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Börsen-und Wirtschaftsnachrichten vom 16.November 2022

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Indizes vom 15.11.2022 © finanzen.net Indizes vom 15.11.2022 © finanzen.net

FRANKFURT/MAIN. Die Rally an Europas Börsen geht weiter. Zunächst war das Treffen zwischen den beiden Staatsoberhäuptern aus den USA und China vom Montag positiv aufgenommen worden. Börsianer sprachen von "leichten Entspannungssignalen". Am Dienstagnachmittag kamen weitere positive Impulse aus den USA. Dort hatte sich der Preisauftrieb auf Herstellerebene stärker abgeschwächt als von Experten erwartet.

Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) gewann letztlich 0,71 Prozent auf 3915,09 Punkte. Seit seinem jüngsten Tief Mitte Oktober hat sich der Leitindex der Eurozone damit um rund 20 Prozent erholt. Der französische CAC 40 stieg am Dienstag um 0,49 Prozent auf 6641,66 Punkte, während der britische FTSE 100 um 0,21 Prozent auf 7369,44 Zähler nachgab. Erneut scheiterte der "Footsie" daran, sich über der Marke von 7400 Punkten zu halten.

Branchenweit hatten Technologieaktien die Nase vorn. Der Sektor gewann 1,7 Prozent und folgte damit nicht zuletzt den Vorgaben der US-Börse Nasdaq. Zudem sorgte eine Investition des Unternehmens Berkshire Hathaway von der Investmentlegende Warren Buffett für Fantasie. "Mit dem vier Milliarden Dollar schweren Einstieg bei Taiwan Semiconductors (TSMC), dem größten Chiphersteller der Welt, steigt Buffett in die Technologiebranche ein, die er sonst meidet", merkte Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets dazu an. Nicht nur Infineon oder STMicro (STMicroelectronics) profitierten von der Stimmung und legten um 2,8 Prozent und 1,8 Prozent zu. Auch Prosus, eine Beteiligungsgesellschaft in der Internetbranche, profitierte. Die Aktie stieg um 7,1 Prozent.

Die Telekombranche dagegen zeigte sich mit minus 1,0 Prozent schwach, was nicht nur daran lag, dass als defensiv geltende Aktien bei risikofreudiger Stimmung links liegen gelassen werden. Hier schlugen vielmehr die Verluste der Vodafone (Vodafone Group)-Papiere von letztlich 2,4 Prozent durch. Zeitweise jedoch war es deutlich steiler abwärts gegangen. Im Gegensatz zur Konkurrenz rechnet der britische Telekommunikationsanbieter für das laufende Geschäftsjahr mit einer eher schwachen Gewinnentwicklung.

Imperial Brands (Imperial Brands) büßten nach einem Rückgang des bereinigten Jahresgewinns 0,8 Prozent ein und Land Securities (Land Securities Group) sanken nach einem Halbjahresverlust um 1,1 Prozent. BAE Systems dagegen stiegen nach der Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal und bekräftigten Jahreszielen um 1,4 Prozent.

Die Aktien des französischen Callcenter-Betreibers Teleperformance (SRTeleperformance) erholten sich im Cac 40 weiter von ihrem Rückschlag aus der Vorwoche und zogen um 10 Prozent an. Die Citigroup hob die Aktie auf "Buy", auch wenn sie das Kursziel deutlich kappte. Zudem bekräftigte auch die Investmentbank Stifel ihr Anlageurteil "Buy".

 

(Quelle:finanzen.net)

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