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Einstimmig für die VereinteKultur Hannover e.V.

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VereinteKultur © INTERESSENVERTRETUNG FREIE KUNST UND KULTUR HANNOVER E. V. VereinteKultur © INTERESSENVERTRETUNG FREIE KUNST UND KULTUR HANNOVER E. V.

HANNOVER. In seiner letzten Sitzung am 16. September 2022 fasste der Kulturausschuss der Landeshauptstadt Hannover den einstimmigen Beschluss, die Interessenvertretung Freie Kunst und Kultur Hannover e. V. – kurz: 'VereinteKultur', noch für dieses Jahr mit 14.000 Euro zu fördern.

Eine weitere institutionelle Förderung des Zusammenschlusses der gesamten Freien Kultur Hannovers für die nächsten Jahre ist beantragt und abzusehen.

„In diesem Verein ist ja das 'Who is Who' der Freien Kultur Hannovers vertreten“, stellte ein Mitglied des Kulturausschusses fest: Über 100 Einzelpersonen, Initiativen und Verbände, vom Freien Theater über das Musikzentrum, Kulturzentren, Kunstvereine und migranXsche Kulturvereine – ein Netzwerk der Netzwerke ist hier entstanden.

Der Aufbau einer gemeinsamen Interessenvertretung war kein leichter Prozess. Er wurde über lange Jahre vorbereitet durch vielfältige Kooperationen in einzelnen Sparten. Die Bewerbung zur Kulturhauptstadt brachte dann alles zusammen; aus dem „Aufnahmezustand“ entstand nach langen Debatten im Oktober 2021 der Verein.

Es war der gemeinsame Wille der Kulturschaffenden, der Stadtpolitik und der Verwaltung, der dieses Ergebnis hervorbrachte. Der einstimmige Beschluss aller politischen Parteien im Kulturausschuss zeigt mit erfreulicher Deutlichkeit, dass dieser gemeinsame Wille fortbesteht.

Die VereinteKultur gibt den Kulturschaffenden ein gemeinsames Rückgrat, das Potenzial langfristiger Resilienz und wachsender Wirkung. Und das ist gut für die Stadtgesellschaft, die kreative Initiativkraft dringend braucht.

Wir wissen, dass wir mit unserem Zusammenschluss vor großen Herausforderungen stehen:

• Im Hinblick auf die diverse Mitgliedschajft von Einzelkünstler:innen, Initiativen und Vereinen unterschiedlicher Sparten und Größen, die wichtige interne Kommunikation und die Entwicklung von Vertrauen, Zusammenarbeit und Kooperation.

• Im Hinblick auf die Herausforderungen, die uns aktuell ins Haus stehen: Nach zwei Jahren Corona werden wir uns nun mit den Auswirkungen der Energiekrise und der Inflation im Kulturbereich beschäftigen müssen. Dies trifft auf eine in vielen Bereichen prekäre soziale und finanzielle Lage der Akteure.

Bis heute haben wir drei Arbeitskreise aufgebaut:

Kultur im Ihme-Zentrum

Der Arbeitskreis hat sich an der Ausschreibung der Stadt Hannover beteiligt. Grundlage ist die Bundesförderung für die Raddurchwegung und einen Kulturort im Ihme-Zentrum. Hier haben wir ein umfangreiches und anspruchsvolles Inhaltliches, organisatorisches, architektonisches und finanzielles Konzept eingereicht. Das Ergebnis der Ausschreibung ist noch offen.

 

Studie zur finanziellen Situation der Kunst- und Kulturschaffenden

Hier arbeiten wir gemeinsam mit der Leibniz Universität und in Kooperation mit dem Kulturbüro an der Entwicklung einer Umfrage unter den Akteuren in Hannover mit dem Ziel, einen repräsentativen Statusbericht zu erhalten und Konsequenzen und Erfordernisse herauszuarbeiten.

 

Kultur und Stadtentwicklung

Dieser Arbeitskreis wird sich u. a. in den Innenstadtdialog einbringen und befindet sich in der Planung einer Veranstaltungsreihe.

Wir werden die Förderung für dieses Jahr nutzen,

• um im Bereich Kommunikation, Koordination, Finanzen und Öffentlichkeitsarbeit mit einer professionellen Geschäftsstelle die bisher ehrenamtlich geleistete Arbeit zu unterstützen;

• um die Veranstaltungsreihe zu Themen von Kultur und Stadtentwicklung zu befördern und eine themenbezogene Mitgliederversammlung durchzuführen;

• um die Arbeitskreise bei Bedarf an Referent:innen und Honoraren zu unterstützen.

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