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Hannover Nachrichten vom 14.August 2023

Der Hauptbahnhof Hannover - Luftbild © Ulrich Stamm
Der Hauptbahnhof Hannover - Luftbild © Ulrich Stamm

HANNOVER.

Graffiti-Festival „Urban Nature“ startet zum sechsten Mal in Hannover durch

Das „Urban Nature“ Festival für Graffitikunst vom 17. bis 20. August an verschiedenen Orten in Hannover vernetzt Akteur*innen und bringt die hannoversche Szene mit internationalen Künstler*innen und Besucher*innen zusammen. Das Programm bei der 6. Ausgabe geht von Sommerkino im Sprengel am 17. August über die Vernissage am 18. August von Künstler ISS.UE in der Galerie Brutal, die große Jam am Samstag, 19. August, mit Style-Battle und Kid’s Corner, bis hin zum KunstKiosk am 20. August im Chez Heinz, wo Werke der teilnehmenden Künstler*innen erworben werden können. Wie in jedem Jahr sind wieder Künstler*innen aus den Partnerstädten dabei, in diesem Jahr kommen Inkie aus Bristol sowie Fraen und Pat23 aus Leipzig.

Das nicht kommerzielle Festival wurde mit der Eröffnung der Ihmehall 2018 vom Graffitinetz Hannover zum ersten Mal entwickelt und veranstaltet. Seitdem findest es jährlich als Kooperationsveranstaltung mit dem Kulturbüro statt. Es ist Teil des Kulturentwicklungsplans (KEP) 2030 der Landeshauptstadt Hannover.

Programm:

17. August

Auftakt Film „Blaues Licht“ von Rocco und seinen Brüdern im Kino im Sprengel, Eintritt: 5 Euro plus Spende | Einlass: 20 Uhr

18. August:

Vernissage von ISS.UE mit dem Titel „Heimweh“ in der Galerie Brutal. Der Künstler aus Osteuropa lebt in Berlin, arbeitet in urbanen Räumen und Galerien und beschäftigt sich mit den Themen Transformation und Zufall und dem Zusammenspiel von virtueller und physischer Realität. Inspiriert von der Unvorhersehbarkeit des Lebens transformiert ISS.UE nicht greifbare digitale Bilder in analoge Formen. Mittels verschiedenster künstlerischer Methoden und einem innovativen Ansatz zu Materialien entstehen Zufallskombinationen und bewusste Verfremdung. Das visuelle Erlebnis zwischen Künstler*innen und Betrachtenden ist eine Aufforderung, sich mit einer dynamisch verändernden Welt auseinanderzusetzen.

19. August 

Zentrales Happening des Festivals ist die Graffiti-Jam an der Ihmehall. Mehr als 70 Maler*innen unterschiedlichsten Alters gestalten die gesamte Fläche neu. Die Jam dient als Plattform für mehr Austausch und Vernetzung in der Szene, es gibt sowohl einen Style-Battle als auch eine Kid’s Corner.

Nach der Jam lädt das UJZ Glocksee zu einer Afterparty mit dem Kollektiv „Tanzen mit Pflanzen“. Dort werden auf dem Hof ab 22 Uhr Impressionen des letztjährigen „Urban Nature“-Festivals gezeigt. 

20. August 

Kunstwerke, Sticker, Postkarten und vieles mehr der teilnehmenden Künstler*innen gibt es im KunstKiosk im Chez Heinz.


Pächter*innen für neue Parzellen gesucht – Kleingartenpark „Friedenauer Vielfalt“ nimmt Betrieb auf

Motivierte Menschen, die sich fürs Gärtnern interessieren, können sich ab sofort für die Pacht einer neuen Parzelle im 2021 gegründeten Verein „Friedenauer Vielfalt“ bewerben. Die neuen Kleingärten an der Straße Im Othfelde (Vahrenwald) sind Teil eines Modellprojekts mit dem Ziel eines ökologischen Gärtnerns im sozialen Miteinander. Nach dem ersten Bauabschnitt stehen nun die ersten 14 Parzellen zur Verfügung. Interessierte können sich an den Kleingärtnerverein (KGV) Friedenauer Vielfalt e.V. wenden: telefonisch unter (05 11) 69 97 18 oder per E-Mail unter info@bzvhannover.de. Alternativ ist auch der Kontakt zum Fachbereich Umwelt und Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover möglich: telefonisch unter (05 11) 1 68 – 3 50 40 oder per E-Mail unter 67.3Kleingaerten@hannover-stadt.de (Ansprechpartner: Jan Heeren).

Modellprojekt von Stadt und Bezirksverband

Die Umgestaltung des Areals zu einem insgesamt rund 11.000 Quadratmeter großen Kleingartenpark wurde bereits im Rahmen des Kleingartenkonzepts 2016 bis 2025 vereinbart und ist ein Projekt des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover und des Bezirksverbands Hannover der Kleingärtner e.V. Auch das mittlerweile abgeschlossene Verbundprojekt „Städte wagen Wildnis“ floss mit in die Maßnahme ein. Im Juni 2021 begannen die Arbeiten. Der Kleingartenpark, dessen Herrichtung insgesamt rund eine Million Euro kostet, liegt in verkehrsruhiger Lage mit Grünanbindung in der Nähe des Mittellandkanals.

„Die Ausrichtung des neu gegründeten Vereins soll als Blaupause für die Weiterentwicklung bestehender Vereine dienen. Der Bezirksverband wird die Vereine bei der Anpassung ihrer Anlagen hinsichtlich der sozialen und klimatischen Veränderungen unterstützen“, sagt Dr. Reinhard Martinsen, Präsident des Bezirksverbandes Hannover der Kleingärtner.

Hannovers Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel unterstreicht: „Der Kleingartenpark ‚Friedenauer Vielfalt‘ ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie die Ziele des Kleingartenkonzeptes umgesetzt werden können. Gemeinschaft, Artenvielfalt und Klimaschutz sollen zukünftig stärker in den Fokus gerückt werden. In guter Zusammenarbeit mit dem Bezirksverband Hannover der Kleingärtner e.V. möchte die Landeshauptstadt Hannover nach diesen Grundsätzen auch in den kommenden Jahren weitere Projekte dieser Art umsetzen.“

Große naturnah gestaltete Frei- und Gemeinschaftsflächen 

Die neu angelegten Kleingärten sind mit einer Fläche von jeweils 150 bis 250 Quadratmetern etwas kleiner als üblich. Dafür sind sie aber umgeben von großzügigen naturnah gestalteten Frei- und Gemeinschaftsflächen, die rund ein Viertel der Gesamtfläche des Kleingartenparks ausmachen und künftig durch die Vereinsmitglieder gemeinsam gepflegt werden. Dort gibt es einen Naschgarten, Blütensäume, Obstgehölze, Benjeshecken, Totholzelemente und einen versickerungsfähigen Parkplatz, der mit Ökopflaster hergerichtet wurde.

Der städtische Ausbildungsbetrieb Garten- und Landschaftsbau, hat den ersten Bauabschnitt maßgeblich verantwortet und mehr als 1.000 heimische Gehölze (zum Beispiel Hainbuche, Gewöhnlicher Schneeball, Roter Holunder oder Eingriffeliger Weißdorn) gepflanzt und Nisthabitate für Insekten geschaffen. Der neue Kleingartenpark soll zu Naherholung und Naturbeobachtungen einladen und zu einem Hotspot der urbanen Artenvielfalt werden.

Der 2021 zur Verwaltung der Flächen gegründete Kleingärtnerverein (KGV) „Friedenauer Vielfalt“ stellt ökologisches Gärtnern, soziales Miteinander und Maßnahmen zur Erhöhung der Artenvielfalt in den Vordergrund des Vereinslebens. Zusammen mit den verringerten Parzellengrößen stellt die neue Anlage auch eine Anpassung an veränderte Bedürfnisse der Stadtgesellschaft dar.

Weitere Parzellen und ein Modellgarten sind in Arbeit

Ein von der Sparkasse Hannover finanziell geförderter ökologisch gestalteter Modellgarten wird das Herzstück der Anlage bilden. Er soll künftig dazu inspirieren, wie im Kleingarten Gemüse selbst angebaut, der Garten gestaltet und Tier- und Pflanzenarten gefördert werden können. Die Grundstruktur wird im Herbst dieses Jahres hergerichtet, dazu gehören etwa die Gartenlaube und ein Freisitz. Vereinsmitglieder bepflanzen die Fläche im Rahmen von „Mitmachbaustellen“. Damit möchte der KGV Friedenauer Vielfalt ein Beispiel gelebter Gemeinschaft und Nachhaltigkeit mit überregionaler Bedeutung werden. Ebenfalls im Herbst sollen mit Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts weitere 18 Parzellen in die Verpachtung gehen.


Workshopreihe in Stadtteilkultureinrichtungen – mit Programm

Schreibwerkstätten „Hannover in Kapiteln – Geschichten aus den Stadtteilen“ von August bis November 

Menschen, die Lust am Schreiben haben, sind eingeladen, am Projekt „Hannover in Kapiteln – Geschichten aus den Stadtteilen“ teilzunehmen. In verschiedenen Schreibwerkstätten bieten hannoversche Autor*innen oder Kulturschaffende kreatives und autobiografisches Schreiben über Geschichten an, die in jedem Menschen schlummern. Die Teilnehmer*innen können in den Schreibwerkstätten vielfältige Methoden ausprobieren und Wege finden, sich selber auszudrücken. Herauskommen sollen Geschichten voller Freude, voller Erinnerungen, fantastische oder alltägliche Geschichten. Eine Fortsetzung ist für 2024 geplant.

Das Projekt „Hannover in Kapiteln“ ist eine Kooperation vom Autor:innenzentrum Hannover mit der Stadtteilkultur. Es ist Teil des Kulturentwicklungsplans 2030 der Landeshauptstadt Hannover.

Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos oder kostet zwischen fünf und zehn Euro (Ermäßigung mit Hannover-Aktiv-Pass möglich) Die Schreibwerkstätten finden in verschiedenen Stadtteilkultureinrichtungen statt.

Im Kulturbüro Misburg heißt es am 23. August „Kreatives Schreiben auf Arabisch“, im Stadtteilzentrum Stöcken wird am 3. September die Frage „Früher war alles…?“ gestellt. Weiter geht es am 9. September im Stadtteilzentrum Mühlenberg mit „Meine Geschichte in der Geschichte des Stadtteils“. „Schreib das auf!“ heißt es am 12. und 26. September sowie am 10. und 24. Oktober in der Kulturgemeinschaft Vinnhorst. „Wer bin ich und was macht mich aus?“ wird am 13. und 20. September im Kulturtreff Plantage in Davenstedt gefragt. Die „Orte meines Lebens“ sind das Thema am 21. September im Freizeitheim Döhren und „Halte meine Hand, wenn die Dunkelheit aus den Zeilen kriecht“ am 13. Oktober im Stadtteilzentrum Lister Turm. Mit „Alles ist Inspiration“ lockt am 13. und 14. Oktober die Schreibwerksatt im Freizeitheim Vahrenwald. Über „Drei Dinge meines Lebens“ schreiben die Teilnehmer*innen am 28. und 29. Oktober im Freizeitheim Linden. Wer „etwas zu sagen!?“ hat kommt am 9., 16., 234. und 30. November ins Kulturbüro Südstadt. „Stadtteilgeschichten“ lautet der Titel am 23. November im Freizeitheim Döhren.

Die Autor*innen:

MARLEN APEL, Autorin und Kulturvermittlerin, experimentiert mit Sprache, allein und mit anderen, mag spielerische Literaturformate und gibt Workshops dazu.

NGRID FRANK, Autorin, Dipl. Theol., Dipl Soz.päd., Jugend- und Familienberaterin, vermittelt in Schreibworkshops Lust am Schreiben als kreativer Prozess. Zuletzt erschien von ihr 2022 der Roman „Ligurisches Öl“.

INA KOLBECK-LANDAU, Autorin und Schreibtrainerin, gibt Workshops zu kreativem Schreiben und postet als @frau_landau lyrische Miniaturen auf Instagram.

LUCIE KOLB, Autorin und Sozialpädagogin. 2019 erschien ihr Kinderbuch „Suppenwetter oder eine Geschichte vom Stehlen, Schenken und Wegwerfen“, verschiedene Texte sind in Anthologien und Literaturmagazinen veröffentlicht worden.

HALA KOUTRACH, Journalistin und Bloggerin aus Syrien, schreibt u.a. für das elektronische Magazin upgration, den Theaterformen Festival-Blog und bietet kreative Schreibworkshops zu den Themen Ankommen, Konfrontation, Annahme und den Mechanismen von Integration und zur Nostalgie an.

SELENE MARIANI, hat am Hildesheimer Literaturinstitut veröffentlicht. Veröffentlichte den Erzählband „Miniaturen in Blau“ und den Roman „Ellis“. Leitet seit einigen Jahren Schreibwerk-stätten, außerdem ist sie Mitgründerin des Autor:innenzentrums.

MOJDEH MAVAJI, Autorin, schreibt Deutsch und Persisch. Ihre Novelle „Das Geheimnis der Dattelpalmen“ wird dieses Jahr veröffentlicht. Sie veröffentlichte ein Buch im Iran, schreibt Kurzgeschichten und für eine Zeitschriftenkolumne in Kanada.

RIKE PROTZEK, Autorin, schreibt seit 30 Jahren Gedichte und Kurzgeschichten – besonders faszinieren sie düstere Begebenheiten und Texte, die Gänsehaut verursachen.

BURKHARD WETEKAM, Autor und Journalist, schreibt unter anderem Kriminalromane, die an der Ostseeküste in Vorpommern spielen.


Freiluftkino im Schulbiologiezentrum Hannover: Solares Wanderkino Cinema del Sol zeigt „Der wunderbare Garten der Bella Brown“

Das Cinema del Sol ist am Freitag, 18. August, mit dem Film „Der wunderbare Garten der Bella Brown“ zu Gast in der Freiluftschule Burg des Schulbiologiezentrums Hannover.

Bereits ab 20 Uhr gibt es auf dem Gelände im Burgweg 2 Experimentierstationen rund um Sonnenergie und Muskelkraft, um 20.45 Uhr heißt es dann „Film ab!“. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Das Cinema del Sol ist ein Wanderkino, das die Kraft der Sonne nutzt. Jeder Fahrradanhänger trägt neben Leinwand, Projektor und Soundsystem ein komplettes Solarkraftwerk. Auch die Anreise zum Veranstaltungsort bewerkstelligt das Team per Fahrrad und ÖPNV.


Kulturbüro fördert (post-)migrantisches Literaturfestival des Postmig Writers Collective Hannover

„Collecting Dreams:Voices:Stories” findet vom 8. bis 10. September in Hannover statt

Das Literaturfestival „Collecting Dreams:Voices:Stories” vom 8. bis 10. September in Hannover gibt (post-)migrantischen literarischen und erzählerischen Perspektiven aus Hannover eine Plattform: In den drei Tagen werden in Lesungen, Poetry Slams, Biographischer Erzählkunst, Performances sowie Creative Writing Workshops den Stimmen von People of Color, Menschen aus migrantischen und postmigrantischen Kontexten und mit Migrationserbe Räume gegeben und Gehör verschafft.

Das Festival des Postmig Writers Collective Hannover findet in Trägerschaft des Vereins Prisma Queer Migrants e. V. und in Kooperation mit Unter einem Dach uG in deren Räumlichkeiten in Hannover-Hainholz statt.

Das Kulturbüro unterstützt das Festival als Kooperationspartner inhaltlich und fördert es finanziell mit Mitteln aus dem Kulturentwicklungsplan der Landeshauptstadt Hannover.

Abschluss des Street Art Festivals in Wilhelmshaven

Street Art Festival in Wilhelmshaven - die Preise für die 3D-KünstlerInnen
Street Art Festival in Wilhelmshaven - die Preise für die 3D-KünstlerInnen - © Fotos: Lothar Schulz 2023

Festival wurde mit Preisvergabe beendet

WILHELMSHAVEN. Das 11. Internationale Street Art Festival in Wilhelmshaven ist am Sonntagabend (06.08.) zu Ende gegangen. Mehrere zehntausend Besucher hatten an diesem Wochenende den 36 Straßenkünstlern aus elf Ländern bei der Arbeit zugesehen und deren Werke bewundert. Den Abschluss der Veranstaltung markierte die Preisverleihung am Sonntagabend. Ausgezeichnet wurden die jeweils 3 besten KünsterInnen in den Kategorien: KopistIn, freie/r KünstlerIn und 3D. Außerdem gab es noch zwei Sonderpreise. Die jeweils 1. Preise in ihrer Kategorie erhielten: ghis.arts aus Bonaire in der Kategorie freie/r KünstlerIn, Dazer aus Mexiko in der Kategorie 3D und Abel Arturo aus Mexiko in der Kategorie KopistIn. Auch wurde Abel Arturo von allen am Festival teilnehmenden Malerkollegen und -kolleginnen zum besten Künstler des Street Art Festival 2023 gewählt und erhielt den entsprechenden Sonderpreis. Den zweiten Sonderpreis erhielt Aziz El-Guaraoui (Elgart) der bereits zum 10. Mal als Künstler an dem Festival beteiligt war. Bereits am Montagmorgen waren die meisten der fantastischen Kunstwerke auf dem Pflaster von Wilhemshavens Fußgängerzone von einem heftigen Regenschauer zerstört und weggespült worden. Man kann gespannt sein, welche Kunstwerke beim nächsten Festival zu sehen sein werden.

Street Art Festival in der NordseePassage in Wihlemshaven

Street Art Festival in der NordseePassage in Wilhelmshaven - Replik von Rembrandts „Die Nachtwache“
Street Art Festival in der NordseePassage in Wilhelmshaven - Replik von Rembrandts „Die Nachtwache“ - © Fotos: Lothar Schulz 2023

Highlight: Replik von Rembrandts „Die Nachtwache“

WILHELMSHAVEN. Vom 04. bis zum 06.August fand in Wilhelmshaven das 11. Internationale Street Art Festival statt. Stadtreporter berichtete bereits u.a. über die Straßenmaler. Doch nicht nur auf dem Straßenpflaster wurde Kunst geboten. Auch in der NordseePassage zeigten KünstlerInnen ihre Arbeiten. Das absolute Highlight hier war eine originalgetreue Replik von Rembrandts „Die Nachtwache“, einem der bedeutendsten Bilder der niederländischen Kunstgeschichte. Das 1642 fertiggestellte Werk des niederländischen Malers Rembrandt van Rijn für die Amsterdamer Büchsenschützengilde gilt als Hauptwerk Rembrandts. Das Rembrandt Remastered Project wurde initiiert von Peter Westbrink aus den Niederlanden, der auch der Team Captain war. Zum Team gehörten Juli Purcell aus den USA und Ketty Grossi aus Italien.

Street Art Festival in Wilhelmshaven

11. Internationales Street Art Festival in Wihlemshaven – Bodypainting-Model - der dreidimensionale Körper verschmilzt mit dem 2D Gemälde
11. Internationales Street Art Festival in Wihlemshaven – Bodypainting-Model - der dreidimensionale Körper verschmilzt mit dem 2D Gemälde - © Fotos: Lothar Schulz 2023

3-D-Bild XXL und Bodypainting

WILHELMSHAVEN. Vom 04. bis zum 06. August fand in Wilhelmshaven das 11. Internationale Street Art Festival statt (Stadtreporter berichtete bereits über die Straßenmaler). Eine der größten Attraktionen im Rahmen dieses Festivals war das überdimensionale 3D-Kunstwerk auf dem Valoisplatz. An dessen Entstehung wirkten mit: Edgar Müller und Gregor Wosik, zwei der weltweit renommiertesten Straßenmaler sowie Melina Berg, Elgart (Aziz El-Guaraoui) und Mauricio Vargas. Das Projekt auf dem Valoisplatz wird von den Veranstaltern des Festivals als absolutes Highlight in der Geschichte des Wilhelmshavener StreetArt Festivals betrachtet. Eine andere vielbeachtete Attraktion waren die BodypainterInnen. Sie verwandelten die dreidimensionalen Körper ihrer Models in 2D Gemälde und ließen sie durch die Fußgängerzone spazieren.

Polizei Nachrichten aus Hildesheim vom 14.August 2023

Polizeikräfte bei einer Strassensperrung
Polizei Nachrichten aus Hildesheim © Ulrich Stamm

HILDESHEIM.

Ereignismeldung der Polizei Hildesheim zum M’era Luna 2023 Sonntag, 13.08.2023

In der letzten Nacht, von Samstag auf Sonntag, hatten die Kolleginnen und Kollegen der Polizei einiges zu tun.

Mitunter wurde der Rucksack von einem Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes entwendet. In dem Rucksack war u.a. sein Portemonnaie mitsamt allen persönlichen Dokumente enthalten.

Weiterhin wurden drei weitere Personen ohne Armbändchen auf dem Festgelände angetroffen. Als die drei zu einer Personalienfeststellung zur Polizeiwache gebracht werden sollten, ergriff einer davon plötzlich die fußläufige Flucht. Bei seiner Flucht rempelte er mehrere andere Gäste an, konnte aber durch einen 25-jährigen Polizeibeamten gestellt werden. In der Folge leistete der 19-jährige aktiv Widerstand, was ihn aber nicht vor einer Festnahme und anschließenden Personalienfeststellung bewahrte. Gegen alle drei Personen wurde ein Strafverfahren wegen Erschleichen von Leistungen eingeleitet und gegen den 19-jährigen obendrein ein Strafverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Alle drei Personen erhielten anschließend einen Platzverweis.

Weiterhin wurde eine Körperverletzung unter Gästen zur Anzeige gebracht.

Im weiteren Verlauf der Nacht konnte dann eine fremde Drohne über dem Festivalgelände gesichtet werden. Der dazugehörige Bediener stand außerhalb des Geländes. Eine Genehmigung konnte er nicht vorlegen, sodass folglich ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen ihn eingeleitet wurde. Die Drohne selbst wurde bis zum Ende des Festivals einbehalten.

Der letzte Veranstaltungstag (Sonntag)begann zunächst damit, dass ein junges, entlaufenes Kaninchen eingefangen werden konnte. Die bereits suchende Eigentümerin konnte aber schnell ausfindig gemacht und beide wieder vereint werden.

Bei insgesamt drei Besuchenden wurden Betäubungsmittel aufgefunden, beschlagnahmt und entsprechend Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz gefertigt.

Wie die Tage bereits zuvor berichtet, wurden zwei weitere Betrugsfälle im Zusammenhang mit Eintrittskarten bekannt und eine kurzzeitig vermisste Person tauchte nach Meldung bei der Polizei wohlbehalten wenig später wieder auf.

Im gesamten Veranstaltungszeitraum konnte ein friedliches Publikum mit fröhlicher, teilweise ausgelassener positiver Stimmung wahrgenommen werden. Die Polizei Hildesheim bedankt sich ausdrücklich für die überaus gute Zusammenarbeit mit dem Veranstalter des Festivals und allen anderen beteiligten Behörden.


Unfallflucht in Föhrste

 Am heutigen Sonntag wurde der Polizei in Alfeld ein beschädigter Stromverteilerkasten an der Bahnstrecke von Alfeld nach Föhrste gemeldet.

Der besagte Kasten befindet sich am Rand eines Feldweges gegenüber der Wilhelmstraße in Föhrste, in ungefährer Hohe des Streckenkilometers 51/6. Östlich des beschädigten Stromkastens befinden sich bereits abgeerntete Weizenfelder, auf die eine größere Menge an Humuserde abgeladen wurde. Zeugen, die Hinweise zum Unfallgeschehen geben können, werden gebeten sich bei der Polizei in Alfeld unter der Telefonnummer: 05181/80730 zu melden.

Der Unfallzeitraum kann nicht genau eingegrenzt werden. Es ist zu vermuten, dass der Schaden innerhalb der letzten Tage entstanden ist.


Diebstahl von Kupferkabel in Bockenem – Zeugenaufruf –

Im Zeitraum vom 11.08.2023, 18:00 Uhr, und dem 13.08.2023, 02:00 Uhr, drangen bislang unbekannte Täter auf das Firmengelände eines Unternehmens in der Straße Im Nördernfeld ein.

Aus einer auf dem Firmengrundstück befindlichen Lagerhalle wurden insgesamt ca. 1100 kg Kupferkabel entwendet. Aufgrund des Gewichtes ist anzunehmen, dass mehrere Täter mit einem Fahrzeug vor Ort gewesen sein müssen.

Der Schaden liegt bei ca. 4.000 Euro.

Die eingesetzte Funkstreifenwagenbesatzung konnte vor Ort umfangreich Spuren sichern, welche möglicherweise zur Ermittlung der Täter führen können.

Personen, die verdächtige Fahrzeuge oder Personen im Umfeld der Straße Im Nördernfeld festgestellt haben, werden gebeten, sich bei der Polizei in Bad Salzdetfurth (Tel.: 05063-9010) zu melden.


Meldung des Polizeikommissariats Elze für den Zeitraum vom 12.08.-13.08.2023

Verkehrsunfallflucht in Elze

Im Zeitraum zwischen dem 12.08.2023, 20:05 Uhr und dem 13.08.2023 um 09:30 Uhr, beschädigte ein bislang unbekannter Verkehrsteilnehmer mit seinem Fahrzeug einen ordnungsgemäß in der Mühlenstraße in Elze abgestellten Pkw und entfernte sich anschließend von der Verkehrsunfallörtlichkeit, ohne seiner Meldepflicht über den entstandenen Schaden nachzukommen. Ein entsprechendes Strafverfahren wurde hier eingeleitet.

Personen, die Angaben zu diesem Sachverhalt machen können werden gebeten, sich telefonisch bei dem Polizeikommissariat Elze, unter der Telefonnummer 05068 93030, zu melden.

Verkehrsüberwachung

Am Sonntagmorgen führten Polizeibeamte des Polizeikommissariats Elze Geschwindigkeitsmessungen an der B3, auf Höhe des Sorsumer Kreuzes durch. Hierbei konnten 11 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt werden. Der schnellste gemessene Pkw wurde mit vorwerfbaren 119 km/h gemessen. Den Fahrzeugführer erwarten nun ein Bußgeld in Höhe von 320 Euro, sowie zwei Punkte und ein Fahrverbot von einem Monat.


Tageswohnungseinbruch in Einfamilienhaus

Am Samstag, 12.08.2023, drangen unbekannte Täter in der Zeit zwischen 15.00 Uhr und 15.30 Uhr durch die Terrassentür in ein Einfamilienhaus in der Adolf-Kolping-Straße ein. Anschließend durchsuchten sie das Wohnhaus nach Diebesgut.

Angaben zu möglichem Diebesgut können zurzeit nicht gemacht werden. Zeugen, die Angaben zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen machen können, werden gebeten sich mit der Polizei in Sarstedt unter der Telefonnummer 05066/9850 in Verbindung zu setzen.


Diebstahl eines Pedelecs

Ein 65-Jähriger aus der Gemeinde Giesen besuchte am 12.08.2023 in der Zeit von 12.50 Uhr bis 14.50 Uhr ein Fußballspiel auf dem Sportplatz des FC Sarstedt an der Ruther Straße.

Sein Pedelec, mit dem er zum Sportplatz gefahren war, sicherte er mit einem Faltschloss an einem Fahrradständer. Als der 65-Jährige nach dem Fußballspiel zu dem Fahrradständer zurückkehrte, stellte er fest, dass sein Pedelec der Marke Kalkhoff im Wert von ca. 3500 Euro entwendet worden war.

Er fand nur noch das durchtrennte Faltschloss vor. Zeugen, die in diesem Zusammenhang verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten sich mit der Polizei in Sarstedt unter der Telefonnummer 05066/9850 in Verbindung zu setzen.


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Vorletztes Aschenputtelspiel auf der Freilichtbühne Burg Polle

Aschenputtel auf der Freilichtbühne Burg Polle © Laienspielgruppe Polle
Aschenputtel auf der Freilichtbühne Burg Polle © Laienspielgruppe Polle

Freier Eintritt zum Aschenputtelspiel

POLLE.

Am kommenden Sonntag wird zum vorletzten Mal auf der Poller Burg das Aschenputtelspiel, das bekanntlich an jedem dritten Sonntag in den Monaten Mai bis September immer um 14:15 Uhr aufgeführt wird, zu sehen sein.

Aschenputtel auf der Freilichtbühne Burg Polle © Laienspielgruppe Polle
Aschenputtel auf der Freilichtbühne Burg Polle © Laienspielgruppe Polle

In dieser Fassung wechseln sich Spielszenen und Erzählung ab. Die Märchenerzählerin liest einige Passagen des Märchens vor und diese und andere Szenen werden gespielt. Neben Aschenputtel mit den Tauben, den Stiefschwestern, Stiefmutter, Vater und Prinz gehört auch eine Fee zu den Mitwirkenden. Die Tauben werden von den jüngsten Mitgliedern der Laienspielgruppe dargestellt. Das Spiel dauert ca. 30 Minuten, der Eintritt ist frei.

Die letzte Aufführung ist dann im Rahmen des Kürbis- und Kunsthandwerkermarktes am 17. September um 14:15 Uhr.

Zum Finale ließ sich Stephan Weil beim NP-Rendezvous auf dem Maschseefest interviewen

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HANNOVER. Der letzte Tag des Maschseefests 2023 und das letzte NP-Rendezvous auf der Bühne am Maschseenordufer: Zum Finale schaute Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil bei Moderator Christoph Dannowski vorbei. 15 Jahre als Ministerpräsident seien, so Weil, für ihn genug. Er sagte, er wolle nicht noch einmal zur Wahl antreten, obwohl er „die Arbeit noch immer genau so gerne“ mache wie am ersten Tag. Offenbar ist er mit dem Theater um das Heizungsgesetz der Bundesregierung auch nicht so zufrieden. Auf eine entsprechende Frage von Dannowski antwortete Stephan Weil, man könne über niemanden nur etwas Schlechtes sagen, zumindest eigne er sich immer noch als schlechtes Beispiel.

Gestartet hatte der Vormittag auf der NP-Bühne mit einem Livekonzert des Sinfonischen Blasorchesters Isernhagen. Dann interviewte Christoph Dannowski Vater und Sohn Carsten und Marvin Linke. Beide sind heute im Klinikum Wahrendorff beschäftigt, doch Carsten Linke ist vor allem Fußballfans noch gut bekannt. Nach seinem Wechsel 1995 zu Hannover 96 stieg er dort zu einer Identifikationsfigur auf. 1998 gelang ihm mit der Mannschaft der Aufstieg in die 2. Bundesliga und 2002 in die 1. Bundesliga. Im Alter von 36 Jahren kämpfte er da erstmals in einem Bundesligaspiel um den Ball. Wikipedia: „Er wird auch heute noch von den Fans Fußballgott genannt.“ Viel Applaus erhielten auch die Karate-Kids von Kampf-Kunst-Center Hannover, die nach der Demonstration verschiedener Karatetechniken und dem Zertrümmern diverser Bretter dann die Bühne an den Landesvater Stephan Weil übergaben.

Maschseefest 2023 hatte 1,7 Millionen Gäste

Maschseefest 2023 © Ulrich Stamm
Maschseefest 2023 © Ulrich Stamm

Wechselhaftes Wetter und Regen verringerte Verweildauer der Gäste beim Maschseefest

HANNOVER.

Die Voraussetzungen hätten nicht besser sein können: Nach dem erfolgreichen Re-Start im ersten Nach-Corona-Sommer waren beim diesjährigen Maschseefest alle Segel auf „volle Fahrt voraus“ gesetzt. Doch eine instabile Wetterlage bestimmte die ersten zwei Wochen des Open-Air-Fests. Am Ende kamen eine halbe Million weniger Besucher und Besucherinnen als im Vorjahr (2022 waren es 2,2 Mio Gäste) – trotz des prallen Bühnenprogramms, das mit 200 Acts so umfangreich war, wie nie zuvor. Mit der Rückkehr des Sommers am vergangenen Mittwoch gab es aber noch mal einen erfolgreichen Endspurt. Zum Abschluss zählt das 36. Maschseefest rund 1,7 Millionen Gäste.

14 von 19 Tagen Maschseefest war „Schietwetter“, wie man am Hamborger Veermaster am Nordufer sagt. Mit Niederschlagsmengen von insgesamt 75 Litern pro Quadratmeter (2022: 30 l/m²), nur 54 Sonnenstunden (2022: 103 Sonnenstunden) und Durchschnittstemperaturen von um die 17 Grad (2022: 24 Grad) wurde der Festbetrieb in den ersten zwei Wochen immer wieder unterbrochen. Viele Standbetreiber passten sich kurzfristig der Wetterlage an und rüsteten mit Zeltdächern und Windschutz auf. Wetter und Maschseefest versöhnten sich mit einem gut besuchten finalen Wochenende: Am letzten Freitag und Samstag feierten nochmal 300.000 Gäste. Besucherstärkster Tag war Samstag, der 29. Juli mit 220.000 Menschen.

Neben den Wetterkapriolen gab es in diesem Jahr auch noch juristischen Gegenwind, dieser flaute ebenfalls am Mittwoch ab.

„Wir sind positiv überrascht von der hohen Besucherzahl, trotz der instabilen Wetterlage. Das zeigt, dass sich Hannover als perfekter Gastgeber präsentiert hat. Die Verweildauer der Gäste war aufgrund der Wetterkapriolen jedoch zu gering. Die Flanierlust, die das Seevergnügen maßgeblich ausmacht, war bei dem Regen nicht gegeben. So konnten wir bedauerlicherweise das anvisierte Ziel von 2 Millionen Gästen nicht erreichen“, kommentiert Hans Christian Nolte, Geschäftsführer der Hannover Veranstaltungs GmbH (HVG) die Bilanz.

19 Tage Feinschmecker-Paradies auf 20.000m²

Bei Deutschlands größtem Seefest und ausgezeichnetem Food Festival konnten die Gäste jeden Tag aus vielfältigen gastronomischen Highlights wählen. Mehr als 4.000 Sitzplätze rund ums und sogar auf dem Wasser boten die Restaurants mit ihren Länderkonzepten aus Mexiko, Japan, Syrien, Irland, Spanien oder Deutschland an. Besonders beliebt waren auch in diesem Jahr die vielen gastronomischen Events wie Winzerabende und Tastings.

19 Tage Open Air: umsonst und draußen feiern

Das diesjährige Programm war mit 200 Bühnenshows so prall wie nie zuvor in der Geschichte des Maschseefests. Zu den Highlights auf der Maschseebühne am Nordufer gehörten Carlotta Trumann am Eröffnungsmittwoch sowie Myller und Loi am Folgetag. Mr. President begeisterte am letzten Donnerstag des Fests mit der Remix-Premiere seines 90er Jahre Welthits Coco Jamboo die Massen.

Sweety Glitter & The Sweethearts gehörten neben Queen-Legend und den Toten Ärzte im Musikpark an der Maschseequelle zu den Publikumslieblingen. Songwriter sorgten im Irish Folk am Südanleger für gute Stimmung. Im Waldkater am Westufer freuten sich viele Gäste auf Salsa und Latin Music. Gute Stimmung herrschte auch mittwochs beim Queer Wednesday und der „Palo Club Night“ sowie beim Ideenboulevard am verregneten 8. August.

Das große NKR-Entenrennen bereitete großen und kleinen Gästen beste Laune und stellte einmal mehr den Maschsee in den Mittelpunkt. Zum Finale am letzten Samstagabend krachte es dann noch mal mit Deutschlands bester Queen Tribute Show mit Valentin L. Findling am Nordufer.

19 Tage Ferienspaß für Kinder

Viele Familien verbrachten das letzte Ferienwochenende beim 50sten Jubiläum der Feriencard, das mit Mitmachaktionen und einem bunten Bühnenprogramm auf der Kinderwiese gefeiert wurde.

Besonders beliebt waren die ausverkauften Fahrten mit der üstralala, dem Piratenschiff von Kapitänin Zopf: 750 kleine und große Piraten stachen in See.

19 Tage – Sicherheit, Zahlen und Daten

Die Johanniter des Ortsverbandes Hannover-Wasserturm stellten auch in diesem Jahr die medizinische Versorgung für die Besuchenden des Maschseefests sicher. Vor Ort standen zwei Unfallhilfsstellen, drei Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug, vier Fußstreifen, zwei Boote der Wasserrettungsgruppe und die Einsatzkräfte der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) zur Verfügung. Mit rund 50 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern am Wochenende und etwa zehn unter der Woche, versorgten die Johanniter die Verletzungen der Feiernden.

Die Ehrenamtlichen der PSNV kümmerten sich nicht nur um die seelischen Belange der Gäste, sondern sorgten auch für im Getummel verloren gegangene Kinder oder deren Angehörige. Außerdem kamen an drei Tagen auf der Kinderwiese erstmals eine Kuscheltierklinik und ein Bobbycar-Parcous der Johanniter zum Einsatz. Insgesamt leisteten die Johanniter mehr als 3.000 ehrenamtliche Einsatzstunden beim diesjährigen Maschseefest.

Die Polizei Hannover hatte nur mit kleineren Delikten wie leichte Körperverletzungen und Diebstahl zu tun. Kuriosestes Ereignis: ein Betrunkener, der mit seinem Fahrrad in einen Streifenwagen fuhr. „Insgesamt war es ein friedliches Fest“, so eine Polizei-Sprecherin.

19 Tage mobil auf dem Wasser

Rund 11.000 Personen nutzten während der 19 Tage die Boote der Maschseeflotte, um zwischen den Ufern zu pendeln und die Sicht vom Wasser aus auf das Maschseefest zu genießen. Und auch die Sonderbuslinie 267 der Üstra, die zwischen Kröpcke und Strandbad pendelte, war stark frequentiert.


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Polizei Nachrichten aus Hildesheim vom 13.August 2023

Polizei Nachrichten aus Hildesheim © Ulrich Stamm
Polizei Nachrichten aus Hildesheim © Ulrich Stamm

HILDESHEIM.

Blinker-Abdeckung von Pkw abmontiert und entwendet

In der Zeit zwischen 08.08.2023, 00:00 Uhr bis 10.08.2023, 20:00 Uhr kam es in der Straße „Bolzumer Tor“ zu einem Diebstahl. Unbekannte Täter lösten die Abdeckungen der seitlichen Blinker von einem geparkten Pkw und entwendeten diese. Zeugen, die in dem Zeitraum etwas beobachtet haben oder Hinweise zu verdächtigen Personen geben können, werden gebeten sich mit der Polizei in Sarstedt, unter der Telefonnummer 05066 / 985-0, in Verbindung zu setzen.


Ereignismeldung der Polizei Hildesheim zum M’era Luna 2023

Luftbild der Hauptbühne M'era Luna 2023 © Veranstalter M'era Luna
Luftbild der Hauptbühne M’era Luna 2023 © Veranstalter M’era Luna

Aus der Nacht von Freitag auf Samstag wurden weitere Betrugsfälle bekannt. Wie bereits gestern berichtet, wurden durch eine Person im Laufe des letzten Jahres offensichtlich Eintrittskarten auf Rechnung gekauft, nicht bezahlt und anschließend weiter im Internet veräußert. Die Anzahl beläuft sich nunmehr auf rund 50 Betrugsfälle.

Außerdem wurde eine Strafanzeige wegen Beleidigung erstattet und im Zuge einer Personenkontrolle konnte jemand mit einem offenen Haftbefehl festgestellt werden. Ansonsten verlief die Nacht ohne besondere Vorkommnisse.

Mit dem Samstag wurde das Festival offiziell begonnen. Die Bühnenplätze wurden am späten Vormittag eröffnet und die ersten Bands begannen zu spielen.

Zwischenzeitlich machte eine Gruppe von mehreren Gästen die Polizei darauf aufmerksam, dass an einem Stand womöglich Anstecknadeln mit verbotenen Symbolen darauf verkauft werden würden. Der betroffene Stand wurde aufgesucht und die besagten Anstecknadeln wurden vorerst sichergestellt. Ob es sich tatsächlich um verbotene Zeichen und Symbole handelt ist fraglich und bedarf der weiteren Überprüfung durch ein Fachkommissariat.

Ferner konnte ein Pärchen, weiblich (38 Jahre) und männlich (45 Jahre), auf dem Festivalgelände ohne Armbändchen angetroffen werden. Die Armbändchen sind ein Beleg dafür, dass der Eintritt entrichtet wurde. Sie erwartet nun ein Strafverfahren wegen Erschleichen von Leistungen.

Zuletzt wurde noch ein Pkw-Schlüssel aufgefunden, konnte aber der Eigentümerin wieder ausgehändigt werden, als sie den Verlust bemerkte.


Alfeld – Verkehrsunfallflucht

Am 11.08.2023 zwischen 16.30 und 18 Uhr kam es in der Kaiser-Wilhelm-Straße zu einem Verkehrsunfall mit anschließender Flucht. Ein bislang unbekannter Verkehrsteilnehmer beschädigte vermutlich im Vorbeifahren den Außenspiegel eines dort am Fahrbahnrand geparkten Pkw.

Auch der unfallverursachende Wagen wurde vermutlich am Außenspiegel beschädigt und ließ einen Teil der Verkleidung am Unfallort zurück. Es ist deswegen davon auszugehen, dass der Unfall durch einen weißen Pkw verursacht wurde. Anhand der aufgefundenen Verkleidung erfolgen nun weitere Ermittlungen zum Unfallverursacher. Zeugen, die Angaben zum Unfall oder dem verursachenden Fahrzeug machen können, werden gebeten, sich telefonisch unter der Nummer 05181-8073-115 mit der Polizei Alfeld in Verbindung zu setzen


Verstoß gegen die 0,5 Promille-Grenze

Am 11.08.2023, gegen 21.25 Uhr, wurde in der Bernwardstraße ein 31-Jähriger Kraftfahrzeugführer im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle überprüft. Während der Kontrolle wurde Alkoholgeruch in der Atemluft des Fahrzeugführers festgestellt. Ein daraufhin durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,58 Promille.

Ein Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren gegen den Fahrzeugführer wurde eingeleitet. Die begangene Ordnungswidrigkeit wird gemäß Tatbestandskatalog mit einem Bußgeld in Höhe von 500 Euro und einem Fahrverbot von einem Monat geahndet.


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Ist der Sommer so schlecht, wie er sich anfühlt?

Ein Regenbogen im Weserbergland © Ulrich Stamm
Ein Regenbogen im Weserbergland © Ulrich Stamm

Eine Zwischenbilanz zum Sommer 2023

BONN.

„Schönheit liegt im Auge des Betrachters“, das gilt auch für das Wetter und in diesem Sommer vielleicht ganz besonders. Die vergangenen nassen und vergleichsweise kühlen Wochen erreichen auf der subjektiven Sommerfeeling-Skala sicher nicht die Bestnote und gehen eher als typisch herbstlich durch. Niklas Weise, Meteorologe bei WetterOnline, beantwortet die Fragen, wie der Sommer im Vergleich zu den Vorjahren abschneidet und ob sich das Gefühl eines eher miesen Sommers bestätigen lässt. 

Zum Thema „gefühltes Wetter“ hat zu Recht jeder seine eigene Meinung. Die Tatsache, dass das Wetter in den letzten Wochen in weiten Teilen des Landes kaum zu sommerlichen Freiluftvergnügen einlud, hat sicherlich zu einer intensiven Meinungsbildung beigetragen. 

Nun liegt es zum einen auch nicht in der Natur des Menschen, sich an die letzten 30 Sommer zu erinnern, mit denen in der Regel verglichen wird.  Und zum anderen vergessen wir sehr warme und sonnige Phasen, die uns inzwischen normal erscheinen, auch schnell. Zur Wahrheit gehört auch, dass uns ausschließlich ein Gefühl keine klimatologische Einordnung erlaubt. Eine Zwischenbilanz zeigt, dass der Sommer 2023 rein meteorologisch betrachtet bisher gar nicht so unsommerlich war. 

Wie sommerlich und warm war der Sommer bisher?

Niklas Weise: „Auch wenn er sich unterkühlt angefühlt hat, waren die Temperaturen im Durchschnitt hoch. Das Problem ist, dass man einen Mittelwert nicht fühlen kann. Schaut man sich den Temperaturdurchschnitt des diesjährigen meteorologischen Sommers an, also Juni, Juli und den bisherigen August, fällt zunächst nichts auf. Im Gegenteil, der Sommer ist sogar fast 1 Grad wärmer als das langjährige Mittel der letzten 30 Jahre. 

Das liegt vor allem am Juni, der mit einer Abweichung von über 2 Grad nicht nur sehr warm, sondern auch der zweitsonnigste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war. Entsprechend liegen wir bei der Sonnenscheindauer für den bisherigen Sommer derzeit auf einem durchschnittlichen Niveau für Anfang August.“ 

Wie warm ist es im Vergleich zu den letzten fünf Sommern?

Niklas Weise: „Im Vergleich zu den letzten fünf Jahren sieht die Sommerbilanz schon anders aus, denn dann ist dieser Sommer etwa ein halbes Grad kühler. 

Besonders ‚gefühlsprägend‘ war in diesem Jahr offenbar die kühle und regnerische Phase genau an den Hundstagen, die gleichzeitig die Haupturlaubszeit Ende Juli und Anfang August sind. In den letzten Jahren war es dann oft sehr heiß, manchmal sogar um die 40 Grad wie im Sommer 2022 oder 2019. Davon waren wir jetzt um diese Zeit mit einer durchschnittlichen Höchsttemperatur von 20,7 Grad meilenweit entfernt. Dazu hat es fast jeden Tag geregnet. Besonders im Vergleich zu den letzten Jahren gab es mehr Tage mit starkem Wind. Durch den Wind kann es sich auch schnell ein paar Grad kühler anfühlen.“

Wie sommerlich geht’s weiter?

Niklas Weise: „Die Gesamtbilanz des Sommers wird am Ende normal bis überdurchschnittlich warm ausfallen. Bei den Sommertagen liegen wir bereits im Erwartungsbereich und bei den aktuellen Aussichten kommen bis Monatsende noch viele warme Tage hinzu – und auch bei den Hitzetagen mit über 30 Grad liegen wir schon gut im Soll.“