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Sonntag, Juli 26, 2026

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„Geh aus, mein Herz…“

Informationen zum Kirchenliederdichter Paul Gerhardt und zum Paul-Gerhardt-Gedenkjahr 2026 auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag 2025 in Hannover
Informationen zum Kirchenliederdichter Paul Gerhardt und zum Paul-Gerhardt-Gedenkjahr 2026 auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag 2025 in Hannover - © Fotos: Lothar Schulz 2025

Heute vor 350 Jahren starb der Kirchenliederdichter Paul Gerhardt

GRÄFENHAINICHEN/HANNOVER. Geh aus, mein Herz, und suche Freud…“ Wer kennt es nicht, dieses bis heute viel gesungene Kirchenlied? Wie bei vielen anderen bekannten und häufig gesungenen Kirchenliedern, wie z.B.

Ich singe dir mit Herz und Mund

Ich steh an deiner Krippen hier

Befiehl du deine Wege

Du, meine Seele, singe

stammen die Texte von dem nach Martin Luther bedeutendsten protestantischen Kirchenliederdichter: Paul Gerhardt. Aus der evangelischen Kirchenmusik sind die Lieder Paul Gerhardts als immer neue Inspirationsquelle nicht wegzudenken. In der Seelsorge, insbesondere auch in Krankenhaus und Hospiz, gehören seine Texte zum unersetzlichen Schatz der Liedgebete. In der breiten Öffentlichkeit allerdings nimmt die Vertrautheit mit dem Werk und der Person Paul Gerhardts ab. Damit droht eine prägende Gestalt deutscher Kirchen- und Kulturgeschichte in Vergessenheit zu geraten. Dieser Tendenz entgegen zu wirken, dient auch die Ausrufung des Jahres 2026 als Paul Gerhardt-Gedenkjahr im Zusammenhang mit dem Gedenken an Gerhardts 350.Todestag. Geboren wurde Gerhardt am 22. März 1607 in Gräfenhainichen (Gräfenhainichen ist eine Stadt im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt). Man geht davon aus, dass er, wie damals üblich, einen Tag nach seiner Geburt, in der Kirche seines Geburtsortes, der evangelischen Stadtkirche St. Marien, getauft wurde. Gerhardt immatrikulierte sich im Jahr 1628 im Bereich Theologie und an der philosophischen Fakultät der Universität Wittenberg. Er wirkte als Propst in Mittenwalde/Mark, Pfarrer an der St. Nikolai-Kirche in Berlin sowie in Lübben (Spreewald). In Lübben lebte er bis zu seinem Tod am 27. Mai 1676 in bescheidenen Verhältnissen. Er wurde am 7. Juni 1676 im Chorraum nahe dem Altar seiner letzten Wirkungsstätte beigesetzt, die seit 1930 seinen Namen trägt. Gerhardts Geburtsstadt Gräfenhainichen ehrte ihn mit der klassizistischen Paul-Gerhardt-Kapelle, die in den Jahren 1830-1844 mit Spenden aus der Bevölkerung gebaut wurde. Die heute bekannten Werke Paul Gerhardts, 139 deutsche Liedtexte und Gedichte, sowie 15 lateinische Gedichte, wurden unter anderem von Johann Crüger, Johann Georg Ebeling und Johann Sebastian Bach vertont. Paul Gerhardts Dichtungen haben nicht nur die Zeiten überdauert, sondern sind grenzübergreifend zwischen konfessionellen und sprachlichen Schranken geworden. Sie wurden in die holländische, französische, englische, spanische, aber auch in afrikanische, asiatische und in andere Sprachen übersetzt.

INTERSCHUTZ 2026 beginnt in wenigen Tagen auf dem Messegelände

Die Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz, die INTERSCHUTZ, findet vom 01. bis 06. Juni 2026 auf dem Messegelände in Hannover statt
Die Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz, die INTERSCHUTZ, findet vom 01. bis 06. Juni 2026 auf dem Messegelände in Hannover statt - © Foto: Lothar Schulz 2026

Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz


HANNOVER. In wenigen Tagen (am Montag 01. Juni) beginnt die INTERSCHUTZ 2026 – sechs Tage auf dem Messegelände voller Innovationen, Live-Erlebnissen und wertvollen Begegnungen. Unter dem Motto „Safeguarding tomorrow“ trifft sich die internationale Community aus Feuerwehr, Rettungswesen, Bevölkerungsschutz und Sicherheit in Hannover zur Weltleitmesse für diese Themenbereiche. Auf mehr als 118.000 m² werden die neuesten Technologien, Lösungen und Zukunftstrends präsentiert. Rund 1.750 Aussteller aus 55 Nationen werden erwartet. Neben diesen Präsentationen erwarten die BesucherInnen u.a. Konferenzen, Live-Demonstrationen, Wettbewerbe und interaktive Formate. Im neuen Höhenretter-Pavillon wird es spektakuläre Live-Demonstrationen und Wettbewerbe rund um die moderne Höhenrettung geben.

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Gefahrstoffunfallsimulation auf der INTERSCHUTZ 2022 – © Foto/Archiv: Lothar Schulz 2022


Premiere hat auch das WildfireCamp@INTERSCHUTZ bei dem internationale Experten innovative Strategien zur Waldbrandbekämpfung vorstellen. In Zeiten des Klimawandels mit Trockenheit und Dürren kommt dem Thema Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden eine besondere Bedeutung zu. Spannung und Praxisnähe versprechen actionreiche Highlights wie die S-GARD SAFETYTOUR, die HOLMATRO Rescue Challenge, die FireFit European Championships und die LUKAS CRASH DAYS. Hierbei sind modernste Rettungstechniken, Teamwork und Einsatzrealität hautnah zu erleben.

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In Zeiten des Klimawandels kommt dem Thema Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden eine besondere Bedeutung zu – © Foto/Archiv: Lothar Schulz 2022


Im Smart Public Safety Hub gibt es spannende Einblicke in die vernetzte Einsatzleitung der Zukunft, während im INTERSCHUTZ Forum Experten aus Wissenschaft, Politik und Praxis aktuelle Herausforderungen des Bevölkerungsschutzes diskutieren. Ob Innovationen, Wissenstransfer, internationale Kontakte oder Live-Erlebnisse – die INTERSCHUTZ 2026 bietet ein einzigartiges Messeerlebnis, dass man sich nicht entgehen lassen sollte denn die nächste INTERSCHUTZ findet erst in vier Jahren wieder auf dem Messegelände in Hannover statt (im Jahr 2030 vom 25. bis 30. Mai).

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Feuerwehr-PKW auf der INTERSCHUTZ 2022 – © Foto/Archiv: Lothar Schulz 2022

Auf der Bernwardswiese wurde Pfingsten farbenfroh und international gefeiert

Pfingstmontag auf der Bernwardswiese
Pfingstmontag auf der Bernwardswiese

HANNOVER. Es ist eine schöne Tradition: Alljährlich wird der Pfingstmontag im Stadtbezirk Döhren-Wülfel mit einem ökumenischen interkulturellen Gottesdienst auf der Bernwardswiese gefeiert. Das schöne, sommerliche Wetter ließ heute Vormittag (25. Mai) wieder viele Menschen zu den ehrenamtlich betriebenen Kaffeegarten an der Brückstraße strömen, um gemeinsam und mehrsprachig – von amharisch über farsi, englisch, französisch und plattdeutsch und natürlich hochdeutsch – den Geburtstag der christlichen Kirche zu feiern.

Celina Beigel, Pastorin der Matthäi-Kirchengemeinde hielt die Predigt und widmete sich dem Thema Frieden. „Alle Menschen wünschen sich Frieden und wenn wir die Nachrichten sehen, umso mehr“, sagte sie. Die fünf evang.-luth. Kirchengemeinden im Stadtbezirk waren ebenso vertreten wie die katholische St. Bernwardgemeinde, die Äthiopisch-orthodoxe Kidus Giorgis Kirchengemeinde, die ev. Freikirche Am Döhrener Turm, die Persische Elohim-Gemeinde, die Multikulturelle Christliche Gemeinde Bethanien, die Neuapostolische Kirche Hannover-Süd, die Philippinische Gemeinde und die Presbyterian Church of Ghana. Celina Beigel: „Viele Geschichten, viele Gemeinden, aber eben ein Geist.“

Während die Großen einen mehrsprachigen Gottesdienst feierten, konnten die Kinder basteln oder einen Tanz mit bunten Tüchern einzustudieren. Der Auftritt des Nachwuchses wurde mit viel Applaus belohnt.

Zum gemütlichen Ausklang der Pfingstfeier gab es im Anschluss dann wieder internationale Spezialitäten aus Äthiopien, dem Iran, Ghana, den Philippinen und urdeutsche Bratwurst vom Grill, „Sie brauchen nicht weit zu reisen, hier gibt es Speisen aus aller Welt“, empfahl Pastor Dr. Michael Wohlers von der Auferstehungskirche das bunte Angebot für den Mittagshunger.

Wohler wies auf die sich anschließende ökumenische Bibelwoche hin. Thema ist in diesem Jahr das wenig bekannte Buch Esther. Am Dienstagabend, 26. Mai beginnt die Bibelwoche in der Neuapostolischen Kirche Hannover-Süd. Zu Gast ist Rabbiner Dr. Gabor Lengyel, der über das Buch Esther aus jüdischer Perspektive sprechen wird.

Etwa 10 000 Menschen bei CSD-Demonstration in Hannover

CSD-Demonstration 2026 in Hannover unter dem Motto: “Wir schreiben Zukunft: Gleichberechtigt. Selbstbestimmt. Queer.“
CSD-Demonstration 2026 in Hannover unter dem Motto: “Wir schreiben Zukunft: Gleichberechtigt. Selbstbestimmt. Queer.“ - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Prominenter Redner auf der CSD-Bühne: Michel Friedman


HANNOVER. Unter dem Motto: “Wir schreiben Zukunft: Gleichberechtigt. Selbstbestimmt. Queer.“ fand am Pfingstwochenende (23.05./24.05.) in Hannover wieder der Christopher Street Day (CSD) statt: mit den Schwerpunkten CSD-Demonstration am Sonnabend und Straßenfest auf dem Opernplatz am Sonntag. Bei der Auftaktkundgebung gab es Musikbeiträge u.a. von Mama Blaque und Redebeiträge aus der Community und von CSD- Schirmherrschaften u.a. vom nds. Minister für Wissenschaft und Kultur, Falko Mohrs. Einen weiteren Redebeitrag lieferte der deutsch-französische Publizist, Talkmaster, Jurist, Philosoph und frühere CDU-Politiker Michel Friedman. Um 14:00 Uhr setzte sich dann der Demonstrationszug durch Hannovers Innenstadt in Bewegung. An deren Spitze marschierte u.a. neben Friedmann auch Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay. Rund 10.000 Menschen sollen nach Polizeiangaben bei der CSD-Demo mitmarschiert sein. Wie die Polizei dem NDR Niedersachsen am Nachmittag mitteilte sei die Veranstaltung friedlich verlaufen.

Auf dem Wochenmarkt: „Coffee with a cop“

Polizei und städtischer Ordnungsdienst standen auf dem Fiedelermarkt zum Gespräch bereit.
Polizei und städtischer Ordnungsdienst standen auf dem Fiedelermarkt zum Gespräch bereit.

HANNOVER. Bürgernähe: Während des heutigen Wochenmarktes (15. Mai) rund um den Fiedelerplatz war mittendrin auch die Polizei präsent. Beamte des Polizeikommissariats Döhren und der Polizeidirektion Hannover standen zu Gesprächen bereit, berieten in Sicherheitsfragen und boten Fahrradcodierungen an. Das Ganze stand unter dem Motto: Coffee with a cop“. Und so bekam jeder, der vorbeischaute, auch einen heißen Becker Kaffee angeboten; mit Milch und Zucker oder schwarz. Lecker.

Neue Fotoausstellung in der GAF: »Menschenbilder | Zeitgeschichte. Der Fotograf Joachim Giesel«

Ein Urgestein der hannoverschen Fotoszene: Joachim Giesel
Ein Urgestein der hannoverschen Fotoszene: Joachim Giesel

HANNOVER. Das Ereignis lockte viele Menschen am heutigen Mittwochabend (13. Mai) in die Fotogalerie GAF in der Eisfabrik an der Südstädter Seilerstraße. Dichtes Gedränge herrschte in dem Raum und wer sich kurz vor den offiziellen Reden noch schnell einmal die Fotos an der Wand anschauen wollte, hatte so Probleme, zwischen all den vielen Menschen an die Bilderrahmen heranzukommen. Unter dem Titel »Menschenbilder | Zeitgeschichte. Der Fotograf Joachim Giesel« wird jetzt bis 14. Juni in der GAF das Lebenswerk des hannoverschen Fotografen vorgestellt.

Petar Beres begrüßte für die GAF die zahlreichen Besucher zur Vernissage. „Joachim Giesel ist ein Urgestein der hannoverschen Fotoszene!“ betonte er. Die eigentliche Laudatio hielt aber die Kunsthistorikerin und Enkeltochter Rickie Lynne Giesel. Sie betreut das äußerst umfangreiche „Joachim Giesel Archiv“ und hat zusammen mit Prof. Martin Schieder (Universität Leipzig) und 14 Studentinnen und Studenten des Instituts für Kunstgeschichte der Universität Leipzig diese Ausstellung konzipiert.

„Seit über fünfzig Jahren hält der hannoversche Fotograf Joachim Giesel (*1940 in Breslau) mit seinen Dokumentationen, Serien, Porträts und Werbeaufnahmen die politische, soziale, ökonomische und kulturelle Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland fest. In ihren historischen Zäsuren und sozialen Transformationen. In ihrem Wohlstand und in ihrer Spießigkeit. In ihrer Schönheit und Diversität“, heißt es in der Ankündigung zur Vernissage. Und weiter: „Im Mittelpunkt steht dabei stets der Mensch. Giesel begleitet Queen Elisabeth II. 1965 bei ihrem Besuch in Hannover, mischt sich 1967 unter die Trauergäste der Beerdigung von Benno Ohnesorg, ist 1974 bei dem legendären Fußballspiel zwischen der DDR und Brasilien im Niedersachsenstadion dabei, schafft eine Kanzlergalerie von Konrad Adenauer bis Helmut Kohl, fotografiert eine Serie mit psychisch kranken Menschen, inszeniert bestechende Porträts von Franz Beckenbauer bis Udo Jürgens, von Max Frisch bis Doris Dörrie, von Louis Armstrong bis Rudolf Augstein. In der Tradition eines August Sanders stehend, geben seine Fotografien uns heute generationsübergreifend faszinierende Einblicke in die westdeutsche Gesellschaft zwischen Plattenbau und Einfamilienhaus, zwischen Fließbandarbeitern und Drag Queens, zwischen Schwanensee und FKK. Sie sind somit Zeitdokumente deutscher Geschichte. Indem Giesel nach dem »Bild hinter dem Bild« sucht, faszinieren seine Menschenbilder zugleich durch ihre ästhetische Vielfalt, technische Brillanz und unverwechselbare Präsenz und machen den Fotografen zu einer bedeutenden Figur der deutschen Fotogeschichte nach 1945.“

Joachim Giesel wurde aber nicht nur hinter der Kamera in Sachen Fotografie tätig. Er engagierte sich in verschiedenen Funktionen als Kurator, Lehrer, Publizist und Funktionär für die Verbreitung der Fotografie in der Bundesrepublik und nahm bisher an über 75 Ausstellungen im In- und Ausland teil. Für Hannover besonders bedeutsam: Giesel gründete im Jahr 1972 mit einigen befreundeten Fotografinnen und Fotografen in der Leinemetropole die „spectrum Photogalerie“, eine der ersten Fotogalerien Europas, welche annähernd 100 Ausstellungen realisierte.

Zu dieser Retrospektive von Giesels Œuvre werden Führungen angeboten und es besteht zudem die Möglichkeit, mit dem Künstler selbst ins Gespräch zu kommen. Die Termine:

Öffentliche Führungen 
Do-So 11 und 18 Uhr (ohne Voranmeldung)

Gruppenführungen
für 1- 20 Personen (mit Voranmeldung: office@gieselarchiv.de)

Meet the artist
Jeden Samstag von 15-17 Uhr wird der Fotograf Joachim Giesel persönlich in der Ausstellung anwesend sein und freut sich auf Ihre Fragen.

Künstlergespräch
Donnerstag, 4. Juni, 19 Uhr: Podiumsgespräch mit Joachim Giesel
Zu dieser Retrospektive wird Giesels Œuvre

Lange Nacht der Museen
Sonnabend, 6. Juni, 18-23 Uhr: verlängerte Öffnungszeiten
18 Uhr: Führung durch die Ausstellung
19 Uhr: Führung im Dialog mit Joachim Giesel
20 Uhr: Meet and Greet mit dem Fotografen Joachim Giesel bei einem Getränk

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Petar Beres begrüßt die zahlreichen Besucher der Vernissage
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Volles Haus: Viele Besucher kamen zur Vernissage der Fotoausstellung von Joachim Giesel

Bezirksrat Döhren-Wülfel: Nachgefragt – Altkleider, Kita und ein Weg, der im Nichts endet

Einige der wenigen verbliebenen Sammelbehälter im Stadtbezirk. Leider wissen anscheinend einige Mitbürger die Anlage nicht richtig zu nutzen.
Einige der wenigen verbliebenen Sammelbehälter im Stadtbezirk. Leider wissen anscheinend einige Mitbürger die Anlage nicht richtig zu nutzen.

HANNOVER. In den vergangenen Monaten wurde die Anzahl der Altkleidercontainer im Stadtbezirk deutlich reduziert. Verblieben sind nur Sammelcontainer auf Privatgrundstücken, die, so die SPD, häufig überfüllt sind. Kleidung und andere Gegenstände werden danach einfach neben den Containern abgelegt, wodurch sich an vielen Standorten regelrechte Müllinseln bilden. Die Anfrage: „Kleidung und andere Gegenstände werden neben den Containern abgelegt, wodurch sich an vielen Standorten regelrechte Müllinseln bilden. Dies beeinträchtigt das Stadtbild und führt zu zusätzlichem Reinigungsaufwand.“ Deshalb wollten die Sozialdemokraten im Anfragenteil der jüngsten Bezirksratssitzung wissen, wo im Stadtbezirk überhaupt noch Altkleider gesammelt werden und wie die Situation verbessert werden könnte.

Die Antwort aus dem Rathaus war wenig überraschend und auch nicht zufriedenstellend. Alle Alttextilbehälter von den Wertstoffinseln seien abgebaut worden, wo noch auf privaten Flächen Sammelbehälter stehen, vermag die Stadt nicht zu sagen. „Mit Beschluss des Verwaltungsausschusses vom 30.10.2025 (BDS 2262/2025) wurde die Entfernung der Alttextilbehälter von den Wertstoffinseln beschlossen. Die Verwaltung setzt die hierzu gefassten politischen Beschlüsse um. Ob und unter welchen Rahmenbedingungen künftig erneut Konzessionsmodelle oder andere Organisationsformen geprüft werden, bleibt einer entsprechenden politischen Beschlussfassung vorbehalten“, heißt es dazu. Und: „Neben der in diesem Antrag thematisierten Sammlung auf privaten Grundstücksflächen können Alttextilien auch auf den Wertstoffhöfen von aha abgegeben werden.“

In einer weiteren Anfrage wollte die SPD-Fraktion wissen, wie es um die Sanierung der Kita Brückstraße steht. Dazu kam eine äußerst knappe Antwort aus dem Rathaus zurück: „Aufgrund sinkender Kinderzahlen und knapper Haushaltsmittel sieht sich die Verwaltung gezwungen, die Planungen für die Sanierung der Kita Brückstraße noch einmal zu überprüfen. Sobald Ergebnisse vorliegen, werden alle Beteiligten zeitnah informiert.“

Ein Wanderweg im Wald Seelhorst endet jetzt kurz vor dem ehemaligen „Alten Jagdhaus“, der früheren Waldwirtschaft Seelhorst, im Nichts. Eine Verbindung zu anderen Waldwegen oder zur Straße „Vor der Seelhorst“ gibt es nicht. Die Sozialdemokraten hakten in einer dritten Anfrage nach. Jetzt teilte die Stadt mit: „Bei dem Fußweg handelt es sich um einen Trampelpfad, der zur ehemaligen „Waldwirtschaft Seelhorst“ führte. „Das Gebäude sowie das umliegende Grundstück ist in Privateigentum und wird als solches genutzt“, heißt es. Die Wegesperre sei von den Eigentümern errichtet worden, die Anlage eines Durchgangs zu einem anderen Weg oder wenigstens eine entsprechende Hinweisbeschilderung, dass der Weg ins Nichts führe, sei nicht geplant.

“Blaulichtfamilie” präsentierte sich auf der Blaulichtmeile

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“Blaulichtfamilie” präsentierte sich auf der Blaulichtmeile in Hannovers Innenstadt - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Buntes Programm mit zahlreichen Informationen und Attraktionen

HANNOVER. Am letzten Sonntag (10.05.) präsentierten sich die verschiedensten Behörden, Organisationen und Einrichtungen aus der “Blaulichtfamilie” und deren Umkreis in Hannovers Innenstadt auf der Blaulichtmeile. Die Feuerwehr, Flughafenfeuerwehr, Bundeswehrfeuerwehr, DLRG, Polizei, Zoll, Justiz, Kampfmittelbeseitigungsdienst und Rettungsdienste waren dabei, aber auch die ÜSTRA mit einem Unfallhilfsfahrzeug, enercity mit Informationen zu technischen Notdiensten, die Stadtentwässerung und die Bundeswehr waren vertreten. Offiziell eröffnet wurde die Veranstaltung um 11:00 Uhr auf der Bühne auf dem Opernplatz. Dort hatten sich Leitungspersonen von teilnehmenden Behörden und Organisationen sowie Ehrengäste versammelt um die Grußworte zu hören. Die Grußworte sprachen:

– Belit Onay, Oberbürgermeister

– Dr. Axel von der Ohe, Erster Stadtrat und Feuerwehrdezernent

– Martin Prenzler, Geschäftsführer der City Gemeinschaft

– Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Messe

– Christoph Bahlmann, Direktor der Feuerwehr Hannover

Das Startsignal für die Eröffnung gab dann eine Sirene die von Feuerwehrchef Christoph Bahlmann mittels Handkurbel aktiviert wurde. Im Anschluss daran folgte der traditionelle Rundgang mit den Ehrengästen über die Blaulichtmeile. Auf der Meile gab es dann viel zu sehen, insbesondere auch viele imposante Einsatzfahrzeuge. Besondere Attraktionen waren u.a.: Vorführungen von Rettungshunden, Darstellung der Bergung eines Unfallopfers aus einem PKW oder eines Verunglückten aus größerer Höhe durch die Höhenretter der Feuerwehr. Aber all das ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was vom 1. bis 6. Juni bei der INTERSCHUTZ auf dem Messegelände zu sehen und zu erleben sein wird. Die INTERSCHUTZ ist die internationale Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz.

Bezirksrat Döhren-Wülfel: Spielplatz an der Riepestraße soll schöner werden

Der Spielplatz an der Riepestraße in Waldhausen
Der Spielplatz an der Riepestraße in Waldhausen

HANNOVER. Die SPD-Fraktion im Bezirksrat Döhren-Wülfel hat sich des Spielplatzes an der Riepestraße in Waldhausen angenommen. Rainer Zitzke (SPD): „Der Spielplatz hat großes Potential und ist naturnah gelegen. Er wird werktags auch vom Waldorfkindergarten Michael genutzt. Es ist wünschenswert, die Spielangebote zu ergänzen zum Beispiel durch Balanciermöglichkeiten, eine niedrige Rutsche für die Kleinen und eine Verbesserung der Attraktivität des Sandkastens etwa durch eine Spielgerätekiste.“ Die Sozialdemokarten beantragten daher in der Mai-Sitzung des Bezirksrates, dass die Verwaltung prüfen solle, inwieweit der Spielplatz Riepestrasse aufgewertet werden kann, insbesondere für die Nutzung für Kinder im Kita-Alter. Der Antrag wurde von der Bürgervertretung einstimmig angenommen.

Ebenfalls geschlossen votierten die Ortspolitiker für einen weiteren Antrag der SPD. Danach sollen in der Bothmerstraße die verblichenen Tempo-30-Hinweise auf der Straße erneuert werden. Fraktionsvorsitzender Jens Schade: „Mich hat ein Anwohner aus der Wiehbergstraße angeschrieben. Auch dort sollten die entsprechenden Fahrbahnmarkierungen wieder besser sichtbar werden.“

Überhaupt herrschte mal wieder Einmütigkeit an diesen Abend im Freizeitheim. Auch die Anträge der anderen Fraktionen wurden ausnahmslos einstimmig angenommen:

Auf Antrag der CDU wurde die Verwaltung gebeten , geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um den Überweg über die Gleise der Stadtbahn an der Haltestelle Fiedelerstraße in Höhe der Helmstedter Straße so zu sichern, dass ein gefahrloses Überqueren – insbesondere für Schülerinnen und Schüler – gewährleistet ist; die Wege auf dem Stadtfriedhof Seelhorst kurzfristig instand zu setzen und bestehende Schäden zu beheben, sowie die Fahrbahnschäden am Übergang der Straße Am Mittelfeld / Ecke Beuthener Straße umgehend zu beseitigen und die vorhandenen Schlaglöcher fachgerecht zu reparieren.

Nicht zum ersten Mal musste der völlig ahnungslose Bezirksrat aus der Presse Neuigkeiten erfahren. So auch bei der Sperrung der Brücke Dreibirkenweg. Die Grünen griffen das Thema auf und beantragten: „Die Verwaltung wird beauftragt sich bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr für den schnellstmöglichen Ersatz der Brücke einzusetzen. Außerdem erwartet der Bezirksrat Döhren-Wülfel künftig zeitnah über die weitere Planung informiert zu werden und nicht erst aus der Presse davon zu erfahren!“ Daneben beschlossen die Mitglieder des Ortsparlaments – ebenfalls auf Antrag der Grünen – sich die Verkehrssituation im Einmündungsbereich der Karlsruher Straße in Mittelfeld einmal vor Ort anzuschauen.

Bezirksrat gibt grünes Licht für „Wichmann-Bebauungsplan“ – DRK baut auf dem Expo-Gelände

Versprochen - gebrochen: Die Historische Gaststätte Wichmann wird nicht wieder aufgebaut.
Versprochen - gebrochen: Die Historische Gaststätte Wichmann wird nicht wieder aufgebaut.

HANNOVER. Der erste Schritt für den Bau von Wohnungen auf dem ehemaligen Grundstück der historischen Gaststätte Wichmann ist getan. Gestern Abend (11. Mai) billigte der Bezirksrat Döhren-Wülfel in seiner Sitzung im Saal des Freizeitheims Döhren mehrheitlich den von der Stadt vorgelegten Bebauungsplanentwurf mit der Nummer 1926 und stimmte der Veröffentlichung zu.

Nach dem Planentwurf soll auf dem Grundstück Hildesheimer Straße 230 zur Straße hin ein Wohnhaus die Baulücke schließen („geschlossene Bauweise“). Das neue Gebäude muss sich dabei in der Höhe und der Dachhgestaltung an die vorhandenen Häuser links und rechts orientierren und zumindest optisch den Eindruck von zwei Wohnhäuser vermitteln. Die Baulinie darf pro Gebäude ausnahmsweise über eine Länge von sechs Metern für die Ausbildung von Zwerchhäusern um 1,5 Meter in Richtung der Hildesheimer Straße überschritten werden. „Dies dient dazu, die Fassaden entlang der Straße zu gliedern und nimmt ein typisches Gestaltungsmerkmal der angrenzenden Bebauung auf“, heißt es dazu in der Begründung. Im hinteren Bereich des Grundstücks sind nach dem Plan dann mindestens drei Reihenhäuser zulässig.

„Den Plan akzeptiere ich mit Bauschmerzen“, sagte Jens Schade von der SPD. Ihm wäre es lieber gewesen, die Stadt hätte den – ursprünglich auch von den Eigentümern versprochenen – Wiederaufbau der Gaststätte Wichmann im Bebauungsplan vorgeschrieben. Doch die Juristen im Rathaus hatten da abgewinkt. Ihrer Meinung nach wäre das ein zu großer Eingriff in das Eigentum des Grundbesitzers und der Bebauungsplan deshalb rechtlich fehlerhaft gewesen.

Wegen rechtlicher Bedenken verzichteten die Städteplaner dann auch weiter darauf, bestimmte Wohnungstypen bzw. -größen vorzugeben. Das stieß bei der CDU übel auf. „Wir wollen hier keine Einzimmerapartements“, betonte Vize-Bezirksbürgermeisterin Gabriele Jakob. Deshalb stimmten die Christdemokraten gegen den Planentwurf. Mit „Nein“, votierte auch der Vertreter der PDF und die Einzelvertreterin der Linken enthielt sich. Die übrigen anwesenden Mandatsträger im Bezirksrat hoben ihre Hand dann für den von der Verwaltung vorgeschlagenen Planentwurf.

Nicht umstritten ist hingegen ein Bauprojekt des Deutschen Rotes Kreuzes auf dem Expo-Gelände. Hier soll nicht nur der neue Hauptsitz mit der zentralen Verwaltung des DRK in der Region Hannover entstehen. Auf den rund 3.700 Quadratmetern wird daneben, so berichtete Anton Verschaeren, Vorstandsvorsitzender des DRK, den Bezirksratsmitgliedern zudem eine Autismusambulanz, eine heilpädagische Frühförderung, eine Tagespflege, ein ambulantes Angebot der Jugend- und Behindertenhilfe, Beratungsstellen und ein öffentlich zugängliches Bistro geben. Das Bistro soll als Inklusionsbetrieb geführt werden.

Auch der Neubau der DRK-Rettungswache am östlichen Ende der Zeißstraße macht Fortschritte. Das bisherige Gelände weiter westlich neben der Wienerstraße befindet sich in Privatbesitz. Was mit diesen Grundstück nach dem Umzug des DRK geschieht, ist noch nicht bekannt. Allerdings deutete Anton Verschaeren an, dass die ebenfalls an der Zeißstraße gelegene Kita „Kinderbahnhof Wunderland“ geschlossen werden könnte.