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Aktuelle Nachrichten aus Braunschweig vom 2.April 2020

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Braunschweig- Aktuelle Nachrichten des Tages (C) Ulrich Stamm Braunschweig- Aktuelle Nachrichten des Tages (C) Ulrich Stamm

BRAUNSCHWEIG. 

Stadt untersagt Lagern in Parks und auf anderen Grünflächen

Die Stadt Braunschweig untersagt ab sofort das Lagern auf öffentlichen Grünflächen und in grünbestimmten öffentlichen Freiräumen einschließlich der dort vorhandenen Wege. Die entsprechende Allgemeinverfügung gilt bis zum 18. April, also auch über die Osterfeiertage. Verstöße gegen die Regeln der Kontaktbeschränkung können mit einem Bußgeld von mindestens 250 Euro geahndet werden. Die Stadt Braunschweig schließt sich der Forderung des Niedersächsischen Städtetags an das Land Niedersachsen an, zeitnah einen landeseinheitlichen Bußgeldkatalog zu schaffen. Polizei und Zentraler Ordnungsdienst (ZOD) überwachen auch am Wochenende gemeinsam die Einhaltung der Verbote.   Ordnungsdezernent Dr. Thorsten Kornblum: "Gerade bei dem von den Meteorologen vorhergesagten schönen Wetter am Wochenende soll es weiterhin möglich sein, einen Spaziergang durch unsere Parks oder die Flussauen zu unternehmen. Wir alle brauchen solche Momente der Erholung, gerade in diesen Zeiten.  Die meisten Bürgerinnen und Bürger halten sich an die Regeln, zeigen sich verantwortungsvoll und solidarisch und halten Abstand voneinander. Aber es gibt, wie das vergangene Wochenende in den Parks gezeigt hat, immer noch eine Reihe von Menschen, die den Ernst der Lage nicht erkennen wollen. Diejenigen, die sich nicht an die Regeln halten, weil der Appell an die Vernunft bei ihnen verhallt, können mit einem empfindlichen Bußgeld belegt werden."   Der Leiter der Polizeiinspektion Braunschweig Axel Werner: "Ich kann nachvollziehen, dass die Bürgerinnen und Bürger das schöne Wetter am Wochenende für gemeinsame Spaziergänge nutzen wollen. Gleichwohl appelliere ich dringend, die Auflagen der Stadt Braunschweig zu beachten – sie dienen dem Schutz aller anderen Menschen und der Gewährleistung eines funktionierenden Gesundheitssystems. Deshalb werden wir auch weiterhin die Einhaltung der Auflagen und Weisungen der Stadt Braunschweig konsequent durchsetzen. Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger, helfen Sie mit und nehmen Sie die Vorsorgemaßnahmen der Stadt Braunschweig unbedingt ernst. Alles andere ist Unvernunft! Es schadet unseren Mitmenschen und bindet unsere Beamtinnen und Beamten vollkommen unnötig, die auch in diesen Zeiten andere wichtige Sicherheitsaufgaben wahrnehmen müssen."   Definition von Grünflächen und Lagern   Grünflächen im Sinne der Allgemeinverfügung sind ohne Rücksicht auf die Eigentumsverhältnisse alle der Allgemeinheit im Stadtgebiet zugänglichen grünbestimmten Freiräume, die unter anderem der Erholung der Bevölkerung dienen, sowie alle Grünbereiche und -streifen, die als Nebenanlagen Bestandteil der öffentlichen Straßen sind.   Lagern im Sinne der Allgemeinverfügung ist die Einrichtung eines Rast- und Ruheplatzes zum Zwecke des Verweilens.   Ausnahmen   Ausgenommen von dem Verbot sind lediglich die an Wegen und auf Plätzen bereitgestellten Parkbänke und sonstigen Sitzmöglichkeiten wie beispielsweise Findlinge und Natursteinblöcke. Auf ihnen darf man sich niederlassen. Ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen ist einzuhalten. Letzteres gilt nicht für Familienangehörige und Personen, die in einer gemeinsamen Wohnung leben. Das Lagerverbot im Sinne der Allgemeinverfügung gilt aber ausnahmslos für alle Bürgerinnen und Bürger, also auch für Familien.   Verhaltensweisen, die das Abstandsgebot von Mensch zu Mensch gefährden (z. B. Gruppenbildung, Picknicken und Grillen) sind bereits bislang untersagt. Das Verbot, auf Grünflächen zu lagern, ergänzt und konkretisiert die bestehenden Verbote.

 

Freiwilliges Ökologisches Jahr im „Haus Entenfang“  - Anmeldungen ab sofort möglich

Die Stadt Braunschweig bietet im Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz ab dem 1. September 2020 einen Platz für das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) an. Der Einsatz erfolgt im Naturschutzgebiet Riddagshausen und im dortigen Naturerlebniszentrum "Haus Entenfang".   Das Einsatzgebiet am Rande der Großstadt ist geprägt durch alte Kulturlandschaft und einzigartige Natur sowie große Artenvielfalt. Gleichzeitig ist es eines der wichtigsten Naherholungsgebiete der Stadt. Besucherlenkung und Umweltbildung sind hier wichtige Themen.   Die FÖJ-ler arbeiten in einem gemischten Team aus Freiwilligen im gleichen Arbeitsbereich zusammen. Arbeitsinhalte sind zum Beispiel die Betreuung der Ausstellung im Naturerlebniszentrum, die Planung, Begleitung und selbständige Durchführung von Umweltbildungsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche, die Förderung umweltgerechten Verhaltens im Naturschutzgebiet, die Unterstützung der Tätigkeit der hauptamtlichen Rangerin sowie praktische Arbeiten im Gelände.   Nach dem Schulabschluss bietet sich jungen Menschen hier die Möglichkeit, vertiefte Einblicke in das Berufsfeld Natur und Umwelt sowie in den organisatorischen Bereich zu erhalten. Für das Freiwillige Ökologische Jahr können sich junge Menschen bis 25 Jahre bewerben. Angeboten werden abwechslungsreiche Tätigkeiten, in denen die Bewerberinnen und Bewerber den Berufsalltag kennenlernen und sich selbst kreativ und konstruktiv einbringen können. Die Bewerber sollten Interesse an der Naturschutzarbeit und an der Arbeit mit Kindern mitbringen, selbständig arbeiten können, flexibel, teamfähig und gern draußen sein.   Interessenten können sich ab sofort mit den üblichen Unterlagen (Bewerbungsschreiben, Lebenslauf sowie Schul- und Arbeitszeugnisse) bei der Stadt Braunschweig, Naturerlebniszentrum Haus Entenfang, Nehrkornweg 2, 38104 Braunschweig bewerben. Bewerbungen werden auch gern per E-Mail angenommen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Weitere Auskünfte erteilt Rangerin Anke Kätzel unter der Telefonnummer 0531 23170392.

 

Asphaltierungsarbeiten am westlichen Ringleis

Der Rad- und Fußweg auf der Trasse des ehemaligen Ringgleises wird zwischen Triftweg und Ernst-Amme-Straße asphaltiert. Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich am Montag, 6. April und sollen am Freitag, 20. April, abgeschlossen sein. Während der Bauzeit ist eine Umleitung für Radfahrer über Rudolfplatz, Diesterwegstraße, Herrmannstraße und Wittekindstraße ausgeschlidert.

 

Blutspende im Kulturpunkt West

Kliniken benötigen auch in der aktuellen Situation Blutspenden, damit Patienten weiterhin mit Blutpräparaten in Therapie und Notfallversorgung behandelt werden können. Für einen Blutspendetermin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) öffnet deshalb am Dienstag, 7. April, ausnahmsweise der Kulturpunkt West, Ludwig-Winter-Str. 4. Von 15 bis 19 Uhr kann im großen Saal Blut gespendet werden.   Es gelten besondere Schutzmaßnahmen: Spenderinnen und Spender, die sich nicht gesund und fit fühlen, dürfen das Spendelokal nicht betreten. Darauf weisen Aufsteller am Eingang hin, wo zudem Desinfektionsstationen für die Hände bereitstehen. Schon beim Betreten des Blutspendelokals wird die Temperatur jedes Blutspenders gemessen. Es wird auf einen sicheren Abstand zwischen den Spendern geachtet.  Die Liegen werden mit Sicherheitsabstand aufgebaut, das Personal trägt einen Mundschutz. Warteschlangen sollen durch zusätzliches Personal vermieden werden.    Anders als üblich gibt es keinen Imbiss. Spenderinnen und Spender erhalten stattdessen einen Einkaufsgutschein.  

 

„Eintracht hilft“ – blau-gelbe Einkaufshelfer auch zukünftig im Einsatz

Seit dem 20. März 2020 sind die blau-gelben Einkaufshelfer unterwegs. Organisiert vom Projektverbund „Eintracht hilft“ – bestehend aus der Fanabteilung des BTSV, dem FanRat Braunschweig e.V., der Ultra-Szene BTSV Eintracht 1895 und Eintracht Braunschweig, sind in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und der Stadtverwaltung ehrenamtliche Helfer im Stadtgebiet Braunschweig und bis zu einem Umkreis von 20 Kilometern sowie im Landkreis Goslar im Einsatz, um beim Einkaufen und der Rezept- und Medikamentenbeschaffung für Mitbürger aus Corona-Risikogruppen zu helfen.Das ursprünglich bis 4. April 2020 laufende Projekt geht fürs Erste bis zum 20. April 2020 in die Verlängerung. Neben den Partnern des Projektverbundes „Eintracht hilft“ sind auch weiterhin das E-Center im BraWoPark, das die Produkte zusammenstellt, sowie die Nibelungen-Apotheke in Brauschweig mit dabei. „Das Projekt wird super angenommen und ist ein großer Erfolg. Daher werden wir den Menschen aus den Risikogruppen gerne weiterhin unsere Unterstützung anbieten“, freut sich Eintrachts Fanbeauftragter Erik Lieberknecht. „Ein großes Dankeschön an die Partner der Aktion und vor allem an die rund 60 ehrenamtlichen Helfer, ohne die das alles nicht möglich wäre“, ergänzt der Vorsitzende der Fanabteilung, Mario Goldmann. Michael Vieth, Vorsitzender des FanRat e.V. stellt fest: „In schwierigen Zeiten steht die Eintracht-Familie zusammen“. Unterstützung von den blau-gelben Helfern benötigt – so gehts:

  • Hotline anrufen unter 0531-2323042
  • Neu: Montag bis Freitag zwischen 10 und 14 Uhr und samstags von 10 bis 12 Uhr
  • Einkaufsliste mit maximalem Bestellwert 50 Euro aufgeben
  • Adresse am Telefon hinterlassen
  • Passendes Bargeld in Briefumschlag bei Übergabe parat halten

Die Aktion findet in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Braunschweigstatt. Um die hygienischen und medizinischen Vorgaben einzuhalten, sind nur kleine Teams unterwegs, die Mund-Nase-Masken und Handschuhe tragen. Die Übergabe der Waren erfolgt kontaktlos. Die ehrenamtlichen blau-gelben Helfer weisen sich beim Besteller mit ihrem Ausweis aus. Damit soll einem eventuellen Missbrauch durch kriminelle Trittbrettfahrer vorgebeugt werden.

 

 

Absage der Osterfeuer 2020

In den vergangenen Tagen sind mehrere Nachfragen bei der Verwaltung eingegangen, ob aufgrund der Corona-Pandemie noch Osterfeuer durchgeführt werden können. Die Stadt Braunschweig teilt dazu mit, dass die aufgrund der Corona-Pandemie erfolgten Einschränkungen und Verbote, insbesondere von sozialen Kontakten und Veranstaltungen, auch für Osterfeuer gelten und daher in diesem Jahr alle geplanten Osterfeuer ersatzlos entfallen müssen.

 

Internetseite weist den Weg zu den Hilfsorganisationen - Große ehrenamtliche Bereitschaft zu helfen/ OB: Stadtgesellschaft zeigt sich solidarisch

Braunschweigs Bürgerinnen und Bürger sind bereit, ihre Hilfe zur Verfügung zu stellen. Die Freiwilligenagenturen ebenso wie die Wohlfahrtsverbände verzeichnen aufgrund der aktuellen Situation eine große Zunahme von Angeboten freiwilliger Hilfe. Oberbürgermeister Ulrich Markurth hat heute den Menschen gedankt, die sich in den vergangenen Tagen gemeldet haben mit dem Wunsch zu helfen und der Frage, wo sie unterstützen können. „Das zeigt, wie sehr die Stadtgesellschaft zusammensteht und wie die Braunschweigerinnen und Braunschweiger bereit sind, in dieser für alle schwierigen und mit vielen Belastungen und Einschränkungen verbundenen Zeit bereit sind, andere zu unterstützen. Das gibt viel Zuversicht für die kommenden Wochen, die nicht einfach werden. Ganz wichtig sind die kleinen Gesten im persönlichen Umfeld, in der Nachbarschaft. Da kann jede und jeder einzelne ganz viel bewirken, damit auch Alleinstehende oder Ältere nicht vergessen werden. Wenn wir uns solidarisch verhalten, können wir diese große Herausforderung zusammen meistern.“ Die Stadt Braunschweig hat unter Federführung von Kulturdezernentin Dr. Anja Hesse einen Runden Tisch der Freiwilligendienste ins Leben gerufen. Im Ergebnis wird die Stadt eine Koordinierungsstelle einrichten, deren Aufgabe ist es, die Freiwilligendienste zu entlasten, indem sie diese bei der Administration der Helferdienste unterstützt und einen Helferpool aufbaut. Zu diesem Zwecke hat die Stadt eine Webseite eingerichtet. Unter www.braunschweig.de/corona-hilfe können sich Interessenten über ein Internetformular für den Helferpool registrieren lassen. Voraussetzung ist, dass sie über 18 Jahre alt sind und bestenfalls einmal pro Woche für einen Einsatz zur Verfügung stehen. Sollten bei den Freiwilligendiensten Bedarfe an Helfenden entstehen, könnten sie ohne großen Aufwand auf den bei der Stadt zusammengeführten Helferpool zurückgreifen. Es könnte sich um Aufgaben wie Einkäufe oder das Ausführen des Hundes handeln für Menschen, die an Corona erkrankt sind oder Kontaktpersonen zu Infizierten sind und das Haus nicht verlassen können. Schon jetzt bittet die Stadtverwaltung darum, die Hilfsorganisationen nicht zu überlasten und sich über die städtische Seite anzumelden und registrieren zu lassen. Auf diesem Wege werden doppelte Anmeldungen vermieden und verhindern, dass Daten mehrfach erfasst werden müssen und somit Mehrarbeit entsteht. Die Stadtverwaltung rät im Moment insbesondere dazu, die sozialen Strukturen in der Nachbarschaft zu stärken und zu festigen und die aktuelle Situation dazu zu nutzen, den vielleicht in der Hektik des Alltags verloren gegangenen Kontakt zur Nachbarin oder zum Nachbar wieder mit Leben zu erfüllen und Hilfe anzubieten. Je kleiner der Mikrokosmos und bekannter das Gesicht, dem man Bargeld für den Einkauf für das Nötigste auf die Türschwelle legt oder einen Einkauf übernimmt, desto besser. Es wäre erfreulich, wenn sich alle ihrer Nachbarn erinnerten und diese von sich aus kontaktierten und Hilfe anbieten würden.

 

Die Stadtbibliothek Braunschweig ist online geöffnet

Die Stadtbibliothek hat wegen der Corona-Pandemie zwar geschlossen, aber die Benutzerinnen und Benutzer können trotzdem die Online-Medien nutzen. Mit einem gültigen Bibliotheksausweis stehen in der „Onleihe“ mehr als 24.400 E-Books zur Verfügung, und in GENIOS findet man mehr als 800 Zeitungen und Zeitschriften. Besonders interessant für Schülerinnen und Schüler ist das Angebot Duden Basiswissen Schule sowie TILASTO, der Statistik-Scout. Wer noch keinen Bibliotheksausweis hat, meldet sich einfach per Telefon (0531 470-6838) oder E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) an. Die Stadtbibliothek ist zurzeit montags bis donnerstags von 10 bis 16 Uhr und freitags von 10 bis 13 Uhr telefonisch erreichbar. Der Bibliotheksausweis kostet 15 Euro für 12 Monate. Für Kinder unter 18 Jahren ist er kostenlos.

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