Präventionsprojekte der PD Hannover, wie beispielsweise „Abgelenkt… ist NEBEN der Spur!“, wieder durchgeführt werden. Mit diesem wollen wir gezielt jungen Fahranfängerinnen und Fahranfängern ein Präventionsangebot machen“, erzählte Markus Kiel, Leiter des Dezernates für Einsatz und Verkehr.

   - Risikogruppe Seniorinnen und Senioren

Im Fünf-Jahres-Vergleich verunglückten 56 Seniorinnen und Senioren weniger im Straßenverkehr, was ein Minus von 6,1 Prozent bedeutet. Dieser insgesamt positive Trend wird insofern eingetrübt, dass nach dem Tiefststand im Jahr 2021 (745 Fälle) für das Jahr 2022 wieder eine deutliche Zunahme zu verzeichnen ist. Es wurden insgesamt 859 Fälle registriert, was ein Plus von 114 Fällen bzw. 15,3 Prozent bedeutet.

Insgesamt wurden bei den Verkehrsunfällen letztes Jahr neun Seniorinnen und Senioren tödlich verletzt (Vgl. 2021: 9). 149 Personen trugen schwere Verletzungen davon (Vgl. 2021: 126) und in 701 Fällen wurden Seniorinnen und Senioren leicht verletzt (Vgl. 2021: 610).

   - Risikogruppe Radfahrende

Im Fünf-Jahres-Vergleich ist mit einem Plus von 81 betroffenen Radfahrenden ein moderater Anstieg der Anzahl der verunglückten Radfahrerenden festzustellen. Insgesamt gesehen bedeutet dies ein Plus von 3,9 Prozent. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 2.138 verunglückte Radfahrende registriert. Im Vergleich mit dem Vorjahr (1.987 Fälle) musste die PD Hannover jedoch einen stärkeren Anstieg um 151 Fälle bzw. 7,5 Prozent attestieren.

Neben einer wieder stark zunehmenden Nutzung von Fahrrädern ist die Ursache dieser Entwicklung auch in der besonderen Situation des Pedelec-Verkehrs zu finden, der statistisch dem Radverkehr zugeordnet wird, aber im Folgenden auch extra betrachtet wird. Insgesamt erfreut sich das Fahrrad bundesweit einer immer größeren Beliebtheit als alternatives und umweltfreundliches Fortbewegungsmittel. Auch in der Stadt und Region Hannover nimmt der Anteil der mit dem Fahrrad zurückgelegten Wege zu. Diese Entwicklung spiegelt sich in den hohen Verkehrsunfallzahlen unter der Beteiligung von Radfahrenden wider. So wurden im Jahr 2022 vier Radfahrende tödlich verletzt (Vgl. 2021: 4). Die Zahl der Schwerverletzten ging leicht zurück und betrug 210 (Vgl. 2021: 236). Insgesamt 1.924 Personen zogen sich letztes Jahr leichte Verletzungen zu (Vgl. 2021: 1.747).

   - Risikogruppe Pedelecfahrende

Grundsätzlich zählen Pedelecfahrende im Rahmen der Verkehrsunfallstatistik zu den Radfahrenden. Aufgrund der Dynamik der Verkehrsunfallentwicklung unter Beteiligung von Pedelecfahrenden wird dieser Bereich gesondert dargestellt.

In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Anzahl der Verunglückten um 110 Prozent bzw. um 208 Fälle erhöht. Letztes Jahr wurden insgesamt 397 verunglückte Pedelecfahrende registriert. Im Vergleich zum Jahr 2021 (337) ist ein Anstieg um 60 Fälle und dementsprechend um 17,8 Prozent zu verzeichnen.

Im Jahr 2022 wurden glücklicherweise keine Pedelecfahrenden tödlich verletzt (Vgl. 2021: 2). Schwere Verletzungen erlitten insgesamt 48 Personen (Vgl. 2021: 45). Leicht verletzt wurden 349 Personen (Vgl. 2021: 290).

E-Scooter-Fahrende

Am 15.06.2019 trat die Verordnung über die Teilnahme von Elektrokleinstfahrzeugen am Straßenverkehr in Kraft. Seitdem ist es zugelassen, dass sogenannte E-Scooter im öffentlichen Verkehrsraum betrieben werden. Auch wenn die Nutzung von E-Scootern während der Corona-Pandemie vorübergehend nachließ, so rechnet die PD Hannover zukünftig mit einer immer stärkeren Nutzung dieser neuen Mobilitätsform. Im Bereich der PD Hannover sind insgesamt vier gewerbliche Anbieter im stationslosen Verleihgeschäft aktiv. Aber auch von einer steigenden privaten Nutzung ist auszugehen.

Die Anzahl der verunglückten E-Scooter-Fahrenden ist im Jahr 2022 um 68 Fälle und 50,4 Prozent auf 203 gestiegen (Vgl. 2021: 135). Eine tatsächliche Vergleichbarkeit dieser Zahlen wird erst in den nächsten Jahren gegeben sein, wenn mehrjährige Erfahrungswerte vorliegen. Derzeit lassen sich die stark steigenden Verkehrsunfallzahlen vermutlich mit einer deutlich intensiveren und zahlreicheren Nutzung erklären.

Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort – Verkehrsunfallflucht

Die Anzahl der Verkehrsunfälle, bei denen sich ein Beteiligter unerlaubt entfernte, ist im Jahr 2022 wieder angestiegen. Insgesamt registrierte die Polizei 9.784 Fälle der Verkehrsunfallflucht. Das bedeutet einen Anstieg um 631 Fälle bzw. ein Plus von 6,9 Prozent (Vgl. 2021: 9.153). Auch hier spiegelt sich die allgemeine Zunahme des Verkehrsaufkommens wider.

Das erreichte Niveau liegt erfreulicher Weise deutlich unter den Jahren vor der Corona-Pandemie. Die PD Hannover verzeichnet eine Aufklärungsquote mit 42,49% der angezeigten Verkehrsunfallfluchten auf dem Niveau der Vorjahre.

Polizeidirektor Markus Kiel richtete in diesem Zusammenhang einen besonderen Appell an alle Verkehrsteilnehmenden, sich im Falle eines Verkehrsunfalles nicht unerlaubt zu entfernen und eine Schadensregulierung zu ermöglichen: „Dies schützt insbesondere vor den unangenehmen Folgen eines Strafverfahrens. Außerdem bitte ich darum, dass sich insbesondere Zeugen von Verkehrsunfallfluchten bei der Polizei melden und bei der Aufklärung dieser Straftat helfen“.

Verkehrsunfallprävention

Die PD Hannover setzt einen ganz deutlichen Schwerpunkt im Rahmen der Verkehrsunfallprävention auf die Zielgruppe Kinder und Jugendliche, für die im vergangenen Jahr 4.860 Präventionsveranstaltungen angeboten wurden (Vgl. 2021: 4.411). Darunter fielen beispielsweise Schulwegüberwachungen, Radfahrausbildungen, Verkehrserziehung und Elternabende.

Für die Zielgruppe der Seniorinnen und Senioren wurden 285 Präventionsveranstaltungen angeboten und durchgeführt (Vgl. 2021: 170). Thematisch wurden solche Bereiche wie Radfahren, Verhalten in Bus und Bahn, Sichtbarkeit bei Dunkelheit, Fit im Auto und „Pedelec fahren – aber sicher“ abgedeckt.

Verkehrsüberwachung

Neben der Prävention stellt die Verfolgung von Fehlverhalten im Straßenverkehr die zweite wichtige Säule der Verkehrssicherheitsarbeit dar. Dabei steht unter anderem die Verkehrstüchtigkeit und die Fehler der Fahrzeugführenden im Fokus.

Im vergangenen Jahr wurde gegen 1.648 Personen ermittelt, die unter dem Einfluss von Alkohol ein Fahrzeug geführt haben, ohne dass es zu einem Verkehrsunfall gekommen ist. Das bedeutet ein Plus von 59 registrierten Fällen bzw. 3,1 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Bei 1.128 Personen wurde eine Beeinflussung von Betäubungsmitteln festgestellt, ohne dass sie einen Verkehrsunfall verursachten. Das ist ein Minus von 31 registrierten Fällen bzw. 2,7 Prozent. Im Jahr 2022 stellten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der PD Hannover 6.849 Fälle der widerrechtlichen Nutzung eines Mobiltelefons während der Fahrt fest. Das bedeutet ein Minus von 798 registrierten Verstöße bzw. ein Minus von 10,4 Prozent.

„Gerade die komplexen Verkehrsverhältnisse der Innenstädte erfordern einen verantwortungsvollen Umgang mit dem geführten Fahrzeug. Hierbei ist jede bzw. jeder Verkehrsteilnehmende in der Pflicht, aufmerksam und vorausschauend zu fahren“, ermahnt Polizeidirektor Markus Kiel. „Für ein Mobiltelefon- ob mit dem Pkw oder dem Fahrrad – sollte es während der Fahrt keinen Platz geben“. In diesem Zusammenhang führt die PD Hannover eine Vielzahl von Maßnahmen zur Reduzierung der Ablenkung im Straßenverkehr durch.

Im Rahmen der Bekämpfung der Hauptunfallursache Geschwindigkeit führte die PD Hannover eine Vielzahl von Kontrollen durch. Sowohl im Rahmen der spezialisierten Verkehrsüberwachung, als auch im alltäglichen Einsatz- und Streifendienst werden Verstöße festgestellt und konsequent geahndet. Letztes Jahr wurden 10.528 Verstöße (ein Minus von 1.098 Fällen bzw. ein Minus von 9,4 Prozent), die im Verwarngeldbereich (5 bis 55 Euro) lagen, und 13.858 (ein Minus von 3.332 Fälle bzw. ein Minus von 19,4 Prozent) qualifizierte Verstöße, die im Bußgeldbereich lagen, geahndet.

Die Schwerpunktsetzung im Rahmen der Geschwindigkeitsüberwachung wurde in Abstimmung mit den Polizeiinspektionen im Zuständigkeitsbereich der PD Hannover und insbesondere den Unfallkommissionen im Jahr 2022 angepasst. Die Auswahl der Kontrollorte richtete sich noch stärker, als zuvor an den erkannten Unfallhäufungsstellen aus. Das führte dazu, dass trotz langer Mess-/ Überwachungszeiten zum Teil weniger Verstöße festgestellt wurden. Diese Entwicklung wurde von der Polizei bewusst in Kauf genommen, um gezielt an den Stellen zu überwachen, an denen sich Verkehrsunfälle mit schweren Folgen ereignen.

Inzwischen ist es zudem zu einer engen Vernetzung mit anderen Behörden, Institutionen und Interessenverbänden gekommen, aus der sich neue Wege der Kooperation ergeben. So arbeitet die PD Hannover sehr gut und vertrauensvoll mit dem Verkehrsaußendienst der Landeshauptstadt Hannover zusammen. Es werden unter anderem gemeinsame Radstreifen durchgeführt, um die Sicherheit im Radverkehr zu erreichen.


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Börsennachrichten und Wirtschaftsnews vom 20.April 2023

Indizes vom 19.04.2023 © finanzen.net
Indizes vom 19.04.2023 © finanzen.net

Marktberichte der Börse Frankfurt

FRANKFURT/MAIN.

Nach der Gewinnserie der vergangenen Wochen und dem höchsten Stand seit 17 Monaten beim EuroStoxx 50 ist den europäischen Aktienmärkten am Mittwoch etwas die Luft ausgegangen. „Zusammen mit einer eher enttäuschenden Vorstellung am Vorabend an der Wall Street und wenig inspirierenden Netflix-Zahlen (Netflix) ergibt sich kein Bild, das Anleger zum Aktienkauf motiviert“, bemerkte Kapitalmarktmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets.

Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) schloss 0,01 Prozent tiefer bei 4393,57 Punkten. Der französische CAC 40 stieg um 0,21 Prozent auf 7549,77 Punkte. Der britische FTSE 100 gab um 0,13 Prozent auf 7898,53 Punkte nach. „Die Inflation in Großbritannien erweist sich als hartnäckiger als gedacht“, merkte Molnar dazu an. „Während viele andere Länder bereits spürbare Rückgänge in den Teuerungsraten verzeichnen, steigen die Verbraucherpreise im Vereinigten Königreich weiter zweistellig.“

Aus Branchensicht gehörten Technologiewerte neben Rohstoffaktien und Immobilientiteln zu den größten Verlierern. Das Schwergewicht ASML (ASML NV) gab als EuroStoxx-Schlusslicht um 3,7 Prozent nach und zog damit den Sektor nach unten. Beim niederländischen Halbleiterausrüster gingen die Bestellungen im ersten Quartal stärker als gedacht zurück.

Der Rohstoffriese Glencore stößt im Buhlen um das kanadische Bergbauunternehmen Teck weiterhin auf Widerstand. Nachdem Glencore mit einem offenen Brief für den Zusammenschluss geworben hatte, richtete sich nun auch das Teck-Management mit einem Brief an die Aktionäre und bekräftigte darin die ablehnende Haltung zum Geschäft. Glencore-Papiere verloren 0,7 Prozent.

Die Titel von Just Eat Takeaway (Just Eat Takeawaycom) stiegen um 0,3 Prozent. Der Essenslieferdienst ist für das laufende Jahr zuversichtlicher gestimmt und will Aktien zurückkaufen. Die Analysten von Jefferies betonten allerdings, dass das Unternehmen in wichtigen Bereichen hinter den Erwartungen geblieben sei.

(Quelle: finanzen.net)


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Wahrendorff Klinikum feiert Einweihung des Klinikneubaus

Symbolischer Akt: Architekt Jan Soltau (von links) überreicht Wahrendorff-Geschäftsführer Dr. Matthias Wilkening im Beisein von Ministerpräsident Stephan Weil, Sehndes Bürgermeister Olaf Kruse und Regionspräsident Steffen Krach einen Schlüssel in Wahrendorff-Farben. @Wahrendorff/Helge Krückeberg
Symbolischer Akt: Architekt Jan Soltau (von links) überreicht Wahrendorff-Geschäftsführer Dr. Matthias Wilkening im Beisein von Ministerpräsident Stephan Weil, Sehndes Bürgermeister Olaf Kruse und Regionspräsident Steffen Krach einen Schlüssel in Wahrendorff-Farben. @Wahrendorff/Helge Krückeberg

Ein neues Fachkrankenhaus für die Seele mit besonderer Atmosphäre

SEHNDE/KÖTHENWALD/REGION HANNOVER.

Fünf Jahre nach der Grundsteinlegung ist es endlich so weit. Das neue Fachkrankenhaus für die Seele des Wahrendorff Klinikums wurde am 19. April 2023 gemeinsam mit 178 geladenen Gästen offiziell eingeweiht. Im Mai werden die ersten Patientinnen und Patienten ihre Zimmer beziehen. Mit dem größten psychiatrischen Neubau des Nordens bietet sich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in einem modernen Ambiente und besonderer Atmosphäre eine Vielfalt an neuen Möglichkeiten, um individuell behandeln, betreuen und versorgen zu können.

Das neue Wahrendorff Klinikum aus der Luftperspektive: Fünf Kuben sind durch einen ringförmigen Loop miteinander verbunden und bieten weite Blicke ins Grüne © Wahrendorff
Das neue Wahrendorff Klinikum aus der Luftperspektive: Fünf Kuben sind durch einen ringförmigen Loop miteinander verbunden und bieten weite Blicke ins Grüne © Wahrendorff

Dr. Matthias Wilkening, geschäftsführender Gesellschafter von Wahrendorff, begrüßte die Gäste: „Das ist in der über 160‐jährigen Geschichte von Wahrendorff ein besonderer Moment für uns, den wir gerne mit Ihnen teilen.“ Das neue Fachkrankenhaus für die Seele ist eines der größten und modernsten psychiatrisch‐psychotherapeutischen Fachkrankenhäuser Deutschlands und ist auf einer Fläche von rund 15.000 Quadratmetern entstanden. Bezogen wird ein neuer fünfteiliger Komplex mit elf Behandlungsstationen. Zur Verfügung stehen dann an zentraler Stelle bis zu 350 vollstationäre Betten und 30 tagesklinische Plätze. Die Baukosten belaufen sich auf 92 Millionen Euro.

„Ich freue mich sehr darüber, dass am Standort Köthenwald in Sehnde nun der größte zusammenhängende Psychiatrie‐Neubau in Niedersachsen steht. Die neue Klinik für die Seele ist ein besonderer Ort, zu dem ich allen Beteiligten nur herzlich gratulieren kann. Die Beschäftigten im Wahrendorff Klinikum finden hier hoffentlich optimale Arbeits‐ und Behandlungsstrukturen. Patientinnen und Patienten können vielfältige Therapiemöglichkeiten in Anspruch nehmen. Das sollte dann in möglichst vielen Fällen auch die Grundlage für eine dauerhafte Genesung sein“, betonte Ministerpräsident Stephan Weil in seinen einleitenden Grußworten für das Land Niedersachsen. Weitere Grußworte vor Ort kamen von Regionspräsident Steffen Krach für die Region Hannover und Bürgermeister Olaf Kruse für die Stadt Sehnde. Die feierliche Schlüsselübergabe erfolgte durch Jan Soltau, ausführender Architekt und Geschäftsführer tsj‐architekten.

Das Behandlungskonzept ist an der Lebensrealität orientiert und bereitet gezielt auf den Alltag vor.

Den Patientinnen und Patienten bietet der Neubau ein zentrales Gebäude, in dem sie sich sicher und wohl fühlen können. Dafür können individualisierte Therapien sowie eine Vielfalt an begleitenden Angeboten in Anspruch genommen werden. Durch die geschickte Architektur mit dem verbindenden „Loop“ sind schlanke Wege entstanden, die niedrigschwellige Therapieangebote möglich machen. Das Behandlungskonzept ist an der Lebensrealität orientiert und bereitet gezielt auf den Alltag vor. Alle Stationen sind architektonisch ansprechend gestaltet. Dabei finden sich neben Spezialstationen und Einheiten mit Intensivbereichen für Patientinnen und Patienten in akuten Krisen auch eine Wahlleistungsstation mit Hotelkomfort, modern gestaltete Therapie‐ und Freizeitbereiche, eine sehr große Sporthalle mit Kletterwand und ein ganz besonderer Speisesaal mit bis zu 100 Plätzen. Auf den Stationen sind die Patientinnen und Patienten in Ein‐ und Zwei‐Bettzimmern untergebracht.

In dem neuen Fachkrankenhaus für die Seele finden bewährte therapeutische Konzepte mit neu zugelassenen Therapiemöglichkeiten zusammen. Auch im Neubau werden Einzel‐ und Gruppentherapien, Kunst‐, Musik‐ und Sporttherapie angeboten. Ganz neue Schwerpunkte bilden spezielle ernährungstherapeutische Konzepte, die Virtual‐Reality‐Therapie, eine innovative Lichttherapie und ein weiterer Ausbau der Transkraniellen Pulsstimulation (TPS) in der Behandlung von Demenz. Ganz neu ist zudem eine Station für qualifizierte Entgiftung. Die tagesklinischen Plätze im Neubau werden von der Tagesklinik für Männer bezogen.

Ein „Zuhause auf Zeit“

„Ziel war es, für dieses ‚Zuhause auf Zeit‘ ein anregendes und vielseitiges Gebäude als heilungsförderndes Umfeld für Körper, Geist und Seele zu gestalten, in dem den unterschiedlichen Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten Rechnung getragen wird“, fasst Dr. Matthias Wilkening zusammen. „Das Besondere ist, dass wir sämtliche bisher dezentral organisierten stationären Angebote räumlich in einem gemeinsamen Klinikbau konzentrieren.“

Mit der Zentralisierung am neuen Standort in Köthenwald können Therapie und Freizeit mit und für die Patientinnen und Patienten noch viel individueller geplant werden. Lange Wegezeiten entfallen, neue Rückzugsmöglichkeiten in Wohnnischen und einem „Raum der Stille“ bieten deutlich mehr privaten Raum. Und soziale Kontakte können an zentralen Stellen, wie dem Speisesaal, der Sporthalle, in Besucher‐ und Besprechungsräumen, dem Eingangsfoyer und der grünen Umgebung gepflegt und auch geübt werden.

Grußwortauszüge Regionspräsident Steffen Krach, Region Hannover:

„Ich freue mich über den Neubau des Klinikums Köthenwald. Es verbessert die ohnehin schon gute Versorgung psychisch Erkrankter in der Region Hannover. ‘Fachkrankenhaus für die Seele‘ finde ich im Übrigen eine hervorragende Bezeichnung, denn sie kombiniert zwei Ansprüche: erstens den Anspruch auf eine fachlich exzellente Spezialisierung und zweitens transportiert sie genau die Sichtbarkeit, die wir für das Thema brauchen. Im Verbund mit den anderen Anbietern und Initiativen gegen psychische Leiden wird das Wahrendorff Klinikum ein Grundpfeiler für unsere Gesundheitsregion sein.“

Grußwortauszüge Bürgermeister Olaf Kruse, Stadt Sehnde:

„Es ist mir eine Freude, als Bürgermeister der Stadt Sehnde, heute hier nicht nur die Gratulation von Rat und Stadtverwaltung zu übermitteln, sondern auch Danke zu sagen. Verwaltung und Politik der Stadt Sehnde waren und sind am Wachstum und den vielen Veränderungen beteiligt. Es mussten Projekte mitgedacht und Pläne angepasst werden. Eine Einrichtung dieser Größenordnung zeigt in vielen Bereichen des Stadtlebens Auswirkungen. Umso dankbarer bin ich für den regelmäßigen und konstruktiven Austausch mit dem Wahrendorff Klinikum. Eine offene Kommunikation, Einbindung in die Prozesse und Projekte, frühzeitige Interessensabwägungen ‐ einfach eine gute und wertschätzende Zusammenarbeit ‐ sind hier auch ein Erfolgsrezept.“

Daten‐Fakten Zahlen // Klinikneubau Wahrendorff Klinikum

Nutzfläche Bruttogrundfläche Bruttorauminhalt

Gesamtkosten Landesförderung

Planungsbeginn Bauzeit

14.710 m²

27.811 m²

99.970 m³

92 Mio. € 48 Mio. €

2014 2018‐2023

Wahrendorff ist das Fachkrankenhaus für die Seele und eine große Einrichtung der Eingliederungshilfe.

Der Stammsitz liegt zwölf Kilometer östlich der Landeshauptstadt Hannover in Sehnde mit den beiden Standorten Ilten und Köthenwald. Mit der Psychiatrisch‐Psychosomatischen Klinik Celle betreibt Wahrendorff ein zweites Krankenhaus. Die Kliniken bieten ambulante, teilstationäre und vollstationäre Versorgung in der Akutpsychiatrie, Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie. Die Eingliederungshilfe ermöglicht Menschen mit seelischen, geistigen und/oder Mehrfachbehinderungen Perspektiven im Wohnen und im Tagwerk in Hannover und der Region. Das Wahrendorff Klinikum verfügt über 717 Betten und Plätze. Im Wahrendorff Wohnen finden an die rund 1.100 Bewohner eine individuelle und fachlich qualifizierte Versorgung, Pflege und Betreuung. Bei Wahrendorff arbeiten über 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dazu kommen über 160 Ausbildungsplätze.


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Feuerwehr Hannover hat eine eigene Ansprechstelle für Demokratiestärkung und gegen Rechtsextremismus

Stefan Klösel (Einsatzkraft), Christoph Bahlmann (Chef der Feuerwehr Hannover), Dr Axel von Ohe (Erster Stadtrat und Feuerwehrdezernent), Gina- Mari Nowak (Leitung der Ansprechstelle für Demokratiestärkung und gegen Rechtsextremismus), Mario Kraatz (Vorsitzender des örtlichen Personalrates), Wibke Henke-Kreie (Einsatzkraft). © Feuerwehr Hannover
v.l. Stefan Klösel (Einsatzkraft), Christoph Bahlmann (Chef der Feuerwehr Hannover), Dr Axel von Ohe (Erster Stadtrat und Feuerwehrdezernent), Gina- Mari Nowak (Leitung der Ansprechstelle für Demokratiestärkung und gegen Rechtsextremismus), Mario Kraatz (Vorsitzender des örtlichen Personalrates), Wibke Henke-Kreie (Einsatzkraft). © Feuerwehr Hannover

Aktive Beratung | Aufklärung und Sensibilisierung

HANNOVER.

Die Feuerwehr Hannover hat eine eigene Ansprechstelle für Demokratiestärkung und gegen Rechtsextremismus etabliert. Sie wird die Möglichkeit zur aktiven Beratung geben und durch Aufklärung und Sensibilisierung schleichenden Rechtsextremismus, Rassismus und mögliche Radikalisierungstendenzen frühzeitig erkennen und diesen Phänomenen aktiv begegnen.

Für Demokratiestärkung gegen Rechtsextremismus © Feuerwehr Hannover
Für Demokratiestärkung gegen Rechtsextremismus © Feuerwehr Hannover

Einstellungen und Bestrebungen, die gesellschaftliche Vielfalt einschränken, insbesondere rechtsextreme Einstellungen und Verhaltensweisen, haben in der Landeshauptstadt Hannover und damit auch im Fachbereich Feuerwehr keinen Platz und sollen niederschwellig identifiziert und mit allen Mitteln der Dienststelle und des Rechtstaates bekämpft werden.

Nach mehreren Rechtsextremismus-Verdachtsfällen bei anderen Berufsfeuerwehren in den vergangenen drei Jahren stärken die hannoverschen Brandschützer nach interner Revision ihre innerbetrieblichen Präventionsstrukturen in diesem Bereich aktiv.

„Die Feuerwehr Hannover hilft im Einsatz allen Menschen – egal welche soziale, kulturelle, religiöse und nationale Herkunft und welches Geschlecht und welche sexuelle Orientierung sie haben. Somit genießt die Feuerwehr ein besonderes Vertrauen in der Bevölkerung und trägt auch eine besondere gesellschaftliche Verantwortung“ sagt der Erste Stadtrat und Feuerwehrdezernent Dr. Axel von der Ohe während einer Zusammenkunft in der Feuer- und Rettungswache 1.

Um dieser besonderen Verantwortung im Alltag noch besser gerecht zu werden und gleichzeitig schleichenden rechtsextremistischen Unterwanderungen und Diskriminierungstendenzen in vielen Teilen der Arbeitswelt klar zu begegnen, etabliert die Feuerwehr Hannover nun auch eine eigene Ansprechstelle für Demokratiestärkung und gegen Rechtsextremismus. Diese Einrichtung fungiert als zentrale Ansprech- und Beratungsstelle für alle haupt- und ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen sowie auch für Dritte: für Opfer, Betroffene, Beobachtende und Beteiligte.

„Wir wollen hierdurch kein Bespitzelungs-Klima schaffen, sondern eine proaktive Beratung und Aufklärung ermöglichen. Nicht einzuordnende oder offensichtlich grenzwertige Verhaltensweisen oder Vorgänge können im geschützten Raum der Ansprechstelle näher bewertet, Betroffene, Opfer und Führungskräfte gegebenenfalls beraten werden“, so Feuerwehr-Chef Christoph Bahlmann.

Weiterhin sollen die interkulturellen Kompetenzen und Diversität im Fachbereich Feuerwehr durch die Ansprechstelle gestärkt und eine fortlaufende Sensibilisierung aller Mitarbeitenden sichergestellt werden.

Hannover Nachrichten vom 19.April 2023

Haltestelle Am Steintor in Hannover © Ulrich Stamm
Haltestelle Am Steintor in Hannover © Ulrich Stamm

HANNOVER.

Handball U21 Weltmeisterschaft: Aktion für Schulkinder

Vom 20. Juni bis zum 2.Juli findet die U21 Handball-Weltmeisterschaft statt. Die Spielorte in Deutschland sind Magdeburg, Berlin und Hannover.

Die Landeshauptstadt ist zusammen mit dem Deutschen Handball Bund (DHB), dem Handball Verband Niedersachsen-Bremen (HVNB) und Hannover Concerts als Hallenbetreiber örtlicher Veranstalter.

In Kooperation mit dem Handballverband Niedersachsen-Bremen e.V. lädt der Deutsche Handballbund (DHB) Schulkinder zu den Spielen in die Swiss Life Hall (Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 8, 30169 Hannover) ein. Der Besuch der Spiele ist für die Kinder und die betreuenden Personen, beziehungsweise Lehrkräfte kostenfrei. Der Spielplan wurde so gestaltet, dass der Besuch der WM vormittags oder mittags möglich ist. Darüber hinaus gibt es für Grundschulkinder (Klassen 1-4) vor Ort Handball-Mitmachangebote, damit die Kinder Handball nicht nur sehen, sondern auch gleich ausprobieren können.

Die Mitmachangebote stehen an jedem Spieltag unter einem Motto. Am Dienstag, den 20. Juni steht das Thema Vielfalt und Integration im Vordergrund.

dhb.de/de/services/gesellschaftliche-verantwortung/handball-together

Die weiteren Spieltage (Montag, 26.Juni, Mittwoch, 28.Juni, Donnerstag, 29.Juni) stehen unter dem zentralen Motto der U21-Weltmeisterschaft PLAYTHEFUTURE.

Anmeldeschluss ist Montag, der 17.Mai. Bei Rückfragen steht das Team des DHB unter schulaktion23@dhb.dezur Verfügung. Weitere Informationen zu der offiziellen U21 Handball-Weltmeisterschaft und die Möglichkeit über die Grundschulaktion hinaus Eintrittskarten zu erwerben sind unter playthefuture23.comzu finden.


Taubenproblematik am Hauptbahnhof: Stadt Hannover handelt

Die Landeshauptstadt Hannover forciert ihre Maßnahmen zur Eindämmung der Taubenpopulation rund um den Hauptbahnhof und richtet aufgrund der guten Erfahrungen zwei neue Taubenschläge ein.

Das im März 2020 auf Initiative der Deutschen Bahn und des Netzwerks Taubenrettung Hannover e.V. unter maßgeblicher Beteiligung der Landeshauptstadt Hannover (LHH) aufgebaute erste Taubenhaus am Hauptbahnhof hat noch nicht zu einer zufriedenstellenden Veränderung im Bereich der Unterführungen am Hauptbahnhof gesorgt, obwohl die Tauben das Haus gut annehmen und dort von den Mitgliedern des Netzwerks Taubenrettung bislang bereits 1.390 Eier gegen Kunsteier getauscht wurden.

Es hat sich gezeigt, dass dieses Taubenhaus nicht groß genug ist und nicht nah genug an den vielen Brutplätzen in Richtung Raschplatz liegt, um alle Tauben im Bereich des Hauptbahnhofs aufzunehmen. Zudem ziehen die Tauben nur selten aus den Unterführungen in das Taubenhaus um, die Tiere sind extrem standorttreu und der Verschluss der Brutplätze ist besonders im Bereich der Unterführung Lister Meile aufgrund der Brückenkonstruktion und der vielen technischen Leitungen kompliziert.

Die Suche nach einem Standort für weitere Taubenhäuser in Richtung Raschplatz hatte Erfolg -geeignete Flächen wurden 2022 kostenfrei von der Hannover Region Grundstücksgesellschaft (HRG) am Ausgang des Hauptbahnhofs Richtung Raschplatz zur Verfügung gestellt.

Während der Planung kam die Richtlinie zur Förderung der Errichtung und Ausstattung von Taubenschlägen zur tierschutzgerechten Regulierung der Stadttaubenschwärme des Landes Niedersachsen genau zum richtigen Zeitpunkt. Der Aufbau der Taubenhäuser wurde durch Erstattung von 80 % der Materialkosten (ca. 50% der voraussichtlichen Gesamtkosten) durch das Land Niedersachsen maßgeblich gefördert und die Umsetzung der Maßnahme konnte Ende 2022 starten. Durch den engagierten und sachkundigen Einsatz der Mitglieder des Netzwerks Taubenrettung konnten wurden nun zwei Taubenhäuser im Bereich der Ausgänge der Unterführungen Richtung Raschplatz fertig gestellt werden.

Deutsche Bahn unterstützt

Parallel startete die Deutsche Bahn Anfang 2023 die Umsetzung der Vergrämung der Brutplätze in der Unterführung Lister Meile und will diese auch im Bereich der Unterführung Fernroder Straße weiter fortsetzen, so dass sich nach und nach möglichst keine Tauben mehr in den Unterführungen aufhalten und brüten können. Ihnen werden in den neuen Taubenhäusern tierschutzgerechte Aufenthalts- und Brutmöglichkeiten angeboten, wo die Eier gegen Kunsteier getauscht werden, so dass sich der Taubenbestand nach und nach tierschutzgerecht erheblich reduzieren wird.

Das Netzwerk Taubenrettung berät und begleitet alle Maßnahmen und tauscht seit mehr als zwei Jahren ehrenamtlich wöchentlich Eier in den Nestern in den Unterführungen und den sonstigen Brutplätzen im Bereich des Hauptbahnhofs gegen Kunsteier aus. Bis heute wurden insgesamt 3.316 Eier durch Kunsteier ersetzt. Das Netzwerk hat die Taubenschläge geplant, ausgebaut und die Betreuung gegen Kostenerstattung durch die Landeshauptstadt Hannover übernommen. Der Verein unterstützt die Stadt auch umfassend bei den zwingend notwendigen Vergrämungsmaßnahmen, etwa durch Hinweise auf Nester und die Übernahme von Jungtieren.

Austausch von Lampen 

Die LHH tauscht voraussichtlich noch in diesem Quartal die Lampen in der Unterführung Fernroder Straße aus, so dass die Tauben auch dort nicht mehr in der Lampenkonstruktion brüten können und in die Taubenhäuser umziehen müssen. Um die im Beleuchtungssystem vorhandenen Jungtiere kümmert sich das Netzwerk Taubenrettung.

Entsprechende Planungen für die Unterführung Lister Meile werden voraussichtlich Anfang 2024 in Kooperation mit Enercity und der ÜSTRA umgesetzt.

Die Amtstierärzt*innen der LHH begleiten die Maßnahmen zur Sicherstellung des Tierschutzes bei der insgesamt sehr schwierigen Ausgangslage durch die Konstruktionen der Unterführungen und haben für die Kooperation aller beteiligten Behörden und Unternehmen die Federführung übernommen. „Die zusätzlichen Taubenhäuser sind ein weiterer Beitrag für mehr Sauberkeit im Bahnhofsbereich. Zugleich können wir damit aber auch deutliche Verbesserungen hinsichtlich des Tierschutzes erreichen“, sagt der zuständige Ordnungsdezernent Dr. Axel von der Ohe. Gleichzeitig dankte er den beteiligten Kooperationspartner*innen für das Engagement und die vielfältigen Beiträge zur Verbesserung der Situation.

Weitere Taubenhäuser

Zusätzlich zu diesen drei Taubenhäusern am Hauptbahnhof finanziert die LHH noch ein weiteres im Bereich der Noltemeyerbrücke (Podbielskistraße), das im Juni 2020 dort aufgestellt wurde. Auch dieses wird gegen Aufwandsentschädigung und Kostenerstattung vom Netzwerk Taubenrettung betreut. Diese Organisation betreibt noch zwei weitere Taubenhäuser im Stadtgebiet in Eigenregie. Für alle Taubenhäuser gilt: Das tierschutzgerechte Konzept kann nur funktionieren, wenn die umliegenden Brutplätze verschlossen werden und nicht außerhalb des Taubenhauses gefüttert wird. Wenn die Tauben weiterhin auf Dachböden und Balkonen unkontrolliert brüten können und Lebensmittelreste und Sonstiges an Tauben gefüttert werden, werden diese sinnvollen Projekte keinen langfristigen Erfolg haben.


12. Förderpreis für Inklusion in der Wirtschaft

Neu: Region und LHH vergeben erstmals gemeinsam Förderpreis / Unternehmen aus der ganzen Region können sich bis zum 31. August bewerben

Für Menschen mit Behinderung den Zugang auf den Arbeitsmarkt verbessern und damit Teilhabe am Arbeitsleben sichern – dafür setzen sich die Region und die Landeshauptstadt in diesem Jahr erstmals gemeinsam mit dem 12. Förderpreis für Inklusion in der Wirtschaft ein. Der Inklusionspreis richtet sich an Betriebe, Geschäfte und Unternehmen, die mit innovativen Konzepten barrierefreie Arbeits- und Ausbildungsplätze für Menschen mit Behinderung schaffen oder erhalten und ihnen so ein selbstbestimmtes Erwerbsleben ermöglichen.

Auch Gründungsansätze mit inklusiven Zielen können prämiert werden. Neu ab 2023 ist, dass die Landeshauptstadt und die Region den Preis gemeinsam ausloben und sich künftig alle Unternehmen aus der gesamten Region bewerben können. „Wir sind in diesem Jahr zum ersten Mal dabei und freuen uns sehr über diese Kooperation mit der Landeshauptstadt.

Der Preis zeichnet damit ab jetzt Betriebe in allen 21 regionsangehörigen Kommunen aus, die sich für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung einsetzen und mit guten Ideen und Beispielen vorangehen!“, so die Beauftragte für Menschen mit Behinderung der Region Sylvia Thiel.

Seit bereits 2011 verleiht die Landeshauptstadt Hannover den Förderpreis für Inklusion an Wirtschaftsunternehmen mit Sitz in Hannover, die Ausweitung auf die gesamte Region begrüßt auch Andreas Mangelsdorf, Beauftragter für Menschen mit Behinderung der LHH: „Es liegt in der Verantwortung der gesamten Gesellschaft, sich für eine gleichberechtigte Teilhabe einzusetzen.

Besonders auf dem Arbeitsmarkt gibt es so viele Möglichkeiten, Menschen mit Behinderung gut zu unterstützen – seien das besondere niedrigschwellige Angebote oder neue Ansätze eines Unternehmens, Inklusion im Erwerbsleben zu fördern. Je mehr Firmen und Unternehmen neue Ideen entwickeln und umsetzen, umso mehr Menschen profitieren davon! Wir freuen uns auf viele Bewerbungen!“

Insgesamt stehen Preisgelder in Höhe von 20.000 Euro zur Verfügung. Die Preisgeldsumme hat die Region mit Beginn der neuen Kooperation von ursprünglich 10.000 auf nun 20.000 Euro verdoppelt.

Die Jury besteht aus Mitgliedern der Regionsversammlung und des Rates, der Beauftragten für Menschen mit Behinderung der Region und der LHH, Mitarbeiter*innen der Region und der LHH sowie Vertreter*innen von Behindertenverbänden und der Arbeitsverwaltung. Sie berät über die Auswahl der Preisträger*innen, die am 2. Oktober 2023 feierlich ausgezeichnet werden.

Bewerben können sich alle Unternehmen aus dem Wirtschaftsraum Region Hannover, die sich in besonderer Weise für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung einsetzen. Bewerbungsschluss ist der 31. August 2023. Weitere Informationen und Bewerbungsunterlagen gibt es online unter wirtschaftsfoerderung-hannover.de/inklusion.

Postalische Bewerbungen bitte an: Büro des Beauftragten für Menschen mit Behinderung der LHH, Trammplatz 2, 30159 Hannover

oder

Region Hannover, Büro der Beauftragten für Menschen mit Behinderung, Hildesheimer Straße 20, 30169 Hannover.


Anmeldeverfahren für den Übergang in Klasse 5 und für die gymnasiale Oberstufe zum Schuljahr 2023/2024

Die weiterführenden Schulen nehmen die Anmeldungen für die Klassen 5 zum Schuljahr 2023/2024 zu folgenden Terminen entgegen: vom 2. bis 5. Mai für die Integrierten Gesamtschulen sowie vom 22. bis 26. Mai für die Real- und Oberschulen, die Gymnasien und die Schulen mit besonderem pädagogischem Profil.

Die Schulen dieser Schulformen können innerhalb des Stadtgebietes im Rahmen vorhandener Kapazitäten frei gewählt werden. Zur Anmeldung muss das letzte Zeugnis im Original mitgebracht werden.

Anmeldung für die gymnasiale Oberstufe

Die Schulen nehmen die Anmeldungen für die gymnasiale Oberstufe an folgendem Termin entgegen:

Montag, 3. Juli 2023, 9 bis 13 Uhr.

Dies ist in jedem Fall das Enddatum der Anmeldung. Die Schulen können die Anmeldetermine jedoch in Eigeninitiative um die Vorwoche dieses Termins erweitern, also um den Zeitraum 26. bis 30. Juni.

Die Schulen werden individuelle Regelungen zum Verfahren treffen. Erziehungsberechtigte sollten sich daher unbedingt vorab auf der Homepage der jeweiligen Schule informieren. Das oben genannte Enddatum der Anmeldung ist unabhängig von den Erweiterungen verbindlich einzuhalten.

Zur Anmeldung muss das Abschlusszeugnis über den Erweiterten SEK-I-Abschluss im Original mitgebracht werden.


Repair Café in der Stadtbibliothek Hannover öffnet erstmals am 22. April seine Türen

Um die Reparatur als Alternative zum Wegwerfen zu fördern, lädt die Stadtbibliothek Hannover jeweils am vierten Sonnabend Nachmittag im Monat von 14 bis 18 Uhr zum Repair Café in ihre Räume in der Hildesheimer Straße 12 ein.

Zum ersten Mal öffnet das Repair Café am 22. April seine Türen. Ehrenamtliche stellen ihre Kenntnisse zur Verfügung, um defekte Gegenstände wie zum Beispiel Bücher, Spielzeug, Kleidung/Textilien, elektrische Kleingeräte und Kleinmöbel wieder in Ordnung zu bringen.

Weil nicht immer alle ehrenamtlichen Reparateur*innen anwesend sind, kann nicht garantiert werden, dass alle defekten Gegenstände an dem jeweiligen Nachmittag in Ordnung gebracht werden können.


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Ulrich Stamm – Professionelle Fotografie für Business | Presse | Privat