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Donnerstag, April 30, 2026

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April-Termine in den Herrenhäuser Gärten

Ostern in den Herrenhäuser Gärten
Ostern in den Herrenhäuser Gärten © Ulrich Stamm

HANNOVER.

Die Herrenhäuser Gärten informieren zu folgenden Terminen im April 2023:

Osterspaziergang

Ostersonntag, 10 bis 17 Uhr, Herrenhäuser Gärten

Der mit tausenden Frühlingsblumen geschmückte Große Garten lädt am 9. April zum traditionellen Osterspaziergang ein. Von 10 bis 17 Uhr wird ein abwechslungsreiches Familien-Programm angeboten: Es gibt Schokolade vom Osterhasen für die Kinder, niedliche Osterküken können bestaunt werden. Spiele und eine digitale Osterrallye laden zum Mitmachen und Entdecken ein, mit den Märchenerzähler*innen geht es auf Reisen in verwunschene Welten. Der prächtige Galeriefestsaal öffnet seine Tore und bei gutem Wetter geht es auf eine Kutschfahrt durch den Georgengarten oder auf eine Fahrt in luftige Höhen mit dem Ballon. Als Souvenir gibt es Baumscheiben mit Oster-Motiv, solange der Vorrat reicht. Während des Osterspaziergangs erklingen über die Lautsprecher österliche Gedichte, die Wasserspiele laufen durchgehend.

Kosten: Garteneintritt, 8 Euro für Erwachsene, Jugendliche 12-17 Jahre:4 Euro, Kinder unter 12 Jahre frei.

Die Aktionen sind im Garteneintritt enthalten, abgesehen von der Kutschfahrt (25 Euro für vier Personen). Weitere Infos unter herrenhausen.de. Veranstalter: Herrenhäuser Gärten


Ausstellungen

bis 30. April, täglich ab 9 Uhr, Berggarten/Subtropenhof

IGPOTY Fotoausstellung

Im geschützten Subtropenhof des Berggartens sind in einer Freiluftgalerie die schönsten Pflanzen- und Gartenfotos der Welt zu sehen. Einmalig in Niedersachsen sind hier die besten Fotos des Wettbewerbs „International Garden Photographer of the Year“ (IGPOTY) ausgestellt. Dazu zählen auch die Gewinner*innenbilder aus der Kategorie „The Beauty of Herrenhausen Gardens“ mit herausragenden Fotos aus den Herrenhäuser Gärten.

Kosten: Im Garteneintritt enthalten, 3,50 Euro pro Person, Kinder unter 12 Jahre frei.

Veranstalter: Herrenhäuser Gärten

2. April 2023 bis 14. Januar 2024, täglich 11 bis 18 Uhr, Museum Schloss Herrenhausen

Sonderausstellung „Natur ist Kultur“

Die neue Ausstellung möchte für einen genauen Blick auf „die Natur“ sensibilisieren. Ästhetische Gestaltungen wie der Barock- und der Landschaftsgarten sind Ausdruck spezifischer Lebenshaltungen in der Adels- und Bürgerkultur des 17. und 18. Jahrhunderts. Landschaftsbilder entstehen ebenso wie die Naturlyrik und -prosa vor dem Hintergrund einer sich wandelnden gesellschaftlichen Wirklichkeit. Landwirtschaft, Industrie, Stadträume und Kriege hinterlassen tiefgreifende Spuren in der Natur. Bilder und Texte eröffnen in der Ausstellung einen breiten Assoziationsraum für ein Nachdenken über „die Natur“.

Ausstellungseröffnung: 1. April, 16 Uhr, Galerie Herrenhausen

Kosten: Im Museumseintritt enthalten.

Veranstalter: Historisches Museum Hannover

Führungen

1./2., 8./9., 15./16., 22./23., 29./30. April, sonnabends um 14 Uhr, sonntags um 10.30 Uhr, Großer Garten

Rundgang „Königliche Gartenpracht“

Geführter Rundgang durch den Großen Garten mit seiner über 300-jährigen Geschichte.

Kosten: 7 € Erwachsene (zuzüglich Eintritt), 4 € Kinder bis 14 Jahre / Schüler*innen / Studierende (Eintritt bis 12 Jahre frei, ansonsten zuzüglich Eintritt), mit der HannoverCard Tourist 1,50 € Rabatt.

Dauer: 1,5 Std., Treffpunkt: Haupteingang Museum/Großer Garten

Veranstalter: Hannover Marketing und Tourismus
 

16. April, 11.30 Uhr, Museum Schloss Herrenhausen

Kuratorenführung durch die Sonderausstellung „Natur ist Kultur“

Kosten: Im Museumseintritt enthalten.

Veranstalter: Historisches Museum Hannover

22. April, 14 Uhr, Museum Schloss Herrenhausen

Literarische Führung durch die Sonderausstellung: „Natur? Kultur? Spannende Betrachtungen!“ mit Marie Dettmer

Kosten: Im Museumseintritt enthalten.

Veranstalter: Historisches Museum Hannover

Öffnungszeiten und Eintrittspreise in den Herrenhäuser Gärten

Sommersaisonstart

Am 1. April beginnt die Sommersaison in den Herrenhäuser Gärten:

Täglich sind im Großen Garten prächtige Wasserspiele und die farbenfrohe Grotte von Niki de Saint Phalle zu bewundern. Auch das Museum Schloss Herrenhausen ist wieder täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Infopavillon öffnet täglich von 10 bis 18 Uhr. Mit Pflanzen, Souvenirs, Büchern und mehr lädt er zum Stöbern ein.

Der Große Garten und der Berggarten sind im April täglich von 9 Uhr bis 19 Uhr geöffnet, die Grotte ist bis 18.30 Uhr geöffnet. Das Museum Schloss Herrenhausen ist täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet, ebenso der Schloss Shop. Der Infopavillon öffnet täglich von 10 bis 18 Uhr.

Letzter Einlass in die Gärten: 18 Uhr.

Wasserspiele im Großen Garten: montags bis freitags 10 bis 12 Uhr und 15 bis 17 Uhr, sonnabends und sonntags 10 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr.

Eintrittspreise in der Sommersaison:

Gesamtkarte Großer Garten, Berggarten, Museum 8 Euro/ermäßigt 5 Euro

Jugendliche 12 – 17 Jahre 4 Euro

Berggarten 3,50 Euro/ermäßigt 1,50 Euro

Kinder bis 12 Jahre frei

Ermäßigungen für Gruppen ab 15 Personen, Inhaber Niedersachsenticket und Hannover Card, Hannover Aktiv Pass-Inhaber, Jugendliche, Schulklassen, Familien, Auszubildende, Studierende, BFD-, FSJ-, FÖJ-, FWD-Leistende, Behinderte ab 50 GdB

sowie ganzjährig:

Jahreskarten Großer Garten/Berggarten 25 Euro, Jahreskarte ermäßigt 15 Euro

Jahreskarte Familien 1 Erwachsener und Jugendliche 12-17 Jahre 40 Euro, Jahreskarte Familien 2 Erwachsene und Jugendliche 12-17 Jahre 65 Euro, Jahreskarte Hausmarke 12,50 Euro

Norderneyer Erklärung der SPD Landtagsfraktion Niedersachsen

Luftbildaufnahme der Insel Norderney
Norderney - Luftbild © Ulrich Stamm

NORDERNEY/HANNOVER.

Die SPD-Landtagsfraktion schließt am heutigen Mittwoch (8. März) ihre Klausurtagung auf Norderney ab. Zentrale Themen der dreitägigen Beratungen waren die Stärkung der Demokratie, die Schaffung bezahlbaren Wohnraums sowie die Gestaltung der Energiewende.

„Die aktuellen Herausforderungen setzen tiefgreifende Veränderungen in unserem Land in Gang. Extremistische Gruppierungen und Gewalttäter:innen fordern unseren demokratischen Rechtsstaat heraus, steigende Preise machen das Leben und Wohnen für viele Menschen immer teurer. Gleichzeitig erfordern der Klimawandel und die gegenwärtige Energiekrise die entschlossene Umsetzung der Energiewende“, erklärt Grant Hendrik Tonne, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion. „Diese Herausforderungen wollen wir gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gestalten, damit Niedersachsen aus dieser krisenhaften Zeit gestärkt hervorgeht.“

Die Ergebnisse der Klausurtagung sind in der Norderneyer Erklärung zusammengefasst. Zentrale Forderungen aus den Beratungen sind:

Den demokratischen Rechtsstaat schützen und stärken

  • Mehr Wertschätzung für Einsatzkräfte: Erhöhung der Polizeizulage und Feuerwehrzulage.
  • Mehr Sicherheit für Helfende: Anhebung der Mindeststrafe von einem halben auf ein Jahr, wenn Rettungskräfte gezielt in Hinterhalte gelockt und angegriffen werden.
  • Mehr Schutz vor digitaler Gewalt: Noch in diesem Jahr Eckpunkte für ein Gesetz gegen digitale Gewalt in den Bundesrat einbringen.

Wohnen ist ein Grundrecht, kein Luxus: Die soziale Bauwende mit der Landeswohnungsgesellschaft einleiten

  • Mehr bezahlbarer Wohnraum: Noch in diesem Jahr eine Landeswohnungsgesellschaft gründen und mit notwendigem Kapital ausstatten.
  • Mehr Wohnungsbau erleichtern: Baustandards kritisch bewerten, ohne das die Lebens- und Wohnqualität oder der Mietschutz beeinträchtigt werden.
  • Mehr Menschen unterstützen: Lösungen entwickeln, damit mehr Niedersächsinnen und Niedersachsen geförderten bezahlbaren Wohnraum in Anspruch nehmen können.

Die Energiewende in Niedersachsen weiter vorantreiben und stärken

  • Mehr Windkraft: In den kommenden 12 Jahren wollen wir in Niedersachsen rechnerisch eine Windkraftanlage pro Tag errichten.
  • Mehr Solarenergie „Made in Niedersachsen“: Aufbau eigener Solar-Produktion in Niedersachsen unter möglicher Beteiligung des Landes als Minderheitsgesellschafter.
  • Mehr Investitionen ermöglichen: Einführung eines günstigen Industriestrompreises, um Arbeitsplätze zu sichern, Unternehmen zu entlasten und Investitionen zu ermöglichen.
  • Mehr Potenziale aufzeigen: Erarbeitung eines Masterplans Energiewende Küste, der Maßnahmen bündelt und Entwicklungspotenziale aufzeigt.

Präambel

Die letzten drei Jahre haben unsere Gesellschaft, die Bürgerinnen und Bürger und die Politik in Niedersachsen vor große Herausforderungen gestellt. Die Corona-Pandemie, Krieg mitten in Europa, eine in der Folge geschwächte Wirtschaft und gestiegene Energiekosten haben das Leben der Menschen in Niedersachsen tiefgreifend beeinflusst. Mit großem Einsatz ist es uns als SPD- Landtagsfraktion gemeinsam mit der SPD-geführten Landesregierung unter Ministerpräsident Stephan Weil gelungen, das Land durch die stürmischen Zeiten zu steuern und gut durch die vielfältigen Krisen zu kommen.

Der Blick in die Zukunft zeigt, dass weitere Herausforderungen und Veränderungen vor uns liegen. Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine dauert an und wird weiterhin unbegreifliches menschliches Leid hervorrufen, weitere Menschen werden aus ihrer Heimat flüchten und wir mit den mittelbaren Folgen umgehen müssen. Radikale und extremistische Bewegungen, die unseren demokratischen Rechtsstaat herausfordern, begegnen uns an vielen Stellen im gesellschaftlichen und politischen Leben. Sie erfordern eine klare Antwort seitens der Politik. Weiter sind große Anstrengungen in der Wohnungspolitik erforderlich und der Klimawandel verlangt von uns Veränderungen in allen Bereichen unserer Gesellschaft.

Wir als SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag sind der festen Überzeugung, dass wir diese Veränderungen nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern in Niedersachsen erreichen und so Niedersachsen stärker als zuvor aus dieser Zeit hervorgehen wird. Niedersachsen ist seit seiner Gründung ein weltoffenes Land. Unsere Solidarität gilt den Menschen, die vor dem russischen Angriffskrieg flüchten müssen und wir werden sie weiter unterstützen.

Im Angesicht dieser Veränderungen haben wir uns als Schwerpunkte für unsere Klausurtagung gesetzt, unsere Demokratie zu stärken, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und die Energiewende in Niedersachsen weiter voranzutreiben. Zudem gilt all unsere Kraft der Bekämpfung des Fachkräftemangels quer durch alle gesellschaftlichen Bereiche. Wir sind der festen Überzeugung, dass diese Bekämpfung auf vielen Säulen stehen muss. Eine gesteuerte Zuwanderung ist dafür unerlässlich und damit bedingt auch ein Umdenken in der Begleitung und Integration der zu uns kommenden Menschen.

1. Den demokratischen Rechtsstaat schützen und stärken

Unsere Demokratie ist zunehmend Belastungsproben ausgesetzt. Zum einen durch das Erstarken rechtsextremer Einstellungen, die unseren Rechtsstaat mit seinen demokratischen Strukturen diskreditieren und auszuhöhlen versuchen. Zum anderen verbreiten sich spätestens seit der Corona-Pandemie insbesondere in den sozialen Medien Verschwörungstheorien und Falschinformationen in einem beunruhigenden Ausmaß. Hass und Hetze aus dem Netz wird zunehmend auf die Straße getragen und mündet immer öfter auch in physischer Gewalt. Dem werden wir gezielt entgegentreten.

Firma Überall

Polizeibeamtinnen und -beamte, Rettungskräfte und Einsatzkräfte der Feuerwehren sind für unser Gemeinwesen tragende Stützen. Diese Menschen haben es sich zur Aufgabe gemacht, anderen zu helfen. Ihnen gebührt unser Respekt und unsere Dankbarkeit. Um die Polizei in ihrer Arbeit zu unterstützen und zu entlasten, werden wir die Personalverstärkungen gerade im IT-Bereich vorantreiben. Die große Verantwortung, die Polizistinnen und Polizisten tagtäglich tragen, muss sich auch auf dem Gehaltszettel widerspiegeln. Darum wollen wir schnellstmöglich die Polizeizulage erhöhen. Das gilt gleichermaßen für die Feuerwehrzulage.

Gerade in der Silvesternacht wurden bundesweit Einsatzkräfte gezielt in Hinterhalte gelockt, um diese anzugreifen. Die von Bundesinnenministerin Nancy Faeser angekündigte Gesetzesverschärfung, dass solche menschenverachtenden Taten künftig mit einer Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr statt bisher sechs Monaten geahndet werden, unterstützen wir ausdrücklich.

Neben dem repressiven Handeln muss aber ebenso die Präventionsarbeit gestärkt werden. Wir werden vor diesem Hintergrund die Politische Bildung, die Erwachsenenbildung und die soziale Arbeit in Niedersachsen weiter stärken.

Jedweder Form von Gewalt und Hass treten wir entschieden entgegen. Das gilt auch für den digitalen Raum. In Ergänzung zu dem 2017 eingeführten Netzwerkdurchsetzungsgesetz, welches Plattformbetreiber dazu verpflichtet, offensichtlich rechtswidrige Inhalte innerhalb von 24 Stunden zu löschen, werden wir noch in diesem Jahr Eckpunkte für ein Gesetz gegen digitale Gewalt in den Bundesrat einbringen. Mit dem Gesetz wollen wir den von digitaler Gewalt Betroffenen die Möglichkeit eröffnen, zeitnah vor ordentlichen Gerichten die Sperrung einzelner Posts oder gar eines ganzen Accounts beantragen zu können. Damit kann auf rechtsstaatlicher Grundlage eine schnelle und effektive Beendigung von Bedrohungen oder Beleidigungen im Netz bewirkt werden. Um Straftaten im Netz noch besser verfolgen zu können, wollen wir zudem die Zentralstelle Hasskriminalität bei der Staatsanwaltschaft Göttingen personell ausbauen. Bestehende Präventionskonzepte in Bezug auf Antisemitismus wollen wir stärken.

2. Wohnen ist ein Grundrecht, kein Luxusgut: die soziale Bauwende mit der Landeswohnungsgesellschaft einleiten

Als SPD-Landtagsfraktion haben wir es uns zum Ziel gesetzt, in dieser Legislatur das Angebot von bezahlbarem Wohnraum erheblich zu steigern. Da die Privatwirtschaft sich nicht ausreichend am tatsächlichen Bedarf orientiert, werden wir noch in diesem Jahr eine Landeswohnungsgesellschaft gründen und mit notwendigen Mitteln ausstatten. Die Gesellschaft wird Mitglied im Verband der Wohnungswirtschaft und eng mit den Partnern im Bündnis für bezahlbares Wohnen (Verbände, Kommunen, Kammern, Wirtschaft u.a.) zusammenarbeiten. Die Landeswohnungsgesellschaft wird nicht nur Wohnungen erwerben und sanieren, sondern auch Wohnungen bauen. Dies soll vor allem auch vor dem Hintergrund der Ressourcenschonung und dem Einsatz von Recyclingmaterialien und ökologischen Baustoffen stattfinden. Die Gesellschaft wird nicht in Konkurrenz zu Genossenschaften und kommunalen Wohnungsbaugesellschaften treten, sondern soll abgestimmt mit den Partnern Unterstützer und Ermöglicher für soziale Bauvorhaben sein.

Um den Bau von bezahlbarem Wohnraum auch wirksam zu ermöglichen, müssen Normen und Standards kritisch bewertet werden, ohne das Lebens- und Wohnqualität und Mieterschutz

Firma Überall

beeinträchtigt werden. Ziel ist ein Gebäudetyp, der die Kosten für neu zu schaffendem Wohnraum optimiert. Daneben werden wir bürokratische Hürden reduzieren und das Bauen in Gänze erleichtern. Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen weiter entlasten und sicherstellen, dass die Mieten für alle Menschen bezahlbar bleiben. Wir werden die Mietpreisbremse konsequent umsetzen und das Zweckentfremdungsgesetz weiterentwickeln. Eine warme Wohnung darf kein Luxusgut sein. Um das Grundrecht auf Wohnen zu gewährleisten, werden wir Lösungen entwickeln, dass mehr Menschen geförderten bezahlbaren Wohnraum in Anspruch nehmen können und von der sozialen Wohnraumförderung profitieren. Dafür werden wir die Einkommensgrenzen im Niedersächsischen Wohnraum- und Wohnquartierfördergesetz überprüfen.

3. Die Energiewende in Niedersachsen weiter vorantreiben und stärken

Niedersachsen deckt derzeit fast seinen gesamten rechnerischen Strombedarf aus Erneuerbaren Energien. Bundesweit sind wir Vorreiter der Energiewende. Diese Stärken werden wir weiter ausbauen. Industrie folgt Energie. Wir werden in Niedersachsen zeigen, dass eine dekabonisierte Wirtschaft funktioniert. Und wir werden zeigen, dass Klimaschutz und Arbeitsplätze keine Gegensätze sind, sondern voneinander profitieren. Diesen Weg werden wir konsequent weitergehen. Hierzu wollen wir die vorhandenen Flächenpotenziale für Windenergieanlagen nutzen und Photovoltaik weiter ausbauen. Bis 2035 wollen wir rechnerisch eine Windkraftanlage pro Tag in Niedersachsen errichten. Dazu haben wir bereits die „Taskforce Energiewende“ geschaffen, mit der wir die Energiewende in Niedersachsen und die Transformation der Wirtschaft weiter vorantreiben. Mit deren Hilfe werden wir die Planungs- und Genehmigungsprozesse verschlanken und noch deutlicher beschleunigen. Wir werden eine Energieversorgung gestalten, die bezahlbar, sicher, sauber und sozial ist. Ziel ist für uns, dass Niedersachsen aus dem Wandel als noch stärkerer Wirtschafts- und Industriestandort hervorgeht. Ebenso sollen die Bürgerinnen und Bürger unmittelbar von der Energiewende profitieren.

Wir wollen in Niedersachsen die Leistung der Solarstromerzeugung bis 2040 von 5 auf 65 Gigawatt ausbauen. Dafür werden große Mengen an Solarmodulen benötigt. Unser Ziel ist es daher, eigene Solar-Produktionskapazitäten in Niedersachsen aufzubauen. Niedersachsen ist dafür ein idealer Standort, denn neben den Flächen und der hervorragenden logistischen Anbindung ist das große Angebot an Offshore- und Onshorewindstrom und an erneuerbaren Energien insgesamt für eine klimaneutrale Produktion der Module ein wichtiger Standortvorteil. Beim Aufbau dieser neuen Wertschöpfung ist ein unternehmerisches Engagement des Landes als Minderheitsgesellschafter gut vorstellbar.

Eine zentrale Rolle auf dem Weg zur dekarbonisierten Industrie spielt der grüne Wasserstoff. Im Gegensatz zu Strom aus Wind- und Solarenergie hat Wasserstoff den großen Vorteil, dass er besser speicherbar und somit in der Industrie leichter nutzbar ist.

Wir werden den Ausbau der Wasserstoffproduktion und Importkapazitäten vorantreiben und alle Nutzungsmöglichkeiten gezielt prüfen. Dazu sind umfassende Investitionen in Infrastruktur und Forschung nötig. Um Unternehmen auf diesem Weg zu unterstützen, werden wir uns für die Einführung eines Industriestrompreises einsetzen. Dabei ist klar: Wir brauchen einen dauerhaft günstigen Industriestrompreis, der die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie ermöglicht und die

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Industriestandorte und Arbeitsplätze sichert. Daneben werden wir Anreize für die Ansiedelung energieintensiver Industrien setzen.

Durch die besonderen Herausforderungen der gesamten Küstenregion soll ein Masterplan Energiewende Küste erarbeitet werden, in dem die bisherigen Maßnahmen und Projekte gebündelt dargestellt und Entwicklungspotenziale aufgezeigt werden. Darin sollen auch die Fragen der ausreichenden Wassermengen für die Wasserstoffproduktion und die Nutzung der Synergien durch unterschiedliche Projekte beantwortet werden. Zudem werden wir die Infrastruktur so gestalten, dass die Versorgungssicherheit mit nachhaltiger Energie gewährleistet wird.

Niedersachsen fördert „Stadtradeln“ mit 100.000 Euro

Radfahrende Menschen in Hannover
Radfahren © Ulrich Stamm

HANNOVER.

Damit künftig noch mehr Kommunen am „Stadtradeln“ teilnehmen und möglichst viele Menschen auf das Rad umsteigen, fördert das Land Niedersachsen die Kommunen bei dieser Aktion in diesem Jahr mit 100.000 Euro. Für die Kommunen, die sich zur Teilnahme entschieden haben, übernimmt das Land ganz oder anteilig Teilnahmegebühren.

Verkehrsminister Olaf Lies: „Die Mobilitätswende ist nur zu schaffen, wenn möglichst viele Menschen im Alltag auf das Fahrrad umsteigen. Dafür bietet der Wettbewerb „Stadtradeln“ einen tollen Anlass, um einfach mal wieder mehr Wege mit dem Rad zu fahren. Die Zahlen aus dem vergangenen Jahr zeigen den großen Erfolg und die wachsende Begeisterung der Niedersächsinnen und Niedersachsen für diesen Wettbewerb – und das Fahrrad insgesamt. Deshalb wollen wir auch in diesem Jahr die Kommunen erneut finanziell unterstützen, sodass möglichst viele Menschen in Niedersachsen an der Aktion teilnehmen können.“   

Im Rahmen der Förderung werden die Anmeldegebühren bis zu einer Gesamtsumme von 100.000 Euro übernommen. Die Kommunen müssen hierfür keinen Förderantrag stellen. Bei besonders finanzschwachen niedersächsischen Kommunen, die im Haushaltsjahr 2022 Bedarfszuweisungen erhalten haben, werden die Teilnahmegebühren komplett übernommen. Andere niedersächsische Kommunen erhalten eine Förderung von 60 Prozent, solange der Fördertopf nicht ausgeschöpft ist. Die Berücksichtigung erfolgt nach dem Eingangsdatum/Zeitstempel der Anmeldung beim Klima-Bündnis.

Die Aktion „Stadtradeln“ war im Jahr 2022, auch durch die Förderung des Landes, ein voller Erfolg. Mit insgesamt 22.568.232 Kilometer wurden rund zwei Millionen Kilometer mehr zurückgelegt als im Vorjahr. Auch die Anzahl der teilnehmenden Kommunen hat sich von 205 (2021) auf 237 (2022) erhöht. Dadurch wurde die Zahl der Radfahrenden insgesamt von 109.054 (2021) auf 123.732 (2022) gesteigert.

Hintergrund:

Das „Stadtradeln“ als kommunenübergreifender Wettbewerb für ganz Deutschland wurde 2008 zum ersten Mal durch das Klima-Bündnis angeboten. Mit dem Wettbewerb soll in den Kommunen, auf lokaler Ebene für nachhaltige Mobilität geworben werden. Zwischen Mai und September sollen in einem Zeitraum von drei Wochen möglichst viele Fahrradkilometer gesammelt werden. Dabei wird jede Strecke gezählt und jeder Bürger und jede Bürgerin kann teilnehmen. Außerdem können beispielsweise Unternehmen, Parteien, Vereine etc. in Teams um die Wette fahren, aber auch Städte, Gemeinden und Landkreise können sich untereinander vergleichen. Der Grundgedanke ist, mit Spaß und Freude die Menschen (wieder) auf das Fahrrad zu bringen.

Liste der deutschen militärischen Unterstützungsleistungen

Panzerkette von der Seite
Panzerkette Symbolfoto © pixabay.com/Ichigo121212

BERLIN.

Deutschland unterstützt die Ukraine mit Ausrüstungs- und Waffenlieferungen – aus Beständen der Bundeswehr und durch Lieferungen der Industrie, die aus Mitteln der Ertüchtigungshilfe der Bundesregierung finanziert werden. Eine Übersicht:

Die Bundesregierung unterstützt das ukrainische Militär in enger Abstimmung mit ihren Partnern und Verbündeten. Diese Aufstellung gibt eine Übersicht über deutsche letale und nicht-letale militärische Unterstützungsleistungen für die Ukraine. Sie umfasst Lieferungen aus Beständen der Bundeswehr – und solche der deutschen Industrie, die aus Mitteln der sogenannten Ertüchtigungshilfe der Bundesregierung finanziert werden.

Die Mittel für die Ertüchtigungsinitiative belaufen sich auf insgesamt 2,2 Milliarden Euro für das Jahr 2023 (nach 2 Mrd. Euro in 2022). Die Mittel sollen vornehmlich der Unterstützung der Ukraine zugutekommen. Zugleich werden sie zur Finanzierung der gestiegenen deutschen Pflichtbeiträge an die Europäische Friedensfazilität (EPF) eingesetzt, aus deren Mitteln wiederum Kosten der EU-Mitgliedstaaten für Unterstützungsleistungen an die Ukraine erstattet werden können.

Gelieferte militärische Unterstützungsleistungen:

(Änderungen im Vergleich zur Vorwoche in fett)

  • 34 Flakpanzer GEPARD inklusive ca. 6.000 Schuss Flakpanzermunition* (zuvor: 32)
  • 122 Grenzschutzfahrzeuge* (zuvor: 120)
  • 30 mobile Antennenträgersysteme* (zuvor: 24)
  • 270 Stromerzeuger
  • 60 Drohnendetektionssensoren*
  • 6 Brückenlegepanzer BIBER*
  • 120.000 Erste-Hilfe Kits*
  • 28 LKW Nutzfahrzeuge Zetros*
  • 10 Wintertarnnetze
  • 26 Wechselladesysteme 15t*
  • 32 Bandbreitenerweiterungen für elektronische Drohnenabwehrgeräte*
  • 10 Abrollplattformen
  • Flugkörper IRIS-T SLM*
  • 3 mobile, ferngesteuerte und geschützte Minenräumgeräte*
  • 40 Laserzielbeleuchter*
  • 12 Sattelzugmaschinen und 4 Sattelauflieger*
  • 145 Pick-up*
  • 8 mobile und geschützte Minenräumgeräte*
  • 168 Feldheizgeräte*
  • 20 Raketenwerfer 70mm auf Pick-up trucks mit Raketen*
  • 15 Bergepanzer 2*
  • 12 Schwerlastsattelzüge M1070 Oshkosh*
  • 7 ferngesteuerte Kettenfahrzeuge für Unterstützungsaufgaben*
  • 35 LKW 8×8 mit Wechselladesystem
  • 26 Aufklärungsdrohnen*
  • 36 Krankenkraftwagen*
  • 36.400 Wolldecken
  • 12 Schwerlastsattelzüge*
  • 55 Drohnenabwehrsensoren und -jammer*
  • 6 Gabelstapler*
  • 60.000 Schuss Munition 40mm Granatwerfer*
  • 18.500 Schuss 155 mm Artilleriemunition
  • 50 Allschutz-Transport-Fahrzeuge Dingo
  • 10 Überwasserdrohnen*
  • 14.000 Schlafsäcke
  • Mi-24 Ersatzteile*
  • Munition für Mehrfachraketenwerfer MARS II
  • Ersatzteile schweres Maschinengewehr M2
  • 30 MG3 für Bergepanzer
  • 17 schwere und mittlere Brückensysteme*
  • 5 Mehrfachraketenwerfer MARS II mit Munition
  • 14 Panzerhaubitzen 2000 (gemeinsames Projekt mit den Niederlanden)
  • Luftverteidigungssystem Iris-T SLM*
  • 200 Zelte
  • 116.000 Kälteschutzjacken
  • 80.000 Kälteschutzhosen
  • 240.000 Wintermützen
  • 405.000 Rationen Einpersonenpackungen (EPa)
  • 67 Kühlschränke für Sanitätsmaterial*
  • Artillerieortungsradar COBRA*
  • 4.000 Schuss Flakpanzerübungsmunition 
  • 54 M113 gepanzerte Truppentransporter mit Bewaffnung (Systeme aus Dänemark, Umrüstung durch Deutschland finanziert)* 
  • 53.000 Schuss Flakpanzermunition
  • 3.000 Patronen „Panzerfaust 3“ zuzüglich 900 Griffstücke
  • 14.900 Panzerabwehrminen (davon 9300* aus Ertüchtigungsinitiative)
  • 500 Fliegerabwehrraketen STINGER
  • 2.700 Fliegerfäuste STRELA 
  • 22 Millionen Schuss Handwaffenmunition
  • 50 Bunkerfäuste
  • 100 Maschinengewehre MG3 mit 500 Ersatzrohren und Verschlüssen
  • 100.000 Handgranaten
  • 5.300 Sprengladungen
  • 100.000 Meter Sprengschnur und 100.000 Sprengkapseln   
  • 350.000 Zünder
  • 10 Antidrohnenkanonen* 
  • 100 Auto-Injektoren
  • 28.000 Gefechtshelme
  • 15 Paletten Bekleidung
  • 280 Kraftfahrzeuge (Lkw, Kleinbusse, Geländewagen)
  • 6 Paletten Material für Kampfmittelbeseitigung
  • 125 Doppelfernrohre
  • 1.200 Krankenhausbetten
  • 18 Paletten Sanitätsmaterial, 60 OP-Leuchten
  • Schutzbekleidung, OP-Masken
  • 600 Schießbrillen
  • 1 Radiofrequenzsystem
  • 3.000 Feldfernsprecher mit 5.000 Rollen Feldkabel und Trageausstattung
  • 1 Feldlazarett (gemeinsames Projekt mit Estland)*
  • 353 Nachtsichtbrillen* 
  • 12 elektronische Drohnenabwehrgeräte* 
  • 165 Ferngläser* 
  • Sanitätsmaterial (unter anderem Rucksäcke, Verbandspäckchen)
  • 38 Laserentfernungsmesser* 
  • Kraftstoff Diesel und Benzin (laufende Lieferung)*
  • 10 Tonnen AdBlue*
  • 500 Stück Wundauflagen zur Blutstillung* 
  • MiG-29 Ersatzteile*
  • 30 sondergeschützte Fahrzeuge*
  • 7.944 Panzerabwehrhandwaffen RGW 90 Matador*
  • 6 Lkw Fahrzeugdekontaminationspunkt HEP 70 inklusive Material zur Dekontaminierung 
  • 10 Fahrzeuge HMMWV (8x Bodenradarträger, 2x Jammer/Drohnenträger)*
  • 7 Störsender*
  • 8 mobile Bodenradare und Wärmebildgeräte*
  • 1 Hochfrequenzgerät inkl. Ausstattung*

Militärische Unterstützungsleistungen in Vorbereitung/Durchführung:

(Aus Sicherheitserwägungen sieht die Bundesregierung bis zur erfolgten Übergabe von weiteren Details insbesondere zu Modalitäten und Zeitpunkten der Lieferungen ab.)

  • 20 Brückenlegepanzer BIBER* (zuvor: 7)
  • 500 Pistolen SFP9
  • 18 Kampfpanzer Leopard 2 A6 mit Munition (gemeinsames Projekt mit weiteren Leopard 2 Nutzerstaaten)
  • 2 Bergepanzer 3
  • 300.000 Schuss Gepard Munition*
  • 2 Luftraumüberwachungsradare*
  • 78 Sattelzugmaschinen und 86 Sattelauflieger*
  • 40 Schützenpanzer MARDER mit Munition (aus Bundeswehr- und Industriebeständen*)
  • Luftverteidigungssystem PATRIOT mit Flugkörpern
  • 20 mobile Antennenträgersysteme*
  • 80.000 Erste-Hilfe Kits*
  • 114 Aufklärungsdrohnen*
  • 1 Schwerlastsattelzüge M1070 Oshkosh*
  • 17 Feldheizgeräte*
  • 18 Radhaubitzen RCH 155*
  • 60 Drohnendetektionssensoren*
  • 2 Hangar-Zelte*
  • 7 LKW 8×6 mit Wechselladesystem mit 18 Abrollplattformen*
  • 3 Flakpanzer GEPARD*
  • 7 ferngesteuerte Kettenfahrzeuge für Unterstützungsaufgaben*
  • 6 mobile und geschützte Minenräumgeräte*
  • Flugkörper für Iris-T SLM*
  • 42 Minenräumpanzer*
  • 5 mobile Aufklärungssysteme (auf Kfz)*
  • 378 Grenzschutzfahrzeuge*
  • 1.020 Schuss Artilleriemunition 155 mm*
  • 156.000 Schuss Munition 40mm Granatwerfer*
  • 5 Pionierpanzer Dachs*
  • 3 schwere und mittlere Brückensysteme*
  • 16 Panzerhaubitzen Zuzana 2* (gemeinsames Projekt mit Dänemark und  Norwegen)
  • 78 Schwerlastsattelzüge*
  • 3 Luftverteidigungssysteme IRIS-T SLM*
  • 12 Frequenzscanner/Frequenzjammer*
  • Feldlazarett (Rolle 2)*
  • 8 Bandbreitenerweiterungen für elektronische Drohnenabwehrgeräte*
  • 2 Zugmaschinen und 4 Auflieger* 
  • 10 geschützte Kfz*
  • Fahrzeugdekontaminationspunkt
  • 5.032 Panzerabwehrhandwaffen* 
  • 172 LKW Nutzfahrzeuge*

Der Gesamtwert der im Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 6. März 2023 von der Bundesregierung erteilten Einzelgenehmigungen für die Ausfuhr von Rüstungsgütern beträgt 2.666.400.040 Euro. Dieser Genehmigungswert beinhaltet die oben in der Liste aufgeführten Güter, soweit ihre Ausfuhr genehmigungspflichtig nach Außenwirtschaftsrecht ist. Das ist nicht bei allen oben genannten Gütern der Fall. Um die Abwicklung bestimmter Lieferungen zu beschleunigen, hat die Bundesregierung zudem Verfahrenserleichterungen zum Beispiel für Schutzgüter geschaffen. Auch diese Lieferungen sind im Genehmigungswert nicht enthalten. Die Wertangaben für gebrauchtes Material aus Bundeswehrbeständen beruhen zudem auf Zeitwerten, die bedeutend unterhalb der jeweiligen Neu- oder Wiederbeschaffungswerte liegen können. Im Genehmigungswert enthalten sind die Güter unabhängig davon, wie ihre Beschaffung und Lieferung finanziert wurden. Aus Sicherheitserwägungen sieht die Bundesregierung bis zur erfolgten Übergabe auch hier von der Nennung weiterer Details ab. 

* Es handelt sich um eine aus Mitteln der Ertüchtigungsinitiative finanzierte Lieferungen der Industrie. Mit den Lieferungen sind teilweise Instandsetzungsmaßnahmen verbunden oder die Produktion dauert noch an; zudem erfolgen teilweise noch Ausbildungsleistungen.

Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 8.März 2023

Indizes
Indizes vom 07.03.2023 © finanzen.net

FRANKFURT/MAIN.

Die Aussicht auf ein entschiedeneres Vorgehen der US-Notenbank im Kampf gegen die hohe Inflation hat den EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) am Dienstag belastet. Der Eurozonen-Leitindex fiel um 0,81 Prozent auf 4278,96 Punkte, nachdem er am Montag den höchsten Stand seit Anfang 2022 erreicht hatte.

Der Pariser Leitindex CAC 40 gab am Dienstag um 0,46 Prozent auf 7339,27 Punkte nach. Dieses Börsenbarometer hatte zu Wochenbeginn den höchsten Stand seiner Geschichte erreicht.

Der britische FTSE 100 büßte nur 0,13 Prozent auf 7919,48 Zähler ein. Der „Footsie“ profitierte damit etwas von dem stark gefallen Pfund, was Exporte in Länder außerhalb Großbritanniens erleichtern kann.

Der US-Dollar zog gegenüber allen anderen wichtigen Währungen an, nachdem der Vorsitzende der US-Notenbank Fed Jerome Powell ein höheres Tempo bei Zinserhöhungen in Aussicht gestellt hatte. „Die jüngsten Wirtschaftsdaten sind besser ausgefallen als erwartet, daher wird der Zinsgipfel wahrscheinlich höher ausfallen als bisher angenommen“, sagte Powell vor dem Bankenausschuss des US-Senats. „Wenn die Gesamtheit der Daten darauf hindeuten sollte, dass eine schnellere Straffung gerechtfertigt ist, wären wir bereit, das Tempo der Zinserhöhungen zu erhöhen.“

Powell wiederholte zudem die Aussage, dass weitere Zinserhöhungen angemessen seien. Dies würde Anleihen gegenüber Aktien attraktiver erscheinen lassen.

„Die Zinsen in den USA könnten nicht nur höher steigen als wir ursprünglich erwartet haben“, schrieb Analyst Andrew Hunter von Capital Economics. „Später im Jahr gibt es auch viel weniger Spielraum für Zinssenkungen, als wir ursprünglich angenommen hatten.“ Da die meisten Frühindikatoren immer noch rot blinkten und die Auswirkungen der bereits sichtbaren enormen geldpolitischen Straffung nachwirkten, glaubt der Experte dennoch, dass die Realwirtschaft und der Arbeitsmarkt in diesem Jahr wahrscheinlich schwächer sein werden als von der Fed erwartet.

Mit Blick auf die Einzelwerte kamen die Geschäftszahlen von Lindt & Sprüngli (Lindt) gut an. Der Schokoladenhersteller hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr Gewinn erzielt und war erneut profitabler geworden. Für das laufende Jahr bestätigte das Unternehmen seine Ziele. Die Aktien legten um 0,2 Prozent zu.

In Großbritannien waren Aktien von John Wood (John Wood Group) gesucht. Sie sprangen um gut zwölf Prozent nach oben, nachdem der Ausrüster der Bergbauindustrie erneut ein Gebot von Apollo Global Management abgelehnt hatte. Das Unternehmen betrachtet den Vorschlag der Beteiligungsgesellschaft als zu niedrig.

Dagegen verzeichneten die Anteilscheine von Nel (NEL ASA) Verluste von mehr als acht Prozent. Die Papiere des norwegischen Wasserstoffunternehmens litten unter einer Privatplatzierung von Aktien.

Quelle: finanzen.net

Weltfrauentag: Frauen bei aha eine Erfolgsgeschichte

aha Weltfrauentag
Weltfrauentag bei aha © Matthias Falk

128 Frauen arbeiten bei aha in gewerblich-technischen Berufen

HANNOVER (PM). Die Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) hat heute anlässlich des Weltfrauentages am 8. März den neuen Film „Frauen in gewerblich-technischen Berufen“ vorgestellt.

Das können Straßenreinigerinnen, Elektrikerinnen, Müllwerkerinnen, Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft oder KFZ-Mechatronikerinnen sein. Neben Frauen, die in technischen Berufen arbeiten, wird auch die Vielfalt an Arbeitsplätzen, die aha bietet, in dem Film verdeutlicht.

„Lange galten gewerbliche Berufe in weiten Teilen als Männerdomäne, bei aha ist das seit Jahren schon anders.“, sagt Thomas Schwarz, aha Geschäftsführer. „Wir möchten Frauen zu einer Berufswahl in gewerblichen Berufen bei aha ermutigen. Frauen für technische Berufe zu begeistern ist nicht nur wichtig, sondern in der höheren Diversität der Beschäftigten steckt auch großes Potential für unseren Betrieb. Wir haben starke Frauen, die in dem Film zu Wort kommen und deren Einsatz einfach klasse ist.“

„Für uns ist es selbstverständlich Frauen in gewerblich-technischen Berufen einzustellen.“, sagt Maik Renneberg, stellvertretender Geschäftsführer von aha. „Vor einigen Jahren haben wir mit einer großen Kampagne Frauen in die Müllabfuhr gebracht, aber auch davor arbeiteten schon Frauen in technischen Berufen bei aha. Darauf sind wir stolz und darüber freuen wir uns sehr.“

aha zählt mit rund 2.000 Beschäftigten zu den führenden öffentlich-rechtlichen Entsorgungsbetrieben und möchte andere Betriebe inspirieren und motivieren offen, für Frauen in technischen Berufen zu sein.

„Dass Frauen sich wirklich gleichgestellt fühlen, schafft man nur mit der richtigen Einstellung und der richtigen Haltung im Betrieb.“, freut sich Margot Napierala, Gleichstellungsbeauftragte bei aha. „Die Frauen, die in dem Film zu sehen sind, haben teilweise eine Betriebszugehörigkeit von über 20 Jahren und es kommen jedes Jahr Frauen dazu, die gerne bei aha in technischen Berufen arbeiten. Wichtig ist mir auch zu sagen, dass die Gespräche im Film frei und ohne Skript aufgezeichnet wurden. Ich möchte mich auch noch mal herzlich bei allen Teilnehmerinnen bedanken.“

Der Film lebt von authentischer Bildsprache ergänzt um nahbare Interview-Settings mit den Protagonistinnen und hat eine Länge von 4:30 Minuten. Interessierte können sich initiativ unter www.aha-region.de über das Karriereportal bewerben.

Warnstreiktag am Mittwoch, 8. März in den städtischen Kindertagesstätten der Stadt Langenhagen

Symbolbild Streik /ver.di
Symbolbild Streik /ver.di - © C.-M-Müller/LGHNews.de

Morgen Arbeitskampfmaßnahmen in städtischen Kindertagesstätten

Langenhagen (pm). Die Gewerkschaft ver.di ruft im Vorfeld der nächsten Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst, die Beschäftigten in Kindertagesstätten und sozialen Einrichtungen für Mittwoch, 8. März, zum Warnstreik auf.

Nach jetzigem Kenntnisstand der Verwaltung soll in den kommunalen Kindertagesstätten, im Zuge dieses Aufrufs, am Mittwoch ein Warnstreiktag durchgeführt werden. Für diesen Warnstreiktag wird es zwischen der Stadt Langenhagen und der Gewerkschaft keine Notdienstvereinbarung geben.

Die Eltern wurden bereits durch die Stadt Langenhagen informiert, dass es durch den Warnstreik in den Einrichtungen zu Personalengpässen kommen kann und gegebenenfalls kein oder nur ein eingeschränktes Betreuungsangebot zur Verfügung stehen wird. „Wir bitten die Eltern, soweit dies möglich ist, die Kinder am Mittwoch, (8. März) zu Hause zu lassen bzw. eine andere Betreuung zu organisieren, da voraussichtlich nicht ausreichend Betreuungsplätze zur Verfügung stehen werden“, so Heidi von der Ah, Leiterin des Jugendamtes.

Sofern der Streik ausgeweitet wird, ist die Stadt Langenhagen bemüht, mit der Gewerkschaft ver.di eine Notdienstvereinbarung abzuschließen, um eine Betreuung in Notgruppen anbieten zu können.

Die Stadt Langenhagen hofft, trotz dieser Unannehmlichkeiten durch den Streik, dass die Eltern, soweit es so eine außergewöhnliche Situation eben zulässt, Verständnis für alle Streikenden haben.

Polizei Nachrichten aus Hannover vom 7.März 2023

Drei Polizisten auf Motorrädern
Täglich aktuelle Polizei Nachrichten aus Hannover © Ulrich Stamm

HANNOVER.

Polizei erwischt auf der Bundesautobahn (BAB) 2 Fahrer unter Drogeneinfluss und ohne Fahrerlaubnis

Von Freitag, 03.03.2023, auf Samstag, 04.03.2023, hat die Polizei eine stationäre und eine mobile Kontrolle zur Überprüfung der Fahrtüchtigkeit der Verkehrsteilnehmenden auf der BAB 2 durchgeführt. 83 Fahrzeuge wurden überprüft. Dabei wurden Fahrer überwiegend unter Betäubungsmitteleinfluss aus dem Verkehr gezogen.

Der Schwerpunkteinsatz startete gegen 22:00 Uhr mit einer stationären Kontrolle auf dem Parkplatz Varrelheide (BAB 2 in Fahrtrichtung Berlin) und wurde nach Mitternacht mit einer mobilen Kontrolle in beide Fahrtrichtungen fortgeführt.

So wurde im Rahmen der mobilen Kontrolle ein 32 Jahre alter Mann angehalten, dessen Urin-Vortest positiv auf THC, Amphetamine und Metamphetamine ausfiel. Außerdem konnte der Fahrer keine gültige Fahrerlaubnis vorzeigen. Im weiteren Verlauf räumte der Fahrer ein, dass er gar nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war. Eine Blutentnahme wurde durchgeführt. Bislang liegen der Polizei keine Ergebnisse vor. Der 32-Jährige musste vor Ort eine Sicherheitsleistung einreichen.

Im Rahmen der ortsfesten Kontrolle wurden weitere Fahrer unter Drogeneinfluss aus dem Verkehr gezogen, darunter ein 35 Jahre alter Mann, dessen Vortest positiv auf THC ausfiel. Dieser räumte den Drogen-Konsum im Zuge der späteren Blutentnahme ein. Wenig später erwischten die Einsatzkräfte einen 33-Jährigen, der unter Einfluss von Kokain stand. Insgesamt zogen die Einsatzkräfte sieben Fahrzeugführer, die offensichtlich unter Einfluss von Betäubungsmitteln standen, aus dem Verkehr. 


Verkehrshinweise zum Fußballspiel Hannover 96 gegen Hansa Rostock am kommenden Sonntag

Aufgrund der Zweitligapartie Hannover 96 gegen Hansa Rostock müssen Verkehrsteilnehmende an diesem Sonntag, 12.03.2023, mit Einschränkungen rechnen. Mehrere Straßen werden bereits in den Morgenstunden gesperrt, darüber hinaus gelten an verschiedenen Stellen Halteverbote.

Im Rahmen des Fußballspiels werden ab circa 09:00 Uhr vier Straßen rund um das Stadion für Kraftfahrzeuge gesperrt. Davon betroffen ist die Waterloostraße/Bruchmeisterallee zwischen dem Abzweig „Am Waterlooplatz“ und der Robert-Enke-Straße. Ebenfalls nicht befahrbar sind die Robert-Enke-Straße/das Arthur-Menge-Ufer zwischen der Beuermannstraße und dem Kurt-Schwitters-Platz sowie der Bereich Stadionbrücke auf dem Abschnitt Stammestraße und Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg. Die Sperrungen dauern bis zum späten Nachmittag an. Zu einer kurzzeitigen Sperrung kann es außerdem auf der Culemannstraße kommen.

Im Zusammenhang mit dem Fußballspiel werden am Spieltag von 06:00 Uhr bis 18:00 Uhr diverse Halteverbote eingerichtet. Diese betreffen folgende Bereiche:

   - Stammestraße, zwischen Stadionbrücke und Lodemannweg
   - Culemannstraße, zwischen Friedrichswall und 
     Kurt-Schwitters-Platz
   - Waterloostraße/Bruchmeisterallee, zwischen Am Waterlooplatz und 
     Robert-Enke-Straße (inklusive Parkbuchten)
   - Am Waterlooplatz (außer Parkbuchten)
   - Am Schützenplatz, zwischen Viktoria-Luise-Weg und 
     Bruchmeisterallee

Die Polizei Hannover empfiehlt, für die Anreise zum Stadion ausreichend Zeit einzuplanen und möglichst den öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen. Für Heimfans stehen gebührenpflichtige Parkplätze auf dem Schützenplatz zur Verfügung. Gästefans können den Parkplatz der Firma Komatsu in der Marianne-Baecker-Allee nutzen. Busparkplätze für Gäste stehen am Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg zur Verfügung. 


Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 7.März 2023

(v.l.n.r.): Carolin Reuter (Näherin Textilwerkstatt), Sinem Eryurt-Celik (Geschäftsführerin Kommunaler Präventionsrat), Thea Giebl (Geschäftsführerin Kommunaler Präventionsrat), Dr. Axel von der Ohe (Erster Stadtrat), Sabine Kowalski (Näherin Textilwerkstatt), Gwen Wiezcorek (Anleitung Textilwerkstatt) und Melanie Bruns (Projektleitung Textilwerkstatt)
(v.l.n.r.): Carolin Reuter (Näherin Textilwerkstatt), Sinem Eryurt-Celik (Geschäftsführerin Kommunaler Präventionsrat), Thea Giebl (Geschäftsführerin Kommunaler Präventionsrat), Dr. Axel von der Ohe (Erster Stadtrat), Sabine Kowalski (Näherin Textilwerkstatt), Gwen Wiezcorek (Anleitung Textilwerkstatt) und Melanie Bruns (Projektleitung Textilwerkstatt) © LHH/Christian Burkert

HANNOVER.

Internationaler Frauentag am 8. März: Songwriterinnen aus Hannover spielen Konzert im Rahmen der Ausstellung „w*im hannover faces & friends“

Musik von Frauen aus Hannover ist in einem Konzert zum Internationalen Frauentag am 8. März (Mittwoch) von 17 bis 19 Uhr zu hören. Es spielen Ronja Maltzahn, Tinatin, Anna Singt, Mita Pantani und Nora Lotz. Mit Cello, Geige, Gitarre, Klavier, Ukulele, Bass, Perkussion und mehrstimmigem Gesang stellen die fünf Songwriterinnen ihr eigenes Programm vor.

Wetterbedingt wurde das Konzert vom Trammplatz in das ZeitZentrum Zivilcourage, Theodor-Lessing-Platz 1A, verlegt.  

 

Zur Eröffnung spricht Friederike Kämpfe, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt. Vertreter*innen des women* in music hannover (w*im) Netzwerkes und weitere Frauen aus der hannoverschen Musikbranche sind mit Statements zu hören. Der Eintritt ist frei.

Das Konzert begleitet die Foto- und Videoausstellung „w*im hannover faces and friends“, die zum Thema Geschlechtergerechtigkeit und mehr Sichtbarkeit von Frauen in der Musikbranche vom 6. bis 12. März im Rathaus und auf dem Trammplatz zu sehen ist.


Fahrbibliothek: Ausfall von Haltestellen vom 7. bis 9. März

Die Fahrbibliothek kann personalbedingt die folgenden Haltestellen vom 7. bis 9. März nicht bedienen:

  • Wettbergen/In der Rehre/Wilhelmstraße
  • Bult/Menschingstraße/Ecke Rimpaustraße
  • Mittelfeld/Gleiwitzer Str. 21-25
  • Kirchrode/Brabeckstraße
  • Wülferode/Niederfeldstraße
  • Anderten/Eisteichweg (Schulzentrum)

Stadionbad an den kommenden drei Sonntagen geschlossen

Das Stadionbad bleibt an allen drei kommenden Sonntagen im März (12., 19. und 26.3.) für den öffentlichen Badebetrieb geschlossen.

Grund sind jeweils Schwimmveranstaltungen. 


Informationstafel am Ballhofplatz enthüllt

Eine städtische Informationstafel zur Geschichte des Ballhofplatzes haben Bezirksbürgermeister Jannik Schnare und Dr. Jens Binner, Direktor des ZeitZentrums Zivilcourage, heute (7. März) am südlichen Ende des Platzes öffentlich enthüllt. Die Tafel steht vor dem Gebäude Ballhofplatz 7 („Spittahaus“).

Texte und Bilder der Informationstafel dokumentieren die wechselvolle Geschichte des Ballhofplatzes, insbesondere während der Zeit des Nationalsozialismus. Den ursprünglich für Ballspiele errichteten „Ballhof“ nutzte nach der Umgestaltung der Altstadt, bei der zahlreiche Fachwerkhäuser abgerissen wurden, ab 1939 die nationalsozialistische Hitler-Jugend für propagandistische Feiern und Versammlungen. Seit 1945 dient der Ballhof wieder als Spielstätte für das hannoversche Theater.

Die Aufstellung der Informationstafel geht auf einen Antrag des Stadtbezirksrats Mitte und Initiativen aus der Zivilgesellschaft zurück. Die Umsetzung lag beim ZeitZentrum Zivilcourage, den Text verfasste der Historiker Michael Pechel.


„Catcalling is OVER in HannOVER!“ – Aktion gegen verbale sexuelle Belästigungen von Frauen

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„Catcalling is OVER in HannOVER!“ © LHH/Christian Burkert

Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März möchte die Landeshauptstadt Hannover für eine besondere Form der sexuellen Belästigung, das sogenannte Catcalling, sensibilisieren. Stoffkätzchen als genähte Taschen machen auf das Thema aufmerksam.

Eine klassische Situation: „Hey schöne Frau!“ Sie antwortet nicht. Er pfeift und gestikuliert „geiler A*sch!“. Es ist Ihr unangenehm und sie möchte nicht mit ihm sprechen. „Eingebildete Schl*mpe, siehst eh sch*ße aus!“ – So oder so ähnlich werden zumeist Frauen im öffentlichen Raum häufig verbal sexuell belästigt.

Catcalling – was sich zunächst anhört wie ein niedlicher Begriff, verbirgt in sich eine große Belastung: Die Betroffenen sind anzüglichem Rufen, Reden, Pfeifen oder sonstigen Lauten im öffentlichen Raum ausgesetzt und fühlen sich oftmals hilflos. Sie entwickeln Vermeidungshaltungen, etwa wechseln sie die Straßenseite oder lassen den Rock doch lieber im Schrank. „Jeder Mensch hat jedoch das Recht, sich im öffentlichen Raum frei bewegen zu dürfen, ohne verbaler sexueller Belästigung ausgesetzt zu sein. Am Weltfrauentag fordern wir daher Respekt statt Blumen ein“, betonen die Geschäftsführer*innen des Kommunalen Präventionsrates, Sinem Eryurt-Celik und Thea Giebl. Sie haben daher die Idee zu den Stoffkätzchentaschen entwickelt, um damit die Öffentlichkeit zu sensibilisieren. Hierzu wurden der Textilwerkstatt der Landeshauptstadt Hannover nicht mehr benötigte Stoffbeutel gespendet, die aus der Kampagne des Jahresmottos des Kommunalen Präventionsrats (KPR) „Hannover ist stärker als Gewalt- für sichere Familien in unserer Stadt“ übriggeblieben sind. Die Textilwerkstatt hat die kleinen Stoffkätzchen genäht, jede Katze ist ein Unikat. Die Botschaft ist eindeutig und auf den Bändern, die die Katzenschwänze symbolisieren, zu lesen: „Catcalling ist OVER in HannOVER!“

Die Täschchen hat die Textilwerkstatt nun offiziell an den Ersten Stadtrat Dr. Axel von der Ohe übergeben: „Ich wünsche mir, dass sexuelle Belästigung im öffentlichen Raum nicht normalisiert wird und dieses Verhalten als Problem benannt wird“, betont der Ordnungsdezernent und führt weiter aus: „Die Stoffkätzchen sollen die Menschen zum Nachdenken anregen und zu diesem wichtigen Thema miteinander ins Gespräch kommen lassen.“

Neben den Stoffkätzchen, die insbesondere im Zusammenhang der Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden, entstehen zurzeit noch weitere Maßnahmen, um stetig für das Thema „Catcalling“ zu sensibilisieren.


Ausschuss für Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Liegenschaftsangelegenheiten tagt öffentlich

Der Ausschuss für Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Liegenschaftsangelegenheiten (AWL) tagt in öffentlicher Sitzung am kommenden Freitag (10. März) um 14 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses, Trammplatz 2. Die vollständige Tagesordnung ist im Internet unter www.ratsinfo-hannover.de zu finden.


Schiedsperson für den Stadtbezirk Mitte gesucht

Das Schiedsamt im Stadtbezirk Mitte ist neu zu besetzen. Die Stadt sucht eine Person, die Interesse an dem Ehrenamt hat und im Stadtteil Mitte, Oststadt, Zoo oder Calenberger Neustadt wohnt. Aufgabe der Schiedsperson ist es, alltägliche Konflikte im Verhandlungsweg zu lösen, um dadurch gerichtliche Verfahren zu vermeiden und die Gerichte zu entlasten. Schlichtungsverfahren kommen insbesondere in Betracht bei Nachbarschaftsstreitigkeiten, Schadensersatzforderungen, Körperverletzung, Beleidigung und Sachbeschädigung. Teilweise ist die erfolglose Durchführung eines Schlichtungsverfahrens Voraussetzung für die Erhebung einer Privatklage vor dem Strafgericht oder einer zivilrechtlichen Klage vor dem Amtsgericht.

Schiedspersonen unterstehen der Aufsicht des*der Präsidenten*Präsidentin des Amtsgerichts und werden für eine Amtszeit von fünf Jahren durch den zuständigen Stadtbezirksrat gewählt. Es handelt sich um ein Ehrenamt, für das eine Kostenpauschale gezahlt wird. Die erforderlichen Kenntnisse hinsichtlich des Ablaufs eines Schlichtungsverfahrens vermittelt der Bund Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen in Schulungen und Fortbildungen. Im Durchschnitt führt eine Schiedsperson im Stadtbezirk Hannover-Mitte circa sechs offizielle Verhandlungen jährlich durch.

Wer sich ein solches Amt zutraut, mindestens 30 Jahre alt ist und über einen Internetzugang verfügt, kann sich bis zum 27. März 2023 unter einer der folgenden Adressen bewerben: per E-Mail unter 30.2@hannover-stadt.de oder postalisch an Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Recht, Osterstraße 44-46, 30159 Hannover.

Fußball-Nationaltorhüterin Merle Frohms übernimmt die Schirmherrschaft


HANNOVER.

Zum 20. Mal suchen die Hannoversche Volksbank und ihre Niederlassungen Volksbank Hildesheimer Börde und Volksbank Celle in Zusammenarbeit mit dem Stadtsportbund und dem Regionssportbund Hannover sowie den Kreissportbünden Hildesheim und Celle Sportvereine, die durch ihr gesellschaftliches Engagement überzeugen. Als Schirmherrin hat die Hannoversche Volksbank Merle Frohms, Torhüterin des VfL Wolfsburg und der deutschen Frauen- Fußballnationalmannschaft gewonnen.

„Merle Frohms ist in Celle aufgewachsen und weiß, wie wichtig die ehrenamtliche Arbeit in den Sportvereinen ist. Mit der Schirmherrschaft für die Sterne des Sports stellt sie dieses Engagement in das Scheinwerferlicht“ erklärt Jürgen Wache, Vorstandssprecher der Hannoverschen Volksbank. Es winken zudem attraktive Geldpreise für die Vereinskasse.

Merle Frohms hat sofort ihre Unterstützung zugesagt und freut sich auf die Neuausgabe der Sterne des Sports: „Die vielen Ehrenamtlichen in den Sportvereinen entwickeln immer wieder neue Ideen, um ihre Mitglieder und den Verein voranzubringen. Ich freue mich auf viele Bewerbungen.“

Einen „Sonderstern“ leuchtet 2023 für Inklusionsprojekte in Sportvereinen, da dieses Jahr erstmals die „Special Olympic World Games“ für Menschen mit geistiger Behinderung in Berlin ausgetragen werden.

Die Online-Bewerbung für die „Sterne des Sports“ ist ab sofort über www.hannoversche- volksbank.de/sterne möglich.

Die Bewerbungen müssen bis spätestens 15. Juni 2023 vorliegen.

Fragen beantwortet Marina Naujoks: Tel. 0511 1221-8744 / E-Mail marina.naujoks@hannoversche-volksbank.de.

Die drei Stufen der Sterne des Sports:

Großer Stern des Sports in Bronze – Regionale Ebene Großer Stern des Sports in Silber – Landesebene Großer Stern des Sports in Gold – Bundesebene

Die bisherigen Sterne des Sports-Preisträger der Hannoverschen Volksbank und Ihrer Niederlassungen:

2004 – Schirmherr Bastian Hellberg
TS Großburgwedel e.V. (Projekt „Herzsportgruppe“, Landessieger, 2. Platz Bundesfinale)

2005 – Schirmherr Martin Kind
TSV Neustadt e.V. (Projekt „Kindergarten-Sport“, Landessieger, 6. Platz Bundesfinale)

2006 – Schirmherr Altin Lala
TC Bissendorf e.V. (Projekt „Voltigieren für Behinderte“) und RSG Hannover (Projekt „Kartsport für Behinderte“)

2007 – Schirmherr Grischa Niermann
TS Großburgwedel e.V. (Projekt „Fit statt fett“, 2. Platz Landesfinale)

2008 – Schirmherr Eike Onnen
UBC Tigers (Projekt „Easyballing – We got game“, 3. Platz Landesfinale)

2009 – Schirmherr Konstantin Rausch
Hannover Indians (Projekt „Nachwuchsförderung an Schulen“, 2. Platz Landesfinale)

2010 – Schirmherrin Sandra Wallenhorst
Hannoverschen Sportclub von 1893 e.V (HSC) und Schützengesellschaft Anderten von 1901 e.V. (Projekt „e.co-Kids“, Landessieger, 4. Platz Bundesfinale)

2011 – Schirmherrin Bibiana Steinhaus
TSV Anderten e.V. (Projekt „Schülertriathlon – gemeinsam sind wir stark“)

2012 – Schirmherr Manuel Schmiedebach
Eintracht Hannover e.V. (Projekt „Aktiv aus dem Stimmungstief“, Landessieger und Bundessieger)

2013 – Schirmherrin Britta Heidemann
TSZ Odeon Hannover e.V. (Projekt „Odeon-Dollar“)

2014 – Schirmherr Lars Lehnhoff
RVC Wedemark e.V. (Projekt „Get unified“)
TC Blau-Weiß Faßberg (Projekt „Tennissterne)

2015 – Schirmherr Phillip Schorp
TSV Berenbostel e.V. (Projekt „Ausbildungskooperation, 3. Platz Landesfinale)

2016 – Schirmherr Florian Meyer
SG Letter 05 e.V. (Projekt „Laufpass für Kids“, 3. Platz Landesfinale, 2. Platz Publikumspreis auf Bundesebene)
MTV Eintracht Celle e.V. (Projekt „Spielen und Turnen mit Handicap“)

2017 – Schirmherr Andreas Toba
Kanu-Gemeinschaft List e.V. (Projekt „Kanus für Namibia“, Förderpreis im Landesfinale)

2018 – Schirmherrin Ruth Sophia Spelmeyer
TuS Eschede e.V. (Projekt „WIR Gefühl im Sportverein“, 1. Platz Landesfinale, 4. Platz Bundesfinale) TS Großburgwedel e.V. (Projekt „Vom Turnkind zum Trainer“, 2. Platz Landesfinale)

2019 – Schirmherr Timo Kastening
SV Odin e.V. (Projekt „Rugby als Gewaltprävention an Schulen“, 3. Platz Landesfinale)

2020 – Schirmherrin Anna-Lena Füllkrug
IcanDo e.V. (Projekt „IcanDo@school“, Landessieger und Bundessieger)

2021 – Schirmherr Carlos Ortega
Garbsener SC e.V. (Projekt „Sport als Chance“, 3. Platz Landesfinale)

2022 – Schirmherrin Sydney Parsons
Mühlenberger SV (Projekt „Multiplikatorenausbildung – Botschafter für eine saubere Stadt“, 2. Platz Landesfinale)