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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 14. August 2019

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Indizes vom 13.08.2019 (C) finanzen.net Indizes vom 13.08.2019 (C) finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Neue Hoffnungen auf eine Entspannung im Handelsstreit haben am Dienstag die Talfahrt an den europäischen Aktienmärkten erst einmal beendet. Der Euro-Stoxx-50 stieg um 1 Prozent auf 3.361 Punkte, und der DAX gewann 0,6 Prozent auf 11.750 Punkte. Die USA schieben einige der geplanten neuen Zölle gegen China bis zum 15. Dezember auf. Die Handelsgespräche sollen innerhalb von zwei Wochen fortgesetzt werden. Gegenüber dem Tagestief legte der DAX zeitweise fast 300 Punkte zu. Am Vormittag hatte ein schwacher ZEW-Konjunkturindex den DAX auf den tiefsten Stand seit vier Monaten gedrückt.

Der DAX schloss mit dem Erholungsschub über der 200-Tage-Linie bei 11.647 Punkten. Sie gilt als Dreh- und Angelpunkt für langfristige Investoren. Ein nachhaltiger Rutsch unter den gleitenden Durchschnitt könnte von ihnen als Verkaufssignal aufgefasst werden, wurde am Markt gewarnt. 

In Italien reagierten die Banken mit starken Gewinnen auf den zusammenlaufenden Abstand italienischer zu deutschen Staatsanleihen. UBI Banca stiegen um knapp 4 Prozent, Intesa Sanpaolo um 2,8 und Monte dei Paschi um 7,2 Prozent. Der Bankenindex im europäischen Stoxx-Index-Universum zog um 1 Prozent an. Um etwa 2 Prozent legten die Indizes der Rohstoff- sowie der Öl-Aktien zu.

Im DAX lagen mit der Entspannung im Handelsstreit vor allem die konjunkturabhängigen Aktien auf Erholungskurs. So gewannen BASF, Daimler und VW zwischen 1 und 1,5 Prozent. Infineon stiegen um 1,7 Prozent, Deutsche Post um 1,8 Prozent. Auch Fresenius legten mit einem Plus von 1,7 Prozent deutlich zu. An der Spitze der DAX-Gewinner lagen Bayer mit 1,9 Prozent Plus. Dagegen gaben Lufthansa 2,1 Prozent ab. Verlierer Nummer eins waren Henkel mit einem Minus von 7,1 Prozent.

Henkel, Ceconomy und New Work nach Zahlen schwach - Hellofresh fest

Damit reagierten Henkel auf schwächere Geschäftszahlen. Im Kosmetik-Geschäft stehen die Margen unter Druck. Zudem hat der Konzern hat nun die Prognose für das Umsatzwachstum heruntergenommen.

Wienerberger stiegen nach ihren Zahlen um 3 Prozent. Die Österreicher haben die Spanne für das bereinigte EBITDA auf 570 bis 580 Millionen Euro für das Gesamtjahr von zuvor 560 bis 580 Millionen eingeengt. Allerdings lag die Davy-Schätzung bereits bei 581 Millionen Euro.

Veröffentlicht wurden vor allem Geschäftszahlen von Unternehmen aus der zweiten Reihe. Die der Aareal Bank wurden im Handel als solide eingestuft. Die Aktie verlor dennoch 1,1 Prozent. Mit Blick auf Deutsche Wohnen war von einer Punktlandung die Rede. EBITDA, Aufwertung des Portfolios sowie Betriebsgewinn FFO hätten die Schätzungen getroffen. Trotzdem gab die Aktie um 3,5 Prozent nach, was auch die DAX-Aufstiegsambitionen weiter dämpfte.

Nach schwachen Geschäftszahlen sackten Ceconomy um 8,2 Prozent ab. Baader Helvea sprach von enttäuschenden Umsätzen und einem schwachen Ergebnismomentum. New Work (Xing) brachen um 12,8 Prozent ein. Hier hätten einige Marktteilnehmer mit einem stärkerem Wachstum gerechnet, hieß es im Handel. Hellofresh stiegen dagegen kräftig um 13 Prozent - Marktteilnehmer sprachen von einer beeindruckenden Marge.

Voltabox mit Kurshalbierung

Mit Voltabox (minus 54 Prozent) hat ein weiterer Automobilzulieferer die Gewinnprognose gekappt. Der Batteriehersteller senkte die Umsatz- und Ertragsprognose für das laufende Geschäftsjahr drastisch, was auch die Muttergesellschaft Paragon (minus 41 Prozent) zu einem entsprechenden Schritt zwang. Nach guten Geschäftszahlen ging es für Eckert & Ziegler dagegen um 3,5 Prozent nach oben.

Manz geben um 11 Prozent nach - der Maschinenbauer hat die Umsatzprognose gesenkt. Zeal Networks verloren 4,2 Prozent. "Das Unternehmen bekommt das Problem nicht in den Griff", so ein Marktteilnehmer. Einmal mehr hat der Millionengewinn eines Kunden bei MyLotto24 dazu geführt, dass das Unternehmen die Prognose drastisch senken musste.

 

(QUELLE: FINANZEN.NET)

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