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KunstFestSpiele Herrenhausen und Hannover vom 05. bis 21.Mai 2017

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KunstFestSpiele Herrenhausen und Hannover vom 05. bis 21.Mai 2017 Oberbürgermeister Stefan Schostok weist auf die Bedeutung der KunstFestSpiele Herrenhausen für die Stadt Hannover hin (C) Ulrich Stamm
KunstFestSpiele Herrenhausen und Hannover vom 05. bis 21.Mai 2017

Die KunstFestSpiele Herrenhausen erobern mit einem vielfältigen Programm aus Musiktheater, Konzerten, Performances und Lichtinstallationen neue Räume. Intendant Ingo Metzmacher stellt heute das Programm des internationalen Festivals zeitgenössischer Künste vor. Rund 50 Veranstaltungen in Hannovers berühmten Gärten und in der Stadt sind vom 05.-21. Mai 2017 zu sehen.


Ingo Metzmacher, Intendant der KunstFestSpiele Herrenhausen (rechts) stellt das Programm vor (C) Ulrich Stamm

Ingo Metzmacher, Intendant der KunstFestSpiele Herrenhausen (rechts) stellt das Programm vor (C) Ulrich Stamm

Ingo Metzmacher, Intendant der KunstFestSpiele Herrenhausen (rechts) stellt das Programm vor (C) Ulrich Stamm

Der Vorverkauf für alle Veranstaltungen startet am heutigen 19. Januar, online und telefonisch, im Künstlerhaus Hannover und an allen bekannten Vorverkaufsstellen. www.kunstfestspiele.deIn seiner zweiten Ausgabe der KunstFestSpiele Herrenhausen setzt Intendant und Dirigent Ingo Metzmacher die erfolgreiche Neupositionierung und Öffnung des Festivals fort. Insgesamt werden 18 Produktionen, darunter sechs deutsche Erstaufführungen und Neuinszenierungen für Herrenhausen, aus verschiedenen künstlerischen Genres wie Musiktheater, Performance, Konzert und Installation in zwei Festivalwochen gezeigt. Im Spiegelzelt, dem Festivalzentrum der KunstFestSpiele, wird es nach 2016 erneut ein Aufeinandertreffen von Clubprogramm mit Kunst und Kulinarik geben.Im Mittelpunkt der KunstFestSpiele Herrenhausen stehen die eindrucksvollen Räume in Herrenhausen – die Galerie und die Orangerie, der barocke Große Garten und das frisch renovierte Arne-Jacobsen-Foyer. Neue Aufführungsorte in der Stadt, darunter der im englischen Stil angelegte öffentliche Georgengarten, das Transporterwerk von Volkswagen Nutzfahrzeuge, das Capitol und das Kulturzentrum Pavillon erweitern das Spektrum.Ingo Metzmacher, Intendant der KunstFestSpiele Herrenhausen: „Wir erschließen mit den KunstFestSpielen neue Räume – rein geografisch aber vor allem auch in unseren Vorstellungs- und Erfahrungswelten. Das Publikum laden wir herzlich ein, an einer künstlerischen Expedition teilzunehmen, deren Grundton die Musik angibt, die aber ebenso ins Visuelle, in die Bewegung und zum Spiel führt. Das große Finale erleben wir dann alle gemeinsam mit Surrogate Cities im Transporterwerk von Volkswagen Nutzfahrzeuge.“Stefan Schostok, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover: „Ingo Metzmacher begeistert mit seiner Leidenschaft und seiner künstlerischen Kompetenz ein großes Publikum. Das haben wir in seiner ersten Festivalausgabe im vergangenen Jahr mehrfach erleben können. Im Mai erwartet uns erneut ein einzigartiges Programm mit bemerkenswerten Aufführungen. Wir sind sehr gespannt auf das Aufeinandertreffen von Kunst, Kultur und Wirtschaft zum Konzert Surrogate Cities im Transporterwerk von Volkswagen Nutzfahrzeuge oder auf das Performanceprojekt Maibaum im Georgengarten, das für alle BürgerInnen der Stadt frei zu erleben sein wird. Der Große Garten mit Orangerie und Galerie hat viele Geschichten geschrieben, die überregionale Bedeutung haben, die KunstFestSpiele gehören bereits dazu. Es sind die KunstFestSpiele aller HannoveranerInnen und sie werden als überregionales Ereignis Menschen auch über die Grenzen Hannovers in unsere Stadt bringen.“Höhepunkt des diesjährigen Festivals wird am 21. Mai das bereits im November angekündigte „Konzert im Werk“. In der 3.900 qm großen Gleisfeldhalle des hannoverschen Transporterwerks von Volkswagen Nutzfahrzeuge bringen Ingo Metzmacher und das Ensemble Modern Orchestra den symphonischen Orchester-Zyklus Surrogate Cities von Heiner Goebbels zur Aufführung. Heiner Goebbels' Grammy-nominiertes, siebenteiliges Orchesterwerk (uraufgeführt 1994) kommt zum ersten Mal nach Hannover. Die Gleisfeldhalle, wo noch bis Freitagnachmittag die Güterzüge, LKW und Gabelstapler Material für die Produktion anliefern, wird für die Dauer eines Wochenendes in einen außergewöhnlichen Konzertort mit mehr als 1.400 Sitzplätzen verwandelt.Das Eröffnungskonzert der KunstFestSpiele 2017 wird mit Mark-Anthony Turnages Komposition Blood on the Floor erstmals im Kulturzentrum Pavillon stattfinden. Unter der Leitung von Ingo Metzmacher spielen das Ensemble Musikfabrik und ein hochrangiges Quartett britischer Jazzmusiker das von der Malerei Francis Bacons inspirierte Stück. Seine jazzigen Lyrismen und schrillen Ausbrüche reflektieren städtische Subkulturen und Milieus und finden so am Raschplatz als einem sozialen Knotenpunkt der Stadt ihren passenden Aufführungsort.Die KunstFestSpiele beginnen bereits zuvor mit einem dreitägigen Prolog, der am 1. Maifeiertag seinen Auftakt im für alle frei zugänglichen Georgengarten nimmt. Das Publikum kann dem spanischen Choreografen Jordi Galí bei seiner Performance Maibaum zuschauen, in der innerhalb von drei Stunden eine rund 12 m hohe temporäre und begehbare Skulptur errichtet wird.Ein weiteres Großereignis außerhalb Herrenhausens folgt gleich am Eröffnungswochenende. Im Capitol am Schwarzen Bär bringen die KunstFestSpiele mit stargaze presents: spitting chamber music unter der musikalischen Leitung von André de Ridder ein grenzüberschreitendes Konzert auf die Bühne, in dem Hip-Hop-Künstler wie Käptn Peng in Echtzeit auf neueste klassische Musik mit traditionellen Instrumenten stoßen.Ebenfalls am Eröffnungswochenende ist ein außergewöhnliches Festival-Doppel in Galerie und Orangerie zu erleben. Direkt im Anschluss an die Musiktheater-Installation Das Stereoskop der Einzelgänger des Kammerensemble Neue Musik Berlin in der Galerie Herrenhausen werden Marcus Schmickler und Corinna Belz die musikalisch-filmische Arbeit Richters Patterns nach einer Idee von Gerhard Richter präsentieren, die bei den KunstFestSpielen erstmals als raumspezifische Installation zu sehen sein wird. Beide Formate nähern sich der Bildenden Kunst und geben den Zuschauern die Möglichkeit, Positionen und Blickwinkel zu wechseln, wie im Museum.Drei Konzerte von international renommierten Solisten gehören zum Programm 2017: Der preisgekrönte russische Pianist Alexander Melnikov spielt einen nur selten zu hörenden Schostakowitsch-Zyklus, der katalanische Gambist und Dirigent Jordi Savall präsentiert Musik der englischen Renaissance mit seinem Ensemble Hespèrion XXI und der französische Cellist Jean-Guihen Queyras spielt an nur einem Abend alle Sechs Suiten von Johann Sebastian Bach und leitet sie jeweils mit einem neuen Stück ein, das er für diesen Zweck komponieren ließ.Der weltweit erfolgreiche Komponist, Librettist, Filmer und Regisseur Michel van der Aa bringt seine jüngste, von der englischen Presse begeistert besprochene Kammeroper Blank Out als deutsche Erstaufführung in die Orangerie Herrenhausen. Die solistische Tour de Force der Sopranistin Katherine Manley wird durch einen interaktiven 3D-Film mit ihrem männlichen Counterpart und durch live eingespielte elektronische Musik begleitet.Im Bereich Theater/Performance stehen außerdem drei Produktionen mit politischem Akzent auf dem Programm, die wie das Festival-Doppel und die Installationen den Platz des Publikums in den Aufführungen neu definieren. Das Berliner Theaterkollektiv machina eX übersetzt Computerspiele von der virtuellen in die physische Welt des Theaters. In ihrem neuen Stück Lessons of Leaking wird sich das Publikum damit auseinandersetzen, ob die Bundesrepublik den Staatenbund der EU verlassen soll oder nicht. Hofmann&Lindholm fordern in hiding piece das Publikum zur Wahrung der eigenen Sicherheit zum Verschwinden in Schränken auf und die Antwerpener Theatergruppe BERLIN ermöglicht in Perhaps all the Dragons an mehreren Terminen 30 Zuschauern in den Dialog mit unterschiedlichen virtuellen Geschichtenerzählern zu treten.Die griechische Tänzerin und Choreografin Lia Tsolaki thematisiert in ihrer Tanzperformance Flux Geschlechterrollen und trennt gleich zu Beginn weibliche und männliche Zuschauer. Das hochmusikalische Tanzstück Gold des französischen Choreografen Emanuel Gat ist eine Hommage an Glenn Gould. Dabei nimmt Gat die von Gould 1981 eingespielten Bachschen Goldberg-Variationen zum Ausgangspunkt und montiert sie mit dessen Radioarbeit The Quiet in the Land.Mit Painting the Night von Victoria Coeln im Großen Garten und Revolving Realities Redux von Marcus Schmickler & Carsten Goertz im Arne-Jacobsen-Foyer erstrahlen zwei großformatige Lichtinstallationen während der gesamten Laufzeit des Festivals. Klang und Licht füllen bei Revolving Realities Redux den gläsernen Raum des Arne-Jacobsen-Foyers, inspiriert vom leidenschaftlichen Interesse Gottfried Wilhelm Leibniz’ an seinerzeit entwickelten Hohlspiegeln, die er als Beleuchtungsmedium für Illuminationen im Großen Garten nutzen wollte.Das Spiegelzelt zwischen Ehrenhof und Orangerie wird nach dem großen Erfolg 2016 erneut zum lebendigen Festivalzentrum. Hier können die Akteure des Festivals und das Publikum in entspannter Atmosphäre aufeinander zugehen. Offenheit und Vielfalt sind Prinzip des Spiegelzelts.Die freitagsküche aus Frankfurt begleitet erneut alle Mitwirkenden sowie Festivalbesucher und Gartenflaneure kulinarisch und künstlerisch, nach ausgewählten Vorstellungen lädt sie zum freitagsküchen-dinner gemeinsam mit den künstlerischen Teams. Feinkost Lampe, der „Laden für Raumklangpflege“ in Hannover-Linden, kuratiert auch 2017 das Club- und Konzertprogramm. Unter anderen treten hier bei freiem Eintritt Qeaux Qeaux Joans, das Weilheim Trio Saroos, Manu Delago und Marina Baranova mit Damian Marhulets auf.Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren werden in der Akademie der Spiele zu Kultur-Komplizen. Sechs von Künstlern geleitete Workshops, die sich an unterschiedliche Altersgruppen und Interessen richten, stehen in direktem Bezug zu den Veranstaltungen des Festivals. Am 21. Mai besuchen alle Teilnehmenden die Aufführung von Surrogate Cities (Details zur Anmeldung siehe hier).Das Herrenhäuser Gespräch zu den KunstFestSpielen im Auditorium des Schloss Herrenhausen, veranstaltet in Kooperation mit der VolkswagenStiftung und NDR Kultur, widmet sich der Kunst im Digitalen und dem Digitalen in der Kunst.Neu in 2017 ist die Verlosung von FlatrateFestival-Pässen (FF-Pässe), die insgesamt 30 Studierenden, Auszubildenden und FSJlern den kostenfreien Zugang zu allen verfügbaren Veranstaltungen der KunstFestSpiele ermöglicht. Weiterhin gilt darüber hinaus der 50% Rabatt für junge Menschen (Details siehe hier).


Ingo Metzmacher, Intendant der KunstFestSpiele Herrenhausen (rechts) stellt das Programm vor (C) Ulrich Stamm

Ingo Metzmacher, Intendant der KunstFestSpiele Herrenhausen (rechts) stellt das Programm vor (C) Ulrich Stamm

Ingo Metzmacher, Intendant der KunstFestSpiele Herrenhausen (rechts) stellt das Programm vor (C) Ulrich Stamm

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