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Aktuelle lokale Nachrichten und regionale News aus Kultur, Sport, Wirtschaft, Politik und Unterhaltung.

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Verdienstkreuz 1. Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens für Robert Simon

Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur Falko Mohrs überreicht das Verdienstkreuz 1. Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens an Robert Simon. Von links: Heide Simon, Robert Simon, Kulturminister Falko Mohrs. © MWK
Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur Falko Mohrs überreicht das Verdienstkreuz 1. Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens an Robert Simon. Von links: Heide Simon, Robert Simon, Kulturminister Falko Mohrs. © MWK

Kulturminister Falko Mohrs zeichnet 76-jährigen Kunstförderer aus

HANNOVER.

Am 26. April 2023 hat Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Falko Mohrs, das Verdienstkreuz 1. Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens an Robert Simon überreicht. Mit dieser Auszeichnung würdigt Mohrs das große Engagement des 76-jährigen Kunstmanagers, Kunstsammlers, Galeristen, Stifters, Museumsgründers und Museumsleiters für die Weiterentwicklung von Kunst, insbesondere der Lichtkunst, sowie deren Produktion und Vermittlung.

Seit mehr als vier Jahrzehnten prägt Robert Simon mit seinem unermüdlichen Einsatz für die Kunst das kulturelle Leben Hannovers und Niedersachsens. Simon gründete im Jahr 1981 die „Galerie Kö24“ in Hannover, um junge Künstlerinnen und Künstler zu fördern. Die Galerie wurde zum Ort der Begegnung und Förderung von Kunst, Künstlerinnen und Künstlern. Mit Innovationsfreude, Professionalität und bürgerschaftlichem Einsatz leistete er einen bedeutenden Beitrag zur Vielfalt des kulturellen Reichtums in Niedersachsen.

Im Jahr 1986 entwickelte Simon das Konzept für die Skulpturenmeile Hannover, deren Realisierung er bis zum Abschluss im Jahr 2000 federführend vorantrieb. Dabei setzte er den Schwerpunkt bei Kunst im öffentlichen Raum. Simon brachte sein umfangreiches und stetig wachsendes Kunstvermögen in seine im Jahr 2000 gegründete und in Celle ansässige „Robert Simon Kunststiftung“ ein. Seit der Gründung des „Kunstmuseums Celle mit Sammlung Robert Simon“ leitet er das Haus ehrenamtlich und entwickelte es weiter. Das Museum widmet sich in herausragender Weise der zeitgenössischen Lichtkunst und ist damit weltweit das erste 24-Stunden-Museum mit einem Schwerpunkt auf Lichtkunst.

Robert Simon initiierte im Jahr 2014 den ersten deutschen Lichtkunstpreis, der seitdem alle zwei Jahre von der Robert Simon Kunststiftung im Kunstmuseum Celle vergeben wird. Der national anerkannte Preis leistet einen Beitrag dazu, Lichtkunst auf einem hohen Niveau weiterzuentwickeln. Im Jahr 2022 wurde mit Ulrike Gehring erstmals eine Wissenschaftlerin für ihre herausragende Leistung in der Forschung zur internationalen Lichtkunst ausgezeichnet.

Minister Mohrs betonte, dass Simons Anliegen darin besteht, Menschen vor Ort einzubinden und möglichst vielen Menschen einen Zugang zur Kunst zu ermöglichen. Beispielhaft hierfür nannte der Kulturminister verschiedene Aktionen im öffentlichen Raum, wie die Skulpturenmeile Hannover, und auch das Engagement Simons im Rahmen der umfassenden Sanierung des Celler Bahnhofs. Simon initiierte die Umgestaltung des Bahnhofs in den „ersten deutschen Lichtkunstbahnhof“ und entwickelte ihn zusammen mit verschiedenen Künstlern zu einem einmaligen Kunsterlebnis. Rund um die Uhr und für alle Menschen zugänglich sind hier Licht- und Klanginstallationen zu sehen und zu hören. Kunst im öffentlichen Raum schafft barrierefreie Zugänge zur Kunst.


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Hannover Nachrichten vom 26. April 2023

Ihmeschule in Hannover © https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Ihmeschule_(Hannover)#/media/File:Ihmeschule_-_Hannover_Linden_Badenstedter_Stra%C3%9Fe_14_-_panoramio.jpg | Gunther Falchner
Ihmeschule in Hannover © https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Ihmeschule_(Hannover)#/media/File:Ihmeschule_-_Hannover_Linden_Badenstedter_Stra%C3%9Fe_14_-_panoramio.jpg | Gunther Falchner


Hannover Nachrichten des Tages und aktuelle News vom 26. April 2023 aus dem Neuen Rathaus | Ankündigungen | Berichte | Termine

HANNOVER.

Modernisierung der Ihmeschule für 10,3 Millionen Euro: Arbeiten an der Außenstelle der Helene-Lange-Schule abgeschlossen

Schüler*innen, Lehrkräfte und Eltern freuen sich: Die mehr als zwei Jahre dauernde Modernisierung des rund 110 Jahre alten Gebäudes der Ihmeschule (Stadtteil Linden-Mitte) ist abgeschlossen. Die jetzt alleinige Außenstelle der Helene-Lange-Schule (Gymnasium) wurde für 10,3 Millionen Euro an den Bedarf für das Abitur nach neun Jahren (G9) angepasst und in Teilen saniert. Das Gebäude erhielt eine neue Mensa, Räume für allgemeinen Unterricht, für Differenzierungskurse und naturwissenschaftlichen Unterricht sowie einen Verwaltungsbereich. Außerdem wurden Sanitärräume saniert sowie die Flucht- und Rettungssituation verbessert.

„Eine hervorragende neue Einrichtung ist die sogenannte GE-Küche mit Koch- und Essbereich für alle Schüler*innen und die Lehrkräfte“, betont Bildungs-, Jugend- und Familiendezernentin Rita Maria Rzyski und führt weiter aus: „‚GE‘ steht für ‚Geistige Entwicklung‘. Im Sinne der Inklusion ist diese spezielle Küche wichtig, um Schüler*innen mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung angemessen unterrichten zu können.“

„Durch die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen ist die Ihmeschule nun ein in weiten Teilen fast neuwertiges Gebäude entsprechend den aktuellen Anforderungen an moderne Schulen in historischem Gewand“, sagt Stadtbaurat Thomas Vielhaber und erläutert: „Viele der Sanierungsmaßnahmen zur Werterhaltung und Verbesserung sind nach der Fertigstellung für Außenstehende nicht immer augenscheinlich sichtbar, denn ein nicht unwesentlicher Anteil der Baumaßnahmen liegt quasi im Verborgenen verbaut wie zum Beispiel die umfangreiche Verlegung neuer Datenkabel.“

Matthias Zeidler, stellvertretener Schulleiter der Helene-Lange-Schule, freut sich über die neuen Vorzüge: „Die Ganztagsschüler*innen genießen es sehr, dass sie jetzt eine richtige Mensa haben. Die Pausen sind jetzt viel erholsamer.“

4.000 Quadratmeter für die Jahrgänge fünf bis sieben

Im Januar hat die Helene-Lange-Schule die rund 4.000 Quadratmeter zur alleinigen Nutzung in Betrieb genommen. Bis zum Herbst 2020 hatte sie die ehemalige Ihmeschule als gemeinsame Außenstelle mit der IGS Linden genutzt. Die IGS nutzt nun Flächenim neuen Modulbau in der Straße Am Lindener Berge. Teile der Sekundarstufe II der Helene-Lange-Schule waren während der Dauer der Baumaßnahmen vorübergehend im Gymnasium Limmer ausgelagert. Nun steht die Außenstelle wieder für den Unterrichtsbetrieb zur Verfügung und bietet Platz für die Jahrgänge fünf bis sieben des Gymnasiums.

Komfort, Barrierefreiheit und moderne Technik im Detail

Das imposante sanierte Sandsteinportal rahmt mit seiner schönen Einfassung den Eingangsbereich der Ihmeschule ein und lädt in das sanierte Gebäude ein. Die neue Mensa mit einem 60 Plätze bietenden Speisesaal sowie allen dazugehörigen Betriebsräumen erspart den Schüler*innen den Weg zur bisherigen provisorischen Essensversorgung ins rund 200 Meter entfernte Hauptgebäude. Zur barrierefreien Erschließung wurden ein neuer Aufzug eingebaut und ein zusätzlicher Eingang vom Hof geschaffen. Fast alle Bereiche sind somit barrierefrei erschlossen. Im Erd- sowie in allen Obergeschossen und auf dem Schulhof gibt es barrierefreie Toiletten sowie einen Pflegeraum für pflegebedürftige Schüler*innen im Erdgeschoss in der Nähe der Mensa.

In weiten Teilen des Gebäudes wurden neue Linoleum-Bodenbeläge in warmen Farbtönen verlegt und die Wände gestrichen. Die Unterrichtsräume und Flure haben neue Akustikdecken und Beleuchtungen erhalten. „Durch die neuen Akustikdecken ist es in den Klassenräumen deutlich leiser geworden und man versteht die Schüler*innen besser“, sagt Matthias Zeidler.

Unter dem Eindruck der Energiekrise wurden alle 80 alten, einfachverglasten Fenster ersetzt. Die alte, dunkle und defekte Pausenhalle am Schulhof wurde durch einen brandschutzsicheren, freundlichen Neubau ersetzt. Durch den Tausch der Fenster werden rund 12.000 Euro pro Jahr an Heizkosten eingespart. Die Sicherheit des Gebäudes wurde durch den Einbau von zusätzlichen Brand- und Rauchschutztüren auf den neuesten Stand gebracht. Alle Sanitärräume wurden saniert.

Neue Heizung spart Energie

Eine neue Heizzentrale und der Ersatz diverser Heizkörper sorgen für ausreichend Wärme in der kalten Jahreszeit. „Durch den Einsatz von Fernwärmeenergie, einer neuen Heizungsverteilung und den Einsatz von Hocheffizienzpumpen besteht nun die Möglichkeit, Heizenergie einzusparen und damit klimafreundlicher zu agieren“, sagt Steffen Grützbach, Bereichsleiter „Technische Gebäudeausrüstung“ im Fachbereich Gebäudemanagement.

Die EDV-Verkabelung wurde auf den aktuellen Standard angepasst, das zuvor lückenhafte WLAN konnte somit komplettiert werden. Darüber hinaus sorgt eine hellere Beleuchtung mit neuen energiesparenden LED-Leuchten für gutes und lernförderndes Licht in den Innenräumen. Wegen neuer passgenauer Raumzuschnitte wurden insgesamt rund zwölf Kilometer Datenkabel verlegt.

Gemäß dem hohen Standard der Stadt Hannover haben die Pflegeräume und Behinderten-WCs Notrufanlagen erhalten. Die Schule wurde mit einer Kommunikationsanlage ausgestattet, die neben der Kommunikation im Gebäude auch die Übertragung von Durchsagen und Pausensignalen ermöglicht. Alle Unterrichtsräume und Büroräume erhielten Lautsprecher mit Gegensprechmöglichkeit. Die Brandmeldeanlage wurde auf den Kellerbereich ausgeweitet, das neue Alarmierungssystem erfolgt sowohl akustisch als auch optisch. „Durch das Bündel von Brandschutzmaßnahmen wird das wertvolle Gebäude jetzt gut gesichert“, unterstreicht Helmut Matterne, Bereichsleiter im städtischen Gebäudemanagement.

Außenanlagen mit Fokus auf Barrierefreiheit umgestaltet

Die „G9-Maßnahme“ machte es erforderlich Entwässerungsleitungen, Elektroleitungen und Fernwärme auch im Außenbereich neu zu verlegen oder zu sanieren. In diesem Zuge wurden die Außenanlagen mit dem Fokus auf mehr Barrierefreiheit und angepasst an das denkmalgeschützte Gebäude gestaltet. Der Vorgarten am Haupteingang wurde passend zum Baudenkmal als besonderer Schmuck instandgesetzt. Zudem wurden Stellplätze, Feuerwehrzufahrt und Müllstation vor dem Gebäude neu und funktionsgerecht angeordnet. Direkt an der Badenstedter Straße sind nun Fahrradstellplätze entstanden. Die Baumbeete seitlich der Zufahrt sind nun größer als zuvor.

Daten/Fakten kompakt

  • Auftraggeberin und Projektsteuerung: Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Gebäudemanagement
  • Planung Hochbau: b+k architekten, Hannover
  • Baubeginn: Oktober 2020
  • Fertigstellung: Januar 2023
  • Kosten: 10,3 Millionen Euro

Historie Ihmeschule

Die Ihmeschule wurde als Höhere Mädchenschule 1910/13 errichtet. Sie war ursprünglich mit dem Namen „Friederikenschule“ benannt. Die Grundrisse gehen auf den Entwurf des damaligen Lindener Stadtbaumeisters Georg Fröhlich zurück, der Fassadenentwurf stammt von Carl Arend. 1922 erfolgten erste Umbauten. Die Schulvogtswohnung wurde vom Keller ins Erdgeschoss verlegt. Seit 1933 wurde die Friederikenschule nicht mehr als Höhere Mädchenschule, sondern als Volksschule mit den Klassen 1 bis 9 genutzt. Es mussten Jungen-Toiletten eingerichtet werden. Die baulichen Kriegsschäden nach 1945 beliefen sich unter 15 Prozent und wurden rasch behoben. 1948 erfolgte die Umbenennung in „Bürgerschule 48“. Eine Lehrküche entstand im Keller in der ehemaligen Wohnung des Schulvogts.

1954/55 gab es geringe Umbaumaßnahmen, im Zuge einer Fassadeninstandsetzung wurde 1960 der Turmaufbau abgebrochen. 1961 erfolgte auf dem Nachbargrundstück der Neubau eines eingeschossigen Gebäudes einschließlich Toiletten, das heute noch von der Ihmeschule genutzt wird und den Schulhof von der Straße trennt. 1966 erhielt die Ihmeschule den Namen „Volksschule Badenstedter Straße“.

In den Jahren 1971/72 fanden umfangreiche Baumaßnahmen statt mit umfassenden Veränderungen in allen Geschossen. Die Volksschule wurde in eine Grundschule umstrukturiert. Die Grundschulklassen der Badenstedter Straße und die der Pestalozzischule in der Davenstedter Straße wurden 1975 im Gebäude der Pestalozzischule zusammengefasst, diese erhielt die neue Bezeichnung „Volksschule am Lindener Markt“. 1976 schließlich zog die Sonderschule Eleonorenstraße mit 21 Klassen in das Schulgebäude Badenstedter Straße und erhielt den neuen Namen „Ihmeschule“. In dem Zusammenhang erfolgte die Umstrukturierung der Aula mit Einzug einer Zwischendecke, was wesentliche Veränderungen der Südfassade zur Folge hatte. Die hohen Fenster der Aula wurden in je zwei übereinanderliegende Fenster unterteilt. Diese Bauphase stellte die letzte bedeutende Veränderung der Baustruktur dar.

1983 erfolgten leichte Instandhaltungsarbeiten und 1998 kleine Brandschutzmaßnahmen. Über einen Zeitraum von vier bis fünf Jahren wurde die Vorhangziegelfassade in drei Bauabschnitten bis 1999 erneuert, zeitgleich mit kleinen Instandhaltungsarbeiten.


Veränderte sicherheitspolitische Lage in Deutschland: Jahresabrüstungsbericht 2022

Im Deutschen Bundestag in Berlin © Ulrich Stamm
Im Deutschen Bundestag in Berlin © Ulrich Stamm

BERLIN.

Im Jahr 2022 wurden Deutschland und seine Partner weltweit mit einer veränderten sicherheitspolitischen Lage konfrontiert. Der Jahresabrüstungsbericht der Bundesregierung blickt zurück auf das Jahr und stellt fest, dass trotz aller Schwierigkeiten geschlossen reagiert wurde. Die Bewahrung bestehender abrüstungs- und rüstungskontrollpolitischer Bestimmungen und Abkommen stand im Vordergrund, wo möglich wurden diese sogar weiter vorangetrieben.

Die anhaltende völkerrechtswidrige russische Aggression gegen die Ukraine verdeutlicht, dass eine glaubwürdige Abschreckung und Verteidigungsfähigkeit notwendig sind, um die Sicherheit in Europa und weltweit zu gewährleisten. Der Bericht informiert über den Stand der Bemühungen um Rüstungskontrolle, Abrüstung und Nichtverbreitung sowie über die Entwicklung der Streitkräftepotenziale im Jahr 2022. Das Kabinett hat den Bericht beschlossen.

Die destruktive, konfrontative russische Haltung hatte nicht nur unmittelbare Konsequenzen für die ukrainische und europäische Sicherheit, sondern auch auf globaler Ebene Auswirkungen auf die Zusammenarbeit im Bereich Rüstungskontrolle, Abrüstung und Nichtverbreitung. So verhinderte Russland beispielsweise die Annahme eines gemeinsamen Abschlussdokuments auf der Überprüfungskonferenz des Nuklearen Nichtverbreitungsvertrags.

Im Jahr 2022 zeigte sich, dass Rüstungskontrolle unter den veränderten Umständen noch stärker als integraler Teil der Sicherheitspolitik verstanden werden muss. Deutschland hat sich gemeinsam mit seinen NATO-Partnern auf ein neues Strategisches Konzept verständigt, das sich auf die gemeinsame Abschreckung und Bündnisverteidigung konzentriert. Gleichzeitig betont es, dass Rüstungskontrolle, Abrüstung und Nichtverbreitung die zweite Seite der gleichen sicherheitspolitischen Medaille sind. Sie liefern einen entscheidenden Beitrag für Sicherheit und Stabilität.

Deutschland nutzte seine Rolle als Vorsitz der G7, um einen Schwerpunkt auf das Engagement für die Sicherheit und Sicherung der Atomkraftwerke zu legen, die durch den russischen Angriffskrieg gefährdet sind. Die G7 unterstützten dabei die IAEO weiterhin tatkräftig in ihrer Funktion als internationale nukleare Kontrollinstanz. Den parallelen Vorsitz der Globalen Partnerschaft gegen die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen nutzte Deutschland zur Fokussierung auf den Bereich Biosicherheit. Die im Herbst 2022 verabschiedeten „Berliner Handlungslinien“ gehen auf aktuelle Bedrohungen und Risiken ein, wie beispielsweise der mögliche Einsatz von Biowaffen, russische Desinformationskampagnen im Biossicherheitsbereich und die Cybersicherheit.

Trotz schwieriger Verhandlungen konnte im Dezember 2022 eine Arbeitsgruppe zur dringend benötigten Stärkung des Biowaffenübereinkommens eingesetzt werden.


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Deutsches Stabilitätsprogramm beschlossen: Wachstumsstärkung und Inflationsbekämpfung im Fokus

Euro Geldscheine und Münzen - Symbolbild © pixabay.com | geralt
Euro Geldscheine und Münzen - Symbolbild © pixabay.com | geralt

BERLIN.

Die Bundesregierung hat das Deutsche Stabilitätsprogramm 2023 beschlossen. In diesem Programm legt die Regierung ihre Finanzpolitik dar und beschreibt ihre Ziele für die Zukunft. Nach den Ausnahmejahren durch die Corona-Pandemie und den russischen Angriffskrieg will die Regierung zur finanzpolitischen Normalität zurückkehren und langfristig die Handlungsfähigkeit sichern.

Eine wichtige Maßnahme ist die Reduktion der Schulden und eine Erhöhung der Investitionen in Zukunftsinnovationen. Die Bundesregierung schafft außerdem Rahmenbedingungen für Investitionen und Innovationen, um das Wirtschaftswachstum zu erhöhen und den Inflationsdruck angebotsseitig zu mindern.

Die finanzpolitische Ausgangslage ist jedoch schwierig, da die Krisenjahre ihre Spuren hinterlassen haben. Der Krieg gegen die Ukraine, die Energiekrise, die Inflation sowie der Klimawandel und der demografische Wandel stellen große Herausforderungen dar.

Um den gestiegenen Energiekosten entgegenzuwirken, hatte die Bundesregierung Gelder bereitgestellt, um Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen zu entlasten.

Das Deutsche Stabilitätsprogramm 2023 entspricht den Bestimmungen des europäischen Stabilitäts- und Wachstumspaktes. Jedes Jahr legen die EU-Mitgliedsstaaten bis Ende April ihre Stabilitätsprogramme vor. Diese enthalten eine Projektion der gesamtstaatlichen Haushaltsentwicklung und finanzpolitische Kennzahlen. Außerdem werden die wichtigsten finanzpolitischen Maßnahmen erläutert und die Umsetzung der länderspezifischen Empfehlungen der EU beschrieben.

Die Bundesregierung will langfristig die finanzpolitische Handlungsfähigkeit sichern und Schulden reduzieren. Gleichzeitig setzt sie auf Investitionen und Innovationen, um das Wirtschaftswachstum zu erhöhen und den Inflationsdruck zu mindern. Die schwierige finanzpolitische Ausgangslage erfordert jedoch eine sorgfältige Planung und Umsetzung der Maßnahmen. Das Deutsche Stabilitätsprogramm 2023 stellt dabei einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung dar.


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FIDLOCK x enercity Leinewelle: Neue Surfattraktion in Hannover

Leinewelle © Fidlock
Leinewelle © Fidlock

Eröffnung der Leinewelle am 28. April 2023

HANNOVER.

Die Stadt Hannover hat ab dem 28. April 2023 eine neue Surfattraktion zu bieten – die enercity Leinewelle.

Mit einer Fläche von rund 200 Quadratmetern und einer Wassertiefe von etwa 1,50 Metern bietet die stehende Welle Surfern, Kajakfahrern und Stand-up-Paddlern eine neue Möglichkeit, ihre Sportart mitten in der Stadt auszuüben. Die Leinewelle ist Teil eines Projekts, das sich zum Ziel gesetzt hat, den Fluss als Freizeit- und Erholungsraum zu etablieren und zu nutzen.

FIDLOCK Dry Bag HERMETIC © FIDLOCK / Sascha Wolters
FIDLOCK Dry Bag HERMETIC © FIDLOCK / Sascha Wolters

FIDLOCK, ein in Hannover ansässiges Unternehmen, unterstützt das Projekt und bietet Wassersportlern mit der HERMETIC dry bag das ideale Produkt, um ihre persönlichen Gegenstände einfach und wasserdicht aufzubewahren. Die Taschen können auf der Website des Unternehmens in der Kategorie HERMETIC erworben werden.

Die Eröffnung der Leinewelle wird feierlich begangen. Nach der offiziellen Eröffnung am 28. April durch den Oberbürgermeister Belit Onay findet am 29. und 30. April die Deutsche RapidSurf Meisterschaft statt.

Das ganze Wochenende über begeistertet ein buntes Rahmenprogramm mit Musik, Spiel & Spaß Groß und Klein. Die Gäste können sich selbstverständlich auch gerne direkt ins kühle Nass stürzen und die Welle am 1. Mai selbst testen.

Der Initiator des Projekts, Heiko Heybey, zeigt sich über die Eröffnung der Leinewelle sehr erfreut: „Es ist ein wirklich unbeschreibliches Gefühl nach 10 Jahren und sehr vielen ehrenamtlichen Arbeitsstunden, endlich auf der enercity leinewelle zu surfen. Wir sind stolz, dass wir unserer Heimatstadt hier ein Highlight schenken konnten, welches das Stadtbild, das Lebensgefühl der Stadt positiv verändert.“

Das Projekt stärkt nicht nur den Stellenwert des Flusses als Erholungs- und Freizeitraum in der Stadt, sondern bietet auch eine neue Freizeitmöglichkeit für sportbegeisterte Hannoveranerinnen und Hannoveraner. Der Verein plant in den nächsten Jahren, das Angebot weiter auszubauen und der Bürgerschaft, Stadt sowie Region viele unvergessliche Momente zu schenken.

Mit enercity, der Sparkasse Hannover, Gundlach und dem Universitätssportclub hat der Verein bereits perfekte, lokal verwurzelte Partner gefunden, welche das Potential erkannt und das Projekt mit Rat, Tat und finanzieller Hilfe unterstützen.

Insgesamt trägt die enercity Leinewelle dazu bei, dass Hannover noch attraktiver für Einheimische und Touristen wird und zeigt, dass der Fluss als Freizeit- und Erholungsraum eine wichtige Rolle in der Stadt spielen kann.


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Ulrich Stamm – Professionelle Fotografie für Business | Presse | Privat

Rentnerinnen und Rentner bekommen mehr Geld

Rentnerin
Rentnerinnen und Rentner bekommen ab dem 1. uli 2023 mehr Geld - Symbolfoto © Ulrich Stamm

Erfreuliche Nachrichten: Ab 1. Juli 2023 steigen die Renten

BERLIN.

Ab dem 1. Juli 2023 erhalten etwa 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland eine Erhöhung ihrer Renten um 4,39 Prozent im Westen und 5,86 Prozent im Osten. Darüber hinaus gilt nun in Ost und West ein gleich hoher aktueller Rentenwert – ein Jahr früher als gesetzlich vorgesehen. Diese erfreulichen Nachrichten gab das Kabinett bekannt.

Die Rentenangleichung in Ost und West wurde bereits seit dem 1. Juli 2018 abgebaut. Die ursprünglich für den 1. Juli 2024 geplante Angleichung wird nun ein Jahr früher erreicht. Der Rentenwert beträgt dann einheitlich 37,60 Euro.

Die Erhöhung der Renten erfolgt aufgrund der steigenden Löhne und des starken Arbeitsmarktes in Deutschland. Ein Rentner aus den alten Bundesländern, der bisher eine Rente von 1.000 Euro erhalten hat, wird zukünftig 1.043,90 Euro bekommen. Eine Person aus den neuen Bundesländern erhält sogar eine gleich hohe Rente von 1.058,86 Euro.

Auch für Landwirtinnen und Landwirte gibt es Veränderungen bei den Rentenbezügen. Der allgemeine Rentenwert im Westen beträgt 17,36 Euro, im Osten 17,33 Euro.

Damit die Menschen auch in Zukunft auf eine gute Altersvorsorge vertrauen können, möchte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil die gesetzliche Rente langfristig stabilisieren. Bis zum Jahr 2025 darf das Rentenniveau nicht unter 48 Prozent sinken. Eine Niveauschutzklausel soll dies sicherstellen. Für 2023 beträgt das Rentenniveau aufgrund der guten Lohnentwicklung 48,15 Prozent. Damit wird die Haltelinie von 48 Prozent eingehalten und die Niveauschutzklausel greift nicht.

Der aktuelle Rentenwert ist der Betrag, der der monatlichen Rente entspricht, wenn jemand ein Jahr lang durchschnittlich verdient und dafür Rentenbeiträge gezahlt hat. Die Bundesregierung legt ihn mit Zustimmung des Bundesrates jeweils zum 1. Juli eines Jahres fest. Dadurch wird die Rente an die Veränderung der Löhne und Gehälter angepasst.

Die Rentenerhöhung und die Angleichung des Rentenwerts sind positive Entwicklungen für Rentnerinnen und Rentner in Deutschland. Dank der guten Lohnentwicklung bleibt das Rentenniveau stabil und sichert so eine gute Altersvorsorge für die Zukunft.


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Börsennachrichten und Wirtschaftsnews vom 26. April 2023

Indizes vom 25.04.2023 © finanzen.net
Indizes vom 25.04.2023 © finanzen.net

Marktberichte der Börse Frankfurt

FRANKFURT/MAIN.

Die meisten europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag erneut leicht nachgegeben. Die verhaltene Entwicklung vom Wochenstart setzte sich fort. Zahlreich vorgelegte Quartalsberichte führten bei Einzelwerten unterdessen zu stärkeren Kursausschlägen. Dem Schweizer Leitindex verhalf dies zu einem freundlichen Börsenschluss.

Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) gab um 0,54 Prozent auf 4377,85 Punkte nach. Für den französischen CAC 40 ging es um 0,56 Prozent auf 7531,61 Punkte nach unten. Der britische FTSE 100 verlor 0,27 Prozent auf 7891,13 Zähler. Der SMI dagegen schloss mit 0,40 Prozent im Plus auf 11 513,12 Punkte.

Die gemischt ausgefallenen US-Konjunkturdaten lieferten keine Impulse und auch die zahlreichen Quartalsberichte jenseits des Atlantiks bewegten die Kurse in Europa nicht sonderlich.

Die Anleger warten vor allem auf die Berichte von Technologieschwergewichten wie Microsoft und Alphabet (Alphabet A (ex Google)), die nach dem Börsenschluss an der Wall Street ihre Zahlen vorlegen. Am Mittwoch folgt dann die Facebook- und Instagram-Mutter Meta (Meta Platforms (ex Facebook)) sowie Amazon und Intel am Donnerstag.

„Jedes dieser Unternehmen hat bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass seine Nachrichten deutliche Auswirkungen auch auf den Gesamtmarkt haben können“, merkte Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets dazu an.

Akzente für die einzelnen Branchen Europas setzten Quartalsberichte. So stützten Zahlen von Nestlé den Sektor der Nahrungsmittel-Unternehmen. Daran konnte auch das Ausbleiben positiver Überraschungen bei AB Foods (Associated British Foods) nur wenig ändern, deren Aktien um 4,2 Prozent nachgaben. Dem Lebensmittelkonzern Nestle (Nestlé) dagegen gelang es, den Absatzrückgang auch im ersten Quartal mehr als zu kompensieren. Die Aktie zog um 0,8 Prozent an.

Der Pharmasektor profitierte ebenfalls von guten Nachrichten aus der Schweiz. Novartis wurde nach einem unerwartet starken ersten Quartal optimistischer für Gesamtjahr, was der Aktie ein Plus von vier Prozent und auch den Spitzenplatz im SMI bescherte. Der Schweizer Industriekonzern ABB (ABB (Asea Brown Boveri)) überzeugte ebenfalls mit seinem Auftaktquartal 2023, was dem Papier zu einem Kursplus von 3,5 Prozent verhalf.

Doch nicht alle Unternehmen aus der Schweiz glänzten mit ihren Zahlen. Die Großbank UBS verdiente im ersten Quartal deutlich weniger als im Vorjahreszeitraum. Grund war vor allem eine hohe Rückstellung für einen Rechtsfall in den USA. Die Aktie sank um 2,2 Prozent.

Zusätzlich war auch Banco Santander mit minus 6,0 Prozent für die Schwäche des Bankensektors verantwortlich. Ein enttäuschendes Ergebnis in Brasilien sowie im Quartalsvergleich sinkende Einlagen in Spanien hatten der Großbank das erste Quartal verdorben. Für negative Stimmung sorgte außerdem, dass Kunden der im Zuge der US-Bankenkrise in die Schieflage geratenen amerikanischen Regionalbank First Republic Bank in den ersten drei Monaten des Jahres mehr Gelder abgezogen hatten als erwartet.

Das alles belastete auch andere Bankwerte. BBVA und BNP büßten etwa 2,4 Prozent ein, ING (ING Group) und UniCredit gaben um 2,7 Prozent nach. Noch schwächer als die Bankaktien zeigten sich nur die Rohstoffwerte. Neben Konjunktursorgen drückten auch enttäuschende Aussagen von Anglo American zur Kupferproduktion den Sektor um 3,0 Prozent. Die Aktien des Bergbauunternehmens selbst büßten 3,4 Prozent ein.

(Quelle: finanzen.net)

Polizei Nachrichten aus Hannover vom 25. April 2023

Polizeifahrzeug mit telefonierender Polizistin - Symbolfoto für Polizeieinsatz
Polizeieinsatz - Symbolfoto © Ulrich Stamm

HANNOVER.

Landesstraße (L) 191: 57-Jähriger bei Unfall tödlich verletzt – Wer kann Hinweise geben?

Am Dienstag, 25.04.2023, ist ein 57-jähriger Mann mit seinem Wagen von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen einen Baum gefahren. Der Fahrer verstarb wenig später im Krankenhaus.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover befuhr der 57-Jährige gegen 07:40 Uhr mit seinem Renault Scenic die L 191 von Empede aus kommend in Richtung Neustadt. Nach einer Rechtskurve kam der Neustädter aus bislang ungeklärter Ursache mit seinem Fahrzeug nach links von der Fahrbahn ab, geriet ohne Gefährdung anderer in den Gegenverkehr und prallte gegen einen Baum. Der Fahrer wurde unter Reanimationsmaßnahmen ins Krankenhaus gebracht, wo er wenig später verstarb. Für die Rettungsmaßnahmen und die Unfallaufnahme war die L 191 bis etwa 09:15 Uhr gesperrt. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf etwa 4500 Euro.

Zeugen, die Hinweise zum Unfallgeschehen geben können, werden gebeten, sich beim Verkehrsunfalldienst Hannover unter der Rufnummer 0511 109-1888 zu melden.


Raubüberfall im Stadtgebiet Hannover – Zeugen und Tatort gesucht

Am Donnerstagabend, 20.04.2023 wurden zwei junge Männer im Stadtgebiet Hannover durch bislang unbekannte Täter ausgeraubt. Die Polizei sucht Zeugen, die Angaben zur Tatörtlichkeit und zu den beiden Angreifern machen können. Insbesondere wird ein Mann gesucht, der einem der jungen Männer seine Hilfe anbot.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizeiinspektion Hannover ereignete sich der Raub gegen 21:30 Uhr. Ein 19- und ein 22-Jähriger waren im Stadtgebiet von Hannover unterwegs. Auf einer Grünfläche in der Nähe eines Kiosks sprühten zwei bislang unbekannte Täter die beiden Männer aus Sulingen zunächst mit Pfefferspray ein. Anschließend schlugen die Unbekannten den 19-Jährigen und raubten schließlich seine schwarze Geldbörse und sein iPhone 13 „Pro Max“ in schwarz. Nach dem Überfall flohen die Täter in unbekannte Richtung. Die jungen Männer erlitten leichte Verletzungen. Ein Anwohner wurde auf den verletzten 22-Jährigen aufmerksam, nachdem dieser losgelaufen war um Hilfe zu holen. Der Mann bot ihm an, seine Augen bei ihm zu Hause auszuwaschen. Eine genaue Eingrenzung des Tatortes ist nach jetzigem Ermittlungsstand nicht möglich. Die entsprechenden Nachforschungen dauern an.

Der erste Täter ist circa 20 bis 25 Jahre alt und etwa 1,75 Meter groß. Er hat kurze schwarze Haare mit Geheimratsecken und trägt einen Bart. Zum Tatzeitpunkt war er mit einem dunklen Kapuzenpullover bekleidet. Sein Kompagnon ist in etwa gleichaltrig und ebenfalls circa 1,75 Meter groß. Er war mit einer dunklen Jacke der Marke „Wellensteyn“ mit einem gelben Emblem auf dem linken Oberarm bekleidet.

Die Polizei ermittelt wegen des schweren Raubes und sucht Zeugen des Vorfalls. Wer hat den Raub mitbekommen? Wer kann Angaben zu den Tätern und zum Tatort machen? Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-2717 zu melden.


Zwei Jugendliche nach Brandstiftungen in Seelze-Letter gefasst

In der Nacht von Samstag zu Sonntag, 23.04.2023, stand im Bereich Seelze-Letter der Keller eines Mehrfamilienhauses in Flammen. In unmittelbarer Nähe wurden weitere Feuer gelegt. Im Rahmen einer Fahndung nahm die Polizei zwei Jugendliche wegen dringenden Tatverdachtes vorläufig fest. Die Ermittlungen unter anderem zu den Hintergründen der Taten dauern an.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Zentralen Kriminaldienstes Hannover wurden die Feuer zwischen 03:00 und 03:30 Uhr im Bereich der Blumestraße, der Gerhart-Hauptmann-Straße und der Straße „Kurzer Kamp“ gelegt. Zunächst meldeten Anwohner gegen 03:25 Uhr in der Blumestraße einen brennenden Altpapiercontainer. Beim Eintreffen der Polizei konnte zudem ein brennender „Gastronomie-Sonnenschirm“ in der Straße „Kurzer Kamp“ festgestellt werden. Circa zehn Minuten später meldeten Anwohner in der Gerhart-Hauptmann-Straße einen in Flammen stehenden Busch. Wiederum zehn Minuten danach gingen Notrufe zu einem brennenden Keller eines Mehrfamilienhauses in der Blumestraße ein. Der Feuerwehr gelang es sämtliche Brände zu löschen. Durch den Kellerbrand wurde eine 51-jährige Anwohnerin leicht verletzt. Der entstandene Sachschaden wird mit circa 5.000 Euro beziffert.

Im Rahmen von sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen und aufgrund detaillierter Personenbeschreibungen, konnte die Polizei zwei Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren vorläufig festnehmen. Durch die Staatsanwaltschaft Hannover wurde eine Blutentnahme angeordnet. Das Ergebnis ist noch ausstehend. Die beiden Jugendlichen wurden im Anschluss ihren Eltern übergeben.

Die Polizei hat Ermittlungen wegen versuchter schwerer Brandstiftung und Sachbeschädigungen durch Feuer eingeleitet. 


Zeugenaufruf: 26-Jähriger in Hannover-Mitte verprügelt und in die Leine geworfen – Wer kann Hinweise geben?

Am Ostermontag, 10.04.2023, ist ein 26-Jähriger mutmaßlich von zwei Männern aus der Innenstadt bis zur Goethebrücke verfolgt, verprügelt und anschließend in die Leine geworfen worden. Er erlitt durch den Angriff schwere Verletzungen. Die Polizei sucht Zeugen.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Zentralen Kriminaldienstes Hannover wollte der 26-Jährige gegen 01:30 Uhr eine Lokalität, im Bereich der Innenstadt besuchen. Mutmaßlich geriet er mit zwei Männern einer Lokalität in Streitigkeiten, woraufhin er bis zur Goethestraße, zur dortigen Brücke verfolgt wurde. An der Brücke holten die Männer ihn ein, diese schlugen auf ihn ein und schubsten ihn im Anschluss, nördlich von der Goethebrücke, in die Leine. Passanten entdeckten den 26-Jährigen und machten eine vorbeifahrende Funkstreifenwagenbesatzung auf den Verletzten aufmerksam. Eine eingeleitete Fahndung nach den Tätern blieb erfolglos. Eine Beschreibung der Täter liegt nicht vor. Der 26-Jährige erlitt durch den Angriff schwere Verletzungen und kam für eine weitere medizinische Behandlung in ein Krankenhaus.

Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Zeugen, die Hinweise zu den Tätern, zum Tatgeschehen oder zu einer Verfolgung geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer 0511 109-5555 zu melden.


Hannover Nachrichten vom 25. April 2023

Twister am Sprengel Museum Hannover © Ulrich Stamm
Twister am Sprengel Museum Hannover © Ulrich Stamm

HANNOVER.

Sprengel Museum Hannover – Skulpturengarten: Mit vereinter Kraft zu neuem Glanz: Millionen für Wiederherstellung des Skulpturengartens samt einer eigens dafür entwickelten Turrell-Skulptur 

Gebündeltes Engagement macht die Wiederherstellung des seit Jahren brachliegenden Skulpturengartens des Sprengel Museum Hannover möglich: Die Staatsministerin der Bundesregierung für Kultur und Medien, Claudia Roth, stellt Fördermittel in Höhe von 641.100 Euro aus dem Programm „Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Deutschland (INK)“ bereit. Geldzusagen der Landeshauptstadt Hannover über 200.000 Euro, dazu ein großzügiges Engagement der Firma Rossmann, die 400.000 Euro spendiert, und des Vereins der Freunde des Sprengel Museum Hannover e.V. (100.000 Euro) bestreiten die andere Hälfte der geschätzten Kosten. Mit den vorhandenen Geldern zur Wiederherstellung hat sich zudem die Hannover Rück Stiftung bereit erklärt, die künstlerische Ausgestaltung des Skulpturengartens zu finanzieren: Angedacht ist ein spektakuläres, eigens für den Außenraum entwickeltes Werk des US-amerikanischen Lichtkünstlers James Turrell. Für den geplanten Sky Space engagiert sich die Hannover Rück Stiftung als Förderin zeitgenössischer Kunst.

GLANZVOLLES 2025 – SPRENGEL MUSEUM HANNOVER RUNDUM ERNEUERT

Nach Kostenschätzung der Landeshauptstadt Hannover von Sommer 2022 müssen für die Wiederherstellung des Skulpturengartens rund 1,3 Millionen Euro aufgebracht werden. Das Ziel ist es, mit diesen Sanierungsarbeiten ebenso wie mit der aktuell laufenden Brandschutzsanierung des Museumgebäudes (Abschluss geplant für Ende 2024) und auch der Realisierung des spektakulären, eigens für den Außenraum entwickelten Werks von James Turrell (Umsetzung geplant bis Mai 2025) gesamthaft im Jahr 2025 abzuschließen. Rechtzeitig zum 25. Jubiläumsjahr der Niki de St. Phalle-Schenkung in 2025 erstrahlt das Sprengel Museum Hannover dann in neuem Glanz.

ENGE ZUSAMMENARBEIT IM BEREICH DER KULTUR

„Dieses erfolgreiche Zusammenspiel zwischen Stadt, Land, Bund und hannoverschen Unternehmen ist ein Meilenstein für unser Sprengel Museum. In 2025 glänzt das Museum dann nicht mehr nur durch Ausstellungen, sondern auch mit einem rundum erneuerten Gebäude, das höchsten musealen Standards entspricht. Wir sind stolz auf unser Sprengel Museum Hannover, wir sind stolz auf das generöse Engagement der hannoverschen Unternehmen und wir danken dem Bund für die Finanzspritze und dem Land Niedersachsen für die Unterstützung“, so Oberbürgermeister Belit Onay.

Falko Mohrs, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, konstatiert: „Das Sprengel Museum Hannover gehört zu den bedeutendsten Museen der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts in Deutschland und Europa. Die Wiederherstellung des Skulpturengartens und die künstlerische Ausgestaltung durch den weltweit herausragenden Künstler Turrell sind großartige Ausblicke auf das Jubiläumsjahr 2025. Für die Unterstützung dieses Leuchtturmprojekts in Niedersachsen gilt allen Förderern höchster Dank.“

Raoul Roßmann, Sprecher der ROSSMANN-Geschäftsführung, sagt: „Das Sprengel Museum ist ein wichtiger Ort für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts und zugleich für die Begegnung von Kunstinteressierten. Der Skulpturengarten ist nun schon seit vielen Jahren für Besucher nicht mehr zugänglich, was ich immer sehr bedauert habe, da es nicht nur die Kunst an sich ist, die Menschen in Museen zieht, sondern auch der Ort, an dem sie gezeigt wird.“

Stefan Becker, Vorsitzender der Freunde des Sprengel Museum Hannover e.V., unterstreicht: „Mit der Sanierung des Skulpturenhofs wird einer der schönsten Orte des Museums endlich wieder nutzbar. Dafür setzen sich die Freunde des Sprengel Museums sehr gerne ein. Wir freuen uns auf inspirierende Kunstbegegnungen hier im Freien.“

SKULPTURENGARTEN MIT LICHTINSTALLATION VON JAMES TURRELL 

Mit den zugesagten Geldern zur Wiederherstellung konnte eine weitere hannoversche Förderin für die künstlerische Ausgestaltung des Skulpturengartens gewonnen werden: Die Hannover Rück Stiftung hat die Finanzierung eines spektakulären Werks des US-amerikanischen Lichtkünstlers James Turrell zugesagt. Das Sprengel Museum Hannover ist schon jetzt im Besitz eines der umfangreichsten Turrell-Ensembles Deutschlands.

Olaf Brock, Vorstandsmitglied Hannover Rück Stiftung: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit einem Skyspace von James Turrell ein weiteres bedeutendes Kunstwerk für Hannover und das Sprengel Museum ermöglichen können. Anders als in der Vergangenheit sollen nicht jedes Jahr einzelne „kleinere“ Kunstpositionen erworben werden, mit unserem Engagement für den Skyspace planen wir eine große Position für das Sprengel Museum zu erwerben, die als „Landmark“ einen ähnlichen Charakter haben wird, wie der bereits vorhandene „Twister“ vor dem Sprengel Museum. James Turrell ist einer der wichtigsten zeitgenössischen Künstler. Bei seinen atmosphärischen Installationen geht es um die sinnliche und geistige Wahrnehmung von Licht. Seine Lichträume sind Kompositionen, die die dem Besucher visuelle und emotionale Erlebnisse bieten. Das Sprengel Museum verfügt bereits über eine große Sammlung früherer Arbeiten von James Turrell, so dass der Skyspace die Sammlung unseres Erachtens sehr gut ergänzen wird. Die Vorarbeiten, gemeinsam mit dem Galeristen von James Turrell, haben bereits begonnen und wir kommen mit den Planungen sehr gut voran. Der Skyspace reflektiert das neue Förderkonzept der Hannover Rück Stiftung, das neben der Förderung der Kunst im Raum Hannover auch Nachhaltigkeitsprojekte umfasst.“

„Eine neue architektonisch-skulpturale Licht-Installation des bedeutendsten Lichtkünstlers der Gegenwart ergänzt die Sammlung des Sprengel Museum Hannover auf ideale Weise“, sagt Dr. Reinhard Spieler, Direktor Sprengel Museum Hannover, der sich freut, „dass sich die schon seit Jahren hocherfreuliche Zusammenarbeit mit der Hannover Rück Stiftung – die unter anderem in der Erwerbung der wunderbaren Twister-Skulptur einen Höhepunkt erlebt hatte – mit der Förderung der Turrell-Arbeit auf ein nächstes Level katapultiert.“


Musik-Dating-App entscheidet über Fortlauf des Konzerts

„Date deine Musik“ – Orchester im Treppenhaus spielt in der Musikschule der Landeshauptstadt Hannover

Das Orchester im Treppenhaus lädt zu „Date deine Musik“-Konzerten ein, bei dem das Benutzen des Handys ausdrücklich erwünscht ist. Die beiden Veranstaltungen in Kooperation mit der Musikschule der Landeshauptstadt am 4. und 5. Mai beginnen jeweils von 20 Uhr in den Räumlichkeiten der Musikschule, Maschstraße 22. Tickets für das Konzert können unter www.treppenhausorchester.de reserviert werden. Die Bezahlung erfolgt nach dem Pay What You Can-Prinzip beim Konzert selbst.

Das Orchester im Treppenhaus zu seinen „Date deine Musik“-Konzerten:

In diesem Konzert ist das Benutzen deines Handys ausdrücklich erwünscht! Schließlich entscheidest du per Klick darüber, wie sich dein zweiter Teil des Abends klanglich weiter gestaltet. Und wer sich hier von wem oder was verführen lässt …

Dein erstes Date an dem Abend gilt einer großen Bandbreite an klassischer Musik, die das Orchester im Treppenhaus für dich spielt. Mit der extra für dieses Konzert entwickelten Musik-Dating-App kannst du dir aus diesem Klangspektrum Lieblingsmomente wählen. So bestimmst du selbst, mit welcher Musik du dich weiter daten willst. In kleinerem Rahmen kommst du unter Gleichgesinnten diesem Sound dann in einem von 8 parallel gespielten Kammermusikkonzerten näher.


Diskussionsveranstaltung zu „Ost-West Perspektiven – Austausch zur Meinungsfreiheit in Europa“ am 4. Mai in der Stadtbibliothek Hannover

Jedes Jahr im Mai greifen die Europawochen aktuelle Themen auf. Parallel, aber unabhängig davon, gibt es seit einigen Jahren die Woche der Meinungsfreiheit, die vom Börsenverein des deutschen Buchhandels initiiert ist. Meinungsfreiheit ist die Grundlage der Demokratie. Pressefreiheit ist der Gradmesser für den Zustand der Demokratie. Das Europäische Informationszentrum Niedersachsen und dieStadtbibliothek Hannover haben beide Themenstränge kombiniert und stellen die Frage: Warum sind verschiedene Perspektiven für Medienschaffende und Abgeordnete von Bedeutung? Am Donnerstag (4. Mai) um 18 Uhr, Stadtbibliothek Hannover, Hildesheimer Str. 12, diskutieren

  • Viola von Cramon, Mitglied des Europäischen Parlaments
  • Adis Ahmetovic, Mitglied des Bundestages
  • Gemma Pörzgen, Chefredakteurin der Ost-West Europäische Perspektiven und Vorstand Reporter ohne Grenzen,

mit einem starken Fokus auf Osteuropa – nicht nur vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine – über Informations- und Meinungsfreiheit, über Entwicklungen in den illiberaler werdenden Demokratien Ungarns und Polens, aber auch über die Sehnsucht anderer Länder im Osten, der europäischen Staatengemeinschaft beizutreten.

Die Teilnahme ist kostenlos, zur besseren Planung bittet die Stadtbibliothek um eine unverbindliche Rückmeldung an bibliothek@hannover-stadt.de.

Durch die Veranstaltung führt Agnes Bührig, Journalistin und freie Autorin. Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es die Gelegenheit, sich bei Kaltgetränken über Europa auszutauschen.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Europäischen Informationszentrums Niedersachsen in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Hannover im Rahmen der Europawochen 2023 und der Woche der Meinungsfreiheit 2023.


Solidarität – Kirchen talken mit Gästen

Oekumenisches Kirchenzelt am 1. Mai 2022 - Insa Becker-Wook, Pressesprecherin des Evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverbandes Hannover im Gespräch mit Regionspräsident Steffen Krach
© Foto/Archiv: Lothar Schulz 2022 – Oekumenisches Kirchenzelt am 1. Mai 2022 - Insa Becker-Wook, Pressesprecherin des Evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverbandes Hannover im Gespräch mit Regionspräsident Steffen Krach

1. Mai im Ökumenischen Kirchenzelt

HANNOVER. „Ungebrochen solidarisch? Die Stadt neu denken“: Das steht im Mittelpunkt des Talks an der Weltkugel am Montag, 1. Mai um 12.30 Uhr im Ökumenischen Kirchenzelt. Beim Fest für Demokratie, das am Tag der Arbeit nach der Kundgebung der Gewerkschaften an der Goseriede gefeiert wird, sind die evangelische und katholische Kirche bereits zum 13. Mal unter einem gemeinsamen (Zelt-)Dach präsent. Die Talk-Gäste der von Insa Becker-Wook, Pressesprecherin des Evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverbandes Hannover moderierten Runde sind:

– Oberbürgermeister Belit Onay, Landeshauptstadt Hannover

– Diakoniepastor Friedhelm Feldkamp, Geschäftsführer Diakonisches Werk

Hannover

– Sabine Gatz, Landesfachbereichsleitung Handel ver.di – Landesbezirk

Niedersachsen-Bremen

– Felizitas Teske, Sprecherin des Dekanatspersonalrats der Katholischen

Kirche in der Region Hannover

Unter dem Motto „Farbenfroh und vielfältig“ ist das Kirchenzelt nicht nur der Ort für die Talkrunde, sondern mit den Mitmachangeboten für Groß und Klein auch ein Ort der Begegnung auf dem Festgelände zum Tag der Arbeit am 1. Mai. Seit 2009 wird der Tag der Arbeit in Hannover zusätzlich als Fest der Demokratie begangen – in Reaktion auf Neonazi-Aufmärsche. Gewerkschaften, Kirchen und BürgerInnengruppen setzen mit diesem Fest gemeinsam ein Zeichen für ein von Respekt und Vielfalt geprägtes gesellschaftliches Miteinander.