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Börsen- und Wirtschaftsnachrichten vom 15.Juli 2021

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Indizes vom 14.07.2021 © finanzen.net Indizes vom 14.07.2021 © finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Die wichtigsten Börsen Europas haben sich am Mittwoch erneut nur wenig von ihren Schlussständen am Vortag wegbewegt. Auch in den USA zeigten sich die wichtigsten Indizes nach einem freundlichen Handelsstart zuletzt kaum verändert.

Kurz vor der heißen Phase der Berichtssaison wollten die Anleger offenbar keine großen Risiken eingehen, sagten Händler. Zudem gebe es nach wie vor Bedenken rund um das Thema Inflation, was den Optimismus über eine weltweite Erholung ausbremse, sagte Marktanalyst Michael Hewson von CMC Markets in London.

Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) als Leitindex der Eurozone legte um 0,12 Prozent auf 4099,50 Punkte zu. Der französische Leitindex CAC 40 schloss prozentual unverändert auf 6558,38 Punkten. In London fiel der FTSE 100 nach Daten zur Teuerung im Juni dagegen um 0,47 Prozent auf 7091,19 Punkte.

Gesprächsthema blieb der jüngste teils deutliche Anstieg der Verbraucherpreise in vielen Ländern dies- und jenseits des Atlantiks. Am Dienstag wurde aus den USA gemeldet, dass dort die Inflation im Juni weiter gestiegen und auf den höchsten Stand seit August 2008 geklettert war. An diesem Mittwoch nun veröffentlichte Großbritannien einen unerwartet kräftigen Anstieg der Teuerungsrate um 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Viele Experten sehen den vielerorts zu beobachtenden Anstieg der Verbraucherpreise nur als eine vorübergehende Erscheinung, die mit der deutlichen Erholung der von Corona geplagten Wirtschaft zusammenhängt. Einige Anleger aber befürchten, dass die Inflation dauerhaft zurückkommt. In diesem Fall könnten sich die Notenbanken zum Einlenken gezwungen sehen und die Zinsen anheben, was Aktien im Vergleich zu Anleihen unattraktiver machen würde.

Unter 19 Branchen waren der Immobiliensektor und auch der Reise- und Freizeitsektor mit jeweils einem Prozent Abschlag die Schlusslichter. Die Anteilsscheine von TUI sackten in London um 7,2 Prozent ab. Englische Zeitungen berichteten, dass der Tourismuskonzern bis August virusbedingt weitere Reiseziele von seiner Angebotsliste gestrichen hat und damit die Reisepläne vieler Briten beispielsweise für Italien oder das spanische Festland durchkreuzt. Aber auch kanarische Inseln wie Fuerteventura und La Palma seien betroffen. Der Konzern überarbeitet die Liste der in der Corona-Krise weiter angebotenen Reiseziele regelmäßig.

Die Papiere von ArcelorMittal zogen nach positiven Analystenkommentaren der Citigroup und von Jefferies als Spitzenwert im Cac 40 um 2,5 Prozent an. Die Analysten beider Banken bekräftigten ihre Kaufempfehlung und hoben ihre Kursziele an. Beide erwarten von der Stahlbranche hervorragende Quartalsergebnisse.

In der Schweiz gewannen Swatch (Swatch (I)) als Spitzenwert im SMI 2,8 Prozent und profitierten damit weiter von den am Vortag vorgelegten starken Halbjahreszahlen.

(Quelle: finanzen.net)

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