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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 1.August 2020

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Hannover - Luftbild (C) Ulrich Stamm Hannover - Luftbild (C) Ulrich Stamm

HANNOVER.

„Charlys Brücke“ gesperrt

Die Geh- und Radwegbrücke über die DB-Strecke im Verlauf der Straße Holzrehre ist ab Montag (3. August) für voraussichtlich vier Wochen gesperrt. Die auch unter dem Namen „Charlys Brücke“ bekannte Brücke verbindet die Stadtteile Davenstedt und Limmer. Grund für die Sperrung sind Schäden im Fahrbahnbelag, die beseitigt werden müssen. Es handelt sich hierbei um Gewährleistungsmängel an dem 2018 neu errichteten Bauwerk, die von der Baufirma erbracht werden müssen.

Der Fuß- und Radwegverkehr wird in der Zeit der Sperrung über die nahe gelegene Brücke „Am Eichenbrink“ (K 51) umgeleitet. Der Kfz-Verkehr auf der Carlo-Schmid-Allee sowie die Güterbahnverbindung der Deutschen Bahn sind von der Vollsperrung nicht betroffen.

 

Mergelgrube HPC I in Hannover-Misburg erneut als Projekt der „UN-Dekade Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet

Das Projekt „Sekundäre Natur in der Mergelgrube Misburg“ der Landeshauptstadt Hannover kann sich für zwei weitere Jahre über die Auszeichnung als „Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ freuen. Nachdem der Titel im Jahr 2018 erstmals an das Projekt verliehen wurde, war nun eine Wiederbewerbung erfolgreich.

 

Weiterführung des Projektes seit der ersten Auszeichnung 2018

Um die wertvollen Lebensräume in der Mergelgrube HPC I weiter und nachhaltig zu sichern, ist die Landeshauptstadt Hannover eine neue Kooperation mit dem NABU Niedersachsen eingegangen. Bis 2026 sollen, im Rahmen des EU-LIFE-Projektes BOVAR, neue Kleingewässer für den gefährdeten Kammmolch angelegt und Pflegemaßnahmen zum Erhalt der wertvollen offenen Mergelbereiche durchgeführt werden. In den ersten beiden Projektjahren 2018 und 2019 wurde zunächst mit einem Monitoring der Amphibienpopulation im Gebiet begonnen. Basierend auf diesen Erkenntnissen sollen, ab Herbst 2020, die ersten Maßnahmen umgesetzt werden. Es sollen Teilflächen von Büschen befreit und neue Kleingewässer angelegt werden. Aus den anfallenden Gehölzresten sollen zusätzliche Versteckplätze und geeignete Winterquartiere für die Amphibien angelegt werden.

 „Die Zusammenarbeit mit dem NABU ermöglicht einen noch umfangreicheren Schutz der biologischen Vielfalt in dem Gebiet, weil die bisherigen Naturschutzmaßnahmen der Landeshauptstadt Hannover sinnvoll ergänzt werden“, betont Ulrich Prote, Leiter des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün.

 

Tafel informiert über Entwicklung

Im Jahr 2019 wurde zudem eine Informationstafel über die Mergelgrube an der Aussichtskanzel installiert. Die Tafel informiert über die „Entstehungsgeschichte vom Mergelabbau zum Naturschutzgebiet“ und gibt Aufschluss über den Wert der biologischen Vielfalt im Gebiet. Damit ergänzt die Tafel den bereits vorhandenen Informationsflyer über die Mergelgrube und ermöglicht eine noch bessere Wissensvermittlung vor Ort. Diese zusätzlichen Aktivitäten fanden nun, mit der Wiederauszeichnung als „Projekt der UN-Dekade biologische Vielfalt“, eine bundesweite Anerkennung.

Wenn die Corona-Lage es wieder zulässt, sollen spätestens im kommenden Jahr im Rahmen des Führungsprogramms „Grünes Hannover“ weitere Führungen angeboten werden.

 

HPC I - vom Mergelabbau zum Naturschutzgebiet

Seit 1970 wird in der Mergelgrube „Hannover Portland Cement I“ (HPC I) kein Mergelabbau mehr betrieben. Dennoch laufen noch heute die Pumpen, die eine Flutung der Grube durch das Grundwasser verhindern sollen - und das mit großem Erfolg:  

In Zusammenarbeit der Landeshauptstadt Hannover und der Zementindustrie wurde aus der ehemaligen Mergelabbaugrube ein einzigartiger Lebensraum geschaffen und der Erhalt dauerhaft gesichert. Die Mergelgrube HPC I stellt heute besonderes ökologisches Refugium in Hannover dar. Bisherige Kartierungen belegen das Vorkommen von etwa 180 unterschiedlichen Pflanzenarten. Viele Arten davon sind gefährdet, so zum Beispiel mehrere Orchideenarten wie das „Fleischfarbene Knabenkraut“ oder die „Echte Sumpfwurz“. Auch für die Tierwelt bietet die Mergelgrube wertvolle Lebensräume. Bei den Amphibien ist das Vorkommen des gefährdeten Kammmolches, bei den Vögeln ist der Bruterfolg des Uhus einer besonderen Erwähnung wert.

Diese Artenvielfalt in der HPC I ist aber nicht nur dem fortlaufenden Abpumpen des Wassers zu verdanken, sondern auch den vielen Naturschutzmaßnahmen. Besonders wichtig sind dabei die fortwährenden Pflegemaßnahmen auf der Grubensohle, um insbesondere dem Aufwachsen von Gehölzen entgegenzuwirken.

Die Besonderheit der Mergelgrube HPC I hat im Jahr 2016 zur Unterschutzstellung als Naturschutzgebiet geführt. Zudem genießt sie den Schutz der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie (FFH-Gebiet) und ist Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000.

 

Die „UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011–2020“

Die deutsche „UN-Dekade Biologische Vielfalt“ startete offiziell am 8. November 2011. Sie wird im Auftrag von und in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesumweltministerium (BMU) und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) von der Geschäftsstelle der UN-Dekade umgesetzt. Zentrales Instrument ist der Wettbewerb für UN-Dekade-Projekte. Gute Beispiele sollen als Vorbild dienen. Aus diesem Grund zeichnet die UN-Dekade Projekte aus, die sich in besonderer Weise für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzen. Die Auszeichnung wird für einen Zeitraum von zwei Jahren an Projekte verliehen. Voraussetzung für eine erfolgreiche Wiederauszeichnung ist, dass ein Projekt noch aktiv ist und positiv weiterentwickelt wurde.

 

Einfluss von Reparaturarbeiten an Mittellandkanalbrücke auf Autobahnabfahrt Stelinger Straße

An der Brücke über den Mittellandkanal im Verlauf der Stelinger Straße werden von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes zurzeit Reparaturarbeiten durchgeführt.Ab Montag, 3. August, bis Sonnabend, 15. August, muss die Brücke dafür nachts von (jeweils 21 Uhr bis 5.30 Uhr) für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt werden. Fußgänger*innen sowie Rad- und Mofafahrer*innen können die Brücke weiterhin nutzen.

Mit Kraftfahrzeugen gelangt man von der Autobahnausfahrt Stelinger Straße nur in Richtung Schwarze Heide. Für die Fahrt nach Stöcken ist nach Abfahrt der A2 die B6 zu nutzen. Die Umleitungen werden entsprechend beschildert. Mit Behinderungen ist zu rechnen.

 

Die Fahrbibliothek fährt im August nicht

Krankheitsbedingt können die im Fahrplan vorgesehenen Haltestellen im Stadtgebiet Hannover von Montag (10. August) bis einschließlich Mittwoch (26. August) nicht durch die Fahrbibliothek bedient werden. Für Medien mit Rückgabedatum innerhalb dieses Zeitraums wird die Ausleihfrist auf den 10. September verlängert. Darüber hinaus können ausgeliehene Medien in jeder Stadtteilbibliothek oder in der Zentralbibliothek abgegeben werden.

Damit entfällt im August auch der seit dem 18. Mai unter den coronabedingten Abstands- und Hygieneregeln bestehende Bestell- und Abholservice zum gewünschten Termin an die jeweilige Haltestelle. Als modifiziertes Angebot steht den Kund*innen ein Bestellservice mit Selbstabholung in einer der 18 Einrichtungen der Stadtbibliothek Hannover zur Verfügung. Hierzu melden die Kund*innen wie gewohnt ihre Medienwünsche sowie Fragen telefonisch unter 168-46564 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Ab Donnerstag (27. August), rechtzeitig zum Schulstart, fährt die Fahrbibliothek dann wieder nach dem gültigen Fahrplan.

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