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Dienstag, 27 November 2018 22:44

Werkstattbrand in der Marie-Jahn-Straße

HANNOVER. Am Dienstagabend brannte eine Autowerkstatt im Stadtteil List völlig aus. Ein Übergreifen auf die Nachbargebäude konnte verhindert werden. Mehrere PKW wurden durch das Feuer zerstört. Verletzt wurde niemand.

Gegen 20:40 Uhr meldeten Anwohner aus der weit entfernten Gorch-Fock-Straße eine Rauchentwicklung und Feuerschein aus dem Bereich Gertrud-Greising Weg. Als kurze Zeit später der Löschzug an der Einsatzstelle eintraf, brannte eine ca. 200m² große eingeschossige Werkstatthalle bereits in voller Ausdehnung. Die meterhohen Flammen schlugen aus den Werkstatttoren und drohten auf das Nachbargebäude und die davor geparkten Autos überzugreifen. Umgehend wurden weitere Einsatzkräfte nachgefordert.

Mit einem massiven Wasserangriff über mehrere handgeführte Rohre, der Drehleiter und einem Wasserwerfer bekämpften die Einsatztrupps den Brand. Die benötigten Löschwassermengen mussten aus dem nahe liegenden Mittellandkanal und den umliegenden Hydranten teilweise über mehrere hundert Meter an die Einsatzstelle herangeführt werden. Ein Übergreifen auf die benachbarte Halle konnte verhindert werden. Jedoch wurden vor der Nachbarhalle neun abgestellte Autos durch die Hitze zum Teil stark beschädigt.

Innerhalb der KFZ Werkstatt brannte zwischen den Arbeitsbühnen drei Personenwagen. Während der Löschmaßnahmen kam es zu mehreren kleinen Explosionen. Nach Angaben des Werkstatt Besitzers befanden sich mehrere Gasfalschen mit Sauerstoff und Acetylen in dem Gebäude, die eine weitere Gefahr für die vorgehenden Einsatztrupps darstellte. Im Zuge der Brandbekämpfung kühlten die Einsatztrupps die Gasflaschen und bargen sie im Anschluss aus dem Brandraum. Nach 45 Minuten war das Feuer unter  Kontrolle. Notwendige Nachlöscharbeiten und Kontrollen an Glutnestern werden sich noch bis in die Morgenstunden hinziehen.

Das Werkstatt Gebäude brannte vollständig aus. Über die Höhe des Sachschadens und der Brandursache kann von der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die Feuerwehr Hannover war mit 19 Fahrzeugen und 48 Einsatzkräften vor Ort im Einsatz.  


Von weitem sieht man schon die Rauchsäule © Bernd Günther

Einsatzleitwagen vor Ort © Bernd Günther

Wasserförderung über längere Strecken © Bernd Günther

Das Werkstattgebäude ist zerstört © Bernd Günther

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Brandbekämpfung wird durch dichten Rauch erschwert © Bernd Günther

© Bernd Günther

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Löscharbeiten unter schwerem Atemschutz © Bernd Günther

© Bernd Günther

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Einsatzkräfte an der Brandstelle © Bernd Günther

Die Nachlöscharbeiten dauern an © Bernd Günther

HANNOVER-BOTHFELD. Am Sonntag wurde auf dem Gelände der Bothfelder Kirche St. Nicolai an der Sutelstraße die Doppel-Stele Frieden des Lübecker Künstlers Winni Schaak enthüllt. Die Zeremonie fand im Beisein des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil unter reger Beteiligung der Gemeinde und vieler Gäste statt.

Unter den Gästen befanden sich auch Matthias Battefeld (Vorstandmitglied der Hannoverschen Volksbank und Kuratoriumsmitglied der VR-Stiftung), der Bezirksbürgermeister für Bothfeld-Vahrenheide, Harry Grunenberg sowie Hamideh Mohagheghi (Sprecherin des Rates der Religionen in Hannover). Auch der Bothfelder Kabarettist Matthias Brodowy nahm an der Enthüllung teil.

Der 1957 geborene Künstler Winni Schaak studierte in Aachen Bildhauerei und wurde schon 1991 in Australien für eine Doppel-Stele ausgezeichnet. Schaak erinnerte in seiner Ansprache daran, dass es wichtig sei, an die gefallenen Soldaten und zivilen Opfer der zwei Weltkriege zu erinnern. Zwei Denkmäler erinnern schon an der Kirche an die Ereignisse. Wozu dann noch ein Drittes? „Gewalt und Unrecht“, so Schaak, „beschränken sich nicht nur auf Kriege – Gewalt und Unrecht passieren hier und jetzt.“ Die senkrechte Doppel-Stele Frieden soll für uns Menschen stehen. Es sind in ihr zwei Wortbänder eingesetzt. Das erste Band symbolisiert das Fundament des friedlichen Zusammenlebens: LIEBE – FRIEDE – ACHTUNG – FREIHEIT – SCHUTZ. Im zweiten Spruchband werden die Begriffe FAMILIE – GEMEINDE – GESELLSCHAFT – WELT aufgeführt. Sie stellen die Brennpunkte von Gewalt bei uns Menschen dar. Ein Satz der 85 Jahre alten Holocaust-Überlebenden Sara Atzmon hat Winni Schaak besonders beeindruckt. Sie erzählte jugendlichen Zuhörern am Strand von Timmendorf: „Ein kleines Feuer, das kann man noch löschen, aber wenn die Feuer größer werden, dann hält man sie nicht mehr auf“.

Im Anschluss an die Enthüllung wurde der Festakt mit einem Gottesdienst fortgesetzt. In einer eindrucksvollen Predigt erinnerte Pastor Dirk Rademacher an Gefallene, an die traumatisierten Überlebenden der Kriege und an die Angst, die uns heute begleitet. Er beendete seine Predigt mit den Worten: „Der Frieden muss sich nicht verstecken – und er darf sich nicht verstecken“. Die Doppel-Stele Frieden steht auch für die Gegenwart und Zukunft. Bei einer Umrundung mahnt sie zum Nachdenken und überlegten Handeln.

Der Ministerpräsident Stephan Weil richtete nach dem Gottesdienst seine Worte in einer Rede an die voll besetzte Kirche. Er dankte allen Beteiligten und Spendern, die dieses Projekt ermöglicht haben. Dabei erinnerte er als ehemaliger Oberbürgermeister auch noch einmal an die Geschichte der Stadt Hannover vor, während und nach dem Krieg. Diese Bilder kann sich heute noch jeder Besucher im Neuen Rathaus an den Stadtmodellen vor Augen führen. „Immerhin waren 90% unserer Innenstadt komplett zerstört.“, sagte Weil. Er sei froh, nie mit einem Krieg konfrontiert worden zu sein. „Wir leben in einer ungewöhnlichen Zeit“, so der Ministerpräsident, „denn seit über 70 Jahren haben wir in Deutschland Frieden. Das hat es in unserer Geschichte noch nie gegeben“.

Matthias Battefeld von der VR-Stiftung, die zu dem Vorhaben eine Spende von 10.000 Euro beigetragen hatte, erläuterte die Beweggründe, warum die Stiftung sich gerne daran beteiligt habe. Er lobte die durch Pastor Rademacher ins Leben gerufene Idee und die Planungsgruppe, die unermüdlich an ihr Ziel geglaubt hat. Anschließend ergriff der Bezirksbürgermeister Harry Grunenberg das Wort. Er überbrachte die Glückwünsche des Bezirksrates Bothfeld-Vahrenheide, der ebenfalls mit 4.000 Euro die Umsetzung unterstützte. Grunenberg stellte noch einmal heraus, dass der Weg von der Idee bis zur heutigen Enthüllung der Doppel-Stele nicht im ganz einfach war. Durch ihre Sprecherin Hamideh Mohagheghi wurden auch die Glückwünsche des Rates der Religionen in Hannover überbracht. Das Haus der Religionen ist eine Einrichtung und ein Zentrum für interreligiöse und interkulturelle Bildung in Hannover. Den Abschluss bildete ein Empfang im Gemeindehaus.


Ministerpräsident Stephan Weil im Gespräch mit dem Künstler Winni Schaak © Bernd Günther

Pastor Dirk Rademacher begleitet Stephan Weil zur Enthüllung der Doppel-Stele © Bernd Günther

Die Feierlichkeiten an der Bothfelder Kirche beginnen an der Doppel-Stele © Bernd Günther

Festakt an der Bothfelder Kirche St. Nicolai © Bernd Günther

Pastor Dirk Rademacher eröffnet die Veranstaltung © Bernd Günther

Das Kunstwerk wird feierlich gemeinsam enthüllt © Bernd Günther

Die Doppel-Stele ist nun für alle Gäste sichtbar © Bernd Günther

Die Doppel-Stele Frieden vor der Bothfelder Kirche St. Nicolai © Bernd Günther

Die Doppel-Stele Frieden vor der Bothfelder Kirche St. Nicolai © Bernd Günther

Pastor Rademacher übergibt das Wort an den Künstler Winni Schaak © Bernd Günther

Der Künstler Winni Schaak erläutert den Gästen seine Gedanken zu dem Kunstwerk © Bernd Günther

Die Stele ist mit zwei Wortbändern versehen © Bernd Günther

Im Anschluss an die Enthüllung nahmen die Gäste an einem Gottesdienst teil © Bernd Günther

Das Kirchenvorstandsmitglied Jörg Tetzner moderierte die Grußworte im Anschluss an den Gottesdienst © Bernd Günther

Ministerpräsident Stephan Weil bei seiner Festrede zur Übergabe der Doppel-Stele an die Öffentlichkeit © Bernd Günther

Matthias Battefeld (Kuratoriumsmitglied der VR-Stiftung) überbringt die Grußworte der Hannoverschen Volksbank © Bernd Günther

Bezirksbürgermeister Harry Grunenberg spricht für den Bezirksrat Bothfeld-Vahrenheide © Bernd Günther

Hamideh Mohagheghi vom Rat der Religionen in Hannover erläutert den Zweck der heutigen Kollekte für das Haus der Religionen © Bernd Günther

Pastor Dirk Rademacher bedankt sich noch einmal persönlich bei allen Spendern, dem Projektteam und dem Künstler © Bernd Günther

HANNOVER. Volles Haus, beeindruckendes Design, bezaubernde Models und Tänzer/innen, super Stimmung – die zweite FASHION & DANCE Hannover knüpft nahtlos an der Erfolg von vor zwei Jahren an: Designer/innen aus Stadt und Region sowie Gäste aus Indien haben am Sonnabend im prachtvollen Barock-Ambiente der Herrenhäuser Galerie eine bunte, durch viele Kulturen beeinflusste Mode-Mischung für Frauen und Männer gezeigt. Das Publikum war begeistert.

Untermalt wurden die Kollektionen durch einen heißen Musikmix und innovative Lichtkunst – alles „made in Hannover“. Tanzgruppen und Models vom Teenager bis zur 63-Jährigen präsentierten die aktuellen Designerstücke durch hinreißende Darbietungen: Salsa, Hip-Hop, Street Dance, Ballett, orientalischer und zeitgenössischer Tanz. Fast 300 Kreative beteiligten sich aktiv an den beiden Modenschauen am Nachmittag und am Abend – darunter aus ihrer Heimat geflüchtete NeuHannoveraner/innen. Das Land Niedersachsen, die Stadt Hannover und Stiftungen haben das interkulturelle Projekt gefördert. Die gelungene Moderation teilten sich Daniel J. Federico Slemties, international erfolgreicher Lateintänzer (Move & Style Dance Academy, Hannover Südstadt), mit der Medienpädagogin und Hochschulpastorin in der Evangelischen Studierendengemeinde Hannover, Dr. Simone Liedtke.

Unbändige kreative Kraft baut Brücken

In ihrem Grußwort dankte Schirmherrin Doris Schröder-Köpf den vielen Ehrenamtlichen und Kooperationspartnern, ohne die Fashion & Dance 2018 nicht möglich gewesen wäre. „Ihr deutlich spürbarer und tief beeindruckender Enthusiasmus verleiht dem Projekt seine unbändige kreative Kraft“, lobte die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, MdL. Es freue sie ganz besonders, wie es Fashion & Dance Hannover seit 2016 gelinge, auch die vielen Zugewanderten und zu uns geflüchteten Menschen, die in der Kreativwirtschaft tätig sind, zu erreichen und ganz aktiv miteinzubeziehen. „Aus ihren Heimatländern bringen Sie bereichernde kulturelle und fachbezogene Expertisen mit, die aus Sicht deutscher Akteure ein hohes Gut sind. Durch Ihren kulturellen und ganz persönlichen Beitrag sind Sie wichtige Brückenbauer“, betonte Schröder-Köpf.

Bunte Blüten – greifbare Ergebnisse

Die Ideengeberin und Projektleiterin von F&D Hannover 2018, Susanne Kümper, dankte den vielen Mitwirkenden, Kreativen und Förderern für deren Einsatz „im Spannungsfeld zwischen Kulturdialog und Kreativwirtschaft, der bunte Blüten treibt und greifbare Ergebnisse zeigt.“ Mit der Unterstützung dieses „Mosaiks der zeitgenössischen Kreativszene Hannovers“ sei ein Kulturprojekt entstanden, das im Zeichen einer liberalen und friedlichen europäischen Gemeinschaft steht. Die Modedesignerin zeigte am Sonnabend gemeinsam mit einem kleinen internationalen Team aus Syrien, Iran und Afghanistan und mit indischen Gast-Designerin/innen aus Pune und Mumbai eine „Orientkollektion“. Kümper freute sich sehr darüber, „dass wir sowohl Fashion-Startups als auch namhafte Designerinnen und Designer wie Vivica und Philipp Bree oder Thorsten Max Volmary für das innovative Projekt begeistern konnten.“ Zusätzlich hätten nicht nur viele Institutionen und junge Talente zu einer gelungenen Show beigetragen, sondern auch renommierte Choreografen, Tanz- und Modeltrainer wie Jarred Bailey, Alexandra Michels, Alina Just und Daniel J. Federico Slemties oder Nadine und John Campbell, die die Gesamtchoreografie der Show verantwortet haben. Kümper sieht F&D als „Drehscheibe“ für interdisziplinäre und interkulturelle Kooperationen in der Region Hannover und darüber hinaus: „Wir wollen nicht nur Impulse für zukunftsweisende Netzwerke der Kreativwirtschaft setzen, sondern auch einen Beitrag zur Bewahrung einer starken, liberalen und toleranten Wertegemeinschaft leisten.“

Tolle Leute und Ideen

„Große Leidenschaft, tolle Leute und Ideen“ – Ercan Carikci zeigte sich begeistert von den rund 100 Kreativen aus zahlreichen Nationen, die gemeinsam in zehn kostenlosen Workshops an der anspruchsvollen Bühnenschau mitgewirkt haben. Der Tanzcoach gehört zum Management-Team von F&D und hat unter anderem die Arbeitsgruppen zu Textilem Gestalten, Styling, Modeln und Bühnenauftritt, Tanz, Fotografie, Film, Kommunikation + Social Media, Musik, Choreografie und Fashion Tech koordiniert. Die dabei erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse können bei Nachweis entsprechender Arbeitsproben aus den Workshops durch Zertifikate bescheinigt werden.

Tanzen und Posen wie die Profis

In der Move & Style Dance Academy wurde Wochen lang intensiv für F&D gecastet und geprobt. Inhaber Daniel J. Federico Slemties und Geschäftsführerin Alina Just fördern den multikulturellen Tanz. „Unser Ansatz, die Freude an vielseitiger Bewegung zu unterstützen, Tänzerinnen, Tänzer und Models wertschätzend und anerkennend zu begleiten, hat perfekt zu Fashion & Dance gepasst“, betonte Slemties.

Haarige Geschichten mit Zukunftsperspektiven

Die Frisuren der Models und Tänzer/innen, die am 27. Oktober über den 50 Meter langen Catwalk in Herrenhausen gelaufen sind, mussten nicht nur zum jeweiligen Design passen und gut aussehen, sondern auch haltbar und schnell fertig sein. Dafür haben Nachwuchsstylisten aus sechs Nationen im Ausbildungszentrum der Friseurinnung Hannover unter Hochdruck mit Friseurmeisterin Gudrun Soos trainiert: „Für viele ist es der erste Schritt in die Welt der großen Modenschauen. Gleichzeitig werden Netzwerke geschaffen für zukünftige Arbeiten bei Film- und Fotoproduktionen.“


Gute Laune und Rhythmus vorprogramiert © Bernd Günther

Die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Schirmherrin Doris Schröder-Köpf (MdL) eröffnet die Veranstaltung © Bernd Günther

Die Schirmherrin Doris Schröder-Köpf (MdL) und die Projektleiterin und Ideengeberin Susanne Kümper © Bernd Günther

Bunte Farben zeigten das breite Spektrum der Modedesigner © Bernd Günther

Beeindruckende Performance und Choreographie bei den einzelnen Präsentationen © Bernd Günther

Eine Tänzerin präsentiert dem Publikum ein Tasche der Kollektion von Philipp Bree © Bernd Günther

Ein besonderes Highlight waren die Vorführungen der jungen Balletttänzerinnen © Bernd Günther

Abwechslungsreiche Tanzeinlagen der Tänzerinnen © Bernd Günther

Eine bunte Palette von Designentwürfen © Bernd Günther

Die Models präsentieren dem interssierten Publikum die einzelnen Fashionentwürfe © Bernd Günther

Eine extra aus Pune (Indien) angereiste Modedesignerin wird begeistert vom Publikum empfangen © Bernd Günther

Farbenfrohes Modedesign © Bernd Günther

Begeisternde Tanzeinlagen zu orientalischer Musik © Bernd Günther

Der Musikrhythmus übertrug sich schnell auf Models und Publikum © Bernd Günther

Das sympathische Moderatorenpaar Frau Dr. Simone Liedtke und der erfolgreiche Lateintänzer Daniel J. Federico Slemties führten durch das Programm © Bernd Günther

Heiße Rhythmen auf der Lauffläche © Bernd Günther

Selbst aus Köln war extra eine der Models angereist und begeisterte das Publikum mit ihren Tanzeinlagen © Bernd Günther

Showeinlage junger Tänzerinnen © Bernd Günther

Tänzerinnen führten die Taschenkollektion von Bree vor © Bernd Günther

Die Ohrringe von Vivica und eine Tasche der Kollektion Philipp Bree © Bernd Günther

Der Tänzer und Choreograph Jarred Ramon Bailey beieindruckte mit einer temporeichen Darbietung © Bernd Günther

Mit Händfächern und perfekter Choreographie präsentiert © Bernd Günther

Die Vorführung einer Tanzgruppe unter Leitung von Nadine und John Campbell © Bernd Günther

Tanzeinlagen der Tanzschule Bodytalk aus Celle © Bernd Günther

In einer Linie über die Lauffläche. Tänzerinnen der Tanzschule Bodytalk © Bernd Günther

Die Gastdesignerin aus Puna (Indien) bedankt sich für den warmherzigen Empfang in Hannover © Bernd Günther

Indisches Modedesign wird in seiner Vielfalt dem Publikum präsentiert © Bernd Günther

Models aus allen Altersgruppen waren am Start und hatten hart trainiert um nun bei der Show die Fashion zu präsentieren © Bernd Günther

Eine schwungvolle Vorführung mit dem Gymnastikband als Tanzeinlage © Bernd Günther

Zur Überraschung des Publikums wurde eine Präsentation von einer Opernsängerin begleitet © Bernd Günther

Zwischen den Präsentationen lockerten das Moderatorenpaar mit interessanten Informationen zu dem Projekt und den Kollektionen die Show auf © Bernd Günther

Immer wieder wurden durch den Wechsel der Musikstile die Vorführungen in einen neuen Rhythmus gebracht © Bernd Günther

Zum Abschluss versammelten sich alle Akteure der Fashion & Dance 2018 auf der Präsentationsfläche und bekamen von dem Publikum standing ovation © Bernd Günther

 

HANNOVER. Die lebendige Mode- und Tanzszene Hannovers auf einer Bühne – nach gelungener Premiere 2016 startet in diesem Jahr eine neue FASHION & DANCE: Zehn Designer/innen aus Stadt und Region zeigen am 27. Oktober im prachtvollen Barock-Ambiente der Herrenhäuser Galerie eine bunte, durch viele Kulturen beeinflusste Mode-Mischung für Frauen und Männer. Untermalt werden die Kollektionen durch einen heißen Musikmix und innovative Lichtkunst „made in Hannover“. Tanzgruppen und Models von 14 Jahren bis 50+ präsentieren die Designerstücke, die durch Salsa, Hip-Hop, Street Dance, Ballett, orientalischen und zeitgenössischen Tanz interpretiert werden. Die Vorbereitungen für das vom Land Niedersachsen, der Stadt Hannover und Stiftungen geförderte interkulturelle Projekt laufen auf Hochtouren. Am Dienstag gab das Management-Team von F&D in der Move & Style Dance Academy (Hannover Südstadt) erste Einblicke in die Show, an der sich fast 300 Kreative aktiv beteiligen – darunter aus ihrer Heimat geflüchtete Neu-Hannoveraner/innen.

Die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, MdL, wünscht den zahlreichen Aktiven „nachhaltigen Erfolg“. „Mode und Tanz verbinden Welten und Menschen. Eine gelingende Integration, die es allen Menschen ermöglicht, ihre Potenziale zu entwickeln, ihre Erfahrungen und Kreativität einzubringen, ist das Ziel niedersächsischer Politik. Dazu tragen Kunst und Kultur mit ihrer identitätsstiftenden, dialogfördernden und vermittelnden Wirkung bei. FASHION & DANCE ist dafür ein hervorragendes Beispiel. Ich freue mich sehr, erneut Schirmherrin für dieses außergewöhnliche interkulturelle Projekt sein zu dürfen“, ließ Schröder-Köpf am Dienstag mitteilen.

Kreative Kräfte bündeln und vernetzen

„Die kreativen Disziplinen in unserer Stadt verschmelzen erneut zu einem einzigartigen experimentellen Kunstwerk“, verspricht die Ideengeberin und Projektleiterin von F&D Hannover 2018, Susanne Kümper. Die Modedesignerin hat vielfältige Erfahrungen mit internationalen Kulturprojekten. Sie zeigt am 27. Oktober gemeinsam mit einem kleinen internationalen Team aus Syrien, Iran und Afghanistan und mit indischen Gast-Designerin/innen aus Pune und Mumbai eine „Orientkollektion“. „Ich freue mich sehr darüber, dass wir sowohl Fashion-Startups als auch namhafte Designerinnen und Designer wie Vivica und Philipp Bree oder Thorsten Max Volmary für das innovative Projekt begeistern konnten. Zusätzlich tragen nicht nur viele Institutionen und junge Talente zu einer gelungenen Show bei, sondern auch renommierte Choreografen, Tanz- und Modeltrainer wie Jarred Bailey, Alexandra Michels, Alina Just und Daniel J. Federico Slemties oder Nadine und John Campbell“, sagt Kümper. Sie sieht F&D als „Drehscheibe“ für interdisziplinäre und interkulturelle Kooperationen in der Region Hannover und darüber hinaus: „Wir wollen nicht nur Impulse für zukunftsweisende Netzwerke der Kreativwirtschaft setzen, sondern auch einen Beitrag zur europäischen Idee, also zur Bewahrung einer starken, liberalen und toleranten Wertegemeinschaft leisten.“

Tolle Leute und Ideen

„Große Leidenschaft, tolle Leute und Ideen“ – Ercan Carikci ist begeistert von den rund 100 Kreativen aus zahlreichen Nationen, die gemeinsam in zehn kostenlosen Workshops an der anspruchsvollen Bühnenschau mitwirken. Der Tanzcoach gehört zum Management-Team von F&D und koordiniert unter anderem die Arbeitsgruppen zu Textilem Gestalten, Styling, Modeln + Bühnenauftritt, Tanz, Fotografie, Film, Kommunikation + Social Media, Musik, Choreografie und Fashion Tech. Die dabei erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse können bei Nachweis entsprechender Arbeitsproben aus den Workshops durch Zertifikate bescheinigt werden. „Mein multikultureller Background hilft mir, die unterschiedlichen Bedürfnisse der vielen Beteiligten zu erkennen, für gute Stimmung zu sorgen und FASHION & DANCE zu einer erfolgreichen Marke zu entwickeln“, sagt Carikci.

Tanzen und Posen wie die Profis

In der Move & Style Dance Academy wird seit Wochen intensiv für F&D gecastet und geprobt. Inhaber Daniel J. Federico Slemties und Geschäftsführerin Alina Just fördern den multikulturellen Tanz. „Unser Ansatz, die Freude an vielseitiger Bewegung zu unterstützen, Tänzerinnen, Tänzer und Models wertschätzend und anerkennend zu begleiten, passt perfekt zu FASHION & DANCE“, betont Slemties, der über Hip-Hop und Breakdance zum Lateintanz kam und damit auch international erfolgreich ist. Seit Januar dieses Jahres bieten Just und Slemties als Coaching-Team in ihrer Akademie ein ganzheitliches ressourcenorientiertes Modeltraining an.

Haarige Geschichten mit Zukunftsperspektiven

Die Frisuren der Models und Tänzer/innen, die am 27. Oktober über den 50 Meter langen Catwalk in Herrenhausen laufen, müssen nicht nur zum jeweiligen Design passen und gut aussehen, sondern auch haltbar und schnell fertig sein. Dafür trainieren Nachwuchsstylisten aus sechs Nationen im Ausbildungszentrum der Friseurinnung Hannover unter Hochdruck. Friseurmeisterin Gudrun Soos: „Für die Stylisten bedeutet dieses Training gleichzeitig das Erlernen und Planen von Techniken der Frisurengestaltung für den Laufsteg. Für viele ist es der erste Schritt in die Welt der großen Modenschauen. Gleichzeitig werden Netzwerke geschaffen für zukünftige Arbeiten bei Film- und Fotoproduktionen.“  

  

 

LAATZEN. "Auf unserem Gelände ist es zu einer Verpuffung gekommen, eine Halle steht in Vollbrand", mit dieser Übungslage empfing der Pförtner der Firma CG-Chemikalien die Feuerwehr am Samstagmorgen gegen 9.30 Uhr am Werkstor. Aus dieser Meldung und einer Verschlimmerung der Lage durch Austritt von Gefahrstoff entwickelte sich eine Stadtfeuerwehrübung für 150 Kräfte von Feuerwehr, Region- und Stadtverwaltung.Als die ersten Kräfte der Stadtfeuerwehr Laatzen mit dem Löschzug eintrafen wurden diese sofort ins Feststofflager (nördlicher Bereich) dirigiert, dort waren Teile der Halle durch eine Druckwelle zerstört und ein Feuer ausgebrochen. Über den Monitor der Drehleiter und aus drei-C-Rohren bekämpften die Kräfte aller vier Laatzener Ortsfeuerwehren (nachgefordert aufgrund der Alarmstufenerhöhung) den Großbrand. Zwei vermisste Mitarbeiter retteten Trupps unter Atemschutz. Zu Hydranten wurden zwei B-Leitungen verlegt, um genügend Löschwasser zur Verfügung zu haben. Die Koordinierung der "Einsatzstelle Brandbekämpfung" übernimmt der Einsatzleitwagen der Feuerwehr Laatzen.Im angrenzenden südlichen Gleisbereich kommt es gegen 10 Uhr zum Austritt von 25% Ammoniak aus einem Kesselwagen (Inhalt 23 Tonnen, Waggon steht in der Halle auf einem Gleisanschluss). Die Schadstoffwolke sowie der Brandrauch breiten sich in südlicher Richtung entlang der Bahnstrecke aus. Wegen der Einstellung des Zugverkehrs sitzen etwa 600 Reisende in Laatzen fest. Kräfte von Berufsfeuerwehr und freiwilliger Feuerwehr aus der Landeshauptstadt Hannover rückten mit zahlreichen Fahrzeugen an. Trupps unter Chemikalienschutzanzügen (CSA) betreten die Halle und dichten das Leck ab. Mehrere Spezialfahrzeuge sind unterwegs und messen die Luftbelastung im Umkreis der Schadensstelle. Großräumige Absperrungen folgen. Per Werkssirene wird die Umgebung gewarnt, eine schrille Tonfolge ist zu hören.Parallel zum Einsatz der Feuerwehren trat der "kleine Einsatzstab von Region Hannover und Stadt Laatzen" zusammen. Dabei stand die Kommunikation untereinander sowie die Warnung der Bevölkerung im Fokus der Übung. Über die WarnApp Katwarn erfolgte gegen 11 Uhr eine Meldung an die Bevölkerung.Vor dem Werkstor hatten sich etliche Pressevertreter eingefunden und verfolgten des gespenstische Szenario. Gegen 11 Uhr standen im Bereich des Luftfahrtmuseum Vertreter der Geschäftsführung sowie Pressesprecher von Feuerwehr, Stadt- und Regionsverwaltung den Journalisten Rede und Antwort. Zum Fotografieren fand eine "begleitete Begehung" des Firmengeländes statt.

Mit einem gemeinsamen Mittagessen in der Laatzener Feuerwache beendete Stadtbrandmeister Sebastian Osterwald die Großübung und dankte den Helfern sowie der Betriebsleitung für ihren Einsatz. Anschließend rückten die etwa 150 Helfer mit ihren 35 Fahrzeugen wieder ein. 


Erste Einsatzkräfte vor Ort © Bernd Günther

Erkundung der Lage durch die Feuerwehr Laatzen © Bernd Günther

Der Pressesprecher der Stadtfeuerwehr Laatzen holt erste Informationen für die Pressevertreter ein © Bernd Günther

Weitere Feuerwehrkräfte gehen in Bereitstellung © Bernd Günther

Lageerkundung und Abstimmung der Führungskräfte © Bernd Günther

Ein Einsatzfahrzeug des Deutschen Roten Kreuzes trifft ein © Bernd Günther

Zur Schadstoffmessung rückt ein Spezialfahrzeug der ABC-Meßtechnik der Berufsfeuerwehr Hannover an © Bernd Günther

Einsatzfahrzeuge werden auf dem Gelände der Chemiefirma verteilt © Bernd Günther

Das Fahrzeug des Katastrophenschutzes für ABC-Dekontamination trifft auf dem Gelände ein © Bernd Günther

Einsatzkräfte bereiten sich auf den Gefahrguteinsatz vor © Bernd Günther

Aufbau von Spezialgerät für die Gefahrenabwehr und Dekontamination © Bernd Günther

Die Feuerwehr baut spezielle Container auf © Feuerwehr Laatzen G. Senft

Ein Chemikalienschutzanzug wird angelegt © Feuerwehr Laatzen G. Senft

Mit einer Drehleiter wird die simulierte Niederschlagung von Chemikaliendämpfen vorbereitet © Feuerwehr Laatzen G. Senft

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