Die beliebten Aldabra-Riesenschildkröten jetzt wieder im Erlebnis-Zoo Hannover zu sehen
HANNOVER. Sie heißen Cassiopeia, Romina, Bert und Leopold, die beiden Damen sind mit etwa 30 und 57 Jahren noch jugendlich, die Herren mit etwa 82 und 80 Jahren im besten Mannesalter. Nach 18 Jahren Exil im Hamburger Zoo sind jetzt vier der bei den Hannoveranern nach wie vor beliebten Aldabra-Riesenschildkröten in den hannoverschen Erlebbniszoo zurück in die Heimat gekommen.
Die mächtigen Reptilien (Schildkrötenmann Bert bringt es auf 195 kg Lebendgewicht) mussten vor fast zwei Jahrzehnten den Bau der Themenwelt Yukion Bay weichen. „Die Menschen haben uns immer wieder angesprochen und gefragt, wann kommen die Schildkröten zurück?“, erzählt Zoo-Geschäftsführer Andreas Casdorff. „Die Rückkehr der Riesenschildkröten war und ist für uns eine echte Herzensangelegenheit.“
Das trifft auch auf die Hannoveraner zu. Sie haben den Zoo mit großer Kreativität bei der Realisierung der Rückkehr unterstützt. 46.000 Euro sind durch kleine und große Spenden zusammengekommen. Für das Zoo-Team, das den Bau aufgrund gestiegener Baukosten mehrfach umplanen musste, war diese Unterstützung sehr berührend: „Die Menschen haben uns gezeigt, wie sehr ihnen der Zoo – und die Schildkröten – am Herzen liegen“, so Casdorff, „das hat uns darin bestärkt, trotz aller Widrigkeiten an diesem Projekt festzuhalten.“
Der Bau des Schildkrötenhauses stellte die Architekten vor großen Herausforderungen. Schließlich lieben die urzeitlichen Riesenreptilien ganzjährig kuschelige 26 bis 30 Grad Celsius, nicht kälter, aber eben auch nicht wärmer, und 60-80 Prozent Luftfeuchtigkeit. Die Temperatur muss mithin sowohl im Winter wie im Sommer, wenn das Außenthermometer schon mal weit die 30-Grad-Marke übersteigt, gehalten werden.
Die Tiere erinnern an Dinosaurier. Ihr Gang ist schwerfällig, der Hals lang und faltig, die Beine sind schuppenbesetzt. In ihren dunklen Augen scheint sich die Geschichte dieser Welt zu spiegeln, auf der sie seit mehr als 220 Millionen Jahren leben. Die Internationale Union zur Bewahrung der Natur (IUCN) stuft den Bestand der Seychellen- oder auch Aldabra-Riesenschildkröte leider als gefährdet ein. Ihr Lebensraum im Indischen Ozean ist heute nahezu ausschließlich auf das Aldabra-Atoll beschränkt. Klimawandel sowie invasive Arten setzen dem Bestand zusätzlich zu. Klaus Brunsing, Zoologischer Leiter des Erlebnis-Zoos Hannover, hofft deshalb auf Nachwuchs.
Das neue Heim der Schildkröten ist jedenfalls entsprechend hergerichtet.Das rund 240 m2große Haus mit Natursteinboden bietet den vier Tieren ein großes Badebecken und Sandbäder. Bepflanzte Inseln tauchen das Haus in tropisches Grün. Eine Fußbodenheizung, UV-Leuchten und Infrarotstrahler und eine Luftbefeuchtungsanlage schaffen das optimale Tropenklima für die bedrohten Schildkröten. Bei sommerlichen Wetter können sie zudem gemächlich ihre Runden in einer Außenanlage drehen. Zwei spezielle Plätze – einen Sandhügel und ein Sandbecken, mit Fußbodenheizung gewärmt – sind für die Ei-Ablage vorgesehen . Die Weibchen können dort Gruben graben, um die 10-25 kugelförmigen Eier pro Gelege mit dem gewärmten Sand zu bedecken.
Die dicken Seile, die hoch oben an Kletterbäumen hängen, sind für dieAldabra-Riesenschildkröte völlig uninteressant und auch die Pfleger hangeln sich daran nicht durch die Anlage. Sie künden vielmehr davon, dass bald Untermieter mit zu den Reptilien ziehen werden. Faultiere sollen hier demnächst den Schildkröten Gesellschaft leisten.
Der Zoo nennt das neue Schildkrötenhaus „Reptilium.“ Der Name ist Programm. Außer den vier Riesen von den Sychellen werden im Lauf des Jahres weitere Reptilien in geplante Terrarien hier einziehen.Vietnamesische Langnasennattern, Blaue Baumwarane und Fidschi-Leguane sorgen dann für noch mehr Artenvielfalt im Erlebniszoo Hannover..
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Zoo-Geschäftsführer Andreas Casdorff (r.) und Klaus Brunsing, Zoologischer Leiter, (l.) in der neuen Schildkrötenanlage
Zoo-Geschäftsführer Andreas Casdorff (r.) und Klaus Brunsing, Zoologischer Leiter, (l.) in der neuen Schildkrötenanlage
Die beliebten Aldabra-Riesenschildkröten jetzt wieder im Erlebnis-Zoo Hannover zu sehen
Die beliebten Aldabra-Riesenschildkröten jetzt wieder im Erlebnis-Zoo Hannover zu sehen
Tierpfleger Andreas Klimcuk kümmert sich um die Reptilien
Tierpfleger Andreas Klimcuk kümmert sich um die Reptilien
Die beliebten Aldabra-Riesenschildkröten jetzt wieder im Erlebnis-Zoo Hannover zu sehen
Die beliebten Aldabra-Riesenschildkröten jetzt wieder im Erlebnis-Zoo Hannover zu sehen
Die beliebten Aldabra-Riesenschildkröten jetzt wieder im Erlebnis-Zoo Hannover zu sehen
Die beliebten Aldabra-Riesenschildkröten jetzt wieder im Erlebnis-Zoo Hannover zu sehen
Die beliebten Aldabra-Riesenschildkröten jetzt wieder im Erlebnis-Zoo Hannover zu sehen
Die beliebten Aldabra-Riesenschildkröten jetzt wieder im Erlebnis-Zoo Hannover zu sehen
Klaus Brunsing, Zoologischer Leiter, erzählt von den zurückgekehrten Riesen
Klaus Brunsing, Zoologischer Leiter, erzählt von den zurückgekehrten Riesen
Die beliebten Aldabra-Riesenschildkröten jetzt wieder im Erlebnis-Zoo Hannover zu sehen
Die beliebten Aldabra-Riesenschildkröten jetzt wieder im Erlebnis-Zoo Hannover zu sehen
Ein Sommerabend voller Gefühl, Erinnerungen und großer Hits
HANNOVER.
Sommer, Schlager und eine große Bühne: Am Freitag Abend (14.08.2026) verwandelte Roland Kaiser im Rahmen seiner „DIE OPEN AIRS! Sommer 2026“ die mit 15.000 Fans restlos ausverkaufte Expo-Plaza in Hannover in einen riesigen Konzertsaal unter freiem Himmel.
Das Konzert begann um 20 Uhr und war ein zusätzlicher Hannover-Termin der Tournee.
Schon bevor die ersten Töne erklangen, war die besondere Atmosphäre rund um die Expo-Plaza zu spüren. Menschen unterschiedlichen Alters strömten auf das Gelände. Genau das ist längst ein Markenzeichen von Roland Kaiser, seine Musik verbindet Generationen. Vom langjährigen Fan bis zum jüngeren Konzertbesucher, der mit „Warum hast du nicht nein gesagt“ oder den neueren Stücken aufgewachsen ist, schienen an diesem Abend alle auf ihre Kosten zu kommen.
Roland Kaiser, der mit bürgerlichem Namen Ronald Keiler heißt, wurde am 10. Mai 1952 in Berlin geboren und wuchs bei einer Pflegemutter im Berliner Wedding auf. Nach einer kaufmännischen Ausbildung arbeitete er zunächst in einem Autohaus, bevor der Produzent Thomas Meisel sein Gesangstalent entdeckte. 1974 erschien seine erste Single, zwei Jahre später gelang ihm mit „Frei, das heißt allein“ der erste größere Charterfolg. Mit „Sieben Fässer Wein“ folgte 1977 der erste Top-10-Hit.
Den endgültigen Durchbruch brachte 1980 „Santa Maria“. Der Song wurde zu einem seiner größten Erfolge und machte Roland Kaiser endgültig zu einem der prägenden Stars des deutschen Schlagers. Über Jahrzehnte folgten Hits wie „Dich zu lieben“, „Joana“, „Lieb mich ein letztes Mal“, „Manchmal möchte ich schon mit dir“ und „Ich glaub es geht schon wieder los“. 2024 konnte Kaiser bereits auf 50 Jahre Bühnenkarriere zurückblicken. Auch schwere Zeiten konnten seiner Karriere nichts anhaben. Nach einer COPD-Erkrankung musste sich Kaiser 2010 an der MHH einer Lungentransplantation unterziehen. Sein anschließendes Comeback wurde zu einem beeindruckenden zweiten Kapitel seiner Laufbahn.
In Hannover eröffnete Kaiser den Abend mit „Gegen die Liebe kommt man nicht an“ und machte schnell deutlich, worauf sich das Publikum freuen durfte, eine Mischung aus bekannten Klassikern, gefühlvollen Titeln und modernen Nummern.
Mit „Sieben Fässer Wein“ ging es anschließend weit zurück in Kaisers Karriere. Der Titel zeigte eindrucksvoll, wie zeitlos viele seiner frühen Songs inzwischen geworden sind. Auch „Südlich von mir“, „Mein Kompliment“ und „Stark“ fügten sich in den abwechslungsreichen Abends ein.
Natürlich durfte „Santa Maria“ nicht fehlen. Wenn ein Song die Geschichte von Roland Kaiser wie kaum ein anderer verkörpert, dann dieser. 1980 wurde das Lied zu seinem großen Durchbruch. Bis heute gehört es zu den Titeln, die bei seinen Konzerten eine ganz besondere Reaktion auslösen. Auch inHannover wurde aus dem Klassiker ein gemeinsamer Moment zwischen Künstler und Publikum. Tausende Stimmen sangen mit. Ein Bild, das deutlich machte, weshalb Kaiser auch nach mehr als fünf Jahrzehnten auf der Bühne noch immer eine solche Anziehungskraft besitzt.
Mit „Lieb mich ein letztes Mal“ und dem Medley aus „Haut an Haut“, „Hier fing alles an“, „Flieg mit mir zu den Sternen“, „Wohin gehst Du“ und „Amore mio“ nahm Kaiser anschließend noch einmal verschiedene Stationen seiner musikalischen Geschichte auf. Statt jeden einzelnen Song ausführlich auszuspielen, entstand dadurch eine kleine Zeitreise durch sein Repertoire.
Auch „Kurios“ und „Du, deine Freundin und ich“ sorgten für neue Farbe im Programm.
Ein weiterer Höhepunkt war selbstverständlich „Warum hast du nicht nein gesagt“. Das Duett gehört zu den großen Erfolgen von Kaisers späterer Karriere und ist längst ein fester Bestandteil seiner Live-Shows.
Danach wurde es noch einmal richtig ausgelassen: „Ich glaub es geht schon wieder los“ verwandelte die Expo-Plaza endgültig in eine große Schlagerparty. Mit Neil Diamonds „Sweet Caroline“ setzte Kaiser schließlich einen internationalen Mitsing-Klassiker an das Ende des regulären Konzertteils.
Doch natürlich ließ das Publikum Roland Kaiser nicht einfach gehen. Für die Zugaben kehrte er noch einmal auf die Bühne zurück.
Mit „Joana“ folgte einer seiner bekanntesten Klassiker. „Im 5. Element“ und „Dich zu lieben“ hielten die Stimmung weiter auf höchstem Niveau. Gerade bei „Dich zu lieben“ wurde noch einmal deutlich, wie stark die Verbindung zwischen Kaiser und seinem Publikum ist: Viele Besucher sangen jede Zeile mit.
Die Expo-Plaza wurde an diesem Abend für einige Stunden zum Kaiserreich unter freiem Himmel. Und als nach „Bis zum nächsten Mal“ die letzten Töne verklangen, dürfte bei vielen Besuchern vor allem die Gewissheit geblieben sein, einen Sommerabend erlebt zu haben, an dem Schlager nicht nur gehört, sondern gemeinsam gefeiert wurde. Der Termin für ein Wiedersehen steht bereits fest: Am 03.04.2027 ist Roland Kaiser mit der Arena Tour 2027 in der ZAG-Arena zu sehen und zu hören!
Für Kurze Zeit ist die Hildesheimer Stra´ße im Kreuzungsbereich des Südschnellweges für den Autoverkehr gesperrt
HANNOVER. Wegen der Bauarbeiten am Südschnellweg muss die Hildesheimer Straße für den Kraftfahrzeugverkehr im Bereich der Kreuzung Willmerstraße / Zeissstraße (Stadtteil Döhren) in der Zeit vom 28. August ab 20 Uhr bis zum 29. August um 19 Uhr voll gesperrt werden. Eine Umleitung wird eingerichtet.
Der Stadtbahnverkehr ist allerdings von der Maßnahme nicht betroffen. Die Bahnen der Üstra fahren auch in dieser Zeit wie gewohnt auf der Hildesheimer Straße.
HANNOVER. Am frühen Mittwochmorgen (12.08.) gegen 1:30 Uhr erhielt die Regionsleitstelle Hannover Meldungen zu einem Feuer in der Tiestestraße in der Südstadt. Zunächst wurde der Brand eines Kleintransporters gemeldet, das Feuer griff jedoch in kürzester Zeit auf eine benachbarte Lagerhalle über. Aufgrund der Informationen über die Brandausbreitung erhöhte die Regionsleitstelle die Alarmstufe und alarmierte frühzeitig zusätzliche Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst. Die hannoverschen Brandschützer leiteten umgehend über mehrere Einsatzabschnitte die Brandbekämpfung mit einem massiven Wassereinsatz, teilweise unterstützt durch Großtanklöschfahrzeuge, ein. Es kamen mehrere Drehleitern sowie Trupps mit Atemschutzgeräten und handgeführten Rohren sowohl im Außen- als auch im Innenangriff zum Einsatz. Nach einiger Zeit zeigten die massiven Brandbekämpfungsmaßnahmen Wirkung und die angrenzenden Gebäude konnten somit erfolgreich vor einer Brandausbreitung und daraus resultierenden Schäden geschützt werden. Die Einsatzmaßnahmen zogen sich jedoch über mehrere Stunden hin. Die Lagerhalle selbst wurde bei dem Brand schwer beschädigt, ebenso im Nahbereich abgestellte Personenkraftwagen. Es kam zu einer zeitweise starken Rauchentwicklung, die auch in den benachbarten Straßen in der Südstadt deutlich wahrnehmbar war. Aus diesem Grund wurde zwischenzeitlich eine Warnung der Bevölkerung über die Warnsysteme KATWARN und NINA ausgelöst. Messungen durch die eingesetzten ABC-Einheiten der Feuerwehr ergaben jedoch, dass zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung bestand. Menschen wurden bei dem Brand nicht verletzt. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens konnte die Feuerwehr zunächst keine Angaben machen. Noch während die Löscharbeiten im Gange waren, hat der Kriminaldauerdienst (KDD) der Polizei mit ersten Ermittlungsmaßnahmen zur Klärung der Brandursache begonnen. Insgesamt waren rund 80 Einsatzkräfte von Freiwilliger- und Berufsfeuerwehr, des Rettungsdienstes sowie der Polizei vor Ort.
Der Südschnellweg wird im August für etwas mehr als zwei Tage vollgesperrt
HANNOVER. Wie jetzt die Stadt Hannover mitteilte, wird der Südschnellweg wegen der laufenden Sanierungsarbeiten zwischen Landwehrkreisel und Kreuz Seelhorst in der Zeit vom 21. August 20 Uhr bis 24. August 5 Uhr voll gesperrt. Eine Umleitung soll ausgeschildert werden.
Außerdem verlängert sich die derzeitige je Fahrtrichtung einspurige Verkehrsführung bis zum 31. Dezember 2026.
HANNOVER. Um 14:06 Uhr lief am heutigen Montagnachmittag (10.08.) ein Notruf in der Regionsleitstelle Hannover ein. Dabei wurde von einem Knall und dunkler Rauchentwicklung aus Fenstern einer leerstehenden Doppelhaushälfte in der Hartungstraße in Hannover-Vinnhorst berichtet. Aufgrund dieser Informationen wurden zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, die Ortsfeuerwehr Vinnhorst sowie der Rettungsdienst alarmiert. Zur Brandbekämpfung betrat ein Atemschutztrupp mit einem Löschrohr das betroffene Gebäude. Das Feuer konnte an einer brenneden Gastherme lokalisert und schnell gelöscht werden. Es stellte sich heraus, dass der Eigentümer des Hauses bei Eintritt des Brandes im Begriff war, einen älteren Wasserschaden vorangegangener Starkregenereignisse zu beseitigen. Dieser konnte jedoch, nach Einschätzung der Feuerwehr, nicht unmittelbar mit dem Brandereignis in Verbindung gebracht werden. Nachdem das Feuer gelöscht war, wurden sämtliche betroffene Bereiche mit Hochdrucklüftern vom Brandrauch befreit und der Kellerraum noch einmal mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Nach Abschluss der Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr wurde die Einsatzstelle an die Polizei und an den Eigentümer des Hauses übergeben. Weder zur Brandursache, noch zur Schadenshöhe konnte die Feuerwehr Angaben machen. Die Ermittlungen zur Klärung der Branursache obliegen nun der Polizei. Am Einsatz beteiligt waren etwa 40 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst, die mit 16 Fahrzeugen vor Ort waren.
Kellerbrand in der Hartungstraße in Hannover-Vinnhorst
HANNOVER. Am Thielenplatz Ecke Prinzenstraße in Hannover-Mitte steht das Kaiserhaus (Prinzenstraße 1). Errichtet wurde das Gebäude von dem Bauunternehmer Max Küster nach Entwürfen des Architekten Alfred Sasse in den Jahren 1903 und 1904. Die Inschrift über einem Hauseingang nennt allerdings die Jahreszahl 1902. Ursprünglich trug das Kaiserhaus eine reich ausgestaltete Dachlandschaft in den Formen deutscher Spätrenaissance nach hannoverschen Vorbildern. Sie wurde nach 1945 durch ein schlichtes fünftes Obergeschoss ersetzt. In den ursprünglich als Wohnungen konzipierten Etagen befinden sich heute Büroräume. Hinter den zum Thielenplatz ausgerichteten Arkaden befindet sich im Erdgeschoss eine Gaststätte: die „Bayrische Botschaft im Paulaner“. Über dem ersten Obergeschoss des Gebäudes zieht sich ein Fries mit einem schon etwas verwitterten Relief mit den Porträtmedaillons der deutschen Kaiser Karl der Große, Otto der Erste, Heinrich der Erste und Wilhelm der Große und der Abbildung des Reichsadlers. Außerdem zeigt das Relief eine Darstellung des Doms zu Aachen und des Reichtagsgebäudes.
Beim Kulturlustwandeln 2025: Mitglieder der Kulturinitiative auf dem Fiedelerplatz
HANNOVER. Ein Hammer-Programm: Das 21. Döhrener Kulturlustwandeln steht vor der Tür. Am Wochenende des 5. und 6. September lädt die Kulturinitiative Döhren-Wülfel-Mittelfeld wieder zu ihrem beliebten Kulturspaziergang durch die Straßen von Döhren ein. Die Veranstaltung hat längst Kultcharakter und zieht Besucher von weit über die Stadtteilgrenzen in den über 1000jährigen Stadtteil im Süden Hannovers.
Das seit Anbeginn unveränderte Konzept: Döhrener Bürger öffnen ihre Gärten, Häuser und Hinterhöfe und präsentieren ihr Kunst- und Kulturschaffen den Nachbarn.
Das Programm (liegt u.a. im Freizeitheim Döhren aus) zählt am Sonnabend 20 und am Sonntag 19 sehenswerte Ziele für das Kulturlustwandeln auf. Start ist am Sonnabend, den 5. September um 13 Uhr auf dem Fiedelerplatz, Zum Auftakt spielt Petra Röpenack-Schäfer mit dem Ensemble „Alphorn Hannover.“ Es folgt eine Hip-Hop-Performance der „ALL STAR KIDS“ vom FC Schwalbe.
Dann geht es auf Erkundung in den Stadtteil. Im Gemeindehaus St. Petri am Lindenhofe zeigen die beiden Döhrener Grafikerinnen Jana Travnickova und Martina Wagner ihre Werke.Dort tritt um 14 Uhr auch die Tanzgruppe Yulia Vulikh in fantastischen Kostümen auf. In der Bernwardstraße 38 öffnet zur selben Zeit das „Café BEI TONI“. Dort werden Malereien und Zeichnungen ausgestellt. Die Freunde des Döhrener Turms öffnen den alten Landwehrturm zwischen 11 und 15 Uhr und bieten Führungen an. Wegen der engen steilen Wendeltreppe ist der Turm jedoch nicht barrierefrei. Am Abend laden nach langer Pause die Narren von der Funkenartillerie Blau-Weiß zum gemütlichen Ausklang an ihrem Vereinsheim, den Bunker in der Wiehbergstraße, ein. Bei kühlen Getränken und heißer Bratwurst können die Besucher nach einem ereignisreichen Tag ausspannen.
Am Sonntag hält Pastor im Ruhestand Jörg Haunert einen faszinierenden Bildervortrag über Döhren früher und heute (Gemeindehaus St. Petri um 15 Uhr), ein paar Schritte wieter heißt es zwischen 12 und 13 Uhr „Jazz am Leinewehr“. Doch auch auf der „anderen Seite“ von Döhren ist einiges los. Die Familie Gothe öffnet ab 15 Uhr ihren Garten in der Mädlerstraße 10. Die Kulturinitiative-Gruppe „Damals in Döhren“ hat einiges aus der Geschichte jenseits der Hildesheimer Straße zusammengetragen. In der nahen Auferstehungskirche gibt es ein „Septemberkonzert“ vom Habermannschen Kammerorchester (17 Uhr) und in der Thurnithistraße öffnen die Jugendwerkstätte von Juniver. Traditioneller Abschluss desr zweitägigen Kulturlustwandelns ist wieder das Kulturpicknick ab 17 Uhr auf dem Fiedelerplatz. Jeder kann sich sein Essen und Trinken mitbringen. Für stimmungsvolle Musik sorgt die stadtteileigene Musikgruppe wachsMus.
Wem all die Wege zu lang sind: Das Mütterzentrum / Mehrgenerationenhaus bietet für mobilitätseingeschränkte Menschen und Senioren einen kostenlosen Fahrrad-Rikscha-Service (Spenden werden natürlich gern gesehen) an.
Wie in den zwei Jahrzehnten zuvor, haben Mitglieder der Kulturinitiative Döhren-Wülfel-Mittelfeld das Programm in ehrenamtlicher Arbeit organisiert und vorbereitet.
Bald ist es wieder soweit: Die 1. Vorsitzende der Kulturinitiative, Maria Hesse, wird das 21. Kulturlustwandeln eröffnen. Das Foto stammt aus dem vergangenen Jahr.
HANNOVER. Heute Abend (9. August) endet das Maschseefest 2026. Am letzten Tag ging es noch einmal rund. Auf der Bühne am Nordufer sorgten unter anderem das Duo Mitchy & André für Stimmung. Die Brüder aus Gehrden wurden 2015 durch seine Teilnahme bei „The Voice of Germany” bekannt, in Málaga traten sie als Voract von Robbie Williams auf.
Letzte Gelegenheit war an diesem Sonntag auch, den Maschsee aus rund 38 Meter Höhe zu betrachten. Diesmal kein Turm, sondern ein Riesenrad mit Gondeln – das sogenannte „White Weel“ sorgte auf dem Vorplatz der Heinz von Heiden Arena für einen etwas anderen Blick auf das bunte Treiben am Seeufer.
Die Veranstalter können zu frieden sein. Rund 2,3 Millionen Gäste haben in den vergangenen Tagen die Seeparty besucht und für Stimmung gesorgt.
Das Duo Mitchy & André trat am Nordufer auf
Das White Wheel transportiert die Besucher in 38 Meter Höhe.
Das White Wheel transportiert die Besucher in 38 Meter Höhe.
Ausverkaufte Gilde Parkbühne erlebt emotionale Preview mit Dieter Thomas Kuhn und Philipp Feldtkeller
HANNOVER.
Ein Sommerabend voller Emotionen, Musik und großer Wiedersehensfreude: Die exklusive Film-Preview der Dokumentation „Und es war Sommer – Dieter Thomas Kuhn & Band“ entwickelte sich am Samstagabend im Rahmen des Seh-Festes auf der Gilde Parkbühne Hannover zu einem unvergesslichen Erlebnis. Mit 1.400 Besucherinnen und Besuchern war die Veranstaltung restlos ausverkauft und zeigte eindrucksvoll, dass die Begeisterung für Dieter Thomas Kuhn & Band auch nach Jahrzehnten ungebrochen ist.
Schon lange vor Filmbeginn herrschte auf der Parkbühne jene besondere Atmosphäre, die viele Fans von den legendären Open-Air-Konzerten der Kultband kennen. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher erschienen in den typischen glitzernden und farbenfrohen Kostümen, die seit Jahren zum Markenzeichen der DTK-Konzerte gehören. Es wirkte fast so, als wäre die Zeit stehen geblieben.
Für besondere Momente sorgten die prominenten Gäste des Abends. Neben Regisseurin Juliane Sauter und Produzent Carsten Schuffert waren auch Dieter Thomas Kuhn sowie Bandmitglied Philipp Feldtkeller persönlich zur Preview nach Hannover gekommen. Die Freude im Publikum war entsprechend groß, als die beiden Musiker überraschend selbst zu den Instrumenten griffen.
Mit Klassikern wie „Vielen Dank für die Blumen“, „Über sieben Brücken musst du gehen“ und „Über den Wolken“ verwandelten Dieter Thomas Kuhn und Philipp Feldtkeller die Gilde Parkbühne kurzerhand wieder in eine Konzertarena. Hunderte Stimmen sangen begeistert mit, minutenlanger Applaus und ausgelassene Stimmung erinnerten an die großen Tourneen der Band. Für viele Gäste war dieser musikalische Auftakt bereits einer der emotionalen Höhepunkte des Abends.
Im Anschluss begrüßte René Schweimler, Mitveranstalter des Seh-Festes, die vier Protagonisten zu einem kurzweiligen Podiumsgespräch. Gemeinsam gewährten Regisseurin Juliane Sauter, Produzent Carsten Schuffert sowie Dieter Thomas Kuhn und Philipp Feldtkeller spannende Einblicke in die Entstehung des Films. Dabei wurde deutlich, wie persönlich und authentisch die Dokumentation entstanden ist und welche Geschichten hinter den Kulissen erzählt werden.
Gegen 21.45 Uhr begann schließlich die rund 90-minütige Vorführung von „Und es war Sommer – Dieter Thomas Kuhn & Band“. Der Film nimmt die Zuschauer mit auf eine bewegende Reise durch die außergewöhnliche Geschichte einer Band, die Generationen geprägt hat. Eindrucksvolle Konzertaufnahmen, bislang unveröffentlichte Einblicke hinter die Kulissen und zahlreiche emotionale Momente zeichnen ein authentisches Porträt von Dieter Thomas Kuhn & Band.
Besonders bewegend ist dabei der Umgang mit der schweren Erkrankung von Philipp Feldtkeller. Der Film begleitet offen und einfühlsam die Diagnose seiner unheilbaren Krebserkrankung, die nach der letzten Tournee 2024 dazu führte, dass die Band ihre Konzertaktivitäten vorerst pausieren musste. Ohne Pathos, aber mit großer Ehrlichkeit erzählt die Dokumentation von Freundschaft, Zusammenhalt und der Kraft der Musik – Themen, die viele Zuschauer sichtbar berührten.
Immer wieder wurde es während der Vorführung still auf der Gilde Parkbühne. Viele Besucher verfolgten die emotionalen Szenen sichtlich bewegt, bevor am Ende minutenlanger Applaus aufbrandete.
Für den wohl schönsten Moment des Abends sorgten Dieter Thomas Kuhn und Philipp Feldtkeller schließlich selbst. Sie richteten sich persönlich an ihre Fans und machten Hoffnung: Dieter Thomas Kuhn & Band wollen zurück auf die Bühne kommen. Einen konkreten Termin gibt es zwar noch nicht, doch beide versprachen unter großem Applaus: „Wir kommen wieder.“
Mit dieser Botschaft endete ein außergewöhnlicher Sommerabend, der weit mehr war als eine Filmvorführung. Die Preview von „Und es war Sommer – Dieter Thomas Kuhn & Band“ wurde beim Seh-Fest in Hannover zu einer emotionalen Hommage an eine Band, die seit Jahrzehnten Menschen verbindet – und deren Geschichte offenbar noch lange nicht zu Ende erzählt ist.
Der Film „und es war Sommer – Dieter Thomas Kuhn & Band“ startet am 17.09.2026 offiziell in den deutschen Kinos.